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Nr. 2

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Caus der Pflicht: iller Tage. Da fam me frongeplagte Gee

ge, in denen Herz u Rajt, Tage des Aten des Erwachens u

Samstag, den 16. Juli 1932.

lernt und verhält sich jetzt ablehnender gegen Währungsge= rüchte und sonstige Redereien.

Aber da immer noch hier und da Zweifel bestehen und Ge­tüdjte verbreitet sind, so ist es erfreulich, daß die verantwort lichen Stellen in letzter Zeit wieder ausdrüdlich betont haben, daß sie jedes Währungsexperiment und jede Inflationspolitik ablehnen. Sowohl die Reichsregierung wie auch die für die deutsche Währungspolitit verantwortliche Reichsbank haben jolche Erklärungen abgegeben. Und auch der frühere Reichs­bantpräsident Dr. Schacht hat fürzlich in einer Rede ausdrüd­lich erklärt, daß die deutsche Währung stabil sei.

*

Verlagsbuchhändler Otto Roth in Gießen.

Tagen mußt du 3 Hessenland und weit darüber hinaus bekannte Verlagsbuchhänd

Im Alter von fast 83 Jahren ist am Dienstag der im

über dich. Da fan tille Tage fönnen Bli blich gelehnt, die wi

ler Otto Roth, Senior der hiesigen Verlagsbuchhandlung Emil Roth, gestorben. Der Verstorbene hat sich besondere Verdienste im die Förderung zahlreicher Wissenschaftler von Rang er­

,, Gießener Zeitung"

Hof", auf dem Lindenplay, ist die Geburtsstätte dieser Verbin­dung. Das erste Kneiplotal war die Restauration Busch im Seltersweg, die nicht mehr existiert; der Wirt vom ,, Busche Garte" Heinrich Elges, zog um in sein neues Lokal, dem jetzigen ,, Hindenburg" und mit ihm auch die Chatten. Das erste eigene Heim war am Schiffenberger Weg, dann der ,, Andres", in der Sonnenstraße, dem 1925 das neue Chattenhaus in der Licher­straße folgte. Bei allem frohen Tun und Treiben war bei den Chatten auch für den Ernst des Lebens ein guter Kern zu fin­den und wir wünschen ihnen auch für die kommenden Jahre diesen guten, schönen Geist.

* Gemeindetag der Martus- Gemeinde. Am morgigen Sonntag, den 17. Juli, ist auf der Hardt am Nachmittag der Gemeindetag der Markusgemeinde. Die Kinder des Kinder­Gottesdienstes treffen sich zum gemeinsamen Gang nach der Hardt um 2 Uhr am Gemeindehaus in der Kirchstraße.

gejuht haben. Dor worben, und war bahnbrechend auf dem Gebiete des Schul- Samstagabend 8,30 Uhr, im Café Leib über, Frauen und Na­

esprudeln aus den Buchverlages tätig.

dem Tiefen, aus dem

Du aus ihnen gejop als nach frischer Te

er rauschen, der in ernt das Leben wieder da, der wird wiek rten Welt wieder eine folchen stillen Tagm

nd als ein Fröhlid lange als ein Bejche Stunde. Lerne: herbem Hasten, - zu raften!" ntagsschreiber

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n haben, ihre Ummel olche, die gern lane ie fich wichtig mab oder unabsichtlich

* Jubiläum. Am gestrigen Freitag konnte Bürodirektor Emil Kinfel von der Verwaltung der Universitätskliniken auf eine 25jährige Verwaltungstätigkeit zurückblicken und hat fich während dieser Zeit die Sympathien aller, der Aerzteschaft wie auch des Personals der Kliniken und darüber hinaus noch in weiten Kreisen der Bevölkerung erworben.

* Nachsendung von Postsendungen. Zu Anträgen auf Nach sendung von Postsendungen sind möglichst die amtlichen Vor­Drucke zu benutzen, die an den Postschaltern und von den Post­zustellern zur Abgabe bereit gehalten werden. Die Verwen­dung dieser amtlichen Vordruce gewährleistet die pünktliche Nachsendung der Post und liegt daher im Vorteil der Empfän­ger.

