Einzelbild herunterladen

Nr. 18.

Cijengießerei Brüdner, hat Werkstätte

tung brachte ebensgefähr

tes.

r Wiesbade eichsarbeits gsamts für nach einer Meldung

nes Arbeits verlegt. Das

it

zu 6 Mo

e feines Ra

e Müze her:

schwere Ge­

nbach wurde origen Preis hartem Le efindet.

Bildhauer,

t, hat unter hord berübt. seit Jahren die Miete

Krankenhaus der Lebens

nommen, wo

r neugewähl

1.

dem Dorfe

laurerpoliers das Wohn­en führten zu ge Junge der in Streichholz

eimer Gigung 000 Mart bei 1 und einem nt Berlin zu

feiert dieses

t einem Fehl

gen Zeitungen rlage für die elm- Straßen En die Frei Gesamtkosten

e zuerst ange illionen Rmf.

Sch.

Frankreich. orfanartigem

e Gegend von größten Teil ingestellt wer graphenpfähle Stadt ist ohne nicht arbeiten rtgeschwemmt.

fte des Bahn­

leisig durchge gen von 1907

t mehr erlebt.

rft, ein Lager Tonnen gro

feuer zerstört schäzt.

rden wir zur Jon vier Gen ul abgeliefert. vereidigt. Er sehr unbe­er. Gefragt, n hätte, mel

Rächerliche der würden, dann htwächter läge

Mittwoch, den 5. März 1930.

,, Gießener Zeitung"

Surnen, Sport und Spiel. Deutschland gegen Italien 0: 2.

Am Vorabend.

Der Länderkampf der Nationalmannschaft in Frankfurt.

Das Länderspiel gegen die Italiener hat manche Sorgen bereitet. Die Sorgen um die Ausstellung der deutschen Mann­schaft, die Stürme auf die Eintrittskarten, die Befürchtung, daß trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Störungen bei der Unterbrin­gung der Massen eintreten könnten, und dazu noch ein Schod fleinerer und größerer Sorgen. Nur vom Wetter sprach man fast nicht. Es schien fast selbstverständlich, daß von dieser Seite feine Beeinträchtigung zu erwarten sei. Eine Gewißheit, die auch bestätigt wurde.

Als am Samstagmittag am Frankfurter Hauptbahnhof Hunderte die Ankunft der Italiener erwarteten, lag ein wol­fenloser, heiterer Frühlingshimmel über der Stadt. Kurz nach 1 Uhr trafen die Jtaliener, von Mannheim fommend, mit dem fahrplanmäßigen Zug, aber mit italienischen Sonderwagen, in Frankfurt ein. Die versammelte starke italienische Kolonie be­reitete ihren Landsleuten einen stürmischen Empfang. Hingegen verhielt sich die große Masse der Wartenden auffallend ernst. Der Pessimismus, die Sorge um den Ausgang des Spieles war allgemein. Die italienischen Spieler machten schon rein äußer­lich einen sehr gesunden, gut trainierten Eindrud.

Während die Jtaliener mit einem Teil der deutschen Offi­ziellen im Hotel Monopol- Metropol Unterkunft fanden, war das deutsche Hauptquartier im Hotel Exzelsior aufgeschlagen. Hier trafen um 16 Uhr zuerst die Münchener Spieler ein. Jm weiteren Verlauf des Nachmittags und Abends gesellten sich dann auch die übrigen Repräsentativen hinzu. Die Jtaliener besuchten nachmittags das Stadion.

Inzwischen hörte man im deutschen Standquartier von neuen Sorgen. Es sickerte durch, daß der Linksaußen Hofmann( Mün­chen) wegen der Entgleisung beim Meisterschaftsspiel gegen Waldhof nicht spielen und daß man für ihn den Fürther Kieß­ling einsetzen würde. Diese Umbesetzung wurde dann doch nicht durchgeführt.

Sehr zahlreich war schon am Samstag die auswärtige Presse eingetroffen. Die Sportjournalisten hielten abends im Hotel Exzelsior eine Versammlung ab, in der es zur Gründung eines Verbandes der südwestdeutschen Sportpresse kam.

