Einzelbild herunterladen

ein!

5.

n geflügelto

δαδιτά γεν das nicht nu ert, it bu In Deu

genmehl genmehl deutlich

m.

1 der deuts sich der Be

h. diejenige anbietet, cu

Konjument

e die Preise Stunde, b enanbau ein hr wieder m fehlt es

es Landwin

erfehren, jogenann

e Sandbode betont werde

Diese Getrei t, daß bei undurchlä ätigen Bo

Ich werden wird loden

ufuhr leicht er gemahlen njäure zu auf die St

Luzerne, d

Dirette St

ht. Weizen Start Düngen benötigen ebe man en Nitropho Kartoffel d 50 Pfund) ahr als Rop Der Eggen i topfweizen g rauben Lage Zweifelsfälle

angel

Den wurde be it zu erben

eine Million aden but als men; hingegen

die Stadtver

die Belegung

nehm eingeric

Verkauf ang

Breife fleig führt we

en Tempo,

und Mine

te heute

ung nicht

Iwertige

Gemüsen

Der Umf

teilweise#

dazu bemo

roher p

jere rajd Der Konjer

smitteln

Offen ift.

arfe Gegen

s Richtige

Te der Ho

Rauen, die

in ihrer b

Rochfaljes

en beim G

es Sättigu gefochten

eringe Gind anzufpre einlichkeit

werden

Daß reine

Schweren&

ht außer

aftedt. G

mit Erfolg

werden.

Pak frijde fehlen but Daltbraris re

für den Dr

Rafe und Ge

Eiweiß, mifi rbollständige

Samstag, den 30. August 1930.

Lokales.

Sonntagsgedanken.

Wie viel schöner wäre doch die Gotteswelt, wenn nicht soviel Hader und Zwietrachi in ihr wäre. Sorgen und Mühen sind dort immer leichter zu ertragen, wo wahre Herzensgüte herrscht. Vom Sonnenlicht umleuchtet könnte sogar der Alltag sein. Herzens­güte ist die größte Erdenmacht; denn sie kann alles bezwingen. Aber nicht in schönen leeren Worten darf sie bestehen, sondern in einer tiefen Güte, die auch im Handeln und Opfern sich offen­bart. Kalte Höflichkeit ist nicht Güte; denn ihr fehlt die Milde, Sanftmut und Liebe. Güte muß das ganze Wesen eines Menschen beherrschen und in magnetischer Kraft die Herzen anderer an­ziehen, weil sie stets andere zu beglücken sucht.

Da ist es vor allem Güte im Denken, indem wir alle rach­süchtigen, harten Gedanken niederkämpfen. Zank und Streit ver­bittert auch in Gedanken das Gemüt. Aus gutem Denken heraus folgt die Güte zum Reden. Ein gutes Wort hat schon so Manchen mit Wunderkraft vom Jrrweg auf geraden geführt und aus Haß und Zwietracht Frieden und Glück gemacht. Strenge und Zorn reizen zum Trotz auf; Güte und Milde aber reißen die Mauern des Troyes ein. Nicht mit rauher Gewalt machen wir Steine weich, aber mit einem Blick der Güte und Milde schmilzt oft das Eis. Wer einmal die ganze Macht solcher Güte empfunden, der weiß, daß es keine höhere Freude geben kann, als durch Liebe sich Liebe zu erwerben. Wo wir geben, empfangen wir, je mehr wir geben, desto mehr empfangen wir.

Wenn ein Menschenherz sich einmal ganz bis in die Tiefen hinein vom Sonnenlichte wahrer, warmer Liebe hat erfassen und durchdringen lassen, dann strahlt es Güte aus und lächelt den Menschen entgegen, wo immer sie ihm auf dem Lebenswege be­gegnen. Güte und Milde sind sanftes Sonnenlicht, das Menschen­herzen hell und heiß, glücklich und froh macht, weil sie das Be­glückende eines Menschenauges und eines milden Menschen­wortes gefühlt haben. Ja, es ist nur wahr: wenn nicht so viel Hader und Zwiespalt in dieser Gotieswelt wäre, wieviel schöner würde das Leben sein. Der Sonntagsschreiber.

