Nr. 85
tirdijchen
icheinlich
den jind
Stolonnen beschäftigt wärts, da vorsichtig nen Tra geschweißt
oßer Auf
Der Toten
isher not wirft bei
iten über
ergmanns träge find
früh statt
Der preußi
tmann an
wähnt, für
men, den
ngs alten
Der Kohlen
le über zu
Sauart bald r die elet
Samstag, den 25. Oftober 1930.
Der Deutsche Beamtenplan gegen den Finanzplan der Regierung.
Der Bundestag des Deutschen Beamtenbundes nahm am Freitagnachmittag eine Entschließung zum Wirtschafts- und Von den anwesenden Finanzplan der Reichsregierung an.
356 Vertretern stimmten 350 für die Entschließung, während fich 6 der Stimmen enthielten. In der Entschließung wird erflärt, der Wirtschafts- und Finanzplan der Reichsregierung lasse die notwendige Gerechtigkeit in der Verteilung der Lasten vermissen. Da die beabsichtigten Maßnahmen der Reichsregierung sogar eine Heranziehung hoher und höchster Privateintommen außer Betracht ließen, rechtfertige sich schon hierans eine Ablehnung der Gehaltskürzung.
Mit Bedauern wird dann in der Entschließung festgestellt, daß außer der wirtschaftlichen, auch die rechtliche Stellung der Beamten stark erschüttert sei. In steigendem Maße sei die Zurüddrängung des Berufsbeamtentums und der Ersatz von Beamten durch Angestellte und Arbeiter zu beobachten.
Groener an die Offiziere der Reichswehr.
Wie wir erfahren, hat der Reichswehrminister Groener nach dem Abschluß des Prozesses vor dem Reichsgericht in Leipzig an die Offiziere der Reichswehr einen Erlaß gerichtet, in dem darauf verwiesen wird, daß der Reichswehrminister es als eine Beleidigung zurückweisen müsse, wenn ihm die nationale Ge sinnung afgesprochen würde. Weiterhin hat der Reichswehrminister in absolut eindeutiger Form die Offiziere noch einmal auf die unbedingte Pflicht zum Gehorsam hingewiesen. Die Bemühungen zur Beilegung des Metallarbeiterstreites.
Berlin. Obwohl in der Nacht zum Freitag die Nachvertsache, daß handlungen im Reichsarbeitsministerium zur Beilegung des enso billig Konfliktes in der Metallindustrie ergebnislos ebgebrochen worden sind, gibt man in unterrichteten Kreisen dennoch keines: wegs die Hoffnung auf, durch ein für beide Parteien tragbares Kompromiß eine Verständigung doch noch zu erzielen. Bereits am Montag wird die in der letzten Sitzung gebildete zehnertommission, die aus je fünf Vertretern der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite zusammengesetzt ist, im Reichsarbeitsmininicht ent sterium erneut zusammentreten und die Verhandlungen über politisce die Beilegung des Konfliktes wieder aufnehmen. Allein die t ein drin Tatsache, daß diese neuen Verhandlungen zustandekommen, bewirtschaftsweist, daß auf beiden Seiten der Wille zur Verständigung benenden Ge steht, und die am Freitag von einer Berliner Mittagszeitung verbreitete Nachricht, daß eine Aussperrung der gesammten Metallarbeiter im Reiche bevorstehe, ist daher als eine unver= antwortliche Hehe zu bezeichnen.
en Madrid despräsident
Präsidenten Revolution
Ungeure
Dolnáter
erung die
nicht be ift, wird
Stunden
In der
ichen Um neuen Re
Le trai dal
man da
zu der e
eichnet, i
Ten Geine
im wai
cht die g
ir es ber aive Füll
inder.
chlagworte zwedma
Sahrhunder
Menich u
ich felbft
itigen Gir
cen, um p
enen Gebi
Kindern le
Danane ob
richten un
immer be
Bzu gefta
t, refigni
ählende B
es für fi
laffen mu
die Erni
rnt und f
Was fchmed
Butter effe
be Ribe a
ann, und be
fteht es g
einer Sin
veh fimulier
er Generat
e Tomate,
zubeißen.
ftehen un
mierte Men
ter Luft
alle fede Iche Nab
enn wir m
Sozialdemokratischer Machtwille in Lippe.
