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Samstag, den 26. April 1930.

Aus Rab und Fern.

Allendorf a. d. Lda.( Kreis Gießen). Wegen Ausführung von Kanalisationsarbeiten wird die Provinzialdurchfahrt, Nord­ederstraße, vom 28. April bis 1. Mai ds. Js. für jeglichen Ver­tehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt durch die Schulstraße.

Offenbach a. M. Ein Fuhrmann der Brauerei Henninger, dessen Pferde durchgegangen waren, wurde vom Wagen ge­schleudert und überfahren und so schwer verletzt, daß er einige Stunden später starb.

Berufung im Wormser Unruheprozeß.

Die Verurteilten im Wormser Unruheprozeß haben ihre Verteidiger beauftragt, das Rechtsmittel der Berufung einzu­legen. Der Prozeß wird daher vor der Großen Strafkammer des Landgerichts Darmstadt nochmals aufgerollt werden. Darmstadt. In einem Bericht der französischen Kriminal­polizei, der sich mit dem Rauschgisthandel beschäftigt, wird Darmstadt als der Ausgangspunkt eines großen Rauschgift­handels bezeichnet. Insbesondere Kokain und Heroin sollen in großen Mengen von hier aus über die Grenze gebracht wer­den.

Gedenkstein für Nehring.

Darmstadt, 25. 4. Jn Erfelden beschäftigt man sich mit dem Plan, im Knoblochsauwald an der Absturzstelle des Piloten Johannes Nehring einen Gedenkstein zu errichten.

Tagung der hessischen Philologen.

Bensheim, 25. 4. Die 45. Hauptversammlung des Hess. Philologenvereins nahm hier ihren Anfang. Die Begrüßungs­ansprache des Vorsitzenden wies auf die wesentlichen Punkte hin, die die Lage des höheren Schulwesens in Hessen heute be­dingen, auf die erneute Belastung der höheren Schulen durch die jüngsten Sparmaßnahmen, auf die Gefahren, die darin liegen, daß der Staat in zunehmendem Maße die ihm obliegende Pflicht der Unterhaltung der höheren Schulen abwälze auf die Kommunen( Kostenregelung) und auf die Eltern( Schulgeld­erhöhung). Er wandte sich weiter gegen die jede Erziehungs­arbeit erschwerende Ueberfüllung der Klassen. Universitäts­professor Dr. Bruno Bauch, Jena, hielt den Festvortrag. Flucht aus dem Leben.

Mainz, 25. 4. Eine förmliche Selbstmordmanie hat in den letzten Tagen hier eingesetzt. Ein 55jähriger Prokurist suchte und fand den Tod im Rhein. Gestern erhängte sich ein 55­jähriger Autovermieter in seiner Wohnung und heute vergif­

,, Gießener Zeitung"

tete sich ein 62jähriger Wirt mit Gas. Die Ursache der Selbst­morde ist in der schlechten wirtschaftlichen Lage der heutigen Zeit zu suchen.

Die Vorgänge im Dill- Kreistag. Dillenburg, 25. 4. Aus Anlaß des Zwischenfalles im Dil­lenburger Kreistage haben die Abgeordneten der Deutschnat. Volkspartei, Dtsch. Volkspartei, Mittelstands, Demokrat. Par­tei und der Abg. der Nationalsoz. Partei eine Erklärung an den Regierungspräsidenten in Wiesbaden gerichtet, in der schärfster Einspruch gegen die geschäftliche Behandlung des Kreishaus­halts in der Kreistagssigung erhoben und die ungültigkeitser klärung der gefaßten Beschlüsse beantragt wird.

Professor Ernst Küster.

Marburg. Der Nestor der deutschen Chirurgenschaft und frühere langjährige Direktor der Marburger chirurgischen Uni­versitätsklinik, Geheimrat, Medizinalrat Professor Dr. Ernst Küster ist in Berlin gestorben.

Marburg. Die Privatdozentin der deutschen Philologie an der hiesigen Universität, Dr. Luise Berthold, ist zum außerordentlichen Professor ernannt worden.

