Einzelbild herunterladen

Mittwoch

Mittwoch, den 11. Februar 1931.

II. Untermietverhältnisse, soweit es sich nicht aus­schließlich um Wohnräume handelt, in denen der Unter­mieter eine eigene Wirtschaft oder Haushaltung führt. III. Gewerbliche Räume jeglicher Art.

Gießener Zeitung"

Nieder- und Ober- Ramstadt, Pfungstadt, Sprendlingen, Weiterstadt, Wimpfen und Wörrstadt.

II. Wird durch den Tod des Inhabers in einem Drte der Drtsklasse A eine Wohnung frei, die 1000 RM. Jahres­friedensmiete kostet, so kann diese Wohnung wohl frei vermietet werden, für sie gelten aber weiter das M. Sch. G. und das R. M. G. Erst wenn die Friedensmiete über 1500 RM. be­trug, tritt außer der Befreiung vom W. M. G. auch die vom . M. G. und M. Sch. G. in Kraft. Eine solche Woh­

Auf die unter I- III bezeichneten Räume finden die Vorschriften des Reichswohnungsmangelgesetzes mit Ausnahme der§§ 2, 8 und 17 Nr. 1, sowie der hessischen Wohnungsmangelverordnung vom 1. Oktober 1924 mit Ausnahme der Artikel 2, 20 und 30 keine Anwendung; jedoch ist im Falle des§ 8 des Reichswohnungsmangel- nung unterliegt also nicht mehr: gesetzes( Artikel 20 der hessischen Wohnungsmangelver­ordnung) die Genehmigung der Gemeindebehörden nicht erforderlich.

B. Auf dem Gebiete des Mieterschuh:

1. Alle Wohnungen mit einer Jahresfriedensmiete von über 1500 RM. in Ortsklasse A, 1000 RM. in Orts­flasse B, 600 RM. in Ortsklasse C, 400 RM. in Orts­klasse D.

II. Untermietverhältnisse, soweit es sich nicht aus­schließlich um Wohnräume handelt, in denen der Unter­mieter eine eigene Wirtschaft oder Haushaltung führt.

III. Alle Geschäftsräume mit einer Jahresfriedens­miete von über 3600 RM. in Ortsklasse A, 2400 RM. in Ortsklasse B, 1800 RM. in Ortsklasse C, 1200 RM. in Ortsklasse D.

Geschäftsräume, die Teile einer Wohnung bilden oder wegen ihres räumlichen oder wirtschaftlichen Zu­sammenhangs mit Wohnräumen zugleich vermietet sind, fallen nicht unter die Befreiung.

Auf die unter I- III bezeichneten Räume finden die Vorschriften der§§ 1-36 des Mieterschutzgesetzes keine Anwendung.

C. Auf dem Gebiete des Reichsmietengesetes:

I. Alle Wohnungen mit einer Jahresfriedensmiete von über 1500 RM. in Ortsklasse A, 1000 RM. in Orts­klasse B, 600 RM. in Ortsklasse C, 400 RM. in Orts­tlasse D, soweit nicht bereits eine Befreiung auf Grund des§ 1 Absatz 1 Satz 4 des Reichsmietengesetzes ein­tritt.

II. Untermietverhältnisse, soweit es sich nicht aus­schließlich um Wohnräume handelt, in denen der Unter­mieter eine eigene Wirtschaft oder Haushaltung führt. III. Geschäftsräume jeglicher Art, soweit sie nicht Teile einer Wohnung bilden, oder wegen ihres räum­lichen oder wirtschaftlichen Zusammenhangs mit Wohn­räumen zugleich mit diesen vermietet sind.

