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Vers zwei!
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Fortiebung fol
Samstag, den 14. Mai 1932.
* Festgenommene Fahrraddiebe. Bei einer in der Nacht zum Freitag durchgeführten Streife wurden in einem Heuschober der Orgelbauer Reinhard Prorod, geb. am 12. April 1887 zu Rattowitz und der Schleifer Ernst Lenz, geb. am 1. April 1897 zu Tietedon( Krs. Zürich), beide auf Wanderschaft aufgestöbert, Die im Besitze von zwei Fahrrädern waren. Durch die polizeiichen Ermittlungen stellte sich heraus, daß die beiden die Fahräder vor dem Aufsuchen ihres Lagers aus einem Gartenhaus n der Buchnerstraße entwendet hatten. Die beiden Täter Durden dem Amtsgericht zugeführt.
* Bom Stadttheater. Als große Fremdenvorstellung wird norgen nachmittag zu zu kleinen Preisen Goethes ,, Faust" wieberholt.
* Straßensperrung.( Mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club, E. V., A. v. D.) Die Provinzialstraße Jlben- stadt Raichen wird am 17. Mai 1932 bis auf weiteres für jeglichen Berkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Jlbenstadt- Bahnhof Erbstadt- Kaichen und umgekehrt.
*
ADAC.- Reichsfahrt 1932.
Die Großzügigkeit des ADAC., der allen Teilnehmern an Jeiner Reichsfahrt kostenlos Del und Betriebsstoff zur Verfügung stellt, hatte zur Folge, daß die Reichsfahrt 1932 ausgezeichnete Beteiligung gefunden hat und somit zum weitaus bedeutendsten deutschen Zuverlässigkeitswettbewerb dieses Jahres zu werden verspricht. Alle deutschen Motorrad- und Automarken und viele Fahrer von Rang und Ruf sind an der Reichsfahrt beteiligt. In hervorragendem Maße nimmt auch die ReichsDehr und Schupo durch mehrere Mannschaften an der Reichsfahrt des ADAC teil. Von deutschen Fabrikaten sind im Wa= gen Wettbewerb vertreten: Adler, BMW, MercedesBenz, NEU, Steyr, Stoewer, Wanderer und im Motorradwettbewerb Ardie, D- Rad, DKW, NSU, Triumph, Opel, Stod, Viktoria, Zündapp. Hinzu kommen die bekanntesten ausländlichen Auto- und Motorradfabrikate. Die am stärksten vertretene Automarte ist Mercedes- Benz, die besonders zahlreich durch ihr neuestes Modell, dem 7/32 PS.- Wagen Aussehen erregte, und so war es auch gestern, Freitagnachmittag, bei der Durch fahrt durch unsere Stadt, wo es bei teilweise sehr hohem Tempo durch die Süd- und Ostanlage zur letzten Etappenstation Marburg ging.
Strafpunktfrei sind jetzt noch sechs Motorrad- Fahrer, und zwar: Julius von Krohn- Berlin( Zündapp), Hans Hieronymus- Nürnberg( 3ündapp), G. Eurich- Stuttgart( D- Rad), Georg Fren- Fürth( Viktoria), Robert Nonn- Köln, Josef Mauermeyer- München( BMW), also vier Solomaschinen, eine kleine und eine große Seitenwagenmaschine.
Die letzte Etappe am Samstag führt von Marburg nach Bad Kissingen.
Voltsgesundheit und Volkswirtschaft.
Betrachtungen zu einem Geschäftsjubiläum.
