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Mittwoch, den 16. Juli 1930.

Lokales.

Juli.

Ueber die Lande weht der Sommerwind. Es wogen die Getreidefelder und wenn der Wind einmal tüchtig da­zwischen fährt, erblickt man die rot- und blauschimmernden Klatschrosen und Kornblumen. Die Aehren füllen sich, die Aepfel reifen. Es kommt das Fest der Ernte. Hell sind die Nächte und sternenklar. Tiefer rauschen die Brunnen auf den Marktplätzen der deutschen Städte. Wenn der Mond aufsteigt, ist es, als belebten sich die Ritter und Rolande der alten Denk­mäler. Dann tönt ein Gitarrenlied und der Spuk ist aus. Tiefer rauschen die Brunnen, es wehen die Glocken, das Meer singt ein Schlummerlied, der Wald steht im Schweigen. Sonnen­schein und Mondenglanz. Fülle und Reifen. Und ein Ruhen und Warten. So mach auch du dich frei, zur Ruhe, zum Reifen, zum Warten. Laß einmal die Arbeit. Zich einmal hinaus. Stärke dich an der Pracht, an der Ruhe, an der Zu­versicht deines Heimatlandes. Wenn du zurückkommst, junger, reicher, ruhiger, kräftiger, gesunder, wird deine Arbeit schneller und besser vonstatten gehen und auch du wirst ernten.

* Straßenbahnbetrieb. An Sonn- und Feiertagen verkeh­ren die Wagen der Linie Bahnhof- Marktplatz- Wiesecker Weg von vormittags 10 Uhr bis nachmittags 1 Uhr bis zur Aus­weiche am Friedhofsweg.

* Ein Kunstflieger des Zirkus Barum wird in diesen Tagen in Gießen eintreffen und hoch in den Lüften sein kunst­volles Können der Bevölkerung zeigen.

* Oberhessischer Geschichtsverein. Heute abend findet um 8 Uhr im Hörsaal der Universität ein Vortrag von Univ.- Prof. Dr. Dietrich über Die Reichsreform und Hessen mit besonderer Berücksichtigung der historischen Voraussetzungen" statt.

Parade der Nationen!

,, Gießener Zeitung"

Wegen des Neubaues der Landwegebrücke in km 0,2+50 wird der Landwegezug Ronhausen- Nehbrücke ab 15. Juli 1930 bis voraussichtlich 28. August 1930 für den Kraftfahrzeugverkehr gänzlich gesperrt. Umleitung aus Richtung Marburg erfolgt über: Marburg- Rehbrücke bezw. über Ronhausen- Ebsdorf­Hachborn Bellnhausen und aus der Richtung Gießen über Gisselberg Marburg bezw. über Bellnhausen- Hachborn Ebs­dorf Ronhausen.

Zirkus Barum fommt nach Gießen und mit ihm kommt die ganze Welt. Die Völker des Erdballes geben sich Stelldichein in den Mauern von Gießen. Die Kontinente Europa, Asien, Afrika schicken ihre Vertreter, auch ihres vielgestaltigen Tier­reichs. Barums große Einmanege ist wie der Blick in das Kaleidoskop der Welt. Neben einem erlesenen Marstall aus dem renommiertesten Gestüten Europas, die das Entzücken aller Kenner hervorrufen, führt er einen großzügigst zusammenge­stellten 300 auf Rädern mit sich, der dem Besucher die Tiere aller Zonen in lückenloser Geschlossenheit vorführt. Eine ganz besondere Sensation bedeutet aber seine Völkerschau: Barum baut ein ganzes Negerdorf auf, Männer, Frauen und Kinder zeigen in ihren Tänzen und heimatlichen Spielen das Bild Innerafrikas. Diese Völkerschau ist zusammen mit der Tier­schau den ganzen Tag ab 10 Uhr morgens geöffnet, und die niedrigen Eintrittspreise ermöglichen einem Jeden den Besuch. Darum heißt in den nächsten Tagen für Alle, die neben einigen Stunden glänzender Unterhaltung auch Belehrung und Anre­gung erwarten, die Parole: Auf zu Barum!"

Straßensperrung,

mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V.( A. v. D.), Die Frankfurter Straße zwischen Cölbe und Marburg wird ab 21. Juli 15. August 1930 für sämtlichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Cölbe- Wehrda- Marburg.

Gleichzeitig wird die Frankfurterstraße zwischen der Lahn­und Eisenbahnbrücke bei Cölbe wegen Ausführung von Pflaster­arbeiten halbseitig gesperrt. Sperr- und Umleitungstafeln sind aufgestellt.

Der Preisabbau in der Eisenindustrie.

Die Sperre auf der Provinzialstraßenstrecke Heuchelheim­Windhof wird ab 14. Juli 1930 aufgehoben.

Aus Nah und Fern.

Darmstadt. Der Oberbürgermeister hat sich entschlossen, doch noch eine Stadtjubiläumsfeier abzuhalten. Am 23. Juli, dem Tag, an dem die Stadt Darmstadt vor 600 Jahren Stadt- und Marktrechte erhielt, wird um 11 Uhr auf der Insel" in der Altstadt das Niebergalldenkmal eingeweiht; anschließend findet eine Festsitzung des Stadtrates statt. Am 21. Juli trifft der Hessen- Darmstädter Volksfestverein aus Newyork in Darmstadt

ein.

Wiedersehensfeier der 118er.

Worms. Die Wiedersehensfeier der 118er, des berühmten ,, gelben Regiments", stand in einem besonderen Zeichen. Es war die erste Regimentsfeier auf besetztem und jetzt frei ge­wordenem Boden nach dem Krieg. Am Samstag wurde in strömendem Regen von den Delegationen der Offiziere und Mannschaften auf dem Friedhof Kränze für die Gefallenen nie­dergelegt. Abends versammelte ein Kommers Kameraden und Gäste. Oberbürgermeister Rahn, Oberstleutnant Lüters, Kom­mandeur des Inf.- Regmts. 15( das die Traditionskompagnie einstiger 118er in sich schließt), Freiherr Heyl zu Herrnsheim, Geheimrat Doerr und andere Redner gedachten der ruhmreichen Vergangenheit des Regiments. Am Sonntag nachmittag fand ein Appell auf dem Kasernenhof statt und ein nicht endenwollen­der Zug bewegte sich dann durch die Straßen. Abends fand man sich im Festhausgarten zusammen, nachdem zuvor noch eine Festaufführung von Der Rhein ist frei!" stattgefunden hatte.

Der socben vom Reichsarbeitsministerium verbind­lich erklärte Deynhausener Schiedsspruch bedeutet einen Markstein in unserer wirtschaftlichen Entwicklung. Wäh= rend man bisher die beiden Machtfaktoren, das Lohn­monopo der Gewerkschaften und das Preismonopol der Kartelle, unverzagt gegeneinander ausspielte, wobei unsere Wirtschaft allmählich auf den Standpunkt kam, auf dem sie sich heute befindet, haben sich jetzt Arbeit­geber und Gewerkschaften in der Erkenntnis zusammen­gefunden, daß die Arbeitslosigkeit nur durch eine Sen­kung der Erzeugungskosten und der Preise bekämpft werde kann und daß, wie es soeben auch der Sozial­demokratische Pressedienst mit erfreulicher Klarheit formuliert ,,,,, eine Wirtschaftsbelebung von der Senkung des gesamten Breieniveaus abhängt". Der Schieds­spruch sieht eine Ermäßigung der über Tarif liegenden Löhne von 7 1/2%( statt wie ursprünglich angeboten 10%) vor, und die Arbeitgeber, die anfangs eine Preis­ermäßigung im Umfange der ersparten Lohnsummen angeboten hatten, verpflichten sich jetzt zu einer Sen­kung der Preise, die noch über den Umfang der Lohn­senkung hinausgeht und ab 1. Juni rückwirkend in Kraft tritt, während die Lohnsenkung erst am 1. Juli, für einzelne Kategorien der Angestellten, je nach hren Verträgen, sogar noch später, in Kraft tritt. Ueber das ziffernmäßige Ausmaß der Eisenpreissenkung wer­den die Verkaufsverbände inzwischen Beschluß fassen. Alle Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß die Preis­senkung ausreichend sein wird, denn die Eisenindustrie hat bisher durch Wort und Tat ihren ausdrücklichen Willen bewiesen, über die Senkung der Selbstkosten hin­aus im Interesse der Wiederbelebung der Wirtschaft die weitestgehenden Preisopfer zu bringen. Der Reichs­arbeitsminister hat sich das Recht vorbehalten, den Um­fang der Preissenkung durch Sachverständige nachprüfen zu lassen und falls sie nicht ausreichend erscheint, ihn wieder aufzuheben.

