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Nr. 26

Mittwoch, den 2

Mittwoch, den 2. April 1930.

lebenden Generation, die an sich schon Lasten genug zu tragen hat, und schließlich bei späterem Leerstehen volkswirtschaftliche Verluste weil man Güter nicht bis zu ihrer letzten Brauchbar­feit ausnützt, und man außerdem große Geldsummen mit nur geringer Rendite investiert. In Mannheim würde es sich bei Deckung des vollen gegenwärtigen Bedarfes um eine Summe von 15 bis 20 Millionen Rmk., im ganzen Reiche also um einige Milliarden handeln.

Lokales.

* Achtung! Das Polizeiamt weist darauf hin, daß das Spielenlassen von Rundfunklautsprechern, Sprechapparaten und sonstigen Musikinstrumenten bei offenem Fenster als Ruhestörung anzusehen und nach§ 360 3iffer 11 des Reichsstrafgesetzbuches strafbar ist. Die Polizeibeamten sind angewiesen, gegen zu­widerhandlungen mit Strafanzeige vorzugehen.

*

Konsularnachrichten. Das französische Konsulat in Frank­furt a. M. ist nur noch von vormittags 9 bis 1 Uhr geöffnet. * Verlust der Polizeihundemarke Nr. 24. Vor etwa drei Wochen ist das Halsband eines Polizeihundes mit anhängender Dienstmarke und der Aufschrift: Polizeihund 24 Volksstaat

Hessen" verloren gegangen. Eine Ablieferung der Hundedienst­marke ist bis jetzt nicht erfolgt. Um eine mißbräuchliche Be­nuzung derselben vorzubeugen, ist sie als ungültig erklärt worden.

* Straßensperre. Aus Sicherheits- und verkehrspolizeilichen Gründen ist die Kirchstraße zwischen Neustadt und Wetzstein­gasse während der Frühjahrsmesse bis 6. April 1930 für allen Fuhrverkehr polizeilich gesperrt. Den Anliegern ist die Zu- und Abfahrt gestattet.

* Bekämpfung der Reblaus. Anbauverbot und Anmelde: pflicht von Amerikanerreben und deren Hybriden. Nachdem in Baden und Württemberg an den oberirdischen Teilen der Re­ben die Rebengallenlaus festgestellt worden ist, macht das Po­lizeiamt auf den Wortlaut des§ 44 der Bekanntmachung be­treffend die Ausführung des Reichsgesetzes über die Bekämpfung der Reblaus besonders aufmerksam. Der§ 44 lautet:, Es ist verboten, amerikanische Rebsorten oder deren Hybriden in An­lagen, für die nicht besondere staatliche Erlaubnis hierzu erteilt worden ist, anzupflanzen, zu vermehren oder zu veredeln. Be­reits bestehende Anpflanzungen amerikanischer Rebsorten sind wegen ihrer staatlichen Beaufsichtigungen von den Eigentümern innerhalb drei Monaten nach Veröffentlichung dieser Bekannt­machung bei der Ortspolizeibehörde derjenigen Gemarkung an­zumelden, in der die Anpflanzung stattgefunden hat".

* Geschäftsjubiläum. Die Firma J. B. Häuser, Eisen­warenhandlung in der Neustadt 56-58, fonnte gestern auf ihr 25jähriges Bestehen zurückblicken.

* Dienstjubiläum. Gestern feierte der Reichsbahninspektor Hch. Kliffmüller von der Eilgutabfertigung sein 25. Dienst­jubiläum.

