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Nr. 47

licht, Kunst in einem ed diejer Querschnitts Der jein, jedem Abon vorzuführen, das er in Vollaufführung jah Bläge genug hat, alle underte von Spendern Bertreter, so mußte fi

und tonnte die Ein

Samstag, den 26. November 1932.

Politische Schlägerei.

In der Nacht vom 19. auf 20. November gegen 2 Uhr oder um diese Zeit tam es in der Mäusburg, Ede Wagengasse und Wettergasse zu einer Schlägerei zwischen Kommunisten und An­hängern dieser Partei und SA.- Leuten aus Gießen. Der Sturm 12/116 hatte auf dem Schiffenberg eine Zusammenkunft. 3 SA.­Beute gingen durch den Neuenweg. Hier kam es durch Rufe Seil Hitler, Heil Moskau" und durch Schimpfworte zu einem

mit der Theater Depus Disput, der sich nach dem Kreuzplatz hinzog. Die SA.- Leute

aller aufzufordernden

ebstähle

und Schotten.

r in Dauernheim und Wäschediebstähle fanden Sei der Tatortsbesichti Strumpf, den die Ta

wurden auch von einem Kommunisten während des Disputs an­gerempelt, und ein SA.- Mann alarmierte durch Pfiffe und Worte die übrigen SA.- Leute, die durch die Neuenbäue nach dem Marktplatz zu gingen. In der Mäusburg kam es dann zur Schlägerei, wodurch die KPD.- Leute und Anhänger dieser Partei burch Schläge mit den Schulterriemen der SA.- Leute zum Teil etheblich verletzt wurden. 2 Männer wurden niedergeschlagen und die Sanitätswache leistete auf der Polizeiwache die erste Silfe. Dann mußten sich die Verletzten in ärztliche Behandlung

el mit der Aufschrift begeben. Der Arzt hat bei beiden Verletzten mehrere frische

gefunden, der der Be

nenpadtuch losgemeidt M. wurde sofort tele Feststellungsergebnis in er dortigen Kriminals enommen, die aber er egen dringenden Ber ein Teilgeständnis ab, der in der Gedbächer dem Autoschlosser Wils mauernheim begangenen Ermittlungen, zu denen

ot wurde, ergaben, daß ndler Ferdinand Bieh den Diebesfahrten mit mherziehender Händler Bei Mettler wurde noh änje, drei Hühner und ein vollbepadter Rud

er Ermittlungen ergab

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Theim begangen haben.

me Ottober in Röthges den Einbruch in Lar sausgang abgeschlachtet nte sichergestellt werden. 5 zu eigenem Gebrau cher wurden im Laufe imtliche Diebesfahrten getätigt, den sich die weils zur Nachtzeit an

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meinte er nach einer nichen?" schon, Sie wissen eben ufen Sie den Geschäfts

Gewünschte zur Stelle haben in diesem Zim 1. Das ist eine löbliche ren Zwed erfüllt, wenn

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ft, setzte die Kopfhörer

Quetschwunden am Kopf festgestellt, die teilweise bis auf die Knochen gehen. Nach Ansicht des Arztes können die Wunden Don den Hafen der Schulterriemen herrühren. Im Verlaufe der Ermittlungen wurden 3 SA.- Leute der Staatsanwaltschaft und dem zuständigen Richter vorgeführt. Sie famen in Unter­fuchungshaft. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

* Keine Verlegung des Hauptzollamts. Die hessische Regie­rung läßt mitteilen, daß nach Mitteilungen aus Berlin, ent­gegen umlaufenden Gerüchten, das Reichsfinanzministerium nicht beabsichtigt, das Gießener Hauptzollamt nach Marburg zu verlegen.

* Ruhestandsversetzung. Auf Grund des§ 1 des Gesetzes über die Altersgrenze der Staatsbeamten vom 2. Juli 1923 bzw. 19 Dezember 1923, in der Fassung des Gesetzes vom 8. Oktober 1925( Reg.-BI. S. 249) tritt am 1. Januar 1932 der Oberstu­dienrat an der Oberrealschule Gießen Karl Michel in den Ruhestand.

