Sonnabend, 18. Jul i.
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Kunst, Eleganz und Mode.
3(Achter Jahrgang.)
Halbſähriger Preis 4 fl., mit freier Poſtzu⸗ Man pränumerirt im Kommiſſionsamt zu Ofen
5 L
ſendung 5 fl. Auf Velinpapier mit erſten?(Feſtungsauffahrt), in Ferd. Tomalas Kunſthand⸗ 5 4
Kupferabdrilken 5 fl. und poſtfrei 6 fl. C. M. lung zu Peſth und bei allen k. k. Poſtämtern.
Gedichte don J. L. By rer. N(Aus dem Morgenblatt.) Meine Berge. Seh' ich euch dort in nebelgrauer Ferne, 1 Emporgethürmt in's blaue Himmelszelt, Und, nun vom Mond, im milden Glanz der Sterne, Nun von dem Gluthenſtrahl der Sonn' erhellt, Mir winken— o, wie zög' ich da ſo gerne Zu euch; das Herz pocht auf, die Thräne fällt, Ergriffen ſenkt der Geiſt die regen Schwingen, Und heiß vor Sehnſucht will die Bruſt zerſpringen!
Oft wandelt' ich auf euren Alpenräumen Im jugendlichen Herzensmuthe hin; Was Sterbliche ſich ſonſt vom Glüke träumen, Ward dann mir ſtets zum ſicheren Gewinn: Denn jedem Gräschen ſah ich es entkeimen, Und hob's an meine Bruſt mit frohem Sinn; Entrükt der Ebne qualmbeladnen Triften, Fühlt' ich mich frei in euern freiern Lüften.
So ſchwand mir dort der Abend, ſo der Morgen In ihrer hehren Stunden goldnem Schein, Vor jedem herben Lebens zwang geborgen, Jauchzt' ich laut auf— die ganze Welt war mein! Nun kommt die Nacht mit ihrem Grau'n und Sorgen, Der Pilger ſteht auf öder Wüſt' allein:


