Mittwoch, den 22. Januar 1930.
,, Persönliche Freiheit ein Märchen".
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In der„ Nordwestdeutschen Handwerker- Zeitung" Nr. 52 wird u. a. geschrieben:
,, So glücklich der Gedanke der Sozialversicherungsgesetzgebung in seinem eigentlichen Kernpunkt gewesen sein mag, so unheilvoll hat er sich entwickelt und ausgewirkt, nachdem er die absolute Vorherrschaft in unserem wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben an sich gerissen hat.
Die Massen der Arbeitnehmer, denen man ein sorgenloses Leben zu verschaffen vorgab, sind unzufriedener geworden denn je und wünschen zum größten Teil nichts sehnlicher, als daß sie endlich von dem starren Zwang der dauernden Abgaben befreit werden, um endlich über den sauer verdienten Lohn als freie Menschen wieder in voller Höhe verfügen zu können. Der Wirtschaft werden durch die Millionen der Einzelbeiträge ungeheure Kapitalien entzogen, und gerade diese Milliarden, die alljährlich durch das Gesetz den Wirtschaftsgebieten abgepreßt werden, mögen es sein, die heute so bitter notwendig sind und die uns veranlassen, immer neues Geld vom Ausland hereinzuholen. Das ist aber alles noch nicht das schlimmste: die Anstalten, die alljährlich die Millionen und Milliarden verschlingen, streben nach immer weiterer Ausdehnung, verlangen von Jahr zu Jahr höhere Beiträge und drohen mit entsetzlichen Katastrophen, wenn man ihre Forderungen nicht erfüllt.
Bei alledem liegt ein geheimnisvoller Schleier über dem ganzen Finanzgebaren dieser Versicherungsträger. Man weiß wohl, daß sie mit ungeheuren Summen als Einnahme rechnen, daß sie oft und gern in Anspruch genommen werden, worüber wir unten noch sprechen wollen, man weiß, daß die Verwaltungskosten auch bei nur 7 und 8 Prozent der Gesamtunkosten
eine tatsächlich gewaltige Höhe erklettern; man weiß, daß die Prachtpaläste und ihre Luxuseinrichtungen Unsummen kosten, und doch weiß die breite Oeffentlichkeit fast nichts darüber, was mun im einzelnen mit dem Gelde geschieht.
Wer hat die letzte Entscheidung darüber, wenn herrliche Verwaltungsbauten, die einige hunderttausend Reichsmark kosten, neu erstehen sollen, wenn die Räume der Direktoren eine Ausstattung erhalten, die an Prunkgemächer von Märchenprinzen gemahnen wer übt die letzte und entscheidende Kontrolie, wer prüft die Abrechnungen, wer bietet die felsenfeste Garantie, daß mit den Millionen und Milliarden gemäß dem ursprünglichen Willen derer, die diese Sozialversiche= rung schufen, umgegangen wird?..."
Unsere deutsche moderne Gesetzgebung hat es dahin ge= bracht, dem einzelnen den Willen zur Gesundheit, zum persönlichen Vorwärtsstreben, zum freudigen Arbeiten, zum Festhalten einer guten Arbeitsstelle überhaupt, zum Sparen, zur Gründung einer eigenen Heimstätte gründlichst zu nehmen.
Für diese seine Obhut und Pflege verlangt der Staat als Entgelt die Hingabe der persönlichen Freiheit. Die persönliche Freiheit der Arbeitnehmer ist längst ein Märchen von gestern, sie alle sind auf allen Seiten durch ein lückenloses Netz der unentrinnbaren Sozialgesetze umspannt und sind alle Insassen der großen Versorgungsanstalt, die sich deutscher Staat nennt, geworden. Ob dieser Staat wirklich so, wie er vorgibt, seine Versorgungspläne durchführen wird, ist eine ganz andere Frage. Aber wenn er es könnte: was hat er schon heute aus unserem freien deutschen selbstbewußten Arbeiter gemacht? Er hat ihn seines höchsten Gutes, seiner persönlichen Handlungs- und Entschließungskraft beraubt, er hat ihm das stolze Gefühl der eigenen Verantwortung genommen und hat ihn zu einem willenlosen Geschöpf degradiert, das nur noch von der Wohlfahrt, Fürsorge und Barmherzigkeit des Staates träumt.
