Samstag, den 5. Juli 1930.
er vor ihren Augen geladen hatte, zu vergewaltigen. Der Bergmann W., der der Frau zu Hilfe kommen wollte, wurde von dem Unteroffizier ebenfalls mit dem Revolver bedroht und mußte flüchten. Ungeachtet ihrer inständigen Bitte, von seinem schändlichen Tun abzulassen, vergewaltigte der Unteroffizier sodann die wehrlose Frau.
In der Nacht zum 1. Mai gegen ½2 Uhr, zeg eine aus einem Offizier oder Offizierstellvertreter und sieben bis acht Mann bestehende schwer bewaffnete französische Patrouille vor das Haus des Bergmanns F. in Habinghorst und erzwang sich dort unter wüstem Toben Einlaß. Der Führer der Patrouille, der einer vorliegenden Meldung zufolge ein Adjutant- Chef Letuja von der 11. Kompagnie des französischen InfanterieRegiments 67 war, gab an, nach dem Bergmann F. suchen zu müssen. Er nötigte die allein anwesende Ehefrau, ihm alle Räume zu zeigen. Nach der ergebnislosen Durchsuchung befahl er der Frau, mit ihm allein in das Schlafzimmer zu gehen. Drei von den Soldaten, die nur französisch sprachen, mußten vor der Tür stehenbleiben, die übrigen, die deutsch sprachen und offenbar Elsässer waren, im unteren Flur warten. Im Schlafzimmer legte der Führer Waffen und Rock ab, fiel über die Frau her und warf sie auf das Bett. Als sie vor Angst schrie, setzte er ihr den Revolver auf die Brust und vergewaltigte sie darauf in brutalster Weise. Darauf wurde die Frau von den drei draußen auf dem Flur wartenden Soldaten ver gewaltigt. Sie erlitt als Mutter von neun Kindern eine schwere Verlegung und überdies eine langandauernde Nervenstörung. Bis zu der Vergewaltigung hatte sie einen Säugling an der Brust gehabt..
Gießener Zeitung
er die Hände hochhielt, sofort niedergeschossen. Siemen war ein sehr zuverlässiger Arbeiter, der sicherlich nicht böswillig zu spät die Sperre passiert hat. Er hatte sich in der Sperrzeit um eine oder zwei Minuten vertan...
Vier von den Soldaten drangen dann unter wüstem Lärmen und Schreien in die in dem gleichen Hause gelegene Wohnung des Bergmanns K. und durchsuchten dessen Räume, zwei andere in die ebenfalls in dem Hause gelegene Wohnung des Arbeiters M., wo die 23jährige Tochter sie durch alle Räume und auch in den Keller begleiten mußte. Als die Soldaten sie vergewaltigen wollten, gelang es dem Mädchen, zu flüchten. In der Wohnung des M. fanden sich dann alle Mitglieder der Patrouille ein und tranken dort drei Flaschen Schnaps, die sie aus dem Keller entwendeten. Während sie sich betranken, spuckte der Führer der Patrouille dem Arbeiter M. auf den Kopf und sagte dazu höhnisch:„ So, jetzt bist du Franzose!" Einer der Soldaten bedrohte M. mit dem Revolver und setzte ihm die Waffe wiederholt auf den Mund, bis er schließlich einen Schuß auf die Küche abfeuerte. Morgens gegen 4% Uhr begehrte die Patrouille dann noch unter wüstem Toben Einlaß in die Wirtschaft H. auf der Kronprinzenstraße. Als der Wirt sich am Fenster zeigte, schoß der Offizier auf ihn, nur durch ein Zufall ging der Schuß fehl. Dem Zwange weichend, mußte der Wirt schließlich öffnen und den Franzosen das verlangte Bier verahfolgen....
Am 10. August nachmittags wurde der Bergmann Leo Sadetzki in Hervest von Belgiern erschossen. Sadekki hatte auf den Lippewiesen sein Vieh gehütet und kam hierbei näher als 50 Meter an den Fluß heran, was die Belgier verboten hatten. Er hatte seinen kleinen Jungen an der Hand. Die Erschießung erfolgte von einer belgischen Radfahrerpatrouille von acht bis neun Mann, die sich dann auf ihren Rädern schleunigst davon machte.
Am 10. September wurde der Schießmeister Georg Siemen in Raurel auf dem Wege zur Zeche Friedrich der Große beim Block Bladenhorst, nördlich der Köln- Mindener Eisenbahn, von einem französischen Posten erschossen. Der Bahnübergang war während dieser Stunde gesperrt. Fast unmittelbar vor der Schranke wurde er von dem Posten angerufen und, obwohl
Das Steingewerbe in Beuern.
