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Nr. 25.

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Samstag, den 29. März 1930.

gleichen Objekt ist übertragen Schlossermeister Ziegler zum Preise von 3520 Rmf.

d) Die stahlgepreßten Türen und Tore zum gleichen Objekt liefert die Firma Renner, Landshut, zum Preise von 7376 Rmt. e) für die Wohnungsbauten in der Schwarzlach ist die Lie­ferung von Heraklithplatten nebst Zubehör der Fa. Schüßler in Worms zum Preise von 4014,75 Rmf. übertragen.

f) Betr. Wasserversorgung Heuchelheims wird die Lieferung von Schleudergußrohren dem Deutschen Gußrohrverband Köln zum Preise von 17 334 Rmt. übertragen.

g) Die Herstellung von Gas- und Wasserleitungsgräben im Rechnungsjahr 1930 wird an die Fa. Weimer- Gießen zum Preise von 8098 Rmt. vergeben.

Kreditbewilligungen.

Punkt 16 der Tagesordnung. Bewilligt werden:

a) für die Kapelle auf dem alten Friedhof zur Umänderung der Türen 125 Rmf.;

b) für das Wiegehaus( Fuhrwerkswaage) mit Bedürfnis­anstalt und Wiegemeisterwohnung, Hinter der Westanlage, 4000 Rmf.;

c) für Instandsetzungsarbeiten in den beiden Stadthäusern 1500 Rmf.;

d) für Neupflasterung vor dem städt. Haus Schützenstr. 10 100 Rmt.;

e) für Bereitstellung von Fürsorgearbeit für ausgesteuerte Erwerbslose 10 000 Rmf.

Zu diesem Punkt führt Stadtratsmitglied Mann( S.) aus, daß zur Zeit 250 Erwerbslose Fürsorgeunterstützung beziehen, insgesamt monatlich 15-20 000 Rmk., ohne daß die Stadt irgend­welche Gegenleistung dafür habe. Es bestände nunmehr die Möglichkeit, einige Arbeiten als Fürsorge- Arbeiten auszuführen, wozu die Ausgesteuerten herangezogen werden sollen und zwar dergestalte, daß sie ihre Unterstützung weiterbeziehen und dazu noch 2-4 Mark Aufgeld die Woche. Beigeordneter Dr. Seib und Beigeordneter Dr. Hamm geben zu obigen Ausführungen nähere Erläuterungen. Die radikalen Flügel sprechen gegen die Vorlage. Der Antrag wird angenommen;

f) für Umänderungsarbeiten und Einrichtung einer Späne­absaugevorrichtung in der Schreinerlehrwerkstätte der Gewerbe­schule werden 2750 Rmf, bewilligt;

g) für die Ausstattung der neuen Berufsschule in der Kirch­straße werden nach einiger Debatte über die Deckungsfrage 29 000 Rmt. zur Verfügung gestellt;

h) desgleichen für die Ausstattung des Schulhauses in der Schillerstraße 29 000 Rmt.

Punkt 17: Die Stadt Gießen übernimmt ab 1. 4. 1930 die Trägerschaft der Schuhmacherfachschule an der Gewerbe- und Maschinenbauschule. Der Zuschuß darf im Jahr nicht mehr wie 750 Rmf. betragen, auch sonst sind verschiedene Sicherungen vor­gesehen, um die Stadt vor. finanziellen Opfern zu schützen.

Punkt 18: Desgleichen übernimmt die Stadt die Träger­schaft der Keramischen Werkstatt an der Gewerbe- und Maschi­nenbauschule. Jährlicher Maximalzuschuß 500 Rmt.

,, Gießener Zettang

Punkt 19: Zur Beschaffung für Oelschalter für das Elektri­zitätswerk werden 4020 Rmt. bewilligt und die Vergebung der Lieferung an die A. E. G. Gießen und die Bergmann- Elektrizi= tätswerke genehmigt.

Punkt 19a. Dem vorliegenden Entwurf einer Polizeiver­ordnung betr. der Kraftdroschtenordnung für Gießen wird zu­stimmt.

