Einzelbild herunterladen

Nr.

s guntiz, wohl b tellt und durch ne Bts, aber diefes alle Ige fein. Die Grin Sache des Vorstan Zustände bejeit

2. 0: 2.

Das mehr im Ang teine Tore, bis G hrung brachte.

bie Weglarer Hime Spiel, wodurch nicht erzielt wud

lints einem E

or.

3: 3( 2: 3). en beginnt das Sp ein fonnte. Bis chen. Nach der Pa gegen den stark cen verwenden. 2

meter furz vor S Sieg von Altenfir

1. Jug. 0: 2( 0: 0). Sarbenteich weilte Gießen Grünberg törperlich überlege die fleinen Garbe Das technische Spiel us, so daß bei Salb Tegte Garbenteich auf des Gegners T Ettingshausen e Sintermannjhaft fla teich mit dem 2. ubady leitete gut.

5511( 830)

ntag zu einem Gefe und faires Spiel. G baften leicht überleg 9 geben. Bei eine echfelt und nun fom imischen das Ehren Groner jet no nde von 511 das 6

auss Breidenftein l Trecht gern veröffe

21

rer: Borth unfer lang rer nady Bottom Verein feinen geachtet seitens mmt es might Wun s Scheidens innerh

dh auch sportliche Durch seine besonde te der Scheidende

Sand in Hand hiem Nicht aber allein sein Bestes her, ein feine Geltung ein durch seine Shi Jejagt werden, da Schiedsrichter verl en, Schiri- Leistunge dem Verein, sowie hierdurch unjer ue dem Verein ge in Zukunft der- Ne nals Ehrenmitg unfern Sportruf tenborn begleiten n

rt" beendet!

zu der vor 60 Tager it am Samstag, den appe begann in Br um Startort nach Der Prüfungsfahr Fahrplan auf de sich vor dem Ver Standard- Dapolin G lifum eingefunden.

Cinmech- Meis

ne Schreibmaschinen

in Kauf und Miete

Telephon Nr.5

nur 8.50

Stück nur 0.96 Stück nur 0.95 mützer Stück nur 050

zer

T, WETZLA

Fernrul

eins Boriisend

und übersichtlich e Ausgaben fiert

ill,

rein notwendig

rt das

staffcbu Gießen

sgeber

Gießener Zeitung

Erscheint Samstags.

( Gießener Tageblatt)

Bezugspreis 1,50 RM vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd­fendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.

45. Jahrg.

-

Politische Rundschau.

Die Sturmabteilungen, Schugstaffeln und sonstigen militär­ähnlichen Organisationen der NSDAP. sind durch eine Ver­ordnung des Reichspräsidenten auf Grund des Art. 48 der Reichsverfassung aufgelöst worden. Die Reichsregierung hat dem Reichspräsidenten diese Maßnahme einstimmig empfohlen.

Der Danziger Senat hat im Zusammenhang mit dem reichs­deutschen Verbot der SA, für das gesamte Staatsgebiet die Veranstaltung von Umzügen und Versammlungen politischen Charakters unter freiem Himmel bis auf weiteres verboten.

Graf Westarp beabsichtigt, nach Zusammentritt des Reichs­tags in einem Antrag das Berbot des Reichsbanners zu fordern. Die Führer der NSDAP, waren Ende letzter Woche fast vollzählig in Berlin versammelt und berieten mit Hitler und ihren Juristen, welche Schritte gegen das SA.- Verbot unter­nommen werden sollen. Wahrscheinlich wird der Staatsge­richtshof angerufen werden, vor allem auch deshalb, weil viel fach von der Polizei Material beschlagnahmt wurde, was nicht der SA., sondern der Partei gehört.

Die Reichsleitung der NSDAP. und der Vorsitzende des Bereins der Hitler- Jugend haben den Rechtsanwalt Dr. Frant 2., München, beauftragt, mit allen rechtlichen Mitteln gegen das Verbot der Hitler- Jugend vorzugehen.

Der frühere Thüringische Minister Dr. Frid hielt in Bonn eine Rede, in der er sich zunächst über die Reichspräsidenten­wahl vom 10. April verbreitete und bemerkte, daß die NSDAP. die Wahl anfechten werde, da die nach der Reichsverfassung ga= rantierte Wahlfreiheit nicht gewährt worden sei.