Frankfurt a. M. Der Polizistenmörder Hoyer soll auch die 40 000 Mark in der Wermelskirchener Sparkasse geraubt haben.

Homburg v. d. H. Am 3. und 4. Mai findet hier die dies­jährige Frauentagung für die Provinz Hessen Nassau statt. Hofheim. Das Pfarrdorf Kerbfeld wurde von einem Großfeuer heimgesucht. Sechs Scheunen und Nebengebäude wur­den ein Raub der Flammen.

Flörsheim. Der Genossenschaftsbankkrach hat ungeahnte Ausmaße. Die Gläubigerversammlung bezeichnete die Situation als katastrophal und die Aussichten für Sparer wie Mitglieder als trostlos.

Braunlage. Einem Motorradfahrer lief ein Hirsch ins Rad, das infolgedessen umstürzte. Der Fahrer wurde schwer verlegt, die Begleiterin war sofort tot.

Internationales Jubiläums- Automobil- Turnier. Baden- Baden. Der Badische- und Rheinische Automobil­Club( A. v. D.) veranstalten in der Zeit vom 25. bis 29. Juni das internationale 10. Baden- Badener Automobil- Turnier.

Ford baut.

Köln. Auf dem Fordgelände am Niehler Hafen wird zur Zeit die Baustelle eingerichtet, auf der das Ford'sche Unter­nehmen erstehen soll.

Übler Mundgeruch

Als er an den Himmel schrieb

Nr. 33.

ist ein Flieger mit seinem Reklamehimmelsschriftflugzeug un­weit Hannover abgestürzt. Während das Flugzeug fast voll­ständig verbannte, lam der Flieger mit leichten Verletzungen davon.

Vollkommen ausverkauft

sind die Bayreuther Festspiele wie auch die Oberammergauer Passionsspiele für die Monate Juli und August. In Ober­ammergau erwartet man 320 000 Besucher, darunter ein Groß­teil Ausländer.

Verschollene französische Flieger.

Paris, 25. April. Am 22. ds. Mis. verließ ein Flugzeug, in dem außer dem Flieger Goulette zwei Mechaniker Platz ge­nommen hatten, den Ort Gao am Niger in Algerien, um quer über die Sahara ins äußerste Süd- Algerien zu fliegen. Seit­her sind die Flieger verschollen.

Reisender Kaufmann und Wirtschaft.

Gelegentlich seiner fürzlich in Berlin abgehaltenen Früh­jahrssitzung beschäftigte sich der Volkswirtschaftliche Ausschuß des Verbandes reisender Kaufleute Deutschlands wiederum mit einer Reihe besonders aktueller Wirtschaftsfragen. U. a. wandte er sich gegen die zunehmende Betätigung der öffentlichen Hand auf Gebieten, die weit über die normale Betätigungsnotwendig­keit des Reiches, der Länder und Gemeinden hinausgehen, und forderte mit aller Dringlichkeit die Beschränkung dieser Betä­tigung auf die lebensnotwendigen Betriebe. In gleicher Weise forderte er die uneingeschränkte steuerliche Gleichstellung aller Selbstversorgerunternehmungen auf genossenschaftlicher Besas mit den Betrieben der freien Wirtschaft, sowie die Unterlassung jeg­licher materiellen oder moralischen Unterstützungen derselben. Weiterhin wurde beschlossen, eine gesetzliche Regelung der Ent­schädigungsfrage für Handelsvertreter zu verlangen, die infolge von Konzernierungen und Monopolisierungen ihre Existenz­grundlage verlieren. Die Richtlinien für Normalspesensäge für angestellte Reisende wurden trotz der gegenwärtig besonders hohen Reisekosten mit Rücksicht auf die allgemeine wirtschaftliche Depression auf der alten Höhe belassen. In Bezug auf die Ge­werbesteuer in Preußen wurde eine Gleichstellung der Handels­vertreter mit den Angehörigen der freien Berufe in der Weise gefordert, daß auch für Handelsvertreter die für die freien Be­rufe vorgesehene Freigrenze von Rmt. 6000,- zur Anwendung gelangt.

