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Samstag, den 19. Juli 1930.

verschuldet habe. Auch in der Presse wurde stellenweise versucht, die Wirtschaftsführung für die derzeitige Wirtschaftskrise ver­antwortlich zu machen und das ganze Rationalisierungssystem der vollen Schuld an dem sozialen Niedergang der Arbeiterschaft zu bezichtigen.

Es muß darauf hingewiesen werden, daß nicht nur die Ar­beitgeber, sondern auch die Führer der Arbeitnehmer die Not­wendigkeit einer vernünftigen Wirtschaftsgestaltung, der Ra­tionalisierung, schon frühzeitig erkannt und mit aller Dring­lichkeit entsprechende Maßnahmen von der Industrie verlangt haben. So wurde auf dem Breslauer Kongreß der freien Ge= werkschaften von 1925 durchgreifende Rationalisierung gefor­dert und dazu folgende Stellung genommen: Das Problem der Rationalisierung der Arbeit, auf dem die Erfolge der an­deren Länder beruhen, ist in Deutschland ungelöst geblieben. Nur durch umfassende Rationalisierung der Arbeit, durch be­triebsorganisatorische und technische Maßnahmen kann die Lö­sung der wirtschaftlichen Probleme erfolgen. Immer wieder haben die Gewerkschaften in den Lohnverhandlungen und die freien Gewerkschaften in ihrer Denkschrift vom Februar 1926 erklärt: Lohnerhöhungen seien ein wuchtiger Antrieb zur Ra­tionalisierung der Wirtschaft, die Betriebe könnten noch viel besser ausgebaut werden. Der Unternehmer kann einen Aus­gleich für die jetzt zu zahlenden höheren Löhne in besserer Tech­nik und mehr Maschinenausnutzung finden. Das löse zwar eine gewisse Arbeitslosigkeit aus, die sie aber in Kauf nehmen würden. Ihr Lohndruck solle den Unternehmer zur Rationali­sierung anspornen. Und auf der Tagung des deutschen Ge­werkschaftsbundes in Hamburg im November 1927 betonte ein Redner scharf: Die inneren Hemmnisse der Rationalisierung müssen verschwinden. Ihr Abbau muz durch Lohnbewegungen erzwungen werden.""

Wiederholt hat die industrielle Unternehmerschaft ihre Mahnungen gegenüber den Forderungen einer allzu schnellen Rationalisierung ausgesprochen; erinnert sei nur an die Er­klärungen von Dr. Vögler, daß man den Verhältnissen in Deutschland Rechnung tragen und lieber mehr Leute bei nicht zu hohen, aber auskömmlichen Löhnen beschäftigen müsse. Erst nach anfänglichem Sträuben und mit großen Opfern Mil­liarden hat die Umstellung gekostei, teure Auslandsanleihen mußten aufgenommen werden und sind zu verzinsen- hat die Wirtschaftsführung unter dem Druck der aktiven Lohnpolitik nachgeben müssen und dann die größte Wirtschaftskrise von 1925 durch die Einführung der Rationalisierung zu überwinden vermocht.

Wenn auch nicht zu verhindern ist, daß durch die Rationali­sierung vorübergehend Menschenkräfte durch. Maschinen ersetzt werden, so ist doch der Zweck der Rationalisierung Vergrößerung der Arbeitsmöglichkeit und Erhöhung des Lebens- Niveous. Der englische Kohlenbergbau, Deutschlands gefährlichster Konkurrent, ist gegenüber dem deutschen durch günstigere Lagerungsverhält­nisse und niedrigere Wasserfrachten erheblich im Vorteil. Er ist zudem weit kapitalfräftiger und hat nicht die hohen Lasten

Gießener Zettung

der Verzinsung, Steuern usw. wie der deutsche Bergbau zu tragen. Wir müssen ständig darauf bedacht sein, für diese Vorteile auf englischer Seite durch Verbilligung der Gestehungs­kosten, d. h. durch Modernisierung der Betriebe, einen Aus­gleich zu schaffen, wenn wir nicht weitere Absatzgebiete, selbst im eigenen Lande verlieren wollen.