Artikel 2.

a) der Verfügung der Wohnungsämter, es sei denn, daß die §§ 2, 8 und 17, 1 des W. M. G. zutreffen: b) bei Neuvermietung( Vertrag auf mindestens 2 Jahre) dem Mieterschutzgesetz mit seinen vielen Beschränkungen, vor allem des Kündigungsrechtes.( Die Bestimmungen über Mietwucher und die Uebergangsbestimmungen gelten auch für diese Wohnungen weiter.);

Die Vorschriften des Artikels 1 B Ziffer I und III, sowie C Ziffer I und III beziehen sich, soweit nicht durch § 1 Absatz 1 Sat 4 des Reichsmietengesetzes etwas ande­res bestimmt ist, nur auf solche Räume, die nach dem 31. Januar 1931 freigeworden sind oder frei werden.

c) dem Reichsmietengesetz mit seinen Vorschriften über die ge­setzliche Miete. Diese braucht also nicht innegehalten zu werden, sondern die Miete wird wieder frei vereinbart. Bisher waren vom R. M. G. schon befreit Wohnungen mit Mietverträgen,

Räume werden im Sinne des Absatzes 1 nur dann frei, wenn dies durch den Tod des Inhabers, Aufgabe der Wohnung, oder auf ähnliche Weise geschieht, oder wenn das Mietverhältnis auf dem Wege der Bestim mungen des Mieterschutzgesetzes gelöst wird, nicht aber im Falle des Tausches, wenn die Mieter in die beider­seitigen Mietverträge eintreten.

Artikel 3.

die über frei gewordene oder frei werdende Räume nach dem 31. März 1928 auf mehr als zwei Jahre neu abgeschlossen werden und sich entweder ausschließlich auf Geschäftsräume oder auf solche Wohnungen beziehen, die, abgesehen von Küche, Nebengelaß, Mädchenkammer min­destens sechs Wohnräume mit mindestens hundert Qua­dratmeter Wohnfläche haben; dies gilt nicht im Falle des Tausches wenn die Mieter in die beiderseitigen Mietver: träge eintreten.(§ 1 Abs. 1 Sat 4 R. M. G.).

I

Nr. 12

fabriken, sie alle wurden absolut auf einige Modetöne gestimmt. Nun aber machen sich die ersten Anzeichen bemerkbar, als werde man dieser Eintönigkeit in der Erscheinung der Frau müde, als griffe man gern zu belebender Mehrfarbigkeit. Die kurze, flotte Jade, abstechend in Material und Farbe, wird sich selbständig machen und wird ihres Erfolges sicher sein dürfen. Denn sie sind wirklich hübsch, diese geradlinigen oder glodigen Jacken, mit denen man die Frühjahrs- und Sommerkleider ergänzen wird. Samt ist vielfach ihr schönes Material, und man kann sich leicht denken, wie sehr die Wirkung eines schottischen(!) Rodes, eines schlichten oder eleganten Sommerkleides durch solch ein kurzes oder halblanges Jädchen aus Seidensamt gehoben wird. Die Aermel sind nur teilweise schlicht, teilweise sehr phantasievoll in Schnitt und Verarbeitung, manchmal nur halblang, so daß der Kleider resp. Blusenärmel sichtbar wird.

Es ist also auf alle Fälle darauf zu achten, daß die Locke­rung im W. M. G. schon bei wesentlich niedrigeren Jahres­friedensmieten einsetzt wie für das M. Sch. G. und R. M. G.

Einer Klage, mit der die Herausgabe eines nach Ar­tikel 1 B von den Vorschriften der§§ 1-36 des Mieter­schutzgesetzes befreiten Raumes verlangt wird, hat ein Schiedsverfahren vor dem Mieteinigungsamt nach der Verordnung des Ministers für Arbeit und Wirtschaft vom 28. Mai 1929 vorauszugehen.

Zum besseren Verständnis dieser Verordnung sei folgendes angeführt:

I. In die Drtsklasse A gehören:

Lokales.

Die Mode zwischen den Jahreszeiten.

Gewiß wird diese mehrfarbige Moderichtung weniger fost­spielig sein, als die einfarbige, denn man wird mit einem ein­zigen Jädchen mehrere Kleider resp., Blusenanzüge ergänzen und doch stets gut angezogen sein. Zunächst sind die Jäckchen noch meist schwarz, aber man spricht davon, daß das Schwarz durch Marineblau ersetzt werden soll.