Die bürgerlichen Oppositionsparteien des Lippischen Landtags haben nach Ablehnung ihres Antrages auf Auflösung des Landtages einen weiteren Antrag eingebracht, das Landespräsidium zu ersuchen, von sich aus den Volksentscheid auf Landtags= anflösung einzuleiten. Ueber diesen Antrag wurde in der letzten Landtagssigung verhandelt. Der sozialdemokratische Vorsitzende des Landespräsidiums, Drake, lehnte es ab, einem solchen Antrag zu entsprechen, selbst wenn er angenommen werden sollte. Auch die sozialdemokratische Fraktion sprach sich dagegen aus. Boykott deutscher Waren.
Letzlich wurde viel davon gesprochen, daß Holland und Dänemark deutsche Waren boykottieren wollen. In diesem Zusammenhange wird dem ,, Deutschen Wirtschaftsverein" aus den genannten Ländern gemeldet, daß es meist nur tönende Worte sind, die da über die Grenzen klingen.. Dänemark und die Niederlande setzen nämlich in Deutschland vor allem landwirtschaftliche Ueberschußzprodukte ab, die dort vielfach verderben müßten, wenn wir sie nicht kaufen. In Dänemark lehnt man einen solchen Boykott bereits ab, in dem man ihn als eine ,, bedenkliche zweischneidige Waffe" bezeichnet.
Offultes aus England.
Hans Friedrich Blund veröffentlicht im Oftoberheft der Deutschen Rundschau"( Berlin W. 30) einen Bericht einer Reise nach England, dem wir folgendes entnehmen:
Man kennt die englische Beschäftigung mit dem Irrationalen meist nur aus Zeitungsnotizen über Sherlock Holmes und scheut sich bei uns, die Dinge umständlicher zu behandeln. Man sollte sich einmal gründlich mit einer sehr religiösen Bewegung, die zwischen Theosophie und Aufklärung, zwischen High Church und Spiritismus in tausend Schattierungen das geistige Leben Englands beeinflußt, beschäftigen. Nicht, daß man sie nachahmen oder sich überzeugen lassen soll, aber man neigt doch leicht dazu, die daraus wirkenden Kräfte zu unterschätzen.
Ich habe in meinem Leben keiner Sigung beigewohnt und weiß auch nicht, ob ich dazu tauge, ich kann nicht einmal behaupten, daß ich ein Bedürfnis danach hätte. Aber ich habe mir gerne berichten lassen, welche Folgerungen jemand wie der irische Schriftsteller Bradley aus seinen Erlebnissen zieht. DieSer Mann, einer der aufgeklärtesten und nüchternsten Jren, die man sich vorstellen kann, kommt verhältnismäßig spät dazu, an sich selbst mediale Eigenschaften festzustellen. Er wirft sich mit ungeheurer Enengie in die Forschung. Er vermeidet durch eigene Beobachtung und Begabung die tausend Rückschläge, die sich aus den Schwindeleien der Medien ergeben; er erzählt mir, ohne daß ich Einzelheiten erfahren will, fast trocken von seiner Ueberzeugung, daß das Leben unzweifelhaft nach dem Tode in andere Schichten übergehe, aus denen man verwirrte Berichte zurückzuempfangen vermöge. Ach, jenes„ drüben" sei noch ebenso unvollkommen wie die Erde, es sei nur eine weitere Stufe im Streben nach einer Harmonie, deren letzte Erscheinung wir uns nicht zu erdenken vermögen.
Man horcht nicht nur aus Höflichkeit. Man weigert sich, durch Einzelheiten, die gelingen oder nicht gelingen, sich überzeugen zu lassen. Aber man hat als Beobachter eines fremden Landes, und nur als solcher spreche ich, das Gefühl, daß hier eine religiöse Anschauung vorliegt, die nicht ernst zu nehmen, töricht wäre, die wir, enttäuscht oder dünkelhaft, zu lange mißachteten, und die schon heute, im englischen Leben eng mit den
,, Gießener Zeitung"
Lokales.
Sonntagsgedanken.
