Einzelbild herunterladen

Nr. 62.

Freiherrn Leiter der ( ohne die

den) und u feinem

egierung)

nal- Dent

mard- Tag

deutschen

scher und

Cinnerung edienen, Fiber vor:

at. Ins Der Ju reitungen ig in die ewöhnli It die Ge

jtr. 11.

rdentliche

d Grund:

r- Vereine feits ihre

stum zu

Probleme Des Real t die Ta ag, dem

Begrüßung

umar,

Althoff Stadtrat as Thema

tastrophe, wurde die Ueberdies er Häuser d Urizky, chen dem r getreten. ebiet.

che haben

Schaden

fünfzig

tag zwei Erdrutice ewalt der

in To

über

mmte und

nd wiede

erichienen.

ntsprechen

jtswiljen

nner dem

ermitteln.

ut ift, wie

o fann es

nicht mehr

trieverlay

n Prospett imjonit ge

einjenden

ichtig wie

so wider utiniertete

cht von zu

: Elegante

me von jel

rend feiner

brigen Bil

igen!

Starnberg

ffentlichteil

edeten Bil

Münchens

ur zu wenig

Berkehrsamt

enden. Dess

Reisebüros

Gießen.

Gießener Zeitung

Erscheint Mittwochs und Samstags. Bezugspreis 2,40 M vierteljährlich frei ins Haus. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rüd­sendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.

43. Jahrg.

-

Politische Rundschau.

Der Herr Reichspräsident empfing anläßlich der zur Zeit in Berlin stattfindenden Weltbundtagung des Jugendbundes für entschiedenes Christentum die Herren D. Poling, D. Kelly und Pfarrer Schürmann.

General Walter Reinhardt, der letzte Preußische Kriegs­minister und Erste Chef der Heeresleitung des neuen Heeres, ist am Freitagnachmittag nach schwerem Leiden gestorben.

Nach einer offiziellen Mitteilung hat das Schiedsgericht in Lausanne entschieden, daß Deutschland 48 Mill. Goldmark an Portugal für die während des Weltkrieges in den portugiesischen Kolonien angerichteten Schäden als Entschädigung zu bezahlen hat.

In Angora unterzeichneten Geheimrat Bamberger und der türkische Arbeitsminister den Kreditlieferungsvertrag mit der deutschen Industrie. Der Vertrag sieht Lieferungen über 40 Mil­lionen Mark vor. Die Kreditsumme ist in sechs Jahren rück­zahlbar.

Sämtliche Mitglieder der deutschnationalen Fraktion im Dresdener Stadtverordnetenkollegium sind aus der Deutsch­nationalen Volkspartei ausgetreten und bis auf einen zur Kon= servativen Volkspartei übergegangen.

Aus der Besprechung zwischen Bundeskanzler Dr. Schober und den beiden bevollmächtigten Bundesführern der Heimwehren am Donnerstag ist als wichtigstes Ergebnis festzustellen, daß die Aufhebung der Ausweisung des Majors Pabst in allernächster Zeit erfolgen und daß Pabst ohne örtliche Beschränkung seines Aufenthaltes nach Oesterreich zurückkehren wird.

Der polnische Staatspräsident ist am Freitag nach Gdingen abgereist, wo er sich zum Gegenbesuch des estländischen Staats: ältesten nach Reval einschiffen wird. Außenminister Zaleski wird ihn auf seiner Reise begleiten.

Das russische Außenkommissariat ist zum Abschluß von Ver­handlungen mit der italienischen Regierung über den Abschluß cines neuen russisch- italienischen Freundschaftsvertrages beauf­fragt worden.

Der große Faschistische Rat hat den faschistischen Verband der Provinz Bozen ermächtigt, Einheimische, die ihren Militärdienst vollendet haben, auf ihren Antrag in die Faschistische Partei aufzunehmen. Von dieser Möglichkeit haben, italienischen Blät­termeldungen zufolge, bis jetzt rund 500 junge Leute Gebrauch gemacht.

Die Lappoleute haben in einer Sigung beschlossen, daß sich tein leitender Mann der Lappobewegung als Reichstagskandidat aufstellen lassen dürfe.

Argentinien hatte gegen die neuen nordamerikanischen Ein­suhrzölle protestiert, namentlich gegen die Belastung von Lein­jaat. Im Gegensatz zu den meisten anderen Staaten hat der argentinische Einspruch Erfolg gehabt.

Der Präsident Columbiens, Dr. Enrica Herrera, hat heute jein Amt angetreten. Er ist der 51. Präsident des Landes.