* Kostenloses Visum nach Belgien. Das Reise- Büro der Hamburg- Amerika- Linie, Frankfurt a. M., erteilt anläßlich der

Gießener Zeitung

* Aus dem Gerichtssaal. Vor dem hiesigen Erweiterten Schöffengericht hatte sich ein Schweinehändler aus Oberhessen zu verantworten, der beschuldigt war, beim Kauf von Schweinen die betreffenden Landwirte in sechs Fällen betrogen und sie auch mit gefälschten Wechseln hineingelegt zu haben. Die Fälschung von vier Wechseln konnte dem Angeklagten einwandfrei nach­gewiesen werden. Mit Rücksicht auf die Gemeingefährlichkeit des Angeklagte, der eine ganze Anzahl Leute schwer geschädigt hat und wegen Urkundenfälschung auch schon vorbestraft ist, er­kannte das Gericht gegen ihn auf 1% Jahre Gefängnis und be­schloß gleichzeitig, die Inhaftierung des Angeklagten aufrecht zu erhalten.

Aus Nah und Fern.

Hungen, 31. März. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 466 Ferkel zum Verkauf aufgetrieben. Nach lebhaftem Handel verblieb nur geringer Ueberstand.

Von einem Keiler angefallen. Langenhain. Ein Waldarbeiter aus Langenhain wurde kürzlich in der Nähe der Kapersburg von einem Keiler ange­fallen, so daß der Angegriffene schließlich auf einen Baum klet­tern mußte, bis das wütende Tier sich entfernt hatte. Am näch­Morgen wurde der Keiler in der Nähe der Ueberfallstelle ange= troffen und von einem Förster erlegt.

Bensheim a. d. B. An der Bergstraße grünt und blüht es jetzt. Die Mandelbäume sind schon am Abblühen. Dr. Mierendorff verurteilt.

Darmstadt, 1. 4. In dem Beleidigungsprozeß des national­sozialistischen Studenten Wolf gegen den Pressereferenten im Innenministerium, Dr. Mierendorff, wurde heute vormittag das Urteil verkündet. Dr. Mierendorff wurde wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe von 20 Mark verurteilt. Bekanntlich hatte Dr. Mierendorff bei einer nationalsozialistischen Versammlung in Eberstadt erklärt: Jetzt seid ihr am A...", womit er sagen wollte, daß die Nationalsozialisten am Ende ihrer Kunst seien.

Sängerbefreiungsfeier in Mainz.

Darmstadt, 1. 4. Der Hessische Sängerbund beabsichtigt, in Mainz eine Befreiungsfeier zu veranstalten. Zu diesem Zweck wird der Bundesvorstand am 5. April, nachmittags 3 Uhr, in Anwesenheit aller Gauvorsitzenden eine Gesamt- Bundesvorstands­sizung abhalten. In dieser Besprechung soll der Termin der Feier sowie der Rahmen der Veranstaltung festgelegt werden.

Darmstadt. Nach dem soeben erschienenen Jahresbericht der Kommunalen Landesbant in Darmstadt betrug der Umsatz auf einer Seite des Hauptbuches im Jahre 1929 über 2 Milliar­den Rmt. 56 Prozent der im Berichtsjahr neu gewährten lang= fristigen und kurzfristigen Darlehen dienten der Förderung des Wohnungsbaues. Die von der Kommunalen Landesbank und dem Hessischen Sparkassen- und Giroverband gegründete Ge­meinschaftsbank hat am 1. Januar 1930 ihren Geschäftsbetrieb unter der Firma Landeskommunalbank, Girozentrale für Hessen, begonnen.

der frühere Oberbürgermeister der Stadt Marburg, Geh. Re­gierungsrat Ludwig Schüler, gestorben.

Ein Lasttraftwagen mit einer wertvollen Sendung vermißt. Frankfurt a. M. Vor etwa 2 Wochen wurde der Kraftwagen­besitzer Gerhard Hoffmann aus Hamburg von Hamburg nach Fulda und von dort nach Frankfurt a. M. mit einem Schnell­lastwagen gesandt, der neun Fässer Paraffin und neun Kisten Schuhleder im Gesamtwerte von 42 000 Mark enthielt. Der Wagen ist bisher nicht eingetroffen.

Gelnhausen. An einem der ersten Sonntage im Mai fin­det hier ein Gelnhäuser Blütensonntag" als Veranstaltung zur Verkehrswerbung statt.