Von Wilhelm Arnold V., Beuern. ( Fortsetzung und Schluß.)
Ein Aufatmen geht durch die deutschen Lande. Die lange ersehnte Räumung der Rheinlande von den Besagungstruppen ist am 1. Juli beendet. Um die Gefühle der befreiten Bevölkerung verstehen zu können, wird es angebracht sein, sich noch einmal in die Zeiten der schlimmsten Bedrängnis Elerade durch die Besatzung zurückzuversehen. rechtzeitig erscheint von Dr. Hans Spethmann ein Band über den Ruhrkampf 1923 bis 1925( ,, 12 Jahre Ruhrbergbau", Band 4, Verlag Reimar Hobbing, Berlin, 8,- RM.) Der Band bringt eine Fülle von erschütternden Ereignissen, die die Bevölkerung hat ertragen müssen und die bisher wegen der Besatzung nicht bekanntgegeben werden fonnten. Immer mehr rückt in diesem Band die Arbeiterschaft in den Vordergrund der Darstellung, der der Verfasser, in der Gesamtheit gesehen, in seinem Vorwort das Zeugnis ausstellt, daß sie mit Anspannung aller Energien, namentlich auch der seelischen, geholfen habe, den Feind abzuwehren. Wir sind in der Lage, die vorstehenden Ausführungen aus den Kapiteln über Mißhandlungen, Beraubungen, Vergewaltigungen und Tötungen wiederzugeben:
Bausparkassen und Arbeiter.
Durch die Presse ging kürzlich eine Kritik der Spitzenverbände der freien Gewerkschaften an der neuen Einrichtung der Bausparkassen, die nachzuweisen suchte, daß die Bausparkassen nicht geeignet seien, eine Verbesserung der Wohnungsverhältnisse der breiten Masse, der Arbeiter, zu erreichen. Die Begründung enthält manches Berechtigte, nämlich insoweit, als sie darauf hinwies, daß viele Bausparkassen durch Versprechungen den Interessenten vortäuschen, mit kleinen Ersparnissen zu einem Eigenheim zu kommen, daß die längste Wartezeit aber bei kleinen Einzahlungen oft viele Jahrzehnte betrage und daß die Sicherheit für die Einlagen sowie auch diejenige der Hypotheken oft nur gering sei.
Nr. 53.
die wichtigste Aufgabe der Bausparkassen, vorausgesetzt, daß sie billig zweite Hypotheken geben, an deren Beschaffungsmöglichfeit es schon früher gefehlt hat. Wird aber ein Bausparvertrag auf einen Teil der Baukosten beschränkt, weil für den anderen Teil Gelder zur Verfügung stehen, dann ändern sich auch die oben angegebenen Schlußfolgerungen für die notwendige Höhe des Einkommens ohne weiteres. Auch wird in vielen Gegenden ein bescheidenes Arbeiterhäuschen schon erheblich billiger als für 12000 RM. erstellt, oft für 9000 bis 10 000 RM., ja, bei Selbsthilfe auf dem Lande, mitunter noch billiger.
Aber damit braucht man das Kind noch nicht mit dem Bade auszuschütten. Die Gründungsepidemie und der Mangel einer gesetzlichen Regelung haben allerdings dahin geführt, daß viele Bausparkassen entstanden sind, denen die obengenannten Gefahren und Nachteile anhaften. Aber nicht zu bestreiten ist, daß es auch solide private Bauspargesellschaften gibt, für die jene Kritik nicht zutrifft, sowie gemeinnügige öffentliche Bausparkassen des deutschen Sparkassen- und Giroverbandes, die unter stärkster Kontrolle stehen und bei denen jeder Verlust ausgeschlossen ist.
Dieser Niedergang im Steinbruchsgewerbe war nebst einer auffälligen Verminderung der Baulust im allgemeinen, vorzugsweise dem Mangel an Aufführung von öffentlichen, größeren Bauten zuzuschreiben. Man hatte in Bezug auf die staatlichen Ausführungen in den vorhergehenden Jahren nicht weise gewirtschaftet und über Hals und Kopf darauf losgebaut.( Wie heute. Die Red.) Das hatte verschiedene Nachteile im Gefolge. Einesteils wurde der Staat blindlings in große Schulden gestürzt und dann war auch der übereilte Gang der Bautätigkeit selbst für die Geschäftswelt nicht vorteilhaft. Die Lieferungen waren in der Regel zeitlich zu kurz bemessen, und das ist ein großer Uebelstand für den Unternehmer, sonderlich für den eines Lungsteinbruches. Er kann seinen Verpflichtungen meistens sehr schwer nachkommen, er wird gedrängt und sieht sich auf allerlei Weise geschädigt. Das schlimmste ist nun noch, daß durch die gewaltsame, überrasche Bauweise alles auf eine Höhe hinaufgewirbelt wird, auf der es sich nicht halten kann, und dann kommen die unliebsamen Rückwirkungen und Stauungen!
