Einzelbild herunterladen

Nr. 36,

ezeit für das

und Angler

Den der Für Solitlinit fin Kreises Gie tt. Lungen­

Behandlung die Längen beraten.

It. Der Ge Fabrik ge

nrich Schaff Der Jubilar, Dete Fabrik ernahm, ent: vorragendem dunter Pa

irma Schaff einer geschäft auch noch ein

Stadt Gie:

ezu 20 Jahre ler und jozia:

tätig. Der

bilar in An

um Rommer

inen in dant

liede ernannt

of. Fries von eminar einen Schulwejen. jeiner letzten m Verschöne ammlung des Intrag bejagt. ehen des Ver turze Zeit

Iverjammlung ahresberichtes

en Gejangver für das aus acher hinzuge Mainz wird Gastwirte im Mai in unje g der üblichen

sungsfeier am

zu denen man

er zweite Tag wird. Am 22 En 600jährige

Silt seine dies

ntfurt ab 10. Vertreter­

gung des Ge stellt werden.

Rai in Offen

Zurnlehrer fin ürgel statt und

en Industrie u behaupten,

der Städte lechte Wirt bslosen und nalen Wohl Methode, die schluß an die aftsstelle des t darin, die

Wellensteins

nalen Fehlbe n großen Teil uftrie Steuer der Zahlung

Umfange zu damit, ver diese auf

Bilanzieru tschaft unmehr den

Kampf g

in

ragen. imt der Bor mgehung ge ch nur unter ohl angezeigt, tige Behaup Ben fönnten,

start inter

ulegen. Bor

Ten nicht vor

rie eine der

geführt habe

ie Richtigte

flichtigen Gin

die Führung Großbetricbe die außeror triebsführung alle drei Jahre

tenschaft, bor

hführung der

noch eine be

behörden ge

ter. Es bleibt

Großinduftrie

Bnahmen ihre

Werden bie

Mittwoch, den 7. Mai 1930.

Gießener Zeitung

Turnen, Sport und Spiel.

Länderkampf Schweiz- Deutschland 0: 5( 0: 4) fann Beiler nach rajchem Durchbruch und lurzem zuspiel mit

Das Fußball- Länderspiel endete mit einem überlegenen 5: 0- Sieg. Dieser zehnte Länderkampf Deutschland gegen die Schweiz war eine prachtvolle einheitliche Mannschaftsleistung der Deutschen. Kuzorra- Schalke 04 und Hofmann- Dresden 04 waren die Seele des Sturms. Kuzorra schoß nicht weniger als drei Tore für Deutschland, eines schöner als das andere.

Um die Westdeutsche Meisterschaft.

Trostrunde der Zweiten:

In Düsseldorf: Fortuna Düsseldorf Preußen Krefeld 3: 1( 2: 1). Fortuna Dusseldorf ist nun Sieger der Trostrunde der Zwei­ten und muß am 11. Mai gegen Spielvgg. 07 Sülz, dem Tabel­lendritten der Bezirksmeister- Runde, antreten; der Sieger wird dritter Vertreter Westdeutschlands bei den Spielen um die Deutsche Meisterschaft.

Ergebnisse aus dem Bezirk.

Bezirksliga und Bezirksklassen:

VfB. Gießen Union Niederrad 1: 9( 0: 5), Sa. Spvgg. 1900 Gießen SC. Ope! Rüsselsheim 1: 6( 0: 3) Germania Mudersbach BfB. Gießen 6: 3( 4: 1) VfB.-K. Marburg Wezlarer Sp. 0: 0

SC. 05 Göttingen

Spusp. Northeim 6: 0( 3: 1), Sa. SC. 03 Kassel und Kurhessen Kassel komb. Union Nie­derrad 2: 4( 1: 4)

Sport Kassel Spielverein Kassel 2: 2( 1: 2) FC. Großalmerode Blau- Weiß Göttingen 6: 1( 2: 1) FC. Grone Hermannia Kajjel 3: 3( 3: 1) Hessen Hersfeld Tura Kassel 5: 1( 3: 1) Sportvgg. Niederzwehren Kurhessen Kassel 2. 4: 2 VfB. Wetter VfL. 1911 Biedenkopf 2: 5 Spvgg. 1900 Gießen 2. Ehringshausen 1. 0: 1( 0: 0) Marbach 1. Odershausen 1. 4: 2( 1: 1) Laasphe 1. Wiesenbach 1. 0: 4 Feudingen 1. Burg 1.

