139) Die Lieferung der, für die Marien⸗ schlosser Anstalt nöthigen 8000 8 Hammelwolle soll Mittwoch den 10. Juli laufenden Jahres, des Vormittags um 9 Uhr, in meiner Behausung dahier öffentlich an den Wenigstnehmenden ver⸗ steigert werden. f
Ich bringe dieses hierdurch mit der Bemer⸗ kung zur öffentlichen Kenntniß, daß derjenige, welcher bei der Versteigerung mitbieten will, vor⸗ her nachweisen muß, eine Caution von eintau⸗ send Gulden stellen zu können.
Marienschloß den 25. Juni 1839. Funk.
140) Versteigerung eines Pferdes.
Den 9. Juli, Nachmittags 2 Uhr, soll vor dem Neustädter Thor ein Pferd, fünf Jahr alt, dunkelbraun, 17 Faust hoch, englisirt und in sehr gutem Zustande, dem Meistgebot ausgesetzt und der Zuschlag sogleich ertheilt werden.
137) Versteigerung von Bauarbeiten.
Dienstag den 9. Juli d. J., des Vormittags um 9 Uhr, sollen auf dem Freiherrlich von Na⸗ benauischen Hof zu Rüdingshausen, Kreises Grün⸗ berg, uachstehende Bau⸗ Arbeiten, als:
1. Schreinerarbeit veranschlagt zu.. 648 fl.
2. Schlosserarbeit—„ 3. Weißbinderarbeit— 07 fl. 4. Glaserarbeit—„ 5. Dachdeckerarbeit—— 212 fl.
an die Wenigstnehmenden, unter de bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden Bedin⸗ gungen, öffentlich versteigert werden.
Die Kostenüberschläge und Baurisse werden bei der Versteigerung vorgelegt, sie können aber schon vorher bei dem Bauaufseher Jockel zu Nü⸗ dingshausen täglich eingesehen werden.
Steigliebhaber werden eingeladen, am be⸗ stimmten Termin sich auf dem Freiherrlich von
Nabenauischen Hofe zu Ruͤdingshausen einzufin⸗ den. Rabenau den 25. Juni 1839. Der Rentmeister Engel.
138) Die am 25. Juni auf der Buͤrger⸗ meisterei zu Hausen stattgehabte Bauarbeitsver⸗ steigerung von Maurer-, Schreiner ⸗, Schlosser⸗, Glaser⸗ und Weißbinder⸗Arbeit, hat die Geneh⸗ migung nicht erhalten, und wird eine weitere Versteigerung auf Dienstag den 2. Juli d. 1 Vormittags 10 Uhr, auf dem Bürgermeisterei⸗ Bureau hieselbst anberaumt. 0
Hausen am 26. Juni 1839. Der Großh. Bürgermeister Deren.
132) Edictalladung. Jacob Kauß von Lauter entlehnte auf eine gerichtliche Schuld⸗ und Pfandverschreibung d. d. 30. März 1730 bei der Universität Gießen ein Kapital von 50 fl., so⸗ wie Adam Befuß von dort von den Metropoli⸗ tan Buff's Erben auf eine gerichtliche Schuld und Pfandverschreibung d. d. 9. Dezember 1794 ein Kapital von 145 fl.
Die betreffenden Besitzer der verunterpfändeten Grundstücke erkennen die Pfandrechte der benann⸗ ten Gläubiger nicht an und auf Antrag der Er⸗ steren werden daher, da die deßfallsigen Kapita⸗ lien auch schon getilgt sein sollen, alle diejenigen, welche aus den vorerwähnten Verschreibungen Nechte herleiten wollen, aufgefordert, solche so— gewiß binnen 4 Wochen dahier anzuzeigen, ge⸗ genfalls die Schuldurkunden für mortificirt ange⸗ sehen und die im Besitz Dritter befindlichen Grundstücke als pfandfrei behandelt werden.
Grünberg den 8. Juni 1839.
Großherzogl. Hess. Landgericht das. in Verhinderung des Gr. Landrichters Na y ß.
Druck und Verlag der G. D Brühl'schen Buch⸗ und Steindruckerei.
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