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Nr. 30..

Mittwoch, den 16. April 1930.

Fußball. Ergebnisse

Bezirksliga und Bezirksklassen:

Spielogg. 1900 Gießen

Gießener Zeitung"

Turnen, Sport und Spiel.

Viktoria Aschaffenburg 1: 0( 1: 0) VfB.-K. Marburg SV. 98 Darmstadt 3: 2( 1: 2) Germania Marburg Weylar SV. 6: 0

Sportfreunde Siegen

Wallau 0: 3

Weyl. SV. tomb. Azlar( Sa.) 1: 4( 1: 2) Niedergirmes 1. Ehringshausen 1. 0: 1 Dilienburg 1. Aplar 1. 2: 4( 2: 1)

Butzbach 1.

Sechsheiden 1. Heuchelheim 1. Eschhofen 1.

Gau Gießen- Wetzlar:

Oberrosbach a, T. 1. 2: 1( 2: 0) Bottenhorn 1. 2: 1( 1: 0) 1900 Gießen 2. 2: 5( 1: 0) Löhnberg 1. 4: 3

Weilburg 1. Butzbach 2. Niedergirmes 2.

VfB. Gießen 2. 3: 3 Oberrosbach a. T. 2. 5: 1( 3: 1) Büblingshausen 1. 1: 4 Azlar 2. 2: 3( 0: 2)

Lollar 1. Daubringen 1. 0: 3( 0: 1)

Dillenburg 2.

Grünberg 1.

Geilshausen 1.

Donsbach 1.

Löhnberg 2.

Weilburg 2.

VB. Gießen 3. 1900 Gießen 4.

Jugend:

1900 Gießen 1. VfB. Gießen 1. Großen- Bused 1. Wehl. SV. 1. 1900 Gießen 2. VfB. Gießen 2. VFB. Gießen 3. Löhnberg 1.

Schotten 1. 1: 3( 1: 1)

Queckborn 1. 2: 1( 1: 1)

Steinberg 1. 3: 3

Braunfels 1. 0: 1 Hedholzhausen 1. 4: 2 Steinbach 1. 3: 4 Laubach 2. 0: 3

Germania Marburg 1. 4: 0 Alsfeld Hopfgarten 1. 2: 3 Garbenteich 1. 5: 1( 3: 1) Gladenbach 1. 4: 4

Germania Marburg 2. 2: 1 Lich 1. 2: 0

1900 Gießen 3. 3: 0 Braunfels 1. 2: 0

Weilburg 2. Hirschhausen 1. 3: 2 Lollar 1. Steinbach 1. 9: 0( 4: 0) Wetzl. SV. Schüler

Ostersonntag:

-

1900 Gießen Schüler 2: 3

Spiele an Ostern.

Spielogg. 1900 Gießen

-

FC. 02 Kreuznach Sportogg. Niederzwehren VfB. Gießen FC. 1926 Grünberg Ockershausen 2. Sv.-V. Queckborn VfR. Lich

SC. 21 Daubringen

Mainz 05( Sondermannschaft)

FV. Teutonia Laubach SpB. 20 Altenburg Spp. 1921 Ettingshausen Odershausen 2. Sp.-V. Garbenteich Germania Frankfurt( Sonderm.).

-

1900 Gießen Liga Vittoria Aschaffenburg Liga 1: 0 ( 1: 0) Edenverhältnis 5: 4 für Gießen. Entweder ist es mit dem vielgepriesenen süddeutschen Fuß­ball nicht so weit her oder Gießens Fußballer haben sich ge­macht. Tatsache ist doch, daß namhafte süddeutsche Mannschaft­ten unser Städtchen ohne Sieg verlassen mußten. Man denke an die Offenbacher, an die Hanauer und nun an die Aschaffen­burger. Der Südmainkreismeister hatte ganz sicher mit einem Sieg gerechnet und tat alles mögliche, um gegen Schluß des Spieles wenigstens ein Unentschieden sicher zu stellen zu spät. Der Sieg blieb den Blau- Weißen.

