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Nr. 8

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Mittwoch, den 8. Oktober 1930.

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Ergebnisse aus dem Bezirk.

Gesellschaftsspiele:

Hessen Hersfeld

Kurh. Kassel 1: 3

Ettingshausen Laubach 3: 2( 2: 2) Oberbiel 2. Leun 3: 2

Schwalbach 1. Wetzl. SpV. 3. 1: 1( 0: 0) Niederweidbach 1. Bischoffen 2. 5: 3( 4: 0) Cappel 2. Dreihausen 2. 1: 0

Bezirksliga:

Spielverein Kassel Herm. Kassel 3: 2

-

Germania Fulda 3: 0( 1: 0) Sport Kassel 3: 1

ViB. Gießen

Borussia Fulda

Odershausen

-

BfB.-K. Marburg 4: 1( 1: 1)

Großalmerode Grone 3: 1

Einbeck 05

Hessen Kassel 3: 0

SC. 03 Rassel- 05 Göttingen 5: 3

1. Bezirksklasse:

,, Gießener Zeitung"

Sport und Spiel.

Holzhausen 1.

Nauborn 1. 2: 3 Leihgestern Garbenteich 2. 11: 0( 5: 0) 1900 4. Garbenteich 1. 1: 2( 1: 2) 1900 3.

VfB. 3.

Daubringen 2. 4: 0( 1: 0) Bieber 3: 2

Stangenrod Flensungen 2: 3( 0: 1) Niederohmen 2.

Homberg 1: 6

Büblingshausen SC. Wetzlar 3. 7: 2 Schwalbach Weylarer SV. 3., ausgef. Schiedsr. Nauborn 2. Hermannstein 1. 2: 5( 0: 2) Dutenhofen 1., 2. n. angetr.

Laufdorf

Bistirchen 2. Holzhausen 2.

Stodhausen Tiefenbach Oberbiel 2. Gräveneck

- Weglarer SpV. 3a 1: 3 Niederbiel 0: 0

Braunfels 2. 1: 2 Oberndorf, ausgef. w. Schiedsr. Leun, ausgef. Schiedsr. Essershausen 5: 0( 3: 0)

Niedergirmes 1. Tiefenbach 1.

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Jugend:

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Germania Marburg

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1. Gauklasse:

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Cappel 1.

8: 7

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Wallau 1900 Gießen 5: 3( 2: 0)

Wiesenbach Germania Marburg 0: 1

Frohnhausen

Wetzlar 1: 2

VfB. Kassel Niederzwehren 0: 6

Horas Elm 1: 2

Alsfeld- Schlüchtern 7: 2

Melsungen Frizlar 5: 1

BC. 06 Kassel Sportfr. Warburg 6: 2

Sportfr. Kassel Tura Kassel 0: 1

2. Bezirksklasse:

Weilburg Ehringshausen 3: 3( 1: 2)

Großen- Bused, ausgef.

Löhnberg Butzbach 4: 1( 2: 1)

Aßlar

Wetzl. SpV. 1. ausgef.( Platz) Oberndorf 1. 6: 0 Gau Marburg.

Germania 2., ausgef.( Schiedsr.!) Marbach 2. 1: 1

Niederwalgern 7: 1

Hartenrod 3: 1( trotzdem f. E. verl.)

VfB.-K. 2. 3: 7

Erksdorf Kirchhain 1. 1: 1

Spedswinkel Langenstein 0: 2

Bürgeln

Buchenau 4: 1

Breidenstein-Banfe 4: 1( 2: 0) Niederlaasphe Edelshausen 5: 4

Hesselbach 1: 9( 0: 7) Niedereisenhausen 4: 1( 2: 0)

Lirfeld Obereisenhausen 2: 1

Biedenkopf 2.

Frechenhausen

2. Gautlasse

VB.-K. 3.

Buchenau 2.

Sterzhausen 2.

Sterzhausen 1.

Mornshausen

Friedensdorf

Spiel: gew, unent. verl. Tore Punkte

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11:10

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0

10: 9

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Wolfgruben

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8: 4

3: 1

Schönstadt

1

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7: 4

3: 1

Roda

1

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9:10

3: 3

Gemünden

3

1

0

2

5: 9

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3: 5

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4: 7

0: 4

Wommelshausen Allendorf 8: 3

Wetter Frankenberg, ausgef. Play

Biedenkopf Bottenhorn 1: 4

12

Unterrosphe, U. nicht angetr. Germania 3. 0: 3

Wehrda 2. 0: 3

Michelbach 8: 0

Elnhausen 3: 0

Goßfelden 6: 0( 2: 0)

Caldern 3: 2( 1: 1)

Cölbe 1. 2: 3

Mellnau 3: 3

Schweinsberg

Niederofleiden 1. 8: 0

Betiesdorf 4: 1

Cappel 2. Dreihausen 2., ausgef. Schiedsr. Niederwalgern 2. Hestem 2: 5 Erdhausen, E. nicht angetr. Sinfershausen Damm Mornshausen 2: 4 Weidenhausen Lohra 6: 3 Wommelshausen 2.

