Einzelbild herunterladen

Nr. 12

ährt durch die neue unerwünschte Be d die in vielen der einen Seite d folgende völlige der Versicherungs nem Personentreis, Abbau der Versor icherweise eine aus chende Erbitterung

er 4. Rotverordnung hädigten und des 5. Da diese Aus nitandes noch nid hat der Kyffhäuser hinterbliebenen fi den Reichstag ge Rubensbestimmun terbliebenen auszu

1932. Der Reichs früheren amtlichen Den noch neue er

Kenntnis für jeden euerpflichtigen wer mtlichen Richtlinien die Post zugesandt 5., Berlin SO 36,

eine der interessante London, gibt die Nummer( Nr. 13). nterhalten und ver

= auf besondere Ein

te in der Wilhelm

= Kanzler gefährli neuen Romans von renwort", den ,, Die

, Güte: und Streit Amtsgerichtsrat Dr. in Bonn. M. 1,25. en, sondern sich schon alten hat. Aus dem n Büchlein ist das Hernen.

bearbeitet von Grig Breis RM. 1,25. Das Silf dir sebst" will atten, sich eingeben Möglichkeit geben,

Tein in Gießen

affee

n den Verbraucher. much nebenberufl. gei ährung feste Bezüge rsandhaus Bruno 22, Langenrehm 54 värtsstrebende

Belohnung

enlos durch:

., Berlin SW 11.

erdienft

Konsumartikels, der

d, zu vergeb. Tägl.

upt- oder nebenbe­

nbesuch. Verlangen

kt 3 durch

furt a. Main

ch 174.

mech.- Meiste

Schreibmaschinen Kauf und Miete

Telephon Nr.5 371

men

hörden wie

EIGEN

CIGEN ARTEN

SEN

Gießener Zeitung

Erscheint Samstags.

( Gießener Tageblatt)

Bezugspreis 1,50 RM vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd­fendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.

45. Jahrg.

Politische Rundschau.

Es steht nunmehr endgültig fest, daß die Londoner Bier­mächte- Konferenz am 6. April beginnt und vom Mittwoch bis voraussichtlich zum Samstag der tommenden Woche dauern wird.

Die deutschen Vertreter für die Londoner Zusammenkunft werden voraussichtlich am Donnerstag, 7. April, abreisen. Die Delegation wird nur wenige Personen umfassen, und zwar wird neben dem Staatssekretär von Bülow voraussichtlich noch Mini­sterialdirektor Posse vom Reichswirtschaftsministerium nach London fahren.

Der Aeltestenrat des Reichstages ist für Montag, den 11. April, 17 Uhr, also unmittelbar nach der Wahl des Reichspräsi­benten einberufen worden, um über den Wiederzusammentritt des Reichstages Beschluß zu fassen.

Wie der Daily Herald" mitteilt, plant Schazkanzler Neville Chamberlain auf der im Juni in Lausanne zusammentretenden Konferenz teinerlei Regelung des Reparations- Problems er­folgen zu lassen, sondern lediglich eine Verlängerung des Mo­ratoriums für Deutschland um weitere sechs Monate zu bean­tragen.

Der Finanzausschuß des Hess. Landtages will am Donners­tag, den 7. April, mit der Etatberatung beginnen. Der Etat liegt zurzeit auch den Ausschußmitgliedern noch nicht vor.

Die Hessische Landeszeitung" sowie der, Rhein- und Hesse­Bauer" wurden vom hessischen Innenminister wegen schwerer Beschimpfung der preußischen Polizei und des preußischen In­nenministers ,, aufs nachdrücklichste und zum letztenmal" verwarnt.

Durch Verordnung des hessischen Gesamtministeriums vom 14. 3. 1932 find die Vorschriften der Reichsnotverordnung von 8. 12. 1931( Reichsges.Bl. I S. 699) über die Loderung der Woh­nungszwangswirtschaft auch für Hessen in Kraft gesetzt. Die Borschriften sind zum Teil bereits seit 1. Januar 1932 gültig.

Durch Notverordnung vom 30. März 1932 hat das hessische Gesamtministerium bestimmt, daß die Grundgehalte der weib­lichen Lehrpersonen ab 1. April 1932 um 10. v. H. gesenkt werden. Am Freitag gaben Kommunisten mehrere Schüsse auf ein nationalsoz. Verkehrslokal in Berlin- Moabit ab, durch die glüd­licherweise niemand getroffen wurde. Der herbeigerufenen Po lizei gelang es, sehr rasch zwei der geflüchteten Schüßen zu ver­haften.