Ein Wort zum Wahlkampf.

Das Deutsche Ausland- Institut Stuttgart schreibt: Das Ringen der Kräfte um innere Neugestaltung unseres Staates hat begonnen. Wahlversammlungen werden der Schau­platz heftiger Auseinandersetzungen parteipolitischer Art sein. Sie mögen nötig sein; aber mindestens ebenso notwendig ist es, daß der Mahnung unseres allseits verehrten Reichspräsidenten gemäß auch der Gedanken und Ideen gedacht wird, die unser Bolk über alle Gegensätze hinweg einigen. Darum ergeht die Bitte an alle Redner, welcher Richtung sie auch angehören mögen: Vergeßt nicht diejenigen Deutschen, die jenseits der Reichsgrenzen leben und die mit vollstem Einsatz ihrer Persön­lichkeit, oft ihres Hab und Gutes, bisweilen sogar ihres Lebens für unser Volkstum einstehen! Gedenket ihrer Leistungen und bres Opfermutes; erinnert die in der sicheren Hut des Reiches Geborgenen daran, welche Stürme draußen wehen, denen es trotzen gilt. Die Fürsorge für die Deutschen draußen ist Pflicht jeder Partei, jeden Standes, jeder Weltanschauung, sie sei auch jonit durch Schranken aller Art voneinander getrennt! Selten ist eine so gute Gelegenheit gegeben, weiteste Volfskreise auf die Notwendigkeiten einer inneren Verbundenheit aufmerksam zu machen! Und es wird sich lohnen: einmal wird das Ausland­deutschtum, das unsere inneren Kämpfe so aufmerksam verfolgt, dank bar sein für das Gedenken; dann aber werden wir Reichs­deutschen auch im härtesten Streit daran erinnert werden, daß wir alle gemeinsame Güter zu verteidigen haben, die der steten Gefahr des Verlustes ausgesetzt sind, wenn wir nicht in den ganz großen Fragen der Gestaltung unseres Volks- und Staatsschick­ils zusammenhalten!

( Gießener Tageblatt)

Drud und Verlag von Albin Klein in Gießen. Geschäftsstelle: Gießen, Südanlage 21. Fernsprecher Nr. 2525 und 2526. Postscheckkonto Nr. 69 530 Amt Frankfurt a. M.

Samstag, den 9. August 1930

Zeichen der Zeit.

2757 000 Arbeitslose.

In der Zeit vom 16. bis 31. Juli ist die Arbeitslosenziffer erneut bedrohlich gestiegen. Die Zahl der Hauptunterstützungs­empfänger ist in der Arbeitslosenversicherung auf über 1 497 000, in der Krisenunterstützung auf 403 000 gestiegen. Damit hat die Belastung in beiden Einrichtungen einen Stand erreicht, der höher als eine Million über dem der gleichen Vorjahrs­zeit liegt. Unter Einbeziehung der bei den Aemtern einge­tragenen Arbeitsuchenden ergibt sich insgesamt eine Ziffer von 2 757 000 Arbeitslosen.

12000 neue Arbeitslose in Berlin.

Die Zahl der Arbeitslosen betrug am 1. Juli in Groß­Berlin 336 935. Innerhalb eines Monats hat sich die Zahl um 12 000 erhöht. Unter den Arbeitslosen befinden sich nicht weniger als 32 000 kaufmännische Angestellte.

*

190 000 Arbeitslose in Hessen und Hessen- Nassau. Ueber die Arbeitsmarktlage in Hessen und Hessen- Nassau berichtet das Landesarbeitsamt Hessen, Frankfurt a. M.: Die Verschlechterung der Arbeitsmarktlage hat auch in der zweiten Julihälfte angehalten. Die Zahl der Arbeitsuchenden ist auf 189 198 gestiegen.

Nahezu 6000 Reichstagskandidaten.