Berleburg 1. 10: 1 Herbornseelbach- Ballersbach 4: 4( 1: 3)

Gau Gießen- Weglar:

Steinbach 1.

Garbenteich 1. 2: 3( 2: 0) Oberbiel 1. Burgsolms 1. 1: 0 Großen- Bused 1. Weilburg 1. 1: 2 Steindorf 1. Büblingshausen 1. 4: 2( 0: 1)

Lausdorf Garbenheim 1. 3: 2 Ettingshausen 1. Lollar 1. 1: 3( 1: 1) Oberbiel 2. Burgsolms 2. 2: 3

Jugend:

Lich 1. BfB. Gießen 1. 2: 3 Weilburg 1. Oberbiel 1. 3: 4 Großen- Bused 1. Heuchelheim 1. 2: 1 Burgsolms 1. Weklarer Spẞ. 1. 0: 5 Lollar 1. 4: 0 Steinberg 1.

Burg 1. Niederscheld 1. 3: 0

Steindorf 1. Büblingshausen 1. 2: 1 Burgiolms 2. Weylarer SpV. 3. 1: 1 Garbenteich Sch.

VfB. Gießen 3. 2: 1

Weklarer SpV. Sch. 1900 Gießen Sch. 0: 5 Nauborn Sch. Hermannstein Sch. 4: 1

Gau Marburg:

-

Germania Marburg 2. Breidenbach 2. 4: 8 Germania Marburg 3. Michelbach 1. 7: 1 VfB.-K. Marburg 2. Jgd.- DJK. Marb. 1. J. 6: 1.

VfB. Gießen Union Niederrad 1: 9( 0: 5). Mit einem Siege der Gäste hatte man ja schon von vorn­herein gerechnet, aber daß sich ihre Ueberlegenheit derartig aus­wirken würde, hatte wohl keiner angenommen, denn man kann auch ohne Lokalpatriotismus unseren Mannschaften wohl etwas zutrauen. Der VfB. faßt diese Spiele ja wohl mehr als Lehr­spiele auf, stellt jüngere Spieler auf und wechselt dieselben während des Spieles aus aber das Resultat bleibt nun leider einmal. Zudem präsentierten sich die Gäste in ganz fabelhafter Form und waren den Hiesigen in allem tatsächlich überlegen. Vor allem in Stürmerleistungen, denn an Chancen bot sich auch der VFB.- Elf mancherlei. Es reichte aber nur zum Ehrentor.

hat:

1900 Gießen

Opel- Rüsselsheim 1: 6( 0: 3).

Ein Spiel, wie man es von den Hiesigen noch nicht gesehen schlecht nämlich. Die 1900er- Mannschaft, durch das Fehlen von Heilmann und Adelberger etwas geschwächt, geriet durch verschiedene Schnitzer bald ins Hintertreffen, wurde un­einig untereinander und war damit dem Gegner, der nur die Tore trat, die er unbedingt treten mußte, ganz ausgeliefert. Das Schmerzensfind war der ersatzgeschwächte Sturm der Blau­Weißen, der im Feld nicht schlecht, vor des Gegners Tor direkt hilflos war. Opel, das eine produktiv und wenn nötig auch mit allem Einsah spielende Mannschaft vorführte, verfügte im Gegensatz dazu über einen raschen und schußfreudigen Sturm mit flinken Flügelspielern. Das Spiel: Ede für Opel in der 3. Minute, 9. Minute 1: 0 f. Opel durch seinen H. R., 14. M. Ede f. Opel, 22. M. töpft Zeiler eine Flante von Balser vor­bei, 25. Min. Ede für 1900.- 28. Min. 2: 0 für Opel( M. St.), 30. Min. Ede für Opel, 3: 0, M. St. hatte geföpft. Bis zur Pause nichts von Belang. In der zweiten Halbzeit fämpfte 1900 zunächst noch mit der Absicht, nur eine ehrenvolle Nieder­lage einzusteden, weiter u. holte 2 Eden auf. Da läuft um die 60. Spielminute Sad zuweit ins Feld, im Rücklauf aufs Tor faramboliert er mit einem gegnerischen Spieler. Strafstoß

Soll die schulentlassene Sugend Sport treiben?