wirkt abstoßend. Häßlich gefärbte Zähne entstellen das schönste Antlitz. Beide Schönheitsfehler werden oft schon durch einmaliges Putzen mit der herrlich erfrischenden Zahnpaste Chlorodont beseitigt. Die Zähne erhalten schon nach kurzem Gebrauch einen wundervollen Elfen­beinglanz auch an den Seitenflächen, bei gleichzeitiger Benutzung der dafür eigens konstruierten Chlorodont- Zahnbürste mit gezahntem -Chlorodont: Borstenschnitt. Faulende Speisereste in den Zahnzwischenräumen als Ursache des üblen Mundgeruchs werden gründlich damit beseitigt. Zu haben in allen Chlorodont- Verkaufsstellen. Man verlange Zahnpaste, Mundwasser, Zahnbürsten Einheitspreis 1 Mark bei höchster Qualität. nur echt Chlorodont in blau- weiß grüner Originalpackung und weise jeden Ersatz dafür zurück.

3. daß Anzeigen betr. das Umherlaufenlassen der Hunde im Wiederholungsfalle der Strafkammer überwiesen werden;

4. daß strenge Maßnahmen zur Unterdrückung der Wild­dieberei ergriffen werden;

5. daß in jedem Departement nur eine Fédération als zu Recht bestehend behördlich anerkannt wird mit weitgehen­den Aufsichtsrechten über die zur Beaufsichtigung der Jagden und zur Verhütung der Wilddieberei gebildeten Gardes mobiles".

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In lokaler Hinsicht hat die elsässische Fédération noch weitere Hegemaßnahmen durchgeführt. Die Mitglieder inner­halb der einzelnen Vereine pachten en bloc alle besseren Jagden auf und verteilen sie dann nach einer Durchschnittssumme an die Mitglieder, aber nur, wenn sie sich den festgesetzten scharfen Jagdbestimmungen unterwerfen, als da sind, verlängerte Schon­zeiten, gänzliche Schonung weiblichen Wildes, Aussehen von Wild, Verbot von Suchjagden pp. Man könnte füglich sagen: ,, Französischer Weidmann, wie hast Du Dir verändert gegen früher und wie hast Du von uns gelernt!!". Es wird behaup­tet, daß der Wildstand wieder auf der gleichen Höhe sei, wie zu unserer Zeit. Eine zufällig von der Hühnerjagd heimkehrende Gesellschaft von vier Jägern mit einer Beute von 84 Hühnern machte mir diese Angabe glaubhaft. Auch unsere alten För ster Doerr, Diet I und II, Gaechner, Collens etc. bestätigen mir den guten Wildstand und die pflegliche Behandlung der Jagden mit Ausnahme einiger durch Holzhändler pp. frei an­betrieben gepachteten Gebirgsjagden, in benen tolle Masjägerei bet würde. Dagegen sei unsere alte Scherrweiler und Dambacher Gebirgsjagd mann( ofer in febr guten Händen beim Weinſticher Goettel­Gardejäger) aus der Traube zu Scherrweiler. Un­ter ihm hat sich auch unser Jägerheim auf dem Bernstein un­verändert erhalten. Sehr stark, ſagen die Förster, ſei im Ge­birge der Wildstand an Sauen. Die in der Kriegszeit alt­gewordenen Hirsche im H.K.B.- Revier hat sich Förster Diez, Saarbach, erweidwerkt, darunter etliche Sechzehnender. Ihm, der ja auch unser Schneeschuh- Champion war und der sich im