Breidenstein 2. Niederdieten

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Laasphe 6: 1( 4: 1)

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Marbach 3: 1

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S. Cadenbach

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Jugend:

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Wommelshausen

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Gauklasse:

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Offenbach 2: 3 abgebr.

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Burg Niederscheld 5: 1( 4: 0)

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Manderbach Merkenbach, Me. nicht angetr.

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Weilbung 2. Ehringshausen 2. 5: 2( 3: 0)

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Azlar 2. Großen- Bused 2., ausgefallen

Löhnberg 2.

Butzbach 2. 2: 1( 1: 1)

SC. Wezlar 2. Weklarer SpV. 2., SpV. nicht angetr.

1900 2. fB. 2. 2: 1

Daubringen 1.

Niederweisel

Grünberg 1. Biskirchen 1.

Niedershausen Burgjolms 1.

Steinbach, St. n. angetr.

Lollar 2: 4( 0: 4)

Quedborn 1. 4: 2( 0: 1)

Weylarer SpV. 2. 1: 2 Bissenberg 2: 2

Oberbiel 1., ausgef.

Der große Tag von Dresden!

Von Heinz Dietrich, Görlitz.

Endlich begann dieser 28. September. Man ist kaum in der Lage, das in Worte zu fassen, was sich da an diesem Tage da draußen auf dem Kampffelde des Dresdener Sportclubs creignete. Auf Enttäuschung und Bitterkeit folgten 45 Minu ten Jubel und Freudenausbrüche. Weit über 40 000 waren Zeuge eines heldischen Kampfes. Es war erhebend, als in der zweiten Hälfte die Menge immer wieder Gelegenheit fand, Deutschlands Kämpfer mit Beifall zu überschütten. Immer wieder ertönte der Ruf von der Tribüne herab: Ra, Ra, Ra, Germania. Vieles gab es aber noch vorher zu schauen, große Eindrüde überkamen mich schon am frühen Morgen. Raum be­gann es zu tagen, als auch schon die ersten Enthusiasten die Stadt belebten. Ueberall, wo man hinjah, nur freudig ge­stimmte Menschen. Im Hauptquartier des DFB., im Palast­Hotel am Zwinger, in dem auch die deutsche Elf abgestiegen war, begann schon am frühen Morgen ein reges Leben. Als einen der ersten entdeckte man Zergert, der am Nachmittag so Großes leistete. Dann kam Richard Hofmann. Ich hatte Ge­legenheit, mit ,, Richard" einige Worte zu wechseln. Ein Hände­druck und ein herzliches Glüdauf zum Spiel ließ uns ausein­ander gehen. Weiter sah man Otto Nerz, den Mann, auf des= sen Schultern ein Großteil der Verantwortung lag. Die vor­nehme Gestalt Dr. Schriders im Gespräch mit Felix Linnemann, dem ebenso repräsentativen Präsidenten des Bundes. Alfred Birlem, der bekannte Berliner Schiedsrichter, der am Nach­mittag als Linienrichter den Leiter des großen Kampfes assi­stierte. Dann erschienen die beiden Kleinsten", Lachner, der blonde, zierliche 1860er aus München, und Albrecht, der For­tunamann aus Düsseldorf, der eigentlich Ersatz war, der aber bewies, daß er ein großer Könner ist.

Immer näher rückte die Stunde des Kampfes heran, un­aufhörlich sieht man Menschenmassen, die von nichts anderem reden, als von dem Spiele, das so erfolgreich für uns werden sollte. Herrlich war das Wetter, somit eine Vorbedingung zum Gelingen des Tages gegeben. Bereits um 8 Uhr warten die ersten vor den Eingängen des Plates, der um 10 Uhr seine Tore öffnete. Unterdessen veranstaltet der V. M. B. V. eine ein­

Buchenau 1. VFB.-K. 1. Wehrda 1.