Charakteristisch für die Haltung der freien Gewerk­schaften bei den hierüber bevorstehenden Verhandlungen ist ein offizieller Artikel des Deutschen Metallarbeiter­verbandes im Dortmunder Generalanzeiger vom 4. Juni ,, Der Tariffampf in der norwestlichen Gruppe", in dem ausgeführt wird, es sei bei einer 10 prozentigen Ver­dienstsenkung möglich ,, eine Senkung des Stabeisen­

Jdstein. Ueber unserem Ort schwebt die Gefahr einer Zwangsetatisierung. Die Tatsache, daß es zahlreichen Gemein­den ähnlich geht, ist ein schwacher Trost.

Die älteste Einwohnerin von Hessen- Nassau gestorben. Hanau. Im Alter von 100% Jahren ist in Langenselbold die älteste Einwohnerin der Provinz Hessen- Nassau, die Ober­försterswitwe Mina Kersting, gestorben. Sie war bis zuletzt noch imstande, ohne Brille die Zeitungen zu lesen. Bis zu ihrem 94. Geburtstag hat sie Sonntags zweimal den Gottes­dienst in der evangelischen Kirche besucht. In diesem Alter hat sie auch noch von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, als es galt, einen Reichspräsidenten zu wählen. Sie war geboren am 9. Februar 1830 in Hünfeld.

Große Veruntreuungen in einem Kasseler Anwaltsbureau.

Nr. 56.

ist der beratende Volkswirt Dr. Abesser unter Hinterlassung gro­ßer Schulden aus Kassel verschwunden. Dr. Abesser war in zahlreichen Vergleichs- und Konkursverfahren als Treuhänder tätig und wird beschuldigt, in verschiedenen Fällen seine amtliche Tätigkeit zu Veruntreuungen mißbraucht zu haben.

Kassel. Der Bureauvorsteher einer der größten Rechtsan­waltsbureaus in Kassel, Bureaudirektor Karl Erbelich, ist nach Veruntreuung von annähernd 100 000 RM aus Kassel ge­flüchtet. Die Kasseler Kriminalpolizei hat durch Funksprüche festgestellt, daß Erbelich von Mainz aus versucht hat, das Aus­land zu erreichen, doch wurde er an der Grenze zwangsgestellt und soll nach Kassel übergeführt werden. Zur gleichen Zeit

preises um Mark 3,50 p. T. eintreten zu lassen, wobei überdies die bei 10% mutmaßlich einzusparenden Summen mit 57 Millionen ganz wesentlich zu hoch eingesetzt waren. Die Eisenindustrie selbst hatte ur­sprünglich mit Mark 3,- i. T. Stabeisen gerechnet. Nachdem nunmehr eine Verdienstminderung nur bis

Rheinland- Festspiele auf dem Ehrenbreitstein. Anläßlich der Befreiungsfeiern der Rheinlande finden in der Zeit vom 25. Juli bis 5. August auf dem Ehrenbreitstein festliche Freilichtaufführungen" statt. Die Festspiele bringen die Uraufführung eines Schauspiels ,, Befreites Land" von dem bekannten rheinischen Dichter Leo Sternberg.

Die Julirevolution von 1830.

Mittwoch, den 16.

Die weitde Die W

Bei guter Witte ( 3000 Zuschauer) bra feine Meisterschaften Anbetracht der Bahn in den Lauf- Wettbewe

übungen im allgemeine In den furzen Str ( 050. 99), der die 10 dem gut aufkommende Kremer gewann. Noch legenheit in der 200 Sprung vor Hendricks legte. Rifters( Düffel über 400 Meter. Er gefolgt von Schaurig, Sier rüdten Nöller( S ten sich aber mit den der 800- Meter- Lauf. lieferten sich ein erbi Ziel mußte der an 2 nend zuviel zugemute jedoch frisch ins Ziel weichen Bahn glänze Lauf führte anfangs bald übernahm Neu Gerull. In der letz Dom Felde, und Neu auf den zweiten P Einer knappen im 110- Meter- Hürde letzten Sprung plötzl dem Sieger auflief. 400- Meter- Hürdenla rienburg), dessen Si Ebenso über Schaumburg in A 5000- Meter- Lauf. die Führung, verg und gewann in 1 Die 4 mal 1

