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Mittwoch, den 8. Januar 1930.

für W. scheidet Benner I wieder aus. Bei einem Zusammen­prall des W. Mittelläufers mit einem G. Spieler entscheidet der Schiri Strafstoß für G., welcher im Anschluß zum 5. Tor burch Adelberger in der 83. Minute ausgenutzt wird. Das Spiel bleibt weiter hart. Waldschmidt- Wetzlar muß nach mehreren Verwarnungen das Feld verlassen, so daß W. die kurze Zeit bis zum Schluß nur noch mit 9 Mann auf dem Felde ist.

Gießen gewann verdient, einen großen Anteil hat an seinem Siege der linke Läufer Kaz, welcher in fairster Weise durch dachtes und genaues Abspiel von Anfang bis zum Schluß zeigte, sowie der Halbrechte Zeiler, welcher in der ersten Hälfte den G. Sturm wuchtig, fraftvoll nach vorne riß und dadurch zu Torerfolgen verhalf. Die gesamte Mannschaft verdient im übrigen ein Gesamtlob. Das Hintertrio arbeitete ruhig und ficher, die anderen Läufer fielen neben Rah nicht ab, und der Sturm erfreute durch einheitliche Leistungen. Neben Zeiler seien Adelberger und Heilmann besonders genannt.

Der Wetzlarer Hüter war sehr gut. Durch das Ausscheiden von Benner I ist über die Verteidigung alles gesagt. Benner II fonnte die Niederlage trotz aufopferndem Spielen nicht verhin­dern. Die Läuferreihe kam erst in der zweiten Hälfte in Schwung, doch war ihr Arbeiten bei dem schlechten Sturm ohne Ausnahme vergebens. WZW.

Germ. Marburg 2. Bezil. Odershausen 2. Bezkl. 2: 4( 1: 4). Als obiges Ergebnis bekannt wurde, wollte wohl niemand glauben, daß die Germanen tatsächlich auf eigenem Platze so eindeutig geschlagen worden seien, denn etwas mehr hätte man der doch als technisch besser bekannten Germanenelf zugetraut. Aber dieses Spiel beweist wieder einmal, daß der Wille zum Sieg und nie erlahmender Eifer auch über die bessere Technik fiegen kann.

Als der Unparteiische Geßner von den Hessen- Preußen­Kassel anpfiff, stand die komplette Germanenliga den ohne Die­fenbach und Peil wirkenden Odershäuser gegenüber. Germania hatte zunächst mehr vom Spiel und konnte durch Adorf, der eine Flanke von rechts einköpfte, in Führung gehen. Langsam gestalteten die Vorstädter das Spiel offen und glichen durch Nachschuß( Zimmermann) in der 20. Minute aus. Kurz darauf fetzte Weidenbach, der Ockershäuser Mittelläufer, einen Straf­stoß direkt auf das Germanentor. Der Torhüter konnte den Ball gerade noch wegschlagen. Odershausen setzte nach und stellte das Ergebnis auf 2: 1. Seip- O. erhöhte bald danach auf 3: 1. Aus einen Rencontre Fischer- Eustergehrling resultierte der 4. Treffer für Odershausen, denn Weidenbach sandte den zu= erkannten Elfmeter unhaltbar ein. Eustergehrling mußte vom Platz. Fischer schied gehandicapt bis zur Halbzeit aus. Nach der Pause wollte Germania mit Gewalt seine Position verbes­fern, zunächst ohne Erfolg. Odershausen verteidigte stärker. Erst ein Strafstoß für Germania, den Wagner II. direkt ver­wandelte, lohnte ihr Bemühen. 4: 2. Germania drängte wei­ter, Odershausens Mittelläufer mußte für einen Augenblick ausscheiden. Als er wieder ins Spiel eingriff, konnte Oders­hausen noch manchesmal gefährlich für das Germanentor wer­ben. An dem Ergebnis änderte sich aber bis zum Schlußpfiff nichts mehr.