*

Schwerer Verkehrsunfall

auf der Straße Gießen Lollar.

Am Donnerstag mittag, furz nach 12 Uhr, ereignete sich auf der Straße Gießen- Lollar ein folgenschwerer Unfall, dem zwei Menschenleben zum Opfer fielen. Der Unfall spielte sich etwa 500 Meter hinter dem Ortsausgang Lollar- Gießen ab. An der Unfallstelle hielt ein mit Frucht( Hafer) beladenes Fuhr­wert in Richtung Lollar scharf an der rechten Straßenseite. Der Motorradfahrer, der 24jährige Pflasterer Ludwig Gräf aus Großen- Bused, fuhr mit seinem Vater, dem Pflastermeister Ludwig Gräf als Beisitzer, von Lollar kommend, Richtung Gießen und wollte an der Unfallstelle den haltenden belade= men Erntewagen kreuzen, während zu gleicher Zeit der 30­jährige Kraftwagenführer Karl Herrmann aus Daubringen mit dem Wagen der Firma Scheidhauer& Gissing in Mainz­lar den Wagen überholen wollte. Beide Kraftfahrzeuge stie­zen in Höhe des Erntewagens zusammen. Durch den Anprall erlitten Vater und Sohn derart schwere Verlegungen( Schädel­verlegungen, Arm- und Beinbrüche), daß der Tod auf der Stelle eintrat. Der Kraftwagenführer und die Insassen des Wagens, drei Kinder, erlitten Gesichtsverletzungen durch Split­ter der zertrümmerten Windschuhscheibe, die aber leichter Na­tur sind. Die Ermittlungen bezl. der Schuldfrade sind ein­geleitet.

Flurnamen der Gemarkung Beuern.

Von Wilhelm Arnold- Beuern.

=

Es ist nicht erst das Verdienst unserer Tage, auf die Wich­tigkeit und Bedeutung unserer Flurnamen als Sprachdenkmale, Geschichtsquellen usw. hingewiesen zu haben. Auch eine frühere Zeit hat das schon erkannt. Während aber die Namenforschung ehemals meistens nur Sache einzelner Forscher war und sich nur auf gewisse Gebiete und Dertlichkeiten beschränkte, geht man nunmehr allgemeiner, zielbewußter vor. Indem man ſam­melt, zusammenstellt und vergleicht, findet man, daß eine An­zahl von Namen, die, wie man früher annahm, nur an einzel­men Dertlichkeiten hafteten, vielfach auch anderwärts vorkom­men. Das erleichtert und ermöglicht deren Deutung, und so hat sich seither manches Dunkel gelichtet. Immerhin werden noch viele Schwierigkeiten auf dem Gebiet der Flurnamenfor­schung zu überwinden sein, da man es zum Teil mit uralten Formeln zu tun hat, die sonst der Sprache verloren gegangen oder auch zur Unkenntlichkeit entstellt sind. Das Volk selbst modelt bekanntlich an vielen Namensgestalten herum, bis sie ihm mundgerecht werden. So ist z. B. aus Lüzelfeld in der Ge­markung Beuern, das amtlich noch um 1820 in ursprünglicher Form und Schreibweise geführt wird, allmählich das bequemere Nügelfeld geworden. Aus Girmezestrauch in der Gemarkung Großen- Bused wurde Kirmessestrauch, Marschalle( Markhalde) wurde zur Morgenhölle. Viel schlimmer aber noch oder geradezu entsetzlich und nicht entschuldbar sind die Entstellungen und Ver­tümmelungen so mancher Namensgestalten, die wir den gebilde= ten Führern der Grundbuchs- und Vermessungsämtern zu ver­danken haben. Man sollte es kaum für möglich halten, daß man z. B. die altehrwürdige Bangertsgasse zu Darmstadt in eine Pankratiusstraße umbenennen konnte. Mit einem Heiligen oder Kirchenvater hatte doch die Straße wahrlich nichts zu tun. Wie das Volk den Baumgarten beim Schiffenberg ,, Bangerte nennt, so nannte es auch die Baumgartengasse zu Darmstadt Bangertsgasse. Mindestens sollte es doch Aufgabe der Zukunft sein, bei Feldbereinigungen und anderen Gelegenheiten, der­artige Versehlungen zu vermeiden und alte wieder gut zu machen. Hier spielen freilich gewisse Voraussetzungen eine wesentliche Rolle. Zur Ausrüstung eines Flurnamenforschers, der wirkliche Erfolge erzielen will, gehören nicht sowohl die unumgängliche Kenntnis von Sprachen, Geschichte und sonstigen einschlägigen Wissenschaften, als auch eine gewisse Findigkeit, ja Spürsinn. Durch letzteres ist mancher gewöhnliche Mann, der Grund und Boden seiner Heimstätte u. deren Umgebung, sowie Sitten Bräu­che, Sagen und Ueberlieferungen ihrer Bewohner jedenfalls

