1. Januar.
Thiermedicinische Rundschau ete.
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gelegene Höhle im unteren Theile des Oberlappens und in der actinomykotischen Lungenhöhle einen etwa linsengrossen Fremdkörper, der sich nach eingehender Untersuchung als abgebröckeltes Zahnfragment auswies.
Hierdurch ist zum ersten Male der Beweis für die vom Verf. aufgestellte Hypothese geliefert, dass die Lungenactinomykose durch Aspiration von Keimen aus der Mundhöhle zu Stande kommt und dass thatsächlich bisweilen kariösen Zähnen die Rolle von Niststätten für die Pilze zukommen
kann. W. Arzneimittellehre. Salichlsaures Wismuthoxyd. Bismuthum Salicylicum.
Von Solger.
(Deutsche med. Wochenschrift 1886, No. 22.)
Verf. hat Bismuth salicyl.(bezogen von Gehe, Dresden) lange Zeit gebraucht pei verschiedenen Erkrankungen des Tractus intestinalis, besonders bei chronischen Piarrhöen. Die verabreichte Ge- sammtmenge schwankte bei einzelnen Personen von 50 bis 200 g. Dosirt wurde es in Pulver- form. mit Wasser genommen. Bismuth. salicyl. Sacchar. lact. aa. 25,0 M. f. p. Divide in p. aequ. No. 40. Die Hauptwirkung liegt nicht in der schwachen adstringirenden Fähigkeit, sondern in seinem desinficirenden Einfluss auf den Darm- inbalt, besonders der tieferen Darmabschnitte; es hat vor dem Naphthalin den Vorzug, dass es sehr
lange Zeit, monatelang. ohne Nachtheil verwendet
werden kann. Ausdrücklich wird aber dabei auf das Präparat von Gehe-Dresden hingewiesen.
Hitze als wehenverstärkendes Mittel
von R. Jones(Leesville), Med. age 1885, No. 20.
Nach Centralbl. für Gynäkologie No. 17, 1886.)
J. hatte bei einer gesunden Frau, da in Folge sehr schwacher, zeitweis ganz aussetzender Wehen, die Geburt keine Fortschritte machte, wiederholt Chinin und Ergotin ohne Erfolg gegeben. Er machte einen Versuch mit heissen Breiumschlägen auf das Abdomen. Eine halbe Stunde nach Appli- kation des ersten traten regelmässige, kräftige Wehen ein, welche bald zur Geburt eines kräftigen, lebenden Kindes führten.
Oeffentliche Gesundheitspflege. Schluss des Berichtes aus No. 6.)
Actinomykose wurde 21 mal bei Rindern beobachtet und zwar 19 mal in der Form von
in der Lunge. Bei Schweinen ist diese Krankheit 2 mal vorgekommen, 1 mal mit Eutergeschwülsten und Zerstörungen an den Knochen, 1 mal in der Form von Futergeschwülsten allein, durch welche beinahe das ganze Euter zerstört war. Zurück- weisung des Fleisches dieser Thiere erfolgte, wenn entweder die primär erkrankte Stelle schon mit eiterigem Zerfall in der Umgebung verbunden oder noch eine andere sich erkrankt zeigte. Bei den Affectionen im Puter der Schweine konnte ein Unterschied zwischen den gleichen Bildungen beim Rinde und Menschen nicht nach- gewiesen werden. Auch in den Rückenwirbeln konnte die gleiche Erkrankung festgestellt werden. Berichterstatter erinnert hierbei an einen pei einem Knaben beobachteten und von Professor Soltmann beschriebenen Fall, wo eine ver- schluckte Aehre der Mäusegerste die Actinomyces- pilze einführte. Dieselbe blieb in der hinteren Rachenwand sitzen und perforirte nachher dieselbe. Später traten dann fistulöse Abscesse am Rücken unterhalb des Schulterblattes ein und der Knabe ging marastisch zu Grunde.[Bekanntlich hat Prof. Johne-Dresden auch in den Tonsillen der Schweine mit Actinomycesvegetationen be- setzte Pflanzenpartikelchen nachweisen können. D. Ref.]
Blutiggefleckte Beschaffenheit der ge- sammten Muskulatur wurde bei 2 Schweinen Ursache der Zurückweisung des Fleisches. Es fanden sich dabei in den einzelnen Muskeln dicht neben einander 1 bis 2 längliche, verschieden breite Blutheerde, welche dem Fleisch das Aus- schen gaben, als wäre es mit Blut bespritzt. Dass Bacterien die Ursache, konnte nach den von Herr Geh.-R Virchow vorgenommenen Unter- suchungen vermuthet, aber es konnte die Species nicht rein erhalten werden.
2525 beinahe ausgetragene und 5983 wenigerentwickelte ungeborene Kälber wurden angehalten und dem Verkehr entzogen.
Von den 285882 geschlachteten Schweinen wurden 143 mit Prichinen, 60 mit Strahlenpiken, 56 mit Kalkkonkrementen be- haftet gefunden. Einige Male fanden sich auch
einige verirrte Leberegel in der Lunge. Von den 143 trichinösen Schweinen gehörten 132
einheimischen Racen an, 3 der russischen, 4 der serbischen. Bezüglich der Beseitigung der Tri- chinenheerde wird die Wichtigkeit der Massregel betont in Fällen, wo mehrere Schweine eines Gehöfts trichinös befunden sind, auch alle übrigen als verdächtig anzusehen und unter Observation zu stellen.
Ueber Strahlenpilze in der Muskulatur
der Schweine sind wesentlich neue, für die
Kiefergeschwülsten, 1 mal in der Zunge, 1 mal Fleischbeschau wichtige Beopachtungen nicht zu