Schon vom frühen Morgen an war auf dem 1900er- Plazz reges Leben. Die 4. attive Mannschaft wurde von Laubachs 2. einwandfrei mit 3: 0 geschlagen. 1900s 2. Jgd. trat dann gegen die gleiche Mannschaft der Marburger Germanen in die Schran­fen und reihte einen weiteren Sieg an ihre Fahnen( 2: 1). Vor der Liga maßen anschließend die 1. Jugendmannschaften der bei den gleichen Vereine ihre Kräfte. Nach wirklich schönem Spiel mußten die Marburger die Ueberlegenheit ihrer Gießener Ka­meraden mit 4: 0 anerkennen. Dann betraten die Liga- Mann­schaften den Plaz. Es stellten auf:

Aschaffenburg: Künstler; Rein, Beder; Martin, Edert, Schäfer;

Säußler, Seiferheld, Brehm, Höfer, Neuner( 2 Mann Ersaz). 1900 Gießen: Sad; Hohmann, Jäckel; Henrich, Langsdorf, Glitsch; Schneider, Heilmann, Adelberger, Best, Balser( 2 Mann Ersay).

Als Spielleiter fungierte Grünewald VfB. Gießen. Ca. 600 Zuschauer hatten sich eingefunden.

Vom Anstoß weg gingen die Blau- Weißen zum Angriff vor. Sie waren schneller im Bilde und eröffneten schon nach kurzem Feldspiel das Bombardement auf des Gegners Tor. Zunächst versuchte Beſt einen schönen Schuß anzubringen, den der Gäſte= hüter noch besser hielt. Eine Ede für 1900 brachte nichts. Dann wollte Schneider mit Wucht einsenden, die Torlatte rettete die Gäste nochmals. Kurz darauf paßte es Langsdorf, schnell mit Fernschuß sein Heil zu probieren. Der Künstler" im Tor hielt. Die 8. Spielminute gab den Gästen die erste Chance, kurz vor

Man beachte

die billigen Sommerpreise!

der Strafraumgrenze bekamen sie einen Strafstoß zugesprochen, der knapp vors Tor gesetzt wurde, Sad lief heraus und wehrte schwach mit dem Fuß ab. Erst Jädel konnte im Weiterspiel mit befreiendem Abschlag den Ball wieder in die Mitte schaffen. Jetzt hatten sich auch die Aschaffenburger gefunden, das Spiel wurde ausgeglichen, zeitweilig sogar ein wenig, pomadig". 13. Minute Ecke für die Gäste. Eine Minute später für 1900. 15. Min. Adelberger schoß Künstler hielt. Der Ball wanderte gleich wieder ganz auf die andere Seite. Ecke für Aschaffenburg. So gings 10 Minuten lang hin und her. Da machte in der 18. Minute Jäckel Hand, der Gästemittelstürmer gab den Straf­stoß ganz gefährlich vor das heimische Tor zu seinem Halbrech­ten. Im letzten Augenblick rettete Henrich. Eine Minute dar­auf fonnte Schneider einen schönen Edball treten, hier klärte der gute Gästetormann durch Fausten. Die Stürmerreihe der 1900er hatte sich so um diese Zeit ein bißchen müd gelaufen und verfiel wieder in eine etwas gemütlichere Gangart. Die Aschaf­fenburger bekamen dadurch etwas mehr vom Spiel und erfreuten vorm Tor die Zuschauer durch ihr schönes, schnelles Zuspiel jedoch versagten sie. Sonst fonnten sie in der 26. Minute durch ihren rechten Flügel in Führung gehen, eine scharfe Flanke ging fnapp ins Aus Sad stand auch falsch. Und in der 35. Mi­nute bot sich durch einen Strafstoß eine weitere Gelegenheit ( Langsdorf hatte Hand gemacht) für die Gäste, der in der glei­chen Manier wie der erste gespielt wurde. Sad war wieder nicht sicher und herausgelaufen; Hohmann mußte den Angriff zur Ecke abdrehen. sonst

Die 1900er wurden wieder munter und schafften wieder ge­fährliche Sachen vor das Gästetor. Ein schönes Durchspiel der Ball wanderte blitzschnell von Glitsch zu Best, zu Adelberger, Heilmann, zurück zu Adelberger brachte dann in der 42. Spiel­minute das Tor des Spieles. Adelberger war der Schütze. Den Gästetormann traf keine Schuld, wohl aber die Verteidigung, die hilflos um die Gegner herumlief und-stand. Eine Minute später ist Gießen schon wieder vor des Gegners Heiligtum. Eine zugesprochene Ecke gab Balser kaum 10 Meter ins Feld hinein ( sogenannte Schülerecke) und verschenkte eine Chance, die jede Ecke ja ist. Halbzeit 1: 0 für Gießen.