,, Gießener Zeitung"

* Aufklärung einer Anzahl hier verübter Wirtschafts- und sonstiger Einbrüche. Auf Grund einer Zeitungsnotiz, wonach in Marburg zwei Einbrecher festgenommen wurden, gelang es der hiesigen Kriminalpolizei, einen der beiden Täter, Otto Hager, geb. am 10. 4. 1906 zu Rußheim, auch für die beiden Einbrüche in der Pulvermühle, desgleichen in der Wirtschaft Dippel und in den Verkaufsstand in der Bahnhofsstraße zu überführen. Desgleichen konnte der Komplize an Hand der Beschreibung gestern nachmittag in einer hiesigen Wirtschaft ermittelt und festgenommen werden. Es handelt sich um den Schlosser Otto Bruno Lippert, geb. 11. 7. 1890 zu Netsch­kau, der aber bis zur Stunde hartnädig leugnet. Hager und Lippert sind allem Anschein nach schwere Jungen, die in der näheren Umgebung von Marburg, Gießen und Friedberg Ein­brüche ausgeführt haben. In der Nacht zum 27. 8. 30 wurde in dem Burggasthof in Münzenberg ein Einbruch verübt. Der Landeskriminalpolizeistelle gelang es in Verbindung mit der Kriminalpolizei Friedberg, einen der beiden Täter in Friedberg festzunehmen. Dem Mittäter ist man auf der Spur.

* Falsche Fünfmarkstücke. Es kommen Stüde in Frage mit dem Münzzeichen ,, G 1929". Die Stücke haben einen dumpferen Klang im Gegensatz zu den echten, der heller ist, und den man mit dem sogenannten Silberklang bezeichnet. Die Oberflächen sind porös. Die Prägung ist infolge der nachträglichen Versil­berung nicht so scharf wie bei den echten. Das markanteste Er­kennungsmerkmal ist der links oben in der Baumkrone befind­liche dürre Ast in Form einer 5. Dieser sieht bei den falschen Stücken kleiner aus und liegt näher an dem linken Blatt.

* Gießener Gaswoche. Jm Café Leib findet zur Zeit eine Gaswerbewoche statt, die auf Grund ihrer reichhaltigen Aus­gestaltung stärkstes Interesse verdient. Die Ausstellung erfreute sich bis jetzt guten Besuches.

* Vom Stadttheater. Heute nachmittag findet auf der Wald­bühne eine Schülervorstellung von Shakespeares Lustspiel ,, Lie­bes Leid und Lust" statt. Die letzte Aufführung dieses Stückes findet Sonntag nachmittag statt.

* Städt. Volksbad. Die Schwimmhalle ist seit gestern wieder eröffnet.

