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Mittwoch, den 2. Juli 1930.

Bei gutem Besuch fanden am Freitag nachmittag die ersten, Entscheidungen im Schwimmen statt. Jm 1000- m- Schwimmen für Herren siegte Neigel- Göppingen in 14: 06,3 vor Hand­Schuhmacher- Dortmund( 15: 07,9), Dritter wurde Wittauer- Neu­Isenburg( 15: 12,9). Im Kunstspringen für Herren wurde Rieb­schläger- Zeitz mit 155,58 Punkten Sieger. Zweiter Stork- Frank­furt a. M. 145,60 Punkte, Fünfter Schumm- Cöln. Jm Brust­schwimmen für Herren 400 m- Lauf siegte Schwarz- Göttingen in 6:15 Minuten, Zweiter Künniger- Leipzig 6: 16,9 Min. Rücken­schwimmen für Damen 200 m: 1. E. Sasserath- Reyhdi 3:17 Min. Schlagball der Männer.

Der Westbund Güterloh- Essen( Eichenkreuz) siegte gegen den Vertreter der DT. mit 38: 4( 33: 0) und dann auch gegen Germania Gleiwitz überraschend glatt mit 12: 3( 5: 3).

In den am Freitag nachmittag ausgetragenen leichtathleti­schen Wettbewerben schied Germing- Osnabrück im 7. Vorlauf für 100 m mit 11,6 Sef. aus. In den Vorläufen für 400 m konnte sich Erbel- Essen für die Zwischenrunde durchsetzen. Das Diskus für Frauen gewann in der Entscheidung Frl. Reu= ter Frankfurt a. M., SC. 1880, mit 35,80 m. In der Ent­scheidung des Distuswerfen für Männer konnte Paulus- Wetzlar mit 42,62 m nur den 2. Platz belegen, hinter Januasch, Dester­reichischer L. A. V., mit 44,02 m.

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Jiu Jitsu.

Am Freitag nachmittag fielen auch die ersten Entschei­dungen im Jiu Jitsu. Im Fliegengewicht wurde Polk( 1. BJC. Berlin) Kampfspielmeister und deutscher Meister des Reichs­verbandes für Jiu Jitsu. Im Federgewicht errang Wölfer( SC. Charlottenburg) den Kampfspiel- Meistertitel. Im leichten Mittelgewicht siegte Hoppe( 1. Berliner Jiu Jitsu- Klub). Jm Halbschwergewicht errang überraschenderweise Casch( Deutscher Jiu Jitsu- Klub) die Meisterschaft.

Die Kampfspiel- Schießwettbewerber.

Bei den Polizeischießständen im Westend begannen am Freitag die Wettkämpfe der Schützen. Während die Polizei­schützen und die Kleinkaliberschüßen erst am Sonnabend an­treten werden, herrschte bei den Großkaliberschützen bereits regerer Betrieb. Die bisherigen Spitzengruppen in den ein­zelnen Disziplinen sind folgende:

Meisterschaft im Scheibengewehrschießen:

a) Feldscheibe

1. Kannegießer, Köln, 225 Ringe,

b) Feldscheibe

1. Stöger, Zella- Mehlis, 226 Ringe,

2. Richartz, Köln, 215 Ringe.

Meisterschaft von Deutschland im Wehrmanngewehr- Schießen.

1. Kannegießer, Köln, 236Ringe,

2. Richarz, Köln, 212 Ringe.

Am Freitag Nachmittag fand die Zwischenrunde im Florett­fechten statt und qualifizierten sich u. a. für die Sonnabend­Endrunde Haim- Offenbach, Mayer- Offenbach und Thomson- Of­fenbach.

Samstag, den 28. Juni.

,, Gießener Zeitung"

stellte. Dobermann- Köln wurde mit 13,28 Meter fünfter. Den 5000 Meter Lauf konnte der Heeresmeister Schönfelder- Wünsdorf in der guten Zeit von 15: 29,4 Minuten bei starkem Gegenwind gewinnen. Eine Sensation war die Stabhochsprung- Entscheidung. Wegener- Halle stellte mit 4,055 Meter einen neuen deutschen Rekord auf. Gut in Form war auch der Münsterer Stechenmesser, der 3,80 Meter noch übersprang. 3. wurde Müller- Cannstatt mit 3,70 Meter.

