.

ö

Abbruch.

Donnerstag den 31. dieses Monats, des Vormittags um 10 Uhr, soll das Pfarrhaus zu Ettingshausen, auf den Abbruch, öffentlich an

100 Verkauf eines Hauses auf den A

den Meistbietenden versteigert werden. Dieses Gebäude ist zweistöckig, 47 Fuß lang und 33 Fuß tief. Das Gehölze, die Thüren, Fußböden, Fenster ꝛc. sind noch sehr brauchbar, so daß es leicht und ohne große Kosten zu einer zweckmä⸗ ßigen Wohnung eingerichtet werden kann. Zah⸗ lungsfähigen Käufern kann gegen Buürgschaft ein Theil des Kaufgeldes ein Jahr creditirt werden. Die Herrn Buͤrgermeister werden ersucht, dieses zur Kenntniß ihrer Ortsangehörigen zu bringen. Ettingshausen den 11. Januar 1839. Der Bürgermeister 9 Jo x.

30) Der Stadt Gießen ist höchsten Orts noch ein Viehmarkt auf den zweiten Dienstag vor Petri jeden Jahres gestattet worden.

Die Großh. Herrn Bürgermeister werden er⸗ sucht, dieses in ihren Gemeinden möglichst zur Kenntniß, zu bringen.

Gießen den 9. Januar 1839.

7 Der Großh. Bürgermeister. d

der erste Beigeordnete Christian Schneider.

21) Mit einer Auswahl gut gepolsterter Möbel, neuester Fagon, zu den billigsten Preisen empfiehlt sich

̃ Christian Reiber,

Tapezierer.

̃

Miscellen. Ueber den Geschmack der Obstfruͤchte.

Von Liegel.

(Forksetzung.)

Von diesen gibt es bei den Birnen nur ein einziges, welches man vorzüglich anerkennt und dieß ist balsamartig, muskateller⸗ artig oder muskirt. Dieser Parfüm darf aber niemals stark vorstechen, wie bei den Muskatel⸗ lerbirnen, nur eine merkliche Annäherung ist gewöhnlich hinlänglich. Es gibt wohl noch eini⸗ ge andere Gewürze, die aber alle, einen feinen Nosen⸗Geschmak ausgenommen, nicht mehr er- haben sind. Von einer guten Birne fordert man also, daß sie ein zuckerhaftes, feinge würz⸗ tes, etwas muskatellerartiges, butter⸗ haft- schmelzendes Fleisch besitze. Eine solche Birne wird selten teigig, dieses trifft meistens nur Birnen von abknackendem und brüchigem Flei⸗ sche. Eine Birne, die teigig wird, zeigt immer ihre geringe Qualität an. Die guten Birnen werden schmelzend und die geringeren teigig.

Die Pomologen beziehen gewöhnlich muska⸗ tellerartig auf den Geschmak und muskirt auf den Geruch. Einige machen aber davon keinen Un⸗ terschied und gebrauchen beide Worte als Syno nyme und sagen, die Frucht schmeckt muskateller⸗ artig oder muskirt.

Folgende Birnfamilien haben ihre Benen⸗ nungen meistens von dem Geschmacke, oder auch von der Form, bisweilen von beiden zugleich.

Unter Bergamott versteht man runde Birnen mit ganz oder halb schmelzendem, etwas festem, sehr sußem und sehr fein muskatellerar⸗ tigem Fleische. Sind meistens sehr vorzügliche Birnen.

Butterbirnen nennt man alle Früchte mit butterhaftschmelzendem Fleische. Es sind meistens Herbst- und Winterbirnen.

Birnen mit rauschendem und halbschmelzen⸗ dem Fleische nennt man Schmalzbirnen und folgen in der Guͤte den Butterbirnen.

Birnen mit abknackendem Fleische nennt man Knackbirnen. Dieß sind meistens Som⸗ merbirnen, die noch viele Liebhaber zählen. Stehen nach den Schmalzbirnen.

Dann folgen die Wein- oder Mostbir⸗ nen mit brüchigem und schmierigem Fleische. Diese kann man meistens nur im teigigen Zustande essen und finden ebenfalls ihre Liebhaber. But⸗ terbirnen, Schmalzbirnen, Knackbirnen, Most Birnen sind die vier Klassen, in die man die Birnen eintheilt.

Dechantsbirnen heißen die Butterbirnen, welche, wie die Kaiserbirnen, eine rundliche Form 0 und schön gelb und etwas röthlich gefärbt ind.

(Fortsetzung folgt.)

9

Ausste und Der 0 die eine x heniog

Kennt

Ju

des 6