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Mittwoch, den 24. September 1930.

Fast nicht minder wichtig wie der erste Teil des Artikels 164 ist sein zweiter, in dem ,, Schuß vor Ueberlastung und Auf­saugung" versprochen wird. Gewiß ist das Handwerk bereit, an Steuern und Lasten dem Staate zu geben, was des Staates ist. Es kann aber nicht verkannt werden, daß bei der Notlage, in der Reich, Länder usw. sich befinden, bereits eine außeror­dentliche Ueberlastung eingetreten ist, die auf die Dauer nicht ertragbar ist. Daher müssen aber dem Handwerk bei entspre­chender Besserung unserer Wirtschaft wie der finanziellen Lage des Staates auch weitestgehende Steuererleichterungen gewährt werden; insbesondere muß die Sonderbelastung der Gewerbe­steuer dem gewerblichen Mittelstand gegenüber gänzlich fort­fallen. Was von den steuerlichen Lasten hier gesagt wird, gilt entsprechend auch für die Lasten der oft gleichfalls uner­träglich hohen Tarife, Gebühren und vor allem der Sozial lasten!

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Der Schutz des Artikels 164 gilt aber nicht nur dem Staate und seinen Drganen, vielmehr auch anderen Berufs­ständen, also z. B. den Kartellen, Trusts usw. wie auch den großkapitalistischen Organisationen der Großindustrie gegenüber. Gewiß wird vom Handwerk die Notwendigkeit der Kartelle usw. anerkannt, aber nicht deren Auswüchse. Wenn jetzt in den Notverordnungen des Herrn Reichspräsidenten die Machtmittel des Staats den Kartellen gegenüber usw. erweitert worden sind, so wird das Handwerk hier nur zustimmen können. Zu wünschen ist nur, daß in der Praxis diese neuen Bestimmungen nicht gegen das Handwerk und seine Organisationen angewendet werden. Dieser Wunsch ist aber mit Rücksicht auf Erfah rungen, die unser Handwerk mit der Preistreibereiverordnung und mit verschiedenen Preissenkungsaktionen gemacht hat, wohl be­rechtigt.( Die Hess. Handwerkskammer hat dieser Frage be­reits ebenfalls ihre Aufmerksamkeit zugewendet und wird die Entwicklung überwachen.)

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,, Gießener Zeitung"

Lokales.

* Prof. Dr. Pasch. Jm Alter von 87 Jahren ist der Senior der deutschen Mathematiker, Geheimer Hofrat Prof. Dr. Moritz Pasch in Bad Homburg, wo er zur Erholung weilte, gestorben. Pasch war geborener Breslauer. 1865 erwarb er den Doktor­grad und habilitierte sich im Herbst 1870 in Gießen für das Fach der Mathematik. Drei Jahre später wurde Pasch Extraordina­rius und im Jahre 1875, nach Ablehnung eines Rufes nach Breslau, Ordinarius in der philosophischen Fakultät. Ostern 1911 trat er in den Ruhestand. Außer zahlreichen Abhandlungen über Funktionentheorie, Geometrie in Fachzeitschriften, veröffentlichte Pasch u. a.:,,Vorlesungen über neuere Geometrie", eine Ein­leitung in die Differential- und Integralrechnung, ferner die ,, Grundlagen der Analysis" und Veränderliche und Funktion." Bei den zahlreichen Jubiläen, die er begehen durfte, u. a. bei seinem 50- jährigen Doktorjubiläum ist ihm die allgemeine und uneingeschränkte Anerkennung seiner Fachgenossen zuteil gewor den. 1923 haben ihn die Universitäten Freiburg i. B. und Frank­furt a. M. zu gleicher Zeit zum Doktor der Naturwissenschaften ehrenhalber ernannt. Bis in seine letzten Tage war der Gelehrte noch mit den Problemen beschäftigt, denen er sich seit Jahr­zehnten unausgesetzt gewidmet hatte, den Fragen nach den Grundlagen des mathematischen Denkens überhaupt und des geo­metrischen insbesondere.