Es ist klar, daß es der Wechsel der Jahreszeiten ist, der den Rhythmus der Mode und des Modeschaffens bedingt. Aber es wäre falsch, anzunehmen, daß erst kurz vor Beginn einer neuen Saison an die Herstellung des Bedarfs für sie herangegangen würde. Es liegt stets bei dem Einsetzen des neuen Vierteljahrs, sagen wir des Frühlings, eine solche Fülle neuer Modelle und neuen Materials vor, daß es ganz selbstverständlich ist, daß schon während vieler Winterwochen für die Verwirklichung der neuen Jdeen gearbeitet werden mußte. Während vieler Winterwochen

Bad Nauheim, Bingen, Darmstadt, Gießen, Mainz, Offenbach und Worms.

In die Ortsklasse B gehören u. a.:

Alsfeld, Arheilgen, Bensheim, Butzbach, Eberstadt, Gr­bach, Groß- Gerau, Heppenheim, Mühlheim, Neu- Isen burg, Osthofen, Rüsselsheim und Vilbel.

In die Drtsklasse C u. a.:

Dieburg, Gernsheim, Groß- und Klein- Steinheim, Heusenstamm, Höchst i. Dow., Klein- Auheim, Lollar,

Wozu Jugendherbergen?

Des weiteren sind wieder die sog. englischen Mäntel in Vorbereitung, oft mit breiten gefälligen Revers, die an die Directoire- Mode erinnern, oft seitlich leicht geschweift. Das Material ist Manteltweed in seinen verschiedenen Spielarten, vielfach diagonal genoppt, Herren- Kammgarnstoff mit Noppen­effekten und schottisch karierte Phantasiestoffe.

soweit diese Formulierung auch zu greifen scheint, sie faßt noch nicht weit genug zurück. Denn, dauert die Ausarbeitung neuer Kleidermodelle schon Wochen, so mußte die Schaffung neuer Stoffkollektionen weitere Monate vorher in Angriff ge= nommen werden. Nun aber das Grundmaterial für die Stoffe? Die Seide, Kunstseide, Wolle? Deren Neumusterungen, d. h. das Ausprobieren neuer Zwirnungen, neuer maschinentechnischer Kombinationen liegt natürlich noch weiter zurück, lag also min­destens in den Spätsommer- und Herbstmonaten.

Die Krogen, natürlich flacher werdend, behalten nichts mehr von der Einförmigkeit unserer Wintermäntelkragen, sind inter­essant und vielfach mit Samt besetzt, der sich immer irgendwie an den Aermeln wiederholt, als schräge Blende in der Ellbogen­gegend, am unteren Rande oder als großer betonter, revers artiger Ausschlag, der es vermag, dem ganzen Mantel einen be­stimmten Stil zu geben.

Es ist auch bei dem diesmaligen Modenwechsel wieder so: Das Einzelne ist's, das den Charakter des Ganzen bestimmt! F. G.

Kalt und klar!

Kurhe

Sellen

Be

Sport Saf

Boruffia

BiB.K. Ma Hermannia 8.1. B. Ge

Spielverein Seffen- Hers Germania

Odershaufe

Hessen

Einbed

Von der Güte dieses Schnees sind wir nun überzeugt; der lag auch gestern noch, er lag schön talt. Das ganze Wiesecker Tal war mit diesem guten Schnee versehen und auf dem großen Trieb, dem Gießener Stigelände, tat er seine besten Dienste: dort rutschen die Plattenhäuser", die Sachsenhausener" und die Langlauf- Meister der anderen Kolonien freuz und quer, traten sich auf ihre hölzernen Zehen und führten Fachgespräche über Bindungen, Schwenkmanöver und ob man seine Bretter mit abgelegten Weihnachtskerzen wachsen dürfe. Rodelschlitten zogen am Eulenkopf vorbei, Kuhschellen läuteten daran und auf der nahen Eisbahn an der Moltkestraße rasten die Herren Pennäler in Gewitterhosen, welche man auch Nickerbodes nennt, rund um die auserforene Dame, bis sie gestattete, daß der emsige Flirtaner ihr von seinem letzten Groschen einen Rotweinpunsch nein, auch dieser neue Männernachwuchs ist nicht heller, als wir alten Knaben.