Odershausen hat verdient gewonnen, es stellte in Weiden­bach( M.-L.) und Tormann Muth die besten Leute auf dem Plaze. Das Spiel wurde im großen und ganzen sehr hart durchgeführt und nur der Nachsicht des im übrigen stets objek­tiven Spielleiters ist es zu danken, daß der eine und andere der Spieler beider Parteien nicht auch vom Platze gestellt wurde.

Odershausen aber hat jetzt, da seine beiden restlichen Spiele diefer Serie auf seinem Plazze stattfinden, die beste Chance auf die Meisterschaft. Die Gegner VfB. Gießen und 1900 Gießen wollen allerdings erst geschlagen sein.

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Heuchelheim 2. B.-KI.- Niedergirmes 2. B.-KI. 2: 2( 1: 1). Edenverhältnis 7: 0.

Pünktlich um 2 Uhr pfiff Schiedsrichter Busch= Butzbach, das mit großer Spannung erwartete Spiel gegen den Tabellen­ersten an. Es konnte jedoch zuerst kein flottes Spiel zustande kommen, da der Pfeifenmann heute gar zu kleinlich war. Beide Mannschaften lieferten sich in der ersten Hälfte ein gleichwerti­ges Spiel. In der zweiten Spielhälfte hatte die Platz- Elf mehr vom Spiel, wo die beste Gelegenheit zur Sicherstellung des Sieges gegeben war. Die Einheimischen mußten sich in den letzten Minuten den Ausgleich der Gäste gefallen lassen. hel".

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Steinbach 1. Steinberg 1. 3: 5( 0: 2). Vergangenen Sonntag weilte die 1. Elf zum fälligen Ver­bandsspiel in Steinbach Trotz den nicht gerade besten Platz­verhältnissen waren sie den Einheimischen technisch überlegen; hierfür spricht auch das Eckerverhältnis 7: 2 für Steinberg. Steinberg verdankt nur den gut durchdachten Vorlagen und dem schnellen und plazierten Zuspiel seinen Sieg.

Daubringen 1.- Niederweisel 1. 3: 1( 1: 1).

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Am Sonntag trafen sich die Mannschaften zum fälligen Verbandsspiel. D. mußte für seinen Linksaußen Ersatz einstellen. Gleich nach Beginn entwickelte sich ein slottes Spiel, das bis zur Pause sehr ausgeglichen war( 1: 1). Nach dem Wechsel nimmt D. das Heft in die Hand, und die Ausbeute waren zwei schöne Tore, darunter ein Elfmeter. Schiri Beine de Aßlar hatte zu jeder Zeit das manchmal sehr scharfe Spiel in den Händen P. und leitete korrekt.

Spv. 1929 Bieber 1. FC. Großen- Bused 2. Die zweite Mannschaft des FC. Großen- Buseck ließ am Sonntag schon zum zweiten Male den Neuling Sportverein Bieber, im Stich. Kein gerade sportlich- kameradschaftliches Zeichen, zumal ein junger Verein ganz besonders finanziell schwer zu kämpfen hat und man diesen durch Wettspiele unter­stützen soll, um ihm Spielerfahrung und Technik beizubringen.

Aus Nah und Fern.

Darmstadt. Der Reichsverband bildender Künstler Deutsch­lands E. V., Gau Volksstaat Hessen, hält am 25. Januar die dritte Generalversammlung in Darmstadt ab, zu der die Spigen der Behörden und Vorstände der Fraktionen geladen sind. Loka­lität und Tagesordnung werden durch persönliche Einladung bekannt gegeben.

Worms. Die Staatsanwaltschaft Worms hat sämtliche Ge­schäftsbücher, Aften und Belege der in Konkurs geratenen Wormser Volsbank beschlagnahmt, so daß zunächst irgendwelche Auskünfte über die genauen Aktiva und Passiva u. den genauen Stand des Konkursverfahrens nicht gegeben werden können.

Verleihung des großen Preises an die Verlagsfirma Georg Westermann, Braunschweig.

Auf der Weltausstellung in Barcelona hat, wie eben be­bannt geworden ist, die Firma Druckerei und Verlag Georg Westermann, Braunschweig, für Westermanns Monatshefte" und sonstige Verlagswerke, die in den eigenen technischen Be trieben hergestellt wurden, den ,, gran Premio" erhalten.

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