Im Mai 1907 stellte der Apotheker und Chemiker Dr. phil. Ottomar Heinsius v. Mayenburg in den engen Laboratoriumsräumen der Dresdner Löwen- Apotheke nach mannigfachen Versuchen die ersten Tuben Chlorodont- Zahnpasta her. In den ver
25 Jahre
,, Gießener Zeitung"
flossenen 25 Jahren bis heute sind ihnen viele hundert Millionen Tuben gefolgt. Was früher bequem in engen Räumen fertiggestellt werden konnte, muß heute in einem großen Wert mit zahlreichen Tochterfabriken und Vertriebsstellen im In- und Ausland bewältigt werden. Rund 1000 Arbeiter, Angestellte und Vertreter sind tätig, alle Räder dieses größten Betriebes seiner Art auf dem Kontinent in Gang zu halten. Ueber sechs Millionen Menschen verbrauchen allein in Deutschland
täglich Chlorodont- Zahnpaste.
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Die Bedeutung der Chlorodont- Fabrik liegt aber nicht allein auf volkswirtschaftlichem Gebiet. Weit wichtiger sind die segensreichen Wirkungen, die die 25jährige Aufklärungsarbeit der Chlorodont- Fabrit in volksgesundheitlicher Beziehung hatte. Durch eine vernünftige Zahnpflege mit einwandfreien Mitteln, als welches sich die Chlorodont- Zahnpaste nach dem Urteil zahlloser Praktiker bewährt hat, wird nicht nur die Forderung nach persönlicher Sauberkeit und Gepflegtheit erfüllt, sondern die regelmäßige Zahnpflege schützt die Zähne vor frühzeitigem Verfall. Gesunde, kräftige Zähne sind für ein geregeltes, förperliches Allgemeinbefinden von hoher Wichtigkeit.
Aus Rab und Fern.
* Bad Salzhausen. Seit einigen Tagen ist hier der Badebetrieb wieder eröffnet. Eine Anzahl Kurgäste sind bereits eingetroffen.
Bad Nauheim. Das Verkehrsamt der Hessischen Bad- und Kurverwaltung teilt mit, bis zum 12. Mai 1932 betrug der Gesamtbesuch 4604 Gäste. Darunter waren 557 Ausländer. Anwesend sind am 12. Mai 1932 1896 Gäste.
Friedberg. Die erste Uhrmacherin in Hessen. Fräulein Maria Schäfer aus Obermörlen, die hier das Uhrmacherhandwerk erlernte, bestand die Gehilfenprüfung. Das„ Fräulein Uhrmacher", deren verstorbener Vater den gleichen Beruf ausübte, dürfte als erste Uhrmacherin in Hessen anzusprechen sein.
Darmstadt. In einem einsamen Gehöft bei Unterliebersbach im Odenwald bei Weinheim hatte eine Mitte der 30er Jahre stehende Frau Jöst ihren um ein Jahrzehnt älteren Mann aufgehängt. Nach einem ehelichen Streit loďte sie ihn auf den Speicher, wo sie ihm eine Schlinge um den Hals warf und ihn über einen Dachbalken hochzog. Der Tag der Angestellten- Jugend im GDA.
Pfingsten 1932 in Weglar a. d. Lahn. In der freien Reichsstadt Wetzlar, die so vieles mit dem großen Dichter Goethe verbindet, trifft sich die Angestellten Jugend im GDA. aus allen Teilen Hessens und Hessen- Nassaus. Die Tagung steht unter der Losung:„ Für Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland." Eine große Scheinfirmen- Messe, von allen Gruppen des Hessen- Gaues beschickt, wird Zeugnis ablegen von der Willenskraft zur Weiterbildung.
Herborn. Die Stadtverwaltung legt den Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1932 vor, der abschließt mit einem Fehlbetrag von 57 820 M., während im Vorjahr der Etat noch ausgeglichen werden konnte. Wesentlich geringere Steuereingänge. Verminderung der Einnahmen, andererseits erhöhte Ausgaben
Chlorodont
Der Leidensweg eines Arbeitslosen.
