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Nr. 31.

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Samstag, den 19. April 1930.

Lokales.

Ostern 1930.

Alle Bronnen rauschen wieder Ihren alten Freiheitssang, Durch die Lüfte ziehen Lieder Himmelwärts voll Jubelflang; Und im Walde, wo das Schweigen Lang umfangen hielt die Räume, Flieh'n aus fraftgeschwellten Zweigen Fort die letzten Winterträume.

Blauer nun die Tage hellen, Gold'ner nun die Sonne lacht, Und die Knospen hört man schwellen In geheimnisvoller Nacht, Bis des Lenzes Werdewunder Auch die letzten Hüllen sprengen, Und voll Pracht, voll farbenbunter, Nach dem Licht der Sonne drängen. Und die Tage, die sie schmücken, Nun wie junge Bräute schreiten, Sie begnaden und beglücken, Wo sie ihre Wonnen breiten; Und so wandern sie auf Wegen Die in Köstlichkeit sich hüllen, Goldner Sommerzeit entgegen

*

,, Gießener Zeitung"

Neues Krüppelheim für Hessen.

Am 1. Juni ds. Js. wird in unserer Stadt mit dem Bau einer orthopädischen Unversitätsklinik und eines Krüppelheims begonnen. Bauherr ist der hessische Fürsorgeverein für Krüppel e. V., Sitz Darmstadt, dem es in mehrjähriger Sammlungsar­beit und durch den Ertrag einer Lotterie gelungen ist, den größten Teil der Bausumme aufzubringen. Mit der Errichtung von Klinik und Heim wird auch in Hessen die Ausbildung der Aerzte in der orthopädischen Wissenschaft gefördert, sodaß die Tat des Fürsorgevereins durchaus geeignet ist, das Krüppel­elend zu mildern und die neue Einrichtung nicht nur dem gan­zen Land zu Gute kommt, sondern darüber hinaus Segen brin= gen wird. Die Tätigkeit des Fürsorgevereins auf dem Gebiete der Heilfürsorge und der Erwerbsfähigmachung Verkrüppelter ist im ganzen Lande bekannt. Wie seine Arbeit auf diesem Gebiete gewürdigt wird, wird man ihm auch sicher Förderung bei der neuen Einrichtung zu Teil werden lassen. An der Bau­summe fehlen noch rund 150 000,-Rmt. Wenn jede Familie Hessens eine Kleinigkeit gibt, dürfte es leicht sein, dieses Geld noch aufzubringen. Der Herr Minister des Innern hat eine Haussammlung zu diesem Zwed genehmigt und die Landesfach­gruppe, Erheber in der Gewerkschaft hessischer Gemeindebeamten, hat beschlossen, sich in den Dienst der Wohltätigkeit zu stellen und zu helfen, die Sammlung durchzuführen. Auf dem Lande wollen in gleicher Weise die Stromgelderheber tätig werden. Sie führen die amtlichen Sammellisten zur Einzeichnung der Geber. Versäume niemand, sein Scherflein beizutragen, damit

Und dem heiligsten Erfüllen. Johanna Weißkirch. die neue Klinik wirklich aus Mitteln des ganzen Volkes erbaut wird. Wenn durchschnittlich jede Familie eine Reichsmart spen= det, muß das Wert gelingen.

Briefschulden.

Wenn ich es mit mir selber wohl meinen würde, sollte ich ein so heifles Kapitel wie Briesschulden gar nicht berühren. Ich tröste mich mit dem Gedanken, daß sich auch so mancher Leser getroffen fühlen wird. Rühmenswert ist es nicht, seinem lieben Mitmenschen bloß die Antwort zu verweigern, weil er den schriftlichen Weg wählte. Die beliebte Ausrede mit Zeit­mangel ist haltlos. Je mehr man arbeitet, je straffer man sein Lebenstempo anzieht, desto leichter ließe sich ein der Pri­patkottespondenz gewidmetes halbes Glündchen unterbringen.