Macht man sich diesen komplizierten, unsagbar weit sich ver­zweigenden Werdegang einmal flar, so gewinnt man einen Ein­blick in die ungeheure Wichtigkeit, die die Mode, d. h. der stete Wechsel in Material und Form unserer Kleidung, für die Gesamtwirtschaft hat. Das Modeschaffen gibt Millionen Men­schen Brot und Arbeit, und es ist natürlich ganz falsch und kurz­sichtig, heute etwa das Diktat auszugeben, die Mode einzu­schränken", den Modewechsel zu unterbinden". Es handelt sich um weit mehr und um etwas ganz anderes, als um Fragen der Eitelkeit und Veränderungssucht der Frauen, wenn nun bald wieder, zu Beginn des Frühjahrs, die neuen Kleider, Mäntel, Kostüme, Blusen und Röcke zur Wahl stehen und gewählt werden.

Die geradezu ungeheure wirtschaftliche Bedeutung der mode= schaffenden Industriezweige wäre die Rechtfertigung der Mode, wenn sie einer solchen überhaupt bedürfte. Aber sie bedarf wahrlich keiner Verteidigung, sie ist ihr eigener Anwalt.

Die jetzt dominierende, auf die Spitze getriebene einheitliche | Wirkung des weiblichen Anzuges wurde nach und nach nur mög­lich durch ein restloses Aufeinander- Abgestimmtsein der einzelnen Mode- Industrien: Es wurde eine bestimmte Farbe, ein diffiziler Farbton, als herrschend ausgerufen und er herrschte wirklich! Die Schuh- und Handtaschen, die Kleiderstoff- und Strumpf­

* Aus dem Stadttheater. Als 18. Mittwochs- Abonnements­Vorstellung wird heute die Komödie ,, Volpare" von Ben Jachon, in 3 Atten, gegeben. Anfang 8 Uhr abends.

* Oberhessischer Geschichtsverein. Am Donnerstag, dem 12. Februar, abends 8.15 Uhr, im Hörsaal 33 des Vor­lesungsgebäudes, Vortrag des Herrn H. Büttner über, Burgen im alten Hessen und ihre Bedeutung für die Besiedelung".

* Deutscher und Desterreichischer Alpenverein, Sektion Ober­hessen. Herr Studienrat W. Seiler Darmstadt hält am Mittwoch, dem 11. Februar, abends 8.15 Uhr, im Singsaal des Realgymnasiums einen Lichtbildervortrag über Neapel und seine Umgebung".

FC. 6 Berein GC. 03 Sta Großalmero GG. 05 Göt Surheffen- St Geffen 09 S SV. 05 Ein Spogg. Göt FC. Grone Wekl.

* Marine- Verein. Im Bootshaus am Mittwoch ab 3 Uhr nachmittags Kreppel- Kaffee.

Körperschafts- und Umsatzsteuer- Erklärung 1930. Der Reichsfinanzminister hat in einem Erlaß vom 20. Ja­nuar 1931 wichtige neue Bestimmungen über die Einkommen, Körperschafts- und Umsatzsteuer- Erklärung 1930 herausgegeben. Diese wichtigen Bestimmungen hat der Hansa- Bund zusammen mit den noch maßgebenden früheren ministeriellen Anweisungen und den wichtigsten Erfahrungen und Grundsätzen der Recht­sprechung der letzten Jahre zu einem Merkblatt zusammenge= faßt. Dieses Merkblatt steht den Mitgliedern und Freunden des Hansa- Bundes gegen Einsendung eines Freibriefumschlages an die Geschäftsstelle, Berlin NW. 7, Dorotheenstr. 36, tostenlos zur Verfügung.