Sie begann in Frankreich und erregte auch in einer An­zahl Gemeinden des damaligen Kurhessens und der Provinz Oberhessen Baueraufstände. In letzteren nahm die Sache folgen. den Verlauf. Zu Mittelgründau ließ der Bürgermeister stür­men und zog mit einem Teil der Einwohner nach Büdingen. Unterwegs schlossen sich die Bauern von Heingründau an; die Bürger von Büches erschienen ebenfalls. Das war am 29. September 1830 nachmittags 2 Uhr. Die Menge war bald be­trunken und staute sich in den Gassen. Die fürstlichen Häuser waren zum Teil geplündert worden. Den Bürgern Büdingens aber wurde es angst. Wohin mit der Masse? Da ersann einer einen schlauen Streich. Man rief die Stadtkapelle herbei, man holte die Stadtfahne. Auf einmal erschallten die Weisen der Musik. Hoch, doppelt hoch gingen die Wogen der Begeisterung. ,, Wir rücken auf Ortenberg", erschollen Rufe, ein Marsch ward geblasen und unter Sang und Klang rückte das Volk zum Tore hinaus Masse, damals wie heute und immer! Zu Ortenberg ward das Landgericht gestürmt, zu Nidda gings nicht besser. Weiter marschierten die Rotten. Ein Schneider namens Wage­mann aus Schot Kohden spielte den Anführer. So fam man nach Binzenheim in den Schloßhof, wo im Schloß die Oberför­sterei untergebracht war. Es herrscht heißes Wetter. Der Führer Wagemann war müde und geschwitzt. Er wollte im dunklen Raum eines Seitenbaues etwas ausruhen. Mit seiner weiß­blauleinenen Hose- Unterhosen gabs selbigmal noch nicht- ließ er sich in einer Ecke nieder. Laut schreiend aber sprang er auf, sprang ins Helle und drückte mit den Händen einen frisch gebackenen heißen Zwetschenkuchen wieder den Hintern. Damit aber war die Oberförsterei gerettet. Es war ein Er­eignis für die Masse. Sie johlte und zog mit dem vornweg laufenden Wagemann nach Melbach und Wölfersheim, wo die Ortseinwohner und inzwischen von Friedberg herübergekommene Chevaulegers die Bande zerstreute. Fast 10000 Menschen hatten sich an diesem Kartoffelkrieg von 1830 beteiligt. Etwa 75 Perso­men wurden als Rädelsführer mit 1 oder mehr Jahren Zucht­haus bestraft. 15 Jahre Zuchthaus bekam Wagemann. Es tra­ten aber bald Begnadigungen ein. Beim Transport der Ban denführer, wurden diese nach damaligem Brauch sämtliche Hosen­fnöpfe abgeschnitten, sie mußten die Hosen mit den Händen. halten, damit sie nicht durchbrannten. Wagemann war viel in der Welt herumgekommen, war intelligent und sprach ein schönes Hochdeutsch.

% vorgenommen wird, würde sich selbst nach den Berechnungen des TV. allenfalls ein Sah von Mark. 2,70 Eisenpreissenkung( Stabeisen) ergeben. Jm übrigen stellt die Gewerkschaftspresse plöglich fest, daß die Höhe der Eisenpreise für die Arbeiterschaft ziem lich gleichgültig ist. Das ist ein merkwürdiger Wider­spruch gegen ihre frühere Haltung. Noch bei der letzten unbeträchtlichen Eisenpreiserhöhung rief man diesem Vorstoß der Unternehmer" gegenüber ungefähr nach einem Eingreifen der Staatsgewalt und einer Verstaatlichung der Eisenindustrie. Abgesehen von diesem seltsamen Wechsel in der Auffassung übersieht die Gewerkschaftspresse dabei, daß die Ermäßigung der Eisenpreise zum mindesten der verarbeitenden Industrie billigere Selbstkosten beschafft, was für die Arbeiter z. B. des Maschinenbaues bessere Beschäftigungsmög­lichkeiten, aber auch die Chance größerer Bestellungen der eisenverarbeitenden Industrie bei der Eisenindustrie bedeutet. Natürlich kann für die Gesundung der Ge­samtwirtschaft von diesem Siege der Vernunft in der Eisenindustrie nur ein Teilerfolg ausgehen, wenn es nicht zu analogen Vorgängen in den anderen In­dustrien kommt. In dieser Hinsicht zu wirken, d. h. die besonders für unsere Ausfuhr erforderliche Preissen­fung zu erreichen, ohne daß die dazu notwendige Min­derung des Arbeitslohnes zu einer Beeinträchtigung des Reallohnes der Arbeiterschaft führt, das ist ja ge= rade das Ziel der Verhandlungen, die zwischen Unter­nehmer und Gewerkschaften schweben und in denen hoffentlich ebenso die Vernunft walten wird, wie sie das beim Deynhausener Spruche getan hat.

Richtig kochen!

Von Annie Juliane Richert.

