Samstag, den 28. Juni 1930.
Deutschlands Recht auf allgemeine Abrüstung.
London. In einer Rede vor den Delegierten des Allgemeinen Rates der Völkerbundsunion erklärte Außenminister Henderson zur Abrüstungsfrage:„ Ein allgemeiner Abrüstungsvertrag zur Beschränkung und Verminderung der Rüstungen jeder Art kann und muß abgeschlossen werden. Es sind jetzt fast auf den Tag 11 Jahre, seit dem man dem deutschen Volke das Versprechen gab, auf seine Abrüstung werde die Abrüstung der siegreichen Mächte folgen. Die Zeit ist reif zu einer Tat, die wenigstens einen ersten Schritt zur Erfüllung dieses Versprechens darstellt. Wir sind entschlossen, mit Geduld, aber auch beharrlich unsere Politik weiter zu verfolgen."
Dr. Curtius darf keine Aussagen vor dem Volksbegehren- Untersuchungsausschuß machen.
,, Gießener Zeitung"
Rechtsanwalt Dr. Rohde, M. d. L., Frankfurt a. M., behandelte das aktuelle Thema: ,, Staat und Wirtschaft". Er beleuchtete eingehend den Staatsgedanken und stellte die bedauerliche Abwandlung vom Drönungsstaat zum Versorgungsstaat fest. Nur durch ein ganz entschiedenes Abrücken von den gefährlichen staatssozialistischen Tendenzen der Gegenwart und durch ein offenes Bekenntnis zum Individualprinzip könne eine gesunde Wirtschaft wieder geschaffen werden. Der Generaldirektor der Edeka Zentralorganisationen, Fritz BornemannM. d. R., Berlin, behandelte in seinem Referat die praktische Seite, indem er den Appell an die selbständigen Lebensmittelkaufleute richtete, durch Selbsthilfe in wirtschaftlicher und wirtschaftspolitischer Beziehung unter Mobilmachung aller Kräfte dem Neuaufbau und der Förderung der mittelständischen Individualwirtschaft zu dienen. Er forderte insbesondere zur Errichtung von Spar- und Arbeitsgemeinschaften für Jungkauflente auf, Institutionen, die in engem Anschluß an die EdekaDrganisation dem kaufmännischen Nachwuchs den Weg zur geistigen und wirtschaftlichen Ertüchtigung mit dem Ziel der Schaffung einer selbständigen Existenz ebnen sollen.
Der Untersuchungsausschuß des Preußischen Landtages, der Amtsmißbräuche von Beamten beim Volksbegehren untersuchen soll, beschloß, auch den Reichsaußenminister Dr. Curtius zu vernehmen, und zwar über seine Aeußerung, daß die Staatsregierung bei ihrem Eingreifen anläßlich des Volksbegehrens über das zulässige Maß hinausgegangen wäre. Dr Curtius sollte nun als Zeuge burkunden, welche Tatsachen ihm als über das zulässige Maß hinausgehend" bekannt seien. Wie mitgeteilt wird, ist dem Reichsaußenminister Dr. Curtius die Genehmigung zur Aussage vom Reichskabinett versagt worden.
Einnahme- Ausfall bei der Reichsbiersteuer.
Jm Monat Mai ds. Js. hatten die Brauereien einen starken Konsum- Rückgang( 35 bis 45 Prozent), der aus mancherlei Gründen veranlaßt war, zu verzeichnen. In der Hauptsache ist derselbe jedoch der am 1. Mai ds. Js. in Kraft getretenen Reichsbiersteuererhöhung, welche die seitherigen Steuersätze nahezu verdoppelte, in Verbindung mit der an vielen Orten erhöhten Gemeindebiersteuer, zuzuschreiben. Allein die Steuererhöhung rief Absazausfälle von schäzungsweise 30 Prozent hervor.
Vorstehendes hat u. a. zur Folge, daß von den erwarteten höheren Biersteuern mehrere Millionen Mark weniger vereinnamt werden und zeigt gleichzeitig, daß übersteigerte Konsum= steuern in Zeiten rückläufiger Konjunktur die erwarteten steuerlichen Mehreinnahmen nicht zu bringen vermögen.
