Nr. 24.
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Mittwoch, den 26. März 1930.
Fußball.
,, Gießener Zeitung"
Turnen, Sport
Um die Westdeutsche Meisterschaft.
Runde der Bezirksmeister.
Gruppe 2.
In Elberfeld: SC. 03 Kassel( Hessen- Hannover)
Sülz( Rhein) 1: 2( 1: 2)
In Koblenz: FV. Neuendorf( Mittelrhein) ( Bergisch- Mart) 2: 4( 0: 4)
Runde der Zweiten.
-
Spogg. 07
-
VFL. Benrath
Borussia
In Münster: Fortuna Düsseldorf( Bergisch- Mark)
Rheine( Westfalen) 4: 1( 3: 0).
Ergebnisse aus dem Bezirk.
Um die Meisterschaft der Gruppe Südhannover, 1. Bezirksklasse
( 3. Spiel):
Spielvereinigung Göttingen
Gesellschaftsspiele:
- FV. 05 Einbed 0: 0.
VB. Gießen Sport Kassel 2: 2( 0: 1) VB. Weidenau VFB.-K. Marburg Germania Marburg Borussia Fulda Hessen Hersfeld Kurhessen Kassel Kurhessen Kassel 2. Spielverein Kassel Preußen Nordhausen Sportfreunde Kassel
SpVgg. 1900 Gießen 3: 2( 2: 1) FV. Würzburg 2: 3( 1: 1) Germania Fulda 4: 1( 1: 1) Union Niederrad 2: 1( 0: 1) FC. Großalmerode 3: 2( 1: 2) Hermannia Kassel 1: 0( 1: 0) VFR. Kassel 1. 0: 3 GC. 05 Göttingen 2: 2( 1: 1) Hessen 09 Kassel 6: 4 SV. Corbach 1: 1( 0: 1) BV. 06 Kassel Schupo Kassel 3: 4( 1: 2) SC. Niedergirmes FV. Odershausen 0: 1 SV. Alsfeld- Weglarer SpV. 4: 1.
Gau Gießen- Wezlar:
Ehringshausen 1. 1900 Gießen 2. 5: 2( 0: 1) Heuchelheim 1.— Großen- Bused 1. 6: 1( 6: 0) Azlar 1. Weilburg 1. 1: 2( 1: 0) Burg 1. 5: 2( 2: 1) Ballersbach 1.
Wetzlarer SpV. 2.
VFB. Gießen 2.
Biskirchen 1. 1: 2( 0: 0) Nidda 1. 1: 0 Holzhausen 1. Bissenberg 1. 3: 1( 1: 0) Merkenbach 1. Offdilln 1.( V.) 4: 0( 2: 0) Aßlar 2. Weilburg 2. 3: 4
Oberbiel 1.- Niedershausen 1. 1: 5( 1: 2) Nauborn 1. Garbenteich 1. 5: 0 Hermannstein 1. Löhnberg 1. 3: 6( 1: 4) Büblingshausen 1. Steindorf 1. 2: 4( 1: 1) Lich 1. Grünberg 1. 1: 8( 0: 6) Wissenbach 1. Straßebersbach 1. 3: 1 Löhnberg 2. Hirschhausen 1. 8: 2( 6: 0) Nauborn 2. Garbenteich 2. 4: 4 Leun 1. Wehl. SpV. 3. 2. gem. Würgendorf 1.— Allendorf 1. 3: 1( 0: 0) Bieber 1. 1900 Gießen 3. 2: 0( 2: 0) Steinbach 2. 1900 Gießen 4. 4: 3
Jugend:
1900 Gießen 1. Heuchelheim 1. VfB. Gießen 2. Wetzl. SpV. 2. Butzbach 1. Wissenbach 1. Ballersbach 1. Steindorf 1. 1900 Gießen 3.
Oberbiel 1. Nauborn Sch.
