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Mittwoch, den 22. Oftober 1930.

1: 2 Führungstor einsenden, während Rinn durch placierten Elfmeter auf 1: 3 erhöht. Nach der Halbzeit drängt Niederscheld stark und ganze 35 Minuten greift ein systemloses Spiel Plaz. Aus einer Ecke, 10 Minuten vor Schluß, erhöhen die Plazherren auf 2: 3, dem Dillenburg seine Ueberlegenheit durch Röger mit dem 4. Treffer Ausdruck verleiht.

Bei den übrigen Vertretern der 2. Bezirksklasse unterlag Merkenbach auf eigenem Platz mit einem 0: 4 Burg, das eben­falls, neben Dillenburg, noch keinen Verlustpunkt zu verzeichnen hat. Manderbach gab Offdilln mit einem 6: 3 das Nachsehen und Offenbach und Sechshelden teilten sich die Punkte beim Stande 2: 2.

Bei den 2. Mannschaften der 2. Bezirksklasse verloren mit Ausnahme von Offenbach, das Sechshelden mit einem 2: 0 heim­schickte, alle Platzvereine und zwar Niederscheld Dillenburg

1: 6, Merkenbach Burg 2: 4 und Manderbach Offdilln 0: 6. In der Gauklasse 1 erhöhte Donsbach seinen Vorsprung durch einen 2: 1 Sieg über Herbornseelbach. Mit demselben Resultat wurde Rittershausen in Langenaubach abgefertigt. Während Allendorf über Frohnhausen mit einem 2: 0 triumphierte, trenn­ten sich Haiger und Oberroßbach bei der Partie remis 2: 2. Hörbach holte sich in Herborn mit einem 2: 3 und Nanzenbaa in Hirzenhain mit einem 4: 5 die Punkte.

Die Gautlasse 2 sah durchweg die Platzvereine als Sieger. Nur Langenaubach 2. ließ sich von Rittershausen 2. ein 1: 3 aufdrängen und Sinn 2. trat in Fleisbach nicht an. Eibels­hausen unterlag in Wissenbach mit einem 8: 0, Biden in Bi­schoffen mit einem 8: 3, Herbornseelbach 2. Donsbach ge wann mit einem 2: 1, während Frohnhausen 3. in Allen­dorf( 2) eine 4: 1 und Oberroßbach 2. in Haiger( 2.) eine 2: 1 Niederlage einstecken mußte.

In der Jugendklasse siegten Dillenburg, Herborn, Donsbach und Hirzenhain und verloren Sinn und Merkenbach gegen ihre Gegner auf eigenen Plätzen, während sich Sechshelden und Holzhausen unentschieden, 1: 1, trennten. KO.

Eisemroth Sinn 1: 4( 0: 0).

Sinn ging nach Anstoß gleich stark in Führung, konnte aber an der Eisemrother Hintermannschaft nicht vorbei. Das Spiel wurde verteilter. Der Sturm von Eisemroth war zunächst viel schneller am Ball, doch die Gäste spielten technisch besser. Halb­zeit 0: 0. Nach der Pause arbeitete der Sturm von Sinn besser, jedoch ging E. durch Elfmeter in Führung. Sinn glich nach schönem Zusammenspiel aus. In der 65. Minute fiel der zweite Treffer, und 10 Minuten später hieß es 3: 1. Die 80. Minute brachte das Schlußergebnis. Schiedsrichter Selzer- Offenbach leitete forrekt. Oberroßbach 1. 2: 2( 1: 1).

Saiger 1.