In einer einstimmig angenommenen Entschließung fanden die Grundforderungen der Verbände an Stand und Staat ihren Niederschlag.
Nr. 51.
bindermeister Johannes Claus, dessen Sohn bekanntlich den Vater des Angeklagten erschossen hat, in Niedermöllrich ermordet zu haben, wurde der Angeklagte wegen Totschlags zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.
Der Atlantik- Flug Kingsford Smiths geglückt.
Newyork. Der Ozeanslug des australischen Hauptmanns Kingsford Smith mit dem Flugzeug Südliches Kreuz" in OstWest- Richiung ist geglückt. Das Flugzeug landete Mittwoch vormittag 11 Uhr 47 ME3. wohlbehalten in Harbour Grace auf Neufundland, wo es Brennstoff an Bord nimmt, um den Flug nach Newyork fortzusetzen. Etwa um 7 Uhr MEZ. überflog das ,, Südliche Kreuz" Kap Race und hatte damit den amerikanischen Kontinent erreicht.
Kommunisten stehlen Sprengstoffe. Castrop- Rougel. Durch einen Zufall ist die hiesige Kriminalpolizei einem größeren Sprengstoffdiebstahl auf die Spur gekommen und konnte auch die Täter, drei Arbeiter, die sämtlich der Kommunistischen Partei angehören, auch festnehmen. Die Kriminalpolizei beschlagnahmte im ganzen einhundertachtund fünfzig Sprengkapseln und vierundsiebzig Pakete Ammonit.
100 Millionen Steuererhöhungen für Berlin? Berlin. Der Haushaltsplan der Stadt Berlin, für den sich keine Mehrheit findet, weist bisjetzt einen Fehlbetrag von 55 Millionen RM auf. Man nimmt daher an, daß der Oberpräsident, als Aussichtsbehörde, zur Ausgleichung des Etats sofort 100 Millionen RM neue Steuern ausschreiben wird.
Der Berliner Stadttämmerer will den Dienst quittieren. Berlin. Der Berliner Stadtkämmerer Dr. Lange, der vom Disziplinargericht von der Anklage der Pflichtverletzungen freigesprochen wurde, hat dem Magistrat sein Pensionierungsgesuch eingereicht.
Preissertungen im Mansfelder Gebiet.
In Anbetracht der augenblicklichen wirtschaftlichen Notlage im Mansfelder Streikgebiet beschlossen die Bäckermeister in Leimbach, den Brotpreis von 70 auf 55 Pfg. herabzusetzen. In ähnlicher Weise haben in verschiedenen Orten des Streikbezirks die Fleischermeister ihre Preise ermäßigt.
Zurüd zum Staate des Individualismus. Unter diesem Leitmotiv stand die große Kundgebung der fei, die am 22. Juni 1930 in Karlsruhe i. B. unter zahlreicher Beteiligung stattfand.
Das Steingewerbe in Beuern.
Von Wilhelm Arnold V., Beuern. 3. Fortsetzung.
Der 45. Todesfall in Lübeck.
Mussolini fordert zunächst Revision der Friedensverträge
London, 23. 6. ,, Evening Standard" veröffentlicht heute einen Artikel Mussolinis, in dem dieser die Absichten des Briandschen Planes einer europäischen Staatenvereinigung einer fritischen Prüfung unterzieht. Mussolini kommt zu dem Ergebnis, daß die unerläßliche Vorbedingung für den Zusammenschluß der europäischen Staaten die Revision der bestehenden Friedensver: träge sei.
Lübeck. In der Nacht zum Freitag ist wieder einer der mit Tuberkulosepräparat gefütterten Säuglinge gestorben, so daß sich damit die Zahl der Todesfälle auf 45 erhöht hat, krank sind noch 68, gebessert 75, gesund 64 Säuglinge.