Gau Marburg:
-
Niedergirmes 1. 1: 1( 0: 0) Großen- Bused 1. 2: 2 1900 Gießen 2. 0: 2( 0: 1) Niedergirmes 2. 2: 1 Lich 1. 1: 1
Straßebersbach 2. 3: 0 Burg 1. 0: 7( 0: 4) Braunfels 1. 4: 0
Steinbach 1. 4: 0( 2: 0) Weilburg 1. 2: 2
Garbenteich Sch. 4: 2
Laasphe 1. Dillenburg 1. 0: 9( 0: 4) Wommelshausen 1. Gladenbach 1. 4: 1
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Der Verkehr, das Fahrrad und die Schule.
Gum. Die Lösung des Verkehrsproblems beschäftigt viele Köpfe tagein und tagaus. Man schickt Verkehrstechniker und Polizeibeamte in ferne Länder, studiert im Verkehr der eigenen Großstädte die Wirkungen akustischer und optischer Warnungssignale und versucht es, die Fußgänger auf den modernen Verkehr zu dressieren. Die Lösung der Fragen wäre leichter, wenn die Welle des modernen Verkehrs nicht über uns hereingebrochen und alles, was da fährt und treucht, nicht urplötzlich vor eine vollzogene Tatsache gestellt worden wäre. Die Zunahme des Automobilverkehrs hat das Problem umso schwieriger ge staltet, als die Schaffung geeigneter Wege mit der Entwicklung nicht Schritt zu halten vermochte, und die Schwierigkeiten wurden schier unlöslich, als das Verkehrschaos durch Pferdefuhrwerke, Straßenbahnen, Handkarren und Fahrräder zu einem gordischen Knoten sich schürzte.
In diesem Tohuwabohu spielte der Fußgänger die Rolle des Leidenden. Seine, im Vergleich mit modernen Verkehrsmitteln unzulängliche ,, Schnelligkeit", sein langsames ,, Tempo", sein Versuch, mit natürlichen Hilfsmitteln akustische und optische Signale abzugeben, und sein Ehrgeiz, ohne mechanische Hilfs= mittel Zeit und Raum zu meistern und die Welle des Verkehrs überblicken und überhören zu können, machten ihn zum Schmerzenskind der Straße, bei dem er im Gegensatz zu anderen
Sport und und Spiel.
-
Ockershausen 2. Dreihausen 1.( V.) 4: 3 Germ. Marburg 2. Cölbe 1. 5: 0 Laasphe 2. Dillenburg 2. 0: 7( 0: 4) Biedenkopf 1.
Lirfeld 1.
Sarnau 1. 6: 3( 5: 2)
Dernbach 1.( V.) 2: 7
Friedensdorf 1.
-
Biedenkopf 2. 4: 1( 3: 0) Buchenau 1. Breidenstein 1. 3: 1 VfB.-K. Marburg 3. Sintershausen 1.( V.) 3: 3 Erdhausen 1. Damm 1. 4: 1
Sterzhausen 1.
Sterzhausen 2.
1
Germ. Marburg 3.
Spedswinkel 1. 0: 2
Spedswinkel 2. 3: 3
Cölbe 2. 2: 3
Niederwalgern 1. Schönstadt 1. 4: 1
Wommelshausen 2.
Gladenbach 2. 3: 2
Bürgeln 1. Begiesdorf 1. 1: 2
Bürgeln 2.- Begiesdorf 2. 0: 1 Roda 1.
-
VFB. Wetter 2. 1: 5
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Hassenhausen 1. Bortshausen/ Beltershausen 2: 2 Weipoltshausen 1. Rodenhausen 3: 0 Weipoltshausen 2. Frankenbach 6: 0 Oberwalgern
Jugend:
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Fronhausen b. Gladenb. 2: 1
VfB.-K. Marburg 2. Germ. Marburg 2. 0: 1 Biedenkopf 1. Sarnau 1. 3: 0
Laasphe 1. Dillenburg 1. 0: 6( 0: 1) Cappel 1. Dreihausen 1. 2: 4 VfB- K. Marburg 3. Germ. Marb. 3. 6: 0 Bürgeln 1. Frankenberg 1. 5: 0 Buchenau 1. Breidenstein 1. 3: 1
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Friedensdorf 1.
