Einzelbild herunterladen

Samstag, den 12. April 1930.

-

Tahutata- die Feuerwehr!

Schrille Hupen- und Klingelsignale Straße frei! Die Feuerwehr kommt! Wagen, Autos und Radfahrer rechts an den Gehsteig heran, die elektrischen Bahnen bleiben stehen, die Fußgänger stauen sich. Neugierige eilen hinterher. Es brennt, es brennt! Hier ein Dachstuhlbrand, dort ein Stubenbrand! Hier Großfeuer in einer Fabrik, dort eine kleine Explosion in Küche oder Badezimmer. Tag für Tag stehen die Meldun­gen großer und kleiner Brände in allen Zeitungen. Und wenn man den Ursachen nachgeht, so sind's immer wieder dieselben: Dreiviertel aller Brände entstehen durch Leichtsinn, Achtlosig­keit, Nachlässigkeit( 10 Prozent der jährlichen Brandfälle ge­schehen, weil heiße Bügeleisen unbeaufsichtigt stehen geblieben sind), Unordnung, unverantwortliche Dummheit, Faulheit, Un­vorsichtigkeit, unbeaufsichtigte Kinder( diese allein haben in den letzten Jahren nachgewiesenermaßen 46 500 Brände verur­sacht!),

Und wenn bei einem großen Brandunglück die Zuschauer, ergriffen von der elementaren Gewalt lodernder Flammen, be drückt von dem Gefühl der Machtlosigkeit des Menschen den entfesselten Naturgewalten gegenüber, schauernd und auch ein wenig mit prickelndem Nervenkigel einem solchen Brande zu­sehen, nur dann überlegen sie gelegentlich: Wieviel an Werten, die Menschen mühsam aufgebaut und zusammengetragen haben, geht hier in Minutenschnelle in Flammen und Rauch, in Nichts, auf! Denkt aber wohl auch der eine oder andere da­ran, daß im ganzen Deutschen Reich täglich über eine Million, stündlich also 45 000 Mark, ein Raub der Flammen werden, und daß diese Summen also fast eine halbe Milliarde Verlust an Volksvermögen bedeuten? Rechnet sich auch nur ein ein­ziger mal aus, daß man 200 000 Menschen in 20 000 neuen Wohnhäusern unterbringen könnte, wenn diese Summen zu produktiver Arbeit zur Verfügung ständen?

-

Und die Hauptsache: Wer von all denen, die mehr oder weniger erschüttert ein Brandunglück erlebt haben, zieht den Wer denkt richtigen Schluß aus solch einem Erleben? daran, daß Feuer verhüten, richtiger, einfacher, billiger und klüger ist als alle noch so glänzend funktionierenden Einrich­Die Feuerwehren tungen zur Bekämpfung von Bränden?

suchen durch die bevorstehende ,, Feuerschutz- Woche" diesem Ge­danken in breitesten Volkskreisen Eingang zu schaffen. Vom 27. April bis 3. Mai wird also im ganzen Deutschen Reich Propaganda für Feuerverhütung und Brandschutz betrieben werden. Die ,, Arbeits- und Interessengemeinschaft deutscher Feuerwehr- Drgane", die über mehr als 30 000 lokale Drga nisationen verfügt, ist Träger dieses Gedankens. Der Ver­band der Deutschen Berufsgenossenschaften, der voriges Jahr die RUW. so erfolgreich durchführte, hat seine Mitarbeit zu­gefagt; Alle Behörden des Reiches, der Länder und der Kom­munen haben den Gedanken tatkräftiger Förderung dieser Feuerschuß- Propaganda aufgegriffen. Nun fehlt nur noch, daß auch jeder einzelne, den es angeht, sich vertraut macht mit den besten Hilfsmitteln im Kampfe gegen die Feuersgefahr, daß jeder, der irgendwie an veranwortungsvoller Stelle steht, sich dessen bewußt wird, daß auch er gebraucht wird.

Man wende nicht ein, daß Brände ebenso wie Krankheit und Unfälle unvermeidbare Ereignisse ,, höherer Gewalt" seien.