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Die Ausweisung von Pabst noch nicht erledigt? Berlin. Bundeskanzler Schober hat der Heimwehrleitung das Material vorgelegt, das gegen Major Pabst bei der Regierung vorhanden ist. Die Bundesleitung der Heimwehr hat jetzt erklärt, daß sie die volle Verantwortung für die Handlungen Pabsts und für das angeblich Pabst so schwer belastende Material übernimmt. Die Regierung befindet sich jetzt in einer recht unangenehmen Lage. Hält sie das Material für so schwerwiegend, daß die Ausweisung Pabsts notwendig war, dann muß sie auch gegen die Leitung der Heimwehr ein Verfahren beantragen, oder sie muß den Ausweisungsbefehl gegen Pabst zurückziehen.
Hoyer zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt. Frankfurt a. M. Hoyer wurde wegen Totschlags, begangen an Polizeioberwachtmeister Kern, zu 15 Jahren Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust, Georg wegen Begünstigung zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt.
Der Sängerbund- Prozeß.
Berlin. Das Schöffengericht Charlottenbung verurteilte den früheren Bundesschahmeister des deutschen Sängerbundes, Gerichtsassessor a D. Johannes Redlin, zu einem Jahr und neun Monaten Gefängnis wegen Untreue und Unterschlagung. Der Blutracheprozeß.
Etwa 20 Jahre später schloß in einem benachbarten Städtchen eine rheinische Firma, die Quarzit suchte, mit einer Reihe von Landwirten derartig spitfindige Verträge ab, daß viele Streitig keiten entstanden, die stets zu Ungunsten der Ackerbesitzer ausfielen. Da begab sich folgendes: Zu Darmstadt im Ministerium wollte der Firmeninhaber mit dem Fiskus und einem ,,, fetten" Bauern Verträge abschließen. Letzterer hatte selbst einen gerissenen Vertrag ausgearbeitet. Alles war erstaunt, als dieser verlesen wurde. Wie kommen Sie denn dazu, einen solch spitfindigen Vertrag abschließen zu wollen?" fragte da der Geheimrat unseren Bauern.„ Das," erwiderte dieser ,,, habe ich von der Firma und Ihrem Herrn Vertreter gelernt!"
Kassel. In dem aufsehenerregenden Blutracheprozeß gegen den ehemaligen Schutzpolizeibeamten Wilhelm Wille aus Frankfurt a. M., der beschuldigt wird, am 9. Januar 1930 den Weiß
liche Gesellschaft kehrte wieder nach dem verlassenen Beuern zurück und trat dort wieder in geschäftliche Beziehungen.
Revolution in Bolivien.
Buenos Aires, 27. Juni. Der Aufstand in Bolivien hat Nach mit einem vollen Siege der Revolutionären geendet. einem Bericht aus Chile sind der bolivianische Präsident Siles, der zurückgetreten ist, und der Generalstabschef der bolivianischen Regienung, der ehemals deutsche General Kundt, von den Revolutionären gefangen genommen und an die argentinische Grenze transportiert worden Man nimmt an, daß beide sich von dort aus mit der Eisenbahn nach Buenos Aires begeben werden.
60 Geistliche erschossen.
Ein lettischer Flüchtling berichtet, daß während seines Aufenthaltes im Gefängnis auf Salowki( nördl. Eismeer) in drei Monaten sechzig orthodoxe Geistliche erschossen worden sind. Der Grund war gegenrevolutionäre Gesinnung und Verharren bei der Betreuung der Gemeinde, trotz Amisentsetzung seitens der Sowjetregierung.
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Felsen zum Vorschein, der noch obendrein sehr leicht zu ge= winnen war. Aehnlich erging es in einem angrenzenden Bruche, der früher mehrfach als ausbeuteunwürdig verlassen worden war. Hier ist sogar einer der riesigsten und wertvollsten Felsblöcke aufgeschlossen worden, die je im gesamten Betriebsfelde Beuerns gefunden wurden. Er hatte eine Ausdehnung bis zu vier Meter in jeder Richtung und ertrug einen Reinerlös von 1500 Mark. Leider ereigneten sich gerade in diesem Bruche zwei schwere Unglücksfälle, beide mit tödlichem Ausgange. Der erste betraf den von Bensrod gebürtigen und nach Beuern verheirateten Taglöhner Peter Strack, Vater von fünf Kindern. Beim Abbau auf einer kaum zwei Meter hohen Felsplatte beschäftigt, stürzte er ab und brach das Genid, so daß er auf der Stelle tot blieb. Er war ein stiller, schlichter und braver Mensch und nicht unbegabt. Er hatte eine geb. Faulstich zur Frau und bewohnte auch das Stammhaus der= selben in der Mezzengasse. Das 2. Opfer seines Berufes war der Maurer Joh. Sommerlad, ein Neffe des vorgenannten Steinbruch besitzers Phil. Sommerlad, ebenfalls ein tüchtiger Arbeiter und besorgter Familienvater, der auch die zwei Feldzüge von 1866 und 1870-71 mitgemacht hatte. Er verunglückte dadurch, daß ein eben gespaltenes Felsstück plötzlich umfiel und ihn an den Oberschenkeln so zerdrückte, zerquetschte, daß er unter den gräßlichsten Schmerzen alsbald den Geist aufgab. Er hinterließ eine Witwe mit 3 Töchtern.