2. Mannschaften: Offdilln

Sechshelden

Dernbach 0: 5 Steinperf 3: 3 Biedenkopf 3. 6: 1

Ockershausen 1. 5: 1 Frankenberg 1. 13: 1 Germania 1. 1: 1

Gau Dill.

Offenbach 3: 2

Herbornseelbach

Dillenburg 0: 3

Merkenbach, Me. nicht angetr.

Hörbach 4: 3( 3: 2) Haiger Frohnhausen 2., 2: 0( 0: 0) Rittershausen

Hirzenhain 6: 2

Langenaubach Allendorf 6: 3 Oberroßbach Nanzenbach 7: 0 Herbornseelbach 2. Fleisbach 2: 1 Biden Udersdorf 0: 2

Weidelbach- Wissenbach 2: 1( 1: 1) Straßebersbach

Breitscheid

Lützeln 4: 0 Eibelshausen 2: 2 Haiger 2. Frohnhausen 3. 3: 0( 1: 0) Straßebersbach 2. Dillenburg 3., 0: 2

Jugend:

Burg Merkenbach, M. nicht angetr. Langenaubach Dillenburg 1: 3 Donsbach Sechshelden, S, nicht angetr. Haiger Holzhausen 1: 2( 0: 2) Nanzenbach Weidelbach, W. nicht angetr. Straßebersbach Hirzenhain 0: 0 Breitscheid Eibelshausen 2: 2

BfB. 08 Gießen Germania Fulda 3: 0. Eine trotz des schlechten Wetters recht ansehnliche Zuschauer­menge sah einen überaus spannenden und fairen Kampf, der von dem Unparteiischen Hörner, 03 Kassel, einwandfrei und

drucksvolle Heerschau seiner Attiren in Gestalt eines Stern-, marsches, der im Zwinger endet. Nun ist allmählich der Zeit­puntt gekommen, hinaus zu wandern ins Ostragehege. Man betritt den Plah, der schon Tausende und Abertausende in sich aufgenommen hat. Unaufhörlich wälzen sich Menschenschlangen in die Stätte, die einen solchen Kampf noch nicht gesehen. Es crscheinen zum Vorspiel zwei Jugendmannschaften, Dresden­Stadt und Dresden- Land. Die Städter siegten auf Grund weit­aus besserer Leistungen 6: 1. Inzwischen füllte sich die Arena" von Minute zu Minute. Die Reichswehrfapelle verkürzt durch flotte Weisen den Tausenden die Zeit. Polizei und Sanitäter haben alle Hände voll zu tun. Die Uhr zeigt 2.30. Fieberhaft sieht man dem Ereignis entgegen. Auf der Tribüne erblidt man die Herren des Bundesvorstandes, wie Linnemann und Dr. Xandry, Gottfried Hinze, der greise Ehrenvorsitzende des Bun­Des. Weiter bemerkt man Vertreter, des Staates, der Stadt und der Reichswehr. Pünktlich 2,45 Uhr erscheinen unsere Gäste, um kurz darauf in der Kabine zu verschwinden. Wenig später treffen unsere Spieler ein.

Es ist drei Uhr! Sie kommen, es taucht das Weinrot der Magyaren auf, herzlichst begrüßt von der Menge. Die Kapelle spielt die ungarische Nationalhymne. Man salutiert. Unbe weglich stehen da drunten die Vertreter aus dem Lande des Czardas. Ungeheurer Beifall hebt an. Elf Deutsche spingen herein. Allen voran der kleine Richard Hofmann. Immer wieder hebt der Jubel an. Die Klänge des Deutschlandliedes rauschen über den Play, man erhebt sich und singt mit. Man fühlt im tiefsten Innern, hier auf der Stätie des Fußballs gibt es auch so etwas wie Vaterlandsliebe und Begeisterung zum Deutschtum. Der feierliche Moment ist vorüber, immer wieder grüßt man die 22 da unten, die uns 90 Minuten zu­sammenfassen. 45 Minuten zu einer Einheit der Enttäuschung und 45 Minuten zu einer Begeisterung. Die Photographen arbeiten unaufhörlich. Endlich ruft Andersen, der Däne, zur Wahl. Richard" führt die deutsche Elf, die Gäste stoßen an. Herrliche Kampsbilder rollen da unten vor unseren Augen ab. Blikschnell wechseln die Situationen. Immer wieder reißt Man ist faj der Ex- Meeraner die Stürmerreihe nach vorne. fungslos und freudig bewegt zugleich über das, was dieser Spieler uns an hohem technischen Können vor Augen führt. Haarscharf fligen seine unvergleichlichen Vorlagen zu den Flü­

