Nr. 72
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Mittwoch, den 10. September 1930.
Fußball.
,, Gießener Zeitung"
Turnen, Sport und Spiel.
Ergebnisse aus dem Bezirk.
Gesellschaftsspiele:
VFB. Gießen Germania Mudersbach 2: 1( 1: 0) Spvgg. 1900 Gießen VfB.-K. Marburg 1: 4( 0: 1) Tura Kassel Kurhessen Kassel 3: 5( 3: 1) VFR. Kassel VfB. Kirchhain 2: 1( 1: 0) SC. 05 Göttingen 1: 0( 0: 0) Spogg. Göttingen SpFr. Warburg FC. Niederzwehren 2: 2( 2: 0) Verbandsspiele.
-
Bezirksliga, Gruppe Süd:
FB. Odershausen Hermannia Kassel
-
-
Spielv. Kassel 4: 0( 2: 0) Borussia Fulda 1: 4( 1: 2) Germania Fulda Hessen Hersfeld 2: 1( 1: 1) Bezirksliga, Gruppe Nord:
FC. Großalmerode- SC. 03 Kassel 3: 3( 2: 1) FC. Grone Hessen 09 Kassel 0: 4( 0: 2)
1. Bezirksklasse, Gruppe Lahn: 1900 Gießen
Herborn f. G. gewonnen
Wetzlar Wiesenbach 2: 3( 0: 2)
Frohnhausen
Wallau 1: 1( 0: 1)
Germania Marburg · Breidenbach 5: 0( 2: 0)
Gruppe Fulda:
Elm Alsfeld 5: 1
Bebra
Lauterbach
Gruppe Kossel:
Schlüchtern 3: 0( 2: 0)
-
Sterbfrizz 9: 1( 2: 1)
Sportfreunde Kassel- BV. 06 Kassel 0: 0
Gruppe Südhannover:
Spyr. Einbeck
-
Weende 3: 1
BfB. Northeim Lauterberg 2: 2
Holzminden Spusp. Northeim 0: 1
Wizenhausen
2. Bezirksklasse:
Weilburg 1.
Laubach Burg 1. Dillenburg Niederscheld
Marbach
-
-
-
Osterode 1: 0
Buzzbach 1. 4: 2 Großen- Bused 1: 1( 0: 1) Manderbach 1. 3: 2( 1: 1)
-
Offenbach 6: 2
Offdilln 6: 3
Wetter 2: 2
Gladenbach Bottenhorn 1: 3
Frankenberg
-
-
Laasphe 7: 3
Wommelshausen- Biedenkopf 3: 2( 2: 1)
Gau Gießen- Wezlar:
Wezlarer SpV. 2a- Ağlar 2. 3: 3( 0: 0) Weilburg 2. Buzzbach 2. 3: 3
Laubach 2.
-
Großen- Bused 2. 8: 0( 5: 0)
SV. Harbach 1. EV. Villingen 1. 0: 2( 0: 0) Niederohmen 1. 0: 3( 0: 2) Holzhausen 8: 0( 4: 0) Niedershausen 1. 2: 5( 1: 1) Nauborn 2. 4: 2
Quedborn 1. Bissenberg 1. Nauborn 1. Schwalbach 1. Stockhausen 1. Burgsolms Oberbiel 2.
-
-
Tiefenbach 1. 2: 1( 1: 1) ( Ges.) Oberbiel 5: 0
Oberndorf 1. 2: 2( 1: 1)
-
-
-
Merenbach 1. Weilburg 3. 6: 2 Hermannstein 1. Laufdorf 1. 16: 3!! Weyl.- Niedergirmes 3. N. n. ang. Weylarer SpV. 3. Niederbiel 1. Wetzl. SpV. Lehrm. 6: 4( 1: 4) W- Niedergirmes 1. Jgd. Weylarer SpV. 1. Jgd.
