Samstag, den 14. Mai 1932.
ten usw. im tommenden Sommer etwa 1,5 Millionen Erwerbsloje nicht zum Tariflohn, sondern zum Unterstützungssatz beschäftigt werden, eine Ersparnis von mindestens 3 Millionen R. Mark täglich oder 240 Millionen R.- Mart in 20 Wochen. Würden außerdem eine Million Jugendliche und Unverheiratete für dieselben Zwede beim freiwilligen Arbeitsdienst für zwei R.Mart täglich untergebracht, so würden sogar zwei Drittel des Tariflohns eingespart, gleich 4 Millionen R.- Mart täglich oder 480 Millionen R.- Mark in 20 Wochen. Diese Summen könnten zur Materialbeschaffung verwendet werden und dadurch zur zusätzlichen Entlastung des Arbeitsmarktes von seiten der Schlüsselindustrieen führen. Das wäre eine wirkliche Entlastung der Wirtschaft. Ob bei der jetzigen Kapitalknappheit tatsächlich im angenommenen Umfange Arbeit beschafft werden kann und solche Summen eingespart und der Wirtschaft zugeführt werden tönnen oder nicht, ändert nichts an der grundsätzlichen Richtigfeit dieser Forderung, Pflichtarbeit zum Unterstützungssatz oder freiwilligen Arbeitsdienst an Stelle der bisherigen Notstandsarbeiten zu Tariflohn treten zu lassen.
,, Gießener Zeitung"
Lokales.
Bfingitgedanken.
Helle, liebe Maiensonne überglänzt frühlingsgrüne Fluren und hat Bäume und Sträucher in ein schimmerndes Blütengewand gekleidet. Es ist des Frühlings allbelebender Odem, der all die vielen Wunder und Herrlichkeiten aus des Winters finsterem Grabe ins neue Dasein rust.
Mit Blumen und Maien hat der ewige Schöpfer den Festtag seines Heiligen Geistes geschmüdt. Damit wir uns freuen sollen an der Schönheit seiner Welt und lobpreisen seine Allmacht. Doch durch alle Frühlingslieder höre ich immer noch ein Klagen und Jammern über deutsche Not. Gesetze und Verordnungen haben noch keine Hilfe gebracht. Und sie werden sie auch nicht bringen, wenn nicht zugleich eine innere Wandlung sich vollzieht.
Dazu bedürfen wir aber des Gottesgeistes erneuernden Kraft. Keine menschliche Beredsamkeit kann diesen Geist entzünden. Von oben fommend, führt er auch wieder nach oben.
Gegen die Wohnungszwangswirtschaft. Und der Geist, den neuen Geist, den wir wieder brauchen, ist im
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Die A.-G. Buderussche Eisenwerke Weglar, Röchling- Konzern nahesteht, beschäftigt sich in ihrem Geschäftsbericht mit der Lage des Baumarktes. Es sei bekannt, daß 1932 nur noch der Klein- und Kleinstwohnungsbau aus Mitteln der Hauszinssteuer mit etwa 100 Mill RM. gespeist werden soll, so daß schätzungsweise 900 Mill. RM. Hauszinssteuern dem allgemeinen Finanzbedarf zufließen. Dieser PrimitivWohnungsbau bringe namentlich der Eisenindustrie keine ir gendwie ins Gewicht fallende Beschäftigung.
Heute werde wohl von keiner verantwortlichen Stelle mehr bestritten, daß der öffentliche Wohnungsbau des letzten Jahrzehnts infolge einer falschen Bedarfsberechnung und einer irr tümlichen Einschätzung der Bevölkerungsbewegung in erheblichem Maße über den Bedarf hinaus Neubanwohnungen geschaffen hat. Ebenso verfehlt wäre es heute, der stellenweise auftreten den starken Nachfrage nach Klein- und Klemstwohnungen durch eine groß aufgezogene Neubautätigkeit zu entsprechen. Es han delt sich nämlich nicht um die Unterbringung einer neuen Masse von Wohnungssuchenden, sondern lediglich um eine Abwande: rung aus größeren Wohnungen. Dieser Bewegung ist wirt schaftlich nur dadurch Rechnung zu tragen, daß an die Stelle der Neubautätigkeit der Umbau von größeren Altwohnungen tritt. Immer lauter und dringender erhebe sich aus der gesamten Bauwirtschaft der Ruf nach Beseitigung der Wohnungszwangswirtschaft und Aufhebung der
Hauszinssteuer.
