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Dollars. Im Staate Tenneſſee ſprang neulich ein entlaufener Sklave, der wieder eingefangen worden war, von einem Dampfſchiff über Bord u. rief aus: lieber Tod als Sklaverei. Er kam in den Fluthen um. Theater-Direk tionen, welche Sänger engagiren, thun gut, ſich die Taufzeugniſſe derſelben vorlegen zu laſſen, und ſich über ihr Alter zu vergewiſſern; da man aus dem Munde eines geſcheidten Advokaten ver nommen hat, minorenne könnten nicht angehalten werden, ihre Verträge zu erfüllen. In Berlin iſt das Gut tenbergfeſt mit allen Solennitäten glük lich gefeiert worden. Die Zeitungen ha ben vollauf mit Veſchreibungen zu thun. Sie ſprechen von den Tauſenden von Couverts, den unzähligen Toaſts und Trinkſprüchen. Man jubelte: Am Rhein, am Rhein Da wachſen gute Reben! ge.

Ein anweſender vornehmer Türke frag te, ob es ſich darum handle: das An denken des Patriarchen Noah, des erſten Pflanzers der köſtlichen Reben, zu fei ern. O Einfalt! Ein Journal er zählt: Herr Guizot habe geäußert: Wenn wir von dem Londoner Vertrag ausgeſchloſſen worden ſind, ſo iſt daran die Zuverſicht(sutffisance) des Herrn Thiers Schuld. Als der Miniſterpräſi⸗ dent dies wieder erfuhr, habe er ent gegnet:Guizot irrt; ſeine Unfähig keit(insuffisance) iſt Schuld daran. Ein Diplomat, der dies mit anhörte, ſoll lächelnd bemerkt haben:Ich thei le die Anſicht des Hrn. Guizot, und bin ganz mit Herrn Thiers einverſtanden.

Korreſpondenz.

Theatraliſches. Frl. Henriette Sarl tritt morgen ihre Kunſtreiſe an. Sie begibt ſich von hier über Linz, Nürnberg 1

Weimar nach Berlin, aus welch lezterer Re ſidenz ſie die ehrenvollſten Anträge erhielt.

Dem Vernehmen nach ſteht die Peſther deutſche Direktion mit zwei Celebritäten in der Geſangskunſt, mit Dem. Sophie L ö we, der berühmten Sängerin aus Berlin, und Hrn. Wild, dem Heros der deutſchen Tenoriſten, in Unterhandlung. Beide ſollen hier eine Reihe von Gaſtrollen geben.

DieAraber aus der Wüſte Sa hara« ſind von Wien vorerſt nach Brünn gereiſt und von dort erſt gedenken ſie nach Peſth zu kommen.

Das älteſte Gaſthaus in Peſth: zu den ſieben Chur fürſten, das ſchon über hundert Jahre alt ſein ſoll, noch vor einigen Jahren das erſte und berühmteſte in Peſth u. in welchem ſich auch der alte Re doutenſaal beſindet, wird jezt ſammt ſeinem Nachbarhauſe ganz abgetragen und an die Stelle beider Häuſer kommt ein einziges gro ßes, prachtvolles Gebäude, das zu den Zier den der Stadt gehören wird. Es wied zwei Fronten, in die Waiznergaſſe u. in die Hand gaſſe gehend, haben u. ein Durchhaus bilden. Der Eigenthümer iſt der Graf Nako in Wien.

Die Kunſtreitergeſellſchaft des Hrn. Dumos hat am 2. d. ihre Vor ſtellungen in dem ganz neu hergeſtellten Cirkus wieder begonnen. Die neue Lokalität iſt ſehr zwekmäßig und gefällig eingerichtet. Die Pro duktionen fanden vielen Belfall, vorzüglich je ne der graziöſen Dem. Adelheid Hinne.

Beilage: Maria Laf farge, geborne Capelle. Das große Aufſe⸗ hen, welches der Prozeß der Mad. Laffarge in neueſter Zeit nicht nur in Frankreich, ſon dern in ganz Europa erregte, veranlaßte uns, das Portrait dieſer Dame aus Paris kommen zu laſſen, das wir unſern geehrten Abonnen ten hier mittheilen. So wie ſie hier erſcheint, erſchien ſle vor den Aſiſſen in Tulle, u, wur⸗ de im Gerichts ſaale von einem Maler abge nommen. Das Portralt iſt, wie uns verſi chert wurde, ſehr ähnlich.*

Beilage:Der Schmetterling. Nr. 23.

Herausgeber und Verleger Franz Wieſen.