-
beide nicht angetreten Löhnberg Jgd.- Tiefenbach Jgd. 4: 1 SV. Harbach Jgd. 1. Jgd. Flensungen 1: 2 Weylarer SpV. 2. Jgd. 1: 2 Wetzlar DJK. Jgd.
Gau Dill:
Herborn 2. Dillenburg 2.
-
-
Dillenburg 3. Nanzenbach 1. Medenbach 1. Würgendorf 1. Dillenburg Jgd.
Gau Marburg:
-
-
Ballersbach 1. 0: 6( 0: 4)
-
Offenbach 2. 7: 1
Oberroßbach 2. 6: 0
Haiger 1. 1: 5
Sinn 1. 2: 2( 1: 2) Weidelbach 1. 0: 4( 0: 1)
- Sechshelden Jgd. 3: 0
Odershausen 2. Sarnau 1. 0: 1 Germania Marburg 2.
-
Hartenrod 1. 3: 3
zu Tal führte und unterwegs anschwemmte. Gill oder Gülle Jauche, Pfuhl. Gülte im Süddeutschen noch gebräuchlich für Miststätte; Güllstraße in Wetzlar,„ Hof- und Dorf Gülle". Wenden wir uns nun wieder nordwärts, so gelangen wir den alten Allendörfer Pfad hinauf auf einen Höhenrücken. Hier begegnen uns die Flurnamen:„ Auf der Haide" und„ Auf der Heg". Ersterer erklärt sich leicht und zeugt von einer früheren Unkultur, letzterer ist schwieriger zu deuten, weder kommt hier eine Heege als Schonung, noch eine solche als Wehre in Betracht, vielleicht ist es nur das mundartliche„ Hiech" Höhe. Von hier aus überschaut man das Tal der„ Hagenbach", ein waldumsäumter großer Gemarkungsteil Unterbenennungen: ,, Sinnrod". Von sennigem, dürftigem Boden entlehnt.( Sennig
Wehrda 1.
Wehrda 2.
Oberrosphe 1. 7: 1 Buchenau 2. 1: 1
-
Ligfeld 1. 4: 3
FC. Wolfgruben 1. FV. Mornshausen 1. 2: 4( 1: 0) Edelshausen 1. Biedenkopf 2. 7: 1 Biedenkopf 3. Breidenstein 2.( Br. fampfl. gew.) Banfe 1. Wallau 2. 3: 1 Frechenhausen 1. Bortshausen 1. Niederwalgern 1. Marbach 2. Erdhausen 1. Bürgeln 1.
-
-
-
1
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Niederwalgern 2. 6: 1 Endbach 1. 4: 1
Cappel 1. 8: 0( 4: 0)!
Dreihausen 1. 4: 4 VfB.-K. Marburg 2. 0: 0
-
Breidenstein 1. Hesselbach 1. 3: 2( 3: 2) Breidenbach 2. Niederlaasphe 1.( B. n. angetr.) Germania Marburg 3. Sarnau 2. 3: 1 Sterzhausen 2. VfB.-K. Marburg 3. 0: 5 Bürgeln 2. Unterrosphe 1. 3: 1
Elnhausen Wolfgruben
Wehrda 1.
Mellnau
Michelbach 1: 3
Mornshausen 2: 4
Oberrosphe 1. 7: 1
Ernsthausen( E. n. angetr.) Schönstadt 1. 2: 0
Frankenberg 2.
Roda 1.
Wetter 2. 2: 1
Niederofleiden 2. Heskem 1. Ebsdorf 1.