Evangelisch- kirchliche Nachrichten. Durch die Kirchenregie­rung wurde dem Pfarrer Dr. Wilhelm Boudriot zu Asbach ( Rheinprovinz) die französisch- reformierte Pfarrstelle zu Offen­bach a. M., Dekanat Offenbach a. M., übertragen.

*

Festnahmen. Auf Grund eines Ausschreibens der Staats­

,, Gießener Zeitung"

anwaltschaft Münster i. W. wurden festgenommen: am 22. 11. 1932 der 24jährige Kaufmann Heinrich Leiffes aus Münster wegen schwerer Urkundenfälschung und Betrugs, am 23. 11. 1932 der wohnungslose 48jährige Maurer Ludwig Schmidt aus Krof­dorf wegen Unterschlagung und der 26jährige Kaufmann Ostar Stauf aus Siegen wegen Betrugs zum Nachteil der Reichseisen­bahn. Stauf fuhr von Mainz nach Gießen ohne Fahrkarte. Die drei Festgenommenen wurden dem Amtsgericht zugeführt.

* Einbruchsdiebstähle. In der Nacht zum 26. November wurde in Alten- Bused, Mainzlar und Wiesed eingebrochen. In Mainzlar wurde einem Zimmermeister das gesamte Werkzeug entwendet. Die Ermittlungen sind eingeleitet.

* Sperrung der Marktstraße. Nachdem ab 29. November 1932 die Straßenbahn wieder durch die Marktstraße- Bahnhof­straße geleitet wird, muß die Marktstraße ab 29. November 1932 für den Verkehr mit Fahrzeugen aller Art gesperrt werden. Die Polizeibeamten sind angewiesen, auf die Einhaltung der Ver­fehrsbestimmungen ihr Augenmerk zu richten.

*

Aufgehobene Straßensperre. Die Sperre des Wiesecker Weges ist nunmehr, nachdem die Straßenbauarbeiten beendet sind, aufgehoben.

Gehöftsperre. Die Rotlauffeuche in dem Schweinebestand des Landwirts Heinrich Noll VII, Gießen, Neustadt 47, ist er­loschen. Die Gehöftsperre ist aufgehoben.

* 5000 Mart Belohnung. Auf die Wiederherbe: schaffung des von dem flüchtiggegangenen Bankdirektor Wilheim Schäfer aus Düsseldorf unterschlagenen Geldes hat die geschädigte Bank eine Belohnung von 5000 Mart ausgeschrieben.

* Weihnachtsbitte. Im vergangenen Jahr haben uns so viele freundliche, opferwillige Hände geholfen, unseren Kranken eine Weihnachtsfreude zu bereiten. Inzwischen sind die wirt­schaftlichen Nöte gewachsen, dazu ist unsere Aufgabe größer ge= worden, weil 60 Pflegebefohlene mehr an unserem Weihnachts­tisch sitzen werden. Unsere Erfahrung aber gibt uns die Freu­digkeit von neuem zu bitten: Helfen Sie uns wieder den Weih­nachtstisch decen für die hessischen Fallsüchtigen und Krüppel und alle anderen Pfleglinge der Nieder- Ramstädter Anstalten! Für jede, auch die kleinste Gabe, sind wir dankbar und bitten, sie auf unser Postscheckkonto( Frankfurt a. M. Nr. 49 92, Nieder­Ramstädter Anstalten) einzuzahlen oder zu überweisen. Mit herzlichen Weihnachtsgrüßen Pfarrer Schneider, Direktor.

Stückgut via Hamburg.

Die Kaimauern von Hamburg sind 51 Kilometer lang. das ist ein endloser Weg. Wer gut zu Fuß ist, schafft ihn

en wir immer sehr gut elleicht an einem Tag. Aber dann wandert er vom Morgen Cage ist Köln nur fchles in den Abend immerfort auf der Mauerkrone der impo­ich die Station. Hören knten Hafenanlagen, wandert unter hohen Portalfränen hin­

funt."

f, nahm fie aber fofort

" stellte fie melancholi terden von Schiffen, die die Welt bereisen.

