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Eamstag, den 13. Dezember 1930.

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* Straßensperrungsnachricht, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil- Club E. V.( AvD.) Gießen. Die Sperre der Stra ßenstrecke Grund- Schwalheim Bad Salzhausen ist wieder aufgehoben. Die Provinzialstraße Gießen Reiskirchen wird zwischen Kilometer 5 und 7 vom 16. bis 20. Dezember 1930 für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Annerod.

* Eisenbahn- Fahrbeamten- Verein. Heute abend hält der Verein im Vereinslokal ,, Stadt Wetzlar" seine Hauptversamm­lung ab.

* Spielvereinigung 1900 e. V. Der Verein hält heute abend im Café Leib seine Weihnachtsfeier mit Theater, Tanz und Ver­losung ab.

* 224er. Andres".

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Billigeres Porto für Drucksachen.

Das Reichspostministerium teilt mit: Zugunsten der Wer­bung für den Warenumsatz hat die Deutsche Reichspost mit sofor­tiger Wirkung die Vorschriften über die Versendung von Druck­jachenkarten mit anhängender Antwortkarte zu der ermäßigten Gebühr von 3 Rpfg. wesentlich erleichtert. Die Freimachung einer Drucksachendoppelfarte mit einer 3- Pfennig- Marke ist fünftig auch dann zulässig, wenn die Antwortkarte neben den üblichen Aufdrucken zur Vorbereitung der Antwort noch sonstige Werbe­cufdrucke des Absenders der Doppelkarte enthält. Die Antwort­farte steht jetzt also bis auf die für die Anschrift bestimmte rechte Hälfte der Vorderseite und bis auf den für die Antwort vorge­sehenen Teil restlos für Werbeaufdrucke zur Verfügung.

Zuwendungen an Sportvereine nicht steuerpflichtig.

Eine Firma, die einem ihr nahestehenden Sportverein regel­mäßige Zuwendungen machte, hatte diese Beträge in ihrer Steuerbilanz als Werbungskosten angesetzt. Das Finanzamt wollte aber diesen Posten nicht anerkennen. Um eine prin­zipielle Entscheidung herbeizuführen, ging die Firma bis an den Reichs- Finanzhof. Dieser hat nun entschieden( VI A 1123­30), daß die Zuwendungen von Firmen an Sportvereine Wer­bungskosten und daher nicht steuerpflichtig sind. Allerdings so= len sich die Zuwendungen in angemessenen Grenzen halten.

Aus Nah und Fern.

Lich. Der große Licher Weihnachtsmarkt, Schweine- und Krämermarkt, findet am Montag, dem 15. Dezember, statt.

Ein jugendlicher Bürgermeister. Grünberg. Am Freitagabend wurde Dr. Kurt Mildner aus Offenbach zum Bürgermeister von Grünberg mit einer Stimme Mehrheit gewählt. Der neue Bürgermeister ist erst 27 Jahre alt, stammt aus Aschaffenburg und hat in Offenbach die Reifeprüfung bestanden. Er studierte in Hamburg und Frankfurt Rechtswissenschaft. Am 12. Juni 1929 bestand er mit einer Arbeit über Rechtsschutz gegenüber den Gemeidevertre­tungsbeschlüssen nach Artikel 98 der Hessischen Städteordnung das Doktoreramen.

Bad Nauheim. Unter dem Motto: Bis hierher und nicht weiter!" jand am Donnerstag abend eine öffentliche Protest­versammlung der Deutschen Volkspartei gegen die neuen Steuer­und Sparmaßnahmen der hessischen Regierung statt.

Einrichtung einer Poststelle

Launspach( Kr, Wetzlar). Am 15. Dezember ds. Js. wird hier eine Poststelle eingerichtet. Mit der Poststelle ist eine öf­fentliche Fernsprechstelle verbunden. Die Poststelle hat die Ei­genschaft einer Postanstalt im Sinne des§ 1 des Reichspoſt­gesetzes vom 28. Oftober 1871 und einer Telegraphenanstalt im Sinne der Telegraphenordnung mit der Befugnis zur Annahme

Winterkleidung.