Die entscheidende Auseinandersetzung zwischen der deutschen und französischen Stellung auf der Abrüstungskonferenz steht noch bevor und wird allgemein als unvermeidlich angesehen. Der Reichsrat stimmte am Donnerstag in öffentlicher Voll­und des fitung der Verlängerung Schlichtungsabkommens des Rapallovertrages mit der Sowjetunion zu. Weiter geneh­migte der Reichsrat die Ausprägung von weiteren 100 Millionen Mart in Fünf- Markstüden.

Reichsernährungsminister Schiele, der am gestrigen Montag im Rundfunt sprechen wollte, hat seinen Vortrag, Die Agrarpolitik der lezten Jahre" auf den 28. April vertagt.

In den Vorstandssigungen des Deutschen und des Preu­Bischen Städtetages, die am 15. und 16. April im Städtehaus zu Berlin stattfanden, wurde von allen Seiten auf die weitere Berschlechterung der Lage in den Gemeinden hingewiesen.

Im Zusammenhang mit den bevorstehendn fommunistischen Rundgebungen am 1. Mai werden von den Sicherheitsbehörden in ganz Polen zahlreiche Verhaftungen von Kommunisten vor: genommen.

Bräsident Hoover hat offiziell seine Kaididatur für die ame­ritanischen Präsidentschaftswahlen im Herbst aufgestellt.

Gleiches Recht für alle!

Reichspräsident von Hindenburg hat an den Reichsminister des Innern am Freitag das nachfolgende Schreiben gerichtet: ,, Die das Verbot der SA. und SS. aussprechende Ver­ordnung vom 13. April 1932 habe ich vollzogen, nachdem Sie mir in ernsten Worten die Schwierigkeiten der politischen Lage dargelegt und den Erlaß dieser Verordnung zur Siche­rung der Staatsautorität als unbedingt notwendig bezeich­net haben, und nachdem die Reichsregierung einstimmig Ihrem Antrag beigetreten war.

Inzwischen ist mir unter Uebergabe von Belegmaterial mitgeteilt worden, daß ähnlich geartete Organisationen wie die hier verbotenen auch bei anderen Parteien bestehen.

In Erfüllung meiner Pflicht zur überparteilichen Aus­übung meines Amtes und gleichmäßigen Anwendung der Ge­fete muß ich verlangen, daß, falls dies richtig ist, auch diese Organisationen der gleichen Behandlung verfallen. Ich über­sende Ihnen anbei das mir zugegangene Material mit dem Ersuchen, es mit dem gleichen Ernst zu prüfen, den ich Ihrem Antrage entgegengebracht habe, und mir alsbald das Ergeb­nis ihrer Prüfung und einen entsprechenden Vorschlag vor­zulegen."

Gröner zögert.

Die Behandlung des Reichsbannermaterials, das Reichs­präsident von Hindenburg dem zuständigen Innenministerium zugeleitet hat, läßt erheblich zu wünschen übrig. Wenn weiter mitgeteilt wird, daß noch Erhebungen darüber angestellt werden müßten, ob und in welchem Umfange sich etwa eine Beteiligung der Länderregierungen an der Prüfung des neuen Materials als notwendig und zweckmäßig erweise, so muß die Oeffentlich­teit den Eindrud gewinnen, daß hier offenkundig Verschleppungs­lendenzen die Oberhand gewinnen.

Allerdings wollen wir die Schwierigkeiten, in denen sich der Reichsinnenminister zurzeit befindet, nicht verkennen, obwohl sie jelbstverschuldet sind.

Die Schwierigkeiten sehen wir vor allem in der durchweg einseitigen Festlegung einiger Länderregierungen zugunsten des Reichsbanners, vor allem des preußischen Staatsmini­steriums.

a. hat der preußische Ministerpräsident Braun es für richtig gehalten. sowohl in Altona wie in Kiel gelegentlich von Wah reden öffentlich zu erklären, daß das Reichsbanner nicht ver­boten werde. Dem Reichsinnenmiister stehen polizeiliche Exe­futivorgane nicht zur Verfügung, so daß gefürchtet werden muß, daß Preußen eine Verbotsverordnung gegen das Reichsbanner im gegenwärtigen Zeitpunkt nicht durchführen würde.

