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Umſonſt ringt Doboz i ſich raſch hervor, Umſonſt reißt das Roß er am Zügel empor, Die Gattin nicht rettet dir mehr ſein Huf, Schon nahen die Würger mit Jubelruf.
Dobo zi ſtarrt ihnen entgegen voll Wuth, Das Auge durchzukt der Verzweiflung Glut Allein voll Ergebung in ihr Geſchik
Liegt dort die Gefährtin mit naſſem Blik.
Seine Kniee umklammernd gar heftig wild, Fleht nun zu dem Helden das bleiche Bild: „Dobozi, jezt raſch deinen Säbel durchs Herz, Von Liebes hand ſterben hat wenig Schmerz.“
„Nicht laß' mich zum Opfer der Rohen ſein,
Daß ſie mich nicht höhnen in langer Pein, Dobozti, wir ſind aus magyariſchen Blut,
Zeig was für die Ehre der ungar thut!“
Und raſch hat zertheilt ſie den Buſenflor, D'raus quellen zwei Lilienhügel hervor, Dobo zi ſtarrt auf ſein Weib, auf den Feind, Er ſtarret— als hätt' ihn der Schmerz verſteint.
Und die Rotte ſchon ſprengt heran die Haid—
„Do bozil— Oo bo 311— jezt iſt e Zeit!“— Da blizet ſein Säbel— da ſpringt ein Quell
Aus den Lilienhügeln rubinenhell.
Die Blutige küßt er noch einmal hierauf Dann ſtürmt er hinein in der Feinde Hauf, Nun thuts um das Retten nicht weiter Noth Jezt gilts nur noch einen Magparentod.
Wie ein Todesengel der Ungar mäht
Daß ein Blutbach über die Haide geht, Zehn Leben ſchon haben das Blut bezahlt Das den ſchönſten Buſen mit Purpur bemalt.
Verwundet noch kämpft er auf ſeinen Knie'n,
Und ſieht noch manch Leben von hinnen flieh'n,
Da ſinkt er— und rufet im Blute roth:
„Es war doch ein edler Magyarentodl“ Johann N. Vogl.
Gr a u d e Gu eu g. (Veſchluß.)
Wir kürzen die Geſchichte ab.— Am 16 März 1832 erſchien Claube Gueux, vollkommen hergeſtellt, vor den Aſſiſen von Tropes. Eine unermeß⸗