Nun bricht aber der Tag aus und widelt uns in seine Ge­schäfte. Das Ohr ist okkupiert und hört nicht mehr die feine Golostimme des Briefschreibers. Abends auf der Heimfahrt entsinnt man sich einen Augenblick, daß man gerade diesen Brief gern beantwortet hätte. Man nimmt es sich für den nächsten Tag vor. Aus morgen wird demnächst. Die sympa­thische Solostimme hat sich viele Tage weit entfernt. So ent­stehen Briefschulden. Es ist ein Jammer.

Manche Briefe zu beantworten, wäre ein Fehler. Der A- sender lauert bloß darauf, den Empfänger mit einem neuen Arsenal zu überschütten. Ohne etwas Lieblosigkeit und Perfidie find Briefschulden nicht zu erklären. Ja, so sind wir. Der Augenblid beherrscht uns. Wir geben uns viel zuviel preis.

Wir schieben es auf unser alle Ruhe wegschewchendes Zeit­alter. Trotzdem werden noch immer lange, schöne und inhaltreiche Briefe geschrieben. Sonst gäbe es auch keine Briefschulden. Das Kapitel ist heikel und die menschliche Natur hat ihre Un­begreiflichkeiten.

X. Y.

XXXXXXXXXXXXX

Mit der Osternummer wünschen wir unseren Lesern gesunde und frohe Feiertage. Die Redaktion und der Verlag.

* Deutsche Wissenschaft in Amerika. Am dritten Osterfeier­tag erfolgt die Ausreise der deutschen Teilnehmer zu dem 1. Internationalen Kongreß für psychische Hygiene, der vom 5. bis 10. Mai in Washington stattfinden wird. Den Bemühungen des 1. Vorsitzenden des Deutschen Verbandes für psychische Hygiene, Geh. Rat Sommer, ist eine rege Beteiligung aus Deutsch­land geglückt.

* Batetverluste bei der Post werden immer seltener. 1929 ist nur jedes 31 000. Pafet verloren gegangen und jedes 102 000. Paket beraubt worden. on ne

* Bei der Strafregistrierung erfolgte eine Aenderung. Es wird erheblich weniger ins Strafregister eingetragen. In Kraft tritt die neue Verordnung am 1. Mai 1930.

* Militärkonzert. Ein großes Militär- Streich- Konzert fin­det am morgigen Ostersonntag, nachmittags, auf der Liebigs= höhe statt.

* Aus dem Stodttheater. Am Ostersonntag wird zum letz­ten Male ,, Katharina Knie", ein Seiltänzerstück von Zuckmayer, gegeben. Am Ostermontag fommt erstmalig vom Operetten­theater Frankfurt a. M. die neue Schwankoperette von Gustav Deckner und Harry Waldau Panne um Mitternacht" zur Auf­führung. Am Dienstag bringt das Stadttheater eine eigene Operette heraus In der Johannisnacht".

* Theatervereinigung, gegr. 1926. Ein Familienabend, bei dem der dreiaktige Schwank ,, Familie Kulicke" aufgeführt wird, findet am 2. Osterfeiertag, abends 8% Uhr, im Katholischen Vereinshaus statt.

* Kurzschriftkursus. Am Montagabend, den 28. April, be­ginnt in der Goetheschule, Westanlage, ein Anfängerlehrgang des Kurzschriftvereins von 1861 und Damenverein Gabelsber­' ger.

Gegen Röte der Hände

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* Steinkohlen- Bezugs- Gesellschaft. Eine Hauptversammlung findet am 5. Mai, abends 8 Uhr, im ,, Pfälzer Hof" statt, bei der auf der Tagesordnung u. a. der Punkt ,, Auflösung der Gesell­schaft evtl. Sagungsänderung" steht.

Sieben billige Tage am schönen deutschen Rhein!