Von Stadtmedizinalrat Dr. Fischer- Defon- Frankfurt a. M. Der Eintritt der falten Jahreszeit gebietet, den Körper vor­Abkühlung zu schützen. Bei den behaarten Tieren ist der Kälte­schutz auf ideale Weise gelöst. Der Pelz paßt sich dem Winter durch Dichter- und Festerwerden der Haare an. Nur Prozent des Körpergewichts beansprucht der Winterpelz, ein riesiger Un­terschied gegenüber der Masse von Kleidern, die der Mann in unserem Winterklima mit sich herumschleppt und die gewöhnlich 10 Prozent und mehr des Körpergewichts beträgt. Auch die menschliche Haut vermag sich gegen die umgebende Kälte zu schützen, sie kann sich zusammenziehen und dadurch verhindern, daß allzu große Wärmemengen vom Körper abgegeben werden. Die Gänsehaut" ist weiter nichts als ein derartiger, allerdings vorübergehender Kälteschutz. Man kann aber auch den Körper ,, abhärten", ihn an die Kälte gewöhnen, ohne indeß damit über eine gewisse Grenze hinauszukommen. Es ist also nicht zu um­gehen, daß wir zu künstlichen Mitteln, zum Schutz gegen die winterliche Witterung greifen und uns ihr anpassen müssen.

Wir dürfen aber in dieser Beziehung nicht zu weit gehen. Unser Winterklima macht es in der Regel nicht erforderlich, sich mit dicen Pelzen zu behängen, ausgepolsterte Ueberschuhe zu tragen, sich Hals und Gesicht dick zu vermummen und den be­haarten Kopf mit dicken Filz- oder Tuchhüllen zu bedecken, ganz abgesehen von den vielen Stofflagen, die den übrigen Körper verkleiden. Soll der Körper voll leistungsfähig bleiben, dann muß die Kleidung luftdurchlässig sein; diese Bedingung müssen wir unbedingt für die Winterkleidung stellen. Wie schon er­wähnt, sind der Abhärtung Grenzen gesetzt, die bei jedem Men­schen verschieden sind. Man wird also keine Norm festsetzen fönnen, denn ein Mensch kann mehr Kälte vertragen als der andere. Jeder sollte aber nur das unbedingt Nötige auch im Winter um seinen Körper haben. Der Fehler der männlichen Winterkleidung besteht zunächst darin, daß zu dickes Unterzeug gebraucht wird. Zumal wenn es aus Wolle hergestellt ist, ver= filzt es durch die Schweißaufnahme leicht und wird dann un­durchlässig für Luft, hindert somit die Haut an ihrer Ausdün­tung und befördert die Ansammlung schädlicher Stoffe im Kör­

,, Gießener Zeitung"

und Ausgabe von Postsendungen aller Art und von Telegram­men sowie zur Vermittlung von Gesprächen. Sie nimmt fer­ner Bestellungen auf die durch die Post zu beziehenden Zei­tungen an und zahlt für ihren Zustellbereich die Renten aus. Jm Briefverkehr gilt die Ortsgebühr nur innerhalb von Launs­pach. In allen übrigen Fällen gilt die Ferngebühr. Die Poſt­stelle wird dem Postamt Gießen, das als Leitpostamt gilt, un­stellt und führt die amtliche Bezeichnung: Launspach, Gießen­Land.

Unregelmäßigkeiten beim Arbeitsamt.

Weglar. Bei einer vom Landesarbeitsamt Frankfurt beim Arbeitsamt Wetzlar vorgenommenen Revision wurden Unregel­mäßigkeiten in der Kassenführung des Arbeitsamtes Wetzlar

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leiter führten. Die Unterschlagungen sollen sich auf etwa 100 000 bis 150 000 RM. belaufen.

München. Als Ausstellungsidee für den Sommer 1931 ha­ben sich Vorstandschaft und Kuratorium des Münchener Ausstel­lungspartes auf das Thema: Die Frau von heute" geeinigt. Der Titel der Ausstellungsidee steht jedoch noch nicht endgültig fest.