Felde wiederum glänzend bewährte, wird ſie jeder alte 8. Jäger von Herzen gönnen. Weniger gut liegen die Jagdverhältnisse im Illwald. Er ist für eine gewaltige Summe an drei ge= trennte Gesellschaften verpachtet, ohne die umliegenden Schon­reviere. Da aber das Wild durch den austritt und

auch mit Vorliebe auf die umliegenden vielen auswechselt,

jeder örtlich Jagdberechtigte schießt, was er etwa bekommen kann, so geht das natürlich auf Kosten des Wildreichtums. Mit dem Vorpächter, Fabrikant Burrus, St. Kreuz, prozessiert übrigens die Stadt wegen zu starken Abschusses in lezten Pachtjahre auf Veranlassung der neuen Pächter, die sich hier­durch geschädigt fühlen. Auch die Förster( um Schlettstadt herum, noch fast alle aus unserer Zeit und Schule stammend) haben sich die Beibehaltung des deutschen Regalatios in der Hauptsache erkämpft und nehmen daher eine ganz andere Stel­lung ein, als ihre Kollegen im inneren Frankreich. Es fehle an ausgebildetem Nachwuchs, daß sie selbst und so vollständig

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ihre Söhne gute Laufbahn machten. Die Oberförster Schlettstadt z. B. ein versorgter Offizier seien reine Ver­waltungsbeamte, so daß sich für die Förster selbst als technisch allein Sachverständige angenehme dienstliche Verhältnisse ent­wickelt hätten. Neuerdings sind Försterschulen mit einjähriger | Ausbildungszeit für den Nachwuchs eingerichtet.

Auf der H.K.B. ist garnichts verändert und alles wird pietätvoller bewahrt, als man das in gleicher Hinsicht bei uns zu Lande hat gewöhnt werden müssen. Die Führer, noch die gleichen wie früher, jedenfalls alte gediente Soldaten, müssen allerdings ihre Vorträge in französischer Sprache halten, denn der sehr starke Besuch kommt fast ausschließlich aus dem Innern Frankreichs. Ueberhaupt ist der Fremdenverkehr in die Voge­sen jezt vielleicht noch stärker als früher und rekrutiert sich zu­meist aus Frankreich; aber auch deutsche Touristen und Sommer­frischler haben sich in das schöne Land mit seinen billigen Le­bensbedingungen zahlreich wieder herangefunden. Zu empfehlen ist eine neu eingerichtete Pension bei Alphons Goettelmann in Kinsheim, zu widerraten Franz auf der Wanzel. In Schlett­stadt selbst soll man im Hotel Hanser absteigen. Die Inhaber = 2,65 Rmf. Woehrle, sind gediegene Leute, die Preise 16 Fs. pro Tag für Zimmer und Frühstück und entsprechend für tadel lose Küche, sehr zivil. Vor dem Besuch bei Bleger( Mirior) bin ich wiederholt direkt gewarnt worden. F.K."! Die Ho­tels Buckel H.K.B. und Schaenzel haben ihre Besitzer ge­wechselt. Ri

und Lebensbedingungen zufrieden. Vom Hotel Hanser aus sind ständig Autos abzurufen. Sie fahren billig und es kann ihre Benugung nur jedermann empfohlen werden, der in kurzer Zeit viel sehen und hören will. Ich habe mich ihrer täglich bedient, auch am 3.( letten) Tage zur Heimfahrt nach Breisach. Eine dienstliche Reise nach Chemniß zum Polizeimeisterschafts­schießen mit meinen Potsdamer Gendarmen beschränkte meinen Besuch im Elsaß leider auf die Zeit vom 9. früh bis 11. nach­mittags. So fuhr ich durchs lachende Ried, den Illwald, Schnellenbühl, Heidelsheim, Dhnenheim, Kuhnheim, Biesheim nach Breisach zurück, aufs höchste befriedigt von meinem kurzen Ausflug ins Elsaß, den nachzuahmen ich nur jedem empfehlen kann, aber dann für einige Tage länger.

