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Samstag, den 29. August 1931.

Die früher gültigen Strafandrohungen der verschiedenen Steuergesetze sind beseitigt. Die Steuerhinterziehung wird heate mit Geldstrafe bestraft, deren Höhe unbeschränkt ist. Bei Zöllen und Verbrauchsabgaben muß die Strafe wenigstens das Vier­fache des hinterzogenen Betrages ausmachen, falls dieser fest­gestellt werden kann. Neben der Geldstrafe kann auf Gefängnis­strafe bis zu zwei Jahren erkannt werden.

Hierzu können verschiedene Nebenstrafen hinzutreten. Wenn neben der Geldstrafe auf Gefängnis, oder wenn auf eine Geld­strafe von mehr als 500 RM. erkannt wird, kann angeordnet werden, daß die Bestrafung auf Kosten des Verurteilten öffent­lich bekanntzumachen sei. Auf Verlust der bürgerlichen Ehren­rechte für die Dauer von 1 bis 5 Jahren oder auf Unfähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter kann erkannt werden, wenn eine Gefängnisstrafe von wenigstens 3 Monaten festgesetzt wird. Außerdem ist auf Einziehung der steuerpflichtigen Erzeugnisse und zollpflichtigen Waren zu erkennen, hinsichtlich derer die Hinter­ziehung begangen worden ist.

Falls eine wiederholte Verurteilung wegen Steuerhinter­ziehung stattgefunden hat, kann die Untersagung eines Betriebes oder der Berufsausübung erfolgen, wenn nämlich jemand in der Absicht der Steuerhinterziehung in seinem Betriebe oder Berufe Bücher oder Aufzeichnungen unrichtig führt, unrichtige Ge­schäftsabschlüsse vorlegt oder ähnliche arglistige Mittel anwendet, oder wenn jemand bei Betrieben, die der Steueraufsicht unter­liegen, wesentliche Aufsichtsvorschriften verletzt.

Der Versuch der Steuerhinterziehung pird wie die voll­endete Tat bestraft. Ebenso wird wie der Täter bestraft, wer sich der Beihilfe oder Begünstigung seines Vorteiles wegen schul­dig macht. Begünstigung wird begangen von dem, der nach Be­gehung der Tat dem Täter oder Teilnehmer wissentlich Beistand leistet, um ihn der Bestrafung zu entziehen oder um ihm die Vor­teile der Tat zu sichern.

Wird jemand zum dritten Male wegen Steuerhinter­ziehung, Versuchs oder Beihilfe bestraft, so tritt Gefängnisstrafe bis zu 5 Jahren ein. Nur bei Vorliegen mildernder Umstände kann auf Geldstrafe allein erkannt werden.

Diese Ausführungen zeigen auf der einen Seite, daß der Begriff der Steuerhinterziehung durch die Reichsabgabenord­nung außerordentlich weit gefaßt ist und daß andererseits die Be­strafung derselben sehr empfindlich sein kann. Jedem Steuer­pflichtigen ist daher dringend zu empfehlen, nicht nur seine Steuererklärungen gewissenhaft abzugeben und Anfragen des Finanzamts wahrheitsgemäß zu beantworten, sondern auch der Begründung von Anträgen und Gesuchen alle Sorgfalt zu wid­men. Soweit die Steuerpflichten schuldhaft verletzt worden sind, bietet die Steueramnestie weitgehende Möglichkeiten, von Strafe und Nachzahlungen freizukommen.

Zahlen ohne Kommentar.

Deutschland hat in den Jahren von 1924 bis 1930 20 Milliarden Auslandsschulden aufgenommen. Das ist ein Betrag, um den sich die Vereinigten Staaten in der Vorkriegs­zeit im Laufe von vierzig Jahren verschuldet hatten.

Die Verschuldung des Reiches stieg von 1924 bis 1930 troß dauernder Steuererhöhungen! um rund 12,5 Mil liarden RM.

Die Verschuldung der Gemeinden beträgt über 10 Mil liarden RM.

Obwohl das deutsche Nationalvermögen um mehr als ein Drittel geringer ist als vor dem Kriege beträgt die gesamte öffentliche Belastung jetzt 30 Milliarden oder fast das Vier­fache des Vorkriegsbetrages von 8,3 Milliarden. Die Rück­wirkungen auf die Kapitalbildung ergeben sich von selbst.

Johann Philipp Balms Erschießung.

vor 125 Jahren am 26. August 1806.