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Biedenkopf 2. 0: 0
BfB. Gießen Sport Kassel 2: 2( 1: 0). Vorausgeschickt muß werden: die Kasseler Gäste mußten sehr zufrieden sein mit dem Unentschieden, denn die VfB er spielten in den letzten 20 Minuten einen Fußball, der die Kasseler nur vereinzelt durchkommen ließ. Gießen lag weit mehr im Angriff und hatte auch die zahlreicheren Torgelegenheiten. In der ersten Spielhälfte glänzte die Gästemannschaft durch technische Reife, aber die VfB.er brachten dafür nach der Pause einen glänzenden Kampfgeist und einen unbeugsamen Siegeswillen auf, zwei Faktoren, die man bei der Mannschaft in der letzten Zeit sehr oft vermißte, und die den Ausschlag gaben. Der Kasseler Mittelstürmer brachte seine Mannschaft durch einen gut placierten Schuß in der 35. Minute in Führung. Nach der Pause erhöhte der Gäste- Halbrechte auf 2: 0. Darnach war es mit der Kasseler Durchschlagskraft vorbei und Gießen blagerte das Kasseler Tor und es dauerte lange, bis Fehling ein Tor aufholte. Der Kasseler Hüter hatte viel Glück dabei. Dann fiel aus einer Kombination Henrichs- Eisfeller- Haupt- Eisfeller der Ausgleichstreffer. Etwa 500 Zuschauer wohnten dem Spiel bei.
Die Kasseler Mannschaft war technisch nicht schlecht, scheiberte aber an der besseren Hintermannschaft der Platzbesitzer. Vor allem hatte sie einen guten Sturm zur Stelle. Bei VFB. war die linke Seite die bessere. Die Läuferreihe wurde sehr gut von der Verteidigung unterstützt. Vöckler hielt ausgezeichnet, war aber am ersten Tor nicht ganz schuldlos. Der Sturm weist noch einige Schächen auf und man verläßt sich allzusehr auf Haupt, der es allein auch nicht schaffen kann. Haupt ist der beste Techniker der Mannschaft, aber kein Torschütze. Der jr. Schiedsrichter konnte nicht restlos gefallen.
*
VfB. Weidenau Bez.Liga 1900 Gießen 1 Bezkl. 3: 2 ( 2: 1).
Die Blau- Weißen fuhren am Sonntag nach Weidenau mit dem Gefühl, eine sichere Niederlage heimzubringen. Es ist ja
Ein solches Einfügen war bei den Erwachsenen schwer. Bei ihnen mußte der Selbsterhaltungstrieb den nötigen Nachdruck in das Tempo beim Ueberschreiten eines Fahrdamms setzen, während man die Kinder durch Vorstellung der ihnen auf den Fahrdamm drohenden Gefahren in den Verkehr einzuspannen suchte. Man verlangte Verkehrsunterricht in den Schulen, ja sogar die Einführung einer ,, Verkehrsstunde“. Vielen mag diese Forderung sonderbar erscheinen, aber der Beobachter des modernen Verkehrs weiß, wie nötig es ist, die Kinder an den Verfehr zu gewöhnen. Bei dieser Gewöhnung kommt es umso mehr auf die Erziehung zur Selbständigkeit an, als nicht hinter einem jeden Kind ein Schuhmann stehen kann. Selbständig zu han deln muß das Kind gelehrt werden, und in dieser Beziehung hat man bei radfahrenden Kindern bemerkenswerte Beobachtungen gemacht.