Punkt 196. Die Rechnung des Wohlfahrtsamtes für das Rechnungsjahr 1928 ist geprüft und wird genehmigt.

Punkt 20. Das Gesuch des Dekonomen Heistermann, Mar­burgerstraße 66 um Uebertragung der Bullen- und Eberhaltung, sowie der seither an Defonom Gottmann verpachteten Grund­stücke wird genehmigt. Die von der land- und Forstwirtschaft­lichen Deputation ausgearbeiteten Bedingungen werden ge­billigt.

Mitteilungen.

Zu diesem letzten Punkte der Tagesordnung lag nichts vor. Nur der Kommunist Lepper hielt die Versammlung noch durch einige, völlig belanglose Anfragen auf.

Schluß der öffentlichen Sigung: 7,30 Uhr.

Lofales.

* Ende der berufsüblichen Arbeitslosigkeit. Der Reichs­arbeitsminister hat durch Erlaß vom 21. März 1930 für die Berufe und Gewerbe, in denen eine berufsübliche Arbeitslosig= keit einheitlich für das ganze Reichsgebiet anerkannt ist, das Ende der berufsüblichen Arbeitslosigkeit für den Winter 1929­30 auf den Ablauf des 29. März 1930 festgesetzt.

* Prof. Dr. Poppert 70 Jahre alt. Seinen 70. Geburtstag konnte dieser Tage Geh. Medizinalrat Prof. Dr. med. Peter Poppert, der Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik, begehen. Der in Offenbach a. M. geborene Gelehrte wurde 1900 Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik.

* Goldene Hochzeit. Das Ehepaar Kaspar Herdt, Wiesecker Weg 28, begeht heute das seltene Fest der goldenen Hochzeit. * Von der Universität. Der ordentliche Professor in der Philosophischen Fakultät, Geh. Hofrat Professor Dr. Walter Koenig, ist auf sein Ersuchen in den Ruhestand versetzt worden.

* 40 000 Zigaretten gestohlen. In der Nacht auf Mittwoch drangen Einbrecher in das Lager und den Verkaufsraum eines hiesigen Zigareetengeschäfts ein, wo sie außer Wechselgeld noch etwa 40 000 3igaretten entwendeten. Ferner nahmen die Spitz­buben eine größere Anzahl Holzpfeifen mit. Vermutlich besteht ein Zusammenhang zwischen diesem Einbruch und einem glei= cher Art, der sich vor wenigen Tagen in Marburg zutrug.

* Gefängnis für einen Gepäckwagendieb. Das erweiterte Schöffengericht hatte sich am Mittwoch mit dem seit 1906 auf dem Bahnhof Gießen als Wagenmeister tätigen Wilhelm Kaus zu beschäftigen. Schließlich wurde Kaus als derjenige ermittelt, der seit einiger Zeit in der Nacht in den von ihm zu reinigenden Gepäckwagen ganze Gepäckstücke an sich nahm, oder Gegenstände

Mißfarbene Zähne

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aus den Paketen an sich brachte und die Pakete geleert weiter befördern ließ. Wegen dieser Diebereien erhielt der ungetreue Beamte jetzt ein Jahr Gefängnis als Strafe zudiktiert.

* Verbesserung der Zugverbindungen Gießen- Dillenburg­Siegen. Der Wests. Verkehrsverband e. V., Dortmund, teilt mit: Um die zur Zeit zwischen Gießen und Siegen bestehende Zuglücke von 6,36 bis 11,32 Uhr auszufüllen, wird die Reichs­bahndirektion Frankfurt a. M. unserem Antrage entsprechend zum Sommerfahrplan 1930( ab 15. 5.) einen weiteren Personen­zug einlegen, der unter der Nummer 1625 von Gießen bis Sie= gen durchgeführt wird. Der Zug wird in der folgenden Zeitlage verkehren: Gießen ab 10,20, Dillenburg an 11,17, Haiger an 11,29 ab 11,30, Siegen an 12,07. Der zur Zeit auf der Strecke Dil­lenburg- Siegen vorgesehene P 1867, Siegen 12,03, fällt als= dann fort.