Rund vier Mill. Tonnen englischer Kohle gehen heute in deutsche Absatzgebiete.

Für jede Million Tonnen, die wir dem Auslande abneh­men, könnten rund 3000 Bergleute mehr beschäftigt werden.

Daß im übrigen die Arbeitslosigkeit am wenigsten eine Folge der Rationalisierung ist, sondern in der allgemeinen weltwirtschaftlichen Depression begründet liegt, zeigt die Tat­sache, daß das weit fapitalfräftigere Ausland mit ganz ge= ringen Ausnahmen darunter ebenso stark, wenn nicht noch in höherem Maße, zu leiden hat als Deutschland.

Die Wohlfahrtslasten der Gemeindeverbände:

Der Zeitpunkt, wo Gemeinden und Gemeindeverbände un­ter der dauernd anwachsenden Last der Wohlfahrtserwerbslosen finanziell zusammenbrechen, läßt sich schon heute mit fast ma­thematischer Sicherheit feststellen. Der Vorstand des Deutschen Landkreistages befaßte sich daher eingehend mit diesem wich­tigen Problem. Da diese Belastung nicht alle Kommunen in gleicher Höhe und Zeitdauer trifft, kann auf dem Wege über einen Finanzausgleich wirksame Hilfe nicht gebracht werden.

Das Handwerk zur Ablehnung des Gesetzes über den endgültigen Reichswirtschaftsrat. Der Reichsverband des deutschen Handwerks und der Dentsche Handwerks- und Gewerbekammertag traten am Diens tag, der 15. Juli, im Verwaltungsgebäude des Kammertages zu Hannover zu einer Vorstandssitung zusammen. Die aus allen Teilen des Reiches gut besuchte Versammlung befaßte sich eingehend mit der derzeitigen wirtschaftspolitischen Lage und nahm zu der im Reichstag erfolgten Ablehnung des Ge­setzes über den endgültigen Reichswirtschaftsrat einstimmig nach­tehende Entschließung an:

Die vereinigten Vorstände des Reichsverbandes des deutschen Handwerks und des Deutschen Handwerks- und Gewerbekammertages sprechen ihr tiefstes Bedauern dar­über aus, daß der Deutsche Reichstag den Gesezentwurf über die Bildung des endgültigen Reichswirtschaftsrates abgelehnt hat.

Die Ablehnung dieses Gefeßentwurfes, der in sehr bescheidenem Maße endlich eine sachgemäße gutachtliche Mitwirkung aller Kreise der deutschen Wirtschaft an den Aufgaben der Gesezgebung verwirklichen wollte, wird ge­rade im gegenwärtigen Zeitpunkt der größten politischen Vertrauenskrise als eine schwere Zurückseßung aller pro­duktiven Kräfte der deutschen Wirtschaft empfunden.

Die vereinigten Vorstände sind der Auffassung, daß

Der Vorm. des 26. verlief verhältnismäßig ruhig. Bon 1 Uhr

Aus der Regimentsgeschichte der 118 er. ab feste aber ziemlich heftiges beiderseitiges Artl- Feuer ein. Die

Das Infanterie- Regiment 118 an der Somme im August 1916. II./118 wurde am 23. August abends in Doual verladen und fuhr nach Gouzeaucourt, von wo es am nächsten Tage durch Fuß­marsch nach Lechelle gelangte. Dorthin marschierte auch III./118 nach einer Bahnfahrt von Drocourt nach Gouzeaucourt; I./118 fuhr von Drocourt nach Caudry. Sämtliche Batl. bezogen Orts. biwal. Diese Art der Unterbringung war lange nicht vorgekom men, es trat daher ein großer Mangel an 8eltstöden zutage. wurde ein bißchen geschimpft, aber am Ende standen die Zelte auch ohne Zeltstöde, gerade zur rechten 8eit, denn schon tropfte das verwünschte Naß vom Himmel. Der Reg.- Stab bezog in der Nacht vom 24. auf 25. Quartier in Gonnelleu, die M.G.K. Orts. biwat in Gouzeaucourt. Die Div. unterstand jetzt dem 13. A. R. und mit diesem der 1. Armee.