Weiße Zähne

Gießener Zeitung

Die Erfolge der hygienischen Volksbelehrung, die ganze Seu­chen ausgerottet, die Säuglings- und Tuberkulosesterblichkeit herabgedrückt, das durchschnittliche Lebensalter erhöht hat, sind der schlagendste Gegenbeweis. Und auch die Erfolge der R. U. Wo., die bei der Eisenbahn, im Bergbau und im Groß­stadtverkehr schon statistisch erfaßbare Senkungen der Unfall zahlen im R. U. Wo.- Jahr bewirkt haben, sollten die Skep­tiker zum Schweigen bringen. Vor allem aber ist auch auf dem Gebiet der Feuerverhütung ein Nachweis möglich, daß er­höhte Aufmerksamkeit die Zahl der Brände verringert: Als nämlich die Inflation auf ihrer höchsten Höhe stand, als mit­hin Geld keinen Wert mehr hatte, dagegen Sachwerte unersetz­lich waren, in diesem Jahre 1923 hat sich die Zahl der Brände im Vergleich zu den Zahlen der vorhergehenden und nachfol­genden Jahre gewaltig gesenkt. Damals wachte eben jeder mit peinlichster Sorgfalt und Aufmerksamkeit über sein Eigen­tum, seien es nun Häuser oder Wohnungseinrichtungen. Wenn wir auch jetzt nicht eine Inflation erleben, so stehen wir doch wieder in einer Zeit wirtschaftlichen Niederganges. Aber un­sere nervöse, raschlebige, oberflächliche Zeit muß erst aufgerüt­telt werden, um ihr derart selbstverständliche, einleuchtende Tat­sachen und Gedanken einzuhämmern. Das soll die Feuerschutz­woche bewirken. Und wenn sie weiter nichts erreicht, als daß mindestens in jeder Schule, in jedem Fabrikbetrieb, in jedem Verein die Fragen von Feuerschuß und Brandverhütung in diesen acht Tagen einmal erörtert werden, wenn die offizielle Feuerschutz- Broschüre der Feuerwehren wieder in Millionen von Exemplaren in Millionen von Familien kommt, wenn durch diese Anleitung und Fingerzeige auch nur ein Teil der Bevölkerung angeregt wird zu praktischer Durchführung der ganz einfachen und leicht zu bewerkstelligenden Maßnahmen zur Feuerverhütung, dann ist mit einem Erfolg sicher zu rech­

пеп.

Und dann können wir im nächsten Jahr vielleicht Hun­derte von ersparten Millionen, Hunderte von erhaltenen Men­schenleben, Tausende von verhüteten Verlegungen, Verbrennun­gen und Verkrüppelungen als Gewinn buchen.

Photographischer Wettbewerb zum Hessenkalender 1931. Der Hessische Verkehrsverband gibt zum viertenmal einen illustrierten Hessenkalender heraus und ruft zu einem Lichtbil­derwettbewerb auf. Die Aufnahmen sollen die Eigenart des Landes in landschaftlicher, städtebaulicher, künstlerischer, volks tümlicher oder wirtschaftlicher Hinsicht wiedergeben. Die auf­gezogenen Aufnahmen auf Glanzpapier sollen 9 mal 12 oder 13 mal 18, möglichst Hochformat sein. Die Bilder sind in ver­schlossenem Umschlag mit einem Kennwort zu versehen und bis spätestens 15. Mai ds. Js. an den Hess. Verkehrs- Verband in Darmstadt einzusenden. Die mit Preisen bedachten Bilder gehen in den Besitz des Hess. Verkehrs- Verbandes über.

-

München ehrt einen deutschfreundlichen Amerikaner. Ein Freund Deutschlands, der in Murnau lebende Ameri­faner James Loeb, hat durch großartige Stiftungen die letzte die Errichtung und den Betrieb in Höhe von 600 000 Rmt. der Forschungsanstalt für Psychiatrie in München ermöglicht. Nachdem ihn dafür schon die Universität München mit dem Ehrendoktortitel ausgezeichnet hat, hat ihm nun die Stadt München die goldene Ehrenmünze verliehen.

Lokales.

Sonntagsgedanken.

Nr. 29.

Es naht die Zeit der Ostern. Da war einst Jerusalem festlich geschmückt und in den Straßen wallten die Menschen hin und her und waren voll froher Erwartung. Festtagsstimmung lag über der ganzen Stadt und alle Straßen und Gassen prang­ten im Festgewande. Es war der erste Palmsonntag. geht eine Bewegung durch die Reihen und es löst sich die sehn­Der König! süchtige Erwartung. Er kommt!