Infolgedessen vermutet man logischerweise, daß die ganze Politit, die das Reichsinnenministerum zurzeit gegenüber der Erledigung des Hindenburgschreibens verfolgt, auf Zeitgewinn gerichtet ist. Man möchte offenbar den 24. April ins Land gehen lassen und die endgültige Entscheidung über das Reichs­banner erst nach den Länderwahlen treffen. Die Verantwortung dafür wird dann freilich Herr Groener nicht nur gegenüber dem Reichspräsidenten von Hindenburg, sondern vor der gesam­ten politischen Oeffentlichkeit zu tragen haben.

Das Reichsbanner will keine militärische Organisation

sein.

Der Bundesvorsitzende des Reichsbanners Höltermann hielt in Breslau eine Ansprache, in der er u. a. sagte: Schwere Angriffe werden jetzt gegen uns erhoben. Lange Jahre hindurch hat man von gewisser Seite unsern Bund als wertlos hingestellt.

Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschedkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M.

Dienstag, den 19. April 1932

Seit vorgestern abend sind wir plötzlich eine ungeheure militä­rische Organisation! Wir hegen aber durchaus nicht den Ehr­geiz, eine militärische Organisation zu sein. Die Funktionen, die uns bisher aufgegeben waren, hören in dem Augenbld auf, wo der Gegner aufgelöst ist. Wir bleiben, was wir eigentlich sind, eine Vereinigung ehemaliger republikanischer Kriegsteil­nehmer und deren Söhne.

( Neueste Nachrichten)

Anzeigenpreise: die 80 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lofal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platz­vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung.

Nummer 16

Entspannung?

Die Nationalsozialisten beantragen Auflösung hängnisvoll sich der Mangel an Vertrauen insbesondere auf den

des Hessischen Landtags.

Darmstadt, 18. April. Die nationalsozialistische Fraktion hat einen Antrag auf Auflösung des Hessischen Landtages eins gereicht, außerdem einen Antrag auf zurückziehung der Reichs­verordnung über das Verbot der S. und SS. und einen An­trag auf Verbot des Reichsbanners und der Eisernen Front, weiterhin einen Antrag auf Mißbilligung des Vorgehens des hessischen Innenministers und seiner Polizeiorgane bei Aus­führung der Reichsverordnung vom 13. April 1932. Diese An­träge sollen in der heutigen Sitzung beraten werden.

Voltsentscheid in Oldenburg.

Am Sonntag wurde im Freistaat Oldenburg der von den in der nationalen Front zusammengeschlossenen Parteien in Gang gesetzte Volksentscheid auf Auflösung des Oldenburgischen Landtages durchgeführt. Gleichzeitig brachten die Kommunisten den ,, roten Volksentscheid" mit dem gleichen Ziele zur Abstim­mung. Nach dem Abstimmungsergebnis ist der Volfsentscheid mit großer Mehrheit durchgekommen, so daß der Landtag auf­gelöst wird. Gesamtergebnis im Freistaat Oldenburg: Jastim­men: 125 365, Neinstimmen: 5796, ungültig: 1079.

Der Volksentscheid in Sachsen gescheitert. Das vorläufige Gesamtergebnis des am Sonntag durchge­führten Volksentscheides auf Auflösung des Sächsischen Land­tages besagt: Bei 3 664 047 Wahlberechtigten wurden 1318 042 Ja- Stimmen und 53 442 Nein- Stimmen abgegeben. Ungültig waren 20 770 Stimmen. Die Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen beträgt demnach 1392 254, also fnapp 38 Prozent der Wahlberechtigten. Der Volksentscheid auf Landtagsauf­lösung in Sachsen ist gescheitert.

30 000 Mart unterschlagen.

