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Mittwoch, den 18. Juni 1930.
Gießener Zeitung
Turnen, Sport und Spiel. Fußballsperre- Start der Leichtathleten
3 mal 800 m Staffel: 1. VfB. Gießen 9: 04,2 Min.
Brandenburg jiegt im Bierverbandskampf Sochiprung: 1. Störig- Kaſſel 1,35 m; 2. Schneider- Wetzlar 1,30 m;
vor Westdeutschland.
Der Vier- Verbandskampf im Kölner Stadion hatte leider nicht den gewünschten Publikumserfolg aufzuweisen, brachte dagegen in den einzelnen Konkurrenzen ausgezeichnete und teilweise sogar überraschend gute Leistungen. Besonders bemerkenswert ist die glänzende Form des Berliner Sprinters Körnig, der Eldracher in den beiden Sprintstrecken auf den zweiten Platz perwies. Gute Leistungen wurden auch in den Würfen und Sprüngen erzielt. Im Speerwerfen erreichte Weimann die beachtliche Weite von 63,15 Meter; im Distuswerfen gab es insofern eine Ueberraschung, als der Berliner Hähnchen mit 45,46 Meter dem Favoriten Paulus, Wetzlar, der es auf 44,97 Meter brachte, auf den zweiten Platzverwies. Hart umstritten waren auch die Staffeln. In der 4 mal 100 Meter Staffel mußte die Berliner Rebordmannschaft des SCC. sich sehr anstrengen, um Westdeutschland knapp niederzuringen. Aehnlich war es auch bei der Olympischen Staffel, wo die Westdeutschen den Spies umdrehten und Brandenburg tnapp auf den zweiten Platz verwiesen. Ergebnisse:
110 Meter Hürden: 1. Bescheznik, B. 15,5 Gef.; 2. Stödmann, W. 16,2 Sekunden.
100 Meter: 1. Körnig, B. 10,7 Set.; 2. Eldracher, S. 10,9 Sef.; 3. Geerling, M. 11 Set. Kremer, W. 11,7 Sefunden. 400 Meter: 1. Büchner, M. 49,2 Sef. 2. Single, S. 50,5 Sek.; 3. Kisters, W. 50,7 Set. 4. Schmidt, B. 51 Sekunden. 1500 Meter: 1. Neu, W. 4: 09,5 Min.; 2. Wichmann, B. 4: 10,8 Minuten.
800 Meter: 1. Saam, W. 1:57 Min. 2. Schwerdtfeger, B. 1: 57,2 Min.; 3. Paul, S. 1:58 Minuten.
Stabhochsprung: 1. Wegener, M. 3,85 Meter 2. Stechemesser, W. 3,50 Meter; 3. Reeg, S. 3,40 Meter.
Speerwerfen: 1. Weimann, M. 63,15 Meter 2. Schnackertz, W. 59,50 Meter.
Distuswerfen: 1. Hähnchen, B. 45,46 Meter; 2. Paulus, W. 44,97 Meter.
Sochsprung: 1. und 2. Bonneder, S. und Ladewig, B. 1,83 Meter; 3. und 4. Huhn, M. und Stechemesser, W. 1,80 Meter. 200 Meter: 1. Körnig, B. 21,2 Gef.; 2. Eldracher, S. 21,7 Sef.; 3. Geerling, M. 21,9 Sef.; 4. Mölle, W. 22,7 Sef. Weitsprung: 1. Meier, B. 7,20 Meter; 2. Biebach, M. 7,15
Meter; 3. Dobermann, W. 7,07 Meter; 4. Dürr, S. 6,71 Meter.
Kugelstoßen: 1. Geraidaris, M. 14,09 Meter; 2. Schneider, S. 13,55 Meter; 3. Dobermann, W. 13,37 Meter.
4 mal 100 Meter Staffel: 1. Brandenburg 42,2 Set.; 2. Westdeutschland 42,3 Sef.; Süddeutschland 42,9 Set.; Mitteldeutschland 43,5 Sefunden.
5000 Meter: 1. Schaumburg, W. 15: 29,3 Min.; 2. Kohn, B. 15: 40,1 Minuten.
Olympische Staffel( 800, 400, 200, 100 Meter): 1. Westdeutschland3: 21 Min.; 2. Brandenburg 3: 21,2 Min.; 3. Mitteldeutschland 3: 26,8 Min.; 4. Süddeutschland 3: 32,4 Minuten. Endergebnis und Gesamtklassement des Vierverbandskampfes: 1. Brandenburg 44, 5 Punkte; 2. Westdeutschland 40,5 Puntte; 3. Mitteldeutschland 33,5 Punkte; 4. Süddeutschland 30,5 Punkte.