-

Da

Ja, ist es möglich, ist es wahr dieser König ist ja der arme Zimmermannssohn von Nazareth, ohne Krone und Pur­purmantel, ohne Zepter und Glanz. Und doch ein König? Nicht Herolde waren ihm vorangegangen, sondern der Ruf, den die Kinder hörten, der in die Stuben der Kranken drang und in die Hütten der Armen. Seine Worte hatten gezündet, seine Taten die Herzen geöffnet und seine Wunder führten die Men­schen in nie gekanntes, nie erlebtes Geschehen. Das war ein­mal ein Führer und Retter der Armen und Kranken; selbst ein Armer an irdischen Gütern, dafür umso reicher an Schätzen, die ihm sein himmlischer Vater mitgegeben hatte. Donnernd bricht sich der Hosiannaruf der Menge an dem alten Gestein der hohen Gemäuer. Ein demütig Tier trägt den Gefeierten. Ein Lächeln hat er nach rechts und links für alle, die ihm zujubeln. Heute nimmt der ernste, stille Mann, der sonst nur die Einsam­feit und die Einkehr liebt, sogar diese irdischen Huldigungen entgegen. Er will noch einmal Mensch sein unter den Men­schen und sich freuen mit ihnen.

Denn er weiß, daß es die letzte Freude ist. Trok Palmen und Tücher, trog Jubel und Hosiannarufen führt sein Weg doch hinauf nach Golgatha.

Dieser Einzug in Jerusalem ist Prediger, daß wir Menschen wohl uns freuen dürfen an verdienten Ehrungen. Daß wir aber nicht sorglos diesem schwachen Glücke uns ergeben dürfen, weil auf Erden bald wieder die Freude dem Leiden weichen muß. Ueber Nacht kommt Freud und Leid; und eh' du's gedacht, verlassen dich beid' und gehen dem Herrn zu sagen, wie du sie getragen. Der Sonntagsschreiber.

*

Unwiderruflich Frühling.

Man war irre geworden. Der Kalender mochte trügen. Denn die Sonne war verschwunden. Graue Wolken überspann­ten den Himmel. Regen troff feuchtkalt.

Die ersten Schwalben! Die ersten Schwalben machen be­fanntlich keinen Frühling. Die erste Amsel tut es erst recht nicht.

Das Einzige, was frühlingshaft anmutete, war die allge­meine Depression. Man verließ sich aber auch nicht auf die ge­drückte Stimmung. Sie ist bei uns zu einem Gemeingut aller Jahreszeiten geworden. Nun aber ist der Beweis erbracht, daß der Frühling eingezogen ist. Die Straßen werden aufge­rissen. Jeden Tag neue. Drillbohrer stoßen sich wütend in das Pflaster. Der Verkehr wird umgeleitet.

Fernheizung wird zum Frühling eingerichtet, Kabel, die seine Ankunft tünden, werden gelegt. Die Hämmer and die Aerte begrüßen ihn mit ihren Salutschüssen.

machen jedes Antlitz ansprechend und schön. Oft schon durch einmaliges Putzen mit der herrlich erfrischend schmeckenden Chlorodont- Zahnpaste erzielen Sie einen wundervollen Elfenbeinglanz der Zähne, auch an den Seitenflächen, bei gleichzeitiger Benutzung der dafür eigens konstruierten Chlorodont- Zahnbürste mit gezahntem Borstenschnitt. Faulende Speisereste in den Zahnzwischenräumen als Ursache des üblen Chlorodont: Zahnpaste, Mundwasser, Zahnbürsten Einheitspreis 1 Mark bei höchster Qualität. Mundgeruchs werden gründlich damit beseitigt. verlange nur echt Chlorodont in blau- weiß- grüner Originalpackung und weise jeden Ersatz dafür zurück.

Vom März 1929 bis März 1930.

Die rote Armee an Ruhr und Rhein.

Zur 10jährigen Wiederkehr des Kapptages ( 13. März). Ein Volksbuch von Dr. Hans Spethmann über Die rote Armee an Ruhr und Rhein"( Verlag Reimar Hobbing, Berlin, Preis 5,20 Rmt.) Die Arbeit setzt uns in jene auf­geregte Zeit zurück, die im Anschluß an den Kapp­Butsch zu dem größten Kommunistenausstand führte, den Deutschland je gesehen hat. In erschreckender Deutlichkeit ziehen an uns bolschewistische Zustände vorüber. Nachstehende Ausführungen entnehmen wir dem Buch.

