Einzelbild herunterladen

Mittwoch, den

Mittwoch, den 20. August 1930.

Zur Kündigung

des Lohnabkommens im Ruhrbergbau. Beendigung des belgischen Bergarbeiterstreits.

Schadensersatzklage der Werksbesitzer.

,, Gießener Zeitung"

zent herabgesetzt worden. Im gesamten Wirtschaftsleben ist es üblich, bei Zahlungsverzug Zinsen zu berechnen zu einem Satz, der höchstens 1 Prozent über dem amtlichen Reichsbankdiskont­fuß liegt. Würde ein Lieferant seinen Kunden 10 Prozent Ver­zugszinsen zu berechnen sich erlauben, so würde er unvermeidlich wegen Wucherzinsforderungen angeprangert werden. Die Fi­nanzämter hingegen berechnen unentwegt diesen hohen Zinssatz weiter, ohne Rücksicht darauf, wie hoch der Reichsbanldiskont­fuß ist. Es ist allerhöchste Zeit, daß hier Aenderungen getrof­fen werden. Jeder ehrbare Kaufmann wird bestrebt sein, seine Steuerverpflichtungen terminmäßig zu erfüllen; kann er nicht, so werden fast ausnahmslos die widrigen Wirtschafts­verhältnisse bezw. die langsame Regulierungsweise seiner Kun­den die Ursache sein. Es ist unbillig, von ihm höhere Verzugs­zinsen zu fordern, als er von seinen Schuldnern verlangen kann. Die augenblicklichen Zinsforderungen von 10 Prozent stellen also für den Steuerzahler bei Zielüberschreitungen eine aus­gesprochene Strafe dar, die der ohnehin schon auf das schwerste kämpfende Wirtschaft eine weitere Last auferlegt. Hoffentlich befassen sich recht bald die wirtschaftlichen Verbände einmal mit Sch. dieser Angelegenheit.

Nr. 66.

Erge

Kurheffen C

GC. 03 R FC. Eichw FC. Grone BFR. 07 L Odershauf Alsfeld 1.

Wallau 1. Well. Sp

Herborn 1 Wetter 1. Burg 1.

Gladenbad

Wommelst

Laasphe 1

Chringsha Großen- By

Boruffia

FC. Groß

Germania

Gesamterlös für ihre Erzeugnisse sehr gering ist. In der Ziga­rettenindustrie waren nach der letzten Berufszählung nur rund 34 000 Arbeiter, in den Brauerei- und Mälzereibetrieben rund 73 000 Arbeiter beschäftigt. Die Zahl der in den Bran itmein brennereien beschäftigten Arbeiter ist nach der Statistik der U1;- fallberufsgenossenschaft auf rund 20 000 zu veranschlagen. Bei der Herstellung der vorgenannten Genußmittel im Werte von 8-9 Milliarden Mark im Kleinverkauf werden also zusammen nur rund 128 000 Arbeiter beschäftigt, während nach der letzten Berufsstatistik z. B. in der Textilindustrie rund 1210.000, im Baugewerbe rund 1513 000 Arbeiter beschäftigt waren. ,, Für die durch Einschränkung des Konsums der vorgenannten Genußmit­tel etwa entbehrlich werdenden, nicht sehr zahlreichen Arbeiter" folgert Prof. Boldt- ,, würden sich daher in anderen In­dustrien, die im Verhältnis zum Gesamterlös ihrer Erzeugnisse eine viel größere Zahl von Arbeitern beschäftigen als Ziga­rettenfabriken, Brauereien und Brennereien, leicht andere Er­werbsmöglichkeiten finden.... Wenn nur ein Drittel von den jetzt für entbehrliche Genußmittel ausgegebenen Geldbeträgen fünftig für den Wohnungsbau Verwendung fänden, würde die große Wohnungsnot, unter der jetzt Hunderttausende von Fa­milien leiden, rasch beseitigt sein.... Ein stärkerer Wohnungs­bau würde auch zahlreichen Gewerbezweigen und ihren Arbei­tern Beschäftigung und Verdienst bringen." Man wird sich der Richtigkeit solcher Schlußfolgerung nicht entziehen können Sch.

