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Mittwoch, den 21. Oktober 1931.

dun auf

Fußball.

,, Gießener Zeitung"

Turnen, Sport und Spiel.

Ergebnisse aus dem Bezirk.

Odershausen Germania Marburg 2: 3( 1: 0) Germania Fulda Kurhessen Marburg 3: 1( 3: 0) EC 03 Kajjel Borussia Fulda 2: 5( 2: 1) Spielverein Kassel Hessen Hersfeld 3: 1( 2: 0) Spvgg. Göttingen Göttingen 05 2: 5( 1: 4) FC. Grone Spusp. Northeim 2: 1( 1: 0) Einbed 05 Großalmerode 0: 0

Wetzlar

Wallau

Breidenbach

1900 Gießen

Burg

Dillenburg 3: 1( 2: 1) Bottenhorn 5: 1( 2: 1)

Wiesenbach 1: 1( 0: 0) Wetzlar- Niedergirmes 4: 1( 3: 0)

Herbornseelbach 7: 1( 3: 1)

Gau Gießen- Weglar.

Steindorf Aplar 1: 4( 1: 1)

Burgsolms

Ehringshausen 2: 4( 1: 1)

Niedershausen Hirschhausen 5: 0( 1: 0) Braunfels Löhnberg 2. 1: 2( 1: 1) Hermannstein BfB. Gießen 2. 2: 0( 0: 0) Oberbiel Aßlar 2. 3: 0( 2: 0) Burgsolms 2.

Ehringshausen 2. 5: 1( 4: 0)

Steinbach Leihgestern 0: 3( 0: 2)

Großen- Bused

Garbenteich

Quedborn

Lollar 1: 4( 1: 2) Steinberg 0: 5( 0: 2)

Ettingshausen 2: 4( 1: 2)

Merenberg 2. Odersbach 4: 2( 1: 1) Waldhausen Allendorf 1: 2( 0: 2) Niedershausen 2. Merenberg 1. 3: 1( 2: 0) Grävened Essershausen 4: 2( 0: 2) Laubuseschbach Hirschhausen 2. 2: 0( 1: 0) Wirbelau Weinbach 2: 0( 1: 0) Braunfels 2. Tiefenbach 4: 2( 1: 1) Niederbiel Ulm 3: 5( 1: 3)

Stockhausen 2.

Albshausen

Wetzlar 4.

Oberndorf

Allendorf 1: 6( 0: 4)

Oberbiel 2. 7: 3

Bonbaden 2: 4( 1: 2) Burgsolms 3. 6: 2

Berghausen Wetzlar 3. 0: 1( 0: 1) Hermannstein 2. Schwalbach 1: 1( 1: 1) Garbenheim Werdorf 2: 2( 2: 1) Lich 1900 Gießen 3. 1: 3( 1: 1) Wiesed 4: 1( 3: 0)

Niederweisel Steinberg 2. Flensungen

1900 Gießen 5.

1900 Gießen 4. 2: 6( 0: 3) Wetterfeld 5: 4( 3: 2) Laubach 2. 4: 1( 2: 0)

Ulrichstein

Wetzl. Spr. 5.

Jugend.

Lollar 2. 5: 6 Garbenheim 2. 3: 2

Buzzbach SpV. Wetzlar 2: 2

1900 Gießen 2.­

VFB. Gießen 2. 1: 1

SpV. Wetzlar 2. Dutenhofen 1: 1

Wetzlar- Niedergirmes 1. 1900 Gießen 1. 2: 3 Weilburg 1.

Hermannstein 1.

Burgsolms 1. 4: 1

Azlar 1. 1: 1

Oberbiel Weilburg 2. 3: 0

Tiefenbach Allendorf 1: 1

Butzbach Sch. 1900 Gießen 1. Sch. 0: 3

VfB. Gießen 1. Sch. Steinbach 1. Sch. 4: 1 Klein- Linden Sch. Leihgestern Sch. 1: 3 Wieseck 1. Sch. Wetzlar Sch. 2: 0 1900 Gießen 2. Sch.