Der Evangelische Bund, Ortsgruppe Wiesbaden, ladet Mitglieder und Freunde des Bundes ein zu einem siebentägigen Besuch nach Wiesbaden. Das Programm bietet den Gästen täglich abwechslungsreiche Ausflüge nach den schönsten Plätzen des Rheins und Taunus. Unterkunft, Verpflegung, Ausflüge Autos und Dampfschiff, fowie Rurtare, Führung, per Bahn, Eintrittsgelder und Trinkgelder sind für diese Besuchszeit in einer Pauschalsumme von 58 bezw. 65 Rmt. enthalten. Es sind 12 Besuchswochen während der Monate Juni, August vorge­sehen. Ausführliches Programm gegen 15 Pig. in Marken ver­sendet die Geschäftsstelle des Evangelischen Bundes, Wiesbaden, Klarenthalerstraße 2.

Aus Nah und Fern.

,, Graf Zeppelin" kommt nach Oberhessen. Butzbach, 18. 4. Wie Zeitungsverleger Schneider von hier, der an der letzten Schweizerfahrt des, Graf Zeppelin" teilnahm, der Deffentlichkeit mitteilt, hat Kapitän Flemming gelegentlich der Fahrt Schneider zugesagt, daß der ,, Graf Zeppelin" bei sei­ner nächsten Deutschlandfahrt Oberhessen bei Tage, statt wie bisher wiederholt zur Nachtzeit, überfliegen werde.

*

Butzbach. Den Bemühungen der Industrie- und Handels­kammer Friedberg und der Stadtverwaltung Butzbach ist es gelungen, Butzbach seine Eigenschaft als D- 3ugstation zu er­halten. Als Ersatz für den in Fortfall gekommenen Halt bei dem D- Zug 275 soll mit dem Inkrafttreten des Sommerfahrplans der D- Zug M.- Gladbach Essen Hagen Gießen- Frank­furt a. M. in Butzbach halten, und zwar um 22,21 Uhr.

Grünberg. In einem Schuppen war eine Kiste mit glü­hender Asche aufgestellt. Es entstand in der Nacht Feuer. Ein heimkehrender Handwerker bemerkte das Feuer so rechtzeitig, daß es gelöscht werden konnte, ehe größerer Schaden entstand. Bauernheim( Kreis Friedberg). In dem Ort Bauernheim ist die Maul- und Klauenseuche festgestellt worden und daher zum Sperrbezirk und die Gemarkung zum Beobachtungsgebiet erklärt worden.

Kreistag des Kreises Büdingen. Büdingen. Der Kreistag des Kreises Büdingen geneh­migte den Haushalt für 1930. Der größte Posten des Etats sind Wohlfahrtspflege und Gesundheitswesen mit 268 395 Rmf. und Finanz- und Steuerwesen mit 106 601 Rmt. Der beim Wohlfahrtswesen entstandene Fehlbetrag von rund 130 000 Rmt. wird aus dem Kreiseinkommen gedeckt. Der bereits früher be­schlossene Beitrag des Kreises Büdingen zur Studentenhilfe der Universität Gießen soll in bisheriger Höhe( 8 Pfg. auf den Kopf der Bevölkerung) beibehalten werden.

Darmstadt. Die Hessische Girozentrale, welche sich bekanntlich mit der Kommunalen Landesbank zu einer Gemeinschaftsbank unter der Firma Landeskommunalbank Girozentrale für Hessen vereinigt hat, berichtet letztmals über das Jahr 1929, und zwar wie in den Vorjahren, wieder gemeinsam mit dem Hessischen Sparkassen- und Giroverband. Nach dem Verbandsbericht stie= gen die Sporeinlagen bei den hessischen öffentlichen Sparkassen Die für Ende 1929 weiter um 38,2 Millionen Reichsmart. ausgewiesene Gesamtsumme der Spareinlagen bei den hessischen

und des Gesichts, Aufspringen der Haut, unschöne Hautfarbe und Teint­fehler verwendet man am besten die schneeig- weiße, fettfreie, glyzerinhaltige Creme Leodor, welche den Händen und dem Gesid.t jene matte Weiße verleiht, die der vornehmen Dame so sehr erwünscht ist. Ein besonderer