Jm März 1899 hatte nämlich die Baptistengemeinde Hassenhausen, der, wie erwähnt, der Sommerlad'sche Bruch am roten Holzberge durch Vermächtnis zugefallen war, denselben an einen gewissen Bieker, Maurermeister in Cölbe bei Marburg und Erbauer der hiesigen 2. Schule, verpachtet. An seine Stelle traten im folgenden Jahre die Bauunternehmer Aber> mann& Kling in Gießen( 1900-1909). Während dieser Zeit erreichte das gewerbliche Leben am roten Holzberge wieder einen lange nicht beobachteten Höhepunkt. In den Jahren 1905 oder 1906 war der stärkste Betrieb und wurden den Winter über 60 Mann beschäftigt, an Arbeitslöhnen 22 000 Mt. ausbezahlt, u. a. 3000 Mt. Bahnfracht entrichtet, im ganzen ein Umsatz von 40 000 Mt. erreicht. Der Mangel einer Bahnverbindung machie sich damals besonders fühlbar. Damm, dem es als Bruchmeister und Mitteilhaber bei den verschiedenen Unternehmenn in den ehemaligen Sommerlad'schen Brüchen, ein besonderes Anliegen sein mußte, hat zur Erlangung einer solchen alles möglich aufgeboten, die Angelegenheit ist aber bis jetzt aussichtslos geblieben. Nachdem der einzig günstige Anschluß an die Strecke Gießen- Fulda Ende der 60er Jahre versäumt worden und nunmehr auch das benachbarte Lumdatal von einer Bahnlinie durchzogen ist, ist unser Ort rundum umgangen, und es wird einer erfindungsreicheren Zukunft vorbehalten bleiben, wie sie uns mit der Verkehrswelt unmittelbar verbinden will. Bis dahin sind wir aber der bahrgesegmeten Nachbarschaft gegenüber im Nachteil. Es ist eine unbegreifliche Tücke des Schicksals, aber auch gleichzeitig ein 3Zeugnis der Blindheit sowohl der Bahnbedürftigen, wie der Bahnbauenden, daß ein gewerblich so entwickelter und vielversprechender Ort, wie unser Beuern von jeher war, abseits liegen gelassen wurde.( Hoffentlich füllen die Autokraftwagen die Lücken aus. Die Red.)
Mit einer geringen Mannschaft wurde das Unternehmen begonnen und ein Einschnitt oberhalb der Brücke gemacht. Die daran geknüpften Hoffnungen haben sich aber nie erfüllt. Es fand sich wohl ein zusammenhängender Felsen vor, aber einesteils erwies sich die Masse als zu hart, und was noch mehr ins Gewicht fiel, sie war häufig zersplittert und wenig brauchbar. Die vulkanischen Gluten müssen hier überstark gewesen sein, das zeigte die ganze Beschaffenheit des Felsens. Herr Dominic war sehr enttäuscht, das Traumgebilde einer schönen Zukunft hier zerrann zusehens. Er hat die äußersten Anstrengungen gemacht, das immer schwankende Gleichgewicht im geschäftlichen Betrieb wieder herzustellen. Trotz meiner Warnung versuchte er auch noch an anderen Abhängen unserer Gemarkung zu landen, an Stellen, die der Geologe als aussichtslos für solche Zwede längst erkannt hatte. Der Burghain und der Steinerberg führen ebenfalls einen sogen. verbrannten Fels, ähnlich dem in der Lorsbach, aber an eine geschäftliche Ausbeute ist hier nirgends zu denken. Immerhin kam Herr Dominick noch mit seinen Versuchen in Betreff des Kostenpunktes gelind davon. Nur am Steinerberg war 1895 für erworbenes Gelände aufzukommen ( Gemeinde 100, Philipp Belloff 600 und J. Funk 300 Mt.).