Was man in vielen Zeitungen nicht liest. Vor wenigen Wochen brachten fast alle Zeitungen aus­führliche Berichte über die energische Rede des Reichsfinanz­ministers Dietrich, die er in der letzten Sitzung des aufgelösten Reichstag hielt. Seine Gegenüberstellung von Interessenten und Bürgern wurde immer wieder zitiert. Nur wenige Zei­tungen brachten auch den vorletzten Satz dieser temperament­vollen Angriffe. Reichsfinanzminister Dietrich sagte damals:

Bochum. Bei den Erörterungen über die angestrebte Neu­regelung der Lohnordnung im Ruhrbergbau wird man die Ver­hältnisse in den ausländischen Bergbaurevieren nicht unbe­rücksichtigt lassen dürfen. Neben dem britischen und polnischen Steinkohlenbergbau macht sich für den Ruhrbergbau in der Nachkriegszeit namentlich auch die Konkurrenz des belgischen und holländischen Bergbaues sehr unangenehm fühlbar. Wäh­rend die Förderung des belgischen Steinkohlenbergbaues von 22,8 Millionen Tonnen in 1913 auf rund 27 Mill. To. in 1919 oder um 18 Prozent gestiegen ist, weist der holländische Stein­fohlenbergbau sogar eine Steigerung von 1,9 Mill. To. in 1913 auf 11,6 Mill. To. in 1929 oder um 500 Prozent auf. Ueber die Verhältnisse des belgischen Kohlenbergbaues bringt das Or gan des Alten Bergarbeiterverbandes, Die Bergbauindustrie", in seiner neuesten Ausgabe eine Zuschrift aus Kreisen des bel­gischen Bergarbeiterverbandes, die zurzeit besondere Beachtung beanspruchen darf. Die belgische Bergbauindustrie befindet sich danach, wie in allen Ländern, in einer schweren Krise. Die Haldenbestände sind seit Dezember 1929 um 300 000 To, auf 1% Mill. To. angewachsen. Nach Angabe des belgischen Bergarbei­terverbandes wurden im Laufe des Jahres 1929 zweimal Lohn­erhöhungen um insgesamt 9 Prozent erreicht. Die Lohnfrage wurde nun so geregelt, daß der Verband sich mit einer Kürzung der Löhne um 9 Prozent ab 1. Juli einverstanden erklärte. Ein Teil der belgischen Bergarbeiter war mit dieser Lohnherabsetzung nicht einverstanden und trat entgegen den Regeln des Verban­des in den Ausstand. Die Besizer beriefen daraufhin die Strei­fenden vor den Schiedsrichter, um die Arbeitsverträge zu lösen. Außerdem verlangten sie Ersatz aller durch den Streik erlitte­nen Verluste, die sich je nach der Zahl der beschäftigten Arbeiter auf 80 000 bis 100 000 Fr. beliefen. Der Schiedsrichter mußte nach dem Gesetz von 1910 über den Arbeitsvertrag die Arbeiter zum Ersatz dieser Verluste verurteilen. Die Streifenden gingen nun auch gegen die Schadensersatzansprüche vor und verleiteten auch die Arbeiter vieler anderer Zechen zum Streik, so daß die Zahl der Streifenden auf ungefähr 15 000 stieg. Die Verbands­zentrale berief jetzt eine neue Versammlung, in der beschlossen wurde, den geforderten Schadensersatz zu zahlen und sich an den Gouverneur um Schlichtung der Streitigkeit zu wenden. Es wurde eine Schlichtungskommission gebildet, von der die Wie­deraufnahme der Arbeit vorgeschlagen wurde, worauf der Streif auch sofort abgebrochen wurde.

-

,, Den Deutschen, die heute noch für soviel Milliarden Mark Tabak und Bier verzehren, wird man auch noch zumuten kön= nen, daß sie ein solches Loch im Reichsetat zu stopfen imstande sind. Die Frage ist jetzt die, ob wir Deutsche ein Haufen von Interessenten oder ein Staatsvolk sind."

Warum brachten so wenige Tageszeitungen den Schlußge­danken im vollen Wortlaut?