Nach der Pause wurde das Spiel lebhafter und spannender. In der 54. Minute verschoß Adelberger zunächst noch eine sichere Sache. 1900 tämpfte schnell und produktiv. In der 55. Mi­nute hatte sich der blau- weiße Innensturm wieder durchgespielt, im Strafraum cr flog in hohem Bogen da wurde Best regelwidrig gelegt. Es gab feinen Elfmeter, der Schiri hatte nichts gesehen. Auch Aschaffenburg legte nun an Tempo zu. In der 63. Min. gab Hohmann leichtsinnig den Ball nach hin­ten zum Tormann ab. Dieser wurde von einem gegnerischen Stürmer belauert und beinahe wär's geschehen. Dann ver­siebie der Gäste R. A. kurz darauf eine Ausgleichsgelegenheit. Adelberger Sein Prachtschuß ging gerade über die Latte. machte es vier Minuten später genau so. Aschaffenburg kämpfte nun noch hitziger um zumindest den Ausgleich und drückte leicht. Aber hinten arbeiten vor allem Jäckel und Henrich ganz ausge­zeichnet. In der 73. Minute schoß der H. L. der Gäste eine sichere Sache ins Aus. In der 78. Minute konnte Sad gerade noch einen Fernschuß halten, das heißt, zuerst verlor er den Ball nochmal! Und nun kam es in der 80. Spielminute zu einem bedauerlichen Konflikt. Im Kampf um den Ball wurde Adel­berger regelwidrig behindert, auf den Pfiff entschied der Un­parteiische, Strafstoß gegen 1900. Noch vor Ausführung des Strafstoßes wurde Adelberger vom Spielleiter wegen beleidigen­der Kritik seiner Maßnahmen vom Platz geschickt. Die Unruhe unter den Zuschauern und deren Mißfallensäußerungen legten sich nach kurzer Spielunterbrechung schnell.

Die 1900er- Mannschaft, ohne ihren Sturmführer und auch sonst ohne weitere Lust, beschränkte sich nun fast ausschließlich darauf, das Resultat zu halten. Der Ansturm der Gäste war

jedoch erfolglos. Ein Tor erzielten sie zwar, aber noch bevor

der Ball die Torlinie überschritten hatte, hatte es gepfisien. Sad sollte regelwidrig angegangen worden sein. Das war in der 87. Spielminute." Drei Minuten später wars aus.

Kritik.

Die Gäste führten ein ideenreiches und technisch reifes Spiel vor. Es fehlte ihnen nur ein begnadeter Torschütze, der ihre Angriffe mit wirkungsvollem Schuß abschloß. Hervorragend war ihr Tormann, der Mittelstürmer und der Rechtsaußen.

Die Plazmannschaft bot im großen und ganzen einheitliche Leiſtungen. Schwach waren allerdings Sad im Tor und Baljer auf Linksaußen. Jädel war in diesem Spiel der bessere Ver­teidiger. In der Läuferreihe vermißte man Razz mit seinem präzisen Aufbauspiel; der Sturm arbeitete mit gutem Drang nach vorne und schoß fleißig, wenn auch manchmal ungenau. Der Innensturm vor allem konnte gefallen.

Das Publikum fiel einmal ein wenig aus der Rolle, be= ruhigte sich aber schnell.