* V. D. A. Heute abend findet in der Turnhalle am Os­waldsgarten ein Vortragsabend der Kärtner Volkskunstgruppe statt, die zuletzt in Bad Nauheim mit viel Erfolg gastierte.

* Prüfung für Musiklehrer und Musiklehrerinnen findet an der Musikhochschule und dem Konservatorium der Stadt Mainz am 27. Oktober 1930 statt.

* Schweinezwischenzählung.

Am 1. September ds. Js. fin­det in Hessen eine Schweinezwischenzählung, die dritte in diesem Jahre, statt. Die Zählung erstreckt sich auch auf die nicht be­schaupflichtigen Hausschlachtungen und unterscheidet sich von den seitherigen Zählungen auch sonst nicht. Die Tierbesitzer sind verpflichtet, die gewünschte Auskunft den Zählpersonen zu ers teilen.

* Regimentsappell des ehem. Infanterie- Regiments Nr. 368 ( hervorgegangen aus den Brigade- Ersatz- Bataillonen Nr. 37, 38, 39 und 40 der 37. gemischten Infanterie- Brigade, X. Ersatz­Division). Die 3. Wiedersehensfeier aller ehemaligen Angehöri­gen des Regiments findet am 11. und 12. Oktober d. J. in Han­nover statt. Anmeldungen und Anfragen an H. Pröve, Hannover, Lemförderstraße 2.

Büdo

Salonwachs

das altbekannte

genauer kennt, als Stubengelehrte, imstande, zu wichtigen Auf­schlüssen auf dem Gebiet der Namenforschung zu gelangen und eine nicht zu unterschätzende Mitarbeit zu leisten. Bei der großen Masse der Bevölkerung allerdings, die jener Eigenschaf­ten ermangelt und ein gründlicheres Wissen und Urteilsver­mögen nicht besitzt, begegnet man häufig sehr wertlosen und verschrobenen Ausstellungen und wunderlichen Deuteleien, die höchstens aus volkstümlichen Gründen des Aufzeichnens wert sind.

Unsere Vorfahren, denen wir die Benennung unserer Dertlich­keiten und unseres Geländes verdanken, haben sich dieselben nicht aus gelehrten Werken geholt. Die äußere Erscheinung und Eigenart des Geländes, sowie Zweck und Bestimmung desselben, veranlaßten meistens die Entstehung und Bildung der Urnamen, deren es anfangs nur wenige gab, wie ,, auf der Stirn, oder auf der Platt, in der Grube, auf der Höhe, auf der schwarzen Erde, im Niederfeld, in der Markhalde"( fälschlich Morgen­hölle") usw. Im Laufe der Zeit gesellten sich zu diesen Ur­namen, zu welchen auch die Namen der Wasserläufe: Hagenbach, Michelbach, Borsbach, Gilbach, Krebsbach, Grunbach, Hohebach zu rechnen sind, da ihre Benennung sich auf die umgebenden Flur­ren übertragen hat, eine große Anzahl von engeren Unterbe­nennungen. Nach der Aufteilung der Allmende oder des ur­sprünglichen Gemeinbesitzes und der Gliederung desselben in geschlossene Feld- und Waldbestände entstanden: ,, vor dem Bers­röder Wald", vor dem Wilshäuserwald, an der Busecker­waldecke,, hinter der Struth", in der Buchwaldsecke" usw., ferner durch Rodungen: Sennerod, Wonnerod, auch ,, unter den Siöden". ,, Stöckenfeld" führt auf die Urbarmachung eines früher bewaldeten oder mit Gesträuch bewachsenen Geländes zurüd. Die Tätigkeit des Wassers brachte Benennungen, wie langer Bruch" ,,, hoher Bruch, Bruchgarten". Nach zum Teil noch jetzt vorhandenen Quellen heißt es: ,, im falten Brunnen" ,,, am großen Born", am Knechtsborn" usw. Groß ist die Zahl von Zwedbenennungen, insbesondere von Weide und Hutplätzen, da die Viehhut in alter Zeit von großer Bedeutung war: Azen­wiese, Azenstrauch, Schweiging, wahrscheinlich auch Ziegenberg. Auch einzelne Bäume genügten zur Bildung von Flurnamen: ,, am scheelen Kirschbaum, am Mönchbaum. Die Dreifelder­wirtschaft brachte: Lüzelfeld"( das kleine Feld), Platzfeld"