* Umbau der Frankfurter- Straßenunterführung. Vom 15. Juli 1932 ab werden die eisernen Ueberbauten der Bahn­inberführung in der Frankfurter Straße durch neue ersetzt. Für den Ausbau der alten und Einbau der neuen Ueberbauten, so­wie für den Abbruch der Widerlager muß die Durchfahrt durch die Ueberführung mit der größten Vorsicht erfolgen. Zu diesem 3wede werden in angemessener Entfernung von der Ueberfüh­ung zu beiden Seiten Warnungstafeln aufgestellt, die zu be­ahten sind. In den Zeiten, in welchen die schweren Ueberbau­de in der Gegenweten herausgehoben werden, werden außer den Warnungstafeln je zwei Bahnbeamten mit roten Flaggen versehen, die die Fahr­Zeuge auf die Gefahren aufmerksam machen. Im Bedarfsfalle haben diese solange zu halten, bis die Gefahr behoben ist.

it ihren Reden, Sh auf. So entstehen

als bei ausgeglichen nder Not zu beunr aufregende Nachrichte eutungen.

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* Stiftungsfest. Die Landsmannschaft Chattia begeht heute und morgen ihre 50. Jahrfeier und sind schon bereits recht zahl­reich die Alten Herren der Verbindung in unserer Stadt einge­

Die Sprache der Erichroffen, um diesen Jubiläumstag mitzufeiern. Im Frankfurter

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* Oeffentliche Frauenversammlung. Die Reichsleiterin der NSDAP.- Frauenschaft, Frl. Elisabeth Zander, spricht heute, tionalsozialismus.

* Kurzschriftverein von 1861 mit Damenabteilung e. V. Heute, Samstag, den 16. Juli, Vereinsabend mit Siegerehrung auf der Karlsruhe". Treffpunkt um 8,30 Uhr abends am Walltor.

* Rabattsparvereine zahlten fast 25 Millionen aus. Die dem Reichsverband der Handelsschutz- und Rabattsparvereine Deutschlands, der vom 24. bis 27. Juli d. J. seinen dreißigsten Verbandstag in Karlsruhe abhält, angeschlossenen Handelsschutz­und Rabattsparvereine haben im vergangenen Jahre der bar­zahlenden Kundschaft den Betrag von 24.5 Millionen Mark an erspartem Rabatt ausgezahlt. Das sind trotz Preisrüdganges und Kaufkraftschrumpfung noch 1,5 Millionen Mark mehr als im Jahre 1930, und die seit der Währungbefestigung bisher als Rabatt ausgezahlte Summe hat damit den Betrag von rund 100 Millionen Mark erreicht.

*

11. Deutsches Sängerbundesfest.

Etwa vierzig musikalische Veranstaltungen sieht diese elfte Zusammenkunft vom 21. bis 24. Juli in Frankfurt vor. Gie beginnt am Donnerstagmittag mit der Bannerübergabe auf dem Römerberg und den Bekenntnisreden an geweihter Stätte, im Krönungssaal der alten Kaiser. Am Freitag, 11 Uhr, ist eine Feier in der historischen Paulskirche. Nachmittags 4 Uhr folgt in der Festhalle eine Volksdeutsche Weihestunde.. Abends 8.30 Uhr ist in der Festhalle das Begrüßungskonzert. Bei den großen Massenchören der drei Hauptkonzerte handelt es sich dies= mal um Chöre neuerer Richtung und darum Harmonien auf ihre tonliche Wirkung hin zu erproben. Geben die Hauptkonzerte den Aufmarsch der beteiligten Bünde in systematischer Aufteilung, so haben die Gruppenkonzert darum nicht geringere Bedeutung.

Nr. 28

Aus Nah und Fern.

Bürgermeisterwahl in Butzbach.

Buybach. In der letzten Stadtverordnetensitzung wurde gegen die Stimmen der Rechtsparteien der Bürgermeister der pommerschen Bade- und Kreisstadt Franzburg, Dr. Scheller, zum Bürgermeister von Butzbach gewählt. Dr. Scheller ist aus Kassel gebürtig und steht im 39. Lebensjahre. Seit 1928 war er Bürgermeister in Franzburg; er gehörte auch dem Reichs= tag an. Politisch steht er der Staatspartei nahe.

Bad Nauheim. Bis zum 14. Juli 1932 betrug der Gesamt­besuch 13 913 Gäste, darunter 2251 Ausländer. Anwesend waren an diesem Tage 3466 Gäste.