Handball:

TV. Wetzlar

TV. 1846 Gießen

TV. Niedergirmes

TV. Wetzlar 2.

TV. Weylar Jgd.

-

Großen- Bused Sch. 0: 2

TV. Nieder- Roden 3: 4( 1: 2) TV. Offenbach- B. 1: 4( 0: 3) VfL. Wetzlar 6: 3( 2: 1) 1900 Gießen 2. 3: 5

1900 Gießen Jgd. 15: 2

TV. Weylar Sch. TV. Garbenheim Sch. 6: 1

Wetter

Gau Marburg. Marbach 4: 2( 0: 1)

Erdhausen Feudingen 2: 2

Wehrda

Endbach

Dernbach

1

Wetter 2. 5: 4

Hartenrod 3: 0( 0: 0)

Sintershausen 8: 3( 5: 2)

Breidenbach 2.­

Lirfeld 3: 2

Gönnern Ober- Eisenhausen 2: 3

Nieder- Eisenhausen Steinperf 2: 4( 1: 0) Banfe Hesselbach 0: 0

Edelshausen 2.

Wolfgruben 0: 4( 0: 2)

Buchenau 2. Friedensdorf 2. 4: 2

Sarnau 2.

Schönstadt

Elnhausen

Cappel 2.

Wehrda 2.

Michelbach 1. 2: 2( 1: 2)

Sterzhausen 2: 1( 2: 1)

Schönstadt 2. 4: 4 Odershausen 3. 1: 6

Germania Marburg 3. 1: 1 VfB.-K. Marburg 3.- Bürgeln 2. 6: 1 Leidenhofen Holzhausen 6: 1 Leidenhofen 2. Dreihausen 2, 0: 5 Breidenstein 2. Ober- Dieten 2: 7 Runzhausen- Mornshausen 2: 4 Ober- Rosphe Mellnau 0: 4( 0: 2) Roda Willersdorf 7: 1( 3: 1) Odershausen 2.

-

Edelshausen 1.

Cappel 1. 0: 0

Biedenkopf 2. 10: 1( 2: 1) G.-Sp. Biedenkopf 1. Breidenstein 1. 2: 0 G.-Sp. Biedenkopf A.-H. Wallau A.-H. 1: 5

Aus Gießen und Umgegend. 1900 Gießen Liga-

-

W.- Niedergirmes Liga 4: 1( 3: 0). Bei schwachem Besuch absolvierten die Blau- Weißen am Spiel auf Schmidt im 1900er- Tor bekam alle Hände voll zu Sonntag ihr 2. Verbandsspiel auf eigenem Plate. Der Kampf zeit manches Tor mehr fallen müssen. Nachdem 1900 zunächst mehrere Chancen ausließ, sandte Zeiler- 1900 zum ersten Male ein, in furzen Abständen folgte Lipfert mit einem schönen Kopftor und Wilhelmi. Nach der Pause drüdte Wetzlar- Nieder­girmes scharf aufs Tempo und drängte den 1900ern sein hohes tun. Bis ihn auch das Geschick erreichte und er einen Ball der Gäste, aus dem Gedränge geschossen, passieren lassen mußte. Nun nahmen die 1900er wieder die Führung an sich und be­herrschten das Spiel bis zum Schluß. Wilhelmi fonnte in dieser Zeit noch einen Flankenball Zeilers zum 4. und letzten Tor für seine Farben einsenden.

Kritif: 1900ers- Hintermannschaft war gut. In der Läufer­reihe fiel Langsdorf aus, Henrich schaffte dagegen sehr eifrig,

Druckarbeiten

der Sturm muß viel uneigennütziger spielen, in ihm muß Best ersetzt werden, die übrigen konnten gefallen.