Es geschehen noch Wunder!

Die Newyorker Lebensmittelhändler von Verbrechern terrorisiert. Newyork, 19. August. Eine behördliche Untersuchung der Lebensmittelpreise in Newyork hat ergeben, daß die Kleinhänd­ler von organisierten Verbrecherelementen( Racketeers) terrori­siert werden, damit sie die von diesen diktierten Lebensmittel­preise beibehalten. Einzelne Händler sind mit Vernichtung ihrer Vorräte, ja sogar mit dem Tode bedroht worden, sobald sie Miene machten, die Preise selbst festzusetzen. Die Racketeers bestachen in vielen Fällen die Lastkraftwagenführer der Lebens­mittelhändler, die durch Drohungen die Händler zwangen, die diktierten Preise zu verlangen.

Neustadt a. D. zählt 3000 Einwohner, die kürzlich vor der Bürgermeisterwahl standen. Der einzige vorgeschlagene Kandi­dat war der praktische Arzt Dr. Weig, der einstimmig, von der äußersten Rechten bis zur äußersten Linken, d. H. von den Na­tionalsozialisten bis zu den Kommunisten zum Bürgermeister ge­wählt wurde. Das klingt schon unglaublich genug. Noch un­glaublicher flingt aber folgendes: Der neugewählte Bürgermei­ster hat sich nach der Wahl entschlossen, in Anbetracht der schwie­rigen Finanzverhältnisse der Stadt rückwirkend ab 1. April auf sein Bürgermeistergehalt in Höhe von 1000 Mark zu verzichten. Man ist fast versucht zu glauben, daß Neustadt a. D. nicht in Deutschland liegt.

Aus den Mitteilungen des belgischen Vergarbeiterverban­des ist weiter bemerkenswert, daß in Verbindung mit der Lohn­fürzung eine Neuregelung der Pensionssätze eingetreten ist. Als Beispiel wird angeführt, daß ein Arbeiter von 55 Jahren, der 30 Jahre gearbeitet hatte, nach der alten Regelung einen jähr­lichen Pensionsanspruch von 3600 Fr. und nach der neuen Re­gelung von annähernd 8000 Fr. 940,80 Mt. hat. Diese Neu­regelung jou am 1. Januar 1931 in Kraft treten( im Ruhrborg­bau beginnt der Pensionsanspruch bereits mit 50 Jahren, wenn der Bergmann 25 Jahre im Bergbau gearbeitet und dabei min= destens 15 Jahre wesentlich bergmännische Arbeiten verrichtet hat.

Wucherzinsen der Finanzämter.

Kampf gegen Altoholmißbrauch und Arbeitslosigkeit.

05 Götting Gau Gießen- We

Gotten 1 Sajotten 2

Grünberg

VfB. Gie

VFB. Gief

Steindorf

Bijfenberg

Burgiolms

Büblingsh

Leun

Hermanni

Oberbiel

Steinberg

Jugend:

Großen- B

Burg 1.

Friedberg

Lollar 1.

Gan Marburg:

Wetter 2

Erdhause

Wommel

Dreihaus

Dreihau

Wehrda

Wehrda

Hestem

Dreiha

Garna

Jugend:

Glade

Wala

Millionenbetrug mit Juwelen mißglückt. Hanau. Ein von zwei Berlinern in Hanau versuchter, groß­zügig angelegter Betrug ist mißglückt. Die Hanauer Kriminal­polizei hat zwei aus Berlin zugereiste Personen festgenommen, die den Versuch gemacht hatten, von einem Hanauer Bijouterie fabrikanten Juwelen im Werte von etwa einer Million Mart angeblich gegen Kasse zu kaufen. Sie brachten während der Ver­handlungen vor, daß das Geld in Berlin bei einem Notar sicher: gestellt sei, und verlangten, daß die von ihnen ausgesuchten Ju­welen auch nach Berlin gebracht würden, woselbst sich der end­gültige Kaufabschluß vollziehen solle. Zu den Verhandlungen zog der Haupttäter, der 34 Jahre alte Juwelenhändler May Schwar­zenberger, wohnhaft in Berlin, auch noch einen Genossen aus Pforzheim hinzu, den er als Bankdirektor aus Berlin und als Geldaeber vorstellte. Um den Fabrikanten in Sicherheit zu wie­gen, wurde eine gefälschte Bescheinigung vorgelegt, wonach bei einem Berliner Rechtsanwalt 100 000 Mart, eventuell mehr, zur Verfügung ständen. Eine Anfrage in Berlin ergab, daß bei dem Rechtsanwalt kein Pfennig für Juwelen sichergestellt war, und daß es sich um einen groß angelegten Schwindel handle. Von den beiden Personen, die dem Gericht zugeführt wurden, wurde Schwarzenberger in Haft behalten, während der andere vorläufig auf freien Fuß gesetzt worden ist. Schwarzenberger hat bereits im Jahre 1928 in Hanau einen gleichartigen Schwindel versucht, wobei sich ergab, daß er damals noch von einer anderen Behörde wegen Betrugs gesucht wurde.

Uns wird geschrieben: Das Schreckgespenst weiterer Erhö­hung dor Mrhoitelosigkeit angesichts der umgehenden Erörie rungen der Getränke- und Tabaksteuerfrage beschäftigt begreif­licherweise manche Gemüter. Es ist schon wiederholt von Sach­kundigen darauf hingewiesen worden, daß zu solchen Befürch= tungen in Wahrheit kaum ein Anlaß ist. So schrieb kürzlich Oberreg.- Rat a. D. Prof. Dr. Boldt in einem Artikel in den ,, Westfälischen- Neuesten- Nachrichten", Bielefeld, die Frage, ob durch eine weitere Einschränkung des Verbrauchs von Tabak und geistigen Getränken eine erhebliche Steigerung der Arbeitslosig­keit verursacht würde, sei zu verneinen, weil die Zahl der in der Zigarettenindustrie und in den Brauerei- und Brennereibe­

Die Finanzämter berechnen heute für verspätet eingehende Steuerbeträge bis zu 10 Prozent Verzugszinsen, ein Satz, der schon an die unsäglichen Inflationsjahre erinnert. Es ist bei­nahe unbegreiflich, daß die Wirtschaft hiergegen nicht schon längst Einspruch erhoben hat. Der Reichsbankdiskont ist auf 4 Pro-| trieben beschäftigten Arbeiter im Verhältnis zu dem hohen

Fördert die Junghandwerkerbewegung! Schon darum ist sie bestrebt, sich mit dieſer Moderne mehr

Von Syndikus Dörgeloh, Berlin.

|

maßen ein Streit um das Drganisationsprinzip bestand. Man sieht auf der einen wie auf der anderen Seite ein, daß beide Arbeitsgebiete sich notwendig ergänzen. Die zwischenberufliche Junghandwerkerbewegung bildet, wo nur irgend möglich, Fach gruppen und die fachliche Bewegung des Junghandwerks be schäftigt sich auch mit allgemeinen Fragen. Es geht ja schließ lich auch nicht um ein Prinzip, sondern es geht um das Jung­handwerk, das einen erfreulichen Ernst für seine Sache bekun­det. Und doch fehlt es noch an vielen, vielen Stellen an dem sogenannten Anstoß und auch um Hilfe in der Führung. Der Reichsverband des deutschen Handwerks, der ebenfalls mit Interesse die Angelegenheiten des Junghandwerks verfolgt, fann als Spitzenverband die örtliche und regionale Sammlung aber nicht im einzelnen fördern. Hier müssen die Handwerks kammern und die Innungen in gemeinsamer Arbeit einsehen; und zwar werden die Kammern und die Innungsausschüsse zu­nächst die zwischenberufliche Sammlung mit ihren allgemeinen Aufgaben zu begünstigen haben und die fachliche Weiterarbeit den Innungen zu empfehlen.