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Die in dieser Serie noch nicht geschlagene Mannschaft von Haiger konnte letten Sonntag auf eigenem Platz nur ein Un­entschieden erreichen. Der Sturm zeigte große Lüden und da= durch ein zusammenhangloses Spiel, so daß die gegebenen Vor­lagen der Läuferreihe selten restlos verwertet wurden. Die Haupt­stütze im Kampf war die sich bisher gut bewährte Verteidigung, sowie der Tormann, der allein eine Niederlage verhütet hat. Die Gäste waren äußerst flink und kurz entschlossene Torschützen, konnten aber durch die Hintermannschaft von H. das Resultat nicht höher stellen. O. hat Plazwahl und spielt gegen die Sonne. H. fann in der 15. Minute durch die Unachtsamkeit des Torwarts von O. das erste Tor erreichen. Das Spiel ist bis furz vor Ende der Halbzeit verteilt, doch gelingt es O., den Aus­gleich noch zu erzielen. Nach Seitenwechsel wird das Spiel sehr hart, denn O. versucht, unter allen Umständen das Siegestor zu bekommen. Der Unparteiische hat seine Arbeit; es erfolgen manche Verwarnungen, und mancher Strafstoß wird für H. ge= geben. Oberroßbach kann in der 65. Minute das 2. Tor schießen, und beginnt von nun an in Verteidigung zu spielen. Haiger ist im Nachteil, denn zwei Spieler sind bereits verletzt und die Mannschaft ist für solche Kämpfe zu weich. Trotzdem findet sich H. und kann das Tor von O. öfters in Gefahr bringen, bis es dem Sturm gelingt, durch die Hintermannschaft von O. sich durch­zuspielen und ein unhaltbares Tor zu schießen. Fünf Minuten bis Spielende sind noch zu spielen, die aber von Haiger nicht ausgenuzt werden.

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wuger 2. Oberroßbach 2. 2: 1( 1: 1)

,, Gießener Zeitung"

hin und her, bis in der 25. Minute Donsbach durch eine Ecke das Führungstor erzielte. Herbornseelbach konnte bis zur Halbzeit ausgleichen. Beide Mannschaften kämpften nun um den Sieg und Donsbach gelang es, 20 Minuten vor Schluß durch seinen H. R. das Siegestor anzubringen. Schiri Müller leitete forreft. F. Wiesenbach 1.- Eibelshausen 1. 8: 0( 3: 0).

Die ersten zehn Minuten kann man noch nichts über den wahrscheinlichen Verlauf des Spieles voraussagen. Man hat den Eindruck, daß sich zwei gleichwertige Gegner gegenüber­stehen. Aber bis zur Halbzeit steht das Spiel 3: 0 für Wissen­bach. Spannend wird es ungefähr 20 Minuten von Schluß, als bei einem Stand von 6: 0 Eibelshausen seinen Tormann mit einem Läufer wechselt, ohne dem Schiedsrichter Meldung zu machen. Der Verstoß wurde sofort korrekt mit einem Elfmeter geahndet, den Wissenbach jedoch verschenkte. Die Aufforderung des Schiedsrichters zur Meldung wird von Eibelshausen wieder nicht befolgt, worauf Wissenbach den neuen Elfmeter wiederum schenkte. Nach einem weiteren Tor kam es zwischen Eibelshausen und dem Schiri zu Auseinandersetzungen wegen der beiden Elf­meter. Fünf Spieler von Eibelshausen verließen den Platz, und das Spiel ging mit 6 Spielern bei Eibelshausen weiter.(!) Wissenbach kann das Resultat noch auf 8: 0 gestalten und schenkt dann mehrere gute Torgelegenheiten dem geschwächten Gegner. Der Schiedsrichter Neumann- Sechshelden leitete korrekt.

Die zweiten Mannschaften beider Vereine spielten zuerst ruhig und sportlich. D. fann nach einigen Minuten das Füh­rungstor einsenden. Gleich darauf holt Haiger, nach glänzenden Durchbruch, auf. Bis Halbzeit ist ein verteiltes Feldspiel, Hai­ger geht nach Seitenwechsel sofort in Führung. Zwei weitere von Haiger geschossene Tore werden wegen Abseits nicht gegeben. O. fann trotz aller Anstrengungen das Spiel nicht auf Unent­schieden stellen, da H. sichtlich überlegen spielt. Die Mannschaft von O. war gut und hatte, ebenso wie die erste Mannschaft, gutes Stellungsspiel und entschlossenes Handeln. Haiger hatte einen guten Sturm, der das Spiel immer wieder nach vorne trug. Bus Donsbach.