Zum Oberbürgermeister der Stadt Fulda gewählt wurde der dortige Magistratsrat Dr. Da nz ebrink, der mit seinem Alter von erst 31 Jahren der jüngste Oberbürgermeister Deutschlands iſt.

34. Mittelrheinisches Kreisturnfest in Hanau. Der Sommer ds. Js. bringt mit dem 34. Mittelrheinischen Kreisturnfest einen turnerischen Höhepunkt, wobei sich wieder die ungeheuere Arbei der DT. in der großen Masse der 200000 Mitglieder des Mittelrheinkreises offenbaren wird. Diesmal ist Hanau die Feststadt. Das Festgelände liegt bei dem Kur­ort Wilhelmsbad. An den Vorbereitungen arbeiten 12 lokale Hanauer Ausschüsse von insgesamt 400 Bürgern. Die Durch­führung ist auf den 31. Juli bis 4. August 1930 festgelegt, nach­dem bereits am 26. bis 28. Juli 1930 das Gauturnfest des Gaues Main- Offenbach- Hanau auf gleichem Plate stattfindet. Kassel. Ein 14jähriger Schüler der Oberrealschule ließ sich vom Zug überfahren, als bekannt wurde, daß er nicht versett werden sollte.

Schulmusiktagung in Kassel verlegt.

Die für Kassel vom 31. Mai bis 4. Juni ds. Js. angekün­digte Schulmusikalische Tagung des Zentralinstituts für Erzie­hung und Unterricht ist auf den Herbst verschoben.

Cosima Wagner gestorben.

Bayreuth, 1. April. Am Dienstag vormittag 11 Uhr, ist in Bayreuth in der Villa Wahnfried" Frau Cosima Wagner im Alter von 93 Jahren gestorben.

Graf Zeppelin" wieder fahrbereit. Friedrichstafen. Das Luftschiff Graf Zeppelin" wird zur Zeit mit Gas gefüllt. Der Luftschiffbau beabsichtigt, am 3. April die erste Werkstättenfahrt auszuführen.

Verschmähte Liebe.

Kiel. Ein blutiges Liebesdramaspiel sich am Montagabend in Kiel ab. Die 25jährige technische Assistentin vom Hygieni­schen Institut, Hilde Gutdeutsch, schoß den im gleichen In­stitut beschäftigten Assistenzarzt Dr. Jochens aus verschmäh­ter Liebe nieder.

Rom. In Bergamo beschlagnahmte die Polizei 500 Dros­seln und Lerchen, die in Süditalien mit Netzen gefangen wurden. Nach den Jagdgesehen dürfen um diese Zeit die Vögel nur mit Gewehr erlegt werden.

Eine ganze Stadt abgebrannt.

Durch eine Feuersbrunst ist, wie der Lokalanzeiger" aus Mexiko- Stadt berichtet, die im mexikanischen Erdölgebiot fio­

von April bis Oktober stattfindenden Weltausstellung in Ant Die Schießübungen der Besaßungstruppen gende Stadt Mendez völlig zerstört worden. Dabei sind nach den

werpen kostenlose Sichtvermerke zum Besuch der Weltausste!- lung.

* Aus dem Stadttheater. Heute abend ist die erste Wieder­holung von Büchners ,, Woyzek" und Leare und Lena". Am Freitag wird zum letzten Male Der letzter Lord" gegeben.

* Goethebund. Am Sonntag, den 6. April, vorm. 11% Uhr, findet im Stadttheater eine Hoffmannsthal- Gedenkfeier statt. Zur Aufführung kommt ,, Der Tor und der Tod". Die Gedenk­rede hält der Dramaturg Dr. Carl Ritter.

* Konzert. In der Aula findet am kommenden Sonntag, nachmittags 4 Uhr, ein Konzert des Bauerschen Gesangvereins statt.