Abends stand Frankfurt, das übrigens zu Ehren des Fuß­balls und der ausländischen Gäste Flaggenschmuck aufgesteckt hat, im Zeichen eines starken Faschingsbetriebes. Aber selbst der Karnevalsrummel ließ die Gedanken an das Länderspiel nicht verschwinden. Das Länderspiel blieb Hauptgesprächs­thema, und überall dominierte die große Ungewißheit, die über dem Ausgang des Spieles lag.

Empfang der Stadt Frankfurt.

Im Kaisersaal des historischen Römers begrüßte am Sonn­tagvormittag die Stadt Frankfurt die beiden Nationalmann­schaften und ihre Offiziellen. Die Stadt war durch ihren Ober­bürgermeister Dr. Landmann vertreten, der in seiner Begrü­Bungsansprache betonte, welche Bedeutung die Stadt Frankfurt diesem Länderspiel beimesse. Bundesvorsitzender Linnemann dankte für die Gäste. Mit dem bei den Italienern gewohnten rethorischen Schwung sprach der Sekretär des italienischen Ver­bandes seinen Dank für die herzliche Aufnahme seiner Lands= leute in dem schönen Frankfurt aus.

Das Spiel.

Das Länderspiel im Frankfurter Stadion bewies wieder einmal, daß der Fußballsport immer noch die große Masse seiner Anhänger mitzureißen versteht. Schon am Samstag waren zahlreiche Schlachtenbummler eingetroffen, und als am Sonn­tagmorgen die vielen Tausende von Fremden ihren Einzug

Nr. 18.

hielten, konnte man geradezu von einer Fußballinvasion spre-| Gästetormann, hält sicher. Allmählich tritt eine leichte Ueber­chen. Auf die Minute pünktlich liefen die elf Sonderzüge ein. Die Saarländer hatten ihre Fahnen und Musik mitgebracht, aber auch die Bayern, Badenser, Württemberger, Hessen und die Rheinländer waren in prächtiger Stimmung, die dem gro­ßen Ereignis den rechten Rahmen gab. In der Umgebung der Frankfurter Bahnhöfe herrschte ein lebensgefährliches Gedränge, das durch den starken Autoverkehr noch gesteigert wurde. Tau­sende von Autos aus allen Gegenden des Reiches, zwischendurch Kraftpostwagen und Wagen zahlreicher Privatgesellschaften strebten auf den Zufahrtsstraßen, die sich schon von 10 Uhr mor­gens an belebten, dem Stadion zu, das um 12 Uhr mittags bereits mit über 20 000 Zuschauern angefüllt war.

Troz dieses Riesenandranges klappte die Organisation und der Aufmarsch der Fußgänger mustergültig, da ein Heer von 700 Schutzpolizisten, unterstützt von der Feuerwehr, den Ord­nungsdienst versah. Das Stadion selbst war noch durch Not­tribünen, die über 6000 Zuschauern Sichtmöglichkeiten gaben, vergrößert worden. Schon eine Stunde vor dem Beginn des Kampfes war das weite Rund von fast 48 000 Zuschauern bis auf den letzten Platz besetzt.

Ein Jugendspiel und die Weisen der Musik verkürzten den Zuschauern die Wartestunden. Der Zeitpunkt des Spielbeginns rückte immer näher heran, und kurz vor 3 Uhr betraten die Italiener, von dem Publikum lebhaft begrüßt, in ihrer schmucken hellblauen Tracht mit weißen Hosen den Platz. Die Musit intonierte die italienische Nationalhymne. Ein Orkan des Bei­falls brach aber los, als anschließend die deutschen Spieler un­ter der Führung von Leinberger in die Arena sprangen. Wie ein Mann erhoben sich sämtliche Zuschauer, als die Klänge des Deutschlandliedes ertönten. Dann traten die zahlreichen Photo­graphen und Filmleute in Tätigkeit, deren Arbeit jedoch schnell beendet war. Inzwischen war auch der Schiedsrichter Ruoh ( Bern) eingetroffen, der die Mannschaftsführer zur Wahl rief. Wenigen Minuten nach 3 Uhr stehen die Mannschaften in fol­gender Aufstellung zum Kampf bereit: Italien:

Combi Juventus Turin

Rosetta Juventus Turin Barbieri

Genua

Balloncieri Turin

Constantino Bari

Bay. Münch. SVg. Fürth Hofmann Frank Bayern München Heidkamp Kurhessen Kassel Weber

Deutschland:

Caligaris Juventus Turin

Feraris Rom Meazza Mailand

Bay. Münch. Pöttinger SpV. Fürth Leinberger

1. FC. Nürnberg Stuhlfauth

Pitto Bologna

Magnozzi Orsi Livorno Juv. Turin

Schalke 04 Fort. Düss. Зерап Albrecht FSV. Frankfurt Knöpfle SpV. Fürth Hagen

Die ersten 45 Minuten des Spiels.

Das große Treffen beginnt. Die Italiener spielen gegen den leichten Wind, die Deutschen gegen die Sonne. Gleich zu Beginn wird der Kampf hochklassig. Die deutsche Elf zeigte sich vorerst von der besten Seite. Sie spielt mit großer Sicherheit und systemvoll. Einen Angriff der rechten italienischen Seite wehrt Weber mangelhaft ab, Heidkamp ist der Retter in der Not. Im folgenden Gegenangriff der Deutschen kommt Pöt­tinger schön vor, schießt prächtig aufs Tor, aber Combi, der

legenheit der Deutschen zutage. Sie forcieren das Tempo. Dem Tatendrang der deutschen Stürmer stellt sich aber auf der rech­ten Seite ein Hindernis in den Weg, da Albrecht und beson­ders der Schalker Zepan trotz technisch brillanter Einzelleistungen zu langsam sind für die schnelle italienische Deckung. Orsi wird sehr wenig beschäftigt, da die Italiener immer wieder mit ihrer rechten Flanke angreifen. In der deutschen Verteidigung ist Hagen der Turm der Schlacht; der Fürther ist überall, wo Ge­fahr ist. Eine weite Vorlage von ihm gelangt in den gegneri­schen Strafraum, wo Rosetta nur noch zur Ecke ablenken kann. Albrecht schießt den Ball.f Das Leder kommt zu Leinberger, des­sen wuchtiger Schuß vom Torpfosten ins Feld zurückprallt. Pech! Unmittelbar nach dieser großen Chance Deutschlands kommt der unbewachte Constantino frei durch, sein Schuß streift nur den Pfosten und geht aus. Das Tempo des Kampfes steigert sich immer mehr. Schon muß Combi wieder eingreifen, um einen Schuß Pöttingers unschädlich zu machen. Sein Gegenüber, Stuhlfauth, unternimmt in bekannter Manier Spaziergänge in den Strafraum und kann verschiedentlich den heranstürmenden italienischen Stürmern den Ball vom Fuß nehmen. Bei einem deutschen Angriff spielt sich Frank frei, doch wirft sich Combi im letzten Moment tollkühn in den Schuß. Jtaliens Linksaußen spielt sich glänzend durch, scheitert aber an Hagen, der ihm den Ball abnimmt. Nach einer Viertelstunde trifft ein wuchtiger Schuß Magnozzis die Latte des deutschen Tores. Italiens An­griff ist zur Höchstform aufgelaufen, die deutsche Verteidig. muß harte Arbeit verrichten, und Stuhlfauth hat des öfteren einzu­greifen. Zwischendurch kommt der deutsche Sturm in vorbild­licher Zusammenarbeit mehr durch. Eine glänzende Rombi­nation zwischen Hofmann, Frank und Pöttinger findet ihren Abschluß mit einem schwachen Schuß von Albrecht. Zepan glänzt durch ballartistische Tricks, seine Ballführung wird von feinem seiner Nebenleute erreicht. Trotzdem glückt den Deutschen kein Treffer, da Italiens Verteidigung wie eine Mauer steht. Zu­dem verfallen die Deutschen in den Fehler, sich die hohe Spiel­weise der Italiener aufdrängen zu lassen, ziehen dabei aber natürlich den kürzeren, da das Kopfspiel der Jtaliener weitaus besser ist. Nach einer zweiten Ecke für Deutschland scheint das Verhängnis in Gestalt eines Handelfmeters zu nahen, den Ha­gen verursacht hat. Totenstille herrscht in dem weiten Rund, als Orsi sich den Ball zurechtlegt und zum Schuß ansetzt. Das Leder fegt aber über die Latte, und Zehntausende atmen erleich­tert auf. Kurz darauf wird Knöpfle verletzt und muß ausschei­den. Für ihn springt sofort Mantel( Eintracht Frankfurt) ein. Der Rest der ersten Halbzeit bringt hüben und drüben noch einige Angriffe und Deutschland eine dritte Ecke, doch fällt kein Tor. Mit 0: 0 geht es in die Pause.