3. Richtberg- 1900 Gießen 1,25 m.
Weitsprung: 1. Störig- Kassel 4,73 m; 2. Schneider- Wetzlar 4,36 m; 3. Braun- 1900 Gießen.
Kugelstoßen: 1. Schneider- Wetzlar VfL. 8,08 m; 2. Störig- Kassel 7,89 m; 3. Frey- Wetzlar 7,79 m.
Speerwerfen: 1. Hüder- Kurh. Kassel 22 m; 2. Hollstein- 1900 Gießen 21,40 m; 3. Nidel- 1900 Gießen. Distuswerfen: 1. Luh- VfB. Gießen 25,10 m; 2. Frey- VfL. WetzIar 22,39 m; 3. Thiel- Kurh. Kassel 22,20 m. Dreikampf( 100 m, Hochsprung, Kugelstoßen): 1. Störig- Kassel 128 Pfte.; 2. Schneider- Wetzlar 118 P.; 3. Frey- Wetzlar. Jahrgang 1913-14:
100 m: 1. Müller- BFB. Gießen 14,8 Sef.; 2. Richtberg E.- 1900 Gießen 15,2 Sef.; 3. Hollmann- VfL. Weylar 15,4 Sek. Weitsprung: 1. Kuhn- VfL. Wetzlar 4,22 m; 2. Fischer- VfB. GieBen 3,96 m; 3. Richtberg- 1900 Gießen 3,68 m.
4 mal 100 m Staffel: 1. VfL. Weylar 61,3 Set.; 2. VfB. Gie= Ben 61,5 Sef.; 3. Kurh. Kassel 63,8 Set.
Kugelstoßen: 1. Andrae- 1900 Gießen 7,23 m; 2. Kuhn- Weylar
7,06 m; 3. Hollmann- Wetzlar 6,85 m. Ballweitwurf: 1. Hollmann- Wehlar 56,50 m; 2. Schmidt- Kassel 54,80 m; 3. Ruhn- Wetzlar 53,60 m.
Dreikampf: 1. Kuhn- Wetzlar 1519,4 Punkte; 2. Fischer- VfB. Gießen 1375,9 P.; 3. Hollmann- Wetzlar 1338,5 P. Jahrgang 1915 und jünger:
75 m: 1. Lösch- 1900 Gießen 11,1 Set.; 2. Metschke- VfL. Wetzlar 11,1 Set.; 3. Rnorz- VfL. Weylar 11.3 Sef.
4 mal 75 m: 1. Kurhessen Kassel 45,1 Set.; 2. 1900 Gießen 45,3 Gef. Weitsprung: 1. Metschke- Wezlar 3,96 m; 2. Lösch- 1900 Gießen 3,72 m; 3. Güth- 1900 Gießen 3,66 m. Ballweitwurf: 1. Lösch- 1900 Gießen 50,90 m; 2. Knorz- Weglar 46,40 m; 3. Schimpfe- Kurh. Kassel 46,30 m. Dreitampf: 1. Lösch- 1900 Gießen 1760,50 Punkte; 2. Knorz- VfL. Wetzlar 1539 P.; 3. Metschke- VfL. Wetzlar 1522 P.
Leichtathletik der Spvgg. 1900 Gießen.
Die Spielvereinigung 1900 hatte am Sonntag Hochbetrieb im Leichtathletiklager, in Marburg, Weilburg und Frankfurt kämpften die verschiedenen Gruppen mit ganz glänzendem Erfolg. Besonders die Jugend in Frankfurt wartete mit erſtklassigen Ergebnissen auf. Mit insgesamt 18 ersten, 23 zweiten und 16 dritten Siegen erbrachte die Abteilung den Beweis, daß Sie im Jubiläumsjahr auf beachtlicher Höhe steht. Die beste Leistung des Tages vollbrachte die Jugend- A- Klasse, indem sie die 4 mal 100 Staffel in 46,4 Sefunden(!!!) ohne Guthardt an sich brachte, womit der seit 1926 auf 47 Sekunden stehende Vereinsrekord für Jugend erheblich verbessert wurde. Ueber die Bezirksmeisterschaften der Frauen ist an anderer Stelle die Teilnahme der 1900erinnen zu lesen.