Eine der häßlichsten Gewalttaten aus der Zeit der Napoleo­nischen Zwingherrschaft in Deutschland ist die Erschießung des Nürnberger Buchhändlers Johann Philipp Palm, die auf un­mittelbaren Befehl Napoleons am 26 August 1806 zu Braunau am Inn erfolgte Das vorher abgehaltene Kriegsgericht war die reine Tragikomödie, denn Napoleon hatte, wie wir sehen werden, dem Kriegsgericht seine Richtlinien" vorher bereits gegeben und diese lauteten auf den Tod durch Erschießen

Vergegenwärtigen wir uns die damaligen Verhältnisse in Süddeutschland! Das Reich" war auseinandergebrochen Am 16. Juli 1806 war der Rheinbund gegründet worden, am 6. Au­guſt 1806 hatte Kaiser Franz die Krone des alten heiligen Römischen Reiches teutscher Nation" niedergelegt

Schon seit dem Beginn des neunzehnten Jahrhunderts und in dem letzten Jahrzehnt des vorhergehenden litt Süddeutschland unter den Kriegern mit der französischen Republik.

Verheerende Truppendurchzüge Schlachten, Gefechte, Mord und Brand erfüllten die Jahre von 1796 bis 1809 und fanden erst im Oftober 1813 ihr Ende

Trotz der verschiedenen Friedensschlüsse blieb Süddeutschland vor französischen Willkür- Akten nicht verschont Ein Ruf der Entrüstung ging im März 1804 durch Europa, als die Erschie Bung des Herzogs von Enghien bekannt wurde. Es war ein ungeheuerlicher Bruch des Völkerrechts! Der Herzog von Eng­hien, ein Enkel des großen französischen Feldherrn, des Prinzen von Condé, lebte als Emigrant in dem badischen Städtchen Et­tenheim in stiller Zurückgezogenheit Unter dem Vorwande, daß er an einer Verschwörung der Bourbonen gegen den ersten Con­sul Napoleon Bonaparte beteiligt erscheine, wurde er in der Nacht zum 15. März 1804 auf deutschem Boden in Ettenheim durch französische Truppen verhaftet, nach Vincennes geschafft und unter triegsgerichtlichen Formen ermordet bezw im Schloß­graben am 20. März 1804 erschossen Die Einzelheiten der Ver­haftung des Herzogs hatte der Korse selbst schriftlich angeordnet; er hat später behauptet, das Kriegsgericht sei durch die Voll­streckung des Todesurteils der von ihm beabsichtigten Begnadi­gung zuvorgekommen

England, Rußland, Schweden und andere europäische Staa= ten erhoben Protest wegen dieser schreienden Verlegung des Völkerrechts! Auf dem Reichstage zu Regensburg aber ersuchte Baden auf Napoleons Befehl die Angelegenheit auf sich beruhen zu lassen, und die übrigen deutschen Gesandten traten schleunigst ihre Ferien an um die Sache tot zu schweigen.

Zwei Jahre später folgte ein neuer Justizmord, der wieder­um auf unmittelbares Eingreifen Napoleons vollführt wurde, der den besiegten Neapolitanern gegenüber einst das Wort gespro­chen hatte: Man gewinnt unterworfene Volker nicht mit Lieb­fofungen." Auf seine eigenhändige Anordnung ist diese Frevel­tat, die Erschießung des Nürnberger Buchhändlers Johann Philipp Palm, am 26. August 1806 zu Braunau zurückzuführen. Sein Brief vom 5. August 1806 den er aus Saint Cloud an den in München weilenden Marschall Berthier, seinen Generalstabs­

,, Gießener Zeitung"

Neuordnung der Weltwirtschaft?

Noch ist der Wendepunkt nicht erreicht; noch lastet die all­gemeine Krise, spürbarer denn je, über dem Wirtschaftsleben der Völker. Die Kräfte der Abwehr scheinen jedoch allenthalben ge­wachsen zu sein. Die Erkenntnis gewinnt an Boden: die Krise, weltwirtschaftlich und weltpolitisch verursacht, bedarf auch ge= meinschaftlicher, internationaler Bekämpfung. Es geht auf die Dauer nicht an, sich mit kleinen Behelfsmitteln zu begnügen. Großzügiger und umfassender Vorkehrungen wird es vielmehr bedürfen, um das Ziel einer Gesundung der Weltwirtschaft zu erreichen. Eine solche Gesundung ist auch nicht möglich ohne Behebung der deutschen Wirtschaftsnot. Der Bericht des Baseler Sachverständigenausschusses, der sogenannte Layton- Bericht, gibt dem unzweideutig Ausdruck: zwar sei, so heißt es darin, eine bleibende Besserung der Lage in Deutschland nicht eher zu er­warten, als bis die Ursachen der allgemeinen Depression be­seitigt seien. Auf der anderen Seite spiele Deutschland jedoch im Wirtschaftsleben der Welt und insbesondere Europas eine so bedeutsame Rolle, daß solange sich die Lage in Deutschland nicht bessere, es auch keine allgemeine Erholung von der gegen­wärtigen Depression geben könne.