Bei der Beerdigung eines Kommunisten tam es in Hohen­limburg zu Zusammenstößen zwischen etwa 2000 fommunistischen Demonstranten und der Polizei, die das Mitführen entrollter Fahnen untersagte.

Der Prozeß gegen den Studenten Stern, der das Revolver­attentat gegen den deutschen Botschaftsrat Twardowski verübt hat, findet am 4. April vor dem Moskauer Obergericht statt. Zu den Massenkündigungen der Lohn- und Manteltarife erflärt der Gesamtverband der christlichen Gewerkschaften, daß nach seiner Auffassung am 30. April nur gekündigte bzw. durch Rotverordnung verlängerte Tarife ablaufen.

Die handelspolitische Kommission des Reichsverbandes der deutschen Industrie tagte Donnerstagnachmittag unter dem Bor­ig von Staatssekretär Dr. von Simson, der über die allgemeine handelspolitische Lage berichtete.

Nach Mitteilung des Statistischen Reichsamts wurden im Monat März 1932 durch den Reichsanzeiger" 975( Februar 1091) neue Konkurse ohne die wegen Massenmangels abgelehn= tem Anträge auf Konkurseröffnung und 759( Februar 789) er­iffnete Vergleichsverfahren bekanntgegeben.

Nach Meldungen aus Brasilien hat der brasilianische Fi­anzminister einen Vertrag unterzeichnet, nach dem 300 000 Sad kaffee gegen deutsche Kohle eingetauscht werden.

In Potsdam hält, wie uns unsere Berliner Schriftleitung Drahtet, in der Zeit vom 1. bis 3. April der Reichselternbund inter außerordentlich starker Beteiligung aus der Provinz Brandenburg und dem Reich seine zehnte Gesamttagung ab.

Durch Beschluß der Sowjetregierung und der kommunisti­hen Parteileitung wurden mehr als 30 Direktoren staatlicher biter wegen Mißwirtschaft zur gerichtlichen Verantwortung jezogen. Weitere 100 Direktoren wurden ihrer Aemter ent­oben, da im legten Jahre die Lieferpläne der Viehgüter nur 69 Prozent erfüllt wurden.

Der französische Senat und die französische Kammer haben in der Donnerstag- Nachtsigung das Gesez einer von dem fran­öfifchen Senat garantierten Anleihe an die Tschechoslowakei in Sähe von 600 Millionen Franken angenommen.

Im Gegensatz zum Steinkohlengebiet von Mährisch- Ostrau, to der Streif Donnerstagabend beendet werden konnte, dauert ler Bergarbeiterstreik in Nordwestböhmen in unverminderter Seftigkeit an.

Durch Dekret des polnischen Staatspräsidenten wurde der tolnische Maximalzolltarif um das Doppelte erhöht. Seine Säge lagen bisher um 100 Prozent über denen des normalen Tarifes. Sie sind nunmehr um 200 Prozent höher als die Nor­naljäze.

Der englische Staatshaushalt schließt bei einem Ueberschuß von 364 337 Pfund in den Einnahmen und Ausgaben insgesamt nit 851 482 281 Pfund ab, einschließlich 32 508 000 Pfund für die Silgung der inneren Schuld.

Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M.

Samstag, den 2. April 1932

Bis ein Kind beten darf.

Jn Rußland? Nein, in Deutschland, in einem Berliner Krankenhaus! Die ,, Deutsche Zeitung" schreibt darüber: Das vierjährige Kind einer christlichen Mutter mußte ins Kranken­haus gebracht werden. Bei der Einlieferung bat die Mutter die Stationsschwester darum, sie möchte jeden Abend mit dem Kind ein bekanntes Kindergebet sprechen, weil das Kind daran gewöhnt sei. Die Schwester erklärte, daß sie es gern tun würde, dabei aber fürchte, ihre Stelle zu verlieren. Die Mutter solle doch bei der Oberschwester die Genehmigung einholen. Die Mutter geht zur Oberschwester. Diese erwidert: Es tut mir furchtbar leid, aber das ist doch bei der Einstellung des Stadt­rates eine zu schwerwiegende Angelegenheit. Ich muß Sie bit= ten, die Angelegenheit dem Oberarzt vorzutragen." Der Ober­arzt wußte auch nicht zu entscheiden und verweist an den Direk­tor des Krankenhauses. Der Direktor fühlt sich auch nicht zu­ständig und bittet die Mutter, bei der Gesundheitsbehörde vor­stellig zu werden. Die Mutter geht zur Gesundheitsbehörde. ,, Das Kind soll beten? Mit einer Schwester? So etwas kann nur der Herr Stadtrat selbst entscheiden." Der Stadtrat macht der Mutter Vorhaltungen, versucht sie von ihrem Vor­haben abzubringen und erklärt schließlich: Nun, wenn Sie durchaus nichts anders wollen, und wenn Sie eine Schwester finden, die mit dem Kinde betet, so habe ich nichts dagegen." Ein solcher Instanzenweg ist heute nötig, damit ein vierjähri­ges Kind sein Abendgebet sprechen kann. Das nennt man ,, freie Religionsübung in Deutschland!" Nicht erschütternd?