Gauwettkämpfe in Weilburg.
Gesamtwertung: 1. Spogg. 1900 68 Punkte; 2. Weilburger FV. 22 Punkte; 3. VfB. Gießen 19 Punkte; 4. VfL. Wetzlar 13 Punkte.
Leistungsklasse 1:
Frauenwettkämpfe des Bezirks Hessen- Hannover 100 Meter Lauf:: 1. Müller- Weilburg 11,5 Set.; 2. Guyot- 1900
in Marburg.
Am vergangenen Sonntag tamen im Stadion zu Marburg die zweiten Bezirks- Frauen- Meisterschaften zum Austrag. Marburg, anläßlich der Festspiele im Festschmuck; bunte Fahnen boten auch unseren jungen, frischen, sonnengebräunten Sportlerinnen den ersten Willkommensgruß. Aus Kassel, Gießen und Wetzlar waren die Kämpferinnen herbeigeeilt, um mit den Marburgern zusammen ihre Kräfte zu messen. Kurhessen Kassel stellte die meisten Kämpferinnen und errang auch in der Klasse Frauen" die meisten Siege. Die Veranstaltung war recht gut aufgezogen, und alles klappte famos. Der Athletiksachbearbeiter, Herr W. Reichert Marburg, mit seinem Stab Kampfrichter verstand es ausgezeichnet, die einzelnen Konkurrenzen schnell abzuwideln. Ohne Murren ging es allerdings trotzdem nicht ab. Weklar protestierte einmal bei einem Lauf, jedoch ohne Erfolg, da alles in Ordnung war. Am schönsten waren, wie immer, die Läufe. Besonders hervorzuheben ist die 4 mal 100 Meter- Staffel des Jahrgangs 13-14, wobei man den VfL. Weylar in blendender Form jah. Die 3 mal 800 Meter- Staffel war nur durch den VfB. Gießen besetzt und zwar mit Frl. Schwarz, Müller und Eyelmüller. Auch diese Damen zeigten einen recht guten Lauf und holten die gute Zeit von 9: 04,2 Minuten heraus. Auch der 100 Meter- Lauf von Frl. StörigKurh. Kassel verdient besondere Beachtung. Den Löwenanteil an Siegen errang der VfL. Weziar mit 24, davon 6 erste, 9 zweite und 9 dritte, alsdann folgte Kurhessen Kassel mit 17, und zwar 9 erste, 4 zweite und 4 dritte; 1900 Gießen errang 15, davon 4 erste, 5 zweite und 6 dritte; zum Schluß folgte dann VIB. Gießen mit 7, und zwar 3 erste, 3 zweite und 1 dritter.
Wären diese Meisterschaftskämpfe nicht gerade in die Pfingstferien gefallen, so hätte Marburg durch die studentischen Sportlerinnen ebenfalls eine größere Teilnehmerzahl gestellt. Zum Mittagessen wurde sich dann auf„ Bopps Terrasse" versammelt, von wo aus man gegen 16 Uhr, um noch einige Zeit das Tanzbein zu schwingen, nach dem Café Markus pilgerte. Herr Reichert begrüßte nochmals mit recht warmen Worten die Kämpferinnen und gab die Siegerlisten bekannt. Ein recht fröhLicher Zug lag in den Augen der Siegerinnen, aber auch die anderen bekundeten durch ihren reichen Beifall, daß auch sie sich über die errungenen Siege ihrer Klubkameradinnen freuten. Die Eichenblätter für die Sieger werden in aller Kürze nachgeschickt. Herr Beuermann, Leichtathletik- Referent im Beirt Hessen- Hannover, dankte Herrn Reichert und auch dem geamten Gau Marburg für die einwandfreie Durchführung. Er betonte besonders, daß noch mehr wie seither für den Frauenport geworben werden müsse, damit auch wir den Frauensport im der DT. einholen können. Nur allzu schnell gingen die wenigeen Stunden dahin, und man freut sich schon darauf, recht bald wieder einmal in Marburg starten zu können; ein Zeichen dafür, daß es allen aufs beste gefallen hat. In zwei Jahren hoffentlich sehen wir uns zu den gleichen Kämpfen hier in Marburg
wieder.