Die Aufgabe, die allen Kulturvölkern zur Lösung gestellt ist, bedeutet nichts geringeres als: in das gegenwärtige Chaos der Weltwirtschaft neue Ordnung hineinzutragen. Im Brennpunkt der Lösungsversuche wird dabei vor allem die Frage der Repara­tionen und der politischen Schulden stehen. Denn diese Lasten waren es, von denen das Unheil mit in erster Reihe seinen Aus­gang nahm. Ihre Abdeckung seitens der Schuldnerländer auf dem normalen Wege der Warenlieferung war unmöglich- Don

-

Nr. 69. mstag, den 29. Aug

seine völlig untragbaren, in ihrer Höhe jeder wirtschaftlichen Vernunft widersprechenden Reparationslasten bis zum Beginn des Hoover- Schonjahres lediglich durch Aufnahme von Auslands­krediten abdecken können.

Sonn

Der Sonntag hat in heilige Bedeutung ve

Als dieser Kreditstrom versiegte, ausländische Geldgeber so are entweihen. Ich nen gar, überſtürzt, große Beträge zurüdzogen, mußte Deutschland Bert, der gerade den G eine Schmälerung seines Goldbestandes und schwere volkswirts, was übertrieben wi

schaftliche Schädigungen in Kauf nehmen.

fei hier gemeint, fond huldigt und wie dadurd

Jm ganzen gesehen, hat das System der politischen Schulden Gesundheit. Wo rohe und Zwangsleistungen nachhaltige Störungen des weltwirtschaft. der gesunde und ver lichen Geld- und Warenverkehrs hervorgerufen. Was insbeson. In den Klang der S dere die nachteiligen Rückwirkungen im Geldverkehr betrifft, soe je der Ruf nach dem haben sie ihren sichtbaren Niederschlag u. a. in der ungesundeng in der Harmonie vo Gläubigerländer der Welt, die Vereinigten Staaten und Frant. den und Finden bringen Verteilung der Goldvorräte gefunden. Die beiden wichtigsten mit seinen Feierstunder reich, sind es vor allem, die gleich mächtigen Magneten die das Bindemittel von Goldströme an sich gezogen haben. Frankreich z. B. hat allein beft juchen?- Entwinde seit Beginn dieses Jahres nicht weniger als für 819 Millionen Einfluß der Eltern u Milliarden RM. Frankreich verfügt heute bereits über rund rien nur nicht ausarten 9,6 Milliarden Währungsgold, die Vereinigten Staaten über gs nichts mehr übrig 20,8 Milliarden RM. Beide Länder zusammen besigen also etwa in Ziel und wer darü drei Fünftel des Währungsgoldes der Welt. Dieser Ueberfluß Sport und macht da

RM. Gold an sich gezogen, die Vereinigten Staaten gar für 1,5

liegt zu einem wesentlichen Teil völlig brach und wird seinem eigentlichen Zweck, Handel und Wandel zu befruchten, entzogen.

Von Herzen jei der J

Das soll die Jugend

Auf der anderen Seite hingegen, bei den Schuldnerländern, eſtunden dieses Tages

herrschen Dürre und Mangel.

intige Bestimmung nicht

Ohne eine Lösung aller dieser Probleme wird eine Ueber eib, den der vernünftige anderen gewichtigen Gründen abgesehen, allein wegen der Hem- windung der allgemeinen Weltwirtschaftskrise nicht möglich sein. Raum bleiben für eine s Ihre Lösung aber ist nur zu erreichen bei grundsätzlicher Ab­fehr vom bisherigen System der Beitreibung politischer Schul den und Zwangsleistungen.

mungen, die einer Ausweitung des Warenverkehrs durch die handelspolitischen Abwehrmaßnahmen namentlich der Gläubi­germächte im Wege standen. Deutschland insbesondere hat daher

Sanierung der Darmstädter Volksbank.

