Nr. 50.
um unsere Ge Landessprachen,
1, um vorwärts ohl von eigenen Der mit der Er feine Deutschen
Und leider wird Der burisch, das errät häufig die
o. Es sind die . Natürlich wi
ragen zu geben.
Sache des Vor
e der Welt. Es
fühlen muß und nen, die ihn be Ichen stillen, oft
in sie dann doch on ihren Brüdern haben, das kann and verlassen ge und diese wieder Umschlag gestan aus Deutschland deutschen Kinder nd da stehen auch
en die Mäulchen Sonst waren sie if einmal bekom: etwas zu? Nun, , so gut es geht,
the". Die soeben s Rheinland- Hejt er Umfang, erste Austattung. Der und Ausstattung
tsschrift für Lan
Gebiet hat wieder us dem besonders Melsunger Marlt Beiden eines helsi Waldecker Land".
ein in Gießen.
HCHEN
fert billigst
Gießener Zeitung
Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüdjenbung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.
43. Jahrg.
Politische Rundschau.
Zu der Beendigung der deutsch- russischen Schlichtungsver handlungen verlautet aus gutunterrichteter Quelle in Moskau, daß die Verhandlungen möglicherweise in Berlin fortgesetzt wer
den.
In der deutschen Kolonie von Haifa wollen die Behörden das Zentrum einer kommunistischen Verschwörung entdeckt haben. Bei einer Haussuchung in der Wohnung des aus Deutschland stamenden Juden Asser Landau sind, wie die Polizei mitteist, neuntausend Flugblätter aufrührerischen Inhalts, die in hebräischer, arabischer und jiddischer Sprache gedrudt waren, gefunden worden.
Am späten Abend am Donnerstag tam es wieder zu Unruhen in Alexandrien. Gegen Mitternacht gelang es der Polizei, die Demonstranten ohne Blutvergießen auseinanderzutreiben und die Führer der Demonstration zu verhaften.
Der Metropolit Eulogius, der das Oberhaupt aller orthodoren Kirchen Westeuropas ist, wird eine Kundgebung veröffentlichen, in der er den Moskauer Utas, durch den er abgesetzt wird, für null und nichtig erklärt.
Am Oberlauf des Minflusses( China) wurden 36 amerikanische und mehrere englische Missionare von den Aufständischen festgehalten.
Der Reichstag aufgelöst. Neuwahlen am 14. September.
Fair Aufhebung der Notverordnung 236 gegen 221 Stimmen. Am Freitag fand im Reichstag um 13 Uhr die Abstimmung über den sozialdemokratischen Antrag, die Notverordnungen aufzuheben, statt. Dieser Antrag wurde mit 236 gegen 221 Stimmem angenommen. Nachdem Reichstagspräsident Löbe das Ergebnis verlesen hatte, erklärte der Reichskanzler Dr. Brüning auf Grund seiner Vollmachten den Reichstag für aufgelöst.
Am Freitag, um 13 Uhr, war die Entscheidung über das Parlament gefallen:
Auflösung des Reichstag! Das, was alle, die das Wohl des Staates und des Volkes über die Interessen ihrer Parteien und Gruppen stellten, vermeiden wollten: Nuwahlen im Zeichen der Wirtschaftskrise und Arbeitsnot, ist Tatsache geworden! In der zweiten Hälfte des September wird das Deutsche Volk er= nemt an die Urne treten. Die kommenden Wochen werden nicht im Zeichen sommerlichen Friedens und hoffnungsvollen Aufbaues tehen. sondern im Zeichen eines schweren Wahlkampfes. Die Hoffnung, daß die Deutschnationalen im letzten Augenblic einlenken würden, hat getrogen.
KLEIN lenden Fraktion haben sich für den Tonsequent negativen Kurs
der führende
deutsche Fahrrad
schutz, sucht einen
sleiter
ndte, tüchtige Ak
welche die Radbe ten verstehen.
In Barauszahlung.
München 8
Rafadihaus
Freude
frische
en
Beire
sserechte
Nur die Hälfte dieser heute nur noch 64 Abgeordnete zähSugenbergs entschieden. Graf Westarp mit seiner Gruppe von 24 Freunden hat für die Regierung gestimmt. Trotzdem blieb die Regierung in der Minderheit.