Ernst ist die Miene und eilig der Schritt. Der schaffende Mensch geht seinem Tagwerk entgegen. Un die Köpfe fangen an zu rechnen und Zahlen um Zahlen wenden sich um. Hier bedeuten sie Glück, dort den Ruin. Auch ganze Völker haben sich schon verrechnet. Was nützt dann aller Hader und Streit um verlorenen Besitz, um Geld und Gut?- Zwölf Jahre schon tobt in unserem Vaterland der Streit dieser Meinungen. Er hat aber bisher nur entzweit, nicht vereint. Und Völkergeschicke lassen sich doch nur meistern, wenn alles einig hinter den Fahnenträgern steht! Volk und Vaterland müssen höher stehen als Parteien. Wo nicht Einigkeit ist, da fehlt der Friede, Blät wo fein Friede ist, da kann die Arbeit nicht gedeihen. tern wir in der Weltgeschichte. War nicht immer nur die Friedenszeit die Schaffende von Fortschritten und Werten, von Glück und Segen? Hat jemals Streit und Hader dem Einzelnen, Krieg und Revolution einem Volfe genützt?- Und Unfriede ist ein nagender die Bilanz aus dem Weltkriege? Wurm, nicht nur an materiellen Gütern; er hat schon Familien vernichtet, Staaten und Völker. Der Wille zum Aufstieg und zum Ruhm lockt alle Völker. Ein Wetteifer in aller Arbeit hat eingesetzt und würde vielleicht die Welt wieder glücklich machen wie einst, wenn nicht störende Kräfte der Verhetzung immer wieder am Werke wären. ,, Rang für alle hat die Erde" - hat uns ein Schiller schon gesagt und damit nur den Willen eines Schöpfers wiederholt. Wer Gutes wünscht, mache dazu den ersten Schritt zur Tat. Großmut demütigt den empfindsamen Feind mehr als ein Schwertstreich.
Der Sonntagsschreiber.
Für unsere Mütter für unsere Jugend!
8 DEUTSCHES REICH 8
15 DEUTSCHES REICH 15
25 DEUTSCHES REICH 25
50 DEUTSCHES REICH 50
OTHILFE S
Die neuen deutschen Wohlfahrtsbriefmarken Gültig bis 30. Juni 1931
* Teilmonatstarten.( Aenderung der Reichsbahn- Tarifbestimmungen). Seit dem 1. 9. ds. Js. gibt es bekanntlich schon Teilmonatskarten 2. Klasse. Einem Antrage des Verbandes reisender Kaufleute Deutschlands entsprechend, hat die Deutsche Reichsbahn- Gesellschaft Hauptverwaltung jetzt auch die Eil- und Schnellzüge gegen Bezahlung des tarifmäßigen Zuschlages zur Benutzung mit Teilmonatskarten freigegeben. Darüber hinaus hat sie sich bereit erklärt, den weiteren Wünschen des kaufmännischen Berufsreiseverkehrs in bezug auf die Aufhebung der bisher geltenden Entfernungsgrenze für Teilmonatsfarten von 75 km Rechnung zu tragen. Eine entspre= chende Aenderung der Tarifbestimmungen ist bereits in Vorbereitung.
* Aus dem Stadttheater. Heute abend gastiert die LudwigThoma- Bühne mit der Aufführung von Ludwig Thomas ,, Magdalena". Zum letzten Male wird am Sonntag, den
-
Konfessionen verknüpft, das religiöse Leben ganz anders als bei uns bindet und beeinflußt. Ich spreche nicht dafür, ich spreche nicht dagegen, ich erzähle nur von dem starken Einfluß, den die ,, Society of psychical research" drüben in viel weiteren Kreisen als man vermutet, ausübt. Aber ich füge auch hinzu, daß man niemals genug vor den peinlichen und unangenehmen Formen spiritistischer Laiensitzungen warnen fann, sondern nur die vorsichtig aufgenommenen Ergebnisse der großen wissenschaftlichen Gesellschaften im Auge haben darf. Kurz, ich registriere auch dies als ein Symptom des Aufruhrs gegen den Naturalismus, der England heute geistig bewegt.
Sparen
-
Nr. 85
26. Oktober, als Fremdenvorstellung, ,, Einen Jug will er sich machen", die Nestroy- Posse, gegeben.
* Große Geflügel- Ausstellung. Der Provinzialverband der Geflügelzuchtvereine Oberhessens veranstaltet in der Volkshalle am 5., 6. und 7. Dezember die 19. Hessische Landes- Geflügelschau, an der sich auch das Universitäts- Tierzucht- Institut und das Universitäts- Tierseuchen- Institut beteiligen werden.