Mainz. Die ersten Arbeiten zur Ausschlitzung des Mainzer Tunnels haben begonnen. Für die Erdbewegung dient ein mächtiger Bagger, der über 1000 Rubikmeter Erde bei achtstün= diger Tätigkeit aushebt. Insgesamt sind 130 000 Rubikmeter Erde abzutransportieren.

Studentenwahlen in Marburg.

Marburg. Die Kammerwahlen der Marburger Studenten­schaft fanden unter zahlreicher Beteiligung statt. Wahlberech tigt waren 3835 Studierende. Die vier Wahlvorschläge brachten folgendes Ergebnis: 1. Nationalsozialistischer Deutscher Stu­dentenbund 1511 Stimmen= 24 Size( 21 i. V.), 2. Ring Deut­scher Studentinnen 112 Stimmen= 2 Size( 1), 3. Nationaler Blod 560 Stimmen 9 Size( 11), 4. Ueberparteiliche Arbeits­gemeinschaft, Katholische Korporationen und Freistudenten 201 Stimmen 3 Size( 3). Gültige Stimmen: 2384.

1

Ein Lehrstuhl für Arbeitsbeschaffung. Marburg. Die Kammer der Allgemeinen Marburger Stu­dentenschaft hat einen Antrag ihres Vorstandes einstimmig an= genommen, Rektor und Senat der Philipps- Universität zu er= suchen, beim preußischen Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung die Einrichtung einer Professur für Arbeits­beschaffung, Arbeitsdienst und Siedlung zu erwirken.

Marburg. Der Oberhessische Gebirgsverein, der sich aus 18 Zweigvereinen in den Kreisen Marburg, Kirchhain, Franken­berg und Biedenkopf zusammensetzt, hielt unter zahlreicher Be­teiligung seine diesjährige Hauptversammlung in Norded ab. Wie aus dem Jahresbericht ersichtlich war, hat der Verein das von ihm betreute 1500 Kilometer lange markierte Wegnetz nicht nur unterhalten, sondern auch durch Neumarkierung von Wan­derstrecken wesentlich erweitert.

Grauenvolle Minuten.

Dieser Tage wurden zwei Arbeiter in einer großen Leder­fabrit in Hofheim im Taunus im letzten Augenblick vor dem sicheren Tode gerettet. Sie waren bei der Arbeit in einem großen Lohetrichter gestürzt und konnten sich aus der Masse

Für Reise und Wanderungen: Chlorodont

Hitze und Staub erschlaffen den Körper besonders beim Reisen und Wandern. Eine kräftige Mundspülung mit dem herrlich erfrischenden Chlorodont­Mundwasser und eine gründliche Zahnreinigung mit Chlorodont- Zahnpaste wirken wohltuend, verschaffen das Gefühl der Sauberkeit und

immer schöne weiße und gesunde Zähne

hiedsrichter konnte, obeten Schlaf der Jugend. Plötzlich erwachte er durch Stimmen,

eläftigt zu werden, den

In faßen beide Mann Klublofal beifammen

die aus der Stube nebenan tamen. Es war Adolf Müller, der mit Frau Bauer sprach.

,, Was, der Kerl liegt noch im Bett! Das ist doch die Höhe. t: Du hast uns die Ra, ich werde den Langschläfer schon aus den Federn bringen!" Er öffnete die Kammertümer, frempelte seine Aermel auf and fang mit lauter Stimme:

eis...!"

über Theo Hansens Der Schluß dieser

en Beigeschmad. Die elen leider oft an der

ußballbewegung ung

ne weiteres dem Pu

pieler fann seine

,, Schmeißt ihn raus!

Einen Strauß

muß ein,

ja muß ein Landsknecht haben!" Theo rieb sich verschlafen die Augen.

,, Mensch, Adolf, mach' hier am Sonntagmorgen nicht so'n Sportdisziplin an Spektafel, sonst laß ich dich wegen Ruheſtörung abführen. Wie pieler, und wir hapäit ist es denn eigentlich?"

daß Sie mich in di

e 1. Mannschaft unt

halten sollte, wat

Lose Debatten innerh Cem für die Austrag gerung verursacht.

,, Gleich neun Uhr, du Schlafmütze."