Am 25. 8. wurde der Reg.- Rbr., Oberst von Dunder, zweds Information zur 56. J. D. nach Rocquigny und danach zur 51. J.- Brig. nach Le Translon befohlen. I./118 wurde mit Lastkraft­wagen nach Lechelle befördert, die M.G.K. marschierte dorthin. In der Nacht vom 25. auf 26. 8. löfte II/ 118 in vorderer Linie II./119 db, III./118 in Bereitschaft I./119. M.G.R./118 die M.G.K./119. Die Gliederung des Reg. war nach erfolgter bl. sung folgende: Rechts an J. R. 88 anschließend lag im Stüz. punit 5./118 mit zwei 8ügen links bis zum Leiber- Weg, dem Don der dritten Stellung bis in den Delville- Wald führenden Ver. bindungsgraben. Durch diesen, der hier start zerschossen war, ging die Stellung zunächst ein Stüd meiter, verließ ihn dann in füd. licher Richtung und führte von dort ebenfalls schräg auf den Delville- Wald zu. In diesem Abschnitt lagen zwei Züge der 6./118, nur in Rarnidellöchern" und Granattrichtern. Das dann am Waldrand verlaufende Stüd, das die 7./118 mit zwei 8ügen befeht hielt, war tief und durchlaufend, jedoch schlecht zur Ver­teidigung geeignet, da es weder ein Hindernis noch Unterstände hatte. In dem gleichen Zustande befand sich das als Stellung die­nende Stüd des Alvensleben- Weges nordwestlich Ginchy, in dem die 8. Romp. ebenfalls mit zwei Rügen saß. Die dritten Züge des II./118, fomie 11. Komp. und die Stäbe des II. unb III. Batl. waren in der zweiten Stellung untergebracht. Diese war leidlich ausge. baut und mit Drahthindernis versehen. Stollen fehlten jedoch fast gänzlich. Die 12. Komp. hatte den Flers- Graben besetzt, der wohl bereits aus einem durchlaufenden Graben bestand, im übri gen aber noch im Ausbau begriffen war. Legteres gilt auch für den Gallwig- Riegel, in dem 9. und 10.118 untergebracht waren. Hier beftand aber bereits ein durchlaufendes Hindernis. Die M.G.K. hatte zwei Gewehre in vorderer Linie, vier in zweiter Stellung und zwei im Flers- Graben. L./118 lag in Lechelle als Div.- Reserve; es war jetzt in. Häusern untergebracht, die Quartiere waren aber sehr schlecht. Es wurde durch die Feldküchen verpflegt; sonst fonn­ten nur noch die Komp. im Gallwig- Riegel warme Verpflegung erhalten. In Lechelle wurden zum ersten Male, in größeren Men­gen Stahlhelme empfangen; die Komp. fonnten etwa zur Hälfte mit ihnen ausgerüstet werden. Dem Reg. wurde zum Ausbau der Stellung die tombinierte Pi.- Romp. Kalkbrenner", bestehend aus Teilen der Pi.- Romp, 111 und 112, zugeteilt. Dieser wurden auch zwei Züge der Berg- Romp. unterstellt. Die Pi.- Romp. erhielt ihre Weisungen betr. Ausbau unmittelbar vom Reg.- kor. Der Reg.­Gefechtsstand befand sich in Flers nördlich der Kirche; er wurde am 26. früh von Oberst von Dunder bezogen.

vorderen und rückwärtigen Graben lagen gleichmäßig unter star­tem Feuer. Die zweite Stellung wurde start beschädigt, mehrere Stollen verschüttet. Die Fliegertätigkeit war gering. Die Nacht auf den 27. August verlief sehr lebhaft.