Eine wichtige

Eine wichtige Frage, die gerade in diesen Jahren an Be­deutung gewinnt, weil es nun um die Kriegskinder" geht, also um diejenigen, die während des Krieges zur Welt kamen und schon aus diesem Grunde ganz besonderer Gorgsamkeit bedürfen. Erfreulicherweise hat sich die Zahl der Eltern, die sich mit solchen Fragen und Sorgen beschäftigen, stark vermehrt, und man darf es ihnen, die größtenteils schwer um ihre Eri­stenz ringen, wirklich nicht überlnehmen, wenn sie auch die Schattenseiten des Sports ins Auge fassen.

,, Der Sport fostet Zeit.

Die Jugend, die heute die Schule verläßt, iritt nahezu ausnahmslos in Berufe über, die höchste Anforderungen an Körper und Geist stellen. Es liegt da der Gedanke so nahe, der reifen Jugend jede freie Minute, jeden Sonn- und Feier­tag zum Ausruhen zu sichern. So schön das klingt, die Erfah­rung hat bewiesen, daß unausgefüllte Ruhestunden unserer Ju­gend alles andere als Erholung vermitteln. Das Gewicht der beruflichen Anstrengung erfordert ein Gegengewicht. Mit pas­fiver Erholung ist der Jugend nicht geholfen, schon deswegen nicht, weil die Wohnungs- und Lebensverhältnisse meist eine wirkliche Ruhe außer während der Nachtstunden gar nicht er­möglichen. Dazu kommt, daß unsere Jugend diese Art Ruhe gar nicht wünscht. Sie wird immer danach streben, ihrer freien Zeit einen- reizvollen freilich vielfach nur vermeintlich

-

von rechts, links vors Tor. H. L. föpfte: 4: 0 f. Opel. Nun fann Zeiler nach raschem Durchbruch und kurzem Zuspiel mit seinem Außen das Ehrentor für seine Mannschaft schießen. Ein Strafstoß, der seiner Partei von der Strafraumgrenze eine wei­tere Chance bot, wurde von ihm verschossen. Dann- Kazz war perlegt ausgeschieden, Henrid, hatte aus nicht ersichtlichem Grunde das Spielfeld verlassen kamen die Gäste durch einen Fehler Sacs zum 5. Tor. Jetzt verließ auch Zeiler das Spiel­feld(!) und der Rest der Mannschaft versucht mit nur teil­weisem Erfolg ein größeres Fiasto zu verhindern. Noch einmal sandten die Opelspieler ein, und dann beendete der Schlußpfiff des Unparteiischen Philipp- Großen- Buseck dieses unglückliche Treffen. B.

Marbach 1. Ockershausen komb. 4: 2( 1: 1). Für den plötzlich absagenden FV. Breidenbach trat FV. Odershausen in bereitwilliger Weise ein. M. konnte aus die­jem Spiel als verdienter Sieger hervorgehen. Der Spiel= verlauf: Odershausen fand sich sofort besser, besonders der Mittelstürmer brachte immer wieder das M. Tor in Gefahr, doch M. Verteidigung war auf der Hut. Erfolge beiderseits blieben vorerst jedoch aus, bis dann bei einem Angriff der M. der linke Verteidiger von Odershausen mit der Hand spielt. Den hierauf gegebenen Strafstoß verwandelt M. Mittelstürmer zum Führungstor. Durch diesen Erfolg angespornt, greift M. mäch­tig an, aber es will nichts gelingen. Odershausens Torhüter ist nicht zu schlagen. Kurz vor Halbzeit kann Odersh. zum Ausgleichstor durch einen scharfen Schuß des Halbrechten kom­men. Nach der Pause greift D. energisch an und kam auch bald zum Führungstor. Es dauerte jedoch nicht lange, und M. glich im Anschluß an einen Eckball durch Kopfball des Halb­rechten aus. Es schien nun, als wenn das Spiel unentschieden enden würde. Doch wiederum, wie bei dem letzten Spiel, fonnte Marb. 10 Min. vor Schluß ein 3. und kurz darauf ein 4. Tor erzielen, nachdem mehrere Chancen unausgenützt blieben. O. beschränkte sich während dieser Zeit lediglich auf seine Ver­teidigung. Bemerkt sei noch, daß in den letzten Minuten eine unnötige Härte in das Spiel gebracht wurde, wegen derer u. a. ein Spieler des Plazzes verwiesen wurde. Schiri Groß­Germania Marburg leitete gut.

