Nr. 23.
t die elegije
t: Jede Woche
jammen. Täg ftionators auf nablässig spal versteigerung! 3t unter einer Saltungs- Teue
h durch ange Sebung des Barenumlaufs uftraft
er
ist die Grund
alle sonstigen
als dies: daß
uß, der Ware: Das, beschaffen Lande läßt?
der, unendlich mtischpolitik ist Erlangt? Nun: lung und feine
1us.
hst du deinem Mark jedoch,
uzugleich den Leben! Es ist
, der Schneider ider, Schneider,
tun mit irgend ungeschminkte, erlassungsfünde, elch grausamer artet: Steuer 13- Arbeits
Preisregu skultur- Ver tten und vieles, ch verschließend, Sahr für Jahr: land steigern
Onomischen Fah De bleiben! Das schland! Größe
te sein: 3u sei dem Munde tein Recht, über
n, deutsche Kur dische Sprudel er: welme Let ährte Heil- und
glüdhaften Ge ge und Burgen Sland in bu..er Jaterlandes, wie = Seebad, wahre geburt!- Deut rch Fleiß, Streb
e seid, ein Bad,
efferen Verdienst eges von 1870-71
günstigere Ver ie Steinindustrie
e Firma Heinjes
en Betrieb eröff
atürlich auch An Der Verdienst war auer gar mehrere
en damals unges Taglohn 1 Gul Tatsache finden urer zu Frankfurt zigmarfitüde aus d staunten, weil
gehörten. ,, Alles
Weise mit Red
er als selbigm
Iniffe noch befta
efitzlofe unterfie ihrer angestamm nter das Arbeiter
Daraus hat sich in verdende Arbeiter
m Bodenbesitz ge ößeren bäuerlicher
dein reiner Bau vertreten.
er Not einer frü
egangen sind, he
urzer Zeit jo ent öpferwaren. 3h
Jer Familien ihre ert fich wohl faur Dürftigteit geleb
rajch soll der alt ngaffe zu Reichtu nd Nachfolger eben Ils aus dürftigite
ther in der Hinter
reite und hinterlie
novermögen.
Samstag, den 22. März 1930.
Die Neubesegung der preußischen Oberpräsidien.
Mit dem Parteibuch in der Hand...
Im Preußischen Landtag fand am Donnerstag eine Besprechung zwischen Vertretern der Regierungsparteien über die Frage der Besetzung der Oberpräsidien und Regierungspräsidien statt. Für den Posten des Oberpräsidenten in Magdeburg wird der frühere Ministerialdirektor Falk, zur Zeit Präsident des Bundesamtes für Heimatwesen, genannt, der der demokratischen Partei angehört. Regierungspräsident soll ein Sozialdemokrat werden. In Stettin wird, wie bereits berichtet, der bisherige Regierungspräsident von Halfer( Deutsche Volkspartei) voraussichtlich Oberpräsident, ein Sozialdemokrat wird sein Nachfolger als Regierungspräsident in Stettin werden. Für Kassel gilt, wie angemeldet, die Besetzung des Posten des Oberpräsidenten durch den Sozialdemokraten Haas- Köln, als sicher.
Die Opfer des französischen Hochwasserunglüds. 206 Personen haben das Leben eingebüßt. Nach den jetzt vorliegenden amtlichen statistischen Angaben stellt sich heraus, daß die in der Oeffentlichkeit verbreiteten Nachrichten über die bei dem Ueberschwemmungsunglüd in Südfrankreich ums Leben gekommenen Personen stark übertrieben waren. Im ganzen haben 206 Personen das Leben eingebüßt. Die Zahl der zerstörten Gebäude beträgt 2687. Die privaten Sammlungen zum Besten der Hochwassergeschädigten haben den Betrag von 20 Millionen Franken überschritten. Kommunistische Anschläge gegen Kirchen.
Berlin. Die katholische San Sebastian- Kirche im Berliner Norden wurde von bisher unbekannten Tätern mit roter Farbe beschmiert und mit bekannten Sowjetaussprüchen gegen die Religion gemalt. Ein Anschlag wurde auf das leuchtende Werbeschild der Heilandskirche in Moabit verübt.
Gefährliche Kranzschleifen.
Gladbach- Rheydt. Von den vom Stahlhelm und Jungstahlhelm anläßlich des Volkstrauertages auf dem Ehrenfriedhof niedergelegten Kränzen wurden von der Polizei die Schleifen entfernt, weil sie die Aufschriften dieser Verbände trugen.