Da der Aufmarsch der einzelnen Parteien und Gruppen zum Wahlkampf noch nicht beendet ist und auch der Reichswahlleiter für die Einreichung der einzelnen Wahlvorschläge eine Frist bis Ende August festgesetzt hat, so ist heute auch noch nicht die genaue Zahl der Kandidaten bekannt, die mit mehr oder weni­ger Aussicht sich um ein Mandat im deutschen Parlament be­werben werden. Immerhin geben die Zahlen der Reichstags­wahl im Jahre 1923 eine gewisse Handhabe für das Ausmaß der Parteigruppen und Kandidaten, die sich am kommenden 14. September in die Gunst der deutschen Wählerschaft zu teilen gedenken. Für die Wahlen im Mai 1928 wurden in 35 Wahl­kreisen rund 642 Kreisvorschläge eingereicht; zählt man alle Gruppen der letzten Wahl zusammen, so ergibt sich die Tatsache, daß 1928 rund 38 Parteien und Gruppen ihre Liste zur Wahl stellten. Das Ergebnis der letzten Wahl ist kennzeichnend für die Sinnlosigkeit der deutschen Parteizersplitterung: Von den 38 Wahlkampfparteien gelang es nur 15, sich Mandate zu sichern. Die gewählten Abgeordneten verteilten sich auf 191 Kreiswahl­vorschläge und 12 Reichslisten. Das bedeutet mit anderen Wor­ten, daß 451 Kreiswahlvorschläge und 19 Reichslisten bei der Wahl völlig leer ausgingen.

Dem stattlichen Aufmarsch der Parteien bei der letzten Wahl entsprach natürlich auch das Heer der Kandidaten, die den Wählern präsentiert wurden. Zählt man auch diejenigen Be­werbernamen mit, die auf der Liste der kleineren Parteien die letzten Stellen einnahmen, so kommt man zur der Feststellung, daß für den Reichstag im Jahre 1928 rund 5680 Kandidaten sich bewarben, von denen nur 491 ihr Ziel erreichen konnten! Dieses trübe und lächerliche Bild dürfte sich im Laufe der nächsten Wochen sogar noch etwas bunter erneuern. Eine wenig erfreu­liche Tatsache.

*

30 und etliche Parteien.

Berlin. Das Fiasko der Einigungsbemühungen innerhalb des bürgerlichen Lagers hat neben seinen bedenklichen Erschei­nungen doch das eine Notwendige gebracht, daß nunmehr die Wähler wissen, woran sie sind. Eine einheitliche Bürgerfront ist gescheitert. Die Parteien werden getrennt in den Wahlkampf marschieren. Neben den Nationalsozialisten, den Deutschnationa­len, den drei Splittergruppen der Rechten, der Deutschen Volks partei, der Wirtschaftspartei, dem Zentrum, der Bayerischen Volkspartei und den Kommunisten werden rund 2 Duhend Splitterparteien mit eigenen Wahlvorschlägen an die Deffent­lichkeit treten.

Die bürgerliche Mitte gescheitert.

Berlin. Alle Versuche, einen Schritt vorwärts zu kommen, sind gescheitert, zunächst unter den Gruppen der Volkspartei, des Landvolkes und der Volkskonservativen. Der Vertreter des Landvolkes, Dr. Gerricke, gab die Erklärung ab, das Landvolk sei einmal mit seiner Organisation nicht fertig, sei außerdem doch wirtschaftlich interessiert und unterscheide sich dadurch wesentlich von den übrigen Parteien. Infolgedessen sei er nicht imstande, irgendwelche Bindungen durch einen gemeinsamen Wahlaufruf oder durch Festlegung seiner fünftigen Politik zu übernehmen. Darauf zog sich auch die Wirtschaftspartei zurück, indem sie da­rauf hinwies, daß sie ja auch sehr starke berufsständische Inter­essen hätte. Allein aber wollten auch die Volkskonservativen nicht bleiben, so daß die ganze Verhandlung auseinanderbrach.

( Neueste Nachrichten)

Anzeigenpreise: die 30 mm breite Petitzeile auswärts 24 Pfg.. lokal 12 Pfg., die 90 mm breite Reklame- Petitzeile 96 Pfg. Platz­vorschriften ohne Verbindlichkeit. Bei Wiederholung Rabatt. Für Vollklischee- Anzeigen außerdem besondere Ermäßigung.

Nummer 63

Um die Osthilfe.

Berlin. Die Verhandlungen des Reichskabinetts über die Durchführung der Osthilfe sind nur teilweise zum Abschluß ge­kommen. Es wurde mit Preußen Einigung über die Frage des Vollstreckungsschutzes und die Einrichtung der zu seiner Durch­führung nötigen Landstellen erzielt.

Zollverhandlung mit Bolen abgelehnt.

Warschau.

Die polnische Presse veröffentlicht die am 4. August überreichte Antwortnote der Reichsregierung auf die polnische Note vom 15. Juni, in der Polen angesichts der deut­schen Zollerhöhungen neue Zollverhandlungen mit Deutschland forderte. In der deutschen Antwortnote werden neue Zollver= handlungen unter dem Hinweis auf die grundsätzliche Gleich­artigkeit der von Polen beanstandeten Zollerhöhungen sowie auf den deutschen Landwirtschaftsfrieden abgelehnt.