Mensch zu sein. der zu seiner frohen Stimmung keinen Alkohol und feine Zigaretten braucht. Glaubst du nicht auch, daß man sich immer wieder aufs neue in diesen sauberen und billigen Herbergen wohlfühlen wird, wenn einen die Lust am Wandern und die Freude an der Natur und die Sehnsucht nach Bewegung und Sonne und Luft hinaustreibt? Und bist du nicht auch der Ansicht, daß den jungen Menschen, die darin die schönste und beste Ausnutzung ihrer freien Tage sehen, geholfen werden muß, den Tag auch so froh und zuversichtlich abzuschließen, wie sie ihn angefangen haben? Muß ich dir nun noch sagen, wozu wir Jugendherbergen brauchen? Dann kannst du nicht die Freude des Wanderns kennen, die Sehnsucht nach Einfachheit. wie sie die Jugend kennt, die Jahr für Jahr zu Hunderttausenden in die Jugendherbergen tommt. Und weißt du auch, daß trotzdem nicht immer alle unterkommen fönnen? Daß wir fast die dop­pelte Zahl von Jugendherbergen brauchen könnten, um alle, die um Uebernachtung nachsuchen, aufnehmen zu können? Wollen wir da nicht lieber statt der Frage Wozu Jugendherbergen?" die Frage stellen Wie schaffen wir noch mehr Jugendherbergen und damit Raum für alle, die auf ihren Wanderungen zu uns fommen?". Und diese Frage wird ihre rechte Antwort erhalten, wenn alle Volksgenossen, die in einer gesunden, frischen, Einfachheit und freiwillige Disziplin gewöhnten Jugend ihre Freude haben, und die in einer solchen Jugend die beste Gewähr für die innere Gesundung unseres Volkes sehen, wenn alle die zum Jugendherbergswert stoßen und damit an einer Stelle des Ausbaues helfen, wo noch viel zu helfen ist. Wann wirst du dich bei der nächsten Ortsgruppe des Jugendherbergsverbandes an= melden?

Von Schulrat Heinrich Hassinger, Darmstadt. Darüber fönnte man ein dickes Buch schreiben. Das soll hier nicht geschehen. Aber hast du schon einmal etwas von jener Bewegung der Jugend gehört, die so um die Jahrhundertwende spontan entstand und aufs engste mit dem Namen Wander­vogel" verknüpft ist? Auf ihre Art revoltierte damals ein großer Teil der Jugend gegen den Zwang der Städte und der städtischen Gesellschaft und Mode und suchte ihren eigenen Weg zur Natur und zur Natürlichkeit. Diese Jugend hat das Wandern nicht erfunden, aber sie hat es für ihre Anhänger und für viele, viele, die ihnen nachfolgten, zu einem Bedürfnis gemacht. Aber das weißt du doch, daß alle Jugendbünde heute noch und gerade heute auf der Grundlage des Wanderns beruhen. Aber weil sie sich auflehnte gegen den Zwang überalterter Formen der Gesell­schaft ihrer Zeit, deshalb lehnte sie auch vieles der herkömm­lichen Formen des Wanderns ab. Was sollte sie, die am nächsten Morgen frisch und gestärkt weiterziehen wollte. und die von ihren paar Groschen leben mußte, in den Gasthäusern und Hotels, was sollte sie mit Alkohol und Nikotin, die den Kopf schwer machten? Sie schlief bei den Bauern im Heu, sie schlief in Zelten am windgeschäßten Waldrand, sie schlief, wenn es nicht anders sein konnte, am Tag in der warmen Sonne und wanderte bei Nacht. Das ging, solange es ging, solange es ihrer nicht allzu viele waren, solange sich die Bauern nicht weigerten wegen allzu häufiger Belästigung. Aber das Wandern der Jugend nahm ja im Gegenteil immer mehr zu. Aus einigen Hunderten, die es damals waren, sind heute Hunderttausende geworden; nahezu vier Millionen Uebernachtungen verzeichnet im vergan­genen Jahre der Jugendherbergsverband in seinen Jugendher­bergen. Die stehen nun zu zweitausend Stüd über ganz Deutsch­land verteilt. Jetzt braucht es das nicht mehr zu geben, daß die jungen Wanderer gegen Abend den Kopf hängen lassen, weil sie nicht wissen, wo sie die Nacht über bleiben sollen. Und viel, viel billiger als die Gasthäuser und Hotels sind diese Herbergen; ein paar Pfennige die Uebernachtung. Und fein 3wang zum Kaufen und Verzehren, nur der Zwang, ein anständiger, frischer

Ein Leben für den Sport. Paavo Nurmis Sportlaufbahn.

