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3.

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ed. Jm Reiche der T

Samstag, den 25. Juni 1932

tommunalen

ige und ausgiebige Reichshilfe, wie dies die Spitzenverbände seit Jahr und Tag von der Reichsregierung ondern. Dertlich, mit den beschränkten, immer schwächer wer­eben Kräften der Gemeinden kann die deutsche Wirtschafts= tiis nicht bewältigt werden. Das ist eine Reichsaufgabe, der ia Reichsregierung sich nicht länger entziehen kann. Bei Abschluß des Voranschlags ergibt sich ein Fehlbetrag von 489 035 RM.,

ez vorläufig aus Vermögensmitteln zu deden ist.

Lieder jollen me fen, jollen erzählen d Blüten, vom deu empordringen über bertraft liegt in den und flehend, aber e änge fein, die mie ringen. Jubelnden Himmelsnähe zu Lieder Bande der al schon ein Lied

Provinzialtag.

Bei der letzten Tagung des Provinzialtages der Provinz Derhessen stellte die Fraktion des Landbundes den Antrag, der Buovinzialtag möge fich als aufgelöst betrachten, da er nach dem Ergebnis der letzten hessischen Landtagswahl nicht mehr der

macht, was ihn hint thrheit der Bevölkerung entſpreche. Abgeordneter& en che I=

strömender Freude

n Glüde aus und fin ihn erträglich. D roh die Müden und

Derhörgern vertrat den Antrag des Landbundes. Provinzial­iwektor Gräf erklärte den Antrag für ungesetzlich und unaus­ürbar. Eine Abstimmung fand infolgedessen nicht statt. Gegen ie Streichung des staatlichen Straßenzuschusses wurde entschie: em Einspruch erhoben. Der Provinzialausschuß erklärt, daß en Becher reiner Fie Provinzen Rechtsanspruch auf Weiterzahlung des Staats­

dazwischen Klingen ngen und jedes Boll

uhusses in Höhe von 1 Million Mark hätten. Für Straßen­in lerhaltung bleiben für 1932 nur 2 285 000 Mark übrig gegen mperament gibt den 1 Million in 1931. Dadurch würde die oberhessische Basalt­t das Lieb ein Gottes nouſtrie schwer geschädigt und die Zahl der Erwerbslosen ver­höpfer dieses Erdenszert. Die Mindereinnahmen an Steuern usw. betragen außer En Alltag erheben, nie gestrichenen Staatszuschuß 674 000 Mark. Der Haushal­und edle Lieder, bis zurigsvorschlag für 1932 wurde nach sehr lebhafter Aussprache in höhe von 4 160 000 Mart mit allen Stimmen gegen die Stimme les Kommunisten angenommen. Ein Antrag des Abg. Dr. fiepoth- Schlitz betreffend Beschleunigung der Gasversor­Jumg der Provinz durch die Hekoga, fand einstimmige Annahme.

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16,30 Uhr( 4,30 Uhr)

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* Wechselgeldschwindler. In hiesigen Geschäften kaufte ein Umbekannter Gegenstände für etwa 1 M. und zahlte mit einem hundert oder einem Fünfzigmarkschein. Er suchte die Abend= funden für seinen Einkauf und als man ihm das Wechselgeld imgezählt hatte, stellte er auf einmal fest, daß er doch noch leines Geld hatte und verstand es auf diese Weise neben dem an sich zu nehmen. Meingeld auch den großen Schein wieder fuf diesen nicht neuen Schwindlertrid sind hier 3 Kassiererinnen me je 50 M. geprellt worden. Es sei zur Vorsicht gemahnt.

* Kürzung der Renten aus der Invalidenversicherung. Vom Juli ab werden die Invalidenrenten( J, K, A) um 6 RM., he Witwenrenten( W, WK) um 5 RM., die Waisenrenten um RM. für jede Waise gekürzt. Teilrenten werden nicht ge= first. Die Rentenempfangsscheine sind auf die gekürzten Be­träge auszustellen.

* Die neuen Abzüge vom Arbeitslohn. Nach den Bestimmun­gen der Steuer- Notverordnung vom 14. Juni 1932 treten am 1 Juli 1932 wesentliche Aenderungen bei den Abzügen Dom Arbeitslohn in Kraft. Der Arbeitgeber ist haftbar, wenn die Steuer- Abzüge gar nicht, unrichtig oder nicht rechtzeitig vor­jernommen werden. Jeder Arbeitgeber muß sich deshalb über hie neuen Bestimmungen sofort unterrichyten. Ueber die Neu­ng elung der Abzüge vom Arbeitslohn erschien ein Merkblatt, as an alle Arbeitgeber auf Verlangen fostenlos und portofrei randt wird, vom Verlag für Reichssteuertabellen m. b. 5., Sexlin NW 87, Elberfelder Straße 30.