Als letzte Konkurrenz im modernen Fünftampf wurde am Samstag vormittag der Geländelauf über 4000 Meter ausgetra­gen. Die zu durchlaufende Strecke stellte an die Wettkämpfer große Anforderungen, da die Strecke erst am Start bekannt­gegeben wurde. So verliesen sich einige Teilnehmer und brachte diese um bessere Plätze, Oblt. Har sogar um den Sieg. Sieger wurde Pol.- Oblt. Kahl vor Oblt. Hax.

Die Schwimmwettkämpfe wurden zum Abschluß gebracht. Jm 200 Meter Schwimmen für Herren wurde der Breslauer Schubert mit 2: 27,1 Min. von Balf- Nürnberg sicher geschlagen, der mit 2: 23,7 Min. einen guten Bahnrekord aufstellte. 3. wurde Neigel- Göppingen mit 2: 31,6 Min. Das Kunstspringen für Damen sah die Frankfurterin Kapp vor Borgs- Münster siegreich. 100 Meter Freistil für Damen hatte folgendes Ergebnis:

Zu gleicher Zeit wurden weitere Schwimmwettkämpfe aus­getragen. Hier qualifizierten sich für die Entscheidung im 200 Meter Freistil für Herren u. a. Neizel- Göppingen, Handschuh­macher- Dortmund und Witthauer- Neu- Isenburg. Jm Damen 400 Meter Brustschwimmen u. a. Fräulein Baer- Heidelberg.

Auch im Jiu Jithu fielen die Entscheidungen. Im schweren Mittelgewicht schlug der Berliner Lindner Rink- Berlin durch Aufgabe nach 6,25 Minuten Kampf.

1. Schneider- Stettin 1: 18,7 Min.; 2. Sasserath- Rheydt 1: 23,8 Min.; 3. Weinig- Frankfurt a. M. 1: 26,2 Min. Turmspringen für Herren: 1. Riebschläger- Zeitz, 2. Schumme Köln, 3. Foest- Bres­lau, 4. Stork- Frankfurt.

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Das Entscheidungsspiel im Handball führte die beiden Vor­rundensieger Polizei" Berlin und Polizei"-Wien zusammen. Die Berliner konnten einen verdienten 10: 2( 4: 1) Sieg erringen. Ueberraschend wurde die Mannschaft des deutschen Hochschul­amtes für Leibesübungen in Prag Kampfspielsieger im Faustball für Männer.

Die Entscheidungen im Ringen brachten in den Samstag­kämpfen folgende Sieger: Federgewicht: 1. Lauterbach- Nettschkau, 2. Men- Dortmund; Mittelgewicht: 1. Krämer- Dortmund, 2. Häßler- Göppingen; Halbschwergewicht: 1. Vogedes- Dortmund, 2. Heitmann- Dortmund; 3. Jbach- Barmen; Schwergewicht:

1. Gering- Ludwigshafen, 2. Muß- Dortmund- Hörde, 3. Buchner­Koblenz.

In der Vorrunde um den Silberschild im Hockey konnte die westdeutsche Mannschaft die südostdeutsche Mannschaft mit 7: 0 ( 2: 0) verdient schlagen.

In der Jahrhunderthalle fand am Samstag abend ein Hallensportabend

statt, der einige interessante Entscheidungen und Ausschnitte aus dem gesamten Kampfspielbetrieb brachte. So die Vorfüh rungen der Fechter. Dazu kam die Ringkampfentscheidung im Weltergewicht, in dem Földeak- Hamburg Sieger wurde. Jm Jiu- Jithu wurden 2 Kämpfe ausgetragen. Im Halbschwerge­wicht gab es ein Unentschieden zwischen Baruffo- Breslau und Clasenapp- Berlin und im Leichtgewicht wurde Neumann- Berlin Kampfspielmeister. Die Boxer führten 3 Zwischenrundenkämpfe durch. Großen Beifall fanden die Reigenvorführungen der Bres­lauer Radfahrer, darunter war ein Siebziger Flaggenreigen. Im Gewichtheben zeigten 8 Kampfspielsieger, darunter auch der Olympiasieger Helbig- Plauen einzelne Uebungen im Gewicht­heben.

In den Kämpfen im Fechten wurde im Herren Florettfechten Haim- Offenbach Kampfspielsieger; 2. Thomson- Offenbach; Maier­Offenbach. Erwartungsgemäß holte sich die Olympiasiegerin Fräulein Helene Mayer- Offenbach die Kampfspiel- Meisterschaft im Damen Florettfechten; 2. Fräulein Dehlfers- Offenbach; 3. Frl. Haas- Offenbach; 5. Frl. Leonhard- Offenbach; 8. Frl. Jüngst­Offenbach. Man sieht, Offenbach dominiert, so fördern gute Beispiele...!