Leider verhallte er bisher ungehört, weil die Regierungen angesichts des Finanzelendes nicht glauben, auf dae Aufkommen aus der Hauszinssteuer für Zwecke des allgemeinen Finanzbedarfes verzichten zu können. Und doch würde mit der Wiederher stellung der Rentabilität des Altwohnbesitzes schlagartig eine große Umbau und Instandsetzungstätigkeit beginnen, um die Altwohnungen den neuzeitlichen Ansprüchen der Mierer anzu passen. Hiermit wäre einem großen Teil der Arbeitslosigkeit auf diesem Gebiete abgeholfen und damit auch eine Entlastung des öffentlichen Haushaltes von Wohlfahrtsfürsorge herbeigeführt, die den Ausfall aus der Hauszinssteuer sicherlich übertrifft.
Genfung der Vermögensteuer. Mai- Rate erst am 20. Mai fällig.
tiefsten Grunde der alte doch nie veraltende Gottesgeist. Er muß nur immer wieder neu ins innerste Lebensbewußtsein aufgenommen und dann auch mit dem deutschen Wesen in seiner besten Art verbunden werden. Von dieser edlen Verbindung hängt das Schicksal unseres Volkes als Nation ab.
Für die Vermögensstener 1932 wäre an sich noch die Veranlagung nach dem Stand vom 1. 1. 31 maßgebend. Mit Rücksicht auf die seit diesem Stichtag eingetretenen Wertveränderungen ist RMdF. ermächtigt worden, auf dem Gebiet der Einheitsbewertung und der Vermögensteuer Maßnahmen zu treffen, durch die dem Rückgang der Vermögenswerte mit steuerlicher Wirkung vom 1. 4. 32 an Rechnung getragen wird. Verordnung darüber wird in den nächsten Tagen er gehen.
Damit diese Maßnahmen bereits für die Mai- Rate der Vermögensteuer wirksam werden können, wurde der Fälligkeitstermin vom 15 auf den 20. Mai verschoben.
Die Landsknechte
Sportroman von Emil Wöhner.
( 1. Fortsetzung.)
( Nachdruck verboten.)
Wie unter dem Strahl der Maiensonne die Erde zu neuer Frühlingsherrlichkeit erstanden ist, so sollen unter dem geisti= gen Frühlingswehen vom Gottesodem auch wieder jene sittlichen und geistigen Gemütswerte erstehen, die allein nur uns eine bessere Zukunft verbürgen.
Deshalb, sei gegrüßt du Tag der Pfingsten. Erfülle uns alle mit der Kraft, die uns wieder gesund und froh werden läßt und der Menschheit wieder den Frieden bringt. Der Sonntagsschreiber.
Eine Stunde war vergangen, als es klopfte. In der Tür Stand Theos Vereinskamerad Adolf Müller.
Nr. 19.
finden für die Besucher aus den Landgemeinden des Kreises Gießen jeden Montagnachmittag von 4-5 Uhr statt.
Der Chef der Heeresleitung in Gießen. Montagvormittag besichtigte der Chef der deutschen Heeres= leitung, General der Infanterie von Hammerstein- Equord, das hiesige 1. Bataillon des Infanterie- Regiments Nr. 15. Nach dem Empfang durch den Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Klepke, schritt General von Hammerstein die Front der in einem offenen Viered aufgestellten Truppen ab, die er dann mit einer Ansprache begrüßte. Im Anschluß daran fand eine Parade des Bataillons vor dem Chef der Heeresleitung statt. Der General gab vor seinem Scheiden vom Bataillon seiner vollen Zufriedenheit über seine guten Eindrücke bei der Gießener Reichswehrgarnison Ausdruck.
,, Guten Tag, Theo. Ich war eben schon in deiner Wohnung. Frau Bauer sagte mir, daß du wahrscheinlich hier seist. Machst du noch nicht bald Schluß?"
,, Ja, Adolf, einen Augenblick noch. Platz Gibt es etwas Neues? Du ganze Gesicht!"