Die Landsknechte

Sportroman von Emil Wöhner.

( Nachdruck verboten.)

( 6. Fortsetzung.) ,, Einigkeit nur führt zum Ziel, feinem glüdt's alleine, so erzielt das Fußballspiel Treue im Vereine."

Der Vorsitzende des Spielausschusses, Dr. Bargmann, war nit: dem neuen Trainer Bringhoff auf dem Wege zum Klub­bus. Heute abend sollte die erste Zusammenkunft der neuauf­gstellten ersten Mannschaft stattfinden.

,, Auf Ihren ausdrücklichen Wunsch hin, Herr Bringhoff, ben wir Ihnen bei der Ausstellung der ersten Mannschaft in dr Auswahl der Spieler vollkommen freie Hand gelassen", un­rrach Dr. Bargmann das Schweigen. Ich muß allerdings higan, daß ich auf der letzten Vorstandssitzung, in der Sie uns de fertige Aufstellung überreichten, na... sagen wir mal, fart überrascht war. Das hinderte mich natürlich nicht, als an­hließend eine Kritik einsetzte, Ihre Partei zu ergreifen, nach­m Ihnen nun einmal von uns aus das Zugeständnis der un­

Rürzung der Löhne e influßten Auswahl zugesichert worden war. Von welchen Ge­En brachten die ftätspunkten haben Sie sich bei der Aufstellung der Spieler

Mehrausgaben rdnung 8 Prozent des zur Ablieferung Imfchuldung der Gem ner dadurch, daß

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Ich verstehe Ihre Ueberraschung", antwortete der Trainer enfach und freimütig. Die Spieler, die ich für die 1. Mann­haft ausgesucht habe, besitzen einmal ein gutes technisches

zeug. Das ist auch ja für die Vertreter einer 1. Elf Vor­bedingungen, denn ohne eine gute Grundlage läßt sich keine Auf­hwarbeit leisten."

Ja, dann begreife ich nicht, daß Sie auf die Aufstellung bn. Bungert verzichtet haben. Seine Ballbehandlung ist doch enfach glänzend."

,, Das gebe ich ohne weiteres zu, aber für mich fam nicht dr größere Könner, sondern der bessere Kamerad in Betracht. Tie Spieler, die ich mir für meine Mannschaft ausgewählt habe, bigen neben beachtlichem Können auch Kameradschaftsgefühl,

tspflege etwas ger weit ich das in den paar Wochen meines Hierseins feststellen

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orgefehen ist. Die

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mrite. Nur Kameradschaftsgeist gewährleistet regelmäßigen bungsbetrieb, der wiederum die Stufenleiter zum Erfolg bil­t... Kameradschaft zeigen, beweisen und für sie leiden und etbehren können, gehört mit Recht zu den Jdealen der Jugend.

und die Ursache der be deshalb sind meine Spieler verhältnismäßig jung."

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Ihre Ausführungen überzeugen mich," entgegnete Dr. largmann im Weiterschreiten. Eine bewußte Pflege der Ka­her adschaft ist in diesen Zeiten des Eigennutzes der notwendig

,, Gießener Zeitung"

ΠΟΥ

Aus dem Gerichtssaal. Am Abend des 23. März wurden auf der Landstraße Gießen Grünberg unmittelbar der Stadt zwei Radfahrer von einem Auto überrannt und heftig zu Boden geschleudert; der eine Radler wurde leicht verlegt, der andere dagegen schwer. Der Autolenker war angetrunken und in seinem ,, Nebel" nach dem Ueberholen eines anderen Autos auf der falschen Straßenseite weitergefahren. Jetzt hatte cr sich vor dem Gießener Bezirksschöffengericht zu verantworten, das ihn wegen fahrlässiger Körperverletzung zu vier Monaten Ge­fängnis verurteilte.

* Rindernutzvichmarkt. Der Rindernugviehmarkt war mit 868 Stüd Großvieh, 235 Ferkeln und 252 Kälbern beschickt. Nach schleppendem Handelsverlauf verblieb Ueberstand. Man bezahlte für Milchtühe und hochtragende Kühe 1. Qual. 350-430 M. Schlachtfühe 75-260 M., Rinder bis 160 M., tragende Rinder 170-350 M., Kälber 20-30 Pig. pro Pfund Lebendgewicht.