Und dann noch eins; es hieße Eulen nach Athen tragen, wollte ich noch die Unverträglichkeit des Artikels 164 mit der sogenannten kalten Sozialisierung hervorheben, wie sie insbeson dere von den Gemeinden, denen sie schwerste Verluste gebracht hat, hervorheben; hier sollte auch im Interesse aller Steuer­zahler die Staatsgewalt mit allem Nachdruck Artikel 164 der Reichsverfassung zur Durchführung bringen.

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mit einer

Nr. 76.

Wasserleitung soll an das Gießener Wasserleitungsnetz ange­schlossen werden. Mit den Arbeiten will man sofort beginnen. Lich. Der bekannte Kirchweihmarkt, Schweine- und Krämer­markt, findet am Montag, den 29. September statt.

* Sarrasani eröffnet! Freitag, den 26. September, abends 7.30 Uhr, wird Direktor Stosch- Sarrasani sein Gastspiel in Gießen auf dem Volkshallenplatz feierlich eröffnen glanzvollen Parade, an der sich 37 Nationen beteiligen. Die volkstümlichen Eintrittspreise machen jedem den Besuch der ,, Schönsten Schau zweier Welten" möglich. Sarrasani wird nur 4 Tage in Gießen gastieren. Es sei übrigens an dieser Stelle ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, daß die Eröffnung der Sarrasanischau nicht, wie ursprünglich angekündigt, am 25. 9., sondern am 26. September, abends 7.30 Uhr, stattfindet. Karten Vorverkaufsstellen: 3irfuskasse täglich ab 9 Uhr früh durchgehend geöffnet. Tel. 3333/3400. Wilhelm Moeser 3i­G. m. b. H., Zigarrenhaus, Seltersweg 38, Tel. 2328. Verkehrs­garrenhaus S. Loeb, Bahnhofstr. 52a, Tel. 4196. verein E. V., Seltersweg 93, Tel. 2396 und 2851.

Db und inwieweit nun Artikel 164, der ja ein ganzes hand­werkliches Programm in seinen wenigen Worten umschließt, in der Praxis durchgeführt wird, wird zu einem guten Teil vom Handwerk selbst abhängen. Daher sollte jedweder Hand­werker mit aller Macht dahin streben, zugunsten seines Be­rufsstandes seinen Einfluß in der Partei, der er angehört, zur Geltung zu bringen. Gewiß kann Politik das Geschäft schä­digen, aber auf die Dauer geht es nicht an, daß große Teile des Handwerks wie jetzt sich bewußt von der Politik aus Angst Nie sollte das vor geschäftlichen Schädigungen fernhalten. Handwerk vergessen, daß die Staatsgewalt mehr als je- und in die Wirt­dies spürt es ja hinreichend am eigenen Leibe schaft, sei es auch nur auf dem Wege der Steuer, eingreift und daß daher es notwendiger als je ist, die Interessen des Handwerks auch im öffentlichen Leben allüberall zu wahren. Der Weg hierzu geht zu einem guten Teile jedenfalls nur über die Parteien! In diesem Kampfe aber kann Artikel 164 der Reichsverfassung dem Handwerk eine gute Stüße bei Geltend­machung und Verfechtung seiner Ansprüche werden; dieses näher darzulegen, war der Zweck dieses Aufsages.

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Kaichen, Kr. Friedberg. Dieser Tage wurde einem hiesigen Landwirt der Betrag von 2000 RM. aus der Schublade des Sekretärs gestohlen. Als Täter kommt ein Handelsmann in Frage, der aber noch nicht ergriffen ist.

Darmstadt. Der Odolfabrikant Lingner in Dresden hatte bekanntlich bei seinem Ableben das ihm gehörige Schloß Tarasp dem früheren König von Sachsen vermacht, der aber dieses Ver­mächtnis abgeschlagen hatte. In zweiter Linie war der frühere Großherzog von Hessen bedacht worden. Dieser hat das Erbe angetreten. Wie verlautet, sind jetzt Verhandlungen eingeleitet worden mit dem Ziele, diese ausländische Besitzung in eine Fa­milienstiftung umzuwandeln.