Stationen durcheinander! Zauberkasten ist durch ang nicht zu gebrauchen." ht mehr."

hrch, wandert in den Lärm der Ketten und Trossen hinein, n Blid immer auf die Elbe und auf die unzähligen Hafen­kden gerichtet, die auch in unseren Krisentagen nicht leer Ueber Hamburg kommen Waren in Millionen von Tons Rechy Deutschland herein. Ueber die Kaimauern von Hamburg shen aber auch gleich große Mengen kostbarster Werte deut­ker Volkswirtschaft hinaus in alle Länder. Täglich reisen 1000, ein unvorstellbarer Wald von Masten und Schorn­

jem Apparat hat fiet Schiffe ab, treffen 50 Schiffe ein. Das sind im Jahr rund ill Ihnen etwas jagen, kinen, Ladebäumen und Antennen.

enommen, als er damals

Ihr Wunsch ist, mich in ich mich in diesem Hotel b. Laffen Sie für diese s wird jofort erledigt." dingt hören. Sie haben

Radiogefchäft aufstellen."

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mmer auf und ab.

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parat. Es dauerte Ma

hergestellt war. Immer

fünf Minuten bis zum

( Fortjehung folgt.)

Was laden sie? Kostbare Fertigfabrikate deutschen Werk­unnsfleißes, Erzeugnisse einer hochstehenden Technik, Pro­htte eines unermüdlichen Arbeitsfleißes des deutschen Binnen­endes. Manche Ladung geht als Spezialfracht in Spezial­biffen hinaus, vieles aber trägt den simplen Namen: Stüdgut, ne daß der Mann aus dem Binnenlande, der Quittie", , daß sich hinter dieser Bezeichnung einer Frachtgutsorte große Massensendungen verbergen, Exporte vieler Jndu­tiegruppen, deren jede für sich aus dem Ertrag dieser Ex­htte Tausende und aber Tausende von Arbeitern und Ange­llten zu ernähren vermag.

Auch der große deutsche Nähmaschinen- Export geht zu nem namhaften Anteil als Stückgut über den Hamburger fai an Bord und nach Uebersee. Jahr für Jahr sind das Sunderttausende von Maschinen, betrug doch die Exportleistung

Marbeiters,

der in der Welt führenden deutschen Nähmaschinenindustrie noch 1929 rund 700 000 Stück, die allerdings nicht alle auf dem Seeweg ausgeführt wurden. Bahn und Seefracht liegen hier im fruchtbaren Wettbewerb, lösen einander ab, arbeiten Hand in Hand. Auch die Binnenschiffahrt leistet hierbei wesentliche Zubringerdienste.

Wer durch die sich in endloser Flucht erstreckenden Ham­

Aus Rah und Fern.

Auflösung einer Versammlung in Wiesed.

Nr. 47'

Der Erwerbslosenausschuß von Wieseck hatte durch Vertei lung von Einladungen an die Erwerbslosen von Wiesed und alle Rotleidenden zu einer Versammlung eingeladen und zu einem Massenbesuch aufgefordert. Trotzdem grüne Ausweis farten zum Besuch der Versammlung ausgegeben und im Besitz der Versammlungsbesucher waren, vertrat die Polizei die An sicht, daß es sich um eine öffentliche politische Versammlung handelt, die wegen des Burgfriedens zwangsläufig verboten war. Die Versammlung wurde deshalb am 25. November gegen 18.30 Uhr durch Beamte der LKP. Stelle Gießen und Gendar meriebeamte aufgelöst. Gegen den Einberufer usw. ist ein Strafverfahren wegen Vergehens gegen die Verordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung des inneren Friedens einge leitet worden.