Bei den Gästen gefiel besonders die gute Verteidigung, der rechte Verteidiger war der beste Mann seiner Mannschaft. Der Tormann fonnte höchstens das letzte Tor vermeiden, die anderen waren unhaltbar. Die Läuferreihe war gut, während der Sturm sich, trotz seiner flinten Außen, wegen mangelnder Kombination und Spieltultur nicht durchzusetzen vermochte.

- war

Der Schiriein Herr aus Offenbach( Dillkreis) reichlich großzügig und hätte sich manche Räsoniererei der Spie­ler energischer verbitten müssen.

Quedborn 1.

Ettingshausen 1. 2: 4( 1: 2).

Sehr temperamentvoll begann dieses Treffen. Kurz vor Halbzeit tamen die beiden Mittelläufer im Kampf um den Ball zu Fall und derjenige des Plagvereins mußte verletzt ausschei den. Nach der Pause erschien auch der Mittelläufer der Gäste nicht mehr, und so ging es mit 10 Mann auf beiden Seiten weiter. Das Spiel glich von nun an feinem echten Fußballspiel mehr. Hart und nicht immer jair wurde gespielt. Kurz vor Schluß mußte ein weiterer Spieler des Plagvereins wegen ver botener Spielweise das Feld verlassen. Ettingshausen verschoß 2 Handelfmeter. Edenverhältnis 5:13 für Ettingshausen. Der Kampf litt sehr unter einer schwachen Schiedsrichterleistung. Flensungen 1. Wetterfeld 1. 5: 4.

Zum Verbandsspiel empfing Flenjungen 1. die gleiche von Wetterfeld. Schon nach 4 Minuten führte Wetterfeld 2: 0( ein Elfmeter). Flensungen stellte jedoch bald den Ausgleich her und führte bei Halbzeit 3: 2. Nach Halbzeit führte Flensungen 4: 2. Wetterfeld holt auf und gleicht aus. Flensungen drängt nun stark und konnte durch eine Ede den Siegestreffer erringen. Schiri Grote Mainzlar leitete nicht zur Zufriedenheit aller. Das Publikum war über die Spielleitung teilweise sehr er­regt. th.

Oberbiel 1. Albshausen 1. Oberbiel Jgd.

Aẞlar 2. 3: 0. Oberbiel 2. 7: 3. Weilburg Jgd. 3: 0.

Am Sonntag, den 18. 10. 1931 trafen sich die erste Mann­schaft von Oberbiel und die zweite Mannschaft von Aßlar zum fälligen Verbandsspiel auf dem Sportplah in Oberbiel. Ağlar als eifrige und schnelle Mannschaft bekannt, hatte Anstoß und ging auch sofort mit einem schnellen Angriff auf das Oberbieler Tor vor, aber die Verteidigung war auf jeden Angriff gefaßt und zerstörte den Aßlarern ihre Angriffe. Auch die Läuferreihe von Oberbiel und der Sturm waren auf der Hut und fämpften tapfer, und so konnte auch Oberbiel bereits in der 15. Minute durch den Mittelläufer, welcher einen Flankenball aus der Luft abfing, in Führung gehen. Kurz vor Halbzeit gelangte Oberbiel durch eine schöne Flanke vom Linksaußen, welche der Halbrechte abfing, zum 2. Tor. Nach der Halbzeit hatten die Torhüter auf beiden Seiten scharfe Angriffe abzuwehren, aber es fam zu feinem weiteren Tore bis 10 Minuten vor Schluß der Sturm­führer von Oberbiel, welcher immer schnell am Ball war, das dritte Tor für seine Mannschaft schoß. Das Spiel war von An­fang bis zu Ende eifrig und schnell. Die Mannschaft von Ağlar hinterließ in Oberbiel einen sehr guten Eindruck.

Oberbiel 2. weilte in Albshausen zum fälligen Verbands­spiel und verlor 7: 3.