Südwestdeutsche Gas- A.- G. und Hekoga- Verträge mit Ruhr und Saar über Ferngasbezug. Am 18. Januar hat in Heidelberg eine Aufsichtsratssitzung der Südwestdeutschen Gas- A.- G. stattgefunden, die sich eingehend mit der Prüfung der Verträge der Hekoga mit der Ruhr und Saar wegen Bezugs von Ferngas beschäftigt hat.
Die Tatsache, daß die Hekoga in ihren Vertragsentwürfen mit der Ruhr und Saar die Belieferung nicht nur des eigent= lichen hessischen Versorgungsgebietes vorsicht, sondern darüber hinaus das ganze umliegende Wirtschaftsgebiet der in der Südwestdeutschen Gas- A.- G. zusammengeschlossenen Städte glaubt einbeziehen zu müssen, hat der Aufsichtsrat der Süwega zu diefer Stellungnahme veranlaßt. Er ist dabei einstimmig zu der Feststellung gelangt, daß die vorliegenden Vertragsentwürfe in keiner Weise eine geeignete Grundlage darstellen, eine Zusam= menarbeit zwischen Hekoga und Süwega in der Ferngasfrage
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,, Gießener Zeitung"
zu ermöglichen, so sehr der Aufsichtsrat der Süwega nach wie vor der Ueberzeugung ist, daß ein Zusammengehen von Hekoga und Süwega vor Abschluß von Ferngasverträgen in der Ferngasfrage die einzig richtige und tragbare Lösung darstellt.
Eine Großgasversorgung Deutschlands nach dem Muster der Hekoga- Verträge ist undenkbar. Der Aufsichtsrat der Sümega kommt auf Grund der eingehenden Prüfung der Verträge erneut zur Ueberzeugung, daß lediglich die Gruppengasversorgung, evtl. mit Zusatz von Zechengas, für unser Wirtschaftsgebiet die geeignete Grundlage für die Regelung der Ferngasfrage bilden kann. Nur durch die Gruppengasversorgung werden die Fragen der Betriebssicherheit, der billigsten Gasproduktion und-verteilung, der Beibehaltung der jetzigen hohen Gasqualität, des notwendigen kommunalen Einflusses auf den Brennstoffmarkt und der vollkommenen Unabhängigkeit in der Tarifgebarung gewährleistet. Auf der Grundlage der vorliegenden Vertragsentwürfe der Hekoga mit der Ruhr und Saar kann jedoch diese Zusammenarbeit nicht herbeigeführt werden.
Lokales.
Oeffentliche Stadtratssitzung.
am Freitag, den 24. Januar 1930, 17 Uhr( 5 Uhr) im Stadthaus Bergstraße, Sizungssaal, mit nachfolgender Tagesordnung:
1. Nachtragsvoranschlag für das Rechnungsjahr 1929 für das Stadttheater.
2. Vertragswert der Hekoga.
3. Baugesuch des Heinrich Möser, Zu den Mühlen 16, zur Serstellung eines Kamins.
4. Vergebung von Arbeiten für das Schalthaus des Elektrizitätswerkes.
5. Vergebung der Plattenlieferung für den Bürgersteig in der Klinikstraße.
6. Beschaffung von Feuerlöschern für die Bühne der Liebigshöhe.
7. Errichtung einer Autohalle durch B. Schiff, Alicestraße 18. 8. Ausstellung einer zerlegbaren Autogarage durch Dr. Schnei: der, Lonystraße 20.