Großen- Bused 1.

Weilburg 1. 1: 2.

Weilburg stellte eine wuchtige, schnelle, mit gutem Kopf­spiel spielende Mannschaft, die einen knappen, aber verdienten Sieg errang, da sie im Feldspiel den Einheimischen überlegen war. Die Gäste benutten mehr das hohe Spiel. Die Buseder, die für Tormann, linken Läufer und Linksaußen andere Spie ler eingestellt hatten, zeigten nicht ihre sonstige Form, hielten sich aber gegen die Gäste dennoch recht tapfer. Hervorragend war der Ersatztorwart Albach. Als Schiedsrichter leitete Herr Busch gut.

Aus dem Hinterland.

Laasphe 1.

Wiesenbach 1. 0: 4.

Die Revanche der Wiesenbacher ist diesen, wie erwartet, geglückt. Wies. gab durchweg während des ganzen Spiels den Ton an und ließ es auch keinesfalls zu einem Ehrentreffer der Witgensteiner kommen. Wie immer begannen die Laaspher in den ersten Minuten mit großem Eifer, aber die rasche und schlag­sichere Deckung der W. fuhr ebenso schneidig dazwischen. Schon nach einiger Zeit merkte man aber, daß sich die Gastgeber zu­viel ausgegeben hatten, und da kam die drückende Ueberlegen­heit seitens der Gäste zutage. Angriff auf Angriff rollt auf das Laaspher Tor, und der gute Hüter hatte alle Hände voll zu tun. Letzterer hielt übrigens einige Sachen hervor ragend. Zu bemerken ist noch, daß Wiesenbach nur mit 10 Mann zur Stelle war.

Feudingen 1. Berleburg 1. 10: 1.

Feudingen lieferte wieder mal auf eigenem Gelände ein glänzendes Spiel, so daß die Gäste unbarmherzig kapitulieren mußten. Der Feudinger Sturm tombinierte gut und schoß Prachtschüsse aus allen Lagen auf das Gästetor. Die Berle­burger waren im ganzen zu langsam und spielten außerdem unzweckmäßig. Zu kurz und ungenau. Die Halbspieler halfen den Läufern nicht, was natürlich deren Ueberlastung zur Folge hatte und woraus wieder schlechtes Bedienen des Sturmes re­sultierte. Auch die Deckung war sehr lückenhaft. Bei einigen Toren waren die Feudinger in der Lage, den Ball etwa 3 Meter vor dem Gästetor zu stoppen und zu placieren. Oh." 1900 Gießen 2. Sp. u. SpV. Ehringshausen 2. Bezkl. 0: 1( 0: 0). Das Spiel begann mit einer halbstündigen Verspätung. 1900 lieferte eine schlechte Partie, was sich besonders durch das Fehlen der zwei besten Stürmer bemerkbar machte. 1900 tann die erste Viertelstunde drücken, ohne jedoch etwas zu erreichen. Nach einer Umstellung bei 1900 fommen die Gäste jedoch mäch­tig auf und haben bis zur Pause mehr vom Spiel. Nur dem hervorragenden Können von Müller im 1900er Tor ist es zu verdanken, daß die Playmannschaft nicht in der 1. Halbzeit schon verlor. Nach der Pause verteiltes Spiel, doch der klägliche Sturm der Blau- Weißen kann nicht schießen. Das siegbringende Tor der Gäste resultiert aus einem Mißverständnis zwischen 1. Läufer und I. Verteidiger von 1900. 1900 winkte dann der Ausgleich in Gestalt eines unberechtigten Elfmeters, doch Rohr­bach verschoß. Die Gäste gewannen verdient, wenn auch die Ein­heimischen Gelegenheit zum Ausgleich hatten.