Damm
Gemünden 1. 0:15 Leidenhofen 1. 2: 2 Cappel 2. 4: 5( 2: 2) Sinfershausen 3: 6
-
Lohra 4: 1
Erdhausen 2. 8: 2 Wommelshausen 2. 4: 0 Raumland 1. 3: 5
Mornshausen Weidenhausen Hartenrod 2. Laasphe 2. Breidenbach 1. Jgd. Frankenberg Jgd. Wehrda Schüler Frechenhausen 2. Biedenkopf 3. Niederdieten
Jugend:
-
-
Biedenkopf 1. Jgd. 0: 3 Wehrda Jgd. 1: 1 VfB.-K. Marburg Schüler 1: 2 Steinperf 1. 1: 7 Breidenstein 2.( Bdk. n. angetr.) Hommertshausen 4: 1
Frankenberg 1.- Wehrda 1. 1: 1 Frankenberg 2. VfB.-K. Marburg 2. 1: 3 Dreihausen 1. Sterzhausen 1.( St. n. angetr.) Germania Marburg 1. Odershausen 1. 1: 0 Germania Marburg 2. Ockershausen 2. 1: 3 Marbach 1. VfB.-K. Marburg 1. 3: 2 Wehrda Schüler VfB.-K. Marburg Schüler 1: 2
-
1
Aus Großen- Bused.
In Laubach absolvierte die 1. und 2. Mannschaft von hier ihre ersten Verbandsspiele. Zuerst begann das Spiel der zweiten Mannschaften. Laubach war die ungleich bessere Mannschaft, in der besonders der Mittelläufer hervorragte, und fonnte einen hohen 8: 0- Sieg herausholen. Die Busecker Mannschaft spielte ohne jeglichen Zusammenhang. Die Mannschaft muß sich mehr dem Training widmen.
Dann war das Spiel der 1. Mannschaften. Nachdem Herr Fußball- Sachbearbeiter Hugo Henkel Gießen einige Worte an die Spieler gerichtet hatte, begann das interessante Treffen. Beide Mannschaften legten ein forsches Tempo ein. Die Gäste zeigten teilweise besseres Können und ein schönes Zusammenspiel. Bald konnte denn auch die Busecker Stürmerreihe einen schönen Vorstoß ausnuten und die Partie 1: 0 stellen. Immer wieder gut vorgetragene Angriffe scheiterten an der sicher arbeitenden Hintermannschaft Laubachs. Das Tempo des Spie les ließ dann merklich nach. 10 Minuten vor Schluß fonnten die Laubacher bei einem Vorstoß den Ausgleich erzielen. Bis zum Schluß arbeiteten die Gäste noch manche Torchance heraus, Ein schöner Kampf. jedoch blieb ein weiterer Erfolg aus. Schiedsrichter Kunze- VfB. Gießen war ein guter Leiter.
Burg 1.
Manderbach 1. 3: 2( 1: 1) Manderbach als Neuling in der 2. Bezirksklasse wußte seinen Gegner zu schäzen, was wohl bei Burg nicht ganz der Fall war. Kaum hat der Schiri das Leder frei gegeben und schon zieht Burg vor Manderbachs Tor. Doch die Manderbacher zeigen sich der Situation gewachsen und der Kampf geht hin und her. Bei einem Angriff erzielten die Plazbesizer das Führungstor. Nun drückt Manderbach, um den Ausgleich zu erzwingen, dabei wird ein Stürmer von Manderbach unfair angegangen,
Jahrhunderts von der Gemeinde angekauft wurden. Bekannter ist die Aufforstung der sogen.„ Brüllochsenwiese", noch in neuerer Zeit. Die Fortsetzung des Buchwaldes ist der„, Hegstrauch", ein prachtvoller Buchenbestand, untermischt mit den schönsten Eichen der ganzen Umgegend. Es wird berichtet, daß der Ortsvorstand einmal in Zeiten drückender Gemeindeschulden mit dem Plan umgegangen sei, das Gelände zu verkaufen. Nur dem Eintreten des damaligen Gemeindeschreibers Henß sei seine Erhaltung zu danken. Für die Gemeinde würde der Verlust des Waldes von schwerwiegender Bedeutung gewesen sein, deshalb sollte ein dankbares Gedenken an seiAn den Hegstrauch nen Retter stets wachgehalten werden.
