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Nr. 30.

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,, Gießener Zeitung"

Die kommende Feuerschütz- Woche!

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wissen muß. Ihre weiteste Verbreitung liegt im Interesse des Volksganzen.

Jeder an feinem Teile, der Berufstätige, der Städter und der Landmann, der Hausvater und jeder Familienangehörige muß so als zuverlässiges Glied einer großen menschlichen Gemeinschaft er. zogen werden, alle geeint durch den Willen, im gemeinsamen Kampfe dieser Gefahren Herr zu werden. Doch dazu tut uner. müdliche Aufklärung not! Dieser hohen Aufgabe dient die tommende Feuerschuß- Woche. Helfe leder, ihr einen nachhaltigen Erfolg zu verschaffen!

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Alljährlich verlieren durch Brände 1400 Deutsche ihr Leben! Fast 500 Millionen RM werden an Sachwerten vernichtet! 34 aller Brände entstehen durch Unachtsamkeit, Unkenntnis und Fahrlässigkeit.

Es find unerfeßliche Verlufte an menschlicher Arbeitskraft und an Volksvermögen, die sich in diesen erschreckenden Zahlen offen. baren! Die ohnehin schon so schwer fämpfende deutsche Wirtschaft fann unmöglich eine derart starke Belastung ertragen.

Aus der Tatsache, daß der größte Teil aller Feuerschäden ver. meidbar wäre, ergeben sich für die Zukunft die Mittel und Wege zu ihrer erfolgreichen Bekämpfung.

An die Väter, Mütter und Erzieher.

13 Brände durchschnittlich entstehen täglich in Deutschland durch unvorsichtige und leichtsinnige kinder, und der jährliche Sachschaden, der allein so verursacht wird, beträgt elwa 40 bis 50 millionen Mart. Eltern, denkt stets an diese Zahlen! Denft daran, welches Un. glück durch das leichtsinnige Spiel oder die Unbeholfenheit der Kinder über Euch hereinbrechen fann!

Die Eltern handeln unverantwortlich, die ihre Kinder nicht strafen, wenn sie sie beim heimlichen Spielen" mit Feuer ertappen. Natürlich soll nur das Spielen mit Feuer verboten werden, nicht aber der vernünftige Umgang mit ihm

Es ist oon größter Wichtigkeit, daß dem Kinde die Gefahr des Feuers und aller feuergefährlichen Dinge bewußt wird, lobald es selbständig zu denken beginnt.

Läßt es fich nicht vermeiden, daß die Kleinen während der Mit Freuden ist es zu begrüßen, daß es nunmehr gelungen ist. Ernte oder der Arbeit der Eltern allein oder unter der Aufsicht durch die Veranstaltung einer offiziellen Feuerschuß Woche in der anderer Knirple bleiben, dann soll man alles Feuergefährliche aus Zeit vom 27. April bis 4. Mai 1930 in großzügiger und durch dem Weg räumen, soll die Betten und Spielstühle nicht dicht an greifender Weise auf Wichtigkeit und Wesen der Feuerverhütung den Herd rücken, aus dem Funfen und glimmende Rohleftücke her. hinzuweisen. Die offizielle Aufklärungsbroschüre Feuerverhütung ausfallen fönnen, soll die Streichhölzer verschließen und soll gute Das Büchlein für alle zeigt einfach, tlar und dennoch umfassend, Nachbarn wenigstens von Seit zu Zeit nach den Kindern schauen was jeder einzelne über die Feuerverhütung und Bekämpfung laffen.

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Feuerschutz in Gewerbe und Landwirtschaft.

Das oberste Gefeß und die beste Borbeugung gegen Brände für leben in einem gewerblichen Betrieb Beschäftigten ist genaue Be achtung der von seiner Berufsgenoffenschaft erlaffenen Unfall­verhütungs- Borschriften. Darin sind zahlreiche Vorschriften zur Brandverhütung und über das richtige Berhalten bei Bränden

enthalten.

