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Hamburg(xeceveurs zénéraux, die in Frankreich in der Regel ſehr reich ſind; in Hamburg ſind indeſſen ſolche Stel— len ſchwerlich vorhanden) wenden— ih— re Briefe aber frankiren.— Der„Cha— rivari“ perſiflirt die kriegeriſchen Gelü— ſte der franzöſiſchen Miniſter nicht übel mit der bekannten Stelle aus dem Ter— zette des erſten Aktes der weißen Frau:
II a peur!
Moi j'ai peur!
All quelle peur! — Wild gaſtirt gegenwärtig in Vrünn. — Am 15. September iſt der italieni— ſche Gelehrtenkongreß zu Turin eröff— net worden.— Die ſpaniſchen Hoftän— zer Camprubi, Lopez u. und Manuela ärnten jezt in Bukareſt Beifall und Gold.— Die Wiener Fleiſchhauer for— derten eine höhere Fleiſchtaxe als 9 kr. C. M. pr. Pfd., ſie dürften aber durch ſolche Anträge die Aufhebung der bis— herigen Sazung herbeiführen.— Mad. Laffarge iſt von den Aſiſſen zu Tulle für ſchuldig der Vergiftung ihres Gat— ten, aber unter mildernden Umſtänden erklärt, und zur Ausſtellung am Pran— ger und zur lebenslänglichen Zwangs— arbeit verurtheilt worden. Mad. Laf— farge war aber, den neueſten Nachrich— ten zu Folge, faſt dem Tode nahe.(Wir werden dieſer Tage das wohlgetroffene Portrait der Mad. Laffarge liefern.)— Von einer Berliner Behörde wurde neu— lich ein deutſches Schreiben an ein Lyo— ner Handlungs haus gerichtet. In der Antwort wird ſehr höflich gebeten,„doch ja in der Folge nicht mehr in pre u— ßiſcher Sprache zu ſchrelben, indem man im ganzen Quartier Niemanden habe, der preußiſch reden, geſchwei— ge leſen könne.“— In München iſt, der Sterbeliſte in dortigen Blättern zu Folge, der Unſinn geſtorben. Er hieß Alois mit Vornamen, brachte ſein Al— ter nur auf 26 Jahre, und lebte und
ſtarb als Hausknecht. Der Mann iſt je— denfalls nicht der lezte ſeines Geſchlechts. — Bei einer freiwilligen Illumination in einer gewiſſen Haupt- und Reſi⸗ denzſtadt erblikte man folgende Inſchrift über einem Hauſe:
Durchmaſchiren,
Einquartiren, 15
Fouragiren,
Veralimentiren,
Requiriren,
Verproviantiren,
Konſkribiren,
Haus und Hof verlieren,
Nicht raiſonniren,
Sonſt arretiren,
Oder gar füſiliren,
Und doch illuminiren...
Iſt das nicht zum krepiren 121212
Lokal-Zeitung.
Theatraliſche s. Heute iſt das Be— nefiz u. die lezte Gaſtrolle der Frl. v. Hagn. Es wird gegeben,„das Tagebuch“ und„die Llebe auf dem Lande.“ In belden Stüken iſt die Künſtlerin ausgezeichnet. g
— Die Araber aus der Wüſte Sahara treffen dieſer Tagen aus Wien in Peſth ein.
— Eine Sängerin, Mad. Siebert, wird hier erwartet.
—— deues Dampfboot. Am 28. Sept. ward auf der Schiffwerfte zu Altofen, die unter der umſichtigen Direktion des Hrn. Ka— pitäns Bozzo an Trefflichkeit und Ausdeh— nung täglich gewinnt, das neue eiſerne Dampf— boot„Samſon“ von 100 Pferdekraft von Sta— pel gelaſſen. Es waren unzählige Menſchen anweſend, um des Genuſſes dieſes ſchönen Schauſpieles theilhaftig zu werden.
Andreas v. Brechtenbergs Im⸗ proviſation am 26. v. M. fiel zur völligen Zu⸗ frledenheit aller Anweſenden aus, beſonders die Gedichte uber„Cbampagner“ und„Lob und Schimpf uber Herrn R.“ erwarben dem Impropiſator den elnſtimmigſten Beifall. Der— ſelbe ladet hiermit— auf vielfältiges Ver— langen, Freunde der Dichtkunſt ein, zu einer wiederbolten Produkton in Meyers Kaffehau⸗ ſe, zum„König von ungarn“, am 4. Okt., Abends zwlſchen 6—8 Uhr..
Herausgeber und Verleger Franz Wieſen.
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