Ettingshausen 1.

*

- Lollar 1. 1: 3( 1: 1).

Lollar, welches nur mit 10 Mann auf dem Felde steht, hat alle Register seines Könnens aufzuziehen, um den gefährlichen Angriffen des E. Sturmes standzuhalten. Nach Seitenwechsel wird Lollar besser, während E. seinem eigenen Tempo zum

Inhalt zu geben. Die Jugend wird das Vergnügen in irgend einer Form suchen. Der Sport aber bietet ein Vergnügen, das nicht nur nicht schadet, sondern bei richtiger Betätigung, wie sie durch die Einrichtungen unserer Sportvereine gewährleistet ist, reichen Nutzen abwirft.

,, Der Sport ermüdet den Körper,

der ohnedies durch die Berufsarbeit erschöpft ist." Aber es gibt wohl keinen einzigen Beruf im modernen Leben, der den Körper im gleichen Sinne ermüdet, wie die sportliche Betäti gung. Während der Beruf meist eintönige und einseitig ermü­dende Arbeit verlangt, die nur in den seltensten Fällen noch Freude und Befriedigung schenkt, kommt der Sport dem be= rechtigten Streben der Jugend, nicht nur Nummer und Teil eines Betriebes zu sein, sondern selbst etwas zu gelten, ent­gegen. Das strafft die jugendlichen Muskeln wieder zu be­geisterter Leistung, füllt in der frischen Luft des Sportplages die Lungen, fräftigt das Herz und schenkt dem Körper die herr­liche, nervenentspannende Müdigkeit, die durch traumlosen Schlaf ihm neue Kräfte für den kommenden Arbeitstag zuführt. ,, Der Sport kostet Geld!"

Das stimmt insofern, als uns das Leben nichts Wertvolles umsonst schenkt. Es gibt aber wohl kein Vergnügen, keine Erholung, die, an Erfolg gemessen, für den Jugendlichen so billig ist, wie gerade der Sport. Frühere Generationen haben in besseren Zeiten, oft unter großen Opfern, die sportlichen Einrichtungen, die Hallen, Pläge und Heime geschaffen, die sie nun benügen dürfen; und die noch zu tragenden wirtschaft­lichen Lasten nehmen die erwachsenen Vereinsmitglieder auf ihre Schultern, während sie sich bei der Jugend mit Beiträgen

Nr. 36.

Opfer gefallen ist. Das Spiel wurde sehr anständig durchge­führt und war ein rechtes Gesellschaftsspiel.

Steinbach 1. Garbenteich 1. 2: 3( 2: 0). Von Beginn an entwidelte sich ein flottes Spiel und lag Steinbach bis zur Halbzeit mit 2: 0 in Führung. Nach der Pause drehte Garbenteich den Spieß um.

Sportfest in Burg.

Den Auftakt des Sportfestes bildeten zwei Propaganda­spiele Burg Liga Ballersbach u. Herbornseelbach komb. 4: 4 ( 1: 3) und Burg Jgd. Niederscheld Jgd. 3: 0( 1: 0). Am Sonntag vormittag, um 8 Uhr schon, begannen die Pokalspiele. In der B- Klasse siegte im Endspiel Donsbach, 1. Wissenbach mit 1: 0. In der A- Klasse gab im Entscheidungsspiel Merkenbach den Ballersbachern mit 1: 0 das Nachsehen. In der Ligaklasse konnte Hörbach im Endspiel Herbornseelbach mit 2: 0 schlagen. Die Leichtathletik hatte folgende Ergebnisse: Dreitamps: 1. Mohl, VfB. Gießen, 2. Jakob, VfB. Gießen. 400- m- Lauf: 1. Büttner, BfB. Gießen, 2. Müller, VfB. Gießen, 3. Schäfer, Herbornseelbach.

1500- m- Lauf: 1. Heberling, SpV. Wetzlar, 4,21, 2. R. Paul, 1900 Gießen, 4: 22,3 Min.

Fußballweitsteß: 1. Pfaff, Merkenbach, 2. Jung, Oskar, Sinn.

Der Kampfspiel- Pokal.

Berlin gegen Südostdeutschland.