Das Tischtuch ist schnell zerschnitten, und was dann??? Die Geschichte fängt in den meisten Fällen damit an, daß dem Geschäft keine Aufträge mehr zufließen, das Blut, das es unbedingt braucht zum Leben. Die Antwort darauf, ist die Entlassung, wo die Arbeit fehlt, wird auch kein Arbeiter vermißt. Nachher hat jeder die Verpflichtung, sich beim Arbeitsamt anzu= melden, sofern er Anspruch auf Unterstützung erhebt und Zuweisung einer neuen Stelle.
Mit einer grasgrünen, vierseitigen Karte in der Tasche, die in 284 kleine Felder eingeteilt ist, verläßt man es wieder. Aber nicht für immer. Das wäre zu schön. Von jetzt ab hat sich der Erwerbslose täglich hier zu melden, zur Kontrolle. Dabei gibt es jedesmal in die Karte einen Stempel, aus dem deutlich das Datum und die Stunde ersichtlich ist, wann die Meldung erfolgte.
Dem Beamten steht dafür eine besondere Maschine zur Verfügung. Daneben liegt noch ein zweiter Stempel in seiner Schublade. Denselben pflegt er hervorzuholen, wenn die Karte boll ist.
Als es bei mir soweit war, drückte er damit, quer über die lezte Seite, die inhaltschweren Worte ,, Endgültig ausgesteuert!" Dreimal hat das jeder Erwerbslose mitzumachen, und jedesmal wird für den Eindruck eine andere Farbe in Anwendung gebracht.
Bei der Aussteuerung aus der Hauptunterstützung, die fast ein Jahr dauert, ist sie blaßrot.
Von da aus kam ich in die Kru( Krisenunterstützung). Mit der Aufnahme in diese gibt's eine neue Karte, die schneeweiß iſt. Zuvor wird aber noch die Unterstützung merklich gekürzt, mitjamt den Feldern auf der Karte. Jst auch diese voll, macht man die nächste Bekanntschaft mit dem Stempel. Hier erfolgt der Eindruck in gelber Farbe.
Bei der dritten Karte, die wasserblau aussieht, bleibt alles bestehen. Felderzahl und Unterstützung, aber nachher kommt nichts mehr, dann ist es Schluß, für immer.
Als auch diese Zeit zu Ende ging, und ich noch keine Stelle zum Arbeiten hatte, ergriff der Beamte wieder seinen Stempel, zum Eindrücken der Hiobsbotschaft, daß ich nun endgültig
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für die Betreuung der Wohlfahrtserwerbslosen haben das Defizit verursacht. Im laufenden Steuerjahr sollen die Steuersätze die gleichen bleiben wie im Vorjahre.
Weilburg. Zurzeit werden hier 461 Personen aus öffent lichen Mitteln unterstützt, und zwar erhalten 56 Arbeitslosenunterstützung, 140 Krisenunterstützung, 141 Wohlfahrtserwerbs= losenunterstützung, 68 Armenunterstützung, ferner werden 32 Kleinrentner und 24 Sozialrentner unterstützt. Auf die gesamte Einwohnerzahl bezogen, müssen 12,2 Prozent der Bevölkerung aus öffentlichen Mitteln erhalten oder unterstützt werden.
Frankfurt a. M. Die Stadtverordnetenversamlung wählte Dienstagabend in nichtöffentlicher Sitzung den seitherigen Dezernenten des städtischen Gesundheitswesens, Stadtrat Dr. Schlosser zum Bürgermeister der Stadt Frankfurt.
Aschaffenburg. Vermutlich in der Nacht zum Donnerstag wurde ein schwerer Einbruch in Schloß Mespelbrunn verübt. Von bisher unbekannt gebliebenen Tätern wurden unersetzliche Kunstgegenstände, Edelsteine, Goldmünzen und Schmud gestoh len. Der Einbruch konnte bis jetzt noch nicht aufgeklärt werden. Kassel. Die vor einigen Wochen bereits angekündigte Wiederaufnahme der Arbeit in den Werkstätten der Henschel u. Sohn A.-G. ist gestern erfolgt. Wie wir hören, haben zunächst etwa 700 Arbeiter ihre Tätigkeit wieder aufgenommen. In den nächsten Tagen erfolgen weitere Einstellungen.