Durch das Fahrrad werden die Kinder mit dem Fahrdamm vertraut gemacht. Während die Eltern nichtradelnder Kinder den Knaben und Mädchen den Fahrdamm als eine Hölle schildern, lernt das radelnde Kind den Fahrdamm von einer anderen Seite kennen. Es bemerkt, daß auf dem Fahrdamm Ordnung herrscht, Es fühlt, daß es durch die Verkehrsgesetze geschützt wird und nicht zu Schaden kommen kann, wenn es sich nach diesen Gesezen richtet. Wagen und Pferde verlieren den Schrecken, den nichtradelnde Kinder vor ihnen empfinden, und aus diesen Erfahrungen wächst eine Selbständigkeit sonders gleichen. Hinzu kommt eine Sicherheit in der Bewegung. Wie oft sieht man gehende Kinder unschlüssig auf dem Fahrdamm
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wohl auch so gekommen, nur daß man bei diesem Resultat von einem glücklichen Sieg der Weidenauer sprechen muß. 1900 hatte endlich Mohr aus der Mannschaft herausgelassen, für Adelberger war Best eingesprungen. Das Spiel war hart und der Schiedsrichter sehr weitherzig, kennzeichnend war für den Kampf das Tempo.
1900 spielte in der 1. Halbzeit gegen den Wind leicht überlegen. Jeder tat sein Bestes. Glück hatten die Gastgeber, daß drei Prachtschüsse durch die Torlatte gehalten wurden. Weidenau ging nach 25 Minuten durch seinen guten L. A. in Führung. 10 Minuten später fonnte der Mittelstürmer durch Drehball Sad zum zweiten Male schlagen. 1900 holte dann kurz vor der Pause in tadelloser Kombinationsarbeit durch Heilmann mit Kopfball ein Tor wieder auf. In der zweiten Halbzeit forcierte Weidenau das Spiel und drückte 10 Minuten lang. Erfolg das 3. siegbringende Tor durch den H. L. Weidenaus aus dem Gedränge heraus. Dann fiel Weidenau ab, 1900 spielte überlegen weiter und holte in der 70. Spielminute durch Zeiler mit schönem flachen Schrägschuß wieder ein Tor auf. Weidenau fämpfte hart, um den Vorsprung von einem Tor nicht einzu büßen und war sichtlich froh, als der Schiri das Spiel abpfiff.
Die 1900er fonnten gefallen. Die Mannschaft zeigte ausgeglichene und technisch gute Leistungen. Weidenau stellte gleichfalls eine ausgeglichene Mannschaft, aus der besonders der brilliante Torhüter hervorragte. Mit Interesse erwartet man das Rückspiel in Gießen.
*
Niedergirmes 1 Odershausen 10: 1.
Odershausen hat Anstoß, und es entwickelt sich sofort ein lebhaftes Tempo. Heifle Situationen entstehen vor beiden Toren, aber die guten Hintermannschaften lassen keine Erfolge zu. Da naht das Verhängnis in Gestalt eines Elfmeters. Hand des Niedergirmeser Mittelläufers er wird verschossen war zu gut gemeint.
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Niedergirmes fand sich nun besser und wurde etwas überlegen, aber die Stürmer waren zu nervös. Diefenbach, welcher halbrechts spielte, konnte sich nicht so richtig entfalten, denn von Schneidmüller wurde er gut bewacht. Kurz vor Halbzeit fiel das einzige Tor des Tages. Wieder Elfmeter für OckersHausen durch Handspiel des rechten Verteidigers, er wird verwandelt. Nach der Halbzeit nimmt Odershausen eine zeitlang das Heft in die Hand, aber Scheer im Tor war in sehr guter Form und hielt alles. Dann vafft sich Niedergirmes wieder auf, und der Ausgleich war oft nah, aber vergebens. Die Stürmer waren zu unentschlossen. Zum Schluß des Kampfes ließ das Tempo merklich nach, man hatte sich am Anfang etwas zu viel ausgegeben. Zwei Minuten vor Schluß war noch einmal eine Ein Edball sehr günstige Gelegenheit zum Ausgleichstor. fommt gut vors Odersh. Tor, doch der Linksaußen verpaßt eine der besten Torgelegenheiten. Schlußpfiff. Die Mannschaften: Odershausen ist den Wetzlarer Vorstädtern immer ein gern ge sehener Gast. Die Gästemannschaft spielte einen schönen und vor allem einen fairen Fußball. Niedergirmes spielte wie aus einem Guß. Man hatte wieder einmal seine Freude an der M. D. Elf.