Das Abstimmungsergebnis lautete 236 Stimmen für den sozial: demokratischen Aufhebungsantrag und 221 dagegen. Das ist eine Minderheit von 15 Stimmen. Mit dem Flügel des absoluten Verneiners Hugenberg und der Nationalsozialisten teilen sich die sogenannten Vertreter der Arbeiterparteien, der Sozialdemokraten und Kommunisten in den zweifelhaften Ruhm des Tages. Auf ihnen lastet die Verantwortung der schweren wirtschaftlichen Nöte, die uns bevorstehen.
Für und wider die Regierung.
Die 221 Stimmen der Parteien, die sich für die Notverordnungen einsetzten, setzen sich wie folgt zusammen: Deutschnationale 25( Westarp- Schiele- Flügel), Deutsche Volkspartei 42( fehlten 3), Zentrum 59( fehlte 1),
Demokraten 22( fehlten 3),
Bayrische Volkspartei 17,
Wirtschaftspartei 21( fehlten 2),
Christlichnationale Arbeitsgemeinschaft( Volkskonservative)
22,
Deutsche Bauernpartei 6( fehlten 2), Deutschhannoveraner 4,
Volksrechtpartei 2,
Parteilos( Abg. Bruhn, ehemals Dntl.) 1.
Die 236 Stimmen der Opposition sezen sich wie folgt zujammen:
Sozialdemokraten 146( fehlten 6), Kommunisten 47( fehlten 7),
Nationalsozialisten 11( fehlte 1, der Abgeordnete Strasser), Deutschnationale 32( Hugenberg- Flügel, 2 gaben keine Karten ab und 4 fehlten),
( Gießener Tageblatt)
Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postschecktonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M.
Samstag, den 19. Juli 1930
Die parteilojen Abgeordneten Nientimp( ehemals Zentrum) und Lind( ehemals Deutschynational) fehlten.
Keine Polizeizuschüsse an Thüringen. Leipzig, 18. 7. In der Verfassungsrechtsstreitsache zwischen Thüringen und dem Reich wegen Weitergewährung der Polizeizuschüsse an Thüringen hat der Staatsgerichtshof am Freitagnachmittag folgende Entscheidung verkündet:
Der Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Verfügung wird zurückgewiesen.
Ein deutsches Frachtschiff brennend gesunken. London, 18. Juli. Nach hier vorliegenden Berichten ist der Frachtdampfer ,, Targis" des Norddeutschen Lloyd auf der Mitte des Atlantischen Ozeans in Brand geraten. Die ,, Targis" war von Amerika nach Bremen unterwegs, wo sie am 27. Juli ankommen sollte. Sie war 1915 gebaut und 5952 Tonnen groß. Die Targis" ist gesunken.
33
Die Besagung und der einzige Passagier gerettet.
London, 18. Juli. Die gesamte Besatzung von rund 42 Köpfen und der einzige Passagier, der sich an Bord der ,, Targis" befand, sind von dem englischen Dampfer ,, Rangitata" an Bord genommen worden.
Aufmarsch des Stahlhelm.
Hagen, 18. 7. Der Landesverband Westmark wird durch das in der Verbotszeit eingetretene Anwachsen der Frontsoldatenbewegung besonders in den beiden Räumungszonen um voraussichtlich acht Gaue mit der entsprechenden Zahl von Ortsgruppen angewachsen sein. Die Führung des Landesverbandes Westmark wird zur Begrüßung des Reichspräsidenten in Mainz am 20. Juli sämtliche Fahnen des Landesverbandes mit einer entsprechend starken Ehrenkompagnie entsenden.
61 Todesopfer in Lübeck.
Lübed, 18. 7. Das Kindersterben nimmt seinen Fortgang. Nach dem heutigen Gesundheitsbericht sind wiederum zwei Todes= fälle zu verzeichnen. Die Gesamtzahl der Todesopfer ist damit auf 61 gestiegen.
Reichsmittel
für überflüssige Auslandware.
Vergebung von Straßenbaustoffaufträgen der Osthilfe an die Auslandsindustrie. Dabei sind gleichwertige deutsche Baustoffe erheblich billiger.
Es wird uns geschrieben: Die Reichsregierung hat für die deutsche Osthilfe über% Milliarden Mark vorgesehen. Ein großer Teil der Gelder ist für den Straßenbau bestimmt. Ferner hat die Reichsregierung noch vor wenigen Tagen zwecks Bekämpfung der Arbeitslosigkeit 100 Millionen Mark für Straßenbau vorgesehen.