Kassel. Das Mitglied des Aufsichtsrates der verkrachten Kasseler Genossenschaftsbank, Kaufmann Fritz Adermann, der über hundert Wechsel im Gesamtbetrage von 168 000 RM. gefälscht und in Umlauf gesetzt hatte, wurde wegen fortgesetzter schwerer Blankettfälschung in Tateinheit mit Betrug und Untreue zu vier Jahre Gefängnis verurteilt und sofort verhaftet.
Gesundheitspflege im Mai.
Im wunderschönen Monat Mai", wenn die ,, sonnenlose, die schreckliche Zeit" vorüber ist, dann finden die Menschen wieder den Weg zurüd zur Natur. Zwingt doch der Winter viele Menschen, und besonders die Städter, für lange Monate dazu, sich und ihren Körper mehr oder minder gegen Licht und Luft abzuschließen, sehr zum Schaden für ihre Gesundheit.
Darum kann der Arzt für den Mai zunächst keinen besseren Rat geben, als den: Last Sonne herein, in eure Wohnung wie in euren Körper!„ Die Fenster auf, die Herzen auf geschwinde."
In den Tagen des jungen Frühlings sollte daher das Lüften und Besonnen unserer Wohnungen und ihres unbelebten Inhalts an Möbeln, Betten usw. mit größter Regelmäßigkeit durchgeführt werden.
Auch unsere Haut, die die winterliche Kleidung oft ängstlich von der Außenluft abgeschlossen hat, bedarf des belebenden und abhärtenden Einflutes von Luft und Licht. Natürlich muß bei beiden Geschlechtern und besonders beim Kinde der Uebergang ein recht allmählicher sein, damit nicht Erkältungsfrantheiten aller Art uns die Freude am Frühling verderben. Sehr zweckmäßig wird man schon im Mai mit ein wenig förperlicher Abhärtung beginnen. Dies geschehe zunächst in Gestalt eines morgendlichen Luftbades im Zimmer, später, bei warmem Wet
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ausgesteuert sei. Er benützte dazu eine schwarze Farbe, die sich trefflich dem Zweck anpaßte.
Wie sinnreich das alles organisiert ist. Daraus kann das Amt, ohne eine Bewegung machen zu müssen, jederzeit erkennen, wie es um den Inhaber der Karte bestellt ist.
Hier angekommen, ist die Wahl für den Erwerbslosen an den Wegen, aus der Not, nicht mehr groß und reichhaltig. Nur zwei bleiben ihm noch offen. Am Ende des einen wartet der Hungertod, der andere führt schnurstrads aufs Wohlfahrtsamt zu, wenn keine Verwandte da sind, oder ein Vermögen, mit dem das kämpfende Schiff über Wasser gehalten werden kann.
Gott sei es geflagt, beides ist mir versagt, ich besitze nur meine Arbeitskraft, die heute nicht mehr gilt. Anders hätte ich mich kaum für den letzten schweren Weg entschlossen, daß ich dort eine Quelle finde, um meine Familie ernähren zu können. Ich brachte gleich die nötigen Unterlagen hierfür mit, und Ausweise, so nur besteht Aussicht auf Annahme und Erfolg für das Gesuch.
Etwas mehr wie ,, 12 Mart" sprachen sie mir dabe zu, das würde reichen, hieß es, für vier Menschen außerhalb der Stadt, wo das Leben entsprechend billiger sei. Dazu legte mir der Beamte noch ein Bündel Kochrezepte. Wer die genau befolge, sagte er, bleibe gesund und bei Kräften- auch mit meinem tommen???