-
* Obst- und Gartenbauverein. Ein Vortrag über ,, Herbstund Winterarbeiten im Blumengarten Behandlung der Zimmer- Pflanzen im Winter" hält am Sonntag, den 26. Oft., nachmittags 3.30 Uhr, im Kaufmännischen Vereinshaus, Garteninspektor Rehnalt.
* Deutschnationaler Handlungsgehilfen- Verband. Die Films vorführung„ Masuren, das Land der 1000 Seen" findet heute abend 8.30 Uhr, im Heim, in der Longstraße, statt. Außerdem läuft der Film„ Mit dem DHV. nach Holland und England". * Männer- Turnverein. Turngang nach Braunfels Sonn tag, den 26. Oktober. Abfahrt 10.20 Uhr.
Aus Nah und Fern.
Aus dem Ohmtal. In diesem Jahr scheinen die Hasen außergewöhnlich gut geraten zu sein. Auf einer kleinen Grenzstrecke erlegten dieser Tage einige Jäger innerhalb weniger Stunden 40 Hasen.
d
Tagung der ländlichen Hausfrauenvereine. Friedberg. Hier fand eine Werbeveranstaltung der ländlichen Hausfrauenvereine Hessens statt, die der noch jungen Landfrauenbewegung einen starken Antrieb gegeben haben dürfte. Die anwesende Reichsverbandsvorsitzende Frau von Bredow- Rathenow, entwickelte das Programm der ländlichen Hausfrauennereine. Mit Vorträgen, Filmvorführungen und Musikveranstaltungen müßten den Landfrauen gesellige und belehrende Abende geboten werden, auf denen ferner durch Austausch von Erfahrungen und Beobachtungen in der eigenen Arbeit eine gegenseitige Förderung möglich sei. Direktor Dr. Schad von der hiesigen Landwirtschaftlichen Schule behandelte das Thema ,, Die Frau in der Landwirtschaft". Generaldirektor Dr. Hamann von der Landwirtschaftskammer Hessen versicherte den ländlichen Frauenvereinen die Unterstützung durch die Landwirtschaftskammer.
Goldene Hochzeit Adam Karrillons.
Der in Wiesbaden lebende 77jährige Dichter aus dem Odenwald, Dr. Adam Karrillon, konnte dieser Tage mit seiner Gattin das Fest der goldenen Hochzeit feiern. Karrillon ist Ehrenbürger von Weinheim und Waldmichelbach.
Heppenheim a. d. Bergstr. Die Jugendherberge ,, Die Eulenburg" in Heppenheim wird am Sonntag, den 26. Oktober, eingeweiht.
Mainz, 24. Oktober. Als heute abend ein Wächter der Wach- und Schließ- Gesellschaft im Scherz gegen ein dreijähriges Kind den Revolver anlegte, ging plötzlich ein Schuß los und traf das Kind in den Kopf. Das Kind wurde sofort in das Städtische Krankenhaus gebracht, wo es infolge der Verletzung gestorben ist.
Mainz. Aus wirtschaftlicher Not hat sich der Kaufmann und Kreisfeuerwehrinspektor Kölsch erschossen.
Wezlar. Alfred Bender von hier entkam aus der Fremdenlegion, legte 60 Tagemärsche durch die Wüste zurück und ist nun in der Heimat wieder angekommen.
Herborn. In der Stadtverordnetenversammlung wurde mitgeteilt, daß auch für diesen Winter Vorsorge getroffen worden ist, um der Not hilfsbedürftiger Einwohner zu steuern. Mit der alsbaldigen Jnangriffnahme der Arbeiten zur Dillregulierung wird leider nicht gerechnet werden können, weil mit einigen Eigentümern über den Geländeankauf keine Einigung erzielt werden kann. Weiter ist die Finanzierung noch nicht sichergestellt.
mehr die wirtschaftliche, und besonders die kapitalwirtschaftliche Seite des Problems betont. Ein Land, das eines Teils seiner natürlichen Erwerbsquellen beraubt und vor die Aufgabe gestellt ist, sich eine neue wirtschaftliche Existenzgrundlage zu schaffen, muß mit allen Kräften danach streben, einen Kapitalfonds aus eigenen Mitteln anzusammeln, es darf keinesfalls sein Eintommen vollständig aufzehren, wenn es sich nicht selbst die Hoffnung auf einen Wiederaufstieg zunichte machen will.