Die„ Europa" verläßt Europa. Die ,, Europa" hat Donnerstag nachmittag Cherbourg ange= laufen. Um 17,20 Uhr französischer Zeit trat der Dampfer die Weiterreise nach Newyork an. Der Kapitän der„ Europa" erflärte, er werde während dieser Reise nicht versuchen, die Rekordzeit der Ueberfahrt zu verbessern, denn es seien Stürme gemeldet.
Interessante Zahlen aus den Provinz- Etats. Die Entwicklung der Provinzialsteuern.
In der Nr. 6 der Zeitschrift für Selbstverwaltung“ vom 15. März d. Js. veröffentlich Rechtsanwalt Dr. Reier einen interessanten Aufsatz über die Etats der einzelnen Provinzen. Die Arbeit gibt als vergleichende Darstellung interessante Einblide und ermöglicht lehrreiche Vergleiche zwischen den Etats der einzelnen Provinzen, deren schematische Darstellung umso schwieriger ist, als ihr Aufbau nicht überall einheitlich ist. Die Tabelle vergleicht die Zahlen der Jahre 1927, 1928, 1929 in Einnahmen und Ausgaben, geordnet nach den einzelnen Arbeitszwecken. Die Etatsschlußsumme sämtlicher Provinzen ist vom
Weiße Zähne
Mundgeruchs werden gründlich damit beseitigt. verlange nur echt Chlorodont in blau- weiß- grüner
Selbsthilfe gegen gegen deutsche Not!
Die Not des deutschen Volkes steigt von Tag zu Tag, wir befinden uns mitten in einer Wirtschaftskrise, erfüllt von Zusammenbrüchen, Geschäftsauflösungen usw. Ein großer Teil| aller Unternehmungen arbeitet schon jahrelang ohne Gewinn und zehrt von der Substanz, erdrückt von Steuern und sonstigen Lasten aller Art. Als glänzend gilt ein Betrieb schon, wenn er soviel trägt, wie man für das arbeitende Kapital an Zins auf der Bank haben könnte. So werden denn auch die Steuereingänge immer geringer, während die Steuerrückstände ins Unermeßliche wachsen. Man höre nur folgende Statistik des Jahres 1928.
Ein Drittel aller Aktien- Gesellschaften arbeitete mit Verlust, von 2794 zahlten 1522 im Jahre 1928 keine Dividende. Das Jahr 1928 weist ferner auf: 10 595 Konkurse, 3147 Vergleichsverfahren; von den 3 Millionen Wechsel im Monat ging ein Drittel zu Protest, so daß täglich für 33 000 Wechsel das Geld fehlte. Es wurden weiter täglich 90 000 Zahlungsbefehle erlaffen, 35 000 Pfändungen vorgenommen, von denen 12 000 fruchtlos blieben und täglich 8-10 000 Offenbarungs- Eide geTeistet. Es ist als gewiß anzusehen, daß das Jahr 1929 ein noch viel traurigeres Bild ergibt.
Nun erwartet man alles Heil vom Sparen, viele Be amte werden entlassen, Betriebe vereinfachen sich oder bauen ab, mit der Folge, daß das Arbeitslosenheer 2½ Millionen schon überstiegen hat, wobei man getrost noch eine Million hinzuzählen darf von solchen, die der Arbeitslosenfürsorge nicht unterliegen oder überhaupt nicht unterstützungsberechtigt sind. Daß auf diesem Wege dem deutschen Volke geholfen werden fönnte, ist natürlich eine Täuschung, das Gegenteil ist eher richtig, denn je mehr der Verbrauch eingeschränkt wird, um so größer die Arbeitslosigkeit.
Nur einen, aber gewiß sicheren Weg, die ganze deutsche Wirtschafts- und zum Teil auch politische Lage zu bessern gibt es, nämlich:
die Einschränkung der ungeheuerlichen Einfuhr überflüssiger Auslandsware.