Wetlar. Das hiesige Erweiterte Schöffengericht verurteilte den ehemaligen Forsttassenrendanten von Krofdors, den Gast­wird und Metzger Friedrich Freund, wegen fortgesetzten Ver­brechens im Amt unter Zubilligung mildernder Umstände zu zwei Jahren Gefängnis. Freund hatte der Kasse nach und nach etwa 30 000 Mark unterschlagen.

Die Zinssäge in Hessen.

Laut Beschluß des Reichskommissars und des Hessischen Kreditausschusses wurden die geltenden Zinssäte wie folgt fest­gesetzt: Habenzinsen: Normalsatz 4, Kündigungsgelder je nach Fälligkeit 4,2-5 Prozent, Festgelder je nach Dauer für Posten von mindestens 15 000 RM. 4,75-5,25 Proz., Ultimogeld höch stens 1 Prozent unter dem Reichsbantdistontsatz. Tagesgeld provisionsfrei 2,5 Prozent, provisionspflichtig 3 Prozent. Soll­zinjen: Spanne höchstens 4 Prozent, Normalsat 1 Prozent unter Reichsbantdiskont. Kreditprovision außerdem 2 Prozent.

Sinnlose Lohnpolitik.

Es wird uns geschrieben:

Es ist schon häufig darauf hingewiesen worden, daß ein Teil der Binnenlöhne, vor allem die Löhne des Baugewerbes und seiner Nebengewerbe, ein viel zu hohes Lohnniveau auf­weisen und damit vor allem die Lebenshaltung verteuert haben. Der Reichsarbeitsminister Stegerwald hat selbst die Senkung der Binnenlöhne für notwendig erklärt und davon gesprochen, daß Arbeitergruppen mit hohen Löhnen andere Gruppen aus­beuten", aber leider nicht die Folgerung aus diesen Feststel­lungen gezogen. Auch Gewerberat Körner, der Ende vori­gen Jahres den Schiedsspruch im Lohnstreit der Berliner Me­fallindustrie fällte, hat in längeren Ausführungen auf die un­günstigen Auswirkungen der hohen Binnenlöhne auf die Le­benshaltung hingewiesen. Der Verteilungsapparat der Volks­wirtschaft und die öffentliche Verwaltung, so argumentiert K., arbeiteten viel zu teuer. Daran seien auch die Löhne nicht un­beteiligt. Es fennzeichnete die Verhältnisse, daß ein ungelern­ter Arbeiter( verheiratet und 1 Kind) bei 48stündiger Ar­beitszeit in Berlin an Wochenlohn( vor dem jezigen Lohn­abbau) erhalte: in der Metallindustrie 37 Rmt., bei der Stadt Berlin 49 Rmt., im Transportgewerbe 57 Rmf., bei der Ver­fehrsgesellschaft( Straßenbahnschaffner und fahrer) 55 bis 61 Rmt. und bei der Müllabfuhr 82 Rmt.

Wie außerordentlich gering aber die Einsicht in den be­teiligten Kreisen und ihre Bereitschaft ist, im Interesse der Angehörigen anderer Beruse Opfer zu bringen, zeigt sich daran, daß die Arbeitnehmervertreter des Baugewerbes bei den letz­ten Lohn- und Arbeitszeitverhandlungen für das Tarifgebiet Westdeutschland und Rheinland es fertig gebracht haben, we= sentlich erhöhte Lohnforderungen zu stellen. Und das in einer Zeit, in der über 6 Millionen Menschen ohne Arbeit sind und nur ausschließlich von Unterstützungen leben! Unter dem Drud der wirtschaftlichen Verhältnisse und des allgemein nach unten gerichteten Lohn- und Preisniveaus hatten die Arbeit geber für die Zeit vom 1. Mai bis 30. September 1932 einen Maurerlohn von 75 Pfg. je Arbeitsstunde gefordert gegen bis­her 1,05 Mt. Der Tiefbauarbeiterlohn sollte von 0,64 auf 0,50 Mt. gesenkt werden, während für die Bauhilfsarbeiter ein Lohnabschlag um 17 Prozent vorgeschlagen wurde. Der Lohn der Zimmerer und Einschaler sollte dem der Maurer angepaẞt werden. Im Gegensah dazu verlangten die Arbeitnehmer eine Laufdauer des neuen Abkommens bis zum 2. März 1933. Ferner Verkürzung der Arbeitszeit von 48 auf 40 Stunden. Das wäre forderten sie außer Beibehaltung der bisherigen Löhne noch eine einer Lohnerhöhung auf 1,26 Mart je Stunde gleichgekommen. Die an den Tarifverhandlungen im Gebiet Rheinland beteilig= ten Arbeitnehmer gingen über diese Forderung noch hinaus. Sie versuchten außer der Arbeitszeitverkürzung sogar eine ej= fettive Erhöhung des Maurer- Stundenlohnes um 4 Pfg. durch­zudrücken. Die Bewilligung dieser Forderung wäre die sicherste Garantie dafür, daß der gesamte Baumarkt restlos zum Er­liegen käme.