Schon darum ist sie bestrebt, sich mit dieser Moderne mehr auseinander zu setzen. Hierzu gesellt sich die politische Ver­worrenheit. Mit Begriffen wie konservativ, liberal, Demo­kratie und Sozialismus kann die Jugend nichts rechtes anfangen, weil sie sie nicht in ihrer praktischen Auswirkung kennt oder doch zum mindesten nur mangelhafte Erfahrungen hierüber hat. Es ist nur zu bekannt, daß das Verhältnis der Jugend zur Po­litik und besonders zu den Parteien, ein sehr ernsthaftes Problem in unserer Gesamtpolitik darstellt. Und sehen wir uns die zu­nehmende Radikalisierung politischer Extreme an, dann fällt nur allzu sehr auf, daß gerade die Jugend die Kerntruppe stellt. Es ist gewiß nicht die Aufgabe der Handwerksorganisationen, in dieser oder jener Weise parteipolitische Richtungen zu be günstigen, aber es kann wohl doch der Meinung Ausdruck ge­geben werden, daß es Pflicht aller einsichtigen Kräfte des Handwerks ist, den Junghandwerkern zu helfen, ein Weltbild zu gewinnen, das sie vor den radikalen Illusionen bewahrt. Es geht zwar schon lange nicht mehr um das Schlagwort ,, Wer die Jugend hat, hat die Zukunft", sondern es geht darum, über die Interessen- Sphäre des einzelnen hinaus an der nahen und fernen Zukunft unseres Volkes zu bauen und zwar so, daß der Mittelstand in ihr einen lebensfähigen Raum behält.

Es ist erstaunlich und erfreulich zugleich, wie schnell sich die Junghandwerkerbewegung im Deutschen Reich ausdehnt, obwohl von einer eigentlichen Propaganda für sie kaum die Rede sein kann. Der Gedanke der Junghandwerkerbewegung muß also einen gesunden Kern in sich bergen und wirklich der Zeit entsprechen. Selbst wenn man nichts unternähme, würde die Bewegung doch fortschreiten. Das berveist allein die Aus­dehnung in der allerlegten Zeit auf Dstpreußen, Bayern, Württemberg und Mitteldeutschland. Bestimmt hat daran der vor einem Jahre errichtete deutsche Junghandwerkerbund in Hannover einen nicht unbedeutenden Anteil. Betrachtet man aber die wirtschaftlichen Schwierigkeiten und die politischen Verwicklungen in denen wir stehen, so dürfte es doch angebracht sein, wenn die deutsche Junghandwerkerbewegung mit allen tauglichen Mitteln gefördert wird.

Es liegt sicherlich nicht in der Absicht der Junghandwerker, sich in ihrer Bildungsarbeit und in ihrer Sammlung von dem Althandwerk fernzuhalten. Wenn das bisher teilweise zu be­obachten ist, so mag es wohl in erster Linie daran liegen, daß die ältere Generation keinen oder nur einen unzureichenden Führungs- und Hilfewillen bekundet hat. Da wir immer noch von dem Anfang der Bewegung sprechen können, läßt sich vie­les nachholen. Und das ist der Sinn dieses Aufrufs.

Das Althandwerk hat seine wirtschaftlichen Kenntnisse und Anschauungen im wesentlichen in der Vorkriegszeit bilden können und hat infolgedessen einen prächtigen Maßstab. Und nicht nur das, der Althandwerker sieht seinen Lebensabend schneller heranrücken, so daß er nicht mehr von dem Eifer be­seelt ist, suchend um die Gestaltung der Dinge zu ringen. An­ders geht es der Jugend des Handwerks. Sie sieht, wie auf der einen Seite der sogenannte Kapitalismus eine immer schär­fere Konzentration der industriellen Wirtschaft begünstigt und vielfach der handwerklichen Produktion den Boden abgräbt. Und auf der anderen Seite stehen die Gewerkschaften, die als Förderer der Konsum- Genossenschaften ebenfalls bedrängend wirken. Vielfach liegen die Dinge so, daß eine Reihe von Handwerkszweigen gegenüber der Rohstoffwirtschaft oder auch gegenüber den verarbeitenden Industrien gleiche oder ähnliche Interessen haben, seien es Bäcker, Fleischer, Konditoren und Müller gegenüber der Getreide- und Viehwirtschaft und der Agrarpolitik schlechthin oder seien es Schmiede, Schlosser und Mechaniker gegenüber der Eisen- und Metall- Industrie und gegenüber den Maschinen- und Automobilfabriken oder seien es die Schneider gegenüber den Woll- und Baumwoll- Konzer­nen oder das Baugewerbe gegenüber mannigfacher Bedrängnis. Die Jugend kennt nicht mehr den freien Unternehmer als den herrschenden Wirtschaftstypus, sondern sie wächst gewisser maßen mit den Konzernen und der Monopolwirtschaft auf.

