N
S NN Ned eh eee LA
— . 0 . . .
2 0 n
er piegel
für Run ſt, Eleganz und Mode.
Dreizehnter Jahrgaug.
Halbjähriger Preis a fl., mit Poſtverſendung 5 fl. Auf Velinpapier mit erſten Kupfevabdrüken 5 fl. u. poſtfrei 6 fl. C. M.—Man pränumerirt im Kommiſſtonsamt zu Ofen(Feſtung, außerhalb des Waſſerthors), in C. Millers u. J. Wagners Kunſthandl. in Peſth u. ber allen t. k. Poſtämtern.
57. Mittwoch, 15. Juli. 1840.
— 288888
Der kleine braune Mann).
Vom Freiherrn v. Sternberg.
Nichts geht über die Ernſthaftigkeit des kleinen braunen Mannes. Obgleich er faſt alle ſeine Reden mit der Bemerkung anfängt:„Es iſt zum Todtlachen!““ ſo hat ihn doch Niemand je lachen ſehen. Es iſt, als ob in dem Geſichte des klei— nen braunen Mannes von der Natur alle die Muskeln vergeſſen worden wären, die man nöthig hat, um eine freundliche oder lächelnde Bewegung hervorzubrin— gen. Er lachte nicht, aber er findet Alles, was um ihn geſchieht, bel achens⸗ werth. Vetriegt ein Freund den andern, ſo möchte er lachen, läuft eine Frau ihrem Mann davon, er möchte lachen; bei den Gemeinheiten und Zügelloſigkei⸗ ten, die ſich die Großen gegen Geringere erlauben, möchte er ſich zu Tode la⸗ chen; aber er lacht nicht. Es iſt nur eine Redensart, um den ungeheuern und durch nichts zu beſiegenden Ernſt im Charakter des kleinen braunen Mannes auszudrüken.
) Morgenblatt.