Die Ueberwindung der Vertrauenstrise hat man vielfach als die unumgängliche Voraussetzung für jede erfolgreiche Be­fämpfung der allgemeinen Wirtschaftsnot bezeichnet. Und das mit Recht! Ohne Vertrauen gerät der Pulsschlag des Erwerbs­lebens mehr und mehr ins Stoden, zeigen sich Zersetzungser­scheinungen am gesamten Wirtschaftsorganismus. Wie ver­überaus empfindlichen Geld- und Kapitalverkehr, das Nerven­system der Volkswirtschaft, auswirkt, haben die Ereignisse na­mentlich im Sommer vorigen Jahres mit erschreckender Deut­lichkeit gelehrt. Vertrauen ist das Fundament jeden Kredits: brödelt es ab, dann wankt und bricht das Kreditgebäude, die Trümmer zerschlagen Betriebe und Unternehmen, vernichten zahlreiche Existenzen. In diesem Zusammenhang ist die Ent­widlung bei den deutschen Sparkassen von aktuellem Interesse. Um ihrer volkswirtschaftlichen Aufgabe gerecht zu werden Sammelbeden kleiner und fleinster Ersparnisse zu sein, um sie dann nugbringend anzulegen brauchen gerade die Sparkas= sen das Vertrauen breitester Volksschichten. Daran hat es aber leider seit Mitte 1931 vielfach gefehlt ohne eigentlich sachliche Gründe. Seit Anfang dieses Jahres liegen nun Anzeichen vor, die immerhin auf eine gewisse Beruhigung der Lage schließen lassen.

-

Bis Ende Mai vorigen Jahres wuchsen die Spareinlagen in verhältnismäßig schnellem Tempo auf 11,2 Milliarden R.­Mart an. Dann begann der Rückschlag: die Einzahlungen gingen rapide zurüd, die Auszahlungen stiegen beträchtlich. Bis Ende Dezember vorigen Jahres nahmen auf diese Weise die Sparguthaben um insgesamt Milliarden(= 13,4 Prozent) ab. Zum erstenmal seit sieben Monaten war dann wieder im Januar und Februar dieses Jahres eine Zunahme der Spar: einlagen festzustellen, und zwar insgesamt um 263 Millionen R.-Mt. Aus diesem Zuwachs darf man jedoch keine falschen Schlüsse ziehen; er ist lediglich eine Folge der Zins- und Auf­wertungsgutschriften. Läßt man diese Zins- und Aufwertungs­gutschriften unberücksichtigt und stellt lediglich die Einzahlungs­und Auszahlungsbeträge bei den Spartassen gegenüber, so zeigt sich, daß die Auszahlungen immer noch höher sind als die Ein­zahlungen. Aber trotzdem eine gewisse Entspannung ist, nach den Ergebnissen der beiden ersten Monate dieses Jahres zu urtei­len, eingetreten. Betrachtet man den eigentlichen Kassenver­fehr also die Entwidlung der Einzahlungen und Auszah lungen, ohne Berücksichtigung der Zins- und Auswertungsgut­schriften so ergibt sich folgendes Bild: die Auszahlungen überſtiegen die Einzahlungen im Juni 1931 um 167 Millionen R.-Mr., im Durchschnitt der Monate Juli bis Dezember 1931 um 269 Millionen R.- Mt.; der Auszahlungsüberschuß senkte sich dann im Januar und Februar 1932 auf 108 Millionen bezw. 60 Millionen R.-Mt. Zwar sind die Einzahlungen selbst noch beträchtlich geringer als etwa im Jahre 1930-- Arbeitslosigkeit und Einkommensminderung spielen hier neben einer noch im­mer feststellbaren Zurückhaltung des Sparerpublifums auch eine wichtige Rolle, die Auszahlungen hingegen haben sich bis Februar ds. Js. mehr und mehr dem normalen Stand ange= glichen. Das läßt auf eine gewisse Beruhigung der Lage schlie­ßen. Es wäre jedenfalls im Interesse unseres von Wirtschafts­sorgen zerquälten Volkes zu hoffen, daß diese Entwicklung wei­tere Fortschritte macht.