Man verlangt keine Asfese mehr von uns. Was einem Spaß macht, wird gegessen. Nur mit einer kleinen Einschränkung: der Spaß darf nicht auf Kosten urfer ohlbefindens gehen. Fleisch und Eier sind

Budo Beize

Farbbohnerwachs

von der Vorzugsliste abgesezt worden. Sie müssen sich damti bescheiden, den basenreichen Gemüsen und Früch ten den Hauptanteil an unserer Ernährung zu über­lassen. Wenn irgend möglich, genießt man Früchte und Gemüse, wie sie von der Natur beschaffen worden sind. Und wenn schon der Kochtopf hinzugezogen wird, um die Nahrungsmittel genußfertig zu machen, so versucht man trotzdem die Natürlichkeit zu erhalten. Spinat kocht man nicht mehr ab, sondern läßt ihn auf der Brennstelle im Kochtopf, bis er ganz in sich zusammen­gesunken ist. Dann wird er gemahlen und mit Butter verdünstet. Chemische Zusätze vermeidet man sowohl beim Abkochen von allzu sauren Früchten, wie Nha­barber und Stachelbeeren, als auch beim Einkochen. Wenn die Früchte richtig eingekocht sind, halten sie sich ohne chemischen Zusatz oder Einmachehilfe und die lieben Basen", die Mineralsalze, werden nicht vernichtet. Stachelbeeren entsäuert man durch Ueber­brühen mit kochendem Wasser. Wirst man Natron in das Kochwasser, so beeilt es sich alle belebenden Mine­ralsalze zu verschlingen.

Man hat andere Mittel, um die peinliche Säure von Rhabarber und Stachelbeeren weniger fühlbar zu machen. Man sett Zitronen- und Apfelsinensaft zu und macht die Gepflogenheit der Engländer, die beiden ersten sommerlichen Kompotte mit einer diden Vanille­soße oder mit vanillierter Milch( es kann auch Sahne oder Schlagsahne sein) zu genießen, begeistert nach. Namentlich da sich Milch mit den meisten Früchten ausgezeichnet verträgt. Selbst rohe Erdbeeren lassen ab von der unliebenswürdigen Eigenart, die Haut mit Frieseln zu überrieseln, wenn man sie unter eine Dede von dicker, noch heißer Vanillesoße steckt.

Wo immer es angängig ist, sollte man der Zwiebel erlauben, ihre den Stoffwechsel fördernden Einwirkun gen auszuüben. Nur schmecken will man nichts davon. Darum gibt man sie von Anfang an mit zu den Spei­sen, deren Verdaulichkeit sie erhöhen sollen. Je länger Zwiebeln kochen, desto mehr wandeln sie ihr freches Aroma in jenes unbeschreibliche Jchweißnichiwas" um, das Essenskünstler schäßen. Zum Entsegen der Un­kundigen, zum Entzücken der Mitesser kocht eine raffi nierte Hausfrau genau so vie! Gramm Zwiebeln mit, als sie Rindfleisch zu Gulasch angeschmort hat. Sehr gut! Wird nachgemacht!

99, der mit drei Club und Preuße Die Leistunge die der Läufer her bewerbe entschiede Stechemeijer( Mün

Ejener Heiberg ei dorf 99) siegte im vor Rabert( E

Jm Stabhochspru ter, um seine Riv Das Kugelitoßen Distuswerfen Po Rivalen Hoffmei Eine weitfälische Bögelin( Münite Helen- Hanno garnicht in Ersche ftoßen die Leistun nicht selten auch h Ergebnisse: 1 Gef.; 2. Hendr ( Kölner BC.) 200 Meter: 1. S ( Rot- Weiß Ac 22,9 Gefunden. 400 Meter; 1. R ( Kölner BC.) 50,9 Gefunden

800 Meter: 1. Le brod( Atad. Krefeld 2: 01,8

1500 Meter: 1.

( Duffeldorf 99 Düsseldorf) 4:

110 Meter Hürden Kürten( Post­Elberfeld) 16,

400 Meter Hürde

2. Klar( Du Krefeld) 57,3 Sammerwerfen:

2. Goitsch( feld( SSV. Hochsprung: 1. 2. Große( V Köln) 1,70 9 Weitsprung: 1.

( Schwarz- Wei Krefeld) 6,75 Rugelitogen: 1. mejler( Preuße

jeldorf 99) 12 2. Giegers( ( Sportfreunde

5000 Meter: 1. Gd

4 mal 100 Meter

43; 3. Preuße

Uni