Vorteil liegt auch darin, daß diese unsichtbare matte Creme wundervoll kühlend wirkt bei Juckreiz der Haut und gleichzeitig eine vorzügliche Unterlage für Puder ist. Der nachhaltige Duft gleicht einem taufrisch gepflückten Frühlingsstrauß von Veilchen, Maiglöckchen und Flieder ohne jenen berüchtigten Moschusgeruch, den die vor­Creme Leodor: Tube 60 Pf., große Tube 1 Mk. Leodor- Edel- Seife Stück 50 Pf. In allen Chlorodont- Verkaufsstellen zu haber.

nehme Welt verabscheut.

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Breslau, der Austragungsort ** der 3. Deutschen Kampfspiele

vom 26. bis 29. Juni 1930.

Von Martin Selt.

,, Wie schade, daß ich diese schöne und interessante Stadt nicht schon eher kennenlernte!" Oft und oft hört man dies Wort von Fremden, die zum erstenmal nach Breslau kommen. Mancher ist darunter, der die halbe Welt bereist hat, und dem es daher an es da Vergleichsmöglichkeiten nicht fehlt. Ja, wenn vom Rhein die Rede ist, oder von Bayern und den Alpen, da wissen unsere lieben Landsleute Bescheid. Aber Breslau liegt ihnen ,, zu weit ab", wie sie sagen.

Ohne Uebertreibung kann gesagt werden, daß Breslau zu den schönsten Städten des Reiches, ja zu den interessantesten überhaupt zählt. Seine tausendjährige wechselvolle Geschichte fand ihren Niederschlag in einer Architektur von bezwingender Großartigkeit. Die Pracht seiner Kirchen wetteifert mit denen Kölns und Wiens. Sein herrliches Rathaus bildet einen Gip­felpunkt der deutschen Profan- Gotik überhaupt. Und wo fände man zum zweiten Male noch in deutschen Landen das Jyll, das an Schönheit der Dominsel zu Breslau gleichfäme? Immer wieder und zu allen Jahreszeiten überwältigt dieser Blick von der Promenade über den Oderstrom auf Breslaus gute Stube", wie es ein Dichter einmal so trefflich genannt hat.

Da wuchtet in satraler Majestät das edle Zwillingspaar der Kathedraltürme gen Himmel; da wächst in zierlichster Grazie Das Juwel Breslauer Kirchen empor: die doppelschiffige Kreuz­firche, und seitab liegt, behäbig und erdgebunden, die Sand­firche mit der grünen Patine ihrer Turmbekleidung. Ein stilles und friedliches Reich für sich ist diese Dominsel, taubenüber­slattert, der Sehnsucht nach dem Höchsten geweiht. Eine ſtille Größe strahlt dieses Bild aus, zauberhaft schön ist der Widerschein all dieser Pracht im glatten Spiegel des Stromes.

Und dieser sakralen Bauwerke beherbergt Breslau heute

noch eine ganze Reihe: Maria- Magdalena mit der bizarren Brücke zwischen den Türmen, in deren einem die sagenumwobene Armesünderglocke hängt, bekannt aus der Ballade der Glocken­guß zu Breslau. Sankt Elisabeths massiger Turm ist der Schauplatz von Goethes Totentanz". Sankt Vinzenz bewahrt in berühmter Grabtumba die sterblichen Reste des Herzogs Heinrich II., der in der Mongolenschlacht( 1241) an der Spize der Deutschen fiel. Dorotheen und Corpus Christi sind umtost vom brausendem Leben der Pulsader Breslaus, der Schweid­nizer Straße. Dann im Traft des wundervollen Universitäts­gebäudes die Zierde heimischen Barods: St. Matthias, ein Werk voll glühend bewegten Lebens.