Deutsches Eigentum in Frankreich freigegeben

Der Bund der Auslandsdeutschen teilt mit: ,, In dem am 17. Mai d. J. in Kraft getretenen deutsch- französischen Abkommen hat die französische Regierung sich verpflichtet, das noch nicht liquidierte deutsche Privateigentum bis zum 17. August d. J. freizugeben. Es ist anzunehmen, daß die französische Regierung die Berechtigten unmittelbar von der Freigabe unterrichten wird. Nur soweit es sich um freizugebende Wertpapiere handelt, werden diese voraussichtlich mit einem Verzeichnis der deutschen Eigen­tümer der Reichsregierung ausliefern. In diesem Falle wird die Verteilung an die Eigentümer durch die Reichsbehörden er­folgen.

Die soziale Belastung der Städtr.

Berlin. Der Reichsstädtebund untersucht zurzeit die Höhe der Belastung der Städte durch Wohlfahrtserwerbslose und Kri­senunterstützte im Rechnungsjahr 1929. Nach den bisher vorlie­genden Angaben von nahezu 500 Städten bis zu 25 000 Ein­wohnern sind die Fürsorgeausgaben 1929 um etwa 18 v. H. höher gewesen als in den Haushalten vorgesehen war. Dieser Aus­gabensteigerung stand eine Steigerung der Einnahmen um etwa 16 v. H. im Vergleich zu den Voranschlägen gegenüber. Der aus Steuern usw. aufzubringende Zuschußbedarf der Städte betrug rund 19 v. H. mehr als veranschlagt. Die prozentuale Steigerung des gemeindlichen Zuschußbedarfs gegenüber den Voranschlägen war also höher als die prozentuale Steigerung der Ausgaben und Einnahmen.

Die Deutsche Reichspost im 1. Vierteljahr 1930.

Berlin. Die Deutsche Reichspost veröffentlicht soeben ihren Bericht über das 1. Vierteljahr( April bis Juni) des Rechnungs­jahres 1930. Der Postverkehr ist im Vergleich zum Vorjahre im allgemeinen etwas zurückgegangen; der Briefverkehr und der ge­samte Geldverkehr weisen Steigerungen auf. Jm Telegramm­verkehr haben die Brief- und Blitz- Telegramme wenig, die Schmuckblatt- Telegramme erheblich( um 20 Prozent) zugenom­

men.

Die Zahl der Rundfunkverleihungsinhaber hat sich wie alljährlich in der wärmeren Jahreszeit etwas verringert. Im Vorvierteljahr wurden 248 Schwarzhörer rechtskräftig verurteilt.

Die Trierer Separatistenstürmer vor Gericht. Trier. Vor dem hiesigen Sonderschöffengericht fand die dritte der Verhandlungen gegen Separatistenstürmer statt, die sich an den Tumulten anfangs Juli beteiligt hatten. Bei zwei der Angeklagten erkannte das Gericht entsprechend dem Antrag des Staatsanwaltes auf drei Monate Gefangnis. Zwei weitere Angeklagte erhielten drei Monate und sechs Wochen Gefängnis, bezw. sechs Monate Gefängnis. Sämtlichen Angeklagten wurde eine Bewährungsfrist von zwei Jahren mit Aussicht auf Straf­erlaß zugebilligt.

60 Bombenflugzeuge gegen die Afridis. Beschawar. Sechs Bombenwerfergeschwader, bestehend aus 60 Flugzeugen, werden gegen die auf Peshawar heranrückenden Afridi- Stämme von den Engländern eingesetzt. Die Afridis rücken in Stärke von schätzungsweise 5000 Mann durch das Bara­Tal, südlich des Khyber- Passes, vor. Sie konnten bisher in ihrem Vormarsch nicht aufgehalten werden, zumal das Wetter unsichtig war, was die Tätigkeit der Bombenflugzeuge start seeinträch­tigte.

-

Grubenunglück in Westfalen. Zwei Tote. Redlinghausen. Auf der Zeche Ewald- Fortsetzung in Erken­schwid erfolgte am Donnerstag vormittag gegen 10 Uhr bei Schießarbeiten ein Einsturz. Dabei wurden mehrere Bergleute verschüttet. Nach den bisherigen Feststellungen fanden zwei Steiger den Tod, während ein Schachtmeister schwer verletzt wurde.