Starkes feindliches Feuer lag auf allen Gräben. Unsere Artl. antwortete, hatte aber eine ganze Reihe von Kurzschüssen bei der 7. und 8. Komp. zu verzeichnen, durch die es bei der 8./118 zehn Tote und zahlreiche Verwundete gab. Gegen Morgen ließ das Feuer etwas an Heftigkeit nach, steigerte sich aber ab 10 Uhr vorm, wieber und wuchs sich gegen 2 Uhr zu einem richtigen Trommel­feuer aller Raliber aus. Bereits um 9 Uhr vorm. versuchte eine engl. Patronille von 20 Mann, gegen den rechten Flügel der 8./118 vorzubringen; sie wurde aber rechtzeitig erkannt und durch Infanteriefeuer abgewiesen.

Um 4 Uhr nachm. aber drangen starte engl. Kräfte überraschend bei der 7./118 ein, töteten oder verwundeten einen großen Teil der Grabenbefagung und nahmen den Rest gefangen oder dräng. ten ihn auf die 8./118 im Alvensleben- Weg zurüd. Der Komp. Führer, Ltn. d. R. Mellis, erlitt dabei einen schweren Nerven. chock. Die Führung ber 7./118 übernahm Ltn. d. R. Dombrowa. Der 8./118 gelang es zunächst, ihren Graben nach rechts gegen den eingedrungenen Feind abzudämmen. Es entspannen sich aber dann schwere handgranaten- und Nahkämpfe, in deren Verlauf der zahlenmäßig weit überlegene Feind auch die 8./118 im Alvens­leben- Weg zurückzudrängen vermochte, und zwar bis an die Grenze des F.R. 85. Von 7 Uhr abends ab wurde das Feuer schwächer, die Gefechtshandlung schien beendet zu sein. Zwischen dem Führer des II./118, Sptm. Classen, und dem des III./118, Major d. 2. Golg, fanden längere Besprechungen über die nunmehr zu ergreifenden Maßnahmen statt. Auch mit dem Regiment wurde mehrfach verhandelt. Vor allen Dingen war es wichtig, einwand. frei die Einbruchsstellen des Feindes festzustellen. Um 8.45 Uhr nachm. übernahm auf Befehl des Reg. Major d. L. Golg d Leitung der weiteren Gefechtshandlungen, die beiden vorderen Batl. wurden ihm unterstellt. Daraufhin erhielt zunächst 10./118 den Befehl, sich gefechtsbereit zu machen und mit möglichst viel Handgranaten, deren Besorgung aus dem Pionierpart der 9./118 übertragen wurde, in den Flersgraben vorzurüden. Am 28. 8. 12.30 Uhr vorm. traf bei Major d. L. Bolt ein Reg.- Befehl ein, der ihm zwei Aufgaben stellte:

1. Den verlorenen Graben zurückzuerobern und

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2 zwischen Stüßpunkt( linkem Flügel der 5./118) und rechtem Flügel F.R. 35 eine Riegelstellung zu schaffen, zu besetzen und auch bei Tage wenn auch nur mit einer dünnen Linie besetzt zu halten. In Ausführung dieses Befehls erhielt nun zunächst Oblt. Bieber, der Führer der M.G.K., um 12.45 Uhr vorm. den Befehl, auf dem linken Flügel des Stüßpunktes" Maschinen­gewehre zur flankierenden Unterstügung der Wiedereroberung des verlorenen Grabenstüds einzubauen. Weiterhin bekam der Gra­benoffiziere des II./118 den Auftrag, die Ref.- 8üge sowie die vor­deren Reste der 7. und 8. Komp. zur Wiedereinnahme des ver­lorenen Grabens am linken Flügel des Reg.- Abschnittes bereitzu­stellen. Die Komp.- Führer der 11. und 12./118 wurden telepho­nisch zu Major d. 2. Golg befohlen und erhielten um 1.20 Uhr vorm. den Befehl, die neu anzulegende Riegelstellung" zu be­sezen, die 12. Romp. rechts, die 11. Komp. mit zwei 8ügen links anschließend. Ein Zug der 11. Romp. unter Lt. d. L. Kollenrott wurde als Reserve für den Angriff zurückgehalten. Die Romp.