-

Hausbesitzsteuer früher und heute.

Wie die Hausbesitzer durch übermäßig hohe Steuern er­drosselt werden, ergibt nachstehende Aufstellung, die ein Gelsen­kirchener Bürger und Hansbefizer zur Verfügung stellt. Kurz vor dem Kriege lautete der Steuerzettel Staatssteuer

Gemeindegrundsteuer Gewerbesteuer Entwässerungsgebühr

Müllabfuhrgebühr Kirchensteuer

46,- M. 524,32 M. 29,40 M. 152,76 M. 32,45 M. 32,40 M. Zusammen: 817,33 M.

Im Jahre 1931 lautet der Steuerzettel: Staatssteuer

Zuschlag

Gemeindezuschläge

Für Entwässerung, Straßenreinigung und Müllabfuhr

Hauszinssteuer

Hauszinssteuer- Nachtrag

Vermögenssteuer

Einkommensteuer

Kirchensteuer Krisensteuer Bürgersteuer

434,40 M. 352,56 M. 1629,- M.

463,99 M. 3660,72 M.

37,56 M.

396,- m.

298,- M.

51,60 m.

27,40 M.

9, M.

Zusammen: 7360,23 M. Die Grundlagen zur Steuerveranlagung sind dieselben ge­blieben.

Es hat sich also die steuerliche Belastung des Hausbesizes gegenüber der Vorkriegszeit verachtfacht. Wann kommt end­lich eine fühlbare, die Gesamtwirtschaft belebende steuerliche Ent­lastung des Hausbesitzes?

Stand

Das Rüstungsfieber in der Welt Rüstungsausgaben sämtlicher Mächte: Stand vor dem Kriege 1931 ca. 11 Milliarden RM

ca 20 Milliarden AM

Zunahme gegenüber dem Vorkriegsstande: ca. 70%

1931 Millionen

Mann

( Neueste Nachrichten)

Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg., lofal 12 Pfg., die 90 mm breite Retlame- Petitzeile 96 Pfg. Plaz vorschriften ohne Verbindlichkeit Bet Wiederholung Rabatt. Für Bollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung.

Nummer 13

120000 neue Wohnungen.

Die Bautätigkeit im Jahre 1931.

Die Wohnungsbautätigkeit des Jahres 1931 wurde durch die Verminderung der für den Wohnungsbau zur Verfügung gestellten Hauszinsstenermittel und sonstigen öffentlichen Mittel, durch die zunehmenden Finanzierungsschwierigkeiten und die wachsende Zahl der leerstehenden Alt- und Neuwohnungen aufs stärkste beeinflußt. Nur während der ersten Jahreshälfte ge= währte der aus dem Vorjahr übernommene Baubestand dem Baumarkt noch einen gewissen Rückhalt.

Insgesamt wurden in den Groß- und Mittelstädten 120 000 Wohnungen neu erstellt, d. h. rd. 26% weniger als im Vorjahr und etwa 16% weniger als 1929.

Mit der Bauleistung des Jahres 1931 sind dem Woh­nungsmarkt der Städte mit über 50 000 Einwohnern seit 1919 rund 1,1 Mill. Wohnungen zugeführt, denen ein Abgang von 35 000 Wohnungen gegenübersteht. Der gesamte Woh­nungsbestand in den Groß- und Mittelstädten belief sich Anfang Januar 1932 auf 6,4 Mill. Wohnungen, von denen 17 Pro­zent Neuwohnungen waren, gegenüber 15,4 Prozent Anfang 1931 und 13,2 Prozent Anfang 1930.

Während die Zahl der in Neubauten erstellten Wohnun gen stark zurückgegangen ist, hat sich die Umbautätigkeit be­trächtlich erhöht, da die Großwohnungen vielfach nur unter Schwierigkeiten zu vermieten sind.