Wertvolle Funde im Hafen von Pyräus gehoben. Während der Baggerarbeiten im Hafen von Pyräus förderte eine Baggermaschine über 60 wertvolle antike Gegenstände aus der Meerestiefe zutage. Die Baggerarbeiten wurden zur syste= matischen Durchforschung des Hafengrundes angeordnet.

festgestellt. Der seit mehreren Jahren auf dem Arbeitsamt be Bericht über die wirtschaftl. Lage des deutschen

schäftigte Angestellte Paul Sarges aus Wetzlar ist im Zusam= menhang mit diesen Feststellungen fristlos entlassen worden. Die Prüfung des umfangreichen Materials nimmt längere Zeit in Anspruch, so daß sich die Höhe der unterschlagenen Summe zah­lenmäßig noch nicht genau feststellen läßt.

Dillenburg. Auf der Frohnhäuser Landstraße wurde der 40 Jahre alte Ernst Hofheinz aus Manderbach, als er mit seinem Fahrrad auf der Heimfahrt begriffen war, von einem Personenkraftwagen überfahren. Er erlitt einen Schädelbruch und verstarb nach Einlieferung ins Dillenburger Krankenhaus.

Runtel( Lahn). Beim Versuch, seinen vollbeladenen Wa­gen auf der Landstraße zu wenden, geriet einem Landwirt das mit zwei Pferden bespannte Führwerk hinterrücs ins Rutschen und stürzte in die Lahn. Während der Fuhrmann sich noch in Sicherheit bringen konnte, ertranken die Pferde.

Bad Homburg. Mit Unterbrechungen ist im Taunus bei einer Kälte von 4,5 Grad weiterer Schnee gefallen. Die Schnee­decke, größtenteils zusammenhängend, hat eine Höhe bis zu acht Zentimetern erreicht.

Frankfurt a. M. Nach dem Genuß von Sauerkraut ist eine ganze Familie, auf der Körnerwiese wohnhaft, erkrankt.

Handwerks im Monat November 1930.

Vom Reichsverband des deutschen Handwerks wird uns geschrieben:

Der Monat November pflegt stets zu den geschäftlich stillsten Monaten im Handwerk zu zählen. In diesem Jahr war der Rückgang unter dem Einfluß der allgemeinen schlechten wirtschaftlichen Lage besonders stark fühlbar. Infolge der großen Kapitalnot und der allgemeinen Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Wirtschaft, kam die Bautätigkeit bei­nahe völlig zum Stillstand. Das Arbeitsbeschaffungsprogramm der Reichsregierung vermochte nur vereinzelt noch eine geringe Belebung des Baumarktes zu bringen. Auch die Bauneben­gewerbe hatten, abgesehen von notwendig werdenden Repara­turarbeiten, fast keine Aufträge zu verzeichnen. Vor allem in den Außenberufen ruhte die Tätigkeit mit Rücksicht auf die nasse Witterung fast völlig. Die Zahl der arbeitslosen Ge hilfen stieg infolgedessen beträchtlich.- Von den wenigen Handwerksberufen, für die der November mit zur Haupt­geschäftszeit gehört, wird berichtet, daß die in diese Zeit ge­setzten Hoffnungen in keiner Weise erfüllt sind. Die Nah­

Kothen( Rhön). In der Mühle des Feuerwehrhauptmannsrungsmittelhandwerke weisen troß gesenkter Preise einen wei­August Zeier brach abends ein Brand aus, der die ganze Schneidemühle mit sämtlichen Maschinen und reichen Holzvor­räten in Asche legte.

Kassel. Der Oberpräsident der Provinz Hessen- Nassau hat eine Verordnung erlassen, wonach das öffentliche Anschlagen, Anheften und Ausstellen von Plakaten mit aufreizenden In­schriften verboten wird. Die Verwendung roter Farbe für Pla­fate ist gleichfalls untersagt worden. Eine ähnliche Verord­nung hatie vor einigen Tagen auch das Oberpräsidium der Rheinprovinz erlassen.

Kassel. Ein bei seinen Eltern wohnender 17jähriger Ar­beitsloser hatte seine Unterstützung abgeholt und sie in Alko­hol umgesetzt. Als ihm seine Eltern Vorwürfe wegen seiner Trunkenheit machten, wurde er derart wütend, daß er die ganze Wohnungseinrichtung zertrümmerte und seinem Vater mit ei­nem stumpfen Gegenstand erheblich am Kopf verletzte.

Essen. Massenschlachtungen von Großvieh mußten in vie len Städten des Industriegebietes wegen Seuchengefahr vor­genommen werden.

Kein feindlicher Soldat mehr auf deutschem Boden.