Oberbiel Jugend gewann gegen die Jugend von Weilburg in einem schönen, fairen Spiel 3: 0. Möge diese neue Zusammen­stellung der Jugend ein Ansporn für die Jungens sein.

Wozu ein dritter Sportverein in Gießen!

Von Herrn R. Fischer- Gießen war für Sonntag morgen eine Interessentenversammlung einberufen, auf der die bereits vollzogene Gründung eines Olympischen Sport- Club 1931" zu Gießen bekanntgegeben wurde. Der neue Verein, der vorwiegend Leichtathletiksport betreiben wird, will versuchen, die Mitglied: schaft der D. S. B. und des W. S. V. zu erlangen. Weiter bleibt es der Zukunft überlassen, in eigenen Abteilungen Handball, Boren usw. zu pflegen. 20 Mitglieder, darunter einige befannte Leichtathleten Gießens, zählt der neue Verein bereits.

So sehr jede Keimzelle athletischer Körperschulung zu be­grüßen ist. vermißte man in den Ausführungen des Herrn Fischer 1. die Feststellung der Bedürfnisfrage für Gießen, die im Hinblick auf die vorhandenen tadellosen Leichtathletikabteilungen der Gießener Sport- und Turnvereine glatt verneint werden fann und 2. eine genügende Klärung nach der finanziellen Seite, denn jugendlicher Optimismus allein macht's auch nicht. Es wäre zu bedauern, wenn die Einmütigkeit der Sportwelt Gießens und dieser mit der Universität, die, wie man hört, dem neuen Verein ihren Platz zur Verfügung stellen wird. durch diese Neu­gründung irgend wie getrübt wird.

Abschießen der Schüzengesellschaft e. V. Gießen.

Bei dem am vergangenen Sonntag stattgefundenen Ab­schießen auf dem Waldschießstand gab es folgendes Ergebnis: 100- m- Meisterscheibe: 1. R. Barthelmes, H. Kummerow, 3. E. Gondner. 175- m- Meisterscheibe: 1. E. Gondner, 2. H. Kum­merow, 3. H. Blum. Die Ehrenscheibe 100 m erschoß H. Kum= merow. Die Ehrenscheibe 175 m erschoẞ R. Barthelmes. Die Vereinsmeisterschaft erschoß E. Gondner.

Aus den Jahresbericht 1931

des Deutschen Fußballbundes.

Das Geschäftsjahr 1931( vom 1. September 1930 bis 31. Juli 1931) meist Erfreuliches und Unerfreuliches auf. Zu den an= genehmen Dingen gehört zunächst die Mitteilung über das zahlenmäßige Anwachsen des Bundes und über den vermehrten Spielbetrieb, sodann die Tatsache, daß auch das Bestreben, sich nach außen hin als Sportler fenntlich zu machen, gestiegen ist, und schließlich die günstige Rechnungsablage. Unerfreulich ist die Feststellung, daß die Spielstärke im großen und ganzen zu= rüdgegangen und daß dieses Faktum auch bei den Länder­spielen zutage getreten ist; besonders aber gibt die wirtschaft­liche Notlage vieler namhafter Vereine Anlaß zum Nachdenken.

Die statistischen Mitteilungen des Bundes gründen sich auf die Angaben der 7 Landesverbände; da diese aber infolge der Zugänge und Abgänge beständig variieren, so ist es nicht mög lich, ein ganz genaues Zahlenmaterial aufzustellen; die Mit­teilungen des Bundes können daher nur die letzten Nachrichten der Verbände als Unterlage benutzen. Danach hatten die Ver­sah die Gießener bis auf den ersten Teil der 2. Halbzeit stets leicht überlegen. Und bei etwas weniger Egoismus in der Fünferreihe der Einheimischen hätte besonders in der 1. Halb­bände zusammen 7959 Vereine mit 986 046 Mitgliedern zu ver zeichnen, d. h. einen Zuwachs von rund 50 000 Mitgliedern gegenüber dem Vorjahr, eine Feststellung, welche angesichts der allgemeinen schweren Not der Zeit sehr erfreulich ist, da sie be=