Der Sonntag.

Auf den Polizeischießständen wurden die Schießwettkämpfe beendet. Sieger des 1. Wettbewerbs wurde Spoerer, Zehla­Mehlis.

Die Leichtathleten zeigten durchweg sehr gute Leistungen. Den Zehntampf für Männer gewann Wessely- Wien mit 7624,50 Punkten, vor Ladewig DSC. Berlin mit 7615,33 Punkte.

Im Speerwerfen gab es einen deutschen Rekord mit 65,59 Meter.

Nr. 52..

Siegerverkündigung war gleichfalls eine Ehrung des Staats­sekretärs Exzellenz Dr. Lewald verbunden, der in diesem Jahre seinen 70. Geburtstag feierte. Sehr eindrucksvoll war bereits der Ausmarsch bei der Siegerverkündigung. Unter Vorantritt von vier Herolden marschierten die Sieger in die Kampfbahn ein, geführt von der deutschen Olympiasiegerin und Kampfspiel­meisterin Helene Mayer- Offenbach, die Exzellenz Dr. Lewald mit einem Gedicht begrüßte und als Förderer der Leibesübungen der deutschen Jugend feierte. Oberbürgermeister Dr. Wagner- Bres lau widmete dem Vorsitzenden des Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungen herzliche Worte der Anerkennung für sein Wirken im Interesse dieser deutschen Nationalfeste und über­reichte ihm das Buch Schlesien" als Ehrengabe der Stadt Breslau.

100 Meter Laufen, Männer: 1. Schumacher( Kickers) Stuttgart 11 Set.; 2. Schlinsog( VfB. Breslau) 11 Set ,. Brustbreite; 3. Rehn- Saarbrücken 11,1 Set.; 4. Glaser- Wien 11,1 Sek., Brustbreite.

Im Stadion tamen in der Leichtathletik bereits mehrere wichtige Entscheidungen zum Austrag. Jm 1500 Meter Lauf siegte der Breslauer Krause in 4: 06,2 Minuten vor dem Dan­ziger v. Kositzkowski in 4:07 Minuten. Der 400 Meter Lauf hatte folgendes Ergebnis: 1. Ruiner- Wien 49,8 Sef.; 2. Schmidt­Hamburg 50,8 Sef.; 3. Single- Stuttgart 51 Sek. Den Weit­sprung für Männer gewann unser Kölner Dobermann mit dem sehr guten Sprung von 7,32 Meter; 2. wurde Sieg- Schöne­berg mit 7,16 Meter; den 5. Platz konnte Jllhardt- Lüdenscheidt mit 6,81 Meter belegen. Das Hammerwerfen gewann Wagner­Stuttgart mit 44,03 Meter vor Wenninger- Zuffenhausen mit 41,03 Meter. Einen harten Kampf lieferten sich die Damen im Hochsprung, den Frl. Steinberg mit der vorzüglichen Leistung von 1,43 Meter gewinnen konnte. Den 4. Platz belegte Frl. Notte- Düsseldorf mit 1,385 Meter. Das Kugelstoßen für Män­ner sah den Desterreicher Vetter mit 14,38 Meter siegreich, der mit diesem guten Wurf einen neuen österreichischen Rekord auf­

80 Meter Hürden Laufen, Frauen: 1. Birkholz( DSC. Breslau) 12,7 Sefunden.

110 Meter Hürdenlaufen: 1. Beschehnik( DSC. Berlin) 15,2 Sek.; 2. Langwald( Berliner Sportklub) 15,2, Brustbreite. Speerwerfen: 1. Weidmann- Leipzig 65,59 Meter, neuer deutscher Reford; 2. Stosch- Ratibor 63,95 Meter, neuer deutscher Re­ford.

100 Meter Laufen, Frauen: 1. Frl. Wittmann( Brandenburg­Berlin) 12,7 Sekunden.

Hochsprung, Männer: 1. Ladewig( DSC. Berlin) 1,80 Meter; 2. Jllhardt, T. V. Jahn, Lüdenscheidt 1,80 Meter. 4 mal 100 Meter Staffel, Männer: 1. Stuttgarter Kickers 43,1 Sef.; 2. Deutscher Sportclub Breslau 43,3 Sekunden.