Saarbrücken, 12. Dezember. Heute nachmittag gegen 3 Uhr erfolgte als letzter offizieller Akt der Saarbahnschutztruppen die Einholung der französischen und belgischen Flagge auf der alten Dragonerkaserne in Saarbrüden. Es war ein Rest von 250 Mann, in der Mehrzahl Franzosen und noch einige belgische Offiziere. Vor wenigen Tagen zogen die Belgier ab und jetzt ist auch der letzte Reſt verschwunden. Damit hat zwölf Jahre nach Kriegsschluß der letzte feindliche Soldat deutschen Boden geräumt.

Bayreuth. Bei der Bayerischen Elektrizitätslieferungsgesell­schaft wurden Unterschlagungen aufgedeckt, die zur fristlosen Ent­lassung des kaufmännischen Direktors und einiger Abteilungs­

! per. Leichtes, poröses Unterzeug dagegen bietet nur Vorteile; wird ein dickerer Anzug als im Sommer getragen, dann werden gesunde Menschen sich auch im Winter mit der praktischen Netz­unterkleidung oder, was den Oberkörper betrifft, auch dem Lein­wandhemd auf der bloßen Haut begnügen können. Die Ober­kleidung behält nur dann ihre Luftdurchlässigkeit, wenn sie regelmäßig gereinigt, durch Klopfen mit Bürsten vom Staub befreit und nach dem Ablegen zum Lüften an das offene Fenster gehängt wird. Es ist auch durchaus nicht nötig, den Hals durch enge Kragen abzuschließen. Der Schillerkragen, der zur völligen Abhärtung gegen Erkältungen führt, wie auch der freie Hals der Matrosen das beste Mittel zur Verhütung von Erkältungs­frankheiten in dem rauhen Klima ist, hat sich nicht eingebürgert; aber die Forderung, den engen, steifen Stärkekragen durch einen niedrigen, weiten, weichen zu ersetzen, ließe, sich überall leicht durchführen. Für die Kopf- und Fußbekleidung des Mannes im Winter gilt ebenfalls der Grundsatz, daß ein Zuviel nur schadet und neben Erkältungen noch andere Leiden hervorruft. Der Fuß, der viel bewegt wird, kann ganz gut mit baumwol­lenen Strümpfen gegen die Kälte geschützt werden, und bedarf nur beim Wintersport, wenn er durch Bandagen eingeengt ist, einer dickeren Bekleidung in Gestalt sog. Sportstrümpfe. Und wer es nicht vorzieht, auch während des Winters barhäuptig zu gehen, was ohne gesundheitlichen Schaden möglich ist, der soll, wenn er es überhaupt noch besitzt, das natürliche Haar­kleid des Schädels durch eine leichte Hülle schützen. Ein Ohren­oder Nasenschutz ist nur bei der größten Kälte, wenn zugleich ein scharfer Wind weht, nötig. Der Mantel tann natürlich auch durch andere Kleidungsstücke ersetzt werden, ist aber des= halb vorteilhaft, weil er den Uebergang aus der Kälte in den geheizten Innenraum auf bequemste Wege durch Ablegen er­möglichst.

Die weibliche Kleidung ist im großen und ganzen viel gesünder als die männliche. Man braucht nicht zu glauben, daß dafür die gesundheitliche Aufklärung verantwortlich sei; leider ist es immer noch die Mode, die ohne Rüdsicht auf Ge­sundheit diktiert, und nun zufällig einmal das Richtige trifft. Die Richtigkeit dieser Behauptung wird ja u. a. dadurch er­härtet, daß das gesundheitswidrige Korsett wieder auftaucht,