37

1 Teutlich zeigt sich das bei dem aus der Niederung des Siegers" steil aussteigenden Abhang, der einem großen, dahin­ter sich, bis in die Gemarkung Großen Bused ausdehnenden, Ge­markungsteil den Namen gab. Aus ursprünglich Hengel oder Hängel ist Hinkil geworden. Hinkelshöhe in Gemarkung Lon­dorf, Hängill auf Island( nach einer Reisebeschreibung des Dr. Vigelius.)

Nr. 69.

Aus Nah und Fern.

Bad Salzschlirf. Die techn. Arbeitsgemeinschaft Fulda der Rhön- und Rositten- Gesellschaft hatte vor einiger Zeit der Kur­direktion Bad Salzschlirf angeboten, ein neu erbautes Segel­flugzeug mit dem Namen des Bades zu benennen. Kürzlich fand nun die feierliche Taufe" auf dem Kurplatz unter großer Bea teiligung des Kurpublikums statt.

Büdingen. Das Postamt Büdingen wird gleichfalls einem Umbau unterzogen.

Bad Nauheim. Die Frage der Errichtung eines Schlacht­hofes für Bad Nauheim und Friedberg ist seit langem aktuell. Nach einem gemeinsamen Communique, das die Bürgermeister beider Städte jetzt der Presse übermittelten, stehen die Bürger­meister auf dem Standpunkt, daß für beide Städte nur ein ge­meinsamer Schlachthof in Frage kommen kann, der selbstver­ständlich für die Metzger beider Städte günstig liegen und der veterinärpolizeilichen Vorschriften wegen Gleisanschluß haben muß. Ueber die Platfrage wird mitgeteilt, daß sich auch hier die Dinge günstig zu entwickeln scheinen.

Bad Nauheim. Die Kurabgabe ist für die Gäste, die vom 1. September ab eintreffen, ermäßigt. Eine besondere Anzie­hungskraft übt in dieser Zeit auch die Traubentur aus, als ein ausgezeichnetes Entlastungs- und Erneuerungsmittel.

Darmstadt. Der kürzlich verhaftete Georg Konrad aus Erbach im Odenw., der seither stets leugnete, seine Geliebte zwischen Michelstadt und Erbach ermordet zu haben, hat jetzt ein volles Geständnis abgelegt.

Darmstadt. Von den auf die Zeppelin- Erinnerungshefte an­läßlich der Darmstädter Zeppelinlandungen ausgelosten Freiflü­gen der Lufthansa hat sich nur eine Gewinnerin gemeldet. Die Lufthansa Darmstadt teilt mit, daß die Meldefrist auf den 30. September begrenzt sei. Nach diesem Tage verfallen die Ge­winne.

Großfeuer in Marburg.

Marburg. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag brach in der Möbelfabrik Christian Bang, Jnhaber Paul Fried­rich Schäfer, ein Großfeuer aus. Innerhalb zwei Stunden war die gesamte Fabrik den Flammen zum Opfer gefallen. Der Schaden wird einen Millionenbetrag erreichen.

Frankfurt a. M., 29. 8. Als betrügerischer Nuznießer der Nachkriegszeit wurde der Kaufmann Seitz vom Schöffengericht zu Jahren Gefängnis verurteilt. S. hat zahlreiche kleine Leute um ihre Habe betrogen.

Frankfurt- M. Auf dem Güterbahnhof entstand Mittwoch mit­tag in einem Waggon, der etwa 290 000 holländische Eier ent­hielt, Feuer. Die Waggonladung wurde fast vollständig ver­nichtet.