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forrekt geleitet wurde. Um es gleich vorweg zu sagen, VfB. war seinem Gegner technisch und auch förperlich überlegen; der Gast geber zeigte sein bestes Spiel seit Beginn der Verbandsspiele. Die Arbeit des ehemaligen Ligakämpen W. Möller, der die Ligamannschaft wie in alten Zeiten betraut, zeitigt ihre Früchte. VfB. trat komplett an, jeder war auf seinem Posten. Durch diesen Sieg hat sich der VfB. in die Spitzengruppe der Tabelle vorgeschoben, die er mit Borussia Fulde und VfB.-K. Marburg ( jeder 6 Pluspunkte) hält.

Das Spiel jah zuerst die Gäste etwas im Vorteil; diese ka­men oft in bedrohliche Nähe des Tores, in dem der jugendliche Balser aber eine sehr gute Partie lieferte. VfB. machte sich aber bald frei und errang nach 10 Minuten Spielzeit das erste Tor. VfB. spielte von nun an stets leicht überlegen. Die Vor­stöße der Germanen wurden 3. T. schon von der gut spielenden Läuferreihe des VfB. abgestoppt. Nach der Pause mußte sich VFB. einiger gefährlicher Angriffe der Gäste erwehren. Aber als in der Mitte der zweiten Halbzeit der Halblinke des VFB. den 2. Treffer erzielen konnte, war es um die Germanen ge­schehen. Kurz darauf fiel noch ein 3. Treffer durch den Halb­rechten.

Die Gäste zeigten ein gefälliges Spiel, sie stellten eine tüch­tige Elf, aus der einige gute Könner hervorragten, insbeson dere der Torwart und der Mittelläufer. Vom VfB. verdienen erwähnt zu werden Haupt auf Rechtsaußen, Kreß als Mittel­läufer und Balser als Torwart.

Wallau 1900 Gießen 5: 3( 2: 0)

Die ersatzgeschwächten 1900er mußten in Wallau eine ver. diente Niederlage einstecken. Und auch hier haben sie wieder einen ihrer besten Leute, Langsdorf, durch Herausstellung auf einige Sonntage verloren. Die Blauweißen zeigten in Wallau einen technisch guten Fußball und vor allen Dingen spielte die Mannschaft im Rahmen des Erlaubten. Am besten gefallen hat der sonst im Sturm spielende linke Verteidiger Balser, der oftmals ruhig und sicher die gefährlichsten Situationen tlärte. Nach ihm ist Adelberger zu nennen, der ohne Zweifel der beste Stürmer war, von seinen Nebenleuten aber oft zu wenig ver­standen wurde.

Die Geschichte der Tore: Nach ungefähr 10 Minuten Spiel­zeit geht der Wallauer Rechtsaußen Schwarz, gut vor, gibt dem Halbrechten ab, dieser paßt zur Mitte und blitzschnell hat Bonader 2 eingelenkt. Kurz vor Halbzeit schicht dann Schwarz das zweite Tor. Nach der Pause, drückt zunächst Gießen start. Es dauert auch nicht lange und schon hat Adelberger das erste Tor geschossen. Kurz darauf Ausgleich durch Elfmeter. Sofort und das danach aber schon wieder Elfmeter für Wallau Führungstor ist wieder fertig. Dann erfolgt die Herausstellung von Langsdorf und kaum ist derselbe vom Platze, da hat Wallau schon sein 4. Tor durch Runkel erzielt und da der Linksaußen nicht zurüchstehen wollte, schoß er in der 78. Minute das 5. Tor. Das schönste Tor erzielt dann Adelberger in der 83. Minute durch wundervollen Kopfball.

Uus Daubringen.

Am Sonntag wartete die erste Elf des Sp. Cl. 21 Daubrin­gen vergebens auf ihren Verbandsspielgegner, Steinbachs 1. und gewann somit die Punkte kampilos.

Die zweite Mannschaft weilte mit nur 9 Mann in Gießen bei 1900 3. Sie verlor mit 4: 0 Toren.

Niederweisel 1.