Die Siegerliste: Frauen:
100 m: 1. Störig- Kurh. Kassel 13,8 Set.; 2. Schneider- VfL. WetIar 14,1 Gef.; 3. Nidel- 1900 Gießen 14,5 Sef.; 4. Knab1900 Gießen 14,5 Sef.
2000 m: 1. Schlüter- Kurh. Kassel 31,1 Sef.; 2. Heinz- Kurh. Kassel 32 Sef.; 3. Umbach- Kurh. Kassel 32,6 Sek.
8000 m: 1. Schlüter- Kassel 3: 3,6 Min.; 2. Umbach- Kassel 3: 4,9 Min.; 3, Stühler- BFB. Gießen 3: 5,6 Min.
4 mal 100 m Staffel: 1. Kurhessen Kassel 57 Sef.; 2. 1900 Gie
Ben 57,4 Gef.; 3. VfL. Wetzlar 58,6 Sef.
11,7 Sef.; 3. Geist- 1900 11,7 Sefunden.
800 Meter Lauf: 1. Bepperling- 1900 2,09 Min.; 2. Knigge- 1900 2,17 Min.; 3. Glagow- 1900.
5000 Meter Lauf: 1. Paul- 1900 17,21,5 Min.; 2. HeberlingWeylarer SV. 17,29 Min.; 3. Heise- VfB. Gießen weit zurück.
Kugelstoßen: 1. Mohl- VFB. 12,67 Meter; 2. Schmelz- 1900 10,70 Meter; 3. Koch- VfL. Wetzlar 10,52 Meter. Hammerwerfen: 1. Mohl- VfB. 32,45 Meter; 2. Klös- 1900 23,60 Meter; 3. Franz- VfL. Wetzlar 21,40 Meter. Hochsprung: 1. Weil- 1900 1,70 Meter; 2. Hopfenmüller- 1900 1,55 Meter.
Stabhochsprung: 1. VfL. Wezlar 2,85 Meter; 2. Jung- 1900 2,70 Meter.
4 mal 100 Meter Staffel: 1. 1900 Gießen 1. Mannschaft 46,8 Sef.; 2. Weiburger FV. 47,2 Sef.; 3. 1900 Gießen 2. Mannschaft.
4 mal 1500 Meter Staffel: 1. Spogg. 1900 Gießen 26,12,9 Sef. Leistungsklasse 2:
100 Meter Lauf: 1. Guyot- 1900 11,7 Gef.; Sef.; 3. Hopfenmüller- 1900.
2. Weil- 1900 11,9
400 Meter Lauf: 1. Fischer- VfB. 54,8 Set.; 2. Geist- 1900 55,1 Sef.; 3. Büttner- VfB. Weitsprung: 1. Weyl- 1900 6,00 Meter; 2. Maus- 1900 5,80 Meter.
Leistungsklasse 3:
100 Meter Lauf: 1. Fernau- Weilburger FV. 11,4 Gef.; 2. Schwab- 1900 11,7 Sef.; 3. Maus- 1900 11,8 Sefunden. 1500 Meter Lauf: 1. Heberling- Wetzlarer SV. 4,37 Min.; Rod 1.- 1900 5,03 Min.; Zerndt- Weglarer SV. 3000 Meter Lauf: Koch 1-1900 11,19,8 Min.; 2. Goßmann- Weilburger FV. 12,00 Min.; 3. Meves VB. Weitsprung: 1. Bühler- Weilburger FV. 6,10 Meter;; 2. Weil1900 6,00 Meter; 3. Maus- 1900 6,00 Meter. Hochsprung: 1. Hopfenmüller- 1900 1,55 Meter; 2. Bühler- Weilburger FV. 1,55 Meter; 3. Müller- Weilburger FV. 1,45 Meter.
Speerwerfen: 1. Bachmann- 1900 43,20 Meter; 2. Blank- Weilburg 39,15 Meter; 3. Bühler- Weilburger FV. 37,0 Meter. Kugelstoßen: 1. Franz- VfL. 11,01 Meter; 2. Schmelz- 1900 10,52 Meter; 3. Best- VfL. 10,31.
Klasse 12-13:
*
Frankfurter Jugendwettkämpfe:
100 Meter Lauf: 1. Schickedanz- 1900 11,6(!); 2. Marr- VfL. Wetzlar; 3. Roch 2-1900 11,9 Gefunden.
800 Meter Lauf: 2. Mooz- 1900 2,13,9 Minuten. 1500 Meter Lauf: 3. Moog- 1900 4,45 Minuten. Kugelstoßen: 1. Kilo- VsL. Weylar 14,28 Meter; 2. Will- 1900 13,26 Meter.