* Personalnachrichten. Ernannt wurden die Schulamts­anwärter Wilh. Erb aus Weitershain zum Lehrer an der Volks= schule Ettingshausen, Johannes Andreas Loos zu Leutersbach zum Lehrer an der Volksschule zur Lohrbach, Otto Sommerlad aus Beuern zum Lehrer an der Volksschule zu Jlbeshausen und der Gendarmeriehauptwachtmeister Adam Mauß zu Ortenberg zum Gendarmeriemeister.

Tagung der hessischen Müller in Worms.

Mittwoch, den 24

Ergebn

Gesellschaftsspiele: SV. Corbach

Hermannia K FC. Grone

Germania Ma Bermbach 2. Verbandsspiele: Bezirksliga, Gruppe

Boruffia Fuld Seffen Hersfeld VfB.-K. Marb Sport Raffel Bezirksliga, Gruppe Kurheffen Kaff SpVgg. Göttin SV. Einbed 1. Bezirksklasse, Gru Wallau Wiefenbach Frohnhausen Gruppe Fulda: Alsfeld- L Schlüchtern Neuhof- Be Sterbfrig­Gruppe Kaffel: Hejjen Preuze Tura Kassel Meljungen Niederzwehren Gruppe Sübhannove Wizenhausen B Weende 2. Bezirksklasse: Aplar

Der Hessische Müller- Innungsverband hielt seinen dies­jährigen Verbandstag am 21. September im Hause des Hand­werks in Worms ab, der aus den drei Provinzen des Hessen­landes gut besucht war. Dem Verbandstag voraus ging am Samstag mittag eine Obermeistertagung bei Anwesenheit der Vertreter der süddeutschen Verbände, bei der alle das Müllerei­gewerbe betreffenden Fragen besprochen wurden. Der Vor­sitzende, Mühlenbesitzer Scherer- Höchst i. O., wies darauf hin, wie notwendig im Hinblick auf die sich immer mehr verschlim­mernden Lage des Mühlengewerbes der enge Zusammenschluß sei. Als nächstjähriger Tagungsort wurde Heppenheim a. d. B. bestimmt. Die Frage einer süddeutschen Arbeitsgemeinschaft wurde sowohl in der Obermeistertagung als auch auf dem Ver­bandstag sehr eifrig diskutiert. Geschäftsführer Dechert wurde beauftragt, auch mit den nassauischen Kollegen zwecks Anschluß in Verbindung zu treten. Der Schriftleiter der Oxydo- Mittei­lungen hielt einen Vortrag über die Mehlveredlung im allge­meinen und das Bleichen im besonderen, der sehr beifällig auf­genommen wurde. Tariffragen wurde besprochen und der Ge­schäftsführung Richtlinien gegeben. Ueber das Brotgesetz war wenig zu sagen, da dieses bis jetzt nur auf dem Papier steht und seitens der Landwirtschaft, für die es geschaffen wurde, und der Bäcker sehr wenig beachtet wird.

* Aus dem Gerichtssaal. Ein wegen Betrugs in zwei Fällen vom Amtsgericht Bad- Nauheim zu 2 Monaten und 2 Wochen verurteilter Versicherungsbeamter aus Assenheim wurde mit sei­ner Berufung von der hiesigen kleinen Strafkammer zurückge­wiesen. Einem vom Amstgericht Butzbach zu einem Monat Ge­fängnis verurteilten jungen Mann aus Nieder- Weisel wurde die Strafe auf 50 Mark Geldstrafe herabgesetzt.

* Aus dem Stadttheater. Das Stadttheater veranstaltet am Sonntag, den 28. September, einen besonderen Werbetag für die Erhaltung der Bühne, durch den die Bevölkerung noch­mals auf den Ernst der Lage aufmerksam gemacht werden wird.

* Schule für technische Assistentinnen. In der zweiten Hälfte des Oktober 1930 wird an die Medizinischen Instituten der Universität eine Schule zur Ausbildung technischer Assistentin­nen eröffnet werden. Der Unterricht umfaßt sämtliche Aus­bildungsfächer, die in dem von der Regierung aufgestellten Lehrplan vorgesehen sind. Der Unterricht ist theoretisch und praktisch. Die Ausbildung dauert Jahre. Am Schluß der Ausbildung findet eine staatliche Prüfung statt, anschließend ist ein praktisches halbes Jahr abzuleisten, darauf wird vom Mi­nister die staatliche Anerkennung ausgesprochen, die für das ganze Deutsche Reich gilt.