*
Ehringshausen 1. 1900 Gießen 2. 5: 2( 0: 1).
Die Gäste überzeugten durch ihr schnelles Spiel u. geben von der ersten Spielminute ab das Tempo an. Dagegen findet
auch manchesmal das Verlangen, anderen etwas zu zeigen, bei den Entschlüssen maßgebend sein, und mögen mutwillige Knaben auch manchesmal die Gefahr suchen, um sie besiegen zu können, so ist das radelnde Kind doch viel selbstbewußter und selbständiger bei plötzlich auftretenden Verkehrshindernissen als das gehende Kind.
Eine Erklärung findet diese Selbständigkeit nicht nur in der Lösung von der Elternhand, sondern in dem Bewußtsein, ein selbständiges Glied eines von den meisten als Gefahrenquelle betrachteten Gebildes, des Verkehrs, zu sein: Hinzu kommt die Freude an der Geschwindigkeit, das Gefühl der Ueberlegenheit gegenüber den nichtradelnden Knaben und Mädchen und nicht zuletzt in dem Schlüssel zur Natur, den jedes Fahrrad mitbringt.
Bei Einführung der von der„ Verkehrswacht" geforderten Verkehrsstunde wird man die vorstehend erwähnte erzieherische Wirkung des Radfahrens bald fühlen. Das radelnde Kind fennt die Zeichen der Autolenter ebenso gut wie der Verkehrsschutzmann. Es reagiert auf die Winke der Verkehrsschutzleute schneller als der Fußgänger, der weder eine Bremse noch eine Glocke zu seiner Verfügung hat, um andere vor sich zu warnen und sich vor anderen zu schützen. Das radelnde Kind weiß nicht nur, daß rechts gefahren und links überholt wird, es handelt auch danach, und wer sonst etwas über die Vehrkehrsvorschriften wissen will, soll sich an radelnde Kinder wenden. Sie wissen alles, und wenn man in der Verkehrsschule Kräfte braucht, dann soll man sich diese aus den Kreisen der Radfahrer und
Schmerzenskindern den Schmerz selbst zu tragen hatte. hin und herlaufen. Sie machen sich und alle anderen unsicher Radfahrerinnen holen. Sie haben alles am eigenen Leibe ver
Die Polizei bemühte sich, den Fußgängern gerecht zu werden, aber die Welle des Verkehrs hob alle Versuche, den Fußgänger in althergebrachter Weise durch den Strudel des Verkehrs zu schleußen, auf. Man begann, auch die Fußgänger in das Joch von Verkehrsparagraphen zu spannen und wähnte sich der Lösung nahe, aber alle Versuche mußten solange scheitern, als nicht auch dem Fußgänger die Möglichkeit eines Einpassens in den modernen Verkehr geboten wurde.
und richten Unheil gerade dadurch an, wodurch sie es verhüten wollen. Das radelnde Kind hat alles zur Orientierung frei: Gehör und Gesicht. Seine Bewegungen auf dem Rade erfolgen unbewußt. Es lenkt unbewußt, es tritt unbewußt. Seine volle Aufmerksamkeit ist auf die Geschehnisse auf dem Fahrdamm gerichtet, und mit seinem wendigen, schnellen Gefährt vermag es der schwierigsten Situation Herr zu werden. Mag
spürt, sie kennen die Schliche und Kniffe auf dem Fahrdamm, sie wissen, wie man mit Fußgängern und Schuhleuten umzugehen hat, und was man von Kraftfahrern erwarten darf. Wir wollen nicht sagen, daß ein radelndes Kind nicht mehr in die ,, Verkehrsschule" zu gehen braucht, aber in eine höhere Klasse sollte man es angesichts seiner praktischen Erfahrungen im modernen Verkehr einschulen.
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Motorrad- u. Fahrrad- Reifen
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