Samstag, den 5
Ein großes Frei ften Tagen des Werd und vom Allvater ge
Schnitt. Sie find ba tag trägt ein Stüd Der Erntetage. Uebe Galante, hohe Sal glühender Luft lacht goldenen Mehren, fie Die Reife, da das 3 getrönt werden. Wi liche Hausvater mit Jahr übergießt er So wird Gaat u im Himmel die Ernte fie reifen felbft mit und oft unbemerkt, al Erntetag entgegen. in ewige Scheunen, den gebunden, von G hen und dort niederg
Als mißverständlich muß aber wohl die Ansicht bezeichnet werden, daß für das organisierte Sparen für den Wohnungsbau die seit Jahrzehnten bewährten Baugenossenschaften genügten. Diese Bemerkung verkennt den gewaltigen Unterschied zwischen Baugenossenschaften und Bausparkassen. Das wesentliche Ziel der Baugenossenschaften ist, rationell und billig zu bauen, das wesentliche Ziel der Bausparkassen aber, durch kollektives Bausparen Mittel für den Wohnungsbau aufzubringen. Beide Einrichtungen ergänzen sich also, können Hand in Hand arbeiten und tun es auch schon vielfach, namentlich, wenn es sich beiderseits um solide und gemeinnützige Institute handelt.
Weiter war gegen die Bausparkassen angeführt, daß ein, den bescheidensten Ansprüchen kaum genügendes Eigenheim 12 000 RM. foste und einen monatlichen Reinverdienst von 280 RM. auf die Dauer von 20 Jahren voraussetze, worüber die breite Masse der Arbeiter nicht verfüge, auch, daß meist ein Eigenkapital verlangt werde, welches bei den heutigen Finanzierungsverhältnissen auch ohne Hilfe einer Bausparkasse zum Bauen ausreiche. Verlangt werden meist etwa 20 Prozent eigene Ersparnisse. Wie dieser Betrag ohne weitere Hilfe zum Bauen ausreichen soll, erscheint nicht ganz klar. Sollte dabei an erste Hypotheken und verbilligte Mittel aus der Hauszinssteuer gedacht sein, so wird selbst damit kaum jemand 80 Prozent der Baukosten decken können. Diese vorhandene Finan zierungslücke zwischen einem kleinen eigenen Kapital und von dritter Seite aufzunehmenden Hypotheken auszufüllen, ist aber
Als Ergebnis darf also wohl gesagt werden: Sicherlich wer den viele Arbeiter nicht über ein Einkommen verfügen, mit dessen Hilfe sie sich ein eigenes Haus errichten können. Und andererseits werden viele private Bauspargesellschaften nicht diejenigen gemeinnügigen Einrichtungen sein, an die sich Arbeiter wenden sollen. Aber es gibt erfahrungsgemäß auch Arbeiter, die ihre ganze Sparkraft auf die Schaffung eines, wenn auch bescheidenen Häuschens konzentrieren wollen und können. Warum soll dieses Streben nicht auf dem Weg des kollektiven Bausparens durch solide gemeinnütige Bausparkassen unterstützt und gefördert werden?
Frick darf in Kassel nicht reden.
Der thüringische Staatsminister Dr. Frick wollte Dienstag abend vor einer großen Versammlung der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiter- Partei in Kassel aus Anlaß der Rheinlandbefreiung sprechen. Polizeipräsident Dr. Hohenstein aber hatte plötzlich diese Versammlung verboten. Der Polizeipräsiden hat bestimmt, daß auch ebenso Rundgebungen anderer Parteien und Organisationen gleichfalls verboten werden. Ferner wurde jede etwa an anderer Stelle vorgesehene Ersakkundgebung in geschlossenen Räumen oder unter freiem Himmel einschließlich aller Umzüge wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit verboten, so daß der thüringische Staatsminister Dr. Frick unter gar keinen Umständen zu seinen Anhängern in Kassel sprechen konnte.
Feiger polnischer Ueberfall auf deutsche Schüler. Warschau, 4. Juli. Im oberschlesischen Przelajka überfiel eine Anzahl polnischer Burschen die Schüler des Laurahütter deutschen Gymnasiums, die einen Ausflug unternommen hatten, wobei mehrere Schüler von den Polen durch Stockhiebe und Steinwürfe mehr oder minder schwer verletzt worden sind. Wenn es nicht zu größeren Ausschreitungen kam, so ist das lediglich dem besonnenen Verhalten der deutschen Gymnasiasten zu ver danken.