Bitte, nimm solange strahlst ja über das
Ja, Theo. Eine große Neuigkeit! Fall nur nicht vom Stuhl. Vorhin traf ich Bewig vom Spielausschuß. Also: Karl Schäfer, Günter Freund, Du und ich aus der Reserve sind für die kommende Spielzeit für die 1. Mannschaft cufgestellt worDen. Das haben wir zur Hauptsache dem neuen Trainer zu verdanken. Die Liga- Mannschaft hat ein ganz anderes Gesicht bekommen
"
Das ist ja famos!" rief Theo und errötete vor Freude. Rasch padte er seine Sachen zusa nmen und machte sich mit seinem Freunde auf den Heimweg. Vor Theos Wohnung verabschiedeten sich die beiden Spieler,
Gamstag, der
Lungen
Feftgenon Freitag durchge der Orgelbauer Sattowig und d Zietedon( Ars
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Then Ermittlu rider vor dem
tranke und Krankheitsgefährdete, die in ärztlicher Behandlung sind, bedürfen einer Ueberweisung ihres Arztes in die Lungenfürsorgestelle. Unbemittelte werden unentgeltlich beraten.
Regierungsrat Dr. Braun Kreisdirektor in Erbach. Regierungsrat Dr. Braun vom Kreisamt Gießen wurde mit Wirkung vom 16. Mai ab zum Kreisdirektor des Kreises Erbach i. O., als Nachfolger des am 1. Mai in den Ruhestand getretenen Kreisdirektors Leopold v. Werner ernannt.
Auf Wiedersehen, Theo. Vielleicht komme ich heute abend zu dir und bringe Schäfer und Freund mit. Wir müssen diesen Tag doch etwas feiern
Ja, gewiß. Auf Wiedersehen, Adolf..."
Theo eilte die Treppen zu seiner Wohnung hinauf.
,, Ist Post für mich da, Frau Bauer?"
,, Eine Karte."
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* Paketbeförderung. Gewöhnliche Postpakete können durch die Paketzusteller gegen eine Gebühr von 20 Rpfg. angenommen werden. Die Abholung aus der Wohnung kann durch gebührenfreies Schreiben an das Postamt oder am Fernsprecher ( Anschluß 2708 Padkammer) verlangt werden.
Kreisdirektor Dr. Braun war seit 1. Oktober 1921 als Regierungsrat am Kreisamt Gießen tätig, wo er in wechselnder Folge Referent für die verschiedensten Angelegenheiten war. Er stand zuletzt als Referent dem Wohlfahrtswesen und der Jugendpflege des Kreises, sowie den Angelegenheiten von Handel und Gewerbe vor.
Da lag die Nachricht! Er überflog sie mit leuchtenden Augen:
Im Einvernehmen mit dem Spielausschuß sind Sie als Mittelstürmer für die 1. Mannschaft aufgestellt worden. Erste Zusammenbunft morgen, zwanzig Uhr, im Klubhaus. Mit Sportgruß
5. Bringhoff, Trainer."
Ein heißer Wunsch war ihm in Erfüllung gegangen. Mittelstürmer in der 1. Mannschaft.
Senkung der Pflegegeldsätze in den Universitätsfliniken.
* Vom Zechkumpan niedergestochen. Letzten Montagabend wurde zu Gießen an der Ede Neustadt- Bahnhofstraße der auf Wanderschaft befindliche Schreiner Josef Neuerburg, geb. am 28. Dez. 1897 in Euskirchen, von dem ebenfalls auf Wanderschaft befindlichen Bergmann Friedrich Röll, geb. am 31. Juli 1904 in Elberfeld, nach kurzem Wortwechsel mittels eines feststehenden Messers, eines sogenannten Knickers, durch einen Herzstich so schwer verletzt, daß er auf dem Wege in die Klinik verstarb. Die Beiden hatten vorher mit zwei Schaustellern in einer hiesigen Wirtschaft gezecht, wobei der Verstorbene unfitt liche Anträge an die Ehefrau des einen Schaustellers gestellt haben soll. Hierüber kam es in der Neustadt zu Tätiglichkeiten, wobei Röll zu Boden geworfen und geschlagen wurde. Plötzlich sprang er jedoch auf und stach mit dem gezogenen Messer auf Neuerburg so heftig ein, daß dieser zusammenbrach. Röll, der auch den Schausteller noch mit Totstechen bedrohte, wurde je doch in Schach gehalten, bis er von der herbeigeeilten Polizei festgenommen wurde. Die Ermittlungen sind zurzeit noch im Gange, der Täter wird nach Abschluß derselben dem hiesigen Amtsgericht vorgeführt. Die Tatsache, daß der Verstorbene
Im Einverständnis mit dem Herrn Finanzminister hat der Minister für Kultus und Bildungswesen die Pflegegeldsätze für die Kranken in den Universitätskliniken in Gießen, durch den inzwischen eingetretenen Preisabbau veranlaßt, mit Wirkung vom 10. Mai 1932 an herabgesetzt. Für die Kranken 3. Klasse betragen sie 3,80 RM. täglich, während für 2. Klasse 6,50 bis 8 RM., für 1. Klasse 10 bis 22 RM. erhoben werden. Die Nebenleistungen werden besonders berechnet. Für die Krankenkassen usw. sind diese auf 1,20 RM. täglich gesenkt worden.