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Nr. 84.

weist, daß iroz alledem oder vielleicht gerade deswegen sehr piele junge Leute ein Aequivalent in der sportlichen Betätigung suchen und gefunden haben. Diese Feststellung wird noch be­fräftigt durch die Mitteilung, daß der Besitz des Jugendsport­abzeichens von 4817 auf 7691 und des Turn- und Sportabzeichens von 21 677 auf 30 465 in die Höhe gegangen ist, ein Beweis, daß die sportliche Betätigung nicht auf das Fußballspielen beschränkt bleibt, sondern immer mehr an Vielseitigkeit bei den einzelnen Sportjüngern gewinnt.

Dem zahlenmäßigen Zuwachs entsprechend hat auch der Spielbetrieb bedeutend zugenommen. Gemeldet waren( nach den letzten Angaben der Landesverbände) zufammen 30 929 Mannschafien für das Fußballspiel. Diese trugen 673 778 Spiele

Eriche Bezugspreis Redaktionsschluß fri fendung nicht verl

aus( im Vorjahre waren es 523 314), namli 291 956 Puntte- 44 Jahrg.

spiele und 382 422 Gesellschaftsspiele Das sind nüchterne Zah­len; welcher Aufwand an Arbeit seitens der ehrenamtlichen Funktionäre aber dahinter verstedt ist, vermag nur der zu er kennen, der sich selbst damit befaßt oder durch Lektüre und und eigene Anschauung stets auf dem Laufenden hält, und wie­viel Energieleistung und oftmals bis zu Leidenschaft gestei­gerte- Lebens- und Sportfreude von den Aktiven und Zu­schauern dabei aufgebracht worden ist, läßt sich überhaupt nicht ermessen und graphisch darstellen.

Günstig ist die Finanzlage des Bundes. Bei 166 000 Mt. Einnahmen machten sich allerdings 212 000 Mt. Ausgaben nötig, so daß ein Minus von 46 000 Mt. entstand, doch ist dieses da= durch gedeckt, daß aus dem Vorjahre 50 000 Mt. auf das Ge­schäftsjahr 1930-31 vorgetragen waren; der Reservefonds von 230 000 Mt. brauchte also nicht angegriffen zu werden. Der größte Teil der Einnahmen wurde aus den Meisterschaftsspielen erzielt: sie brachten der Bundestasse rund 88 000 mt. ein bei einem Bruttoertrag von rund 255 000 Mt.; die Besucherzahl betrug rund 240 000. Interessant ist die Aufstellung über den Besuch und die finanzielle Ausbeute der einzelnen Spiele; leider fönnen hier diese Einzelheiten nicht aufgezählt werden, nur sei bemerkt, daß bei dem Endspiel in Köln( Hertha Berlin gegen SV. 1860 München) und bei dem Spiel Hertha Berfin gegen Spielogg. Fürth der ersten Zwischenrunde in Berlin mit je 33 500 mt die höchsten Einnahmen erzielt wurden, dagegen bei zwei Spielen( in Kiel: Holstein Kiel Prussia Samland, and in Frankfurt: SV. 1860 München Tennis- Borussia Berlin) zur Deckung der Unkosten rund 450 bezw. 900 Mt. aus der Bundeskasse zugelegt werden mußten. Eine weitere Ein­nahmequelle bilden die Länderspiele in Deutschland und die Pokalspiele. Die ersteren drei an der Zahl brachten bei etwa 100 000 3uschauern rund 64 000 Mt. Gewinn, doch gingen davon etwa 20 000 für die fünf Spiele im Ausland ab, so daß nur 44 000 Mt. verblieben. Den geringsten Ueberschuß werfen die Spiel der 7 Verbände um den Bundespokal ab.