9. Verkehrsordnung in der Stadt Gießen. 10. Mitteilungen.
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Vor einer einheitlichen Regelung der Ausnahmesonntage.
Nach den gesetzlichen Vorschriften haben die Orts- und Bezirksbehörden das Recht, jährlich eine Anzahl von Sonntagen für den allgemeinen Verkauf freizugeben. Die Entscheidung iſt den genannten Behörden in der ausgesprochenen Absicht übertragen worden, Art und Zahl der freien Sonntage den örtlichen Sonderbedürfnissen und Verhältnissen anzupassen. Diese Regelung hat sich in der Praxis als verfehlt erwiesen. Die Behörden sind mehr und mehr dazu übergegangen, anstelle der örtlichen Verhältnisse das Verhalten der Nachbargemeinden entscheidend sein zu lassen. Besonders deutlich sind diese Abweichungen schon immer im rheinisch- westfälischen Industriegebiet in Erscheinung getreten. Alle einsichtigen Kreise sind sich daher darüber einig, daß der heutige Zustand durch eine zentrale Regelung abgelöst werden muß. Der dem Reichstage vorliegende Arbeitsschutzgesetzentwurf, der ohnehin eine Neuregelung der gesamten Sonntagsruhefrage vorsieht, würde auch hier Abhilfe schaffen können. Da sich aber zur Zeit noch nicht mit Sicherheit sagen läßt, wann der Gesetzentwurf zur Beratung und Verabschiedung kommen wird, hat der GDA. die ge= setzgebenden Körperschaften aufgefordert, nach dem Vorbilde des Weihnachtsladenschlußgesetzes auch die einheitliche Regelung der Ausnahmesonntage zum Gegenstande einer Sonderregelung zu
machen.
* Eine Achtzigjährige. Am morgigen Donnerstag kann Frau Berta Vogt, geb. Jost, Wilhelmstraße 53, ihren 80. Geburtstag begehen.
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Feuerwehrwesen. In der Zeit vom 1. Jan. bis 31. Dez. 1929 wurde die städtische Feuerwache insgesamt 206mal alarmiert. Von den Alarmierungen entfallen auf: Kellerbrände 7, Zimmerbrände 7, Dachstuhlbrände 2, Kaminbrände 8, Balkenbrände 3, Autobrände 3, Vergaserbrände 2, Wald- und Rasenbrände 3, sonstige Brände 24, Großfeuer 1, nach auswärts 3, Heben von Großtieren 8, Posten bei Eisganggefahr 23, Hilfeleistung bei giftigen Gasen 2, sonstige Inanspruchnahme ( Kellerauspumpen, Schachtdeckeleinsetzen, Beseitigung von Erdsenkungen) 47, Blinder Alarm 13, Unfug 50.
* Stadttheater- Abonnement. Die Einlösung des fünften Abschnitts der Abonnements für Dienstag, Mittwoch und Freitag hat an der Theaterkasse, Johannesstraße, in dieser Woche zu erfolgen.
* Aus dem Stadttheater. Heute abend, Anfang 7,30 Uhr kommt als 16. Mittwoch- Abonnements- Vorstellung zum ersten Male„ Die andere Seite", ein Drama in 3 Akten von R. C. Sheriff, zur Aufführung.
* Revue. Einen großen Erfolg hatte der gestrige erste Abend der Revue„ Lachendes Leben" im Lichtspielhaus. Tempo in der Aufführung und einige Stunden, in denen man sich auslachen kann...
* Oeffentliche Versammlung. In einer öffentlichen Versammlung der Nationalsozialistischen deutschen Arbeiterpartei spricht heute abend 8,15 Uhr, im Postkeller, Herr Dr. AlbrechtAltenburg i. Th. über„ Der Verrat am schaffenden Volk- wie werden wir es besser machen?"
* Goethebund. Jm 3. Dichterabend, Montag, den 27. Januar, abends 8 Uhr, in der Neuen Aula, liest Alfred Neumann aus eigenen Werken.
