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rend Senſation zu Paris. Nichtsdeſto— weniger ſcheint die Oper einige unan⸗ genehme Längen zu haben, da man jezt für nothwendig fand ſie ziemlich abzu— kürzen.— In der komiſchen Oper zu Paris wird eine neue Oper von Auber „Ja Rose de Péronne“ angekündigt.— Scribe feiert jezt zugleich auf zwei Pa— riſer Theatern Triumphe, auf dem Frangais mit dem„Verre d'Eau“ und auf dem Gymnaſe mit der„Cicily“.— Man ſchreibt uns aus Tornalya(im Gömerer Komitat):„Am 20. Dez. iſt hier eine Bäuerin, Unterthanin des Grundherrn Lucian Victor von Tor— nalyay, von Dril lingen, zwei Mädchen und einem Knaben, glüklich entbunden worden. Die Kinder, obwohl klein und zart, ſind dabei vollkommen wohl- und ausgebildet. Es ſind bereits drei Tage, daß ſie ſich am Leben befin— den“.— In Paris iſt jezt Nichts in der Mode. Eine neue Art Bonnets, die Mad. Daſſe(eine berühmte Pariſer Puzmacherin in der Richelieuſtraße, Nr. 38) verfertigt, heißt„Richte“(rien). Dieſer ſcharmante Kopfpuz beſteht aus einer einfachen, aber ſehr theuern Spi— ze und einer leichten Blume, aber mit höchſtem Geſchmak und harmoniſch an— gebracht. Man ſagt jezt von einer Da— me:„Nichts macht ſie ſchön“ u. ſchmei— chelt ihr dabei.— Saphirs Akademie, die er am 20. im Joſephſtdt. Theater zu Wien abhielt, gefiel in dem Maße, wie die früher von ihm veranſtalteten; der Zuſpruch war aber geringer, was jedoch den Zeitverhältniſſen, der Wit— terung und der Entfernung des Thea— ters zugeſchrieben werden muß.— Ne— ſtroy's„Talisman“ gefällt im Theater an der Wien ungemein, und das mit Recht, es iſt vielleicht von allen ſeinen Stüken das einfachſte in der Handlung, das wizigſte aber im Dialoge.— Einem Gerüchte zufolge, ſchreibt Saphir für das Theater in der Joſephſtadt eine
Poſſe, und zwar unter ſehr brillanten Bedingungen.— Man ſchreibt aus Trieſt: „Wir ſcheinen einen harten Winter zu bekommen. Alle Höhen ſind mit Schnee bedekt, und in den höhern Gebirgsge— genden liegt er viele Schuhe hoch.“ Wegen dieſes heftigen Schneefalles be— fand man ſich in Trieſt mehrere Tage lang ohne Briefe und Zeitungen aus Italien, Frankreich, dem weſtlichen Deutſchland u. ſ. w.— In P. wurde in einer muſikaliſchen Akademie das be— kannte Rheinlied geſungen, bei welcher Gelegenheit auf dem Zettel zu leſen war:„Sie wollen(ſtatt ſollen) ihn nicht haben, den deutſchen, freien Rhein“. Ei, da wären ja die Franzo— ſen und Deutſchen auf ein Mal einig.— Die MainzerUnterhaltungsblätter ſchrei— ben aus Frankfurt:„Vorgeſtern(am 14. Dez.) erfreuete uns ein Mal wieder Webers„Euryante“. Die Han— nauer„Viene“ ſchreibt von eben da— her:„Am 14. Dezember ennuyirte uns wieder ein Mal die Oper„Euryante“. Erkläret mir dieſen Widerſpruch der Re— ferate! Heißt ennuyiren unterhalten?— In der Konzertwelt erregt jezt der Guitarriſt Regondi, der mit dem Vio— loncelliſten Lidel reiſt, das größte Auf— ſehen. Man fängt an, dieſen kaum ſieb— zehnjährigen Künſtler den Liszt ſeines Inſtrumentes zu nennen. Er iſt dabei ſehr beſcheiden und zeichnet ſich durch eine frappante Aehnlichkeit mit den Phyſiognomien des Bourbon'ſchen Für— ſtenhauſes aus. Er hat auch zwei Jah— re in der Geſellſchaft des Herzogs von Bordeaur zugebracht.— Den Haupt— treffer der Eſzterhazyſchen Lotterie ſoll bei der lezten Ziehung das Haus Bie— dermann in Wien gewonnen haben.— In einer Stadt an der Donau iſt jezt noch dicht neben dem feſten Eisſtoß auf einer Tafel zu leſen:„Das Baden in der Donau mit ganz entblößtem Kör— per iſt verboten.“ Ein unnüzes Verbot