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reiht sich ,, die Mark"( Grenzwald) und die Appelsped". Unwestwärts von Gießen noch gebräuchlich.) Senne bei Pader- ter Speck versteht man, wie schon erörtert, eine Brücke, dann born, bekannter Uebungsplatz aus dem letzten Kriege. Viel- ist das Grundwort Appel", wie es auch in den ältesten kirchleicht gehört auch„ Sellnrod" im Vogelsberg und„, Seilbach" in der Treiser Gemarkung hierher. Unterhalb:„ Entenpfuhl", früherer Wassertümpel, in dem sich die Wildenten aufhielten. Irrgarten" erklärt sich wohl einfach als ein ehemaliges, schwer durchdringbares Dickichi. Jm Mönchwald, 12 Morgen groß, der im Anfang des vorigen Jahrhunderts mit dem Universitätswäldchen in der Struth an den Ahnen, der Familie Rabenau, den Herrn v. Zwierlein zu Großen- Bused, verkauft wurde.
Etwas aufwärts im Buchwald", haben wir den höchsten Punkt in der Gemarkung, nach Geometer Wißner 950 hess. Fuß = 237 Meter über dem Meeresspiegel. Weitere Unterbenennungen in der Hagenbach sind allenfalls noch: Freiacker", ein mit Abgaben nicht belastetes Grundstück,„ Freiwiese", nicht mehr gebräuchlich. ,, Spedwiese", ,, Sped"-hölzerne Rüttelbrücke über die Hagenbachsflüßchen, Hirtswiese", wahrscheinlich gan erblich wie ein benachbartes Gewann. Wie ,, Knechtswiese" an anderer Stelle zur Entlohnung des Gesindes bestimmt war, so wird die„ Hirtswiese" zur Nutzung des Hirten gehört haben. In den, die Hagenbach umgrenzenden Waldungen sind früher verschiedene lichte, angebaute Stellen gewesen. Im „ Buchwald" lassen sich noch Spuren von Grundstücken entdecken, die nach alten Grundbüchern im Anfang des vorigen
Die Bennungen Buchwald, Eichwald, Eichberg sind entleht von den früheren, außer Espen und Sahnen, einzigen Holzarten unserer Waldungen. Fichten, Tannen, Erlen u. a. ,, Hagen" ist sind erst in neuerer Zeit angepflanzt worden. die alte Form für Hain, Wald.
lichen Zinsregistern geschrieben wird, der Name eines Wafserlaufes, und tatsächlich finden sich Spuren eines solchen vom ,, Blumenweg" bis zum„ Markwald" hinauf. Der Walddistrikt ,, Appelspeck" ist durch seine Vorkommen an Manganerz und Ocker, die zum großen Teil aber in den 1870er Jahren Daneben findet sich ausgebeutet worden sind, merkwürdig. eine Kalktonart( Dolomit), welche aber ziemlich wertlos sein soll.„ Am alten Steg" bezeichnet eine Stelle, wo ehemals ein Steg das Wässerchen des Hagenbachs überbrückte. Auf dem angrenzenden Höhenrücken stürzte im Jahre 1926 ein Flugzeug,
8. Appel kommt als Benennung eines Baches mehrfach vor: Appelbach( fälschlich Apfelbach) in Rheinhessen, Appelsbeck in Westfalen usw. Indessen haftet aber doch diese Namensform vielmehr an dem angrenzenden Walddistrikt, wie auch sein anderweitiges Vorkommen z. B. ,, in der Appel" ( jälschlich mundartlich Ampel) bei Rüddingshausen bezeugt. Das ist ein etwa 4 bis 500 Morgen großer Waldbestand, ohne jegliche Spuren von Wasserläufen. Die Wermertshäuser haben mundartlich ,, die Jäbel" für Appel. Sonderbar, daß auch die, der Sage nach, von Schweinen bei dem ausgegangenen Ort ,, Appenborn" bei Odenhausen aufgewühlte Glocke, die jetzt auf dem Turm der Kirche zu Londorf hängen soll, den Namen Appel hat, desgleichen auch die, dem ehemaligen Kirchlein zu Oberseilbach entstammende und auf die gleiche Weise zu Tage geförderte Glocke, die jetzt auf dem Treiser Kirchturm hängen soll. In den Zinsregistern der Pfarrei Reiskirchen findet sich der Eintrag: ein Ader ,, vor den Appen", gibi ½ Mest Ohly, leitmäßig usw. Vielleicht waren es hier pflanzliche Gebilde.( Appenborn und Appenzell wohl abgeleitet von Apper, vergl. Appendoorn i. Holland.)