* Deutscher Abend. Der Stahlhelm veranstaltet heute, Samstagabend 8,30 Uhr, im Café Leib einen Deutschen Abend, der ein sehr reichhaltiges Programm umfaßt.

* Gutenbergfeier. Am Sonntag, den 26. Juni, wird in Mainz eine Gedenkseier für den großen Sohn dieser Stadt, den Gutenberg genannten Erfinder der Buchdruck- Kunst, Johannes Genssleisch, veranstaltet. Der Südwestfunt übernimmt von 12,05 ab einen furzen Ausschnitt aus dieser Gutenberg- Feier.

* Alte Marschmusit. Am Sonntag, den 26. Juni, 21-22 Uhr, sendet der Südwestfunt ein Konzert mit althannoverani­schen und altpreußischen Militärmärschen.

* Sonderzüge anläßlich der Marburger Festspiele. Wie wir erfahren, verkehren am Sonntag, den 26. 6. und am Sonntag, den 3. 7. zwei Sonderzüge auf der Strede Frankfurt a. M.­Gießen Marburg anläßlich der Marburger Festspiele. Der Zug verläßt Gießen 10,02 Uhr und kommt in Marburg 10,32 Uhr an. Abfahrt in Marburg 20,30 Uhr, Ankunft in Gießen 21,00 Uhr. Der Preis für die Fahrt entspricht der Sonntagsfahrkarte. In Marburg ist Gelegenheit gegeben zum Besuch des ,, Till Eulen­Spiegel".

* Der Zirkus Straßburger tommt nach Gießen. Diese Kunde wird unsere Stadt und gesamte Umgebung in Freude versetzen. Jahre ist es schon her, als Straßburger das letzte Mal unsere Gegend bereiste, und zwar mit größtem Erfolg. In den letzten Jahren warb Zirkus Straßburger in fast allen europäischen Staaten für das Deutschtum durch seine überall Aussehen er­regenden Gastspiele. Straßburger, der das ausschließliche Tages­gespräch in jeder Gastspielstadt bildet, ist Europas ältestes Zir­fusunternehmen. Jn über 100 eigenen Wagen führt das Un­ternehmen 500 Tiere mit sich, darunter 100 edelste Rassenpferde, eine ungeheure Zahl von Raubtieren und eine Unmasse seltenster exotischer Tiere. Straßburger nennt man mit Recht den Bau der 1000 Wunder. Kaleidoskopgleich wird an unseren Augen eine buntwirbelnde, seltsame höchste Kunst, tollfühnen Wagemut verratende Schau erster zircensischer Meisterstücke vorüberrauschen, eine Nummer größer und schöner als die andere. Der Zirkus Straßburger vereinigt alle Vorzüge, die denkbar sind und lautet mit Recht eines der vielen uns vorliegenden Presseurteile: Der Birkus Straßburger ist ein Kulturunternehmen, das deutschem Wollen und Wagen alle Ehre macht. Der Zirkus Straßburger

Nr. 25

Mengen an Bedarfsartikel aller Sorten werden benötigt, und zwar täglich z. B. 300 Kilogramm Pferdefleisch, 1500 Kilogramm Heu, 2000 Kilogramm Stroh, 1000 Kilogramm Hafer, 300 Kilo­gramm Kleie, 3 Waggons Sägemehl, dazu Reis, Möhren, Brot, Milch, Zucker, Früchte, Technische Bedarfsartikel u. v. a. m. Wir werden auf das bevorstehende Ereignis zur gegebenen Zeit noch mals zurückkommen.

* Schafflers Wettervorhersage für Juli 1932. Jn den ersten Monatstagen Temperatursteigerung, Sommerwetter, es wird sehr warm. 1., 4. und 6. Juli Regen, 9., 10. Juli Hagelwetter wahrscheinlich. Das warme Sommerwetter hält bis Monats= mitte an, 16., 17. Juli starke Abkühlung, Sturmwetter, örtlich Hagelschlag. Schlechtwetter nur von kurzer Dauer, dann wieder schön. Nach Beginn der letzten Dekade Temperaturfall, stür­misch, dann bis gegen Monatsende schön. Die letzten Tage Wetterumschlag.

Der Jungdeutsche Orden zur Reichsreform. Vergangenen Dienstagabend hielt die Bruderschaft Gießen des Jungdeutschen Ordens im Hotel Hindenburg unter dem Vorsitz des Studienrates Klotz eine Versammlung ab, in wel­cher Direktor August Weitzel vom Bauamt Frankfurt a. M. einen recht interessanten Vortrag über die Reichsreform hielt. Es sind heute bei den auf weite Gebiete eingestellten Verkehrs­einrichtungen die engen Landesgrenzen der 18 deutschen Länder in vielen Fällen oft sehr hinderlich. Das deutsche Volk wird leichter den Aufstieg erreichen, wenn die Grenzpfähle fallen. Ein gewählter Arbeitsausschuß wird sich der Sache mehr an= nehmen. Der Vortrag löste eine recht rege Aussprache aus.