Fulda. 29. 8. Bei einem Wohnungsumzug fam es zwischen dem neuen und alten Mieter wegen einer Badewanne zu einem blutigen Streit, bei dem 3 Personen schwer verletzt wurden.

Bad Ems. Die Kurverwaltung Bad Ems veranstaltet im September ein Musikfest, das in diesem Sommer der Rheinland­befreiung das Volkstümlichste der klassischen deutschen Musik bieten soll.

Wiesbaden. Wenn See und Gebirge die Feriengäste ent­lassen, kommt der Aufenthalt in Wiesbaden wieder mehr zur Geltung. Das günstige Wiesbadener Klima verlängert bekannt­lich die Sommerzeit um ein Beträchtliches, und die Luftkur kann als wertvolle Ergänzung der Bade- und Trinkkur mit heran­gezogen werden.

( das große Feld) und Hegfeld". Ferner übertrug man die Namen der Besitzer einzelner größerer Grundstücke auf die nähere Umgebung, so entstanden: in der Balserswiese" ,,, in der Scheffelswiese" ,,, die Bechtolsgarten"( fälschlich im Beckersg.), ,, am Jörgader". Die beiden letzten Namen bewahren das Ge­dächtnis an Stifter für die hiesige Pfarrei.

Der folgenden Abhandlung liegt die Absicht zu Grunde, in gemeinverständlicher Weise und nach dem gegenwärtigen Stand der Forschung bei einem Rundgang durch die Gemarkung Beuern weitere Ausschlüsse über die Entstehung und Bedeutung der Flurnamen, auch über Bodenverhältnisse und sonstiges Wis­senswerte darzubieten.

Am westlichen Ausgang aus dem Ort rechts, heißt es mundartlich: im Kriäwe. Darunter ist eine Umhegung für das Vieh: hier wahrscheinlich für Schweine, zu verstehen, die sich chemals hier befand. Zu Ulfa früher gebräuchlich: Saukriäwe, ein offener Bretterverschlag, in welchem die Schweine zur Mast­zeit während der Nacht im Walde gehalten wurden. Krebe wird auch ein Verschlag zum Aufbewahren des Futters oder des Brotes( Brotkrebe, Gräwel) genannt, mittelhochdeutsch Krebe, Korb aus Weidengeflecht.( Nach Crecelius u. a.) Fortsetzung folgt.

Nach den Ferien mit Volldampf voraus!

,, Nichts ist schwerer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen", sagt Goethe und Dickens spricht von dem ,, ungewissen Gefühl der Zerknirschung, das die Ferien am Tage nachher in ei­nem erweden" und glücklich zu preisen sind diejenigen, die so etwas nie gefühlt haben. Natürlich sind Ferien wohltuend und bekömmlich. Sie stimulieren, sie inspirieren, sie verbessern den Gesundheitszustand und reparieren die angegriffenen und über­spannten Nerven. Trotzdem ist nicht zu leugnen, daß es lästig und höchst unangenehm ist, wieder mit der Arbeit anzufangen, selbst, wenn es Arbeit ist, die ,, einem liegt".

Die Stunden werden zu Ewigkeiten, die Rädchen des Gehirns wollen nicht ineinandergreifen und unser Gewissen macht uns noch dazu die heftigsten Vorwürfe über unseren Mangel an Ener­gie. Das beste Mittel gegen diese automatisch einsehende Trägheit ist dies, nachdem man sich wieder an das alte, neue Milieu ge= wöhnt hat, entschlossen an die Arbeit dennoch, dennoch heranzu­gehen und zunächst einmal die unangenehmste Arbeit, die auf einen wartet, zu erledigen. Dann kehrt der Eifer ganz von selber wieder und dann begreift man auch, wie recht Carlyle hatte, als er predigte: Jede wirkliche Arbeit ist heilig. In jeder Arbeit und sei sie nur Handarbeit, ist etwas Göttliches. Die Arbeit, so weit wie die Erde, hat ihren Gipfel im Himmel.