Nr. 72.
Elfmeter, den Manderbachs 1. Verteidiger verwandelt. Pause. Nach der Pause legt Manderbach mächtig los, eine Flanke von rechts geht zum Linksaußen, dieser wird vom Torwart angegangen, er schiebt den Ball zum Mittelstürmer, der ihn ins leere Tor befördert, 2: 1 für Manderbach. Burg drängt wieder um den Ausgleich und Manderbachs linker Verteidiger kann scheinbar die Führung nicht vertragen, er verursacht einen unnötigen Elfmeter, den Burg zum Ausgleich verwandelt. Burg hat jetzt mehr vom Spiel, doch alle Angriffe scheitern an Manderbachs guten Tormann. In der 78. Minute gelingt es Burg, das Führungsfor zu erzielen. Die letzten Minuten gehören noch Manderbach, doch Manderbach hat umgestellt und in der Stürmerreihe fehlt der Torschütze. Schiri Winter leitete gut.
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VfB.-K. spielte in Gießen gegen 1900 und gewann 4: 1. Germania 1. hatte die gleiche Mannschaft des FV. Breidenbach zu Gast. Die Hinterländer mußten mit einer 5: 0- Niederlage abziehen. Allerdings hätte das Resultat für die Gäste nicht so auszufallen brauchen, wenn sie es verstanden hätten, die sich ihnen bietenden Torgelegenheiten auszunuzen. Eusterling in der Germanen- Verteidigung hatte einen sehr guten Tag. Germania mußte noch in letzter Minute auf 3schoffe verzichten, wofür Lauer einsprang.
Anders machte es Wiesenbach in Wetzlar. Sie brachten infolge eines 2: 3- Sieges die Punkte mit.
In der 2. Bezirksklasse gab es ebenfalls hartnädige Kämpse. Marbach 1. Wetter 1. 2: 2.
-
Ein für Marbach sehr schmeichelhaftes Resultat.
Gladenbach 1. Bottenhorn 1. 1: 3.
In Frankenberg war die Mannschaft in guter Form und siegte über Laasphe mit 7: 3.
Kriegsgräberfürsorge und Volfstrauertag.
Im preußischen Landtag hat gelegentlich einer Debatte über den Volkstrauertag der preußische Ministerpräsident geäußert, daß die Arbeiten des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf den deutschen Soldatenfriedhöfen im Auslande wohl beendet sein dürften. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge setzte sich daher mit dem Herrn Ministerpräsidenten in Verbindung, um in einer mündlichen Aussprache die Angelegenheit zu klären. An dieser Aussprache, die vor kurzem stattfand, nahmen vom Volksbund der Präsident des Volksbundes, Reichsminister a. D. Dr. Geßler und die Vorstandsmitglieder Prof. Dr. h. c. Straumer und Dr. Eulen teil.
Der Vorstand des Volksbundes hat bei dieser Gelegenheit über den Stand der Kriegsgräberfürsorge berichtet und dem Herrn Ministerpräsidenten dargelegt, daß die für die Ausgestaltung der deutschen Kriegsgräberstätten im Auslande vom Volksbund ausgeführten Arbeiten erst zu einem Teil ange= schlossen seien. Die vom Volksbund noch zu leistenden Arbeiten würden noch mehrere Jahre angespannter Tätigkeit in Anspruch nehmen. Der Herr Ministerpräsident nahm hiervon Kenntnis und brachte zum Ausdruck, daß er diese dankenswerten Bestrebungen des Volksbundes anerkenne und nach Möglichkeit gern unterstützen werde.