Das 50. Todesopfer der Lübecker Kinderkatastrophe. Lübeck, 4. Juli. Gestern vormittag und heute früh starben wieder zwei Kinder als Opfer der Fütterung mit dem Tuberkuloseserum. Damit ist die Ziffer der Toten der Lübecker Kinderstatastrophe auf 50 gestiegen. Nach dem Bericht des Gesundheitsamtes sind außerdem 69 Kinder krank, 74 gebessert und 59 gesund bezw. in ärztlicher Beobachtung.
eine langjährige Tätigkeit im Steinbruchsgewerbe reichlich ge-| dingungen zur Entfaltung ihrer förperlichen und geistigen sammelten Erfahrungen und angeeignete geschäftliche Gewandtheit, sowie auch die mannigfachen Beziehungen und Bekannt= schaften auf weithin, kommen ihm nunmehr zustatten. An Arbeit und Bestellungen hat es bis dahin auch nicht gemangelt, obwohl der Wettbewerb überall stark ist und auf die Steinpreise drückt. Immerhin ist der Stand eines solchen Geschäftsmannes, der mit dem eigenen, nicht überreichlichen Kapital zu wirtschaften genötigt ist, kein beneidenswerter, und es erfordert die größten Anstrengungen, denselben zu behaupten. Er beansprucht einen hohen Grad von Mut und Entschlossenheit, Geduld und zäher Ausdauer, um sich durch alle Widerwärtig keiten und Unannehmlichkeiten im Geschäftsgange und im Verkehr mit der Arbeiterschaft durchzuschlagen. Zur Zeit( Juni 1912) beschäftigt Damm im ganzen 40 manns.)
Beim Rückblick auf den Entwicklungsgang und das Gesamtbild des hiesigen Steingewerbes von ehedem und jetzt lassen sich noch die verschiedensten Gedanken ausspinnen. Erstlich drängt sich, wie auch sonst überall wahrnehmbar, die unumstößliche Tatsache vor, daß die Menschen immer in der Zeit erscheinen und auf den Plan treten, in welche sie passen und in der die Be
8 Unerwarteterweise ist Damm nach kurzem Krankenlager am 24. Oktober 1913 gestorben. Sein Ableben hat in geschäftlicher Beziehung zunächst zur Folge, daß der Betrieb des Steinbruchs bedeutend verringert und eingeschränkt wurde. Eine Anzahl Leute wurde entlassen, und nur, weil sich die Witwe Damms mit dem Verkauf des Werkes trug, hielt sie den Betrieb in geringem Umfange( mit 7 Mann) noch aufrecht. 1913 hat bis dahin, soweit man urteilen tann, lohnend gewesen ist. An dann der älteste Sohn Heinrich das Geschäft übernommen, das
Der Vertrag Damms mit der Gesellschaft hessischer Steinbrüche war auf 25 Jahre festgesetzt, sollte jedoch diese Dauer nicht erreichen. Am Schluß des Jahres 1910 reichte Damm seinerseits die Kündigung des Vertrages ein und trat als Leiter des Betriebes aus. Ein gewisser Schomber aus Londorf ( 29jährig) übernahm die Stelle. Die Gründe von dem Rückzahlungsfähigen Bestellern und günstigen Aufträgen hat es tritt Damms waren angeblich in geschäftlichen Verlusten usw. zu suchen. 1909 war eine Fernsprechleitung eingerichtet und eine unmittelbare Verbindung mit dem Hauptgeschäft in Londorf hergestellt worden. Im folgenden Jahre wurde in dem mittleren Bruche ein Krahnen aufgestellt. Beides bietet wohl im geschäftlichen Betriebe schätzbare Vorteile, heischt aber auch wieder nicht geringe Geldopfer. Hier verstehen sich nun manche Gesellschaften meisterhaft auf die Kunst, den größeren Teil der Lasten auf fremde Schultern abzuwälzen.( Man berechnet hohe Summen für Abnutzung des Geschirrs, von Unterhaltung von Anlagen usw., kurzum sucht auf die verschiedenste Art den Mitteilhaber auszupumpen.)