Aus dem Dorf Beuern bei Gießen.

( Zeitbetrachtungen, Heimische Erwerbsarten). ( Eigentumsrecht vorbehalten). Von Wilh. Arnold 5. zu Beuern. 4. Fortsetzung.

Im übrigen sei noch folgendes über die Anfänge des Hand­werks aus alter Zeit erwähnt. Von geringer Bedeutung war ehemals die Tischlerei. Unsere Alten waren sehr einfach und anspruchslos in Bezug auf die Innenausstattung ihrer Woh­nung. Die Fußböden waren ursprünglich ungedielt, und daß infolgedessen besonders da, wo eine große Schar kleiner Kinder sich aufhielt, sich die Flöhe im Uebermaß einnisteten, wird jeder glauben. Um sie los zu werden, hockte man nicht selten die Nachbarskinder in die Stube und, waren sie voll des Ungezie­fers, so schickte man sie wieder heim. Statt des Schrankes der Bauer spricht statt Schrank Schant" fannte man bloß die Truhe. Tisch, Schemel und Betten waren von schlichtester Herstellung. Als erster nachweislicher Schreinermeister erscheint im Anfang des vorigen Jahrhunderts zu Beuern Joh. Hch. Henz. Einheimische Glaser tauchen erst später auf. Zum Ver­glasen der Fenster wurden die zuerst runden, später 8ecfigen sogenannten ,, Lohrer Scheiben" auch Buzenscheiben genannt, verwendet. Das Tünchen lag wahrscheinlich meist den Maurern ob und hatte sich wie das Weißbindern noch nicht zu einem be­sonderen Gewerbe gestaltet. Den ältesten hiesigen Wagner offene bart im Eintrag in den Rechnungen des Gotteskastens ,, 1750 dem Wagner Ott 12 albus vor einen Rath an des Superinten­den Chaise zu machen". Nach einem späteren Glied der Familie ( um 1850 lebend) wurde dieselbe Waanerbalsersch" genannt. Schwach war das Dreherhandwerk vertreten.( Joh. Phil. Stein­müller, H. Ott). Zur Herstellung der Spinnräder verwandte der Dreher zweierlei Holzarten( Birnbaum- und Zwetschenbaum­holz fanden ihre besondere Verwendung).

Was die Kleidung unserer Alten betrifft, so galt hier im­mer der Reim: ,, Selbst gesponnen, selbst gemacht, ist die schön­ste Bauerntracht". Spinnen und weben war allgemein. Letz­teres wurde aber nur für den Eigenbedarf betrieben. Dafür spricht auch das Fehlen des Familiennamens Webec. Einen geschäfts- und handwerksmäßigen Webereibetrieb scheint es nie gegeben zu haben.( Nur kurz, vorübergehend kommt einmal Leineweber vor). Eine Schneiderwerkstätte mit mehreren Ge­

Zum Schluß der Frühjahrsfeldbestellung hatte das Reichs­kommissariat für die besetzten Gebiete bei der Interalliierten Rheinlandkommission die entsprechenden Anträge gestellt. Diese hat nun mitgeteilt, daß die Schießübungen der Besagungstrup­pen in diesem Jahre auf ein Mindestmaß beschränkt und die Schießzeiten im Einverständnis mit den örtlichen Behörden festgesetzt werden sollen.

750 Jahre Stadt Weylar.

Am heutigen Tage begeht Wetzlar die Feier seines 750­jährigen Bestehens.