Im allgemeinen fann man feststellen, daß die in allen Gegenden des Reiches schon bestehenden Junghandwerkerver eine eine Dreiteilung ihrer Arbeit haben:

In Nordwestdeutschland und in Sachsen ist die zwischen­berufliche Sammlung des Handwerks so weit vorgeschritten, daß es keiner wesentlichen Unterstüßung des Althandwerks mehr bedarf. Anders liegt es aber in allen anderen Gegenden des Reichs. Die fachliche Junghandwerkerbewegung hat sich erst stärker ausgewirkt in vier Handwerken, im Bäcker-, Schmiede-, Tischler und Schneider- Handwerk; bei den beiden letzten leider auch erst in unzulänglichem Maße. Von der Jungdeutschen Zunft, die junge Handwerker als Mitglieder aufnimmt, braucht in diesem Zusammenhange nicht gesprochen zu werden, da sie bei ihrer lebensreformerischen Einstellung ihre Werbearbeit selbst betreibt. Die Zeit ist dahin, wo zwischen der fachlichen und der zwischenberuflichen Junghandwerkerbewegung gewisser­

1. Vortragsabende über allgemeine Fragen, 2. Technische und fachliche Vortrags- und Arbeitsabende, 3. Kurse fachlicher Art und über Kalkulation und Buch­führung, Rednerkurse und dergl. mehr.

Germ

St

Wie steht Sportklub 03 gruppe) einwo 17. nur nach

mannia. Ru Weiß unenija

verein Rajjel

hat bisher ni als Halbstür haujen den F ( beide aus de

Helfen- Preuze

BB. Gießen 1: 4( 1: 1). B

über FV. H

Heljen- Hersie

rode fertigte

mania Fuld

irennten fid

jchlug VB.

17. gegen FC

Der Göttinge

flub mit 8: 1

Es sei empfohlen, daß die Handwerkskammern, Innungs ausschüsse und Gewerbevereine entweder gemeinsam oder jeder für sich ein Arbeitsprogramm für die Förderung des Jung­handwerks aufstellen. Danach wäre am zweckmäßigsten, in Frühherbst einen Vortragsabend( oder Sonntag) mit genügen­der Zeit zur Aussprache zu veranstalten. Das Thema oder die Themen ergeben sich von selbst. Diese Vorträge über allge­meine Themen im Zusammenhang mit dem Junghandwerk werden sich von selbst zu einer Dauereinrichtung ausgestalten. Und von selbst wird sich das Bedürfnis einstellen, daß die An= gehörigen gleicher Berufe sich zu fachlicher Arbeit sammeln. Hier werden Herren, die für die Gewerbeförderung arbeiten oder als Gewerbelehrer beruflich tätig sind, gern einspringen. Die Bildungstagungen, die schon vielfach und mit besonders erfreu lichem Erfolg für das Junghandwerk veranstaltet wurden, wer den eine Aufgabe der zukünftigen Arbeit sein.

mit 9: 1( 3: heim mit

0: 7( 0: 0)

gab am 17.

nen wurde

jchieden aus

Währen fchaft ihre e

Dom VfR.

Am verg Sportvereins haftsjpiel un findlichen Te

von Anfang

mit dem Win

Der 1. Halbze

2: 0 in Führun

mit dem Win

und fonnten

war dem Spi

Die Fuß Spieljahres

Des Spielpro und B- Klajie

batte folgen folms- B hausen- D Sanbenh

neuem Spiel

beiden Nach

Die beiden

für Bissenbe

spricht dem

Saifle gehör

Blarer etw

berben Nach

Diefe Mann