Leider hielt die Entwicklung der Spielstärke nicht gleichen Schritt mit der Zunahme des Bundesvereinsbestandes. Der Jahresbericht widmet dieser Tatsache eine längere Betrachtung und Ergründung, wobei ein Sah wohl die Ursachen des Uebel­Standes fummarisch zum Ausdruck bringen soll: Die Spiel­fultur verfümmert in der Wüste der Kleinkämpfe!" Es wäre gut, wenn man diese Erkenntnis zum Ausgangspunkt für durch­greifende Reformen machte und einmal durch einen öffent­lichen Aufruf, vielleicht in Gestalt eines Preisausschreibens die schlummernden Talente in der Sportgemeinde weckte und zur Ausarbeitung von Reformvorschlägen zu dem bestehenden Spielsystem veranlaßte und heranzöge; man sollte doch denken, daß, wenn auch kein einzelner Vorschlag in allen Punkten an nehmbar und durchführbar sein sollte, so doch wenigstens durch Verschmelzung verschiedener Vorschläge eine gute Idee zustande­täme, die man in die Praxis umsehen könnte.

Auf eine Rundfrage des Bundesvorstandes bei einer großen Anzahl von Vereinen über ihre Finanzlage gingen bis zum Abschluß des Jahresberichtes 1297 Antworten ein. Aus diesen ergibt sich, daß 3. B. nur 817 Vereine schuldenfreie Spielpläge usw. haben, während die anderen 480 Vereine auf ihren Plätzen eine Schuldenlast von zusammen rund 2 894 000 mt. haben; das ist ein Durchschnitt von rund 6000 Mt.

Neue Bücher.

H. R. Berndorff, der bekannte Verfasser der Spionage", erzählt Dumas neu für uns Menschen von heute. Dieser neue Roman: Der Reiter am Kreuzweg", Verlag Died& Co., Stuttgart( Preis geh. RM. 3., in Leinen geb. RM. 4.50) ist geschrieben nach Motiven von Dumas' unsterblichen ,, Dent­würdigkeiten eines Arztes". Berndorff wertet hier die fabel hafte Erfindungskunst Alexander Dumas' aus. Das ist nicht einfach ein neuer Roman, das ist eine neue Idee, die zünden wird. Die Zeit Ludwigs XV. mit ihren großen Liaisons und ihren ebenso großen Intrigen steigt plastisch vor uns auf, so wie wir sie heute sehen würden. Die Gestalt des unheimlichen schwarzen Reiters ist dem Verfasser großartig gelungen. Wer einen guten Roman sucht, besonders reich an Erlebnissen und Spannung, wird bei diesem neuen Berndorff- Roman ganz ge­wiß auf seine Kosten kommen.

Hessenland". Monatsschrift für Landes- und Volkskunde, Kunst und Literatur Hessens, herausgegeben von Dr. C. Hitze­roth, Verlag N. G. Elwert, Marburg. Wissen Sie schon, daß in Hessen schon einmal eine Negerin getauft worden ist? Da von erzählt uns der kürzlich verstorbene Geschichtsforscher Georg Maldfeld. Kennen Sie die alten Fuhrmannsstraßen in Hessen und haben Sie ein Bild des früheren Verkehrs auf diesen Straßen? B. Liebers, Kassel, legt uns darüber eine kultur historische Stizze aus alten Fuhrmannstagen vor. Eine Bil dungsreise des Landgrafen Otto von Hessen 1611 nach England und den Niederlanden beschreibt uns Philipp Losch. Kann man noch auf wirtschaftlichen Aufstieg hoffen? Der Konjunktur- Forscher sagt ja. Er verspricht auf Grund seiner Kurven und Analysen baldigen Aufschwung. Im neuen Heft der ,, Wo che" äußert sich Prof. Wagemann, der bekannte Leiter des Instituts für Konjunktur- Forschung, in einem ausführlichen Aufsatz. Die Woche" Nr. 43 bringt außerdem den neuen Ro man von Carl Bulde ,, Cassio und fein anderer". Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen.

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