Nicht nur, daß wir dadurch die riesigen Arbeitslosenziffern senken und die zu Grunde gerichtete Landwirtschaft wieder heben können. ist vor allem daran zu denken, in welchem Maße die überflüssige Einfuhr auf die Zahlungsbilanz wirkt, und unsere untragbare Verschuldung verschlimmert. Wie der größte Teil
,, Gießener Zeitung"
Jahre 1927 bis 1929 von 729 auf 829, also um 100 Millionen gestiegen, während sie im Extraordinarium gegenüber 1927 von 125 auf 88 Millionen gefallen ist. Die Rheinprovinz hat bei weitem den größten Etat. Interessant ist die Uebersicht über die Entwicklung der Provinzialsteuern. Die Tabelle enthält für die Jahre 1927, 1928, 1929 jeweils die Endzahlen. Die Schlußzahl der Provinzialsteuer ist gegenüber 1928 fleiner geworden in folgenden Provinzen: Ostpreußen, Grenzmark, Sachsen, Hannover. Bei den übrigen Provinzen ist sie gestiegen. Interessant sind die Zahlen der Provinz Westfalen. Hier sind die Provinzialsteuern in der Gesamtsumme in allen drei Jahren gleich.
Der Monatsindex der Textilindustrie.
Der durchschnittliche Monatsinder für industrielle Rohstoffe und Halbwaren ist für Textilien von 125,1 im Januar auf 117,7 im Februar zurückgegangen. Diese Veränderung stellt nächst dem Inderrückgang für Futtermittel in der Indexgruppe Agrarstoffe den stärksten Faktor der Rückwärtsbewegung des Gesamtinder dar, der in den beiden Monaten von 132,9 auf 129,3 gesunken ist.
Der letzte Einzelstichtag zur Errechnung des Textilinder im Februar war der 26. Februar( Textilinder 115,3). Inzwischen ist zu Beginn des Monats März der Index weiterhin gefallen( 5. März: 115,0).
Die Bedeutung der amerikanischen Zollerhöhung für die Samtindustrie.
Nr. 23.
pen bis zum 28. März. Bemerkenswert ist, daß die Möbelmesse für sich vom 6.- 9. April folgt. Die Messebeschickung hat neue Formen angenommen, die mit dem Ziel eindringlicher Absatzwerbung eine starke repräsentative Vertretung in den Vordergrund stellt. Die ausstellungsmäßig hervortretenden Kollektivund Sondergruppen der Frühjahrsmesse sind hierfür deutliche Beispiele.
Der Aufbau der Kölner Frühjahrsmesse trägt diesen Anfor derungen in weitgehendem Maße Rechnung. Die Textilmesse ist über das übliche Angebot hinaus um eine große Schau Deutsche Seide" erweitert, die einen Ueberblick über die Gesamtproduktion der deutschen Seiden-, Samt- und Kunstseidenindustrie gibt.
Ein reichhaltiges Angebot vereinigt wie immer die große Gruppe Haus- und Wohnbedarf, die wiederum eine weitere Ausdehnung erfahren hat.
Auch das Ausland ist vertreten durch eine österreichische und französische Abteilung. Die österreichische Schau umfaßt im wesentlicher Wiener Modeerzeugnisse und eine große Gruppe Kunstgewerbe. Neu hinzugekommen ist eine Kollektivausstellung Herrenmode" und eine Schau von Theaterkostümen.
Die französische Abteilung zeigt Erzeugnisse der Pariser Mode.
Als Sondergruppen sind der allgemeinen Messe außer der Seidenschau angegliedert die Gruppen ,, Neuzeitliche Wäschebe handlung", Land- und Wassersport“,„ Moderne Schaufenstergestaltung" und die„ Lehrschau Holz", die allerdings noch über den 26. März hinaus bis zum Ende der Möbelmesse bestehen bleibt.
Gut beschickt ist auch die technische Schau, die vom 23.- 28. März dauert. Sie erhält besonderes Gewicht durch ihre an zeitgemäße Fragen der Technik und Wirtschaft anknüpfenden Aus=
Die vielumstrittene amerikanische Zolltarifnovelle sieht bekanntlich in ihrem gegenwärtigen Stadium eine Erhöhung der Dabei amerikanischen Zölle auf 65 Prozent des Wertes vor. hat die amerikanische Samt- und Plüschindustrie eine derartige Zollmauer gar nicht nötig, jedenfalls lassen gerade die in lezz- ſtellunggebiete, die in den beiden Gruppen ,, Gas für Induſtrie ter Zeit veröffentlichten Berichte amerikanischer Firmen der Branche über ihre Geschäftsergebnisse der letzten Jahre die Notwendigkeit einer solchen Schonung nicht erkennen. Auf der anderen Seite würde für die deutsche Samtindustrie die Konkurrenzfähigkeit im Amerikageschäft außerordentlich erschwert wer
den.