Lollar 1. 2: 4( 0: 4)

Sonntag fonnte L. in Niederweisel nach fast dauernd über­legenem Spiele verdienter Sieger bleiben. Schon bis Halbzeit haben die Lollarer 4 Tore vorgelegt. Nach Seitenwechsel legt aber N.-W. eine solche Härte in das Spiel, daß der Schieds­tichter bald 3 Mann des Platzvereins hinaus stellen muß. N.-W. drückt 10 Minuten starf, und kann durch Handelsmeter bald ein Tor ausholen. Dann schnürt Lollar seinen Gegner vollständig ein, ein 5. Tor fann wegen Abseits nicht gegeben werden. Zu seinem 2. Tore gelangt N.-W. aus einem Gedränge vor dem Tore Lollars.

Aus der Untergruppe Grünberg.

In Grünberg ftanden sich gegenüber F. C. 26. 1. Mann­schaft Queckborn 1. Der Platzverein hatte reichlich Ersatz in seinen Reihen und mußte somit den Gästen bis Halbzeit die Führung überlassen. Nach Seitenwechsel rissen die Schwarz­Weißen sich zusammen und so ertönte der Schlußpfiff beim Starde von 4: 2( 0: 1). Der Schiedsrichter Weigel leitete sehr gul. Die Laubacher Teutonen weilten zum Gesellschaftsspiel in Ettingshausen und blieben 3: 2( 2: 2) Sieger nach hartem Kampi. Flensungen- Müde siegte über Stangenrod 3: 2( 1: 0). Germania Homberg spielte gegen Nieder- Ohmen 2. 6: 1. weka.

Weglar- Weilburger Brief.

1. Bezitistlasse. Wetzlarer Sportvereins Ligisten im Dill­freise bei Oranien" Frohnhausen. Die Gäste- Mannschaft siegte fnapp mit 2: 1 Toren.

geln. Man konstatiert in hellster Freude, Deutschland gibt den Ton an. Doch gar bald entdeckt man einzelne Schwächen, wie Burkhardt, Lachner und hie und da auch Ludwig. Die Ungarn tommen auf. Schütz arbeitet bravourös. Seine Kopfstöße er­weden Begeisterung. Richard" sieht man hinten und vorne. Glänzende Arbeit der Magyaren, unglaubliche Präzision im Ballaufnehmen und abgeben, jo läßt es nicht Wunder neh­men, daß Tore fallen müssen, sie fallen jedoch unerwartet schnell. Dreimal war es Facacz, der das Leder an Arch vor­beidirigiert. Unjazzbar das Geschick, das da über unsere durch­aus nicht schlechten Spieler hereingebrochen ist. Aus tiefste nie­dergeschlagen und erschüttert ist das weite Rund. Die lebhaften Rundgebungen verstummen, groß und verständlich ist die Freude bei unseren Gästen. 0: 3! Unmöglich ist es, auch nur an ein remis zu glauben. In der Bause hat man Gelegenheit, noch­mals über die Tragik des Geschehens Betrachtungen anzustellen. So sehr sich auch die Kapelle bemüht, Stimmung aufkommen zu Lassen, die Masse ist enttäuscht.

Sie fommen wieder, zuerst die Ungarn, dann die Unseren. Es beginnt! Deutschland ist sofort wieder im Angriff, die Mannschaft ist wie umgewandelt. Albrecht zeigt ein glänzendes Spiel. Da. Richard Hofmann hat den Ball. Bligschnell siehi man ihn, zwei, drei Gegner hinter sich lassend, dem Ungarntor zustürmen. Flach jaust der Ball in die Maschen. Groß ist der Jubel. Immer wieder jetzt sich Albrecht durch. Wieder braust ein Orkan des Beifalls über den Plaz, Wigger!", Hofmann, verringerte auf 2: 3. Wenig später ist der Gleichstand hergestellt. Ludwig war es, der trog jeiner Verlegung diese Glanzleistung vollbrachte. Gar bald heißt es 4: 3 durch den kleinen Lachner, und wieder ist es Ludwig Hoffmann, der zum 5: 3 einsendet. Man ist außer sich vor Freude, einen solchen Sieg miterleben zu dürfen. Das Spiel neigi dem Ende zu. Tausende drängen an ten Rand des Spielfeldes, endlich kommt der erlöfene Pfiff. Man stürmt herein auf die Unseren zu. Alle, alle, die so ge­siegt, sieht man auf den Schultern begeisterter Menschen. Es war einer der tiefsten Eindrücke, die ich je erhielt. Der Tag geht zu Ende, golden verneigt sich die Sonne im Westen. Noch einmal sieht man im Hotel die Spieler, noch einmal drückt man Leinberger und Richard Hofmann die Hand. Jezi heißt es wie­der zurück in das Graue es Alltags! Dresden- Görlig. Fuß­ball- Deutschland hatte einen großen Tag!