Aber auch damit ist das Wesen des Sparbegriffs noch nicht erschöpft: Rationalisierung der Produktion und Kapitalbildung sind Dinge, die ungeheuer wichtig sind und unter Umständen über das wirtschaftliche Schicksal eines Volkes entscheiden fönAber es gibt Situationen, in denen man noch einen
ein Grundbegriff aller Wirtschaft. Schritt weiter zurüdgehen und zunächst dem allerprimitivsten
Gedanken zum Weltspartag 1930.
Es ist einige Jahre her, daß alle Welt von Rationalisierung zu sprechen begann. Als sich die Schleier der Inflation von den Dingen gehoben hatten, als man sah, was an realen Werten aus der Kriegs- und Nachkriegszeit übrig geblieben war, da machte sich bald mit großer Dringlichkeit die Forde rung gelten, mit den vorhandenen, gewiß nicht allzu reichlich bemessenen Mitteln auszuhalten, um möglichst große Erfolge zu erzielen. Eine fieberhafte Tätigkeit setzte in allen Zweigen des Wirtschaftslebens ein, um die organisatorischen Voraussetzungen für die Erfüllung dieser Forderung zu schaffen. Daß dabei oft falsche Wege eingeschlagen und unter Ueberschäzung des rein Technischen übers Ziel hinausgeschossen wurde, spricht nicht gegen die innere Berechtigung der Bewegung.
Schlagworte haben die Eigenschaft, daß sie allmählich aus der Mode kommen. Deshalb verschwand auch das Wort„ ,, Rationalisierung" nach und nach wieder aus den Leitartikeln und Vorträgen, um einem anderen Worte Platz zu machen, das zwar im Grunde dasselbe bedeutet, nur daß es nicht aus Amerika importiert und bedeutend älter ist: man fing an, vom Spa= ren zu sprechen! Sparen sowohl vom Standpunkt des Einzelnen als auch vom volkswirtschaftlichen Ganzen aus gesehen, crschien als die Forderung des Tages. Hatte bei dem Rationalisierungsfieber das technische Moment die beherrschende Rolle gespielt, so wurde, wenn man jetzt Sparsamkeit empfahl,
wirtschaftlichen Grundgesetz Anerkennung verschaffen muß: Einnahmen und Ausgaben in Einklang zu bringen. Eine solche Lage scheint augenblicklich gegeben zu sein, wo durch die Weltwirtschaftskrisis die gewohnten Voraussetzungen für das Funktionieren des wirtschaftlichen Mechanismus umgeworfen zu sein und man tut scheinen. Wenn man heute vom Sparen spricht
es sehr viel und sehr ernsthaft in der Oeffentlichkeit wie unter privaten Wirtschaftern dann denkt man an äußerste Einschränkung des Verbrauchs, um zunächst einmal die durch Preistatastrophen, Steuerbelastung und Vertrauenstrije erschütterte Grundlage des gesamten Wirtschaftslebens wieder herzustellen, um darauf eine neue, nach oben führende Entwicklung aufbauen zu können.
Die Idee des Sparens zieht sich also durch das gesamte Wirtschaftsleben hindurch und nimmt je nach der Forderung Allen Einzelfällen des Augenblics verschiedene Gestalt an. gemeinsam ist die zwingende Erkenntnis der Notwendigkeit, wirtschaftlich verantwortungsbewußt zu handeln, über den Augenblid hinaus für die Zukunft zu sorgen und so einen Fortschritt der Gesamtheit zu ermöglichen. Der Weltspartag, in diesem Sinne gesehen, gewinnt für uns Deutsche gerade in der gegenwärtigen Lage eine besondere Bedeutung, denn er ist ein Symbol für diejenige Kraft, die allein imstande sein wird, uns aus dem„, finsteren Tal" der wirtschaftlichen Not und Abhängigkeit wieder auf eine neue Höhe hinaufzuführen.