,, Kein Wunder, wenn man die ganze Nacht im Traum Fuß­al gespielt hat. So etwas ist mir noch nie passiert. Fünf Tore hab' ich geschossen und jedesmal lag die Bettdecke drau= Jer... Wie ist denn das Wetter?"

,, Einfach tadellos. Nun mach' man schnell, daß du hoch­bramst. Aber sieh zu, daß du nicht mit dem linken Fuß zuerst

1. Mannschaft allerdinus dem Bett steigst!"

gutem Erfolge erpro Lorbeeren. Sie wo

e zwei Punkte endgül Am Freitag waren jammelt. Bringhoff und machte fie auf be es recht starten Geg

en," schloß der Tra

Kind schon schaufel gen, fangen fie noch

Aug' und flinter La uns das Herze auf

unf'ter Fahne

rünen Plane."

gutes Wetter für be

haftstampf verfprad und schlief den gefunder

In einer Viertelstunde war Theo angezogen. Frau Bauer Dette den Kaffeetisch.

,, Du trinkst doch auch eine Tasse Kaffee mit, Adolf?" Ich weiß nicht, Theo... Na, meinetwegen. Aber das age ich dir gleich, mehr als fünf Tassen trinke ich bestimmt nicht n wenn du mich noch soviel nötigst." Er sah auf den Brotteller.

,, Sechs Brötchen? Ja, sag mal, Theo, willst du denn keins" Theo lachte. ,, Mensch, Adolf, laß doch mal deine faulen Witze. So auf hüchternem Magen, das hält ja keiner aus."

Adolf Müller strich sich ein Brötchen und legte das zweite teben seinem Teller.

,, Nein," lachte Theo. Wart mal, ich glaube, da kommt noch Besuch. Das ist sicher Günter Freund." Da trat der Genannte auch schon ins Zimmer. ,, Das ist ja sein, daß du kommst, Günter!" rief Adolf Mül­ler. Theo will gerade eine Zigarette spendieren." Ich bin dabei," meinte Günter.

,, Na, denn man zu," willigte Theo ein. Seinen Gästen muß man ja entgegenkommen."

,, Eigentlich ist es ja Unsinn, daß wir rauchen," meinte der Mittelstürmer schuldbewußt. ,, Was Bringhoff wohl sagen würde, wenn er uns hier so rauchen sähe?"

,, Der würde bestimmt nichts sagen," meinte Günter und blies den Rauch durch die Rase.

,, Weil er vor Schred sprachlos wäre?"

,, Ne, das gerade nicht. Aber er hat eine besondere Art und Weise, einen scharf anzusehen ohne was zu sagen. Das ist noch viel schlimmer als wenn er eine große Strafrede halten würde. Ich hab' das neulich mal erfahren. Da hatten wir doch Uebungs­spiel gegen die Reservemannschaft. Den Abend vorher hatte ich Geburtstag gefeiert. Viel getrunken hatte ich bestimmt nicht. Aber wenn man im Training ist und nur ausnahmsweise mal etwas trinkt, kann man natürlich auch nicht viel vertragen. Na, den Ausgang des Spiels wißt ihr ja. Drei Bälle, die ich sonst bestimmt gehalten hätte, mußte ich passieren lassen. Ich war einfach unsicher. Vielleicht kam es auch bloß davon, daß ich mir selber einbildete, durch den konsumierten Amkohol nicht so auf der Höhe sein zu können.

"

Wie nun das Spiel zu Ende ist, geht es ja zur Kritik ins Klubhaus. Vor der Tür treffe ich mit Bringhoff zusammen. Damit er mich gleich in der Besprechung nicht zu sehr herunter­machen sollte, sagte ich zu ihm: Ich weiß nicht, Herr Bring­hoff, was heute mit mir los war. Drei Tore hätte ich wohl verhüten können. Aber es ist ja eine alte Tatsache, daß ein Spieler nicht jeden Tag gleich gut in Form sein kann Ich wollte eigentlich noch mehr sagen, aber da gudte er mich bloß an. Den Blick vergesse ich in meinem Leben nicht. Ich wurde tot wie ein ertappter Dieb. Dann sagte Bringhoff langsam: ,, Es ist eine alte Tatsache, daß ein Spieler, der im Training nicht einmal die einfachsten Grundregeln befolgt, nicht jeden Tag gleich gut in Form sein kann. Damit ließ er mich stehen. Ihr könnt euch denken, wie ich mich geschämt habe. Aber in der Kritik nachher verfuhr er doch sehr glimpflich mit mir. Da sagte er bloß: Zu den Leistungen unseres Torwarts im heutigen Spiel möchte ich nichts bemerken. Dazu bietet sich vielleicht im nächsten Spiel besser Gelegenheit..." Ja, jo ,, Hab' dich man nicht so," meinte Adolf. ,, Rüd man ruhig rücksichtsvoll fonnte er auch wieder sein. Er ist doch ein feiner Kerl."