Nachdem unsere Jugend Haiger mit einem 2: 0 abgefertigt hatte, verlor die 2. von Donsbach gegen Herbornseelbach 2. mit 2: 1. Um 3 Uhr stelle sich Donsbach 1. gegen Herbornseelbach 1. dem Unparteiischen Müller- Frohnhausen. Herbornseelbach setzte zunächst alles daran, um die. Führung zu übernehmen, aber alle Angriffe scheiterten an der heimischen Hintermannschaft und dem in Hochform sich befindlichen Tormann. Der Kampf wogte

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Aus dem Hinterland.

Breidenbach schlägt überraschend Wiesenbach 3: 1. Das hatten sich die Wiesenbacher nicht träumen lassen, daß Br. so einwandfrei gewinnen würde. Aber gleich vom Spiel­beginn weg, also ehe fünf Minuten gespielt waren, führte Br. bereits schon 2: 0! Daß dadurch Verwirrung in die W. Reihen fam, ist erklärlich. Nicht lange mehr und schon wurde umge­stellt. Der gute Mittelläufer ging in den Sturm, was unbe= dingt ein Fehler war. Der Ball wird meistens planlos nach vorne getreten. Eine Viertelstunde vor dem Wechsel schlägt der Netz. Uebrigens war der Gästehüter entgegen dem Vorsonntag W. Hüter einen gutgeschossenen Strafstoß von Nauholz selbst ins nicht wieder zu erkennen. Er leistete sich einige böse Schnitzer. Kurz vor Schluß kommt Wiesenbach nochmals etwas auf und er­zielt auch in der 86. Minute den Ehrentreffer. Dabei blieb es. Breidenbach hat ohne Zweifel verdient in dieser Höhe gewon­nen. Die besten Leute waren bei Br. der Mittelläufer und die beiden Verteidiger, während bei W. der zuletzt als Mittelläufer amtierende linke Läufer die beste Figur abgab. Wallau 2. 1: 3( abgebr.).

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Niederlaasphe 1.

Die Gäste zeigten hente gutes Können. Die Wittgensteiner glaubten anscheinend den Sieg schon in der Tasche, denn sie nahmen die Sache durchaus nicht ernst. Nachher, als sie mit zwei Toren im Hintertreffen lagen, besannen sie sich und ver­juchten nun mit Gewalt Tore zu erzielen. Der Schiri Megger­Biedenkopf mußte leider vor Schluß schon abbrechen, da die Nie­derl. Zuschauer, mit seinen Entscheidungen nicht zufrieden, mit hochgehobenen Stöcken und Schirmen auf das Spielfeld stürm= ten. Diese Leute wissen bestimmt nicht, welche Folgen für ihren Heimatverein dadurch entstehen.

In Banfe konnte Hesselbach nur ein mageres 2: 2- Ergebnis herausholen. Hesselbach scheint an Spielstärke verloren zu haben.

Ueberraschend hoch ließ sich Feudingen in Wommelshausen abfertigen. 7: 3 für W. lautete das Ergebnis.

Laasphe hat sich weiterhin 2 Punkte gesichert, indem es einen glücklichen 4: 3- Sieg über Wetter landete. ,, oh"

Aus Biedenkopf.

Spiel und Punkte. 4: 1 lautet der Sieg der Plazherren. Ein Erwartungsgemäß verlor die 1. Mannschaft in Gladenbach nicht verwandelter Elfmeter hätte das Resultat der Niederlage etwas günstiger gestaltet. Trotzdem ist als erfreulich zu melden, daß Vorstand und Reisebegleiter mit den Leistungen der nun schon zum 10ten Male umgestellten Mannschaft zufrieden sind. An späterer Stelle wird über die augenscheinliche Schwäche periode der 1. Elf berichtet werden. Unsere Jugend schlägt sich weiterhin tapfer. 3: 0 in Feudingen ist ein schöner Erfolg; erst 10 Minuten vor Spielende wurden die Siegestreffer erzielt. W.