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Im Jahre 1908 ging das gesamte Sommerlad'sche Besitztum am voten Holzberge für 3000 Mt. durch Kauf in die Hände des mehrmals erwähnten Phil. Damm über. Jm Winter auf 1909 trat eine Unterbrechung der gewerblichen Tätigkeit ein, welche erst im April des letzteren Jahres wieder aufgenommen wurde. Damit erschien auch jene Gesellschaft hier wieder auf dem Plan, von der oben die Rede war und mit welcher Damm geschäftliche Beziehungen angeknüpft hatte. Dieselben waren allerdings sehr verwickelt, wie sich später zeigte. Den Betrieb selbst übernahm die Gesellschaft, Damm trat als Teilhaber am Geschäft ein und erhielt die Stelle eines Bruchmeisters und Werkführers 7. Für das auszunuzende Gelände war eine ge wisse Pachtsumme vereinbart. Der Geschäftsgang war bald wieder ein flotter, es wurden an 26 Steinhauer und 30 Tag löhner beschäftigt. Auf der Rabenau hatte die Gesellschaft da mals ebenfalls einen regen Betrieb( u. a. standen dort unge fähr 80 Steinhauer). Eine großartige Ausbeute lieferte in jener Zeit der erwähnte Bruch in der Brodbach, während die Gewinnung in den übrigen Brüchen wegen des allzuhohen Abraums immer schwieriger wurde. Leider trat im Jahre 1910 eine empfindliche geschäftliche Verslauung ein, infolge derer eine Anzahl der beschäftigten Leuie entlassen werden mußte( hier 8, auf der Rabenau gar 30 Mann). ( Fortsetzung folgt.)
Es ist mit der Ergiebigkeit eines Lungsteinbruches ein eige nes Ding, wie schon durch verschiedene Beispiele erläutert worden ist(. Ziegelberg und Brodbach auf der Rabenau) EntHerrn Dominid leuchtete bei allen seinen Unternehmungen gegen der regelmäßigen Felsbildung in Sandstein- und anderen kein Glücksstern. Nach Verlauf von 5 Jahren zog er, um Hoff- Gebirgen, ist dieselbe hier sehr wechselnd und von sogen. faulen nungen ärmer, aus dem Weichbilde unseres Ortes. Auf der be- Wänden durchzogen. Infolgedessen kann es vorkommen, daß nachbarten Rabenau hatte seine Gesellschaft schon 1895 Verträge nach längerem Umherwühlen ein Unternehmer eine Stelle aufabgeschlossen, aber die Verhältnisse verschlechterten sich auch hier, gibt und als hoffnungslos betrachtet, an der ein anderer mit so daß er schließlich infolge Erkrankung austreten mußte. Bes= bestem Erfolg wieder einsetzt. So war f. 3. auch der alte Somser gelang es aber seinem Nachfolger, einem gewissen Herrn merlad in dem hintersten, östlichen seiner Brüche davongegangen Schmiedeknecht aus Thüringen, Boden zu gewinnen. An einer in der Annahme, daß hier nichts mehr zu schöpfen sei. Auc Stelle, z. B. in der Brodbach, oberhalb Londorf, die Dominick nach ihm hatten seine beiden Schwager ganz in der Nähe sich wegen völliger Unergiebigkeit aufgegeben hatte, setzte er etwas jahrelang redlich abgemüht, ohne etwas besonderes zu erreichen. höher ein und entdeckte ein außerordentlich wertvolles Gebierge. Nun setzte Damm( für Abermann& Kling) an der fraglichen Ja, es währte merkwürdigerweise nicht sehr lange und die frag| Stelle wieder ein, und siehe da, es kam wieder ein prächtiger
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