Nr. 57

das Einkammersystem in Deutschland, verbunden mit dem gegenwärtigen, die freie Willensbestimmung des deutschen Bürgers ausschließenden Proportionalwahlrecht in so bo: hem Maße versagt hat, daß die Frage der Errichtung einer 2. Kammer, durch organische Verbindung von Reichsrat und Reichswirtschaftsrat, schleunigst zum Gegenstand ernst hafter Prüfung der deutschen Wirtschaft und der politi: schen Faktoren gemacht werden muß.

Nahrungsaufwertung.

Dr. Mar Windel.

Gamstag, den 1

Gloden läuten Alang; Freude fan für viele. Sie hab

gemüt, ob fie uns geit zum Feftiag ge legten Geläute.- G meer der Stadt; fie Dorfer im Lande Dom Berg, das dort Gloden läuten fie nicht mehr höre Beit geworden find verloren ging, und feltener und fürzer geworden, raft- und nicht mehr den K Alingen und Singer Heimat am reinster Kindheits Tagen, Lebens geflungen. im stillen Heimatta tag war. Wüßte läuten nicht mehr Geele verloren hät ren, und jener He

Nahrungsaufwertung ist die Erhöhung des Nähr und Lebenswertes der täglichen Kost, die entweder ur sprünglich nicht hochwertig war oder die durch Verfah ren der technischen oder füchenmäßigen Zubereitung in ihrem Wert herabgemindert wurde, wie dies ja sehr häufig bei unseren Speisen der Fall ist. Wir gestalten jedoch eine derart weniger wertvolle Nahrung zu einer hochwertigen, indem wir ihr hochwertige Ergänzungs. stoffe zuführen, indem wir einer fauren Nahrung ba sische Salze zuführen, der vitaminfreien Kost vitamin reiche Nahrungsstoffe zuseßen usw. In wissenschaft lich richtiger Weise angewendet, können solche Zusäße als wirkliche Auswertungsstoffe" bezeichnet werden. Die Speisen werden alsdann durch Zusah der richtigen Aufbaustoffe, der spezifisch wirkenden Vitamine und Mineralstoffe aufgewertet. Indem so auf dem Wege des Stoffwechsels die Drüsen und Bluttätigkeit reguliert und zu höchster Entfaltung gebracht werden, wird der Organismus von Ballaststoffen befreit und nur mit hochwertiger Nahrung gespeist. Selbstverständlich ist, daß die Grundnahrung vorherrschend vegetarisch oder lactovegetabil ist, weil diese in erhöhtem Maße die Aufwertung begünstigen.

1. Die Speisen sollen das Lustgefühl und den Appetit zur Speisenaufnahme anregen durch: Wohlgeruch, lieblichen oder würzigen Duft, durch ihren eigenartigen Geschmack, durch appetitliches Aussehen, schöne Form und Farbe.

2. Die Speisen sollen mit richtiger Temperatur serviert werden.

3. Das Anrichten muß im besonderen Maße die leg­ten Zusäße feiner Gewürze und die Aufwer tung der Speisen berücksichtigen.

4. Damit durch geringen Gewürzzusaz gro ße Wirkungen erfolgen, sollen die Gewürze frisch gemahlen oder gestampft zugesetzt werden. Küchenkräuter fein schneiden, raspeln und stamp­fen. An Pfeffer und Salz sparen!

5. Vitamin und mineralsalzarme Speisen müssen beim Anrichten durch Beigabe hochwertiger Kost, 3. B. Nohkoft, Salate, Obst und Zitronensäfte, Suppenwürzen, Hefeertrakte, frische Gewürzkräu­ter aufgewertet werden.

erreichten gegen 3 Uhr die befohlene Linie und nahmen sofort bie Spaten in die Hand. Sie arbeiteten, was die Kräfte hielten, Jeder Mann war sich dessen bewußt, daß hier der englische Spett feuer- Riegel lag und so gab er fein Leytes her, um seinen Leib einigermaßen gegen die vernichtende Wirkung der englischen Ar. tillerie zu schügen, die jederzeit losbrechen konnte. Die 10. Romp., die schon im Flers- Graben war, erhielt Weisung, an Stelle der vorgegangenen Teile des II. Batl. den rechten Flügel der zweiten Stellung zu befeßen. Die 9./118 rüdte an Stelle der in die Riegelstellung vormarschierten 11./118 in die linke Hälfte der zweiten Stellung.