* Konzert- Verein. Dienstag, den 28. Januar, abends 6 Uhr, hält der Verein im Musik- Institut der Universität, Zimmer 47, seine General- Versammlung ab.
* Lichtbilder- Vortrag. Der Ortsausschuß der Vertrauensmänner der Angestellten- Versicherung ladet zu einem öffentlichen Lichtbilder- Vortrag über„ Die Berechnung und Zahlung der Renten nach dem Angestellten- Versicherungsgesetz und das Rechtsmittelverfahren" alle Interessenten für Donnerstag, den 23. Januar, abends 8,30 Uhr, im Kaffee Leib ein.
Aus Rab und Fern. Nah
Nr. 6.
M
Annerod b. Gießen. Eine Gemeinde- Holzversteigerung fin-, det am Donnerstag, den 23. Januar, hier statt. Wieder ein Todesopfer des ungesicherten Bahnüber
gangs Sprendlingen- Dreieichenhain. Frankfurt a. M., Am Montag gegen 18,15 Uhr hat sich auf der Kreuzung der Nebenbahn Buchschlag- Sprendlingen( Kreis Offenbach) Dreieichenhain wieder ein tragischer Unfall ereig= net. Von dem Personenzug 3918 wurde ein Personenkraftwagen erfaßt, wobei die 36jährige Emilie Ludwig getötet wurde. Einen Nervenschock haben davongetragen die 44jährige Käte Ludwig, die 40jährige Frieda Steinbauer, geb. Ludwig, die achtjährige Elma Steinbauer. Unverletzt sind der 31jährige Wagenlenker Bruno Ludwig und der zehnjährige Bruno Ludwig. Sämtliche Insassen sind aus Frankfurt a. M.- Sossenheim. Die Untersuchung ist eingeleitet.
Ein Dienstknecht bringt die Mutter seiner Braut um. Mainz. Ein 25jähriger Dienstknecht hat in Wackernheim ( Rheinhessen) die Ehefrau des Landwirtes Bariton ermordet. Der Mörder wurde verhaftet und in das hiesige Untersuchungsgefängnis eingeliefert.
Die Wormser Rädelsführer nach Mainz übergeführt. Mainz. Aus Sicherheitspolizeilichen Gründen wurden die verhafteten Rädelsführer der Wormser Unruhen in das hiesige Landesgerichtsgefängnis eingeliefert. Unter den Leuten be= findet sich auch der preußische Landtagsabgeordnete Oskar Müller aus Frankfurt am Main, dessen Immunität wohl aufgeho= ben werden wird, weil er auf frischer Tat festgenommen wurde. Gegen Müller und seine Genossen wird Anklage wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt, Aufruhr, Landesfriedensbruch und Ausübung von Gewalttätigkeiten erhoben.
Neue Verkehrserschließung im oberen Westerwald. Herborn, 21. 1. Heute sind zwei für die Städte Herborn und Marienberg sowie die von den Linien berührten Orte wichtige Kraftpostlinien eröffnet worden. Die erste Linie führt von Burg über Herborn, Merkenbach, Hörbach, Hirschberg nach Guntersdorf, die zweite Linie von Marienberg über Bach, Hof, Stein, Neukirch, Bretthausen, Willingen, Nister, Heisterberg, Gusternhain, Breitscheid, Medenbach, Uckersdorf, Burg nach Herborn, womit eine Querverbindung zwischen dem oberen Weiterwald und der Bahnlinie Frankfurt a. M.- Gießen- Köln her= gestellt wurde. Am Montag fanden die Einführungsfahrten statt.
Ueberfall auf einen Wohlfahrtsbeamten.
Frankfurt a. M. Auf der Sachsenhäuser Kreisstelle des Wohlfahrtsamtes in der Souchanschule wurde am Montagmittag der Stadtassistent Ludwig nach einem kurzen Wortwechsel von dem Unterstützungsempfänger K. Deguilli angegriffen und mit einem Küchenmesser erheblich verletzt. D. wurde verhaftet.