Speerwerfen: 3. Will- 1900 39,00 Meter.
4 mal 100 Meter Staffel: 1. Spvgg. 1900 Gießen 46,4 Sef.(!!); 2. Eintracht Frankfurt 47,1 Sef.; 3. Fußball- Sportverein Frankfurt.
Klasse B:
100 Meter Lauf: 3. Gräf- 1900 12 Gefunden.
800 Meter: 1. Baumstieger- 1900 2,15,7 Min. 2. Schäfer- Eintracht Frankfurt 2,19,2 Minuten.
4 mal 100 Staffel: 2. Spvgg. 1900 49,2 Gefunden.
Weitsprung: 2. Gräf- 1900 5,80 Meter.
Dreikampf: 2. Gräs- 1900.
Nr. 48.
PSV. Berlin DSB.- Handballmeister. Sportfreunde Siegen nach dreimaliger Verlängerung 11:10 ( 10:10, 8: 8, 3: 4) geschlagen.
15 000 Zuschauer!
Hagen, 15. Juni. Bei hervorragendem Wetter hatten sich in Hagen etwa 15 000 Zuschauer zum Endspiel um die deutsche Meisterschaft der DSB. im Handball zwischen der Berliner Polizei( brandenburgischer Meister) und Sportfreunde Siegen ( westdeutscher Meister) eingefunden. Diese Besucherzahl bedeutet für Handball einen Reford. Bereits nach einer Minute fiel das erste Tor für Berlin. Kurz darauf glich Siegen durch Hubert aus. Siegen blieb weiter stark im Angriff und schon nach weiteren drei Minuten konnte der westdeutsche Meis ster den Führungstreffer erzielen, den wiederum Hubert warf. Aber nicht lange darauf zog Berlin gleich, und zwar durch den Mittelläufer Kirchhoff. Doch Siegen gab keine Ruhe und eine Minute später lag es wieder mit 3: 2 in Führung. Zwei Minuten nach dem Sieger Führungstor glich Barthel für Berlin wieder aus. 3: 3. Das Spiel wurde jetzt vollständig offen. Kurz vor Wechsel erzielte Siegen den vierten Treffer und führte Viertelstunde klar überlegen und erhöhte bis auf 7: 4. Berlin bei Halbzeit 4: 3. Nach der Pause war Siegen in der ersten ließ aber nicht loder und es gelang dem brandenburgischen Meister, bis zum Ende der regulären Spielzeit ein 8: 8 herzustellen. Es folgt eine Verlängerung zweimal 10 Minuten. Beide Mannschaften waren stark abgekämpft. Aber auch mit dem Ablauf der zweiten Verlängerung war das Spiel noch nicht entschieden. 10:10 lautete das Ergebnis, ein Zeichen für die Härte und zähe Verbissenheit des Kämpfens. Nun kam es darauf an, wer in der dritten Verlängerung( bis zur Entscheidung) das erste und entscheidende Tor erzielt. Das gelang Berlin durch einen Strafwurf. Nach dem verwandelten Strafwurf wurde das Spiel, den Regeln entsprechend, sofort abgebrochen. Es hinterließ einen ausgezeichneten Eindruck. Beide Mannschaften waren gleichwertig.
Hirschfeld verunglückt.
Der deutsche Weltrekordmann im Kugelstoßen, Emil Hirschfeld( Allenstein), ist durch einen Motorradunfall außer Gefecht gesetzt worden. Er wurde bei einem Zusammenstoß mit einem Fuhrwerk vom Sozius geschleudert und erlitt einen linken Unterarmbruch. Dadurch ist seine Mitwirkung bei den englischen Leichtathletikmeisterschaften vom 4. bis 5. Juli in Stamford Bridge hinfällig geworden.
Fußball.
Ergebnisse aus dem Bezirk.