*

Nach der Pause fängt das Spiel für die Deutschen recht vielversprechend an, da der Sturm sofort im Angriff liegt. Ze­pan schießt, aber Combi hält glänzend. Deutschland erzwingt die vierte Ecke, wieder ohne Erfolg. Ein Schuß von Frank, der sich vorher, unbeachtet von dem Schiedsrichter den Ball mit der Hand vorgelegt hat, verfehlt knapp sein Ziel. Aber schon in der achten Minute bricht das Verhängnis über die deutsche Elf herein. Bei einem Strafstoß von Caligaris sperrt Weber den italienischen Stürmer Magnozzi dicht an der Strafraumlinie regelwidrig, der Schiedsrichter diktiert abermals einen Straf­stoß, der gut vors Tor gegeben wird. Wie der Blitz ist Mag­nozzi hoch und köpft den Ball an dem sich vergebens streckenden Stuhlfauth vorbei in die Torece. Italien führt mit 1: 0. Die­ser Erfolg löst bei den zahlreichen italienischen Schlachten­bummlern ungeheuren Jubel aus. Aber die deutsche Elf gibt

Erfahrung und Kundenurteile-

Ddrei Deutsche Zivilperionen otal betrunken fagte ich und häftigen Zuruf Wir mußten

Rüdkehr durf

nf Jahre Ge­esverweis und

MERCEDES

Frik Jbrig urg 36 heraus ichs Zuchthäu ltige Anflage nd Nachkriegs­Ser die standa brüben zuteil zeifen unseres em erschüttern

BENZ

besser als alle Reklame!

Aus den laufend eingehenden glänzenden Zeugnissen über den

Mercedes- Benz Achtzylinder Nürburg":

» Motor vollständig geräuschlos, Federung sehr elastisch, Anzugsmoment hervorragend. » Ausdauer und Betriebssicherheit nicht zu übertreffen.

.«

.«

«

» Die elegante Form des Wagens findet überall größte Bewunderung und Beachtung. » In 25 Jahren, seit ich Autofahrer bin, noch kein Wagen solche Freude gemacht wie dieser. » Durch die bisher unerreicht feste Lage auf der Straße in Verbindung mit der ausgezeichneten Federung und Bremswirkung eine Sicherheit, wie ich sie in zwanzigjähriger Fahrpraxis noch nie beobachten konnte. » Ein Umschalten, selbst bei den größten Steigungen, kennt man bei diesem Wagen nicht..

.«

Diesen hervorragenden Wagen von anerkannter internationaler Klasse liefern wir mit den vollendet schönen neuesten Karosserie- Modellen zu den bisherigen günstigen Preisen. 6/ 7s- Pullman- Limousine mit Original- Fabrik- Karosserie in vielfach preisgekrönter Ausführung u. Ausstattung 15000.-( ab Werk)

RM.

DAIMLER- BENZ A.-G. Verkaufsstelle: GIESSEN, Bahnhofstr. 90 92

Fernruf Nr. 4121