Druckarbeiten

Für die preußische Staatsregierung war der Volkswohl­fahrtsminister Hirtsiefer erschienen, der seine Begrüßungsrede an alle Aktiven und an die Bevölkerung richtete. Er gab seiner hohen Wertschätzung der Deutschen Kampfspiele Ausdruck, betonte deren kulturelle Bedeutung und sprach den Wunsch aus, daß der Deutsche Reichsausschuß diese Kampfspiele auch in Zukunft im­mer weiter veranstalten möge, da sie das Gemeinschaftsgefühl aller Deutschen stärken. Der Minister würdigte sodann die Verdienste Dr. Lewalds und überbrachte ihm die herzlichen Glückwünsche der Staatsregierung.

4 mal 100 Meter, Frauen: 1. Brandenburg 49,5 Sef.; 2. Magde­burg 50 Sef.; 3. DEC. Breslau 50,4 Sef.; 4. Griesheim­Frankfurt a. M. 51,4 Sekunden.

4 mal 400 Meter Staffel für Verbände: 1. Norddeutscher Sport­verband 3: 18,4 Min.; 2. Verband Brandenburgischer Ball­spielvereine 3: 19,2 Min.; 3. Westdeutscher Spielverband 3: 19,3 Min. Bis zum 2. Wechsel führten die Westdeutschen mit ca. 8 Meter, doch ein schlechter Wechsel und auch ein schlechter dritter Läufer, brachte diese um den Sieg.

Auch die Sudetendeutschen meldeten sich durch Professor Zeckendorf- Prag zum Wort, der dem Deutschen Reichsausschuß seinen Dank für die Veranstaltung der Kampfspiele aussprach und ihm ein Geschenk aus der sudetendeutschen Heimat, ein Er­zeugnis der dort heimischen Glasindustrie, als Ehrengabe über­reichte.

10 mal 250 Meter Städtestaffel: 1. Berlin 4: 52,4 Min.; 2.Stutt­gart 4: 53,2 Min.; 3. Breslau 4: 54,2 Min. Die Stuttgarter Ridersleute hatten noch bei dem 7. Wechsel einen Vorsprung von etwa 20 Meter.

Kampfspielmeister in Faustball wurde Pragerdeutsche Stu­dentenschaft. Den zweiten Platz belegte Sportverein Eisbüttel, den dritten Platz belegte Spielverein Hagen.

Ihm schloß sich die Ortsgruppe Breslau des Deutschen Reichsausschusses an.

Dann brachte Staatsminister Dominicus ein Hoch auf Ex­zellenz Lewald aus. das von den Tausenden im Rund der Kampfbahn jubelnd aufgenommen wurde.

In seinen Dankesworten stellte Exzellenz Lewald fest, daß die Kampfspiele einen würdigen und glänzenden Verlauf ge= nommen haben.

Gemeinsam wurde dann das Deutschlandlied gesungen, und dann erfolgte die Ausgabe der Siegerplaketten an den Mara­ton- und Zehntampfmeister und an die übrigen Sieger. Auf beiden Seiten des Stadions brannten auf hohem Fanal Mara­thonfeuer. Es war ein ungemein starker und würdiger Abschluß der 3. Deutschen Kampfspiele 1930 in Breslau.

Im Schlagball wurde Kampfspielmeister 1930 ATV. Milkult­schütz. Den dritten Platz belegte Westbund Gütersloh- Essen. 4 mal 100 Meter Staffel für Auslandsdeutsche: 1. Saar 43,7 Sef.; 2. Desterreich 43,7 Sef., Brustbreite zurück; 3. Danzig. Recht interessant war der Marathon- Lauf über 42 Kilometer. Zwischenzeiten: 10 Kilometer Wanderer 38:45 Min.; 15 Kilo­meter Sehr 57,20 Min.; 31,700 Kilometer Sehr 2: 11,31 Std. Ergebnis: 1. Sehr, Dülken 2: 59,44 Std.; 2. Wanderer, Potsdam 3: 4,14 Std.; 3. Hempel, Charlottenburg 3: 12,5,2 Std.; 5. Jaekel, Saarbrüden 3: 14,49 Std. Der alte Gottschling mit seinen 65 Jahren lief noch die ansehnliche Zeit von 4: 16,37 Std. und wurde 18.

Schlußfeier der 3. Deutschen Kampfspiele.

Die Sstlußfeier der 3. Deutschen Kampfspiele gestaltete sich zu einer macht- und eindrucksvollen Kundgebung. Mit der

Vertrag Turnerschaft

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Sportverbände

tritt in Kraft.