Im einzelnen spielten sich grauenhafte Bilder ab. So trieben die Roten eine Gruppe von dreißig bis vierzig Mann bereits gefangener Soldaten in einen engen Gang des Bahn­hofs zusammen und schossen hinein. Wer nicht sofort tot war, den schlug man mit dem Kolben nieder, wobei zwischen Ver­wundeten und Unverwundeten kein Unterschied gemacht wurde. Im Lazarett wurden die Kranken zum Teil bedroht, die Be­wachungsleute spielten mit Pistolen und zielten nach den Ver­wundeten, sogar Ohnmächtige wurden mißhandelt. Außerdem wurden den Gefangenen sämtliche Wertsachen und viele Beklei­dungsstücke abgenommen, dazu das ganze Geld. Auch Weiber beteiligten sich an den Scheußlichkeiten, sie belegten die Solda­ten mit gemeinsten Schimpfworten und spuckten sie an..

Die Toten vom Regiment Schutz wurden am 22. März völlig nadt und ohne Erkennungszeichen in ein Massengrab verscharrt, in dem später nach langem Suchen auch der Leutnant Löwen, der beim Rückzug hinterrüds angeschossen war und lie­gen gelassen werden mußte, gefunden wurde, gleichfalls völlig nadt. Ein alliierter Verbindungsoffizier äußerte gegenüber einem deutschen Major, persönlich gesehen zu haben, wie die Roten einen Reichswehrsoldaten an einen Baum banden und ihm lebend ein großes Stück Fleisch aus dem Gesäß heraus­schnitten...

Ueberall waren in diesen Gegenden Plünderungen und Be­raubungen an der Tagesordnung, namentlich in Kirchhellen, einer noch ländlichen Gemeinde, deren Einwohner durchweg Landwirtschaft treibende Bürger sind, die auf ihren Kotten meist räumlich getrennt voneinander wohnen. Rücksichtslos wur­den Milchfühe, tragende Rinder und Kühe aus den Ställen geholt und abgeschlachtet, alle Schweine fortgeschleppt, ferner täglich die Häuser nach Schinken, Sped, Eiern, Mehl und Ge­treide durchsucht, alle Kartoffeln, auch die Pflanzkartoffeln, requiriert, oft mit den Worten ,, Wir kämpfen auch für Euch,

-

damit Ihr keine Steuern mehr zu zahlen braucht!" Selbstver­ständlich ließ man alles, was an Wertgegenständn aufgestöbert wurde, mitgehen, wer sich zur Wehr sehte, wurde einfach mit dem Kolben bearbeitet. Unter den Räubern befanden sich auch zwei Polen, die kein Wort deutsch sprachen, beide stammten aus dem Dorfe Kiernosia im Kreise Lenczyca unweit Lodz. Ebenfalls waren zahlreiche Karbolmäuschen dabei, die in der Regel Säcke oder Schürzen bei sich hatten und die geraubten Gegenstände in Empfang nahmen. Abends pflegten dann die Banditen mit ihren Bräuten in den Scheunen wüste Orgien zu veranstalten...

Am 3. April tauchten in Dortmund bereits die ersten flie= henden Roten auf, denen bald weitere folgten. In Autos und Gespannen mit Maschinengewehren und Gulaschkanonen zogen sie durch die Straßen, mitunter den Eindruck erweckend, als seien sie riesige Hamsterzüge. Unter ausgiebiger Benutzung von Handgranaten wurde auf das ärgste geplündert. In allen Teilen der Geschäfte wurden Waren requieriet, bei anderen ein­fach mit Gewalt genommen; besonders schlimm wurde einem Goldwarengeschäft und mehreren Konfektionshäusern zugesetzt. Von der Stadtverwaltung erpreßte man 920 000 Mark. Im Stadthause wurde bös gehaust, in den Waschräumen und Schreib­stuben wurde alles kurz und klein geschlagen, selbst den Parkett­boden vergaß man nicht. Die Telephone wurden, soweit man sie nicht wie die Schreibmaschinen mitnahm, völlig unbrauch­bar gemacht, sämtliche Leitungen zerschnitten und zum Schink alles mit Tinte besudelt. Ehe die Zerstörer das Gebäude ver ließen, brachten sie in allen Räumen Nebelbomben zur Explo­sion, so daß sie noch nach Stunden mit Blausäuredämpfen durch­schwängert waren. Ein Zeichen für die Feigheit der Aufrührer war das Abstreifen der roten Armbinden in dem Auge blid, als das Näherrüden der Reichswehrtruppen gemeldet wurde.