Franz Lehar

1912

den 30.

zum 60. Geburtstag am Mittwoch, den 30. April. Unter den zahlreichen Operettenkomponisten der Gegenwart und Anerken­nung, erfreut wie Franz Lehár. Und dies mit Recht. Wenn man die moderne Operettenproduktion tennt und sich in jeder Saison die serien und fabrikmäßig hergestellte Duzendware anhören muß, so stehen die Lehárschen Operetten himmelhoch über dem wohl recht betrüblichen allgemeinen Operetten- Niveau. Da­mit ist nicht gesagt, daß alle Werke Lehárs gleichwertig sind. Bei der außerordentlich großen Zahl der Lehárschen Operetten und bei der Schnelligkeit, mit der sie größtenteils entstehen, sind Unterschiede in der musikalischen Erfindung und in der fünſtle= rischen Qualität nur zu begreiflich. Immerhin: Wenn Lehár er verdiente auch nur ,, Die lustige Witwe" geschrieben hätte es, zusammen mit den großen Meistern der Klassischen Wiener Operette genannt zu werden.

ist keiner, der sich allgemein solcher Beliebtheit macht.

Es soll auch hier besonders des gastlichen Hauses unseres alten Garnisonspfarrers Weiß dankend gedacht werden, an dem niemand vorbei gehen sollte, der Schlettstadt besucht. Des gleichen sollte jeder den Lehrer im Ruhestand Schleber aufsu chen, der ja auch ständig aktive und Reserve- Offiziere von uns in Logis gehabt hat. Er hat mir bei zweistündigem Besuch sehr viel Interessantes aus den zehn leztverflossenen Jahren erzählt. Wenn man sich ein Bild über Sinn und Absicht der autonomistischen Bewegung machen will, so ist dieselbe als ein Kampf um die Beibehaltung guter, bewährter deutscher Ein­richtungen und Geſche aufzufaſſen. Und hierin hat die fran- das nötige technische Fundament erhielt, 1888 kam Lehár dann zösische Regierung Klugerweise nachgegeben.

Darüber hinaus ein besonderes Bekenntnis für Deutschland zur Schau zu tragen, wird begreiflicherweise nicht geduldet. Die

Weise, sowohl sich bei den Elsässern beliebt zu machen, als Franzosen bieten jetzt auch alles auf, und zwar in gewandter auch die Französierung durchzusehen. So erhalten die Kinder in der Schule pro Woche nur zwei Stunden deutschen Unter­richt und sind nach Abschluß desselben, wenn nicht mit Privat­stunden nachgeholfen wird, nicht imstande, einen deutschen Brief zu schreiben. Auch für die Erwachsenen sind die verschieden ften wissenschaftlichen Vereine in gleichem Sinne eifrig tätig. Hauptsächlich wird für die Pflege französischer, geschichtlicher und militärischer Tradition in stark unterstützten, militärischen Vereinen gesorgt. Hauptsächlich aber wird für das gute Vor­wärtskommen jedes Schaffensfreudigen Gorge getragen. So ist das elsässische Volk in seiner breiten Masse mit Lebensweise

Franz Lehár wurde im Jahre 1870 zu Romorn in Ungarn als Sohn des gleichnamigen Militär- Kapellmeisters geboren. Erstaunlich früh machte sich starke musikalische Begabung bemert­bar, die durch strengen Unterricht im Prager Konservatorium

als Konzertmeister nach Barmen- Elberfeld, später als Marine­Kapellmeister nach Pola, dann als Militärkapellmeister nach Triest, Ofenpest und schließlich nach Wien. Verschiedene Opern­versuche stammen aus dieser Zeit, denen aber der Erfolg versagt

blieb.

Durch Zufall erhielt dann Lehár eines Tages das Libretto zu einer Operette. Damit war er auf die Bahn gewiesen, die ihm zu seinen großen Welterfolgen verhelfen sollte. Es ent­standen in rascher Folge die Operettn: Wiener Frauen, Der Göttergatte, Die Jurheirat. Am 30. Dezember 1905 endlich wurde ,, Die lustige Witwe" uraufgeführt. Es folgten weiter: Der Graf von Luxemburg, Zigeunerliebe, Die ideale Gattin ( als Umarbeitung des Göttergatten), Die Tangofönigin, Der Frühling, Paganini, Friedericke, Das Land des Lächelns u. a. Am Mittwoch veranstaltet der Frankfurter Sender ein beson­deres Lehár- Konzert.