Einstellung in das Reichsheer

und die Reichsreform.

Ueber die Einstellung zum zwölfjährigen Dienst in der Wehrmacht herrschen vielfach unzutreffende Ansichten, die zu unnötigem Schriftverkehr und zu Enttäuschungen führen.

Sowohl das Reichsheer wie die Reichsmarine stellen all­jährlich Anfang April und Anfang Oktober den Ersatz für die im Laufe des Halbjahres ausgeschiedenen Soldaten ein. Mel­dungen von Bewerbern haben zweckmäßig mehrere Monate vor diesen Einstellungszeiten zu erfolgen:

für das Reichsheer: bei den Bataillonen und Abtei­lungen oder bei den Kompagnien, Eskadronen und Bat­terien der einzelnen Waffengattungen;

für die Reichsmarine: nur bei der Schiffsstammdivision der Ostsee oder der Schiffsstammdivision der Nordsee. Meldungen bei höheren Dienststellen sind zwecklos, da die Truppenteile in der Annahme von Freiwilligen selbständig sind und allein übersehen können, ob Stellen frei sind.

Den Meldungen ist zwedmäßig ein ausführlicher Lebens­lauf mit Lichtbild beizufügen. Die sonst noch erforderlichen Ausweispapiere werden von den Truppenteilen bei den Be­werbern angefordert.

Zur Einstellung gelangen in erster Linie Achtzehn- bis Zwanzigjährige.

Die Einstellung geschieht nach ärztlicher Untersuchung und eingehender Prüfung der Bewerber. Bei dem außerordentlichen Angebot, das den Bedarf um das 50 bis 100- fache übersteigt, ist es leider unvermeidbar, daß zahlreiche Bewerber ohne vor­herige Prüfung abgewiesen und auch folche Bewerber abgelehnt werden müssen, die an sich voll diensttauglich sind.

ist mehr als eine Sensation, er ist ein Mitrofosmos der Stone Schöne weiße Zähne

zentration von ungewöhnlichster und vielseitigster Menschenlei­stung. Aber auch das praktische Leben kommt zur vollsten Geltung, wenn Straßburger seine Zeltstadt ausschlägt. Enorme

ste Anspruch an einen Sportlehrer. Den Sportvereinen ist so oft eine Menge von ethischen und kulturellen Aufgaben zugewie­sen worden, in Wirklichkeit gibt es für sie nur die Lehre von der Kameradschaft. Ihre Erfüllung sichert allein die Aufwärtsent­widlung der Sportbewegung. Nicht die Wortbegeisterung, die so oft erlogen ist. Für echte Kameradschaft gibt es nur einen Beweis: Die Tat...!"

Sie waren bei dem Klubhaus angelangt. Es war ein schö nes, zweckdienlich eingerichtetes Heim, das der Vereine sich hier geschaffen hatte. Außer den unbedingt erforderlichen Bade­und Umkleideräumen, gab es hier noch ein Lesezimmer mit einer guten Bücherei, ein Spiel- und Schreibzimmer, ein Klub­zimmer, in welchem ein Klavier stand und ein sogenanntes Lehr­zimmer für den fußballtechnischen Unterricht. Unmittelbar hinter dem Klubhaus lagen die Sportplätze.

Als der Spielausschuß- Vorsitzende mit dem Trainer das Klubzimmer betrat, waren bereits alle elf Spieler versammelt. Nach der Begrüßung wandte sich Dr. Bangmann an die Spieler:

,, Liebe Sportskameraden!

Ich darf wohl zunächst meiner Freude Ausdrud geben, daß Sie der Einladung, die durch unseren Trainer an Sie ergangen ist, pünktlich und vollzählig gefolgt sind.

Ein neues Spieljahr beginnt. In vier Wochen findet schon das erste Punktspiel statt.

Blicken wir noch einmal auf das verflossene Spieljahr zurück, so müssen wir leider feststellen, daß unsere 1. Mannschaft unter feinem guten Stern gekämpft hat. Ich will hier nicht näher auf die mutmaßlichen Ursachen eingehen. Das soll vergessen und begraben sein.

Dagegen liegt es wohl nahe, bei Beginn einer neuen Spiel­zeit Hoffnungen und Wünsche zum Ausdrud zu bringen.