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Eben war ich wieder dort, den ersten Zahltag abzuheben. In lauter blanken Silberstücken bekam ich das Geld auf die heiße Hand gezählt. Wie ich wieder das Amt verlassen will, wird es mir plöglich nebelig vor den Augen wie bei einer Ohnmacht. Soweit fann ich noch nachdenken bei aller Schwäche, woher das kommen könnte. Ich ging doch nüchtern vor start drei Stunden zu Fuß von Daheim weg, weil nichts Eßbares mehr im Haus war, das sind nun die Folgen der Unterlassung. Nur weil ich fühlte, so den Rückweg nicht zu zwingen, wenn ich mich nicht vorher ein klein wenig dafür stärke, drehe ich schon halbwegs nochmal um, suche einen Laden auf und lasse mir dort für 18 Pfennig eine Tasse Milch und ein Stüdlein troden Brot verabreichen. Während dem Verzehren der guten Dinge schiebt sich plötzlich das Bild meiner Familie deutlich hinter dem Tisch herauf, wie sie am Fenster steht, und den vergeßlichen Vater erwartet, mit dem gleichen Hunger in den Augen. Um nicht
OOOOOO
Zur Zahnpflege und zur Erlangung schöner weißer und gesunder Zähne von mehr als 6 Millionen allein in Deutschland täglich im Gebrauch.
einer zweiten Versuchung zu unterliegen, erhebe ich mich darauf sofort wieder vom Stuhl und verlasse halbfertig das Lokal.
Daheim angekommen, entlehre ich unverzüglich die Taschen und lege den Rest des Geldes vor meine Frau hin. Die beiden Kleinen stehen daneben auf den Zehenspitzen und zählen mit in hellem Chor, während ein hektisches Weinen und Lachen in einem Atem ihren zarten Körper schüttelt, vor lauter Freude, daß ich da bin. Am Schluß beichte ich die Missetat. Was ich darauf erwartete, traf nicht ein, niemand machte mir einen Vorwurf darum. Meine Frau sah mich nur ein wenig versorgt an dabei, alles Leid der Welt im Blick. Das war alles, und ich verstand, was sie damit sagen wollte.
Nachher nahm sie eine Schiefertafel von der Wand herab, die ihr früher zum Aufschreiben der Haushaltsachen diente. Mit dem Griffel, der noch daran hing, teilte sie diese in verschiedene fleine Fächer ein, von der Größe einer zweimal zusammen geleg ten Banknote. Wie das fertig war, machte sie es genau so mit dem Geld, auch das trennte und zerlegte sie alsdann in mehrere Posten. Einer davon bildete einen Beitrag für die Miete am Monatsende, das andere war für Licht, Gas und Brand. Einzeln und behutsam legte sie die weggezählten Beträge also in die dazu gezogenen Fächer hinein, daß wir wissen, was davon uns gehört, und was nicht.
Am Schluß der traurigen Bilanz, lagen vor uns nicht mehr ganz 80 Pfennig, die reichen müssen zum Essen, und kleiden auf eine Woche, bis es wieder etwas mehr wie 12 Mark gibt
Als es dunkel wurde, nahm meine Frau das Geld, und schlich damit weg nach dem Laden, einige Einkäufe zu machen.
Wir andern setzten uns indessen hinter den Tisch und warteten, bis sie wieder zurückkehrte, im Arm ein halbes Brot, nebst einem Achtel Margarine, und etlichen Kartoffeln, zu einem einfachen Mittagessen am nächsten Sonntag. Und dabei kommen einem immer und immer wieder die Fragen: Wann endlich wird die Regierung ein williges Ohr haben für Wirtschaftsführer, die an Hand ihrer praktischen Erfahrung die positive Arbeitsbeschaffung in sichere Aussicht stellen u. a. durch die Verwendung der ganzen Hauszinssteuer für Hausreparaturen, die in Offenbach a. M. z. B. jährlich für 2 Millionen Mark Arbeit Ein vier Jahre Arbeitsloser. ermöglicht.