-
-
Wie werden nun diese Gelder verwendet, die so fann man wohl sagen aus der deutschen Wirtschaft herausgepreßt wurden? Nach Mitteilung des„ Wirtschaftlichen Ratgebers" hat der Kreis ,, Deutsch"-Krone wiederum einen großen Straßenbauauftrag in ausländischem Material vergeben, trotz größter Bemühungen der deutschen Industrie. Wenige Wochen vorher ist auch im Kreise Flatow- Krojante die Asphalt- und Bitumenindustrie mit einem größeren Auftrag bedacht worden.
Es bedeutet eine bedenkliche Verkennung der Notlage des deutschen Steinkohlerbergbaues. der zweifellos einer der hochsten Steuerzahler ist und dessen Unkosten zu 60 Prozent aus Lohnkosten bestehen, daß mit den von ihm teilweise aufgebrachten Eteuermitteln behördlicherseits ausländische Konkurrenzerzeugnisse gekauft werden.
Dies könnte noch übergangen werden, wenn sich der Teerstraßenbau nicht im In- und Ausland bewährt hätte und wenn nicht gerade deutsche Straßenteere sogar im Ausland begehrt wären. So verbrauchte z. B. Frankreich im vergangenen Jahre 115 000 Tonnen mehr als in Deutschland selbst verbraucht wurden. Frankreich verwendete außerdem noch rund 150 000 Tonnen eigenen Teers, das sind über 55 Prozent seines gesamten Rohteeranfalls, zum Straßenbau, England 700 000 Tonnen= 37 Prozent. Dagegen wurden in Deutschland nicht einmal 7 Prozent des Rohteeranfalls von 1,8 Millionen Tonnen für den Straßenbau abgerufen. Statt dessen wurden aber 240 000 Tonnen ausländisches Erdölbitumen im Rohstoffwerte von rund 15 Millionen Mark( Verkaufswert rund 30 Millionen Mark) beim deutschen Straßenbau verwendet. Für diese Summe hätte man über 450 000 Tonnen deutschen Straßenteers kaufen kön= nen, der um rund 35 Prozent billiger als ausländisches Erdölbitumen ist und seine Eignung hundertfach erwiesen hat.
Das Geld für die Rohstoffe ist nicht nur der deutschen Wirtschaft entzogen worden, sondern für die gleiche Summe konnte deutsche Ware nicht verwertet werden. Ware, die keinen Absatz findet, ist aber wertlos. Deshalb ist der Verlust für die deutsche Volkswirtschaft in Wirklichkeit doppelt so groß. Für 30 Millionen Mark hätte man für 15 000 Familienväter Arbeit und für rund 60 000 Menschen für ein ganzes Jahr Brot und Lebensfreude schaffen können.
( Neueste Nachrichten)
Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reflame- Petitzeile 96 Pfg. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung.
Nummer 57
Wo muß der Preisabbau einsehen? Allgemein ist man sich darüber einig, daß Deutschland bei seinen in die Milliarden gehenden Zahlungsund besonders Tributverpflichtungen konkurrenzfähig bleiben muß. Weiter besteht darüber kein gweifel, daß auch mit Rücksicht auf die Krise der deutschen Landwirtschaft die deutsche Industriepreisentwicklung der geringeren Kaufkraft der Landwirtschaft angepaßt werden muß. Da von den hauptsächlichsten Kostenelementen bisher nur die Rohstoffpreise, Schiffsfrachten und Zinssäge für kurzfristiges Geld zurüdgegangen sind, muß nun auch die Ermäßigung der anderen Kostenfaktoren wie Steuern, soziale Abgaben, Eisenbahntarife, Zinssäge für langfristige Kredite und auch der Löhne und Gehälter nachfolgen. Ohne diese Selbstkostensenkung ist natürlich der Preisabbau nicht denkbar. Von einer Senfung der Steuern, Sozialabgaben, Eisenbahntarise usw, scheint nach den sogenannten Reformplänen der Reichsregierung nicht die Rede zu sein, so daß vorerst nur Löhne und Gehälter übrig bleiben. Aus dieser ErKenntnis heraus ist denn auch die nordwestliche Eisenindustrie dazu übergegangen, einen Lohnabbau der übertariflichen Verdienste mit der Maßgabe durchzuführen, daß die ersparten Summen zu einer Senkung der Preise berwandt werden. Der erste Schritt zum Preisabbau ist getan: das besonders bemerkenswerte an ihm besteht darin, daß man dabei eine Herabsetzung des Realeinkommens der Arbeiterschaft vermeidet, da die erhöhte Beschäftigung dem Arbeiter troß geringerer Stundenlöhne im Endergebnis einen höheren Verdienst einbringen wird.