Der amerikanische Markt war für die deutsche Samtindustrie infolge des Umfangs der getätigten Umsäße von groBem Interesse, obgleich die Verdienstmöglichkeiten nur teilweise zufriedenstellten und ein besonders großes Risiko mit diesem Geschäft verbunden war. Immerhin entfielen auf Nordamerika im Durchschnitt der Jahre 1924-1928( für 1929 liegen die endgültigen Ziffern nicht vor) etwa 11 Prozent des gesamten Umsatzes der deutschen Samtindustrie. Nimmt man der Industrie diesen Export, so ist ein Ausgleich dafür nirgendwo zu finden.
U. S. A. in Millionen Rmt.
Zur Erläuterung dienen folgende Einzelzahlen: Deutscher Sammelerport nach in% des Gesamtumschlags der deutsch. Samtindustrie 6,9 10,9
1924
4,96
1925
7,25
1926
5,6
1927
7,0
1928
13,2
9,2
9,0
16,5
Zur Eröffnung der Kölner Frühjahrsmesse.
Die Kölner Frühjahrsmesse wird am Sonntag, 23. März, eröffnet und dauert bis zum 26., bezw. für die technischen Grup
men.
und Gewerbe" und„ Technik im Handwerk" zur Darstellung komDie Gruppe ,, Technik im Handwerk" zeigt für die verschiedenen Handwerkszweige Wege der technischen Rationalisierung. In Verbindung mit der Schau steht eine große Fachtagung des Handwerks, die als Westdeutscher Handwerkertag am 24. März von der Arbeitsgemeinschaft des westdeutschen Handwerks veranstaltet wird und auf der wichtige Fagen des Handwerks, vor allem auch das Verdingungswesen,
erörtert werden.
Lokales.
Sonntagsgedanken.
Der Herrgott hat auch dem einsamsten Menschen einen steten Begleiter auf seinen Weg durchs Leben mitgegeben. Er ist treu und steht zu uns in guten und bösen Tagen; schaut uns mit seinen ernsten Augen an in unseren freudigsten Stunden des Tages und auch mitten in die heimlichste Stille der Nacht tönt sein warnendes Wort. Und sein letztes Mahnen hören wir in jener schweren Stunde, da die ganze Welt um uns in ein Nichts zusammensinkt und der ewige Tag anbricht oder die ewige Nacht. Das ist Gottes Gesandter, unser treuester Weggeselle dein Gewissen. Und magst du blind und taub dich stellen, es ist bei dir und spricht und mahnt zur rechten Zeit. Gut meint es dieser treue Freund, denn er zeigt uns immer den
machen jedes Antlitz ansprechend und schön. Oft schon durch einmaliges Putzen mit der herrlich erfrischend schmeckenden Chlorodont- Zahnpaste erzielen Sie einen wundervollen Elfenbeinglanz der Zähne, auch an den Seitenflächen, bei gleichzeitiger Benutzung der dafür eigens konstruierten Chlorodont- Zahnbürste mit gezahntem Borstenschnitt. Faulende Speisereste in den Zahnzwischenräumen als Ursache des üblen Chlorodont: Zahnpaste, Mundwasser, Zahnbürsten Einheitspreis 1 Mark bei höchster Qualität. Originalpackung und weise jeden Ersatz dafür zurück.
der Wirtschaft, verzehrt auch das deutsche Reich immer mehr seine Substanz, und der Augenblick ist nahe, wo auch der Kredit und der Geldzustrom nach Deutschland aufhören wird, denn schon jetzt beginnt man im Ausland besorgt zu werden. Dann aber gibt es ein fürchterliches Erwachen und es wird zu spät sein zur Rettung vor der Verelendung des deutschen Volkes.
Zu den ungeheuren Summen, welche das Ausland von uns erpreßt und welche die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit unserer Feinde steigern, kommen noch die Milliarden überflüssiger Einfuhr. Die gleichen Länder aber, denen wir ihre Waren in selbstmörderischem Umfange abnehmen, versperren uns die Einfuhr durch unübersteigbare Zölle. Infolge dieser Sachlage hat unsere Verschuldung an das Ausland jetzt schon 15 Milliarden erreicht, wovon allein 8 Milliarden auf Einfuhr- Ueberschuß in den Jahren 1925-28 tommen. Ein Wahrzeichen in dieser Richtung ist auch, daß sich das Zeitmaß, in welchem das Auslandskapital sich deutschen Besitz anzueignen sucht, verlangsamte. Jmmerhin ist es gut, sich zu merken, daß der Anteil ausländischer Beteiligung in Deutschland schon jetzt auf 80 Milliarden Rmk., also etwa den 4. Teil des ganzen deutschen Volksvermögens, geschätzt wird.