an

Am 13. Juni 1897 erblickte Paavo J. Nurmi in Abo das Licht der Welt als zweites Kind des Zimmermannes Nurmi und seiner Frau Taga. Schon als Kind zeigte er Interesse am Sport, doch als in seinem 12. Lebensjahr der Vater starb, hatte er seiner Mutter bei der Erwerbung des Lebensunterhaltes zu

Frohnb

Ver Germania Ballau 1900 Gießen Breidenbad Sp. V. Wet

Wiejenbach

Frohnhauser

Meljun

Hessen­

helfen und war drei Jahre lang als Laufbursche tätig, wobei er die täglichen Botengänge meist laufend zurücklegte. Nurmi trat dann als Lehrling in eine mechanische Werkstatt, wo lange und schwere tägliche Arbeit ihn erwartete. Um diese Zeit ging Paavo zum Vegetarismus über, rauchte und trank nicht, ging früh schlafen und trat erst zwei Jahre später dem Turun Urheiloliitto, einem Aboer Sportverein. bei. Hier setzte nun regelmäßiges Training nach eigener Methode ein, und er ging über Streden von 2 bis 6 Kilometer. Vom Vege= tarismus wandte er sich wieder ab und ließ von seinem 18. Le­bensjahre ab eine Trainingsnerschärfung eintreten. Zu Maj­sagen reichte es ihm infolge Geldmangels damals nicht; sie wurden durch falte Abreibungen ersetzt. 1919 diente er Jahr in der Armee, und hier gab er erstmalig Proben seines Könnens auf Militär- und Mittelstredenläufen ab, die er jämt­lich gewann. Seine Schrittlänge vergrößerte er auf 2.30 bei Mittel- und 2,15 m bei Langstrecken. So wurde er für die Olympischen Spiele 1920 in Antwerpen bestimmt.

Tura

Ehrings Löhnbe

Glader

Weiter

Feudin

Nieder Offdill

Löhn

Ehrin

Burg

Niede

Sol

Ber

Biffenberg

Weyl. Sp Steindorf

Burgjolms

Biskirchen

Holzhausen Nauborn

Niedershau Oberbiel

Brau

Stein

Wieje

Bober

Biebe Villi

VfB.

Stein

1900

Daub

Wekl

Stod

Lich

Wek

Heud

lage gegen ten Olympi gewann un

Teife griff

und stellte

Unter dem Training von Hannes Kolehmainen und Koi­vistoinen steigerte Nurmi in zwei Jahren seine Leistungsfähig feit gewaltig. 1921 lief er Weltrekorde über 10 km in 30: 40.2 und über 5 km in 14: 35,2. Gein fabelhafter Aufstieg setzte ein. 1923 brach er im Kampf mit Wide den 1500- m- Rekord sowie den Meilenweltreford mit 3:53 und 4: 10,4, denen tags darauf der Drei- Meilen- Rekord sowie der über sechs Meilen mit 29:41 folgte. 1924, das olympische Jahr, sah Nurmi auf der Höhe seines Ruhmes. Er verbesserte seine Rekorde über 1500 und 5000 m auf 3: 52,6 bezw. 14: 28,2 innerhalb zwei Stunden! Vier goldene Olympiamedaillen errang er in Paris und stellte den 10- km- Reford auf 30: 06,2. In Amerika folgten 1925 weitere Rekordsiege. Elfmal trug Nurmi sich in die Liste der Rekorde

ein.

Sein günstiger Eindruck verhalf Finnland zu einer amerita­nischen Staatsanleihe in Höhe von 20 Millionen Dollar! 1926 gab es wenige Starts; 8: 20,4 bildeten über 3000 Me­ter neuen Rekord. Ueberraschend kam die 1500- Meter- Nieder­

noch die M

chend. 192 innen,

10. Olympi

Sieger wo Sportli

tur. Ihm einem Spo

ihm ein

nung, aber Leben jür

Sportsman

Vorbild di

Es gib

an Alfred

Und da g

dem langi

Meisterklub Der le

Der befann

aus und de

auf jußball eine Fülle

Lann fi Verhältni

die alten

wohlgejinn

wijfen wol

unternehm