* Kraftpostlinie Gießen Gambach. Vom 1. April ab wird die Haltestelle Ludwigsplatz, der in den Betrieb der Deutschen Reichspost übergehenden Linie aufgehoben. Die Kraftomnibusse halten innerhalb der Stadt bei den Fahrten von Gambach: 1. am Schiffenberger Weg, Anfang Gnauthstraße, 2. in der Bleichstraße, Kreuzung Ludwigstraße, 3. Südanlage, zwischen Bleichstraße und Selterstor und 4. am Bahnhof. Bei den Fahrten nach Gam­bach halten die Kraftwagen: 1. am Bahnhof, 2. Westanlage bei Tribus& Sundheim, gegenüber dem Torhäuschen, 3. Bleichy­straße, Kreuzung Ludwigstraße, 4. Gnauthstraße, Ecke Schiffen­bergerweg.

Diese wird

* Kraftpostlinie Gießen- Lausbach- Wißmar. am 1. April eröffnet. Es sind folgende Haltestellen vorgesehen: 1. Gießen: Bahnhof und Oswaldsgarten, 2. Launsbach: Schule und Gemeindebackhaus und 3. Wißmar: Post und Gasthaus Reeh, außerdem wird bei Bedarf an der Abzweigung des Launs­bacherweges in der Krosdorferstraße gehalten.

* Kraftpostlinie Gießen- Hochelheim. Dem Antrage der an der Linie Gießen- Hochelheim beteiligten Garantiegemeinden gemäß, läßt die DRP. vom 1. April ab für einen Zeitraum von 4 Wochen ihre Kraftwagen versuchsweise durch die Orte Groß­und Kleinrechtenbach verkehren.

* Vom Rundfunt. Die volkstümliche Orchester- Suite ,, Bunte Reihe" des Gießener Komponisten Willi v. Moellendorff, die am 25. Dezember im Leipziger Rundfunk und 8 anderen gro­Ben Sendern ihre Uraufführung erlebte, wurde dort gestern wie­derholt und wird auch vom Breslauer Sender noch einmal ge= sondert gespielt werden.

* Aus dem Stadttheater. Als Fremdenvorsteliung kommt am Sonntag, zum letzten Male das Lustspiel ,, Wie es euch ge= fällt" von William Shakespeare zur Aufführung.

* Studienfahrt durch Hessen. In der Zeit vom 10. bis 19. April unternimmt die preußische staatliche Stelle für Natur­denkmalspflege eine Studienfahrt durch Hessen. Die Reise, die in erster Linie im Dienste kunstgeschichtlicher Studien steht und von dem Professor für Kunstgeschichte Dr. Rod geleitet wird, nimmt in Kassel ihren Ausgang, führt nach Wilhelmshöhe,

entstellen das schönste Antlitz. Uebler Mundgeruch wirkt abstoßend. Beide Schönheits­fehler werden gründlich beseitigt oft schon durch einmaliges Putzen mit der herrlich erfrischend schmeckenden Chlorodont- Zahnpaste. Die Zähne erhalten darnach einen wunder­vollen Elfenbeinglanz, auch an den Seitenflächen, besonders bei gleichzeitiger Benutzung de: dafür eigens konstruierten Chlorodont- Zahnbürste mit gezahntem Borstenschnitt. Faulende Speisereste in den Zahnzwischenräumen als Ursache des üblen Mundgeruchs werden gründlich damit beseitigt. Chlorodont: Zahnpaste, Mundwasser, Zahnbürsten Einheitspreis 1 Mark bei höchster Qualität.- Man verlange nur echt Chlorodont in blau- weiß- grüner Originalpackung und weise jeden Ersatz dafür zurück.

Das neue Jahrzehnt.

Original- Sportroman von Fred Petermann

44. Fortsetzung.

,, Verzeihen Sie mein Benehmen, Herr del Madrad." ,, Darf ich gratulieren?" fragte Piet.

Ich danke Ihnen. Aber noch ist es mir noch nicht ganz flar, was das alles mit dem- Professionalismus zu tun hat?"

Piet blickte kurz auf.

--­

Ich verstehe Sie wirklich nicht mehr. Haben Sie denn ganz vergessen, daß Sie meiner Schwester gegenüber den Ueber­tritt zum Berufssport erklärten?"