Der Vorstand schilderte ferner die historische Entwicklung des Volkstrauertages und die Schwierigkeiten, die sich einer geschlossenen Feier dieses Tages bisher entgegengestellt hätten. Der Herr Ministerpräsident erklärte sich mit dem Ziel eines für das ganze Reich einheitlichen Volkstrauertages durchaus einverstanden, hielt es jedoch zunächst für erforderlich, daß der Tag reichsgesetzlich festgelegt werde. Der Vorstand bat daraufhin den Herrn Ministerpräsidenten, die für eine solche reichsgesetzliche Regelung seit vielen Jahren gemachten Bemühungen des Vorstandes und der im Ausschuß für die Festsetzung eines Volkstrauertages vertretenen deutschen Körperschaften zu unterstützen.
das auf der Reise von Frankfurt nach Hamburg begriffen war, ab und ging in Trümmer. Der Führer verlor das Leben, die übrigen Mitreisenden wurden mehr oder weniger schwer ver: letzt. An die„ Appelspec" schließt sich der Waldteil ,, Kleedrisch"( mundartlich„ Kliedräsch"). Ihm gegenüber erhebt sich von der Geilshäuser Grenze her der ,, öbigte Berg( vom Volk in ,, iäwigte" Berg umgemodelt. Weiterhin erinnern ,, Kohlkippel" und„, Rohlkaut" an ein untergegangenes, nur wenig hier im vorigen Jahrhundert noch betriebenes Handwerk, die Kohlbrennerei. Dann folgt der seit 1844 bewaldete, früher angebaute ,, Burghain", der in älterer Zeit wegen seiner sonnigen Lage der Sonnenberg" hieß. Der Name„ Burghain" weist auf eine ehemalige Burgstätte hin. Das Volk verlegt dieselbe auf die Höhe des hier steil aufsteigenden Geländes. Indessen fehlen hier alle Spuren einer einstigen Burganlage, Dagegen barg die am Fuße des Burghains sich hinziehende ,, Mauerwiese" seither noch unter der Oberfläche Reste von Grundmauern ehemaliger Gebäude. Man wird also mit mehr Recht die fragliche Burgstätte auf die Mauerwiese zu verlegen haben.
Begeben wir uns auf die Kreisstraße in der Richtung nach Geilshausen, so haben wir beiderseitig die„ Schleifäder"( so benannt nach dem abschüssigen Gelände), links ,, die Gall" ( eine unfruchtbare Dertlichkeit), rechts wieder den„ Atzenstrauch", ein bewaldeter Abhang, der, wie die weiter aufwärts sich befindliche„ Kühtränke", an ehemalige Viehweiden erinnern. Aeltere Leute kannten noch die Stelle der Franzosenbrücke", wo die Franzosen über den Talgraben gingen. Vor Erbauung der Kreisstraße führte der Verbindungsweg zwischen Beuern und Geilshausen über den Höhenrücken des Burghains und des Eichbergs nach dem„ roten Busch". Er ist auch, wie be: richtet wird, von den alten Kriegsvölkern in der Regel benutt worden.„ Junkernzipsen" an der äußersten Grenze der Gemarkung rührt von dem angrenzenden rabenauischen Waldbesitz. Von hieraus dehnt, der Bersröder Grenze entlang, südwärts sich das Waldgebiet der„ Grunbach"(„ Grünbach", fälschlich ,, Krombach") aus. In den Jahren 1923 und 1924 ist hier ein beträchtlicher Abtrieb erfolgt, 24 Morgen betragend, dessen Fläche aufgeteilt und unter gewissen Bedingungen der Einwohnerschaft zum Anbaum überlassen worden ist.
Fortsetzung folgt.