Den Gefühlen der Einwohnerschaft gab Oberbürgermeister Eichhoff in seiner Rede vom 12. April vor der Stadtrerord­netenversammlung Ausdruck: Die Unordnung wuchs, die Ver­wilderung nahm zu, die Unsicherheit wurde immer größer. Schließlich schien der Einfluß der Führer völlig dahinzuschwin den und es drohte das Chaos. Da gewann in allen Schichten der Bevölkerung die Ueberzeugung breitesten Boden, daß nur die Reichswehr imstande sein werde, die Ruhe und Ordnung wiederherzustellen; auch der Kommunistenführer, Herr Mein­berg, hat das Kommen der Reichswehr für durchaus notwendig erklärt. Der Einmarsch der Reichswehr wurde von dem weit­aus größten Teil der Einwohnerschaft als Befreiung aus tiefer Not empfunden. Der Reichswehr gebührt Dortmunds Danf"

Nürnberger Gold.

Samstag,

Kein 3w

nen beden die

erblühen neue auch ein Ste

fein erzeugen.

*

Ofterpat

und Verzögeru

ben möglichst

Aufhrift halt endig unt ground fräft

* Achtung Reichsmart der tommen und a

nen.

Auch

10 Reichsmart

das männliche

in der Zeichnu fennen ist. Fi tums hat die Evangel des Kircht. amt) für Hesse traße 141( Fe

*

*

Gebühre

für Leumunds

Abjchriften je 5 zu entrichten.

fiche Innenmi für Arbeitsloje frei erklärt. nen bei nachg claffen oder e * Selfische

Self. Sauptve faft 100 Jahre tehender evan

treibt, beabsid

6. bis 8. Juli

Brobeal heulen. Es ho gen feine Ve

* Stadtt

Bug und Be Seite" und fen vorgeführ

Cine e

nalen Kongr in Washingt

Begründer d

mer, Diret

figenden des Führer der

деботь тобот

it Ehren­

Reidsreg

Verband

Klinit

Oberme

Illenau

E

Man

sich geste

D- 3uges

jeite ein

Arz erto

rüdgete

Weije a

Marburg

Unterschl

Nürnberger Trichter sind weltbekannt. Das Nürnberger Gold" aber ist erst im Entstehen begriffen und wird noch welt­bekannt werden, hat sicher eine Zukunft. Zu Nürnberg prägte seither der Goldschmiedemeister Josef Wild in seiner Werk statt Münzen mit der Aufschrift Goldmark" und der Angabe des Gewichtes an Feingold. Weil aber nur der Staat für sich das Recht in Anspruch nimmt, Münzen zu prägen, wurde dem biederen Wild auf richterliches Geheiß rasch sein Handwerk ge legt.

Was aber tut der Mann?!

Er fertigt jetzt unbeanstandet Warenstücke, die genau wie Gold­stücke aussehen, aber eine andere Aufschrift tragen, aus reinem Gold an und bringt diese Warenstücke als Nürnberger Gold" in den Handel. Auf ihnen steht ebenfalls das genaue Gewicht an Feingold. Es trägt einen ganz bestimmten und unver änderlichen Wert in sich u. ist ganz unabhängig von dem Staat, der Zeit und der Wirtschaft. Denn 100 Gramm Feingold neh men ohne jeden Anstand und ohne jedes Bedenken an der Ne ger, der Chinese, der Engländer, jeder Kaufmann in der Welt, jede Bank. Die Lehre vom Edelmetall aber und seiner na türlichen Bedeutung stammt von dem Denker Eugen Düh ring. Daß nun unsere herrschenden wirtschaftlichen Kreise dieser Lehre feindlich gegenüberstehen, ist begreiflich. Denn erlangt solch gesundes Metallgold" erst Weltgeltung, wird die ses Nürnberger Gold" Weltgeld, dann hört mit einem Schlag jede Goldspekulation auf Kosten der Völker auf. Hier sei fol gendes Zwiegespräch eingeschaltet:

,, Hannes, was sein eigentlich Bantiers, Börsianer und Fi nanziers?" Das sein die Fuchs und wir sein das Federvieh, das geroppt wird", lautete die Antwort.

Welche Bedeutung man aber dem Gewichtsgeld schon jett in Kennerkreisen beimißt, zeigt die Tatsache, daß die zu Baden­Baden von einem Ausschusse von Großgeldleuten beschlossenen Satzungen der Tributbank bestimmen, daß das Aktienkapital dieser Bank 500 Millionen Schweizer Franken, beziehungsweise 145 161 290,32 gr Feingold, eingeteilt in 200 000 Aftien gleichen Goldwertes zu betragen habe.

Will aber jemand von dieser besten und sichersten Spar kasse ,,, dem Nürnberger Cold", noch mehr wissen, so wende er sich an Herrn Oberlandesgerichtsrat F. Saar zu Ansbach a. d. Jsar, dem Vorsitzenden des Gewichtsgeldbundes.

in Mark