Darmstadt. Am Donnerstag fand eine Stadtratssitzung statt, in der über die Sanierung der Darmstädter Volksbank verhan delt wurde. Der Stadtrat hat die vom 1. Ausschuß des Hessischen Landtags verlangte Rüdbürgschaft unter den dort gestellten Be­dingungen übernommen. Durch diesen Beschluß wird ein mit der Darmstädter Bevölkerung verwachsenes Institut der hiesigen Wirtschaft erhalten.

Infolge der nunmehr ausgesprochenen Garantie des Staates und der Stadt darf die Bürgerschaft das Vertrauen haben, daß die Darmstädter Volksbank, deren Schalter allerdings bis zur Bereitstellung der nötigen Zahlungsmittel noch einige Zeit ge­schlossen bleiben müssen, dem Wirtschaftsleben erhalten bleibt." Banten schließen ihre Schalter.

Das Bankgeschäft Hermann Pelz, Bitterfeld, das wegen Zahlungsschwierigkeiten kürzlich die Schalter schließen mußte, schlägt den Gläubigern zur Abwendung eines Konkursverfahrens einen Vergleich mit 60 Prozent vor. Die Halberstädter Bank Treuhandgenossenschaft m. b. S., Halberstadt, hat ihre Zahlungen

eingestellt und das Konkursverfahren angemeldet.- Ueber das Vermögen der Nordwestdeutschen Bank AG., Hannover, ist das Vergleichsverfahren eröffnet worden. Der Vergleichsvorschlag sieht eine 40prozentige Befriedigung vor.

Zur Aufbringungsumlage 1931.

Mit dem 15. August 1931 ist eine Vorauszahlung auf die erste Rate der Ausbringungsumlage 1931 nach Maßgabe der 1. Durchführungsverordnung zur Aufbringungsumlage

Chef, schrieb läßt ihn uns in feinem ganzen fleinlichen Haß er­scheinen:

Mein Vetter, ich denke, daß Sie die Buchhändler von Augsburg und Nürnberg haben verhaften lassen. Es ist mein Wille, daß sie vor ein Kriegsgericht gestellt und binnen 24 Stunden erschossen werden. Es ist fein gewöhnliches Ver­brechen, wenn man in den Orten, wo die französischen Truppen sich befinden, Schmähschriften verbreitet, um die Einwohner gegen sie aufzuhezzen, es ist Hochverrat Das Urteil soll aus­sprechen, daß es die Pflicht des Chefs einer Armee ist, überall, wo sich eine solche befindet, über ihre Sicherheit zu wachen, und daß alle Personen, die des Versuches überwiesen sind, die Ein­wohner von Schwaben zur Empörung gegen die französische Armee zu reizen, zum Tode zu verurteilen sind. In diesem Sinne soll das Urteil abgefaßt werden. Sie werden die Ver­brecher mitten in eine Division bringen lassen und sieben Obersten ernennen, um sie zu richten Sie werden in dem Urteil beurkunden, daß die Schmähschriften von den Buchhänd­lern Kupfer in Wien und Eurich in Linz geschickt wurden, und daß deshalb diese in contumaciam zum Tode verurteilt worden sind. Dieses Urteil ist überall, wo sich französische Truppen befinden, zu vollstrecken, sobald Kupfer und Eurich ergriffen sind. Das Urteil ist in ganz Deutschland zu ver­breiten."

Dieser Brief charakterisiert den großen Napoleon", den Korsen aufs trefflichste. Nicht umsonst hat ihn der kerndeutsche Ernst Moritz Arndt ein erhabenes Ungeheuer genannt! Und die­ser Justizmord erfolgte mitten im Frieden, in dem mit Frankreich verbündeten Königreich Bayern! Nach dem Kriege gegen Dester­reich und Rußland, der in der Drei- Kaiser- Schlacht bei Austerlitz am 2. Dezember 1805 seinen siegreichen Ausgang für Napoleon gefunden hatte und nach dem Abschluß des Friedens zu Preßburg ( 26. Dezember 1805) waren die Franzosen ins süddeutsche Quar­tier gezogen. Man hatte angenommen, daß dies auf dem Durch marsch nach Frankreich eine nur vorübergehende Maßnahme sei. Aber diese Besetzung Süddeutschlands wollte kein Ende nehmen. Der Marschall Bernadotte hielt das eben von Preußen und Bayern abgetretene Fürstentum Ansbach beseßt, in Nürnberg befand sich eine französische Garnison unter dem Befehl des Ge­nerals Frère, in Dettingen hatte der Marschall Davoust sein Hauptquartier aufgeschlagen, der Marschall Berthiers lag mit ansehnlicher Truppenmacht und dem Generalstabe der Armee in München, der General René in Augsburg.