Leiter, Angestellte und Arbeiter, die erfahrenen Leute wie die Neulinge, müssen die sorglich auf Grund langjähriger Erfahrungen durchgearbeiteten Sondervorschriften aufs peinlichste beachten.

Immer wieder ist's das leichtsinnig angezündete Streichholz. der achtlos fortgeworfene 3igarettenstummel, die herumliegende fettige, zur Selbstentzündung neigende Buzwolle, irgendeine andere leicht vermeidbare, geradezu verbrecherische Unbedachtsamkeit oder Achtlosigkeit, die zur Ursache von Bränden wird.

Das gilt ganz besonders auch für die Landwirtschaft. Gegen vielfältige Feuersgefahren muß sich der Landwirt schüßen! Es ist ja bekannt, wie leicht frisches oder feucht gewordenes Gras und Heu zur Selbstentzündung neigt, federmann weiß auch, mit welcher unfaßbaren Geschwindigkeit das Feuer sich durch Stroh, Häcksel oder Getreide ausdehnt.

Die sorgsame Pflege und dauernde Ueberwachung aller elettri. schen Anlagen und Maschinen, die besonders vorsichtige Behand lung von Verbrennungsmotoren und feuergefährlichen Stoffen ist das dringendste Gebot für jeden Landwirt!

Ebenso ist es von größter Bedeutung, sich gegen Blizgefahr durch die Errichtung vorschriftsmäßiger Schußanlagen zu sichern. Man denke stets daran, daß gerade auf dem Cande, das nicht über die Feuerbefämpfungsmittel nach Art der Großstadt verfügt die Feuerverhütung oberffe Pflicht iff

dieses bewirkte eine achtlos fortge= worfene brennende Zigarettes

Wir fordern zur Mitarbeit auf!

Helft Feuer verhüten!

Feuerschutz- Woche

vom 27.April bis 4.Mai 1930 Veranstaltet von der Arbeits- und Interessen­Gemeinschaft deutscher Feuerwehr- Organe

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3 Dinge find nötig:

Aufrüttelung des Volkes zur Erkenntnis der Notwendigkeit der Feuerverhütung; Aufklärung und Belehrung über die Feuersgefahren und deren Verhütung. Praktische Mitarbeit jedes einzelnen.

Welchen Erfolg die Werbearbeit der Feuerschuß- Woche haben wird, hängt ein zig und allein von der Mitwirkung der Allgemeinheit ab, die an Hand der anschau lich gehaltenen offiziellen Aufklärungsbroschüre Feuerverhütung! Das Büchlein für alle" wirksamer als alle Feuerwehren die verheerenden Katastrophen des roten Elements vermindern fann.

" Feuerverhütung! Das Büchlein für alle",

die von der Arbeits- und Interessengemeinschaft deutscher Feuerwehrorgane zur Feverschutz- Woche herausgegebene offizielle Aufklärungsbroschüre, ist das Auf­flärungsmittel, das anläßlich der Feuerschuh- Woche möglichst in die Hand eines jeden Deutschen gelangen follte. In dieser Broschüre ist all das gesagt, was jeder einzelne über die Feuersgefahren und die Wege zu ihrer Verhütung wissen und beherzigen muß. Die Möglichkeiten der Feuerverhütung im Heim und im öffentlichen Leben, in Schule und Beruf, in Stadt und Land, bei der Arbeit und bei der Erholung und in sonstigen Lebenslagen, das richtige Verhalten beim Aus­bruch von Bränden, die erste Hilfe, Einblicke in die aufopfernde Arbeit der Feuer­wehr, das alles und noch vieles andere find Dinge, die erzählt werden. Die Broschüre hat 64 Seiten Jnhalt, ein mehrfarbiges, wirkungsvolles Titelbild und über 40 Abbildungen.

Die Feuerschutz- Woche wird schon durch die Verbreitung dieser offiziellen Auf­

Feuerverhütung!

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flärungsbroschüre an alle Kreise der Bevölkerung wesentliche Erfolge für die Feuer. Das Büchlein für alle⭑

verhütung und Feuerbekämpfung zeitigen. Helft Feuer verhüten!

VEGENER