Der deutsche Sportler blickte zu Boden. Was sollte er in der Nacht getan haben? War er so betrunken? Oder türmte sich die ganze Welt gegen ihn auf?

,, Das ist ein Irrtum", sagte er endlich.

Piet blickte ihn mitleidig an.

,, Weiteres Reden ist zwecklos, Herr Wilde. Bitte, denken Sie einmal nach. Ich kann es mir nicht vorstellen, daß meine Schwester lügt."

Er erhob sich und diesmal hinderte ihn Hans Wilde nicht am Gehen. Der Sportler hörte es nicht, wie der Spanier das Zimmer verließ. Hörte auch nicht, wie sich neuerdings die Tür bewegte und wieder jemand eintrat.

Regungslos blieb er sitzen, minutenlang. Dann erst blickte er auf und sah Sybille.

Sie eilte ihm entgegen. ,, Hanserle, was willst du tun?" Er raffte sich auf.

,, Sibylle, gib mir Antwort was habe ich dir zugesichert?" ,, Laß den Sport zur Seite, Hanserle. Denk nur an unsere Liebe. Wie leidend du ausschaust."

,, Nein

Sibylle. Gib mir erst Antwort!" ,, Hanserle, ich bitte Dich, sei so gut. Und was die andere Sache betrifft, so hast du ja sebst auf meinem Schreibtisch den Schein unterschrieben."

Entgeistert blickte er sie an. Seine Gedanken schienen still zu stehen. Mein Gott war er tatsächlich verrückt geworden? Und plötzlich ging ein Dämmern durch sein Hirn. ,, War das mein Name zur Erinnerung an den Tag?" fragte er mit schwerer Stimme.

Verwundert blickte sie ihn an. Dieser hübsche Junge, den sie doch so liebte, war wirklich ein großer Tor.

,, Hanserle, sei doch nicht böse, ich wollte ja nur dein Gu­tes. Wir werden

"

,, Pfui, so hast du mich betrogen!

Sie zuckte zusammen.

,, Hans, hast du mich nicht mehr lieb?"

Da reckte er sich auf.

Ich habe nichts mehr zu erwidern!"

Mit diesen Worten nahm er seinen Hut und den kleinen Handkoffer und verließ erhobenen Hauptes das Zimmer.

Starr blickte Sibylle ihm nach. Sein Benehmen war ihr unbegreiflich. Aber sie fühlte den verletzten Stolz des deut­schen Sportlers bis ins tiefste Innere. Ihre Fäuste ballten sich. und wenn ich dich lieb,

nimm dich in acht....

,, Es war natürlich klar, daß ich als alter Vertreter der Po­lizeibehörden den Mord der damaligen Februarnacht nicht ruhen lassen würde, war es mir doch gelungen, zuerst den mutmaßlichen Täter festzustellen, wodurch Sie frei wurden.

Daß der Täter und Berichterstatter des ,, Deutschen Tages­sports" ein und dieselbe Person war, stand außer Frage.

Alle anderen Umstände deuteten darauf hin, daß der Täter lediglich in Sportskreisen zu suchen war, unter Ihren Gegnern. Anhaltspunkte für mich zu gewinnen, war aber bei dem

Sie biß die Zähne zusammen. Warte nur, den Schimpf ausgedehnten Sportbetrieb selbstverständlich sehr schwer. Nach vergelte ich dir noch!

Die Carmen- Natur war erwacht!

Und was schrieb die Sportpresse?

Die spanischen Spiele nahmen ihren Fortgang. Bemerkens­wert war das Ausscheiden des bedeutendsten deutschen Amateur­sportlers Hans Wilde, der auf die weitere Teilnahme an den leichtathletischen Amateurveranstaltungen verzichtete, da er in­zwischen zum Professionalismus übergetreten war."