In dieser Zeit erschien die Flugschrift eines unbekannten Verfassers Deutschland in seiner tiefsten Erniedrigung". Wer der Verfasser gewesen ist, hat sich mit Sicherheit nicht er­mitteln lassen. Palms Sohn hat später den Ansbacher Professor Johann Konrad Velin, der als Oberfinanzrat bei der Domänen­Kammer in München im Jahre 1826 verstorben ist, als solchen bezeichnet.

Nach anderen Angaben ist der Konsistorialrat Philipp Gottlieb Velin aus Wintershausen bei Würzburg, ein intimer Freund Balms, der ihm die Korrekturen seiner Schriften besorgte, der Verfasser gewesen Der Inhalt ist nicht im flammenden Stil unferes Ernst Moritz Arndt gehalten sondern es ist ein treu­gemeintes gefühlseliges Schriftchen das da vor mir liegt. Der

Unredlichkeiten Die Untersuchung d

1931 vom 28. Juli 1931 fällig geworden. In die Bescheide zeben, daß der Ange wurde nur der Betrag eingesetzt, der von dem betreffenden, mit Hilfe von m Aufbringungspflichtigen zum 15. Februar 1931 zu entrichten Stadt um mehrere tausen mögen nach dem Stande vom 1 war und sich nach dem aufbringungspflichtigen Betriebsverfingierten Lieferung Januar 1928 richtete. Nur lehnung gestellt wurder in einzelnen Fällen war vor dem 1. Januar 1931 eine Bewohl entweder gar nich rücksichtigung des in der Zwischenzeit etwa eingetretenen Vecar. An dem unrechten In den letzten Tager mögensrückganges möglich, eine Bestimmung, die aber vielen Klein- und Mittelbetrieben gänzlich unbekannt geblieben ist. Beruntreuungen bei Der Stand des Vermögens am 1. Januar 1931 konnte auch geklärt. Hierbei hatte deshalb nicht zugrunde gelegt werden, weil die Steuererkläder im Betrage von na rungen noch nicht abgegeben waren. Für die Betriebe, deren Be- che geſtedt. In beide triebsvermögen sich infolge der schlechten wirtschaftlichen Lage: Staatsanwaltschaft vermindert hat, bedeutet cie geltende Regelung eine große Verkehrsstörungstl Härte. Da nach einem Erlaß des Reichsministers der Finan zen vom 28. Juli 1931 der Einwand, daß der Einheitswert Klagen über Verkehrsstö des gewerblichen Betriebes nach dem Stande vom 1. Januar auf den Bürgersteigen v 1931 niedriger sein werde als der zuletzt festgestellte Weri, er Neuen- Bäue und im grundsäßlich nicht gehört werden kann, wird auch ein etwaiger der Fahrräder steht nicht meinen Straßenverkehrso Antrag auf Stundung kaum eine wohlwollende Behandlung finden. Aus dieser Sachlage heraus hat der Reichsverband des Gegenstände, durch weld deutschen Handwerks eine ausführliche Eingabe an den Reichs Sicherheit und Leichtigt minister der Finanzen gerichtet und eine unverzügliche Mil- fentlichen Wegen nich derung der gegenwärtigen Bestimmungen für solche Aufbring liegengelassen werden. ungspflichtige als dringend notwendig gefordert, deren Vermo- en Bürgersteigen vor ger. sich nachweislich gemindert hat sowie für solche die durch Sie wird der freie Ve Betriebseinschränkungen oder durch die allgemeinen ungünstiürgersteig sehr schmal i ger Verhältnisse mit erheblich geringerem Reingewinn zu recht. Das Publikum m nen haben,

auf den Bürgersteigen vo eibeamten find angewie heit des Verkehrs auf de legen, Hinwerfen, oder behindert wird.