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Der befohlene Angriff der 7. und und 8/118 tam nicht zur Aus­führung, da die Komp. vollständig erschöpft und ohne Munition und Material waren. Deshalb erhielt nunmehr Pt. d. R. Rollen rott den Befehl, aus seinem Zug der 11./118 einen Stoßtrupp za bilden und vom linken Flügel aus mit den Resten der 7. und 8. Komp. die feindliche Stellung aufzurollen. 6./118 wurde an gewiesen, ihre Leute sturmbereit zu machen für eine Wiedergewin. nung der verlorenen Stellung vom rechten Flügel aus. She Führer, Lt. d. R. Schlamp( Georg), machte darauf aufmerksam, daß bei der Entfernung vom Feind, die 600 Meter betrüge, das Moment der Ueberraschung gänzlich fortfiele und daß er außer ins Sperrfeuer noch in das Flantenfeuer der feindlichen Infanterie aus dem Teil des Delville- Waldes, der am 24. August dem abge lösten Reg. verloren gegangen sei, gerate. Der Res.- Zug der 5./118 wurde anschließend an die 6./118 eingefeßt. Die Uhren waren verglichen. Auf 4 Uhr vorm. war vom Reg. der Sturmbeginn feftgefeßt. Der Feind mußte aber die Bewegungen in unseren Gräben erkannt haben, denn bereits vor 4 Uhr feßte ein außer ordentlich starkes Feuer ein, das die Angriffstruppe völlig aus einander warf und ihr schwere Verluste zufügte. Unter diefen Umständen konnte auch dieser Angriff nicht durc, geführt werden. Auch in die Reihen der 11. und 12./118 schlug das Sperrfeuer des Feindes. Aber die Romp. schanzten mit Todesverachtung bis zum Morgengrauen. Dabei wurden dem Führer der 12./118,& t. d. Re Hofmann, durch einen Splitter einer 24 cm- Granate beide Ober schenkel abgemäht, so daß er bald darauf an Berblutung starb. Lt. d. R. Schröder( Joh.) übernahm die Führung der Komp. Als es hell wurde, erkannte der Feind unsere neue Linie und konzen trierte nun seine gesamte schwere Artillerie auf sie. Die Führer der 11. und 12. Romp. meldeten nunmehr gegen 6.15 Uhr vorm schriftlich dem Batl., daß es unmöglich sei, bei Tage diese Linie besetzt zu halten. Daraufhin befahl dann Major d. 2. Golz, daß die 12./118 in den Flersgraben und die 11.118 in ihre alte Stellung im zweiten Rampfgraben zurückgehen sollten. Die 9. Komp. wurde in den Gallwig- Riegel zurückgezogen. Auch Lt. d. R. Kollenrott erhielt Weisung, zu seiner Komp. zurüdzu kehren. Die 10. Komp. blieb in der zweiten Stellung. Der 28. August verlief im allgemeinen ruhig. Die Annäherungswege lagen unter dem Feuer leichter und mittleret Raliber. Gegen Abend setzte wiederholt Sperrfeuer auf den Abschnitt des J.. 88 ein, das auch auf unseren Abschnitt übergriff. Die späteren Abend. stunden verliefen sehr unruhig. Die feindliche Artillerie legte heftiges Schrapnellfeuer auf die Gräben. Zur talten Verpflegung aus der eifernen Portion" wurde Kaffee und Selterswasser vor gebracht, da bei dem warmen Wetter die Truppe besonders unter Durst litt.

Abschnitt aus der Regimentsgeschichte der 118er, welche demnächst im Verlag vom Druckhaus Philipp L. Fink in Groß- Gerau zum Preis von 6.80 Mark erscheint. Ratenzahlung ist gestattet.

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