Wie uns soeben mitgeteilt wird, muß der Norddeutsche Spielverband auf die Teilnahme am Pokalspiel der III. Deut schen Kampfspiele, das am Sonntag, den 29. Juni, den Höhe­punkt dieser Veranstaltung in Breslau darstellen wird, ver­zichten.

Die Norddeutschen feiern in diesem Jahre das 30jährige Verbandsjubiläum und sind aus diesem Grunde größere Ver­pflichtungen eingegangen. Nach den Bestimmungen des DFB. über die diesjährige Austragung des Kampfspiel- Pokals muß demnach der DFB- Pokalsieger 1928, der Südostdeutsche Fuß­ballverband, eintreten, so daß der Verband Brandenburgischer Ballspiel- Vereine und Südostdeutschland in Breslau um den Kampfspiel- Pokal antreten werden.

Leichtathletik.

1. Frauenwettkämpfe des VfB. 08 Gießen. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg für den VfB Es sind, dem Zweck der Veranstaltung entsprechend, dem Frauensport bestimmt neue Freunde zugeführt worden. Sport­lehrer Fischer und Abteilungsleiter Nagel hatten die Vorbe­reitungen gut getroffen. Die Kämpfe widelten sich daher rei­bungslos und in schneller Reihenfolge ab.. Unter Beteiligung von J. G. Sportverein Ffm., KBC. Köln, VfB. Diez, VfL. Wezlar, 1900 Gießen, VfB. 08 Gießen und dem MtV. Gießen, ca. 100 Teilnehmerinnen, entwickelten sich überaus spannende Kämpfe. Dem MtV. Gießen gebührt das Verdienst, den Sinn der neugeschlossenen Arbeitsgemeinschaft zwischen DT., DFB. und DSB. erfaßt und in die Tat umgesetzt zu haben. Die Ergebnisse:

Weitsprung aus dem Stand, Al. B Jgd.: 1. Röhmig, MTV. Gießen 2,32 m, 2. Lösch, 1900 Gießen, 3. Eichhammer, Gries­heim Elektron.

50- m- Lauf Jgd. KI. A: 1. Schneider, Griesheim Elektron 7,9 Set., 2. Fischer, VfB. 08 Gießen, 8 Set., 3. M. Müller, Weitsprung Jgd. Kl. A: 1. Kuhn, VfL. Wetzlar, 4,21 m, 2.

Schneider, J. G. Sportverein Ffm., 4,06 m, 3. Heß, MTV. 50- m- Lauf Jgd. Kl. B: 1. Röhmig, MTV. Gießen, 7,5 Set., 2. Lösch, SpV. Gießen 1900, 7,6 Set., 3. Mätschke, VfL. Wezz­Speer Frauen: 1. Siebert, J. G. Sportverein Ffm., 29, 34 m, 2. Schmitt, J. G. Sportverein fm., 28,02 m, 3. Hollmann, 50 m Frauen: 1. Schmitt, J. G. Sportverein Ffm., 7,2 Set., 2. Else Schmidt, J. G. Sportverein Ffm., 7,4 Sef., 3. Weil, J. G. Sportverein Ffm, 7,5 Set.