Auf dem Wege des Exportes können wir bei den bestehenden Zollmauern nie dazu kommen, große Ausfuhr- Ueberschüsse zu erzielen. Der einzig rettende Weg ist
die Einschränkung der entbehrlichen und überflüssigen Einfuhr. Um welche Summen es sich handelt, mögen folgende Ziffern zeigen:
1928 betrug die Einfuhr für Lebensmittel und Getränke 4 Milliarden 203 Millionen Mark. Mit dieser Summe allein können 2 Millionen deutsche Arbeiter ein ganzes Jahr durch gelöhnt werden. Ist es z. B. notwendig, daß für 294 Millionen Mart Eier eingeführt werden, oder für 435 Millionen Mart Butter oder für 102 Millionen Mark Käse, während zu gleicher Zeit die Holsteinischen Bauern ihren Käse an die Schweine verfüttern müssen, weil sie ihn nicht verkaufen können; oder für 650 Millionen Mark Obst, Gemüse, Blumen? Zu den mehr als 4 Milliarden Mark für Lebensmittel und Getränke- Einfuhr kommt dann noch 1928 eine Fertigwareneinfuhr von 2 Milliar= den 459 Millionen Mark. Auch von diesen Artikeln dürfte meh: als die Hälfte entbehrlich sein und im Lande hergestellt werden können.
Ein erschreckendes Beispiel, wie diese Auslandseinfuhr das deutsche Voik verelendet, sehen wir in der
Schuhindustrie.
Man
Im Jahre 1928 wurden 5 Millionen 917 000 Paar Schuhe ein, geführt mit der Folge, daß der größte Teil der deutschen Schuh industrie vor dem Ruin steht. In einer Stadt in Pirmasens, die wirtschaftlich nur von der Schuhindustrie abhängt, sind von 40 000 Einwohnern 10 000 arbeitslos.
Aus dem Vorhergesagten ergibt sich klar, daß die Wirtschaft in einen Abgrund baumelt, wenn das deutsche Volk in der bis herigen Gewissenlosigkeit gegenüber dem Kauf von überflüssiger Auslandsware verharrt. Es muß dahin kommen wie in England und Italien, wo ein Mann, der z. B. einen Auslandswagen fahren würde, sich gesellschaftlich unmöglich macht. Im faszistischen Italien ist der Käufer ausländischer Waren geradezu verfemt, er setzt sich dem geschäftlichen und gesellschaftlichen Boykott aus. Der Staat geht sogar so weit, solche Leute als Vaterlandsverräter auf eine schwarze Liste zu sehen und ihnen Staatsaufträge zu entziehen. Auch England verfährt ähnlich und verwendet einen Poststempel, um die Bevölkerung gegen Auslandsware einzunehm
Gelingt es, das Gewissen und den Willen des deutschen Volkes gegen die überflüssige Auslandseinfuhr zu weden, so wird auch bald die deutsche Kapitalnot samt der Arbeitslosigkeit ein Ende haben, denn es wird angenommen, daß Wareneinfuhr von 3-4000 Mart je einen deutschen Arbeiter brotlos macht. Man stelle sich einmal vor, wenn 2-3 Milliarden der deutschen Wirtschaft erhalten werden könnten, die heute als Zahlung für unnötige Auslandswaren unsere Verschuldung vermehren. Welche Belebung fäme in unsere dahin siechende Wirtschaft, wenn sie diesen Milliarden- Geldstrom erhielte, und wie müßte der Verbrauch damit anwachsen.
Nur der entschlossene Abbau der überflüssigen Auslandseinfuhr farn uns davor bewahren, in immer schlimmere Schuldfnechtschaft zu versinken und damit kulturell Kulis fremder Gebieter zu werden. Es wird aber höchste Zeit, denn die Not des deutschen Volkes steigt von Tag zu Tag.
Wer mit Hand anlegen will, das Gewissen der Volksgenossen zu schärfen, sollte sich eine Anzahl der Werbepostkarte gegen die Auslandswaren- Einfuhr, mit der Ueberschrift:
,, Deutsche Arbeiter sind in Not, wer Auslandsware kauft, stiehlt ihr täglich Brot!" kommen lassen. Für 1,10 Mf. in Briefmarken werden 10 Stüd von der Verlagshandlung Alfred Schmid Nachf., München, Residenzstraße 7, postfrei geliefert. U. Hensel.