Aus Nah und Fern.

Aus Gießen.

Jugend wirbt für die Jugendherbergen.

Dem Reichswerbetag für die deutschen Jugendherbergen am Samstag und Sonntag wäre die Mitwirkung des Wetters zu wünschen gewesen. Am Sonntag entfalteten die jugendlichen Wanderorganisationen rege Propaganda, es gab Werbefahrten, Aufzüge mit Wimpeln und Standarten von zahlreichen Mädels und Jungens. Hoffentlich haben die beiden Tage auch einiger­maßen befriedigende Ergebnisse gehabt.

* Bierpreissenfung und Preistafeln. Wer Vollbier aus­schentt, ist verpflichtet, in seinem Wirtslotal eine Preistafel an leicht sichtbarer Stelle aufzuhängen, auf der der Bierpreis für jede in dem Geschäftslokal ausgeschenkte Maßeinheit Vollbier nach dem Stand vom 8. Dezember 1931 und der herabgesetzte Preis vom 26. März 1932 ab ersichtlich ist.

* Zum Handelsrichter bestellt. Der Direktor der Papier­fabrit Oberschmitten( Kr. Schotten), W. u. J. Moufang A.-G., Daniel Schanz, ist zum Handelsrichter bei der Kammer für Han­delssachen beim hiesigen Landgericht ernannt worden. * Geschäftsjubiläum. Sein 25- jähriges Geschäftsjubiläum und zugleich seinen 60. Geburtstag feierte Donnerstag Gastwirt Heinrich Ruhl, Inhaber des, Württem­berger Hof in der Bahnhofstraße.

das

am vergangenen

Eingebrochen wurde in der Nacht zum 18. April 1932 in Kurz- Spielwaren- Engrosgeschäft Margulies, Bahnhofstraße, und eine größere Anzahl Damenstrümpfe verschiedener Farben, desgl. weiße und bunte Herrenoberhemden entwendet.

* Weitere Einbrüche wurden in der Nacht zum 19. April 1932 in der Wirtschaft zur ,, Stadt Wetzlar" verübt. Entwendet wurden 2 Aftenmappen, 3igarren und Zigaretten, ein Fern­glas und der Inhalt einer Waisenbüchse, die der Täter erbrochen hat, und in Heldenberg, wo ein größerer Wäschediebstahl aus­geführt wurde. Die Ermittelungen wurden in allen Fällen so­fort aufgenommen.

* Gefunden wurde am Wartweg eine aus Kantholz her­gestellte 3 Meter lange Leiter. Der Eigentümer wird ersucht, sich bei der Kriminalabteilung, Zimmer 24, zu melden.

* Die Schweinefeuche ist unter dem Schweinebestand der Wirtschaftsabteilung der Verwaltung der Universitätskliniken festgestellt worden. Gehöftsperre ist angeordnet.

Aus dem Stadttheater. Als 27. Dienstag- Abonnements­Vorstellung wird heute abend, Anfang 8 Uhr, bei gewöhnlichen Preisen, zum erstenmal Friedrich Forsters Schauspiel ,, Der Graue" gegeben.

Ein Blindenverein für die Provinz Oberhessen.

Am vergangenen Sonntag hat in den Räumen der Fried­berger Blindenanstalt die Gründung des Oberhessischen Blin­denvereins" stattgefunden. Damit ist ein Zusammenschluß von Blinden für ein Gebiet erfolgt, das, wie den Bewohnern von