100- m- Lauf Frauen: 1. Siebert, J. G. Sportver. Ffm., 13,4 Set., 2. L. Schmitt, J. G. Sportverein Ffm., 13,5 Gef., Hochsprung Jgd. Kl. A: 1. Kuhn, ViL. Wetzlar 1,26 m, 2. Fr. Fischer, VfB. 08 Gießen, 1,24 m, 3. Dömeland, J. G. Sport­Ballweitwerfen Jgd. Kl. B: 1. Römig, MTV. Gießen, 46,49 m, 2. Schmidt, MTV. Gießen, 46 m, 3. Lösch, 1900 Gießen. Kugel Frauen: 1. Siebert, J. G. Sportverein fm., 10,71 m, 2. Wendels KBC. Köln, 3. Bidelhaupt, MTV. Gießen. 4 mal 50- m- Lauf Jgd. Kl. A: 1. MTV. Gießen, 30,7 Set., 2. SpVg. 1900 Gießen, 30,8 Set., 3. VfL. Wetzlar, 30,8 Set. Diskus Frauen: 1. L. Schmitt, J. G. Sportverein Ffm., 25,30 m, 2. Luh, VB. 08 Gießen, 23, 80 m, 3. Frei, VfL. Wezlar. Kugel Jgd. A: 1. Kuhn, VfL. Wezlar, 8,50 m, 2. Dömeland, J. G. Sportverein Ffm, 8,29 m, 3. Fischer, VfB. 08 Gießen. Hochsprung Frauen: 1. Bidelhaupt, MTB. Gießen, 1,44 m, 2. Siebert, J. G. Sportverein Ffm., 1,39 m, 3. Wendels, 200- m- Lauf Jgd. Kl. A: 1. Dömeland, J. G. Sportverein Ffm., 32,4 Gef., 2. M. Müller, VfB. 08 Gießen, 33,1 Set., 4 mal 100- m- Lauf Frauen: 1. MTV. Gießen 56,2 Get., 2. Sport­verein Giesheim Elektron 1. Mannsch., 58,6 Sef., 3. Sport­verein Griesheim Elektron 2. Mannsch., 59 Set. 800- m- Lauf Frauen: 1. Pfaff, BiL. Wezlar, 2: 56,4 min., 2. Ezelmüller, VfB. 08 Gießen, 2: 58,5 Min., 3. Fr. Müller, Dreikampf Frauen: 1. L. Siebert, J. G. Sportverein Ffm., 97 Ptt., 2. Bidelhaupt, MTV. Gießen, 77 Ptt., 3. Wendels, KBC. Köln, 72 Ptt.

Dreikampf Jgd. A: 1. Schneider, J. G. Sportverein Ffm., 52 Ptt., 2. Fischer, BfB. 08 Gießen, 44 Pft., 2. Kuhn, VfL. Weylar, 44 Pkt., 3. Dömeland, JG. Sportverein fm., Dreikampf Jgd. B: 1. Röhmig, MTV. Gießen, 56 Ptt., 2. Lösch, 1900 Gießen, 42 Pft., 3. Eichhammer, J. G. Sportverein Gymnastik( einze): 1 Frau Kömpel, 1900 Gießen, 36 Pft.. 2. Frau Fischer, VFB. 08 Gießen, 35 Pft., 3. Steuerwald, BfB.

begnügen, die nur einen verschwindenden Teil der Unkosten des sportlichen Betriebes decken.

,, Der Sport beeinträchtigt das Familienleben!" Aber in wie seltenen Fällen kann heute noch die Familie Mittelpunkt der Erholung der Freizeit sein? Wirtschaftliche Not und unzureichende Wohnungsverhältnisse haben weithin in Frage gestellt, was einst besonders wertvoll war, und mit bedauernden Worten ändert man daran nichts. Da freten nun die Jugendvereinigungen ein, auch die Sportvereine, und sie geben im Sportplah und Heim einen neuen Mittel- und Sam­melpunkt, der von Straße und Wirtschaft abzieht.

Mehr und mehr werden die Sportpläge zu schönen, wahr­haften Erholungsstätten ausgebaut, die Alt und Jung Ent­Spannung und Anregung in Hülle und Fülle bieten.

,, Der Sport beeinträchtigt die geistige Weiterbildung!" Gewiß, wenn im Sportverein von nichts weiter die Rede wäre, als von Punkten und Retorden! Aber im Sport treten doch die verschiedensten Kreise der Bevölkerung untereinander in Beziehung, und ungezwungen ergibt sich hier die Möglich­feit, mit anderen Wissens- und Arbeitsgebieten als dem eige­nen in Berührung zu kommen. Und diese Verbindung ist dop­pelt wertvoll deswegen, weil sie natürlich und ungezwungen sich von Mund zu Mund knüpft, teine Berufsgrenzen feire trennenden Momente tennt, sondern die Brücke der Einfachheit und Natürlichkeit schlägt, wie es sich schon nach außen hin durch das gleiche sportliche Kleid zeigt.

Genug, Eltern, die ernstlich prüfen und erwägen, werden dem Wunsch ihrer aus der Schule entlassenen Jugend, einem gutgeleiteten Sportverein beitreten zu dürfen, die Gewährung nicht versagen.