Welche weiteren Schritte müssen folgen? So erfreulich die Preissenkung in der Eisenindustrie ist, sie allein kann uns nicht helfen, wenn wir nicht, wie das der christliche Gewerkschaftsführer Schmit sehr mit Recht gefordert hat, die Preispolitik in ihrer Gesamtheit zur Debatte stellen und die zurzeit ohne Frage herrschende Preisanarchie beseitigen. Die Inderziffer der GroßHandelspreis: stand am 30. 4. 1930 für Kohle auf 135,6, Eisenrohstoffe und Eisen 128,2, Metalle 93,1, hingegen für Baustoffe beispielsweise auf 156,8. Von den Baustoffen standen im besonderen( alles in Berlin) Mauersteine 206,0, Dachziegel 187.4, Schalbretter 158.8 usw. Auch die Inderzahl für industrielle Fertigwaren stand auf 151,8. Jn diesem großen Preisunterschiede stedt ein wesentlicher Grund für die tiefgreifenden Störungen, unter denen unsere Volkswirtschaft leidet. Das Unhaltbare der Preisentwidlung in Deutschland liegt in der großen Spanne zwischen Agrar- und Industries preisen. Der Ausgleich muß infolgedessen darin gesucht werden, daß eine Senkung der Preise überall da erfolgt, wo sie das durchschnittliche Preisniveau erheblich überschneiden. Das gilt im allgemeinen von den Preisen industrieller Fertigwaren, vor allem aber von den Baukosten. Das Opfer, das ein Teil der Arbeiter der Eisenindustrie gebracht hat und das um so höher zu bewerten ist, als der Eisenpreis bei einem Inder von 128,2 beträchtlich unter dem allgemeinen Breisniveau liegt, muß nußlos bleiben, wenn nicht zunächst einmal ganz erhebliche Preisermäßigungen für Baustoffe und Baukosten folgen. Das bestätigt auch der Vorwärts", der in Nr. 232 vom 20. Mai 1930 die Bedeutung einer Eisenverbilligung für die Belebung der allgemeinen Konjunktur anerkennt, indem er schreibt:" Es ist ein Unfug, daß beispielsweise die den Baumarkt beliefernden Industrien noch so wenig zur Senkung der Baukosten beigetragen haben, wie es bis jetzt geschehen ist." Die außergewöhnliche Höhe der Baukosten Hemme jede Möglichkeit zur Ankurbelung der Bautätigkeit. Ueber die Wirkungen der hohen Baukosten hat sich un längst noch der Enquete- Ausschuß eindeutig in einer Untersuchung des ländlichen Siedlungswesens ausgesprochen.
"
Das Widersinnige der ganzen Situation wird besonders flar, wenn man bedenkt, daß für die Finanzierung ländlicher Siedlungen von 1924 bis 1929 über 470 Millionen Mark aufgebracht worden sind. Alle diese Mittel gewährleisten niedrige Berzinsung, Sichers heit gegen Kündigung, Rücksichtnahme des staatlichen Gläubigers auf wirtschaftliche Nöte. Ungebührliche Vorteile aus diesen Unterstützungen ziehen mit in erster Linie die Nugnießer hoher Baukosten. Das ist weder wirtschaftlich noch vollspolitisch länger zu verantworten. Die Baukosten müssen unverzüglich dem Eisen folgen, damit von einer Hebung der Bautätigkeit aus die Belebung der Konjunktur erfolgen kann.
Das Interesse der Arbeiterschaft
an der Nationalisierung.
Aus Kreisen des Ruhrbergbaues wird uns geschrieben: In Belegschaftskreisen begegnet man immer wieder der Auffassung, daß die Rationalisierung die hohe Arbeitslosigkeit