Oberbürgermeister i. R. Schüler f. Marburg a. d. L., 31. 3. Heute ist im Alter von 94 Jahren

sellen eröffnete zuerst Aug. Rabenau( Enkel des früheren Leh­vers R.) um 1870. Eine Schuhmacherwerkstätte war schon einige Jahrzehnte früher durch Christoph Wagner, gewöhnlich genannt ,, der Rotbart", entstanden. Brauereien und Brennereien waren nur für den örtlichen Bedarf eingerichtet. Noch steht das, zu dem buseckischen Hof gehörige ehemalige Brauhaus am oberen Ed der Hintergasse. Eine Brennerei begründete Jost Belloff. Hier sei eine kleine Schilderung einer alten einfachen Schnaps­brennerei beigefügt. Im Wohnhaus stand ein fupferner Kessel, der oben bis auf ein rundes Loch geschlossen war. Durch das Loch warf man die Kartoffeln in den Kessel und kochte sie, mahlte sie dann auf Holzmühlen mit hölzernen Walzen und brachte das Mahlgut in eine Bütte mit Wasser und Malz zusam= men. Das Malz machte man sich selbst. Man ließ Gerste drei Tage in Wasser quellen, ließ sie dann in einem Keller- oder Stubenraum keimen und trocknete sie dann auf einer Darre oder auf dem kupfernen Kessel. Das Malz ward geschroten, in bestimmter Menge mit faltem Wasser angerührt, und in der Bütte den gequetschten Kartoffeln beigegeben. Bei 48 bis 50 Grad( man hatte das im Gefühl, Thermometer gabs noch nicht) blieb die Bütte eine Stunde stehen, dann war der Inhalt ver­zuckert und wurde unter Rühren in einer anderen Bütte abge= fühlt auf 18 bis 20 Grad. Jetzt kam das Ganze zwei Tage lang in den Gährbottich. Am ersten Tage gährt es stürmisch, am zweiten Tag setzte sich der Satz wieder. Dann gings in dem fupfernen Kessel, der mit Holz oder Braunkohle geheizt wurde, und gleichzeitig als Ofen diente, ans Brennen. Der Alkohol lief durch ein Kühlfaß und wurde aufgefangen. Der Ueberíaaf war das erste Mal trüb. Diesen Trub sammelte man und brachte ihn, nachdem man den Trüber aus dem tupfernen Kessel entfernt hatte, in den letzten wieder zurück und trieb noch ein­mal über. Wenn eine Probe Ueberlauf nicht mehr am Dellicht Feuer fing, war die Prozedur zu Ende, der Schnaps fertig. Wollte man starken Schnaps haben, so probierte man mit dem Bimbelglas. Ein schmales langes Glas( Reagensglas). Darin schüttelte man die Flüssigkeit und wenns dabei noch viele Per­len gab, so war das ein sicheres Zeichen von dem starken Gehalt. Im Kühlfaß mußte stets das warm gewordene Wasser durch faltes ersetzt werden. Da tamen dann gewöhnlich die Nachbarn, brachten zwei Eimer voll kaltes Wasser, probierten einmal den Schnaps und nahmen sich zwei Eimer voll warmes Wasser mit. Drei Körbe voll Kartoffeln wurden täglich verarbeitet. Der

bisherigen Feststellungen mindestens zwölf Personen umgekom­men. An den Petroleumsquellen und den Vorräten fanden die Flammen so reiche Nahrung, daß eine Bekämpfung des Feuers unmöglich war.

Sturm auf die Fordwerke in Detroit. Gerüchte über die Neueinstellung von mehreren tausend Arbeitern bei den Fordwerken waren am Dienstag in Detriot die Ursache von großen Kundgebungen. 15 000 enttäuschte Ar­beitslose wollten die Fabrikgebäude stürmen. Die Eingänge zum Werk wurden von starken Polizeimannschaften besetzt. Die Unruheſtörer wurden schließlich mit Hilfe von Tränengasbom­ben zerstreut.