Um 8 Uhr famen Adolf Müller, Karl Schäfer und Günter Freund mit großem Hallo bei Theo an
,, So, Kinder," rief Adolf Müller ,,, nun wollen wir das großze
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die ganze Zeche bezahlte, ist eine Beweis dafür, wie es mit der ,, Mittellosigkeit“ eines großen Teiles der auf Wanderschaft Befindlichen bestellt ist.
* Schaufenstereinbruch. In der Nacht zum Donnerstag wurden zwei Schaufensterscheiben eines Herren- Konfettionsgeschäftes im Seltersweg mit etwa 30 mal 20 Zentimeter großen Steinen eingeworfen und die ausgelegten Anzüge und Mäntel gestohlen. Es handelt sich um drei Anzüge rund acht Mäntel im Gesamtwerte von etwas über 600 Mart. Es tommen als Täter drei, möglicherweise auch vier Mannsperso nen in Frage, von denen der eine mit einem dunklen Mantel, vermutlich Gummimantel und Patschkappe bekleidet war. Zum Wegtransport des Diebesgutes benutzten die Täter einen Per sonenkraftwagen, den sie vorher mittels Einbruchs aus der Garage des Fabrikanten Wilhelm Poppe in der Rodthohl ent wendet hatten. Beim Einwerfen der Scheiben ließen die Täter den Motor des Wagens mit höchster Tourenzahl laufen, um das Scheibengeflirr zu übertönen. Einer der Täter saß im Notsiz und nahm die Kleidungsstücke in Empfang. Bei dem Wagen handelt es sich um einen zweisigigen Wandererwagen, 10/50 PS. von graubeiger Farbe, der nach eingegangener Mitteilung in Bürgel( Krs. Marburg) herrenlos aufgefunden wurde. Von den Tätern selbst und den entwendeten Kleidungsstüden fehlt bis jetzt jegliche Spur.
* Diebstähle. Entwendet wurden aus einer Hofreite in der Mühlenstraße ein vierrädriger Handkastenwagen ohne Deichsel, aus einer Hofreite in der Bismardstraße ein Boschdynamo und Laterne und in der Bahnhofstraße eine elektrische Boschlaterne.
* Einbruchsversuch. In der Nacht zum Donnerstag hatten es Einbrecher auch auf die Uhren, Gold- und Silbergegenstände eines Uhrmachermeisters im Seltersweg abgesehen. Die beiden Vorhängeschlösser, die zur Sicherung des vor dem Schaufenster angebrachten eisernen Schutzgitters dienten, wurden von den Tätern gewaltsam erbrochen. Bei der Arbeit müssen die Täter gestört worden sein und es ist mit großer Wahrscheinlichkeit an zunehmen, daß sie nachdem den Schaufenstereinbruch in das Herrenkonfektionsgeschäft ausgeführt haben. Die bis jetzt ge tätigten Ermittlungen haben noch nicht zur Festnahme der Täter geführt.
Nähere Auskunft erteilt die Verwaltung der Universitäts: Jeder kluge Geschäftsmann
fliniken.
* Wichtig für Lungenkranke. Die Sprechstunden der Fürsorgestelle für Lungenkranke in der Medizinischen Poliklinik
Ereignis mal vernünftig begießen! Ich schlage vor, wir bleiben heute abend hier. Theo liefert uns auf seinem Klavier die nötige Musik, Getränke fönnen wir uns holen. Dann bleiben wir wenigstens ganz unter uns."
fer.
,, Wenn wir bloß nicht zu früh feiern," warnte Karl Schä..Ebenso schnell wie wir in die 1. Mannschaft reingekommen sind, fönnen wir auch wieder rausfliegen..." Theo Hansen lachte.