Hessische Jahrestagung des Bundes Deutscher Architekten. Frankfurt a. M. Unter starker Beteiligung aus dem Freistaate Hessen sowie Hessen- Nassau tagte der Bund Deutscher Architekten in Frankfurt a. M. Der zum Vortrag gekommene Jahresbericht läßt für den freien Architektenstand die erneute Verschlechterung der allgemeinen Lage in einem Ausmaß erkennen, die von einem katastrophalen Zusammenbruch des Berufes nicht mehr weit entfernt ist. Es kam auf der Tagung die Erwartung zum Ausdruck, daß das Reich die Mittel aus dem Hauszinssteueraufkommen mit tunlichster Beschleunigung der Wirtschaft zuführt. Lebhafte Klage geführt wurde auch über die Nebenbeschäftigung der Beamten und die architektonische Bearbeitung des Wohnungsbaues durch die Hochbauämter von Staat und Gemeinden. Der alte Vorstand unter dem Vorsitz von Herrn Professor Hugo Eberhardt- Offenbach wurde durch Afklamationen wieder gewählt. Gleichzeitig gedachte man des Ehrenpräsidenten des Bundes, Professor Gurlitt- Dresden, der am 1. Januar in seltener Rüstigkeit seinen 80. Geburtstag begehen fonnte.
Beide Beine abgefahren.
Bad Ems. Am vergangenen Sonntagabend wurden auf dem Bahnhof Bad Ems dem Bürgermeister a. D. Maurer aus Kemenau beide Bein abgefahren. Maurer sprang von einem einfahrenden Personenzug ab und geriet unter die Wagen.
50 000 Dollar der Heimat überwiesen. Fulda. Ein vor Jahrzehnten aus seiner Heimatgemeinde Saalmünster ausgewanderter Schlosser Wilhelm Harnischfeger hat es in Nordamerika zu Wohlstand und Ansehen gebracht. Nachdem er wiederholt seiner Heimatgemeinde in anerkennenswerter Weise gedacht hatte, überwies er jetzt der Bürgermeisterei für den Bau eines neuen Schulgebäudes die Summe von 50 000 Dollar.
Der Sohn erschießt den Vater.
Kassel, 21. 1. Der 42jährige Maurer und Landwirt Hauptmann in Friglar erschoß nach vorausgegangenen Streitigkeiten aus dem Hinterhalt seinen greisen Vater und ergriff darauf die Flucht. Er konnte bisher noch nicht ermittelt werden.
Der Nacht- D- Zug Frankfurt- Leipzig- Dresden entgleist. Erfurt. Am 21. Januar, um 3,57 Uhr, entgleiste auf dem Hauptbahnhof Erfurt D- Zug 201 Frankfurt- Leipzig- Dresden bei der Einfahrt kurz vor dem Bahnsteig mit einem Post- und drei Personenwagen. Personen wurden nicht verletzt. Die Reisenden sind mit einem Ersatzzug nach 40 Minuten Verspä tung weiterbefördert worden.
Großfeuer in der Kolonialschule. Witzenhausen a. d. Werra. In einem Wirtschaftsgebäude der Kolonialschule entstand Sonntag, den 19. Januar, ein Großfeuer, das an den reichen Heu- und Strohvorräten starke Nahrung fand und das Gebäude trotz schärfster Bekämpfung in zwei Stunden bis auf die Grundmauern einäscherte.
Finnländische Zollkreuzer gegen den Alkohol. Helsingfors, 21. 1. Zur erfolgreichen Bekämpfung des Spiritusschmuggels hat das finnische Innenministerium, das jetzt allein den Kampf gegen den Schmuggel leitet, acht schnellgehende Hochseemotorboote als Zollkreuzer bestellt, die mit fe zwei Kanonen bestückt sein sollen.
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