Heuchelheim 1. 1900 Gießen 2. 2: 5( 1: 0). Heuchelheims Elf, die durch den Ausfall von 5 ihrer besten Spicler ersatzgeschwächt das Spiel bestreiten mußte, lieferte trotzdem den 1900ern eine gleichwertige Partie. Nachdem die Playmannschaft bis zur Pause mit 1: 0 führte, und auch nach Halbzeit durch ihren Linksaußen noch auf 2: 1 erhöhte, fielen dann die vier übrigen Tore der Gäste in kurzen Abständen durch

Heizi

das völlige Versagen der Plazverteidigung in der zweiten Spiel­hälfte. Auch Heuchelheims Torhüter war nicht in bester Ver­fassung und dürfte mit den beiden Verteidigern auch zum Trai ning kommen, um die gewohnte Form wieder zu erlangen. Im übrigen wird eine Umstellung der Mannschaft sehr am Playe sein. Die Gäste hatten in der rechten Sturmseite sowie in ihrem Torhüter die besten Mannschaftsteile. Jm übrigen spielte die Gästemannschaft einheitlicher und uneigennütziger als die Plaz­elf.

*

Weglar Schüler Gießen 1900 Schüler 2: 3.

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H. 2.

13. Jah Noli

Bis vor Schluß konnten die Wetzlarer 2: 1 führen, aber in den letzten Minuten brachten die Gießener durch 2 weitere Tore den Sieg an sich. Somit endete ein schwarzer Tag für Weylar. Oberrosbach a. I. 2. 5: 1( 3: 1).

Butzbach 2.

Butzbachs zweite Mannschaft hatte ein leichtes Spiel.

Lollar 1, u. 2. Lollar 1. Jgd.

*

Aus Lollar.

Daubringen 1. 0: 3( 0: 1). Steinbach 1. Jgd. 9: 0( 4: 0).

Um einige Spieler auszuprobieren, stellte Lollar eine mit 5 Ersatleuten geschwächte Mannschaft der 1. Mannschaft Dau­bringens gegenüber. Trotzdem fiel es Dadubr. schwer, einen siche= ren Sieg mit nach Hause zu nehmen. In der 1. Halbzeit konnte D. durch ein schönes Tor in Führung gehen. Nach Seitenwech= sel findet sich Lollar auch besser zusammen und bedrängt oft bas Daubringer Tor. Jedoch alle Schüsse gehen ins Aus oder landen in den Händen des guten D. Hüters. Lollar hat weiter viel Pech und verursacht noch 2 Selbsttore, wodurch obiges Re­sultat hergestellt wurde. Beide Mannschaften waren fast gleich­wertig und hätte ein Unentschieden eher dem Spielverlauf ent­sprochen. Sehr erfreulich war das sehr faire Spiel, wodurch dem Schiedsrichter Busch sein Amt leicht gemacht wurde.

Der Jugendmannschaft Lollars war es ein leichtes, gegen die gleiche Steinbachs mit 9: 0 Treffern Sieger zu bleiben. Auch hier wurde sehr fair gespielt.

8

FV. Weilburg 1. VfB. Gießen 2. 3: 3.

Bei gleichwertigen Leistungen kann Gießen nur durch zwei Handelfmeter die Ausgleichstore erzielen.

Geilshausen 1.- Quedborn 1. 2: 1( 1: 1). Vergangenen Sonntag fand in Geilshausen das Entschei­dungsspiel zur Ermittlung des Gruppenſiegers statt. Sofort nach Spielbeginn entwickelte sich ein harter Kampf, und Qued­born konnte bald das Führungstor erringen. Noch vor Halb­zeit konnte Geilshausen ausgleichen. In der 2. Halbzeit nützte Geilshausen einige Torchancen nicht aus, doch dann gelingt es Geilshausen, den Ball noch einmal ins Gästetor zu senden. Schiri Sped hard leitete das Spiel zur Zufriedenheit. Geils­hausen ist somit Sieger der Gruppe 3.

Um die Westdeutsche Meisterschaft.

In Hamborn: FC. 04 Schalke( Ruhr) derrhein) 5: 3( 1: 1).

Homberger SV.( Nie­

In Düsseldorf: VfL. Benrath( Bergisch- Mark) 07 Sülz( Rhein) 5: 0( 2: 0)!!! In Rheydt: Spielverein Kassel( Hessen- Hannover) Gladbach( Rhein) 2: 3( 0: 2).

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-

Spielogg.

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