Bei dieser Gelegenheit machen wir, so schreibt uns das Po­lizeiamt, noch auf folgendes aufmerksam: Wer eine Versamm­lung, die nach den Bestimmungen dieser Verordnung verboten ist, veranstaltet, leitet, in ihr als Redner auftritt und den Raum für sie zur Verfügung stellt, wird mit Gefängnis bestraft, neben dem auf Geldstrafe erkannt werden kann. Wer an einer solchen Versammlung teilnimmt, wird mit Geldstrafe bis zu 150 RM. bestraft.

Staufenberg. Bei der hiesigen Bürgermeisterwahl am vori­gen Sonntag erhielten der nationalsozial. Kandidat Landwirt Wilh. Reuter 288, der sozialdemokratische Kandidat Heinrich Vogel 250 und der Kommunist Heinrich Linter 35 Stimmen. Landwirt Wilh. Reuter ist demnach zum Bürgermeister gewählt.

Schnee auf dem Hoherodskopf. Auf dem Hoherodskopf hat am Donnerstagabend der Schnee eine Höhe von 6 Zenti­

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burger Kaischuppen wandert, der stößt bisweilen auf einen großen Stapel sorgsam geschichteter Kisten von interessantem Hochformat. Auf der Landseite werden diese Stapel von der Laderampe her aus den Eisenbahnwaggons aufgefüllt. Aber auch von der Wasserseite her werden diese Kisten auf Hieven zu zweit oder viert mit kleinen Kränen aus den sogenannten Oberländerfähnen oder Schuten hochgewunden.

Doch der wichtigste volkswirtschaftliche Vorgang" voll­zieht sich, wenn die Trampdampfer der Ostasien- oder Afrika­oder Südamerika- Routen am Schuppen liegen, um das Stüd­gut an Bord zu nehmen: für Britisch- Indien, für Japan, für Argentinien, Brasilien oder Chile. Dann rollen die Stech farren Kiste um Kiste an die Luke, dann wird Hieve um Hieve gefüllt, um im hohen, beängstigend leichten Schwung über den Abgrund zwischen Kaimauer und Schiffswand in das aufge= rissene Lukenmaul der Frachtschiffe gesenkt zu werden: hun­dert, tausend Maschinen, manchmal aber auch eine kleinere Sendung, denn die deutschen Nähmaschinen sind ein Edeler­zeugnis von vielen verschiedenen Arten.

Da wird neben der in manchen füstenfernen Landstrichen Afrikas und Südamerikas immer noch populären einfachen Handmaschine die gängige" Haushaltmaschine oder die edle und kostbare deutsche Möbelmaschine ausgeführt, deren Ver­padung allein ein kleines Wunderwerk ist, muß doch dafür Sorge getragen werden, daß nicht nur die eisernen Gestelle in strahlendem Lad in Batavia, Rio oder Antafogasta ein­treffen, auch die empfindlichsten Furniere wollen ungeschunden bleiben und neben der natürlichen Musterung des Holzes keine willkürliche Musterung des Transportes eingerigt erhalten. So reisen denn die Erzeugnisse einer über ganz Deutsch­land verbreiteten Industrie in die weite Welt. Legen Zeug­nis ab für unsere heimische Qualitätsarbeit, werben für deut­sche Technik und bringen Geld, Devisen über die Gren­zen. Sie reisen als Stüdgut, von den Schauerleuten und Kai­arbeitern, von den Tallyleuten und Kontrolleuren mehr nach Zahl als nach Art gewertet, anonym über die See. Aber sie alle sind an Empfänger gerichtet, für die dies ,, Stüdgut via Hamburg" drüben an fernen Küsten zum Mittelpunkt immer neuer Haushalte wird.

In Altenburg, Bielefeld, Dresden, Durlach, Karlsruhe, Kaiserslautern, Frankfurt, Magdeburg, Saalfeld sind die Pro­duktionsstätten dieses Stüdgutes, das jährlich im Werte von 50-80 Millionen Mark über die Grenzstationen und Häfen hinausgeht. Die Empfänger aber verteilen sich über alle Kontinente.