Unser Verein kann auf eine lange und ehrenvolle Vergan­genheit zurückblicken. Sein Name hat in der deutschen Fußball­geschichte einen guten Klang. Daran denken Sie, wenn Sie unsere Farben auf dem grünen Rasen vertreten.

Ein Ziel muß Ihnen immer vor Augen stehen: Durch faire, ritterliche Kämpfe zur deutschen Meisterschaft zu gelangen! Ge­wiß ein dornenvoller Weg, der zu diesem begehrenswerten Ziel führt. Aber wenn jeder Spieler sein Bestes hergibt, liegt die Erringung der Meisterschaftswürde durchaus in dem Bereich des Möglichen. Besaß unser Verein doch schon dreimal die Landesverbandsmeisterschaft, um dann jedesmal dem besseren Gegner zu unterliegen. Nun, wer zu kämpfen weiß, muß auch verlieren können; da zeigt sich erst der rechte Sportgeist.

Ich gebe Ihnen jetzt die Aufstellung der 1. Mannschaft, wie Herr Bringhoff sie im Einvernehmen mit dem Spielausschuß zusammengestellt hat:

Jahon nach einmalig. Bußen mit der herrl. erfrisch. schmedenden Chlorodont­Zahnpaste", schreibt uns ein Raucher. Tube 50 f. und 80 Pf.

Freund

Schmidt

Zille

Gehle

Körner Schäfer

Müller Hansen

Janßen Hoffmann

Drees

Ich hoffe zuversichtlich, daß Sie sich schnell in der 1. Mann­schaft zurecht finden werden. Lassen Sie sich durch kleine Miß­erfolge, wie sie vielleicht in der ersten Zeit durch ungewohnte äußere Umstände zu Tage treten können, nicht entmutigen. Tun Sie Ihre Pflicht, arbeiten Sie an sich selbst, und keiner wird Ihnen Ihren Platz in der 1. Mannschaft streitig machen können.

Ich möchte bei dieser Gelegenheit noch einmal Herrn Bring­hoff, den Trainer unserer 1. Mannschaft, willkommen heißen. In der kurzen Zeit Ihres Hierseins, Herr Bringhoff, haben Sie sich bereits das Vertrauen der Vereinsleitung errungen. Ich bin davon überzeugt, daß Ihnen unsere Spieler mit demselben Ver­trauen entgegenkommen werden. Als ehemaliger internationa­ler Fußballspieler liegt die Zukunft unseres Vereins bei Ihnen in guten Händen. Mein Wunsch geht dahin, daß es Ihnen ge= lingen möge, die elf Spieler unserer ersten Mannschaft zu einem Ganzen zusammenzuschließen. Das ist die schönste, aber zugleich auch die schwerste Aufgabe, die sich ein Sportlehrer sehen kann." Dr. Bargmann wandte sich wieder an die Spieler. ,, Sie haben jetzt noch für den ausgeschiedenen Breitenbach aus Ihrer Mitte einen Spielführer zu wählen. Aus taktischen Gründen fäme wohl in erster Linie der Mitteläufer oder Mit­telstürmer für dieses verantwortungsvolle Amt in Betracht. Wichtiger aber dürfte es sein, daß der von Ihnen gewählte Spielführer auch wirklich Ihr Vertrauen besitzt und in jeder Hinsicht Ihr Führer sein kann. Uebereilen Sie sich nicht. Es genügt, wenn mir das Ergebnis der Wahl in etwa acht Tagen mitgeteilt wird."

Dr. Bargmann sah auf die Uhr.

,, Es tut mir leid, daß ich wegen einer geschäftlichen Verab­redung jetzt fort muß. Ich wäre sonst gerne bei Ihnen geblie­ben. Aber ich hoffe, jetzt, bei Wiederbeginn der Spielzeit, noch oft unter Ihnen weilen zu können; sowohl auf dem grünen Ra­sen als auch hier im Klubhaus.

Für die kommende Spielzeit wünsche ich Ihnen von Herzen alles Gute..."

Als Dr. Bargmann das Klubzimmer verlassen hatte, saßen die Fußballspieler, nachdem Ihnen der Trainer die Uebungs­zeiten für die nächsten Tage befannt gegeben hatte, noch eine Zeit lang gemütlich zusammen.

,, Erzählen Sie uns doch mal etwas von Ihren Fußball­erlebnissen," bat Theo Hansen den Trainer. Wie alt waren Sie, als Sie zum ersten Mal Fußball spielten?" ( Fortsetzung folgt.)