* Allgemeine Ortskrankenkasse. Die rückständigen Beiträge zur Kranken-, Invaliden- und Erwerbslosenversicherung für den Monat August 1930 fönnen noch bis zum 1. Oktober ds Js. ohne Kosten bezahlt werden.

Wolfsheim. In Rheinhessen ist die Hamsterplage außeror. dentlich groß. In unserer Gemarkung wurden dieses Jahr 14 000 Hamster ausgegraben.

Günterod( Kr. Biedenkopf). Einer großen Wilddieberei ist man hier auf die Spur gekommen, bei der die Wilderer mit Drahtschlingen arbeiteten.

Herborn, 23. 9. Auf eigenartige Weise zu Tode gekommen ist der Sägewerksbesitzer Christian Reichel in Frechenhausen. Beim Holzsägen drang ihm ein Splitter durch die Augenhöhle in den Kopf und verletzte das Gehirn. Kurz nach der Ein­lieferung des unglücklichen Mannes in das Dillenburger Kran­fenhaus trat der Tod ein.

Haiger, 23. 9. Bei Reparaturarbeiten im Schacht der Erz­grube Heinrichsglück bei Wilnsdorf wurde der 27jährige Berg­mann Helmut Oerter aus Wilnsdorf vom Förderkorb erfaßt und auf der Stelle getötet.

Siegen. Hier hat die Arbeitslosenziffer den achtfachen Stand des Vorjahres erreicht. Jeder sechste Einwohner ist arbeitslos.

Feuer im Frankfurter Osthafengebiet. Frankfurt a. M. Zwei große, dicht mit Gummi- und Leder­abfällen angefüllte Hallen der Eisen- und Produktenhandlung Adler im Osthafengebiet gerieten Sonntagnachmittag in Brand und wurden innerhalb einer Stunde gänzlich eingeäschert.

Frankfurt a. M. Die Kriminalpolizei hat dieser Tage eine schwere Rauschgiftaffäre aufgedeckt. Am Donnerstag wurde in einem Tanzlobal die berufslose 23jährige Betty Gerhardt ver­haftet, die in den Kreisen der Kokainschnupfer eine bekannte Persönlichkeit war. Weiter wurde ein Provisor einer Apotheke im westlichen Stadtteil festgenommen, von dem die Gerhardt ohne ärztliches Rezept das Kokain erhielt. Die Gerhardt über­mittelte das Kokain dem in Fußballkreisen weit bekannten Robert Pache. Ihm wird außerdem zur Last gelegt, daß er in seiner Wohnung wahre Orgien auf sexuellem Gebiet veranstal tet hat. Gegen alle drei Beschuldigten hat der Untersuchungs richter Haftbefehl erlassen.

* Ausgabe von Befreiungs- Goldstücken. Anläßlich der er­folgten Räumung der Rheinlande werden durch die Preußische Staatsmünze Berlin eine Anzahl Befreiungs- Goldstücke in Größe der früheren Zehn- und Zwanzigmarkstücke geprägt und herausgegeben. Diese Gedennkmedaillen können zum Preise von 15 bez. 25 RM. ausschl. Porto bei der Versandstelle der Befreiungs- Goldstücke, Berlin, Paulsborner Straße 93( Post­scheck: Berlin 130443), bestellt werden und gelangen nach Vor­einsendung des Betrages bezw. gegen Nachnahme zum Versand. Preisgekrönte Arbeiten. Der Zusammenhang von Gang und Charakter als Preisaufgabe der Erdal- Studiengesellschaft hat nicht weniger als 169 Bewerber zu Einreichungen vielfach bedeutender Untersuchungen veranlaßt. Nach dem Spruch der Preisrichter sind die Preise von 2550 RM. den Herren Dr. Wal­ter Best, Gonsenheim- Mainz, Prof. Dr. Fritz Giese, Technische Hochschule Stuttgart, Dr. med. Albrecht Langelüddeke, Privat­dozent für Psychiatrie an der Universität Hamburg, Dr. Wer­ner Wolff, Berlin- Charlottenburg, Dr. A. Ch. Wilsmann, Stuttgart, zugefallen.