,, Nun richte dich nicht nach mir, Theo, du weißt, ich mag erne was essen..."

Als der Kaffeetisch abgeräumt war, sagte Theo: Ich würde ja gerne eine Zigarette anbieten, Adolf, aber du wirst ver­hen, wenn ich in Anbetracht des in ein paar Stunden statt­Inbenden Wettspiels mit schwerem Herzen davon Abstand ehmen muß."

hit einer Zigarette heraus."

,, Das stimmt," meinte Adolf Müller. ,, Und wenn wir eben bloß eine Zigarette geraucht und dabei sogar noch ein schlechtes Gewissen gehabt haben, so ist das doch auch ein Zeichen dafür, daß das, was Bringhoff sagt, auch dann gilt, wenn er nicht unter uns ist. Dabei hat er uns doch eigentlich gar nicht mal direkt das Trinken und Rauchen verboten. Wie sagte er doch, als er zu uns kam: Es widerstrebt mir, über Ihre Lebens­weise große Vorträge zu halten, viele Verbote zu erlassen und hinter Ihnen her zu spionieren. Ihre Leistungen zeigen mir viel besser, ob Sie sich so verhalten, wie es ein Sportsmann, der es ernst mit seinen Leistungen nimmt, geziemt. Sie haben mein Vertrauen und werden es sicher nicht mißbrauchen.'

Da war der vorige Trainer Bittner doch ganz anders. Der fonnte stundenlange Vorträge gegen das Rauchen und den Al­fohol halten. Bloß, daß ihm niemand zuhörte. Ich war auch einmal bei einem solchen Vortrag zugegen, als ich Ersatzspieler für Breitenbach war. Damals hatte Stard, unserer früherer Rechtsinnen, gerade den großen Krach mit Bittner gehabt und suchte nach einer passenden Gelegenheit, den Trainer zu ärgern. Na, Bittner hatte sich Stard gegenüber ja auch sehr gehässig benommen. Das hat sogar Dr. Bargmann zugeben müssen. Als Bittner nun über eine Stunde gegen Alkohol, Nikotin etc. ge= wettert hatte und wir nach Hause gehen wollten, sagte Stard ganz laut, so daß Bittner es hören mußte: Ja, das Rauchen ist eine schlimme Angewohnheit.' Dabei nahm er eine pech­schwarze Brasilzigarre aus der Tasche und zündete sie an. Dann meinte er zu seinem Nachbarn: Dies ist übrigens ein feines Kraut, davon muß ich mir doch mal eine ganze Kiste bestellen...!' Nachher, wie er draußen war, hat er die 3i­garre gleich weggeworfen, denn er rauchte sonst fast gar nicht. Aber seinen Zwed, Bittner zu ärgern, hatte er damit erreicht.

Gewiß war das ein dummer Streich, von Stard, aber Bitt­ner hatte doch auch viel Schuld. Es würde doch keinen von uns einfallen, Bringhoff gegenüber so aufzutreten."

,, Da hast du recht," stimmten die beiden anderen Spieler ihm zu..

Theo öffnete das Fenster.

,, Das Wetter ist wirklich großartig. Da ist auf dem Sport­platz heute nachmittag sicher Hochbetrieb. Was meint ihr, wie­viel Zuschauer wohl kommen werden?"

,, Na, so sechs bis achttausend. Ein Punktspiel zieht ja immer am besten. Da kann ein noch so interessantes Freund­schaftsspiel stattfinden oder sogar eine Mannschaft aus Hono­lulu fommen, so haben diese Treffen doch längst nicht die An­ziehungskraft auf das Publikum wie ein größeres Meisterschafts­Spiel!" meinte Adolf Müller.

( Fortsetzung folgt.)