Seit Ende April 1910 hat Damm den Betrieb am roten Holzberge auf eigene Rechnung übernommen. Seine, durch
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Nadjendung de fendung von Postien brude zu benutzen, di uftellern zur Abgabe diefer amtlichen Vo fendung der Post und
Eigenart gegeben sind.( Alles zu seiner Zeit. D. Red.). Das gilt sowohl von denjenigen, die eine führende oder hervor ragende Rolle in der Welt zu spielen haben, wie auch von den untergeordneten Maſſen. Währe Sommerlad z. B. einige Jahrzehnte später ins Dasein getreten, er würde unbestreitbar nicht so hohe Ziele erreicht haben, nicht so zu Wohlstand, Ansehen und Würde gelangt sein, ja man möchte behaupten, es wäre einfach unmöglich gewesen. Damit soll nun keineswegs gesagt sein, daß er nicht vermocht hätte, sich auch anderen Zeitverhältnissen anzupassen, auch soll nicht in Abrede gestellt wer den, daß die Menschen überhaupt bis zu einem gewissen Grad gestaltend und bildend auf die Zeit ihres Auftretens einwirfen. Jm Grund genommen ist es das Walten einer höheren Vorsehung, die Menschen und Verhältnisse, so wie sie eben zu einander Erfordernis sind, in die Erscheinung treten läßt und zur Erreichung ihrer Ziele in Einklang bringt. Unsere Erde und das Leben auf ihr ist in steter Entwicklung begriffen. Aus geringen Anfängen, aus unscheinbaren Urzuständen, bildet sich alles heraus und gelangt zu immer höherer Vollkommen heit. Es ist aber auch nichts unendlich, was einen Anfang gehabt hat, das wird auch mit der Beuerner Steinausbeutung nicht anders sein. In einigen Jahrzehnten sind voraussichtlich unsere Lungstein bergenden Anhöhen durchwühlt, da nur die Ränder derselben in der Regel in Betracht kommen. Die Gesteinsmassen im Innern sind entweder verbrannt und unbrauch bar, oder ihre Gewinnung ist wegen des zu bedeutenden Abraumes zu beschwerlich und nicht mehr lohnend. Im großen ganzen mag die Ausbeute unseres Steines den Zeitraum von 100 Jahren nicht viel überdauern.
nicht gefehlt und der junge Leiter des Geschäfts lebte sich immer mehr hinein. Indeß hat die Familie sonst ihre liebe Not. Acht Tage nach dem Hinscheiden Damms war der jüngste seiner drei Söhne, Karl, als Freiwilliger bei dem 25er Artillerie- Regiment in Dmstadt eingetreten. Der zweite Sohn, Wilhelm, aber, ein väd. r Junge und mit Leib und Seele Bauer, war schon Zeit unheilbar lungenleidend und ist gestorben. Heinrder älteste Sohn, war auch ein Viertel Jahr krank gewesen Er ist jetzt( 1930) Bürgermeister zu Hachborn. So ist es wohl kein Wunder, daß die Dammsche Witwe fast zusammenbrechen wollte. Troy alledem hat Gott Mittel und Wege ge= zeigt, daß alles ruhig weitergeführt werden konnte.( Der älteste Sohn Damms, Heinrich, eben vom Dienst bei den Pionieren in Mainz zurüdgekommen, hat die Leitung übernommen, findet aber wenig Spaß daran. Damm hat leider sehr verwickelte Verhältnisse hinterlassen. Darüber, und wie seine Familie sonst noch heimgesucht wurde, wird in Folgendem noch eingehender berichtet werden.)
1914. Nun ist auf einmal die Fackel eines Weltkrieges entbrannt, wie ihn die Geschichte nicht kennt und alle waffen: fähigen und waffenpflichtigen jungen Leute werden einberufen. Karl Damm ist bereits mit seinem Regiment auf den Kriegsschauplatz ausgerückt und jetzt hat auch Heinrich Damm Ge stellungsbefehl erhalten. Das war des Unglücks Spize für die Familie Damm. Indeß ist es zum Schlimmsten nicht gekommen. Durch die gemeldete frühere Erkrankung Heinrichs( Rippenfell entzündung) hat sich wahrscheinlich ein Abszeß am Knie gebildet und man schickte ihn heim, um sich heilen zu lassen. Dann haben sie ihn später noch einmal morgens geholt und abends wieder zurückgeschickt. So wird er nun wohl bei den Seinigen, die seiner so nötig haben, bleiben können.
Die hiesigen Steinbruchsbetriebe sind aber bei dem Aus
* Von der Unive Mittwoch, den 9. J Realgymnasiums ein
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Der dritte über das Thema ,, Der Gegenwart", fin
* Diebstähle. einem Ader auf de Stück„ Hinter dem 2 Manfarth, Frankfu Auto drei Landkarte Handbürste und H Badeanstalt an der Damenarmbanduhr
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