teren Rückgang ihrer Umsätze auf. Auch im Schneider­handwerk hat die Saison ein vorzeitiges Ende gefunden. Im Sattler, Tapezierer-, Uhrmacher und Juwelierhandwerk ist die sonst in der zweiten Hälfte des November spätestens ein­setzende Nachfrage nach Geschenkartikeln für das Weihnachts­fest nahezu völlig ausgeblieben. Die Geschäftstätigkeit dieser Gewerbezweige hielt sich vielmehr in dem bisherigen Rahmen. Man erwartet infolge der geringen Kaufkraft des Publikums auch kein lebhaftes Weihnachtsgeschäft. Eine leichte Belebung für das bevorstehende Weihnachtsfest ist bislang lediglich vom Gehoben hat sich die Be­Möbeltischlerhandwerk gemeldet. schäftigung auch beim Elektroinstallationshandwerk, das durch verstärkte Lichtreklame und die Anlage von Radioempfangs­Abgesehen geräten vermehrte Aufträge zu verzeichnen hatte. von der allgemeinen Wirtschaftsnot und geschwächten Kauf­kraft der Kundschaft glaubt das Handwerk, den schlechten Ge­schäftsgang auf die Preissenkungsaktion der Regierung zurück­führen zu müssen. Die Bevölkerung erwartet unter dem Druck der behördlichen Maßnahmen starke Preisrückgänge und hält daher mit der Auftragserteilung zunächst zurück.

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Auf dem Arbeitsmarkt hat sich die Lage entsprechend der Beschäftigung der Betriebe verschlechtert. Die Zahl der er­werbslosen Handwerksgehilfen hat weiter zugenommen. damit auch die Klagen über die Schwarzarbeit Erwerbsloser. Die Zah Meldungen über Lohnsenkungen liegen nicht vor. lungsweise der Kundschaft hat mit der zunehmenden Arbeits­Die finan losigkeit eine weitere Verschlechterung erfahren. zielle Lage der Betriebe gestaltete sich dadurch immer schwieriger. Anträge auf Steuerstundung und erlaß usw. nehmen infolge dessen zu. Die Beschaffung der benötigten Rohstoffe und Materialien bereitete keine Schwierigkeiten. Für Zement, Glas, Holz, Kupfer, Lötzinn, Zinkblechy, Dekorationsstoffe und Buchbindermaterialien werden Preisrückgänge gemeldet.

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allerdings unter dem Decknamen Korselet! Immerhin weist die Winterkleidung des weiblichen Geschlechtes Widersinnigkeiten auf. Florstrümpfe an den vom Rod nicht bedeckten Unterschen­feln, am Hals aber dicke Pelze, ist ein Gegensatz, der zu ganz ungleichmäßiger Erwärmung bezm. Abkühlung des Körpers und damit leicht zu Erkältungsfrankheiten, zu denen nicht nur Schnupfen und Husten gehören, führt. Der Hals kann übrigens viel leichter abgehärtet werden als der Unterschenkel. Wenn es auch zu weit gegangen ist, nun alle möglichen Unterleibserkran­fungen auf die an und für sich sehr vernünftige Kurzrödigkeit zurückzuführen, so muß doch während des Winters die Forde­rung gestellt werden, die Beine genügend warm zu bekleiden. Ueber die sonstige Bekleidung gilt dasselbe wie bei den Männern.

Das Abhärien durch Luftbaden und falte Abwaschungen sollte im Sommer beginnen und dann durch die Uebergangs­zeit hindurch auf den Winter übergeleitet werden. Wer Furcht vor Erkältung hat und sich vor jedem Luftzug scheut, wer sich durch dice Kleidung beschwert, der ist viel geneigter zu Krant­heiten als derjenige, der sich leicht bekleidet in der frischen Luft lebhaft hin und her bewegt und mit windgeröteten Wangen heimkehrt. Und beginni man mit der Abhärtung unter Wah­rung aller Vorsicht, ohne sie erzwingen zu wollen, unter Rüd­sichtnahme auf die Einstellung des findlichen Körpers schon in früher Jugend, dann braucht man auch im Winter nicht ängst­lich zu sein und kann die Kinder viel leichter bekleiden, als es noch vor 20 Jahren üblich war.

Sporthumor.

Der bekannte Boger Dempsey erschien einmal bei einem Zahnarzt.

Ich habe furchtbare Zahnschmerzen," flagte er. ,, Ein Zahn muß gezogen werden," sagte der Zahnarzt zu Dempsey, nachdem er die Zähne untersucht hatte.

"

Bitte," antwortete Dempsey.

Soll ich den Zahn schmerzlos ziehen?" fragte ihn der Arzt. ,, Weshalb fragen Sie?" brummte Dempsey.

Weil es sonst weh tut, Herr Dempsey."

Der Boxer betrachtete den Zahnarzt eine Weile, dann sagte

er: Ziehen Sie ihn bitte schmerzlos in ihrem eigenen Inter­esse.