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Kunst, Eleganz und Mode.
(Achter Jahrgang.)
Des Helden Schwerdt.
(Ballade.)
„Es iſt um uns geſchehen,“ ſo ruft ein blaſſer Mann Den Normannfürſten Wilhelm vom Roſſe keuchend an.— „Dein Kriegsvolk, wie von Sinnen, zu halten iſt es nicht, Gleich einem wilden Strome, der Dün' und Deich zerbricht!“
Und Wilhelm hört ihn ruhig, dann rollt er wild den Blik, Und ſträubt die dunklen Brauen, und ruft ihm:„„Spreng' zurük! Sprich: alſo blik' ihr König, ſo ſträub' er ſeine Brau' nz Sie ſollten, da ſie's hören, nicht wünſchen, es zu ſchau'n!“““—
Der Hauptmann ſprengt von binnen; das Volk ergrimmt noch mehr, Und brauſt in mächt'gen Maſſen noch wilder um ihn her z Noch einmal muß er flüchten, zu ſchildern die Gefahr: „Herr“, keucht er angſtbeklommen,„der Teufel hezt die Schaar.
Ich nannte deinen Namen; ich ſprach: ſo blikteſt du, Do ſträubteſt du die Brauen;— umſonſt! noch iſt nicht Ruh! Kommſt du nicht ſelbſt geſchritten in deines Zornes Macht, So iſt die Friſt verſtrichen, die Meuterei vollbracht!“
„„Ich ſoll zu ſolchen Hunden?“— ruft Wilhelm wuthentbrannt,— „„Hier—(und er zieht ſein Eiſen)— hier nimm dies Schwerdt zur Hand! Das zeig'! Ich denk', ſie kennen's!“— Der Hauptmann ſprengt davon, Wie lauter Wildbachdonner brauſt's ihm entgegen ſchon.