Bleichgesichter kämpfen um Rothäute! Sarrasani, der vom 26.- 29. September in unserer Stadt ein Gastspiel geben wird, hat mit dem im Mai in Cherburg ein­getroffenen Hapag- Dampfer Newyork" eine Truppe echter, nordamerikanischer Indianer bekommen. Die Vorgeschichte des Indianertransportes ist sehr interessant. Sarrasani hat seit mehr als 20 Jahren ein Indianer- Monopol. Er ist der einzige Europäer, dem die Regierung zu Washington gestattet, echte Indianer, die in U. S. A. als ethnographische Kostbarkeiten sorgsamst gehütet werden, über den Atlantischen Ozean nach Europa zu bringen. Allerdings kostet dieses Monopol Sarra­jani eine Menge schwerer Verpflichtungen. Für jeden Indianer muß Sarrasani zunächst eine hohe Kaution hinterlegen, ferner Hin und Rücktransport bezahlen, freie Wohnung, gute Ver­gute Gage geben. Diesmal pflegung und last not least hat Sarrasani seine Cowboys direkt in das Indianerterritorium von Oklahoma geschickt, um den hundertjährigen Häuptling ,, Black Corn" zu holen, der 1926 mit seinen Kriegern bei Sar­rasani war. Black Corn hatte dem Präsidenten Coolidge, der seine Ferien im Indianergebiete verlebte, mit Stolz die Ehren­geschenke gezeigt, die er während seiner Indianerzeit von den Oberbürgermeistern von Berlin, Dresden, Frankfurt a. M. und London erhalten hat. Er wollte gern wieder zu seinem Freunde Sarrasani kommen, aber den Intrigen gewisser Kon­kurrenten gelang es, Black Corn von der Reise nach Europa zurdzuhalten. Sarrasanis Cowboys zogen also in andere In­dianerterritorien und kamen endlich nach langen, beschwerlichen Ritten durch Schnee und Sturm nach Süd- Dakota, allwo im Gebiete Pine Ridge die Jagdgründe des Häuptlings ,, White Buffalo" liegen, der 1913 bei Sarrasani war. White Buffalo hat große Ländereien, eine ganz modern eingerichtete Farm und ist Herrscher über 1200 Rothäute. Sogleich entschloß er sich, mit einer Schar seiner Mannen der Einladung Sarrasanis Folge zu leisten. Aber auch er stieß bei der Verwirklichung seiner Ausreise auf Widerstände, die man Sarrajani in aller Heimlichkeit gesponnen hatte. Im Auswanderungsamt der U. S. A. entwickelte sich ein stiller, aber äußerst heftiger und zäher Kampf der Bleichgesichter um Rothäute. Schließlich zer­hieb White Buffalo nach echter Heldenart den gordischen Kno­ten der Intrigen. Er erklärte ,,, wenn man ihn und seine Leute nicht zu Sarrasani reisen ließe, würde er seinen ganzen Grund­besitz, alle seine Viehherden verkaufen und den Erlös restlos verſaufen!" Diese kategorische Erklärung wirkte im alkohol­freien Amerika sensationell und sie hatte die gewünschte Wir­tung. White Buffalo konnte mit seinen Kriegern, Medizin­männern, Tänzern, Frauen und Kindern nach Europa ziehen. Und so tam Sarrasani zu seinen Indianern, die er nun in allen seinen Vorstellungen im Rahmen einer großen Wild- West- Pan­tomime auftreten läßt.

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* Das Winterprogramm des Frankfurter Senders. Im Vortragsteil des Südwestdeutschen Rundfunks gibt am Mon­tag, den 29. September, der künstlerische Leiter Ernst Schoen einen Ueberblick über die Hauptpläne des Frankfurter Rund­funkprogramms für diesen Winter.

Aus Nah und Fern.

Wiesbaden, 23. 9. Auf die Kasse der hiesigen Filiale de Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank für Hessen- Nassau( Sis Frankfurt) wurde ein Raub verübt. Dem Räuber sind 11 000 Mark in die Hände gefallen.