Wenn die Ausführungsbestimmungen veröffentlicht sind. In Breslau fand die erste Sigung des Verwaltungsaus­schusses der Arbeitsgemeinschaft DT.- DFB.- DSBFL. unter Be­teiligung von Dominicus, Dr. Thiemer, Steding, Braungart, Breithaupt, Linnemann, Jersch, Hädicke, Schmidt, Kartini, Faber und Dr. Xandry statt.

Staatsminister a. D. Dominicus wurde für das erste Ge­schäftsjahr zum Vorsitzenden, Breithaupt zum Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft gewählt. Für die kommenden Jahre ist ein bestimmter Wechsel angestrebt. Ueber die Ausführungsbestim= mungen des Vertrages wurde nach angeregter Aussprache Einig­feit erzielt. Diese Ausführungsbestimmungen werden sofort den Kreisen der Deutschen Turnerschaft bezw. den Landesverbänden der Sportbehörde zugestellt, damit die Arbeit im Rahmen des Vertrages beginnen kann. Mit der Veröffentlichung dieser Ausführungsbestimmungen treten sämtliche Bestimmungen des Vertrages in Kraft.

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43. Jahrg. Rolitija

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Reichspräfident in Neuded( Westpreuz der in Berlin eingetrof Wie aus Mostau fchen der Reichsregier Stellungnahme der B Briands im Gange. Das preußische S faßt, in dem den pre Nationaljozialistischen nistischen Partei verb Die fächsischen Der parteien, fich an de gierungsbildung in S Nach der Ueberna hufvud haben die Lap Die Staatsstreichgefa

Statt Unterstützung neue Lasten. Ehrenamtlich tätige Sportbeamte müssen zur Unfallversicherung angemeldet werden.

Auf der Suche nach neuen Einnahmequellen hat sich die Reichsunfallversicherung auch den Sport auserkoren. Ein im Jahre 1928 beschlossenes Gesez, das die Unfallversicherung auf sämtliche Einrichtungen und Tätigkeiten des Gesundheitsdien= stes ausdehnt, wird dazu benutzt, um jetzt auch die Sportvereine heranzuziehen. Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Volkswohlfahrtspflege dehnte den Begriff Tätigkeit im Gesundheitsdienst auf alle Vereine aus, die Leibesübungen Turnen, Leicht- und Schwerathletik, Boxen, Schwimmen, Fuß­ball, Hockey, Handball, Tennis, Golf, Fechten, Wintersport, Wandern und Touristik, Jugendpflege und Gymnastik betrei­ben. Allen diesen Vereinen ist jetzt die Mitteilung zugegangen, daß die Unfallversicherung sich auf alle in der Verwaltung tätigen Mitglieder erstreckt, wie Vorstand, Kassen-, Schrift, Presse-, Spiel-, Ball-, Fechtwart, weiter auf alle Personen, die als Kampfrichter, Zielrichter, Zeitnehmer, Starter, Ehrenge richtsmitglieder usw. vol! oder teilweise beschäftig sind. Ferner unterliegen der Versicherungspflicht Trainer, Sportlehrer, Turn­warte, Vorturner, Riegenführer, Mannschaftsführer, Spic führer, Kontrolleure, Plazausseher und alles Dienstpersonal. Ausgenommen von der Versicherungspflicht sind nur diejenigen aktiven Mitglieder, die eine Tätigkeit der vorbezeichneten Art nicht ausüben. Die Anmeldung ist gesetzliche Pflicht und kann im Falle des Nichtbeachtens durch Ordnungsstrafen bis zu 1000 Mark erzwungen werden. Gegen diese Maßnahmen tann nicht früh genug energisch Einspruch erhoben werden. Ge­rade Behörden, die den Dienst an Gesundheit und Wohlfahrt des Volkes zur Aufgabe haben, müßten am besten wissen, welch vorbeugenden Wert für die Volksgesundheit die Leibesübungen haben, und daß deshalb die Vereine, die die Träger dieser Be­wegung sind, mehr Unterstützung statt Knebelung und Ausbeu­tung verdienen. Es ist zu erwarten, daß sich die Vereine und Verbände zu einer gemeinsamen Protestkundgebung zusammen­schließen werden, um dieses neueste Attentat auf den freien Willen und freie Betätigung im Keime zu erstiden.

Verantwortlich: Paul Christian Klein in Gießen.

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