Da dämmern unweit der Hauptgeschäftsstraßen noch Gassen und Höfe, erfüllt vom Geiste der Vorzeit. An die schönsten Winkel des alten Prag und Nürnbergs erinnert die berühmte Weißgerbergasse, ihnen in keiner Weise an Romantik nachstehend. Hier spielen die düsteren Szenen eines Werks der Weltliteratur, des Bürgerromans Soll und Haben" von Gustav Freitag. Als hier noch die dunklen Wasser der Ohle träge dahinzogen, muß das Bild noch eindringlicher als heute gewesen sein; aber den Forderungen der Hygiene mußten die Wasser weichen.

Rings um den Kern der mittelalterlichen Stadt zieht sich, als Rest der alten Befestigungswerke, noch heute der Stadt­graben mit wunderschönen Promenaden und Anlagen, überragt von der prächtigen Anlage der Liebigshöhe, deren Aussichtsturm mit der kranzwerfenden Nice wohl verdiente, das eigentliche Wahrzeichen Breslaus zu sein. Auf den spiegelnden Wassern des Stadtgrabens gleiten im Sommer die lustigen Ruderboote dahin, schlägt der Winter sie in Bann, so ist sie die Stätte des Eislaufs für Tausende. Hier wurden die Deutschen Eislauf­meisterschaften und in diesem Winter auch die Internationalen Wettkämpfe ausgetragen, deren Schauplatz diesmal bekanntlich ren Schauplak di Schlesien gewesen ist.

Kaum eine Stadt im Reich kann sich solch herrlicher Park­anlagen rühmen wie Breslau. Jm Süden, der bevorzugten

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Wohngegend, liegt mit Teich und Gaststätte der 160 Morgen große Südpark. Ihn übertrifft bei weitem noch an Ausdehnung und Urwüchsigkeit der berühmte Scheitniger Park( 800 Morgen groß), ein Paradies am Rande der Großstadt. Hier liegt auch die Ausstellungs- und Messestadt, mit der gigantischen Kuppel der Jahrhunderthalle" mit Poelzigs berühmter Pergolo, die sich in majestätischem Bogen um einen See schlingt. Da liegt auch, mit reichem Tierbestand, der schöne Zoologische Garten. Vom ,, gemütlichen Schlesier" hat man auch anderwärts schon gehört. Ihn trifft man in Breslaus schönen Gaststätten allent­halben an. Aber hier wird auch zäh und energisch gearbeitet: große Industrieanlagen umgeben die Stadt und beschäftigen Zehntausende. Daneben geht ein reges gesellschaftliches Leben. Eine glänzende Opernbühne, zwei berühmte Sprechtheater, Operette, Konzerte und die prächtigen neuen Lichtspielhäuser sorgen dafür, daß es einem nicht langweilig werde. So ist Schle= In siens Hauptstadt auch das kulturelle Herz der Provinz. wenig Stunden kann man ferner das schlesische Gebirge errei­chen, mit seinen schönen Bädern und herrlichen Wintersport­Möglichkeiten. Der ehrwürdige Zobtenberg grüßt an klaren Tagen blau zur Stadt herüber. Alles vereint sich in dieser Stadt, um dem Besucher das Leben freundlich und angenehm zu gestalten. Und wenn erst unser liebes deutsches Reisepubli­fum einsieht, daß es Ehrenpflicht ist, zuerst sein Vaterland zu kennen, dann wird auch das schöne Breslau wieder mehr zu Ehr' und Ansehen gelangen.

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Altes und Neues geht hier harmonisch Hand in Hand. Eine Fülle großartiger Neubauten aus jüngster Zeit zeugt dafür: Wertheimhaus, Postschecamt, Finanzamt, Staatsgebäude, Pe= terdorff eine Fülle prächtiger neuer Siedlungen spricht von lebendigem Streben, mit der neuen Zeit zu gehen, nicht zu er­starren im Alten. Breslau muß jeder Deutsche kennen; er wird Gewinn fürs Leben davon haben. Und so hofft Breslau auf eine zahlreiche Beteiligung von fern und nah an den 3. Deut­schen Kampfspielen vom 26. bis 29. Juni 1930!