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seitigen Richter eines zwischen Begründer und Verleger einer Zeitschrift ausgeprochenen Streites namentlich um sich selbst zum Erpben zu machen, überlasse ich den Lesern zu beurtheilen.

Wenn die Herren Lemke,

Buch und 6e-

nossen ihre Handlungsweise noch einmal und

in diesem Spiegel betrachten, werden sie wohl kein besonders schönes Bild sehen können.

Darüber zu entscheiden ob die von mir be- gründete Zeitschrift in der einen oder anderen Weise weiter erscheinen soll, steht glücklicher- weise nicht in ihrer Macht. oder derjenigen. welche sich sonst darüber ein Verfügungsrecht anmaſsen.

Es zeigen obige Thatsachen zur Genüge. in welcher NW eise und aus welchen Absichten die eben genannten Herren sich herbeiliessen,

eine

Fortsetzung meiner Zeitschrift auch bei meinem

pisherigen Verleger einstweilen zu übernehmen.

Die ðflentliche Meinung, welche über diese neuesten Vertreter von Stand und Wissenschaft zu urtheilen hat, wird jedenfalls bald ihr weiteres Urtheil sprechen. Ich sehe demselben mit gutem Gewissen und deshalb mit aller Ruhe entgegen. Das Ansehen des thierärztlichen Standes aber hat durch dieses Gebahren einzelner seiner An- gehörigen leider wieder eine Schädigung erfahren, die hoffentlich ohne dauernd nachtheilige Folgen bleiben wird.

Mir selbst ist es gewiſs nicht angenehm ge- wesen, obige Vorgänge klarzulegen, allein die thierärztlichen Kreise haben wohl Kenntniss derselben zu peanspruchen, wenn sie ein Urtheil abgeben sollen

Anatomie und Physiologie.

Morphologisch- histologische Veränderungen in den ruhenden und thätigen Leberzellen.

Von H. Baum Cand. med. vet.(Dresden) (Separatabdruck Peutsche Zeitschr. für Thiermed. Bd. XII. Heft 4 u. 5).

Der strebsame Verfasser hatte bereits früher bekannt gegeben, dass man in der Leber unserer Haussäugethiere eine neue Art Kernvermehrung constatiren könne, wobei das Kernkörperchen den Kern verlälst, um sich, während dieser zZerfällt, zum neuen Kerne heranzubilden. Unter Leitung seines vortrefflichen Lehrers Prof. Ellenberger, hat B. nun weitere Untersuchungen über ruhenden und thätigen Leberzellen angestellt. Resultat war folgendes:

Die Leberzelle im Stadium der

begrenzt ist, 3. dass sie in relativ grosser Anzahl kernlos ist. 4. dass ihr Zelleib weniger Pigment- körnchen enthält, aber mehr eosinophile Gebilde (geschrumpfte Glykogenkörnchen etc.), 5. dass sie ferner von einer bedeutenden Anzahl mehr oder weniger grosser Hohlräume durchsetzt ist, welche von dem in den Präparationsflüssigkeiten gelösten Glykogen herrühren, wodurch die Anordnung des Protoplasmas eine mehr netzartige wird. Bei der ruhenden Zelle hingegen fehlen die Hohlräume fast ganz, die Pigmentkörnchen etc. sind zahl- reicher da und die Anordnung der aus den ver- schiedenartigsten Körnchen bestehenden Proto- plasmamasse ist eine gleichmässige und feinere. 6. Der Kern ist bei der thätigen dichter, feiner und gleichmässiger gekörnt und enthält fast immer ein Kernkörperchen. 7. die Zwischenräume zwischen den einzelnen Zellen als Ausdruck oder Erweiterung der Gefässe sind viel grösser. Bezüglich der Function der Leberzellen kommt Verf. zu der Hypothese, dass die zer- fallenden Kerne, deren ausgewanderte Kernkörper- chen zu neuen Kernen werden und deren Beaction

offenbar auch eine saure ist, die Gallensäuren liefern

das Recht, bildet enthalten,

und diese wandeln zum Theil den Blutfarbstoff in Haematoidin bezw. Bilirubin um; damit sind die beiden wesentlichen Bestandtheile der Galle, Gallen- säuren und Gallenfarbstoff, gegeben. Demnach wären die Zellkerne als die Gallenbildner, die Zellleiber als die Glykogenproducenten anzusehen.

Durch weitere Versuche konnte Baum noch feststellen dass die Leberzellen der Pferde die Gallensäuren und Gallenfarbstoffe derart vorge- dass dieselben mikrochemisch

nachweisbar sind. Eine nicht unwichtige, bisher

nicht festgestellte, physiologische Thatsache.

u. A. Folgendes: die

G. Sch.

Arzneimittellehre.

Eserinwirkung bei einem gesunden Pferde. Von Albrecht. (Wochenschrift für Thierheilkunde No. 34.)

Bei einem Anatomiepferde war in Zwischen- zeiten von 5 Tagen je eine Injektion von O,1 g. Eser. sulfur. in 6 Pravaz'schen Spritzen voll destil- lirtem Wasser gelöst, unter die Haut, dann in die Luftröhre und in die Jugularvene injicirt. Aus den Ergebnissen der Versuche schliesst Verf. Die intratracheale Injection des Phy sostigmins hat gegenüber der supbcutanen weder in bezug auf die Zeit des Eintritts noch auf die

Stärke der Wirkung noch auch auf die Dauer der

Thätigkeit

unterscheidet sich von der im Stadium der Ruhe

dadurch, dass sie 1.

grösser ist. 2. dass sie scharf

Wirkung einen Vorzug. Die intervenöse An- wendung des Alkaloids ichert eine prompte und rasche Wirkung. Die letztere tritt schon wenige