Vierundzwanzigstes Kapitel.

etwa 14 Tagen studierte ich wieder einmal die Wiglebener Ge­gend und kam zu dem Entschluß, daß immerhin die Möglichkeit bestand, daß zu so früher Morgenstunde Personen durch die Ge­gend kommen mußten, Personen des Arbeiterstandes, die zu den verschiedenen Arbeitsstätten am Rande des Grunewaldes ge= langen wollten. Jede Möglichkeit zur Aufdeckung von Mord­taten mußte naturgemäß ausgenutzt werden. Also begab ich mich einige Tage später zu früher Morgenstunde nach Witzleben in der stillen Hoffnung, irgendeine Person zu suchen. Acht Tage wanderte ich vergebens umher und wollte schon meine

Der Tag ging zur Neige. Es hatte in Strömen geregnet Nachforschungen ergebnislos einsteifen, als der neunte Morgen und die Asphaltstraße spiegelglatt gewaschen.

Der Fernzug lief in der weiten Halle des Bahnhofs Char­lottenburg ein. Unter den Ankommenden befand sich auch Hans Wilde.

Ohne sich anzumelden, hatte er in fünfzigstündiger Fahrt die Rückreise bewältigt. Aufatmend stand er am Bahnhof. Gott sei Dank, daheim! Nun würde alles wieder gut werden. Sein erster Weg galt- Horst Emscher, dem Detektiv am Nollendorfplatz.

Der alte Herr war höchst verwundert, als er den jungen Sportler vor sich sah.

,, Ich konnte mir denken, daß jetzt erst die schwerste Arbeit tommt," sagte er.

Hans zudte ratlos die Achseln.

,, Und ich glaubte jetzt Ruhe zu haben, Herr Emscher." ,, Täuschen Sie sich nicht, lieber Freund, ich sagte ja schon, daß die schwerste Aufgabe noch kommt. Für mich und für Sie. Aber nun erzählen Sie bitte erst einmal, was man Ihnen in Madrid eingelöffelt hat."

Und Hans erzählte.

Er brauchte jetzt nicht mehr Vermutungen zu äußern, son­dern konnte klipp und klar die Tatsachen berichten. Sein Bericht war kurz und bündig.

-

Ja- es ist ein weiteres Glied in meiner Kette. Ich muß Ihnen auch meine Ergebnisse berichten, damit Ihnen vie­les verständlich wird. Also hören Sie."

Im Zimmer auf und ab wandernd, erzählte er Hans Wilde das bisherige Ergebnis seiner Arbeit.

den Wendepunkt brachte. Ich begegnete einem alten Arbeiter, der offensichtlich zu den Personen zählte, die ich suchte. Und dem war so. Hier erhielt ich den ersten Anhaltspunkt. Wenn auch der Alte einen anderen Weg ging, als ich es wünschte, so ergab sich doch ein gewisser Zusammenhang zu den Ereignissen jener Februarnacht, und ich erhielt zwei Personenbeschreibungen, die über jeden Zweifel erhaben sind. Die eine Beschreibung hat sich bereits bestätigt, denn das waren Sie selbst. Also be­finde ich mich auf richtiger Fährte.

Schwierig natürlich war es für mich, jetzt dieser zweiten Person habhaft zu werden. Ich gestehe es, trog eifrigen Be­suchs und Durchforschens sämtlicher Professionalkreise ist es mir noch nicht gelungen.

Da tam mir Ihre Geschichte zu Hilfe. Ich erkundigte mich nach dem Urheber der zuerst in den deutschen Blättern verbrei­teten Meldungen über Ihren Umfall und jetzt glaube ich, bin ich dem Wespennest, das Sie umschwärmt, bedeutend näher. Allerdings darf ich heute noch keine Einzelheiten preisgeben. Aber die Zusicherung können Sie getrost hinnehmen, daß Ihnen Gefahr von dieser Stelle nicht mehr drohen wird."

Gespannt hatte Hans Wilde der Erzählung des Detektivs gelauscht. Jetzt erhob er sich und reichte dem alten Beamten die Hand.

Ich werde Ihnen stets zu hohem Dank verpflichtet sein." ,, Das hat nichts zu sagen, junger Freund, besuchen Sie mich recht oft und bringen Sie mir alles Neue."

Damit verließ Hans Wilde die Wohnung Emschers. Fortsetzung folgt.