Durch Umbau entstanden 1931 6200 Wohnungen oder 5% sämtlicher Neubauten.

Der Zugang war besonders stark im 4. Vierteljahr 1931, in dem der Anteil der Umbauwohnungen an den gesamten Bau­vollendungen auf 3 Prozent anstieg. 1930 wurden 4900 μm­bauwohnungen, 1929 4400 Umbauwohnungen erstellt, d. h. jeweils etwa 3 Prozent sämtlicher Neubauwohnungen. Mit Unterstügung aus öffentlichen Mitteln wurden 89% sämtlicher in Wohngebäuden erstellten Wohnungen

erbaut;

gegenüber dem Vorjahr ergab sich damit keine nennenswerte Uenderung. Unter den im Jahre 1931 errichteten Wohnun­gen überwogen weitaus die Kleinwohnungen mit 1 bis 3 Wohn­räumen( einschl. Küche). Ihr Anteil ist in den letzten Jahren stark gewachsen und hat 1931 mit 57 Prozent sämtlicher er­stellten Wohnungen seinen bisherigen Höchststand erreicht. Bei der Beurteilung dieser Zahlen ist außerdem zu berücksichtigen, daß vielfach auch die Größe der Wohnräume herabgesetzt und die Ausstattung der Wohnungen eingeschränkt wurde. Von 100 Neuwohnungen entfielen im Jahre

auf Kleinwohnungen ( 1-3 Wohnräume).

auf Mittel- Wohnungen ( 4-6 Wohnräume). auf Großwohnungen.

1927 1928 1929 1930 1931

34,2 35,6 43,0 49,4 57,0

62,6 60,4 53,8 48,2 41,1 3,2

4,0 3,2 2,4 1,9

Mit dem Rückgang der Wohnungsgröße war jedoch kein entsprechender Rückgang der Gebäudegröße verbunden. Wäh-. rend im Jahre 1921 auf ein Wohngebäude im Durchschnitt 2,9 Wohnungen entfielen, enthielten die neu errichteten Wohn­gebäude im Jahre 1930 4,9 im Jahre 1931 5,1 Wohnungen. Von den 23 400 Wohngebäuden waren 26 Prozent Einfami­lienhäuser, 74 Prozent Häuser mit zwei und mehr Wohnungen gegen 73 Prozent im Vorjahr und 61 Prozent im Jahre 1927.

Dem Zugang stand ein Abgang von 4400 Wohnungen gegenüber, so daß sich der Reinzugang auf 115 000 Wohnungen belief( 1930: 157 000, 1929: 137 000). Durch Abbruch, Umbau und Brände ergab sich im einzelnen ein Abgang von:

unter Waffen!

1931

1930

1929

1928

Rüstungsausgaben der Hauptmächte 1925 bis 1. IV.1931:

18,8

Milliarden

RM

365 RM

USA

15,0

Milliarden RM

FRANKREICH

155

RM pro Kopf

141

75

Milliarden

RM

Milliard

RM

ITALIEN

180

RM pro Kopf

305

RM

LOL

ENGLAND

Nicht- Wohn- Wohn­Gebäuden Gebäuden

Wohnungen

984

863

4 398

1 138

1179

5177

1083

1408

5862

952

1058

4403

Unter dem Druck der schwierigen Verhältnisse, in denen sich die öffentlichen Körperschaften und die private Wirtschaft befanden, ist auch die Nichtwohnbautätigkeit im Jahre 1931 stark zurückgegangen. Insgesamt wurden in den Groß- und Mittelstädten 5400 Nichtwohngebäude mit 11 Mill. Kubik­meter umbautem Raum fertiggestellt, fast um die Hälfte we­niger als im Vorjahr( 21 Mill. Kubikmeter). Bei den öffent­lichen Bauten( 3 Mill. Kubikmeter) belief sich der Rückgang gegenüber 1930 auf 54 Prozent, bei den gewerblichen Bauten ( 8 Mill. Kubikmeter) auf 43 Prozent.

Vierzehn Gebäude bei einem Feuer zerstört. Kolberg, 1. April. In der Nacht zum Freitag brach im Dorf Schleffin, Kreis Greifenberg in Pommern, Feuer aus, durch das insgesamt vierzehn Gebäude eingeäschert wurden. Mit­verbrannt sind 21 Schweine, zwei Pferde und acht Kühe. Da dies bereits das sechste Feuer innerhalb weniger Wochen im Kreise ist, vermutet man Brandstiftung.