Kraftpost- Fahrplan him fährt von Sonntag

Sohn Palms hat die Flugschrift im Jahre 1842 als Anhang zu einer Biographie seines Vaters nochmals herausgegeben. Es geschah das bei Gelegenheit der auf Befehl seiner Majesta des Königs Ludwigs I. von Bayern am ehemaligen Palmschen Hause zu Nürnberg vollzogenen Errichtung einer Denktafel Kriegerisch ist dieses Schriftchen wahrlich nicht, denn es findet in eiserner Zeit nur den friedlichen Rat: Weine laut auf, edler, Gefen um 18.30 Uhr ab biederer Deutscher." Aber selbit dieser Stoßseufzer genüate, um eßen Liebigstraße 18.33 Napoleons ganze Rachsucht zu entfesseln Ein bei dem Pfarrer durf 18.49, Lühellinden 18 Sonnenmener in Moettingen bei Nördlingen einquartierter free im 19.10 und Hotelbe zösischer Offizier, der der deutschen Sprache kundig war, entdede Erogen- Linden sowie di zufällig das Schriftchen. Er machte dem in Dettingen stehenden Marschall Davoust Anzeige Die französischen Polizeikünste, die werden bei dieser Krafty damals schon im südwestlichen Deutschland mit souveräner Jn= famie geübt wurden. führten zur Aufspürung und Verhaftung de Dienstverrichtungen e

Palms als Verleger und Verbreiter der Schrift. welche man ohne weiteres zu einem Hochverrat gegen die geheiligte Majestät des Kaisers und Königs Napoleon des Großen" und demnach zu einem todeswürdigen Verbrechen stempelte Da man des unge nannten Verfassers nicht habhaft werden konnte, so sollte der arme Palm für ihn büßen.

Durch den Verrat eines undankbaren Bettlers. dem der guts mütige Palm manches Almosen geschenkt, erhielten die Franzosen sichere Kenntnis von der trotz aller Warnungen seiner Freunde erfolgten Rückkehr Palms nach Nürnberg

Am 14 August 1806 wurde Palm verhaftet, nach Ansbach Marschall Bernadotte gebracht: von hier schaffte man ihn nah der von den Franzosen besetzten Grenzfestung Braunau am In Am 24 August trat in einem Saale des Gasthauses..3um weißen Finken" das Kriegsgericht zusammen Es bestand aus sieben

* Dolmetscher und 1 jers für die gesamte

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Ein Fußball

In diesen Augenblic wiederum Warriner, oranging Für einen ane erstaunliche Leistung

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französischen Obersten, und verurteilte Paim, wie Napoleon es in Ing gewonnen. Sein bl

seinem Briefe an Marschall Berthier vom 5. August 1806 befohlen hatte. zum Tode

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Auch Marr, von un

Am 26 August vor 125 Jahren- wurde das Urte in Beites. Er führte 2 durch Erschießen vollstrecki Tapfer ging Palm in den Tod, zwer, aber das Tor, das wadere fatholische Geistliche. Thomas Poechl und Michael Grophuje trafen die Pfcite begleiteten den Protestanten Palm auf seinem letzten Wege. Fallten von anderen Gi in Braunau ein evangelischer Pfarrer nicht erreichbar war. Sen springen, brachten sie Wort an seine heißgeliebte Frau im Augenblick seiner Verhaerden formten. Ein Te Mannes! Seine erst im Jahre 1884 verstorbene Tochter Sophet ihre Kühnheit zu b

tung fennzeichnet die ganze pflichttreue Gesinnung des brave erzählt darüber

Mehrmals fiel die Mutter dem Vater um den Hals un bat ihn händeringend ihr den Verfasser zu nennen, allein d Vater entgegnete immer:

Die Angreifer hatte umes wurden die Gast it hintte die halbe Ga

In diefem düsteren Sollister jeine Burschen, hr müßt in der ungens!" jagte er. Si Sürgermeister von Holl Jungens! hört ihr?" wi Das brinnen steht: Groß udy viel Glüd!"

Ich kann ihn Dir nicht nennen, er ist Familienvater wie ich und es kostet ihn sein Leben, wenn ich ihn verrate, Wenm er sich aber selber itellen würde so wäre es gut. Allein stellt er sich nicht, so soll er es jenseits verantworten." Nicht einen Augenblid hat der wadere Mann geschwant seine berufliche Schweigepflicht bis zum bitteren Ende treulich zu erfüllen. So gedenken wir heute an seinem 125. T destage seiner als des Märtyrers der deutschen Verleger un Buchhändler aus der Zeit von Dr. Ludwig Roth.

Deutschlands tiefster Erniedrigung""

Wißt ihr, was das Endlich wacht Ho Eine Menge Leute wird Jungens! Thr müß Brine Stimme brach pl