Das glaube ich nicht. Soweit ich unsern neuen Trainer in diesen paar Wochen kennen gelernt habe, weiß er, was er will. Und er weiß auch, was wir leisten fönnen..." Er stellte ein paar Flaschen auf den Tisch. ,, Heute seid ihr meine Gäste. Ich habe nämlich noch einen besonderen Grund zum Spendieren.'
Er füllte die Gläser und erhob sich.
,, Liebe Freunde! Bevor wir anstoßen und dieses erste Glas leeren, möchte ich ein paar Worte an euch richten. Nicht aus einer augenblidlichen Stimmung heraus, die morgen wieder verflogen ist... Wir kennen uns schon lange. Und wenn wir von nun an zusammen in der 1. Mannschaft tämpfen, hoffe ich zuversichtlich, daß wir uns noch mehr zusammenschließen werden. Laßt es uns in diesem Augenblid geloben, treu zusammenzuhalten, wie es sich für Sportstameraden geziemt. Das gilt nicht für uns vier. Wir von der 1. Mannschaft wollen durch gegenseitiges Vertrauen treu zu dem Wahlspruch halten: Alle für einen, einer für alle! Dann wird der Erfolg nicht ausbleiben.
Und noch eins: Wir wollen uns in unserer Mannschaft einer fairen Kampfesweise befleißigen. Gegen einen unritterlichen Gegner fair zu spielen, ist gewiß nicht leicht; aber letzten Endes ist doch jeder echte Fußballspieler für sein Tun und Lassen allein verantwortlich..
So laßt uns denn bei diesem Glas geloben, fest zusammenzuhalten als treue Fußballkameraden.. Die Gläser flangen zusammen.
,, So Theo," rief Günter Freund, der lange Torwart ,,, nun mal ran ans Klavier! Hau mal rein in die Drahtkommode! Aber nicht so leichte Mufit! Ich bin mehr für klassische Sachen. Kannst du nicht das Lied von der Schwiegermutter spielen?" ,, Ach was," entgegnete Theo ,,, wir wollen erst mal ein Lied singen. Wohlauf, es ist befreit vom Eis... Es steigt der erste Vers!"
Und aus vier frischen Kehlen klang es durchs Zimmer:
benutze die überall beliebten
Reichssteuer- Kaffebücher von Albin Klein, Gießen
,, Wohlauf, es ist befreit vom Eis die frühlingsjunge Erde,
es grünt die Wies' in neuer Weis', daß uns ein Kampfplatz werde.
Heraus nun aus dem dumpfen Haus,
wer lange liegt, muß rosten,
strömt auf den grünen Platz hinaus,
sollt wieder Freiheit kosten.
Valleri, vallera, valleri, vallera,
sollt wieder Freiheit kosten!"
Theo wandte sich auf seinem Klavierbod um.
,, Kinder, tut mir den einzigen Gefallen und brüllt nicht jo
Hier wohnen noch mehr Leute im Haus... Vers zwei! Aber pianissimo!"
,, Wie einst zu Armins Lebenszeit auszogen deutsche Helden;
zu Kampf und Trunk allstets bereit,
so soll's für uns auch gelten. Wir ziehen in die weite Welt mit jedermann zu fechten, der's Fußballspiel in Ehren hält und Trinken hält im rechten. Valleri, vallera, valleri, vallera, und Trinken hält im rechten." ,, Es steigt der letzte Vers!"
,, Wir spielen flott und spielen hart und stoßen fest im Zorne, doch wem da eine Wunde ward, dem sitzt sie stets nur vorne. Wir trinken viel und trinken hart nach alter deutscher Weise, und wem's dabei zuviel je ward, ist nicht aus unserem Kreise. Valleri, vallera, valleri, vallera, ist nicht aus unserem Kreise." Wieder klangen die Gläser zusammen. ,, Auf das, was wir lieben!" " Unsinn!" rief Günter Freund. Ich lieb' nur meinen Fußball."
,, Das stimmt," entgegnete Theo.
und zwar: Jul ronomus- Nürnb Georg Fren- Fi mener- München und eine große
Was wir lieben...?
Neulich abends hab' ig
Die letzte
Bad Kissingen.
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Dreimal h Desmal wird fü gebracht.
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Fortsetzung folgt
dich noch gesehen, wie du mit deinem" Fußball spazieren gingit Ich glaube, er war hellblond."
Alle lachten.