SC. 03 Kassel Sport Kassel Melsungen
-
Spielverein 5: 1( 1: 1) Kurhessen Kassel 4: 1( 3: 1) Hermannia Kassel 1: 4( 1: 1) SC. Wende 4: 1 FC. 1910 Grone 1: 3 Würzb. SpV. 8: 3( 2: 2) Hessen- Preußen Kassel 3: 0
Spogg. Göttingen VB. Northeim Borussia Fulda Alsfeld
-
1900 Gießen Niedergirmes 1. VIB. Gießen 2. Niederohmen 1. Niederohmen 2.
-
-
-
Frankfurt- Bergen 2: 4( 2: 1) Herborn 1. 5: 2( 4: 2) Aplar 1. 4: 2( 2: 2)
VFB. Gießen tomb. 1: 8( 0: 2) Geilshausen 1. 6: 1
-
SpV. Dahlheim- Wetzlar 2. D.J.K. Wetzlar 1. 1: 4( 1: 3) Niederohmen Jgd. VfB. Gießen Jgd. 2: 6
1900 Gießen 1.
Bergen- Ffm. 2: 4( 2: 1). Das Spiel gewann nicht die bessere, aber die eifrigere Mannschaft, die besonders zum Schluß die nötige Ausdauer zeigte. Die Frankfurter zeigten im großen und ganzen einheitliche Leistungen, die aber nur Durchschnitt waren. Bei den Hiesigen war Brambach im Tor gut, auch Hoffmann zeigte gewohntes Können. Jäckel allerdings fiel ab, auch hat er einen Handelfmeter verschuldet. Die Läuferreihe in der Besetzung Kay, Langsdorf Glitsch war gut. Der Sturm aber kam nicht über gute Einzelleistungen hinaus. Der beste Mann in ihm war Heilmann. Balser auf linksaußen fiel ab.
Spielverlauf: Nach fast 30 Min. ging Ffm. in Führung. Durch Elfmeter glich 1900 aus. Kurz darauf sandte Heilmann das 2. Tor für die Blau- Weißen ein( Vorlage von Balser). Nach der Pause stellte Ffm. die Partei remis durch Elfmeter. Während der Kampf bisher die 1900er immer ein wenig in Front sah, wurde die Mannschaft nun langsam schlapp, ließ nach und die Gäste tamen im gleichen Maße auf. Durch schönes Drei- Innenspiel konnten die Ffm. ihr besseres Stehvermögen durch zwei weitere Tore auswerten.
Der Kampf war fair und nicht ohne spannende Momente. Schiri Philipp- Großen- Bused leitete gut.
VfB. Gießen 2.
-
Azlar 1. 4: 2( 2: 2).
Das Treffen am Samstag war schon ziemlich lange ge= plant und war als Abschiedsspiel einiger VfB.er gedacht. In der 1. Halbzeit verlief das Spiel sehr fair und war auch ausgeglichen. Bei der 2. Halbzeit mußten zwei Herrn von Aßlar das Spielfeld verlassen, weil sie, anstatt nach dem Ball zu treten, ihre Mitspieler unsanft bearbeiteten. Der Schiedsrichter tonnte im großen und ganzen gefallen, muß aber noch einiges lernen.
Sportverein 1925 Niederohmen.
Vergangenen Sonntag weilten die Gießener VfB.er mit einer kombinierten Mannschaft hier und gewannen erwartungsgemäß 8: 1( 2: 0). Die Niederohmer konnten gegen die routinierten VB.er nicht aufkommen. Der Sieg der Gießener hätte nicht so hoch auszufallen brauchen, Niederohmen spielte in der zweiten Halbzeit sehr zerfahren.
Vorher spielte Niederohmen 2. Geilshausen 1., den Meister der Gautlasse 2. und gewann hoch mit 6: 1. Allerdings ist hierbei zu berücksichtigen, daß Geilshausen sehr ersatzgeschwächt
antrat.
Vormittags fand ein Freundschaftsspiel der Niederohmer Jugend gegen eine kombinierte Jugendmannschaft des BfB. Gießen statt. Auch hier unterlagen die Niederohmer der technisch besseren Jugendmannschaft aus Gießen mit 2: 6.
Abends vorher weilte der Gau- Fußball- Sachbearbeiter, Herr Henkel aus Gießen, hier und hielt vor über 100 Mitgliedern einen sehr belehrenden Vortrag, der allgemeinen Beifall fand. Es wäre zu wünschen, daß öfters Herren des Gaues sich bei den Landvereinen sehen ließen, um so das Vertrauensverhältnis zwischen der Gauleitung und den Vereinen besser zu gestalten.
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Druckarbeiten Albin Klein, Giessen.
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