Großzügiges Arbeitsbeschaffungsprojekt. Klein- Linden. Um die Arbeitslosigkeit zu mindern und zu­gleich einem dringenden Erfordernis der Gemeinde zu genügen, hat der Gemeinderat beschlossen, den Bau der Wasserleitung und der Kanalisation mit Kläranlage im ganzen Dorf durch­zuführen. Die Kosten sind auf 322 000 RM. veranschlagt. Das Reich und der Staat gewähren aus den Mitteln des Arbeits­beschaffungsprogramms einen zinsverbilligenden Zuschuß. Die

Diebstahl auf der Jposta. Berlin, 23. 9. Der Philatelist Walter Eichler aus Char lottenburg hatte auf seinem Stande u. a. ein Auswahlheft mit Briefmarken ,, Altdeutschland" liegen. Als er nach kurzer Ab wesenheit an seinen Tisch zurückkehrte, war das Heft verschwun den. Die in dem Heft enthaltenen Marken stellten einen Wer von etwa 7000 Mark dar.

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Eh SC. Wehlar Löhnberg

Manderbach

Offdilln­

Sechshelden

Biedenkopf

Laasphe Wetter Frankenberg Bottenhorn

Gau Gießen- Wegla

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SC. Wetlan

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Großen- Bu

Niederweis

Steinbach

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1900 Gießen VfB. Gießen

Garbenteich

Stangenrod

Niederohmen

Grünberg 2. Villingen

Dutenhofen

SC. Wezlar Büblingshau Bistirahen 2.

Wezl. SpV.

Burgfolms 2.

Braunfels 2.

Tiefenbach 1.

Oberndorf 1.

Ejjershausen

Hirschhausen

Merenberg

Jugend:

1900 A 1 Lollar A 1 Niederweisel

1900 3

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Großen- Bused Burgfolms A Wehl. Spr.

Su Dill.

Manderbach

Haiger

Rittershause

Offdilln 2. Sechshelden Donsbach

5

Oberroßbach

Langenauba

Donsbach 2.

Weidelbach

Wissenbach

Langenauba Haiger 2.

Haiger Langenauba Rittershauf

34. Generalversammlung des Ev. Bundes in Coburg. Unter Leitung seines Präsidenten Ministerialdirektor D. Conze Berlin trat der Evangelische Bund in Coburg zusam men. Zentral- und Gesamtvorstand berieten über ,, Recht und Willen zu protestantischer Politik"". Der Weimarer Ausschuß, in dem die Universitätsprofessoren D. Schumann- Gießen und D. Borneamm- Gießen mitwirkten gab dazu die wissenschaftliche Klärung. Eine politische Proklamation ver fündet den energischen Willen, den deutschen Protestantismus als kulturbestimmenden Faktor des staatlichen Lebens nicht aus schalten oder beschränken zu lassen. Der hessische Hauptverein ist vertreten durch Landeskirchenrat D. Wait, Pfarrer Berd Roßdorf, Pfarrer Berger, Darmstadt und Dr. Simon, Offen bach. Die Mitgliederversammlung nahm auf Grund einer abgeschlossenen neuen Sagung eine wesentliche Neuzusammen setzung des Zentralvorstandes vor. Der Festsonntag brachte unter regster Anteilnahme des ganzen Coburger Landes zahl reiche Festgottesdienste und darnach im Konzertsaal der Burg den Festakt, bei dem Universitätsprofessor D. Schumann Gießen ,, Vom Sinn evangelischen Bekennens" sprach. Zugleich teilte er mit, daß die theologische Fakultät Gießen den hoch verehrten Stadtpfarrer Fickenscher- Nürnberg zum Ehrendokto promoviert habe.

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Jugend:

Gau Marburg.

Garnau

Endbach

Hartenrod

Dreihausen

Niederwalge VfB.- Kurhe

Erfsdorf Kirchhain 1

Banje Hesselbach

Niederlaas

BB- Kurh Unterrosph

Garnau 2.

Wolfgruber

Caldern

Mornshau Unterrosph Frankenber

Wetter 2.

Gemünden Holzhausen

Leidenhofen