alte ,, Schorsch" in Steinbach trant den Schnaps für sein Leben gern. Als ihm einmal sein heimgekehrter Sohn einen guten Schnaps faufte, und er diesen Schnaps in einem fort lobte, sagte der Sohn auf einmal treuherzig: Ja, Vater, hast Du denn eigentlich Dein Lebtag schon einmal den Schnaps gescholten!" Zu Großen- Bused hatte früher ein Mann den Namen der ,, Freust mich". Wenn der nämlich ins Wirtshaus tam und das geschah täglich, Sommer wie Winter, dann rieb er sich die Hände und sagte, es, freust", das heißt ,, es friert mich", geb mer emol einen Kurzen. Und zu Münzenberg meinte ein Schnäpser regel­mäßig: ,, Bei dem Wetter kann man einen getrinken". Zu Ber­stadt hieß ein Schnäpser der Extra", wei! er, so oft er ins Wirtshaus tam, sich mit den Worten einführte ,,, es ist mir heute gar net extra". Jm Schoosehaus( an der Stätte de: 1. roten Schule wurde die älteste bekannte Wirtschaft betrieben( um 1800) Zu den Handwerken, deren Spuren sich am weitesten zurückverfolgen lassen, gehört das der Schmiede. Noch sind die Schlackenhalden in unserer Gemarkung Zeugen von den einst dort befindlichen Waldschmieden, wo das Eisen durch Schmelzen in Erdgruben aus den Erzen geschieden und weiter verarbeitet wurde. Zur Gewinnung der benötigten Holzkohle wurden diese Eisenschmelzstätten auf bewaldete, häufig schwer zugängliche Höhen verlegt und die Erze bisweilen aus beträchtlicher Ent­fernung herbeigeschafft. Auch hier läßt das Fehlen des Fa­miliennamens Waldschmied, der in mehreren Orten der Umge­gend noch fortlebt, darauf schließen, daß dieses Gewerbe nicht von einheimischen Leuten betrieben worden ist. Selbst 1245 tommt noch urkundlich ein auswärtiger Schmied, Eckart, in Beu­ern vor, er bekennt, daß er in fremdem Untertanenverband stehe. Erst im 18. Jahrhundert tauchen sichere Beuerne Schmiede auf. Reiz( Reinhard), Han, der Ahne der Schmiedhannesse Familie; ferner Tobias Schomber, in dessen Nachkommenschaft noch heute das Schmiedehandwerk fortbesteht. Die Schmiede stellten sich ihre Schmiedefohlen ehedem selbst her. Buchenscheiter wurden im Wald umgemacht, als Pyramiden aufgestellt, dann im In­nern derselben ein Feuer angesteckt. Um das schnelle Verslackern des Holzkohlenfeuers zu verhüten, überwarf man es mit ,, Lah men"( Lehm).

( Ueber das in neuester Zeit bedeutsamste Gewerbe, die Steinindustrie zu Beuern, habe ich eine besondere Abhandlung geschrieben. D. Vrf.)

Fortsetzung folgt.

Alemannia Aa Rheydt Köln- Düffe Mittelrhein Duisburg

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2

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Bielefeld Stad Bielefeld Stad Hamm: Stadt Stadt Hamm Städteelf Rhei Stadt Münster Romb. Herte- S

Teutonia Lipp Städteelf Nort BSV. Dennha VB. Bünde BiL. Osnabrü

Und nun die R

In Marburg: S in Gießen: Gau

in Breidenach:

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in Frohnhausen:

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Ben 1. u. 2.( 1

in Buzbach: Bu

in Laubach: La Grünberg 8: 4 Lich: Lich, G BFB. Gießen, 4: 2( 2: 0), in Großen- Bujed gegen VfB. G in Biskirchen: Weilburg, in Burgjelms: lingshausen u in Haiger: Gau

in Sinn: Ginn,

in Straßebersba

bach- Mand

in Raffel: Spie 60. 03-56

in Göttingen:

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in Ofterode: S in Northeim:

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Jugend

Frühjahr Der Juge anstaltung im lichen Teilnehn Bei bestem S Waldsportplatz worden war. liche Zahl der Start flappte. Strede geschid Mitglieder der

recht ansprechen Jugendklasse B,

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da erschienen sch Dem Sieger Sch schon der Zweite gewejen, denn e

W.F.S

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