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Es wurde ein faires Verbandsspiel gezeigt. Bis zur Halb­zeit blieb der Erfolg auf beiden Seiten aus. Kurz nach Halb­zeit ging Herbertshausen in Führung. Banfe drängte auch vor, dingen war dem Spiel ein gerechter Leiter.

aber ohne Torerfolge. Ein guter Schuß vom R. A. Herberts­hausen führte zum zweiten Tor.

Mittelrhein gegen Hessen- Hannover.

Mainz. Die in der Jbero- Amerikanischen Ausstellung in Sevilla gezeigte Mainzer Gutenberg- Werkstatt ist mit dem Gran remio, dem Großen Preis mit goldener Medaille, au­gezeichnet worden, der höchsten Auszeichnung, die Spanien zu: vergeben hat.

Kampf mit Wilderern.

Rüdesheim, 21. Oft. Zwei Brüder aus dem Orte Stephans= hausen wurden vom dem Förster aus Johannisberg und eini­gen Jägern dabei überrascht, wie sie ein Reh aus der von ihnen gestellten Schlinge nehmen wollten. Auf den Anruf des Jägers ergaben sich die beiden und ließen sich abführen, während die Jäger auf einem anderen Wege zur Ortschaft zurückkehrten. An einer engen Stelle des Waldweges umflammerte plötzlich einer der beiden Wilddiebe den Förster und versuchte, ihm ein Messer in den Rücken zu stoßen. Der Förster erschoß den Wilderer in der Notwehr.

Bottrop. Unsere Stadt wird in kürzester Zeit ihre Zah­lungen einstellen müssen.

Hagen. Während eine Lehrerin mit ihrer Mädchenklasse auf der dem Kraftwerk gegenüberliegenden Seite entlang ging, riß ein Draht der Hochspannungsleitung und fiel auf die Fuß­gänger nieder. Die Lehrerin und ein Mädchen waren auf der: Stelle tot, ein Kind erlitt schwere Verletzungen.

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Am Sonntag, den 2. November 1930, treffen in Limburg die Repräsentanten des Mittelrheinbezirkes auf die unseres Heimatbezirkes zu einem Freundschaftsspiel. Der Bezirk Hessen­Hannover hat seine Vertretung den südlichen Vereinen seines Gebietes übertragen, mit der Maßgabe, daß die Spieler nur Mannschaften zu entnehmen seien, die den Tag verbandsspiel­frei sind. Denn der festgelegte Terminkalender darf durch dieses Spiel keine Störung erleiden. Am 2. November sind spiel­frei die Marburger Kurhessen und Germanen und der Sport­verein Weylar. Aus den 1. Mannschaften dieser Vereine läßt sich ohne weiteres eine gute Mannschaft unserer Heimat zu­sammenstellen. Wie wir hören sollen folgende Spieler aufge­stellt werden: Weyand( Kurh.); Schmit( Kurh.), Eustergerling ( Germ.); Pfeil( Kurh.), Jrle( Weyl.), Berndt( Germ.); Rueff ( Kurh.), Wagner II.( 6.), 3schokke( 6.), Adorf( Kurh.), Wag­ner( 6); Erja: Waldschmidt( Weyl.)." Da uns die Mannschafts­

aufstellung der Gegenseite noch nicht bekannt ist, läßt sich über den Ausgang des Kampfes nichts sagen. Eins aber ist sicher, wenn die Unseren sich gleich richtig zusammenfinden, dürften sie schwer zu schlagen sein.

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25 Jahre volkstümlicher Rudersport. Aus Anlaß des 25­jährigen Bestehens des Süddeutschen Ruderverbandes ist von Wilhelm Laukhardt, Frankfurt- Fechenheim, die Geschichte des Verbandes sehr eingehend in einer Broschüre zur Jubiläums­feier am Samstag, den 25. Oktober, in Offenbach a. M., zu­sammengefaßt, in der die Entstehung und das Wirken des Ver­bandes jedem Leser, wenn auch in großen Zügen, gut vor Augen geführt werden.

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